Hier finden Sie die Videoaufzeichnungen aller Vorträge des Bibliotheksleitungstag 25/26. Klicken Sie zum Starten des Videos einfach auf das "Play"-Symbol im Bild.
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Guten Morgen und herzlich willkommen zum Bibliotheksleitungstag fünfundzwanzig, sechsundzwanzig. Genau auf diesen Moment haben wir jetzt seit Wochen und Monaten hingearbeitet und jetzt ist es so weit. Und nachdem wir den Termin von November auf Januar noch verlegt haben, waren wir natürlich sehr gespannt, ob wir es schaffen, in die Nähe des Rekords vom letzte Mal zu kommen. Es waren siebzehnhundert Anmeldungen und was soll ich sagen, wir sind in die Nähe gekommen, nämlich drüber. Wir haben eintausendachthundertfünfzig Anmeldungen für diese Veranstaltung. Dafür sagen wir jetzt schon mal ganz, ganz herzlichen Dank an Sie. Ja, und bevor wir richtig starten, habe ich eine kurze Frage an Sie. Keine Sorge, es gibt keine falschen Antworten. Die Frage ist, wem würden Sie eher vertrauen, wenn es verlässliche Information geht? Einer KI, einer künstlichen Intelligenz oder der Bibliothek? Ich ahne die Antwort, es ist ja fast eine rhetorische Frage, aber die wahre Frage ist, warum eigentlich oder? Genau deshalb und genau daraus leitet sich das Motto des Bibliotheksleitungstages dieses Jahr ab. Es ist nämlich Bibliotheken und K-I perfekte Partner für morgen. Und ja, K-I bringt, wissen wir alle, ganz neue Chancen, ganz neue Möglichkeiten, bringt aber auch ganz viele neue Fragen, Unsicherheiten und so weiter. Und genau dazu möchten wir Ihnen Antworten geben. Dazu möchten wir mit Ihnen in den Austausch kommen und Inspirationen und Ideen vermitteln. Ja, die neue Rekordanmeldung und das Feedback, das Sie uns in den letzten Jahren gegeben haben, zeigt uns, dass wir mit diesem Format vielleicht auch ganz gut an ihrem an ihrem Bedarf oder orientiert sind. Zeigt uns nämlich auch, dass viele Bibliotheksmitarbeiter, die vielleicht nicht zur Veranstaltung vor Ort reisen können, zur Weiterbildung, einfach hier ein Instrument haben, eine Möglichkeit haben, sich weiterzubilden und ja, über die Trends der Bibliotheken up to date zu halten. Und ja, wir von OCLC möchten Ihnen und das ist eigentlich das Ziel der Veranstaltung, wir von OCLC möchten Sie gerne oder Ihnen gerne helfen, Ihre Bibliothek in eine sichere Zukunft zu führen und das möglichst vielen und deswegen ist es auch dieses Jahr wieder kostenlos. So und damit dieser Tag nicht nur informativ wird, sondern auch lebendig, auch klug, auch sympathisch, freue ich mich auf zwei Moderatorinnen, die genau das können. Schön, dass die beiden oder eigentlich muss ich sagen, die drei jetzt hier sind. Und ich darf hier mal ganz herzlich begrüßen zu meiner LINKEN, Linda Machwitz. Sie moderiert mit mit Neugier, mit Spaß, mit klugen Fragen und mit dem richtigen Gespür für Menschen und für die richtigen Themen. Und sie moderiert nicht nur, sondern sie ist auch die Geschäftsführerin von DFA, Digital für alle, eine Institution, die sich darum kümmert, dass digitale Errungenschaften ja, allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden können, zugänglich gemacht werden können. Und sie ist nicht allein, denn sie ist unübersehbar, selbst in in einer Phase, in der gerade ganz bald neue Zukunft entstehen wird. Und ja, aus diesem Grund auch mal doppelt vielen Dank, dass Du heute trotzdem da bist. Super, freuen wir uns sehr. Und sie ist auch nicht alleine, weil sie bei ihr ist, Sabine Wolf. Hallo. Sie kennen vielleicht auch beide noch vom vom letzten Bibliotheksleitungstag. Sabine ist Ausbildungsleiterin bei der Stadtbibliothek Berlin Mitte. Sie ist Autorin zahlreicher Fachartikel. Sie ist eine starke Stimme für und sie ist überall, wo es innovative Konzepte und Ideen für Bibliotheken geht. So, ich hab genug erzählt. Ich übergebe nun die Bühne an die beiden Moderatorinnen und freu mich auf die nächsten beiden Tage. Herzlich willkommen zum Bibliotheksleitungstag fünfundzwanzig sechsundzwanzig, meine lieben Zuschauerinnen und Zuschauer. Eintausendachthundert Teilnehmende, nur kein Druck aufbauen, Steffen. So viel hatten wir beim letzten Mal nicht. Wir sind, glaube ich, ein bisschen nervös, was letztendlich diese Zahl angeht. Es ist unglaublich. Und wir konnten jetzt gerade natürlich auch schon son bisschen gucken, was uns heute erwartet. Die nächsten Tage, das wissen wir natürlich auch. Kein Wunder, dass es so viele Anmeldungen von Ihnen gibt. Ja, fangen wir doch heute einfach mal mit dem ersten Tag an. Linda, was erwartet uns da? Ja, wir starten auch von meiner Seite noch guten Morgen. Wir starten fulminant. Also wir haben hier gerade schon ein bisschen im Hintergrund geguckt, hier wurde einiges aufgebaut. Ich kann verraten, hier geht es gleich richtig zur Sache schon. Und zwar besprechen wir ja jetzt zwei Tage darüber, wie K. I. Und Bibliotheken zusammen stark sein können, wie die K. I. Aber auch die Bibliothek verändert, vielleicht aber auch andersrum. Und oft, vielleicht kennen Sie das, ist das ja gerade so, gerade bei künstlicher Intelligenz, es gibt Chancen, es gibt Pioniergeist, Aufbruchstimmung, aber es gibt natürlich auch Sorge, Angst, Vorbehalte, gerade wenn man auch irgendwie sich selber da bisschen verändern muss. Und wir wollen jetzt schauen, wie wir's schaffen, die Chancen, wie zum Beispiel die Arbeitserleichterung, die KI mit sich bringt, zu nutzen, ohne auf der anderen Seite aber uns von Ärger und Ängsten bremsen zu lassen. Und von daher starten wir mit einem Vortrag, der Mut machen soll. Loslassen ist das neue Anpacken ist das Motto. Und da noch ein sachdienlicher Hinweis für alle, die jetzt nicht nur zuschauen, sondern auch mitmachen bitte. Schnappen Sie sich son schönes DIN-a-vier-Papier, Schmierzettel, eine Rechnung, am besten eine hohe Rechnung, die Sie nicht mehr brauchen, irgendwie so was. Legen Sie die sich vor sich, die können Sie gleich noch gut gebrauchen. Und damit übergeb ich, wir sind total gespannt auf den Vortrag und sagen herzlich willkommen und guten Morgen, Nicola Fritze, Rednerin, Autorin, Podcasterin, Organisationspsychologin und Coach. Guten Morgen, sie ist hier im Studio. Hallo, guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen alle zusammen. Ich freue mich sehr. Starten wir direkt los und ich hab gedacht, ich frag sie mal kurz, ist es in Ordnung, wenn ich Du sage? Mal kurz Handzeichen? Okay, also ich dachte, hallo ihr Lieben. Toll, dass ihr alle an euren Bildschirmen sitzt. Und ich möchte euch einladen zu einer Reise. Lasst uns verreisen, okay? Jetzt merk ich schon so, ich spür schon so durch den Bildschirm so eine Stimmung von, oh ja, toll, jetzt geht's los, wir machen eine Reise. Super, ich bin dabei, jetzt, hier raus aus dem kalten Januar und so. Das fänd ich ganz schön mutig, wenn wenn ihr jetzt wirklich denkt, ja, ich mach die Reise mit. Weil ihr habt keine Ahnung, wohin geht denn die Reise eigentlich? Na gut, ich bin