University of Southampton
Die University of Southampton verbessert die Auffindbarkeit von Sondersammlungen
Die University of Southampton hat Linked Data-Entitäten erstellt, kuratiert und miteinander verbunden, um die Auffindbarkeit zweier ausgewählter Sondersammlungen zu verbessern.
Wichtigste Ergebnisse
- Verbesserte Auffindbarkeit und Zugänglichkeit zweier Sondersammlungen: „The Parkes Collection“ und „Visionaires“
- Nutzererlebnis wurde durch die Aufdeckung zuvor unbekannter Beziehungen und Verbindungen revolutioniert
Verwendete OCLC-Services:
Die University of Southampton hatte sich zum Ziel gesetzt, das Verständnis ihrer Mitarbeiter*innen für Linked Data zu verbessern und gleichzeitig die Auffindbarkeit zweier Sondersammlungen zu optimieren: „Visionaires“, die in der Bibliothek der Winchester School of Art aufbewahrt wird, und ein Teilbereich der „Parkes Collections of Holocaust Memoirs“, der in den Sondersammlungen der Hartley Library zu finden ist.
So wie bei vielen Sondersammlungen enthalten auch diese Materialien eine Vielzahl von Verbindungen zwischen Personen, Orten und Werken. Bei herkömmlichen Katalogeinträgen ist es für Nutzer*innen jedoch oft schwierig, diese Zusammenhänge zu erkennen und zu erforschen.
Nach Gesprächen mit OCLC-Mitarbeiter*innen und der Teilnahme an Webinaren über die Erfahrungen anderer Bibliotheken mit OCLC Meridian beschloss die University of Southampton, ein Pilotprojekt durchzuführen. Die Bibliothek erkannte die Chance, Metadaten auf eine Weise anzureichern und zu verknüpfen, wie es ihr zuvor nicht möglich gewesen war, und gleichzeitig das Wissen und die Erfahrung der Mitarbeiter*innen im Umgang mit Linked Data auszubauen.
Aufdeckung von Verbindungen jenseits des Datensatzkatalogs
Mithilfe von Meridian haben die Bibliotheksmitarbeiter*innen Linked Data-Entitäten erstellt, kuratiert und miteinander verbunden, die Personen, Orte und Werke aus beiden Sammlungen repräsentieren. Das Ergebnis war ein umfassenderes Beziehungsnetzwerk, das den Forscherinnen und Forschern zusätzlichen Kontext und neue Wege zur Erforschung der Materialien bieten konnte.
„Diese Sammlungen sind für eine ganz bestimmte Nutzergruppe bestimmt, aber wir hatten das Gefühl, dass wir Beziehungen und Zusammenhänge aufzeigen konnten, die vorher nicht erkennbar waren und auch in einem einfachen Katalog nicht erkennbar wären“, so Sarah Glaccum, Discovery Manager an der University of Southampton. „Die Einführung von Meridian ermöglicht eine langfristige Verbesserung der Auffindbarkeit unserer Sammlungen, was unseren strategischen Zielen entspricht.“
Ein Beispiel dafür ist Rachel Auerbach – ihre Arbeit dokumentiert das Leben im Warschauer Ghetto und ist in den Parkes Collections enthalten. Durch Meridian konnten die Bibliotheksmitarbeiter*innen Auerbach mit dem Warschauer Ghetto, dem Archiv, an dessen Aufbau sie maßgeblich beteiligt war, der Material-Sammlung in der Hartley Library, der Organisation, mit der sie zusammengearbeitet hatte, und anderen Personen, die in Bezug zu ihrer Arbeit standen, in Verbindung bringen.
Diese Verbindungen bieten den Forscherinnen und Forschern mehr Kontext und zusätzliche Zugänge zur Sammlung, wodurch sie Beziehungen erforschen können, die sonst anhand einzelner Katalogeinträge nur schwer aufzudecken wären.
Fähigkeiten und Chancen für die Zukunft aufbauen
Das Pilotprojekt brachte außerdem Kolleg*innen aus der gesamten Bibliothek zusammen und schuf so Möglichkeiten für die Teams, Wissen auszutauschen und zusammenzuarbeiten. Bei der Arbeit mit den Sammlungen entwickelten die Mitarbeiter*innen ein tieferes Verständnis für Linked Data und lernten die Materialien dabei besser kennen.
Die Arbeit half den Mitarbeiter*innen, Metadaten anzureichern und die Qualität der Datensätze zu verbessern, wodurch effektivere Möglichkeiten zur Suche und Erkundung der Sammlungen geschaffen wurden. Was genauso wichtig war: Das Projekt hat gezeigt, dass die Arbeit mit Linked Data auch für Mitarbeiter*innen ohne umfangreiche Fachkenntnisse zugänglich sein kann.
„Alle haben das Projekt sehr positiv aufgenommen, und es hat zur Weiterbildung des Teams beigetragen und ihm geholfen, sein Wissen und Verständnis darüber, was Linked Data ist, zu vertiefen“, erklärt Sarah Glaccum.
Das Pilotprojekt „Meridian“ der Universität Southampton hat gezeigt, wie Linked Data eine bessere Auffindbarkeit von Sondersammlungen ermöglichen und die Mitarbeiter*innen dabei unterstützen kann, neue Kompetenzen im Bereich Metadaten zu erwerben. Durch die Verknüpfung von Personen, Orten und Werken hat die Bibliothek neue Möglichkeiten für Forscherinnen und Forscher geschaffen, Beziehungen innerhalb der Sammlungen zu entdecken und zu erforschen.
Aufbauend auf den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt untersucht die Bibliothek nun, wo Meridian die größte Wirkung in ihren Sammlungen entfalten könnte und wie Linked Data-Verfahren zukünftig in größerem Umfang integriert werden könnten.
„Dieses Projekt ermöglichte uns, die Metadaten der beiden ausgewählten Sammlungen anzureichern und Verknüpfungen zwischen Personen, Orten und Werken herzustellen, von denen die Nutzer*innen profitieren werden, wenn diese in WorldCat Discovery angezeigt werden. Es hat gezeigt, dass OCLC Meridian und WorldCat Entities eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Zugänglichkeit von Sondersammlungen von Bibliotheken spielen, und bewiesen, dass es sich um ein inklusives Produkt handelt, für das keine erfahrenen Metadatenspezialisten erforderlich sind.“
Sarah Glaccum,
Discovery Manager, University of Southampton.
September 2026