mal nicht so. Ich verrate euch, wo die Reise hingeht und dann könnt ihr euch noch mal entscheiden, ob ihr mitkommen wollt oder nicht, okay? Ich hab Bild mitgebracht und wir fahren hierhin. So, jetzt spür ich, genau durch den Bildschirm kommt es schon durch diese vibration von, oh ja, schön. Es gibt vielleicht auch einige, die sagen, oh nee, ich möcht lieber in Schnee, Skifahren gehen, in die Berge oder so. Und die, die jetzt sagen, nee, ist nix für mich, bleib trotzdem dabei, ja. Die, die sagen, oh ja schön, da möchte ich gerne hin, das ist toll. Ich verrat euch, wo das ist. Das ist die Bucht von gerne sitze mit meinem Lader Macchiathe, nein, Cafe O'Laé natürlich und dem Croissant, was ich vorher in diesem kleinen Fischerörtchen Pinarello mir bei dem schönen Bäcker Stelladiana gekauft habe. Ich liebe diesen Fleck, ich liebe diesen Ort, ich war schon häufig dort. Und wenn ihr sagt, ja, da bin ich jetzt dabei, dann seid ihr immer noch ganz schön mutig. Denn ihr habt immer noch keine Ahnung, wie wir dorthin kommen. Ihr wisst zwar, wohin, aber wie kommen wir dahin? Und vielleicht merkt ihr schon so die Parallelen, wir haben so Ziele im Leben, wo wir hinwollen, was wir anpacken wollen. Und manchmal wissen wir noch gar nicht so genau, wie kommen wir denn eigentlich da hin? Ich sag euch, wie wir dahin kommen. Wir machen nämlich eine Busreise. Ja, Busreise entstehen jetzt sofort verschiedene Bilder in euren Köpfen, das weiß ich sehr wohl. Deshalb hab ich euch direkt ein Bild mitgebracht von unserem Bus, damit ihr euch das so gut vorstellen könnt. Also unser Bus sieht so aus. Oh Gott, denkt ihr jetzt, was? Ist ja wohl schlechter Scherz. Da steigen jetzt schon wieder viele Leute aus. Die sagen also, Nicola, schön, Pinarello Macken, süßer Ort sein, Croissant, Kaffee Oele, hört sich alles lecker an, aber nee, also mit dem Bus Entschuldigung, Da kommen wir doch gar nicht an. Und son paar ganz wilde, wirklich sehr wilde abenteuerlustige Menschen unter euch, die sagen, wow, das wird Roadtrip, cool. Ich hol schon mal meinen Werkzeugkoffer raus, ja. Also es gibt immer noch son paar, die kann selbst so einen Bus nicht abschrecken, mit mir nach Korsika zu fahren. Ja, und dann sag ich, herzlich willkommen. Ich liebe es, dass ihr so mutig seid. Ihr kennt den Busfahrer aber noch nicht. Lasst mich noch euch ein Foto von dem Busfahrer zeigen. Das ist Jo. Ja, ich weiß, was ihr jetzt denkt. Ja, aber hat da gerade was geraucht oder was? Und da kommen natürlich diese Vorurteile, die wir auch schnell mitbringen, wenn wir auf eine Reise gehen, wo wir nicht genau wissen, wo lang fahren wir, wie wird der Weg sein und was ist da noch in Pinarello? Und dann kommt da son daher, ja. Und natürlich haben wir alle unsere Stereotypen, unsere Schubladen im Kopf. Es ist schwer, die loszuwerden. Erst recht, wenn die Zeiten son bisschen wackelig sind, son bisschen unsicher erscheinen. Doch ich kann euch versprechen, Joe ist super. Der hat schon wirklich seit drei Jahren nix mehr geraucht, ich schwöre. Und er ist richtig netter Kerl, ein herzensguter Mensch und er liebt Katzen, ja? Also spätestens jetzt seid ihr doch alle dabei. Also ist wirklich herzensguter Mensch und er hat einen Riesenvorteil. Joe kennt den Bully in- und auswendig. Der ist son Bastler, son Tüftler, ja, der Wenn wir irgendwann mal liegen bleiben sollten, Joe kriegt das hin. Da können wir ihm hundert Prozent vertrauen. Denn auf einer Reise brauchen wir Menschen, denen wir vertrauen können. Die uns hinbringen und im Notfall auch sagen, wie es weitergeht und was zu tun ist und welche Schraube festgezurrt und welcher Reifen gewechselt werden muss. Und Joe ist son netter Kerl, der hat sich überlegt, also wenn so viele liebe Menschen da jetzt mitkommen nach Kolsacre, da geh ich mal son bisschen in Vorleistung und mach den Bus noch bisschen hübscher. Deshalb sieht der Bus jetzt so aus. Und möglicherweise haben jetzt einige, die vorhin gesagt haben, nee, Gottes willen, sich's noch mal überlegt und denken sich, ach, ja, also dann, das ist ja schon nett. Also wenn der nicht nur gut ausseht, sondern auch der Motor und alles richtig schön hält und so, ja dann schneiden wir vielleicht noch 'n Surfbrett obendrauf und los geht die Reise. Der eine bringt noch Ghettoblaster mit. Und möglicherweise sagt auch der eine oder andere so, oh, Korsiker, puh, da müssen wir aber auch noch paar Sachen einpacken für. Ja, denn wenn wir eine Reise machen, heißt es Koffer packen. Und die Frage stellt sich natürlich, was nehm ich mit? Und die Frage stellt sich auch, und das ist die schwierige Frage, was lass ich dort? Und ja, so wird natürlich die eine sagen, auf jeden Fall, Bücher müssen mit, ist ja klar. Gutes Buch gehört auf jede Reise, ja. Und natürlich Mückenspray, ja sicher, wir brauchen Mückenspray. Und dann kommt noch jemand, sagt Sonnencreme und Mütze und Sonnenbrille und Bikini. Kann man jetzt überhaupt baden? Ich sag aus Erfahrung, ich war grad dort fünfzehn Grad Wassertemperatur für die Harten unter euch, ja, bitteschön, packt Bikini ein, ja. Also insofern fängt's jetzt schon an, es werden Entscheidungen getroffen, abgewogen, was nehmen wir, was nehmen wir mir nicht? Ah, was nehmen wir? Okay. Das dauert bisschen seine Zeit, nehmt euch die Zeit. Ich war zu lange, während ihr den Koffer packt. Ja, und vielleicht fällt euch auch auf, früher, als ihr klein wart oder jetzt, wenn ihr Kinder habt, darf eine Sache niemals fehlen auf Reisen. Ihr wisst welche, oder? Was braucht's auf jeden Fall? Etwas Vertrautes, etwas Kuscheliges, etwas, was einem Halt gibt, der Teddybär. Es darf niemals der Teddybär fehlen, oder? Der Teddybär ist für Kinder und auch für manche Erwachsene übrigens immer noch. Wir haben dann kleine Maskottchen, Glücksbringer, Foto, ja, irgendwas, was uns Halt gibt. Und genau das, dieser Teddy symbolisch, was uns Halt gibt, das brauchen wir, wenn wir auf Reisen sind. Und das sind natürlich die Werte. Denn in diesen turbulenten und unsicher wirkenden Zeiten geben Werte uns Halt. Nun ist es mit den Werten natürlich so, Werte haben, ja, hat man schnell mal aufgesagt. Die Frage ist natürlich, lebe ich diese Werte? Und da lassen Sie uns mal, lass uns mal kurz hinschauen. Werte, woran erkenne ich die? Ich erkenne meine Werte an meine Entscheidungen, die ich treffe. Ich erkenne meine Werte daran, wo ich viel Geld reinstecke. Also wenn ich zum Beispiel viel Geld in Reisen stecke oder in Kultur oder in gute Lebensmittel, dann ist das ein Wert wie zum Beispiel Abenteuer oder Neugier oder Gesundheit. Und auch, wo steck ich viel Zeit rein? Und ich mein jetzt nicht die Arbeitszeit, ja, die bindet natürlich viele, viele Stunden, das ist klar, sondern auch die Zeit am Wochenende. Was mach ich gerne? Wo stecke ich mal auch zwei, drei Stunden rein und versinke vielleicht völlig und vergesse die Zeit? Und natürlich nicht zuletzt auch Konflikte. Also wenn ich mit jemandem im Konflikt bin, dann ist das ein Zeichen, dass ein Wert in mir verletzt wird, eine Grenze überschritten wurde. Also, das probieren wir jetzt mal aus. Ihr habt vielleicht schon im Kopf überlegt, zu welcher Entscheidung hab ich grad die letzten drei Monaten getroffen? Und wenn euch da eine Entscheidung eingefallen ist, dann wisst ihr auch schon, ah, da da stand der Wert dahinter zum Beispiel Freiheit oder Genuss, weil ich so schön lecker essen war oder was auch immer. Wir haben natürlich jetzt nicht hier den Rahmen, wo wir da tiefer einsteigen, aber doch son ganz bisschen möchte ich gerne mit euch einsteigen. Und dazu bitte ich euch, jetzt euer Handy rauszuholen. Euer Smartphone, ich glaube, alle haben heutzutage eins. Meinst Du jetzt da hinten, aber das ist egal, ihr braucht euer Smartphone. Und nehmt dieses Smartphone, öffnet die Fotogalerie, den Fotoordner. So, und dann habt ihr diese ganzen kleinen, ne, kleinen Fotos und jetzt macht ihr Folgendes, ihr nehmt den Finger und wischt so richtig über den Bildschirm rüber, so fünfmal, sodass die Fotos so weg scrollen, ihr wisst, was ich meine. Fünfmal. So und dann seid ihr irgendwo in der Vergangenheit gelandet und dann tippt ihr auf ein Foto und schaut euch das an. Und dann überlegt ihr noch mal ganz kurz, warum hab ich dieses Foto gemacht? Und wenn ihr jetzt sagt, keine Ahnung, weiß gar nicht, was das ist. Wer wer hat das Foto überhaupt gemacht? Das hab ich gar nicht gemacht, keine Ahnung, ja? Dann könnt ihr's jetzt sofort löschen und nehmt das nächste Foto. Möglicherweise habt ihr dann jetzt auf jeden Fall ein Foto, wo ihr sagt, ach ja, ach, das war schön. Ach, das war nett. Ihr habt eine Erinnerung. Und möglicherweise fotografieren wir doch genau die Dinge, die uns wichtig sind, die uns wertvoll erscheinen, die wir festhalten wollen. Und wenn ihr mal auf die Liste, es ist jetzt keine vollständige Liste, aber wenn ihr einfach mal was euch anschaut, möglicherweise findet ihr irgendwo in dieser Liste etwas, wo ihr sagt, genau deswegen hab ich das Foto gemacht. Ja, es war die Liebe, die Freundschaft, es war die Freiheit, das Abenteuer, der Genuss. Also falls ihr mal wieder Essen fotografiert habt, das kommt ja auch vor. Irgendetwas, was euch wichtig war, haltet ihr fest. So, also jetzt haben wir aber inzwischen, würd ich sagen, die Koffer gepackt. Da würd ich sagen, dann kann's doch jetzt eigentlich losgehen, oder? Also steigen wir ja jetzt ein in den Bus, ja? Seid ihr dabei? Okay. Also Bildschirm ausmachen, alles noch mal, los geht's. Nein, nein, bleib dran. Nein, natürlich. Aber seid ihr jetzt bereit, wirklich loszufahren? Möglicherweise noch nicht so ganz. Weil es kann sein, dass ihr euch zurückgehalten fühlt, dass da noch eine Unsicherheit ist, so etwas so. Deshalb versprechen wir kurz darüber, was braucht es denn, tatsächlich anzupacken, tatsächlich in den Bus einzusteigen und loszufahren? Und da braucht es drei Dinge. Das Erste ist, wir brauchen einen Sinn. Wir müssen wissen, wofür mache ich das? Wofür möchte ich nach KORSICA? Darüber hab ich noch gar nicht gesprochen. Wofür soll das denn gut sein, jetzt nach KORSICA zu fahren mitten im Januar, wo es auch nur achtzehn Grad hat und auch mal regnet? Wofür soll das schön sein? Und ich sage euch, warum wir nach KORSICA fahren. Weil es dort herrlichen Sand gibt, richtig schönen Sand. Und ich möchte, dass wir so richtig schöne gemeinsame, eine richtig schöne Sandburg bauen. Ja, also das ist der Grund, warum ich nach Khorseca will. Jetzt merkt ihr, es können natürlich einige sagen so, boah, das wird cooles Projekt, da bin ich dabei. Und wieder andere sagen, ach, Wiener Sandburg, also Entschuldigung, deshalb mach ich den ganzen Aufwand mit dieser Busreise nicht. Wenn ich dann noch komme mit den leckeren Croissants, im Café O'Let, da gibt's vielleicht immer wieder einige Sachen, ja, okay, gut. Aber jeder von euch braucht ein wofür. Wofür soll ich mich in den Bus setzen? Wofür soll ich mich mit KI beschäftigen? Wofür soll ich was Neues lernen? Wofür soll ich Zeit investieren, wenn ich noch gar nicht genau weiß, was es mir eigentlich bringt? Kleines Experiment zum Thema Sinn. Da dann Ach so, nein, Entschuldigung, es kommt später. Der nächste Punkt, warum wir, wenn wir ins Handeln kommen wollen, wenn wir losfahren wollen, sind die Emotionen. Also ich muss ein gutes Gefühl haben, Spaß, Freude, Neugier. Wenn ich Angst habe, wenn ich unsicher bin, dann oder gar wütend, dann fahr ich nicht los, dann steig ich nicht ein. Und häufig sind es die Ängste, die Versagensängste, die Verlustängste, warum ich sage, ah nee, da lass ich die Finger von, da steig ich nicht ein. Und mal ganz ehrlich, es gibt genug Themen uns herum, wo wir gerade sagen so, boah, da lass ich mir die Finger von. Das ist schwierig zu verstehen alles. Ja, verständlich. Also ich brauch eine positive Emotion, Freude, Neugier, Abenteuerlust. Und dann kommt der letzte Punkt und das sind ist die Energie. Jetzt bin ich, glaub ich, durcheinandergeraten. Energie andersrum. Erst wär die Energie, ich seh jetzt doch die Energie, genau, die Energie. So, und die Energie, das ist ganz wichtiges Thema. Ich weiß nicht, wie's euch geht. Als Coach arbeite ich sehr viel mit Führungskräften und erlebe zumindest in dieser Gruppe von Menschen eine wirklich hohe mentale Erschöpfung. Ich mein, das ist verständlich, wenn bei dieser verdichteten Krisensituation, in der wir uns gerade befinden, das zehrt alles an unseren Nerven, an unseren Gefühlen. Das macht ganz klar Unsicherheit und das kostet Kraft. Und diese mentale Erschöpfung, die führt dazu, dass viele sagen, boah, ich bin froh, wenn ich halbwegs funktioniere, die Bälle irgendwie in der Luft halte. Jetzt noch in Bus einsteigen und nach Korsika fahren, weiß ich, wie viel Tage mit weiß ich, wie viel Pausen in sonem Bus? Nö, schaff ich nicht. Also wenn es jetzt anderer Bus wäre mit Aircon Entertainmentsystem und Toilette an Bord und Bar an Bord natürlich, dann wäre es vielleicht was anderes da, würde ich sagen, okay, aber boah, ey, son Bulli, so süß der ist, ganz ehrlich, boah, das schaff ich grad nicht. Das heißt, bevor ich irgendetwas anders machen möchte in meinem Leben, etwas Neues lernen möchte, etwas Neues ausprobieren möchte, muss ich erst mal checken, wie ist denn eigentlich mein Akku? Also mein Akku, nicht der vom Smartphone. Meinen den Smartphone Akku, den checken wir jeden Morgen. Ich weiß, keiner von uns würde mit dem Smartphone Akku rausgehen mit nur noch vier Prozent. Es sei denn, wir haben eine Powerbank. Okay. Also Akku checken, bevor ich etwas anderes mache. Weil etwas anders machen ist anstrengend. Anders ist anstrengend. Und sehr häufig hör ich von meinen Führungskräften dann auch so was wie, ja, meine Mitarbeiter, die ziehen nicht mit, die wollen nicht, die weigern sich, die gehen in den Widerstand. Vielleicht habt ihr das auch schon mal gehört. Oder sie tun nur so an der Oberfläche, aber eigentlich sind sie im Widerstand. Und dieser Widerstand ist meistens gar nicht echter Widerstand, sondern häufig eher ein Zeichen von mentaler Erschöpfung. Also geht es darum, wie schaffe ich es, Energie zu bekommen? Da kommen wir auch gleich noch drauf zu. Also wir steigen jetzt mal rein in das Thema Sinn und da kommt jetzt das Experiment von Dan Arialy. Er hat zwei Gruppen von Probanden eingeladen, die Gruppe a und die Gruppe b. Die Gruppe a bekam zwei Kisten. Und in jeder Kiste waren ein Bausatz von diesen Bionicle Figuren, die ihr hier seht, ja. Und zwei Kisten mit Bionicle Figuren. Die andere Gruppe, die bekam ganz, ganz viele Kisten, so viele Kisten, wie sie wollten und hatten auch, genauso wie die Gruppe a, den Auftrag, eine Kiste zu nehmen und eine Bionicle Figur zusammenzubauen. So, also beide Gruppen haben denselben Auftrag, baut Bionicle Figuren. Die eine Gruppe hat nur zwei Kisten, die andere hat unendlich. Das heißt, die Gruppe a, die baut eine Bionicle Figur zusammen, schiebt die dem Versuchsleiter rüber, nimmt die neue Kiste, baut wieder los. Und der Versuchsleiter, der baut die erste Figur wieder auseinander, damit danach die Probanden wieder diese Figur zusammenbauen können. Denn das Ziel ist es, so viele Bionicle Figuren zu bauen, wie man will. Okay? Das ist das Ziel. Beide Gruppen bauen also Bionicle Figuren. Beide Gruppen sollen so viel bauen, wie sie wollen. Und jetzt kommt noch was Schönes, sie machen das nicht umsonst, sie werden bezahlt. So, sie bekommen also pro fertige Bionicle Figur Geld. Allerdings ist das bisschen fies, weil für die erste Figur bekommen Sie noch zwei Dollar, für die zweite Figur ein Dollar neunzig, für die dritte Figur ein Dollar achtzig und so weiter. Ihr habt's verstanden. Also immer weniger. Es wird also weniger im Gegensatz zum echten Leben. So, Setting ist klar. Gruppe A zwei Kisten mit dem Wechsel, Gruppe B viele Kisten, bau, bau, bau, bau, bau, ja. Jetzt ihr schon, was glaubt ihr, welche Gruppe, Gruppe a oder Gruppe b hat wohl mehr Bionicle Figuren zusammengebaut? Und natürlich, wenn ich eine Arbeit mache, die danach wieder auseinandergebaut wird und ich sie wieder zusammenbaue, Das, wofür, was ist da der Sinn, ja? Auch wenn ich bezahlt werde, das nehme ich vielleicht als Schmerzensgeld. Das ist nicht sehr sinnvoll. Hingegen die andere Gruppe, die hat halt gebaut und gebaut und da war eine ganze Reihe mit Bionicle Figuren plötzlich aufgebaut. Und das war supercool. Deshalb hat diese Gruppe auch elf Figuren im Schnitt gebaut, während die Gruppe A, ich sag mal die Sisyphusgruppe, im Schnitt nur sechs Figuren gebaut hat. Das heißt, nehmt für euch mit, ihr erkennt den Sinn manchmal, wenn ihr zurückschaut und seht, was hab ich schon alles geschafft? Und wofür war das gut, was ich geschafft habe? Dadurch kriegen wir nicht nur Sinn, sondern wir erfahren auch son Motivationsschub, dranzubleiben und weiterzumachen. Und ich find das Wahnsinn, wenn man manchmal zurückschaut, also allein ich in meinem Leben, wenn ich so die letzten zwei, drei Jahre zurückschaue, boah, was ist da alles passiert? Was hab ich alles geschafft? Was hab ich und was habt ihr alles entwickelt, aufgebaut? Welchen Sinn habt ihr für euch gefunden? Wir haben also einen Sinn, wenn wir Ergebnisse sehen, aber wenn der Fortschritt klar ist. Und das ist gerade, wenn wir uns mit neuen Medien auseinandersetzen wollen, ein sehr wichtiges Tool, immer wieder sich zu fokussieren auf das, wo ich hin möchte. Kommen wir auf dieses Energie Thema. Energie, hab ich ja gesagt, ist die Grundvoraussetzung dafür, dass ich überhaupt irgendetwas Neues lernen und aneignen mir kann. Und da hab ich jetzt eine kurze Frage. Ich weiß, ich kann jetzt machen das ganz, ganz schnell und schmerzlos, ja. Überlegt für euch ganz kurz und antwortet im Stillen, ihr müsst das nicht in den Chat schreiben. Sagt mir einfach, wie viele Tiere jeder Art hat Mose mit in die Arche genommen? Und viele von euch sagen jetzt zwei. Ja, das weiß ich. Zwei Tiere jeder Art waren auf der Arche. Die wenigsten von euch werden jetzt gesagt haben, Moose? Moment, Moment, Moment, gar keine Moose? Das war doch der Noah, nicht der Moose. Und die, die jetzt das gemerkt haben, als ich diese Frage gestellt hatte, wie viele Tiere jeder Art hat Moose mit auf die Arche genommen, die haben richtig gut zugehört und ihr Denksystem zwei angeschmissen. Die meisten, denen ich zur Frage stelle, haben nicht Denksystem zwei, sondern Denksystem eins angeschmissen. Was ist Denksystem eins? Wir sind hier bei dem Thema schnellen Denken und langsames Denken von dem Nobelpreisträger für Wirtschaft, von Daniel Kahnemann. Und er hat das Denken sehr, sehr ausführlich untersucht in seinem Buch, was ich sehr empfehlen kann. Dicker Wälzer ist schon, ja, da muss man schon bissel durch sich arbeiten, aber das ein sehr inspirierendes Buch. Er hat nämlich gesagt, es gibt zwei Systeme, wie wir denken. Und da unser Hirn immer möglichst viel Energie sparen möchte, das ist da ganz wichtig fürs Hirn, haben wir halt meistens das sogenannte schnelle Denken angeworfen, wo wir quasi aus dem Effekt sofort zack, eine Antwort parat haben und sofort sagen, ja, zwei Tiere, fertig, ja. Und dieses Energiesystem, dieses Denksystem eins, das das spart auch viel Energie. Das hat viele, viele Vorteile. Jetzt muss ich vielleicht machen jetzt hier kein betreutes Lesen, das könnt ihr selber lesen. Es hat viele Vorteile Und manchmal hab ich das Gefühl, es gibt Menschen, die nur noch in Denksystem eins unterwegs sind. Auch wenn es Vorteile hat, so hat's einen großen Nachteil, denn es kommt zwar schnell, aber es kommt nichts wirklich Neues. Es wird nicht wirklich tief durchdacht. Weil das tiefe Durchdenken kostet Energie. Das tut Denksystem zwei. Denksystem zwei, das ist immer so auf Standby und scheidet sich nur ein, wenn's jetzt wirklich nötig ist, sag ich mal, ja? Wenn wir wirklich Probleme lösen wollen, wenn wir wirklich etwas Neues erlernen wollen, dann schaltet sich Denksystem zwei ein. Und das Denksystem zwei ist das, was die Kreativität auch hervorbringt, wo wir auf wirklich neue Gedanken kommen. Und Denksystem zwei ist das, was wir gerade in diesen ungewissenzeiten, wo viele Fragezeichen sind, mehr denn je brauchen. Blöderweise kostet es halt mehr Energie. Stichwort Energie und Denken, lasst mich noch ein bisschen was über Schokokekse erzählen. Denn es gibt noch ein sehr spannendes Experiment, da geht es das Thema Willenskraft und Disziplin. Ich weiß, es gibt bestimmt auch viele von euch, die eine sehr starken Willenskraft haben, die sehr starke Disziplin haben. Ich gehör auch dazu und ich hab manchmal das Gefühl, ich muss mal bisschen lockerer werden, da, weil diese Willenskraft kostet ganz viel Energie. Dazu hatten gab's Experiment von Schokoladengeksen und Radieschen. Was hat man gemacht? Man hat die Probanden eingeladen in großen Raum und es roch herrlich nach Schokokeksen in diesem Raum, ja. Und ich riech's jetzt schon, merkt ihr das? Ah, es riecht nach Schokokeksen, ja? Ich muss mal gucken, dass ich hier noch paar Schokokekse auf Schokokekse, so riecht es da. So, und dann setzt ihr euch also hin, könnt euch das vorstellen, es duftet nach frisch gebackenen Schokokeksen. Setzt euch hin und dann bekommt ihr ein Blatt mit kognitiven Aufgaben. Also ihr müsst denken, also Denksystem zwei anschmeißen. Und das ist bissel gemein jetzt, ihr dürft keine Schokokekse essen. Ihr dürft keine Schokokekse essen. Wenn ihr Hunger habt, steht immerhin ein Teller mit Radieschen vor euch. Die Kontrollgruppe, die andere Gruppe, die durfte übrigens Schokokekse essen, auch Radieschen, wenn sie wollten. Die durften also essen, was sie wollten und die kognitiven Aufgaben lösen. Und tatsächlich hat die Gruppe, die alles essen durfte, was sie wollte, nicht nur länger an den, ist nicht nur länger an den Aufgaben drangeblieben, also hat nicht so schnell aufgegeben. Die haben doppelt so lange Zeit investiert wie die Gruppe, die keine Kekse essen durfte. Und sie haben auch deutlich mehr richtige Aufgaben gefunden als die Gruppe, die keine Schokokekse essen durfte. So, was bedeutet das? Das bedeutet, wenn ich mich immer diszipliniere und sage so, boah, ich darf keine Schokokekse essen, kostet mich das Kraft. Und diese Kraft fehlt mir da letztendlich auch beim Denken. Ah, ich weiß, was ihr jetzt denkt. Ihr denkt jetzt, ja super, die Chipstüte, also abends beim Netflix oder was auch immer, ja, die ist jetzt also erlaubt, Nikolat mit den Sehnen gegeben. Na ja, also ich aus Ernährungstipps halte ich mich jetzt da raus, ja. Ich kann nur sagen, es kostet Kraft, Willenskraft. Und deshalb fällt's einem auch so schwer, Neues anzufangen, wenn ich jetzt zum Beispiel sage, ich will jetzt Sport machen, ja? Und ich hab mir schon meine Laufschuhe hingestellt. Und ich hab den ganzen Tag aber schon so viel Disziplin gebraucht, ordentlich zu arbeiten, mich zu fokussieren, zu konzentrieren. Und dann komm ich nachhause und will jetzt auch noch Sport machen. Da ist von der Energie einfach nicht mehr genug übrig, weil ich schon so viel verpulvert habe und dann bleibt halt doch die Chipstüte und Netflix. Also ihr wisst, was ich meine. Ist auch nur menschlich. Wir müssen ja auch mal gut zu uns sein und nett und wohlwollend zu uns sein. Energie, ich sag euch jetzt, wie ihr mehr Energie bekommt. Bahnbrechende, bahnbrechende Information für euch. Habt ihr wahrscheinlich noch nie gehört, so bekommt ihr neue Energie. Tada. Das kennen wir ja alle schon. Ja, das wissen wir doch alles, Nicola. Also ganz im Ernst, ich weiß, dass ich genug schlafen muss. Ich weiß auch, dass die Ernährung eine Rolle spielt, die Bewegung, soziale Kon Hä, das weiß ich doch alles. Ist doch klar, natürlich. Die Frage ist ja immer, was von dem, was ihr wisst, tut ihr denn auch? Und ich bin mir sicher, viele von euch tun auch genau das Richtige schon und sorgen gut für sich. Selfcare nennt man das heutzutage eher, neu modern. Also möglicherweise gibt's aber auch noch einige unter euch, die sagen, ja, ich würd schon gerne mal bisschen mehr für mich tun. Und ja, ich weiß, meine Energie, meine Akkus, die müsst ihr schon mal wieder laden. Und da kommt jetzt ein ganz einfaches Tool, von dem ich weiß, hundert Prozent, es funktioniert. Ihr müsst es einfach nur tun. Ah, einfach nur tun, einfach mal machen. Und zwar sind das zwei Fragen, die ihr euch stellt. Ich sage, mindestens dreimal täglich, lieber fünfmal täglich. Stellt euch eine Erinnerung in den in den Timer, in ins Handy, dass ihr zwei, drei, vier, fünfmal, wie ihr es hat gerade reinpasst in euren Alltag, erinnert werdet, euch diese zwei Fragen zu stellen. Erstens, kurz in Kontakt gehen. Wie geht's mir eigentlich gerade? Und das kann ich immer machen, ob ich grad im Meeting bin oder im Gespräch mit jemandem oder in der Bahn hocke oder keine Ahnung was, ja. Ich kann immer mal kurz checken, wie geht's mir eigentlich gerade? Einmal so scannen, aha, hier verspannt, da, oh, ich atme gar nicht mehr. Huch, vielleicht sollt ich mal wieder atmen. Ah, vielleicht nutzt ihr jetzt mal die Gelegenheit, mal kurz auf euren Atem zu achten, mal wieder auszuatmen, einzuatmen. Atmen ist immer hilfreich. So und die zweite Frage und auch die kann ich immer stellen, was kann ich jetzt und hier in diesem Moment innerhalb der nächsten sechzig Sekunden tun, damit es mir ein kleines bisschen besser geht? Und das kann und das soll etwas sehr Kleines sein. Das kann wirklich ein bewusster Atemzug sein, das kann ein Schluck Wasser sein. Es kann auch sein, mal kurz das Fenster zu öffnen, sich kurz Video anzuschauen, eine Freundin anzurufen oder eine Nachricht zu tippen oder was auch immer. Sich kurz aufstehen, mal kurz regnen, ja, vielleicht macht ihr das jetzt auch und denkt, ach, jetzt ich ja schon bissel gesessen, jetzt kann ich aber kurz aufstehen, mal kurz mich bissel bewegen. Wenn ihr es schafft, diese Fragen euch drei- bis fünfmal am Tag zu stellen, dann passiert Folgendes. Ihr geht mehr in den Kontakt mit euch, kriegt einen besseren Kontakt zu euch und wie es euch geht und zu euren Bedürfnissen. Und ihr sorgt für euch. Das heißt, ihr merkt, ich bin es wert, dass ich mich mich auch kümmere. Und das zahlt ein auf die Energie. Ihr seht da noch QR Code, da könnt ihr gerne noch einen Podcast hören, den ich genau zu diesem Thema gemacht habe. Scannt ihn kurz ab oder habt ihr vielleicht schon gemacht. Da wird diese ganze Thematik mit den zwei Fragen noch mal etwas ausführlicher beschrieben. Ja, jetzt haben wir also den Sinn, wir haben die Energie, jetzt kommen wir zu den Emotionen. Ja, und Emotionen haben wir eine ganze Menge. Die begleiten uns den ganzen Tag, das gehört zum Leben dazu, das ist ganz klar. Und es gibt in der Psychologie verschiedene Modelle, aber ich hab jetzt das Modell genommen, was einfach am meisten verbreitet ist. Da werden sieben Basisemotionen unterschieden. Und diese Emotion, das könnt ihr euch so vorstellen, das ist wie son Alphabet der Emotionen, also Buchstaben. Und die Wörter, die man aus diesen Buchstaben machen kann, aus diesen Emotionen, das sind die Gefühle. Die Gefühle unterscheiden sich von den Emotionen dadurch, dass ich die Gefühle bewusst wahrnehme und beschreiben kann wie, ich bin jetzt wütend, ich liebe dich, keine Ahnung. Während die Emotionen eine hauptsächlich eine eine Systemreaktion sind. Das heißt, mein Körper hat sofort alle verschiedenen Systeme angeworfen, Schweiß, Herzschlag, Puls, Blutdruck, Haut, alles Mögliche reagiert, ja, wenn ich eine bestimmte Emotion habe. Manches davon nehme ich gar nicht so bewusst wahr. Aber das Gefühl, das nehme ich dann bewusst wahr. Und wie kann ich jetzt, also ich meine, wenn wir uns jetzt die Liste angucken, ja, Freude brauchen wir jetzt uns keine Gedanken zu machen, das ist, obwohl, wir dürfen ruhig mal fröhlich auch mal öfters sagen, ich freu mich gerade. Oder es auch mal jemand anderem sagen, ich freu mich gerade. Das tut auch was Gutes. Aber wir bleiben jetzt eher bei den Emotionen, die uns ja, die ungünstig sind, die uns vielleicht auch manchmal ausbremsen. Und da hab ich eine schöne Methode für euch entwickelt, wie ihr mit diesen Emotionen umgeht. Nein, ich werde nicht von VASA gesponsert, ja, aber ich kenne das Knäckebrot, das bringt's einfach. Erst mal Knäckebrot, ich weiß nicht, wie's euch geht, ich mag Knäckebrot. Ich find das lecker. Auf der anderen Seite ist es ziemlich trocken. Man muss was drauf machen auf das Knäckebrot. Also wie kann ich jetzt mit einem Wasser auf Emotionen reagieren mit Wasser? Und da haben wir auf einmal den den ersten Punkt erst mal die Wahrnehmung. Also ich nehme wahr, was passiert hier eigentlich gerade mit mir? Ah, okay, ich erlebe gerade Wut zum Beispiel oder Trauer, ja. Der zweite Punkt ist, dass ich das annehme. Nicht irgendwie verurteile oder selbst mich noch beschimpfe dafür, dass ich so bin. Soll's nicht immer so wütend sein? Das bringt gar nichts. Im Gegenteil, annehmen und sagen, es ist okay, das darf auch so sein. Und alles, was ich benenne, das kann ich auch bearbeiten. Sagen die Engländer, also ich ich nenne es, es zu zähmen, ja. Deshalb ist es so wichtig, das anzunehmen und zu benennen. Und dann kommt die Selbstregulierung erst. Dann erst überlege ich, was kann ich jetzt für mich tun? Vielleicht atmen, vielleicht rausgehen, mal kurz rennen, mal aufn Kissen hauen oder was auch immer. Was brauche ich jetzt, mein Nervensystem wieder runterzufahren? Tipp, das Beste, was ihr tun macht, ist atmen. So, nur am Rande, ausatmen. Und dann kommen wir in die Aktion. Dann sagen wir so, okay, was muss ich jetzt tun, die Lösung herbeizuzaubern? Was kann ich jetzt machen? Wie kann ich jetzt angemessen reagieren? Muss ich jemanden anrufen? Muss ich klärendes Gespräch führen? Was ist es, was ich jetzt zu tun habe? Und dann hab ich eine Chance, diese Emotion und die Energie, die in der Emotion steckt, zu nutzen, so etwas zu gestalten, zu verändern. So, jetzt haben wir also geklärt. Wir haben Sinn, wir haben Energie, wir haben Emotionen, würde ich sagen, jetzt aber rein in den Bus. Und viele von euch sitzen jetzt vielleicht auch auf den gepackten Koffern und sagen, ja, Nikola, jetzt geht's los. Und trotzdem gibt's manchmal immer noch Menschen, die sagen, weiß nicht so recht. Und und das liegt daran, dass diese Menschen immer noch irgendwie gefesselt sind. Und jetzt weiß ich, da steht schon jemand bereit. Steffen Reiß kommt schon auf mich zu, weil ich hab ihn natürlich gebrieft. Ich brauch jetzt jemanden, der mich hier kurz fesselt. Steffen, komm herein, betrete die Bühne. Den Moment hab ich die ganze Zeit schon gefreut. Ja, das denk ich mir, ne. So, also ich kann das ja nicht alleine, das ist immer so die Sache. Ich mach's so, Du nimmst ein ein Schloss und nimmst es durch die Ösen durch. Wir haben das jetzt noch nicht geprobt, aber son bisschen mal angetestet. Er hat schon noch gefragt, ob's richtig eng sein soll. Da hat gesagt, natürlich eng. Reinstehen und jetzt ganz wichtig, die Zahlen verdrehen, genau. Okay. Ich weiß die Zahl, kein Problem, super. Und jetzt sehen wir auch noch das andere, genau. Warte, nicht verdrehen. So. Genau. Ich weiß ja nicht, ob ihr zuhause auch schon mal solche Fesselkunststücke gemacht habt. Wir kriegen das jetzt auch nicht mit, Gott sei Dank. Aber jeder ein oder andere denkt jetzt vielleicht und verdrehen, genau. So. Ich würde sagen, ganze Arbeit, Applaus, Applaus. Danke lieber Steffen. Super. Bin gespannt. Ja, Du bist gespannt. Ich bin auch gespannt, ob ich Ja, ja, hat's gut gemeint, das ist super. Aber ich find das jetzt mal ganz wichtig, diesen Moment euch zu zeigen, wie's ist, wenn man gefesselt ist. Denn viele Menschen sind gefesselt. Natürlich jetzt nicht mit Handschellen, ja, das ist schon klar, aber die sind gefesselt hier oben im Kopf und hier im Herzen. Was sind das für Fesseln? Es sind die Fesseln der Glaubenssätze. Ich kann das nicht, das hab ich noch nie gemacht, das macht man nicht, das geht nicht. Was sagen die anderen? Keine Ahnung, solche Glaubenssätze. Aber es sind auch die Fesseln der Gewohnheiten, das hab ich immer so gemacht. Und es sind eben auch die Fesseln der Ängste. Wir hatten eben schon drüber gesprochen, die Versagensängste, Verlustängste. Ich will nicht los, weil es könnte ja schiefgehen. Und jetzt fragt ihr euch natürlich, okay, bleibt die Nikolai jetzt hier gefesselt den Rest des Tages, ja? Oder kommt sie da wieder raus? Und das frage ich mich auch ganz ehrlich. Komme ich da wieder raus? Der erste und wichtigste Schritt ist, ich muss erst mal erkennen, dass ich gefesselt bin. Denn das ist nicht immer so offensichtlich. Es gibt viele Menschen, die sind gefesselt und sagen, ich bin doch nicht gefesselt. Ja, die anderen vielleicht, aber ich doch nicht. Ich bin nicht gefesselt. Dann gibt es Menschen, die sagen, ja, ich bin gefesselt. Aber hey, das sind doch alle. Schau dich doch mal sind doch alle gefesselt. Ist doch normal. Dann gibt es Menschen, die sagen, ja, ich bin gefesselt. Ich find's auch richtig blöd. Mir sind die Hände gebunden. Ich kann nichts tun. Gar nichts kann ich ausrichten. Ich bin ein armes Opfer und der Steffen ist schuld. Ich brauch natürlich eine Verantwortung, die ich übernehme. Wo ich sage, wenn ich sage, der Steffen ist schuld, ich kann nix machen, dann bleib ich Leben lang gefesselt, dann ist es halt so. Aber wenn ich sage, okay, ich bin gefesselt, ich weiß nicht, wie ich da reingekommen bin, ist auch egal. Ich muss jetzt nicht meine ganze Kindheit analysieren. Ich bin gefesselt und ich überlege, wie komme ich da wieder raus? Was kann ich tun? Wie kann ich in die Verantwortung gehen? Und dann fang ich an, meinen Handlungsspielraum zu suchen und zu finden. Ich fange an, kleinste Bewegungen zu machen und zu belegen, was ist denn möglich in diesem Rahmen mit den Fesseln? Und dann erkenn ich, wenn ich mich bewege, meinen Handlungsspielraum nutze, gewinn ich Raum, nämlich genau diesen Raum. Und plötzlich ist es ganz einfach, aus den Fesseln rauszukommen. Nur weil ich mich mit kleinen Bewegungen nach vorne getastet habe, meinen Handlungsspielraum rausgesucht habe und genutzt habe, meinen Möglichkeitsraum genutzt habe. Und genau darum geht es in dieser krisenverdichteten Zeit, wo wir so viel Themen haben, zu überlegen, wo ist mein Handlungsspielraum? Was kann ich tun? Wo kann ich eigenverantwortlich den nächsten Schritt gehen? Und zwar immer einen kleinen Minischritt. Immer nur so viel, wie ich denke, das krieg ich jetzt hin. Ich muss nicht gleich das ganze große Thema beackern, sondern ich kann erst mal son kleinen Schritt gehen und gucken, geht das? Ah ja, das geht, okay. Dann hab ich kleines Erfolgserlebnis und dann geh ich den nächsten Schritt. Und so kann ich mich Schritt für Schritt voran tasten, meinen Handlungsspielraum erweitern und nutzen. Denn eins ist auch ganz klar, wir geben immer unser Bestes, oder? Ja, da kommen wir direkt zu einem kleinen Experiment. Da dürft ihr jetzt, wie vorhin schon angekündigt, ein Blatt Papier nehmen, gerne ein Schmierpapier, was ihr nicht mehr braucht. Wir machen jetzt bisschen Origami, ja. Und ich bitte euch, ich hab hier so mein mein meine Folien abgedruckt, das ist mein Spickzettel. Und ich bitte euch jetzt einfach mal, nehmt dieses Blatt Papier und faltet mit mir gemeinsam. Okay? Habt ihr alle eins? Ja? Gut, los gehts. Wir falten einmal auf die Hälfte. So. Und schön sauber. Ich meine, ihr habt Tisch, ja? Ich muss das jetzt hier machen, ich kann das nicht so ordentlich. Jetzt noch mal auf diese Hälfte. Ich mach so gut es geht hier mit meinem Okay, okay. So, jetzt haben wir das, sehr schön. Jetzt kommt's. Jetzt nehmen wir die beiden Ecken übereinander. Ich hoffe, ihr seid alle noch dabei, die Ecken übereinander. So, dann steht eine Diagonale, schon mal eine. Und dann noch die anderen Ecken, genau, Ecke auf Ecke. Ich bin bisschen schnell, weil ich hab ja nicht so viel Zeit, ne. Muss man sich bisschen beeilen. Das habt ihr alles richtig gemacht, wenn ihr hier so einen kleinen Stern jetzt in der Mitte habt. So sieht man das, glaube ich, genau. So, jetzt wird's kompliziert. Jetzt müsst ihr gut aufpassen. Wir nehmen jetzt die gegenüberliegenden Ecken, eiert man einmal aus und machen so. So, Ich hasse Origami, deshalb mach ich's lieber so. Ihr habt jetzt alle einen Papierball in der Hand. Okay. Wir nehmen jetzt diesen Papierball und ich bitte euch, macht genau, was ich sage. Nehmt diesen Papierball in beide Hände. Papierball. Moment, hab ich noch Bild, damit ihr auch wisst, was ihr jetzt gebastelt habt, oder? Ein Papierball. So, wir nehmen jetzt diesen Papierball und werfen ihn maximal fünfzehn Zentimeter hoch. Fünfzehn Zentimeter, die echten fünfzehn Zentimeter. So, fünfzehn Zentimeter und ihr merkt, easy, ihr müsst noch nicht mal hinschauen, oder? Das, meine Lieben, ist die Komfortzone. Wir haben alles unter Kontrolle. Wir müssen noch nicht mal hinschauen, es passiert nix, alles ist safe, alles ist cool, Geborgenheit, Sicherheit, herrlich. Na ja, ich kann mir vorstellen, ich mach das ja auch mit echtem Publikum, dass ich dann sehe quasi und nicht nur virtuell. Ich kann mir vorstellen, dass einige, wahrscheinlich sogar viele von euch nicht nur so gemacht haben, sondern schon so. Ah, guckt mal, wie hoch ich werfen kann, ja? Weil, und das ist wichtig, wir Menschen lieben Herausforderungen. Wir lieben es zu wachsen, uns zu entwickeln. Deshalb ist das die sogenannte Komfortzone. Zwar total bequem, ja, schön, auf der anderen Seite auch echt langweilig, weil wir einfach uns nicht weiterentwickeln können. Deshalb gehen wir jetzt in die Wachstumszone. Wir nehmen jetzt den Ball von einer Hand und werfen ihn in die andere. Und ihr dürft auch hochwerfen, so hoch wie ihr könnt und immer von einer Hand in die andere. In der Wachstumszone ist schon mehr Aufmerksamkeit und auch mehr Risiko. Natürlich kann's dann auch mal passieren, dass der Ball runterfällt. Also so zum Beispiel. Und dann passiert Folgendes. Ihr hebt den Ball einfach wieder auf. Und vielleicht habt ihr auch kurz geschmunzelt. Keiner und keiner von euch hat wahrscheinlich gerade dagestanden und gesagt, jetzt ist der Ball runtergefallen. Ich hab's doch gleich gesagt, das funktioniert nicht. Hab doch immer gesagt, der Ball wird runterfallen, jetzt ist es passiert. Nein, ihr habt einfach aufgehoben nach dem Motto, Scheiter heiter und macht weiter. Und das ist genau diese Fähigkeit, diese Scheiter heiter und weiter, die wir brauchen, wenn wir neue Dinge uns aneignen, wenn wir uns öffnen wollen für neue Themen, wenn wir lernen wollen, dann sind wir mit dieser Scheiter heiter Haltung. Und so entwickeln wir uns weiter. Und ihr könnt einmal vielleicht auch mit euren Teams gemeinsam überlegen, welche Themen bei uns in der Bibliothek sind eigentlich Komfortzone? Also so total routiniert, sparen wir Energie, passiert nix, total sicher, alles unter Kontrolle. Und welche Themen, die da in dieser Komfortzone drin sind, sollten vielleicht mal in eine nächste Stufe gehen, in die Wachstumszone, ja? Und welche Themen sind vielleicht aber auch schon in der Panikzone? Die Panikzone würde bedeuten jonglieren. Das kann ich nicht, da krieg ich Panik, ja? Vielleicht kann das einer von euch, macht das gerne. Aber auf jeden Fall Panik zu holen oder da gibt's auch Themen, wo ihr das Gefühl habt, ihr habt nix mehr unter Kontrolle, ja, so würde es mir gehen, wenn ich jetzt versuchen würde zu jonglieren. Wo ihr das Gefühl habt, ich bin völlig überfordert und es es ist nicht mehr haltbar für mich. Welche Themen sind in der Panikzone? Und wie könntet ihr die Panikzone Themen in die Wachstumszone holen? Und welche Themen könnt ihr von der Wachstumszone vielleicht auch mal in die Komfortzone schieben, weil ihr sagt, das ist jetzt eigentlich durch, da haben wir's jetzt eigentlich drauf? Auch das gibt es ja. So, während ihr jetzt eure Papierbälle vielleicht noch ein bisschen geworfen habt, würde ich sagen, weiß ich, wie's euch geht, die Reise geht ja jetzt schon eine ganze Weile. Und auf soner Reise kriegt man auch immer son bisschen Hungerchen, ja. Wenn ihr Kinder habt, wisst ihr das, spätestens nach Viertelstunde fragt unser Sohn zumindest immer, ich hab Hunger, hab ich was zu essen dabei? Und natürlich in sonem Bulli haben wir natürlich auch Reiseproviant eingepackt, das ist ja ganz klar, das darf nicht fehlen. Und deshalb machen wir also kurze Verschnaufpause und essen mal son kleines Partywürstchen. Und ich möchte gerne mit euch Partywürstchen, ja, diese kleinen süßen Würstchen, die ihr da gerade seht, schweben lassen, vor euren Augen schweben lassen, okay? Also seid ihr dabei? Wir basteln uns jetzt paar Partywürstchen und lassen sie schweben. Dazu streckt ihr eure Arme aus, macht die Zeigefingerspitzen aufeinander und schaut euch jetzt genau die Finger an. Und ihr seht, die Finger sind scharf und der Hintergrund, der Bildschirm, die Wand, das Fenster, was auch alles da sein mag bei euch, ist unscharf. Ihr stellt den Fokus auf die Finger, unscharf, Hintergrund scharf. Jetzt also scharfer Hintergrund, unscharfe Finger. Und ihr seht, in der Unschärfe ist ein dritter Finger gewachsen. Sieht aus wie son kleines Partywürstchen. Und in der Unschärfe, also ihr bleibt im Blick fokussiert auf den Hintergrund, in dieser Unschärfe zieht ihr jetzt die Finger ein kleines bisschen auseinander und dann seht ihr dieses kleine Partywürstchen, das schwebt. Das ist ein Kinderspiel. Das hab ich mit acht Jahren entdeckt. Und viel später hab ich verstanden, das ist die Weisheit der Partywürstchen. Denn diese Würstchen, diese kleine Geschichte erinnert mich daran, dass ich entscheiden kann, worauf ich scharf stelle, was ich fokussiere. Ich kann mich entscheiden, das zu fokussieren, was alles nicht funktioniert. Das ärgert mich, das funktioniert nicht, das läuft nicht, das macht mir Angst. Es ist alles da und es braucht Lösungen. Ja. Ich kann mich auch entscheiden, dahin zu schauen, das zu fokussieren, was mich stärkt. Und das da, da ist ganz viel, was funktioniert, was läuft, Menschen, für mich da sind, was mich stärkt, was mir Freude macht. Auch das ist alles da. Es gibt nur einen Unterschied. Wenn ich hierauf fokussiere, was nicht läuft, zieht mir das die Energie weg. Wir brauchen Energie. Und wenn ich hier hinschaue, was alles da ist und läuft, wofür ich dankbar sein kann, dann gibt mir das Energie. Und diese Energie, die brauchen wir, die Lösungen für die Probleme zu finden. Deshalb brauchen wir eine gute Balance zwischen dem schauen, was geht, was geht nicht, wo brauch ich Lösungen, wo hab ich schon eine Lösung, wie kann ich sie nutzen? Und wenn wir jetzt mal mal kurz einen Reisebericht zusammenfassen, was haben wir jetzt alles erlebt? Wir haben gesagt, wir brauchen Ziele, wir brauchen Begeisterung für dieses Ziel, dieses Wofür. Wir brauchen natürlich Vertrauen. Ich setz mich nicht in irgend sonen Bus, der kaputt ist oder son Busfahrer, der irgendwie bekifft ist. Das mach ich nicht, ja. Wir brauchen einen guten Bus. Wir checken die Technik, wir checken die Reifen, wir achten auf uns selbst. Nicht nur der Bus muss gut sein, auch ich muss in guten Energie sein, natürlich. Und ja, ich überlege beim Packen, was nehm ich mit? Woran halt ich mich fest? Was sind meine Werte in diesen Zeiten der Veränderungen? Was sind die Werte, die mir Orientierung geben, die Leitplanken? Worauf setze ich meinen Fokus? Ich schaue auf das, was ich schon geschafft habe, welche Ressourcen ich habe, welche Fähigkeiten ich habe, Kompetenzen, Stärken, was mir alles zur Verfügung steht. Und ja, befreit euch von den Fesseln. Macht den ersten kleinen Schritt, sucht euren Handlungsspielraum, ja? Was ist da? Was könnt ihr machen? Was ist der nächste kleine machbare Schritt für euch? So, jetzt sind wir am Ende unserer Reise angekommen und ich kann euch sagen, wow, was eine Reise. Wisst ihr noch, als wir da durch den Gottertunnel fahren wollten und dann war der gesperrt und dann mussten wir dann auch mal schnell irgendwie ausweichen und den Stück Bernardino Pass nehmen. Haja, unter dem einen, der war son bisschen reisekrank, hat zum Schluss, wir hatten ja Reisetabletten dabei, Gott sei Dank hat da jemand daran gedacht, Und dann wollten wir doch da in diesem da noch halt machen und eigentlich übernachten und hatte das geschlossen wegen Wasserschaden. Was man alles erlebt auf so einer Reise. Was man alles erlebt, obwohl man es doch so perfekt geplant hat. Es gibt so viele Dinge, auf die können wir nur spontan reagieren und oft auch improvisieren. Jetzt sind wir also endlich nach dieser abenteuerlichen Reise mit unserem JOI angekommen. Wir checken ein in das Hotel, das ist übrigens direkt am Strand. Herrliches, schönes, kleines Hotel. Wir waren natürlich in der kleine Boulangerie, de la Diana und haben uns da unser Kaffee aula und NoÉ Croissant geholt. Und wir setzten uns genau an diesen wunderschönen Ort und lassen Revue passieren, boah, was haben wir alles erlebt? Was haben wir alles geschafft? Was für eine Reise. Und warum wollten wir noch mal hierher? Was war noch mal der Grund? Ach, Sandburgen bauen. Und dann steckt ihr eure Füße in den warmen Sand. Oh, ihr könnt euch das vorstellen, das Gefühl, von tatsächlich original korsischen Sand mitgebracht. Ihr steckt die Füße also in den warmen Sand und lasst ihn so durch eure Hände rinnen und ihr merkt schon, ihr kriegt schon so bisschen Lust, daraus kann man doch was machen. Natürlich, was kann man alles aus Sand machen? Man kann den Sand nehmen und ins Getriebe werfen. Es gibt Menschen, die machen das, jeden Tag. Man kann den Sand auch nehmen und Sandmännchen spielen und sich den Sand in die Augen streuen, Augen zumachen und sagen, ich verschlaf das alles lieber alles, was da gerade passiert. Da will ich gar nicht so genau hinschauen. Oder ihr macht's eben, was wir uns vorgenommen haben. Ihr nehmt den Sand, auch einen schönen Eimer Wasser dazu, damit er die richtige Konsistenz kriegt und dann bauen wir Sandburgen. Und das ist eine schöne Gemeinschaftsarbeit. Der eine soll die Muscheln sammeln, der nächste holt das Wasser, der nächste holt wir neuen Samt, der nächste siebt. Gemeinsam bauen wir eine schöne Sandburg, die größte Sandburg, die es jemals in gab. Und danach schauen wir uns alle an und sagen uns so, wow, was wir geschafft haben, Wumms, Wahnsinn, wer hätte das gedacht? Und ihr schaut zurück und freut euch, dass ihr den Mut hattet, diese Reise zu machen. Ja, und an der Stelle möchte ich euch noch kurz erst mal herzlich bedanken mich bei euch, dass ihr diese Reise mit mir gemacht habt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr hier den QR Code runterladen. Da gibt's eine kleine Leseprobe zu einem Booklet, was ich geschrieben habe über die Führungskraft in herausfordernden Zeiten. Und jetzt hab ich noch einen ganz speziellen Wunsch. Ich bin nämlich gerade dabei, hab grad mein neues Buch geschrieben. Und ich bin jetzt gerade mit dem Verlag dabei zu überlegen, welches Cover wäre geschickt, ja? Und ich gebe es offen zu, es ist ein Prozess und manchmal braucht man Unterstützung bei sonem Prozess. Wie soll das Buch aussehen? Und dann dacht ich so, wow, ich habe hier tausendachthundertfünfzig Experten sitzen. Also wer, wenn nicht ihr, könnt mir sagen, was das bessere Cover ist? Deshalb hab ich euch die beiden Cover, die zur Auswahl stehen, mitgebracht für mein neues Buch, das im Mai erscheint und habe eine Mentimeter Abfrage. Ihr seht jetzt ja einmal die beiden Cover. Cover eins, sehr schlicht, sehr sachlich. Cover zwei mit Wölkchen und ja. Und ihr nehmt jetzt euer Handy bitte, euer Smartphone, nehmt diesen QR Code ab, dann solltet ihr, so hoffe ich, das haben wir vorhin zumindest getestet, dann geht ihr bitte auf die Millimeterabfrage. Macht ganz kurz Cover eins oder Cover zwei und macht eure Stimme, gebt eure Stimme ab. Ich persönlich bin wahnsinnig gespannt, ja, weil davon hängt natürlich jetzt die Zukunft meines Buches ab. Und wir gucken uns die Ergebnisse auch gleich live an. Und oh ja, das sieht doch schon sehr interessant Ich ich merke schon, ja, da tut sich was. Ich find euch erst mal so wahnsinnig dankbar, dass ihr mir aus diesem Dilemma halbt, ja. Weil ich bin immer eher so der verspielte Mensch. Ich mag's eher so bisschen bunt und luftig und fluffig, ja. Und mein Verlag sagt, nein, es muss ganz klar sein, nicht so verspielt und so. Und ja, deshalb jetzt hab ich euch bisschen beeinflusst, Egal, nur ganz bisschen. Ich bin einfach jetzt dankbar, weil letztendlich muss ich ja nicht mein Buch kaufen, sondern die vielen, Menschen müssen das kaufen. Und ich sehe ganz klar, Cover zwei ist im Rennen. Ja, das ist ja der Wahnsinn. Wir sind ja einer Meinung. Wisst ihr was? Ich nehme das mit, geh zu meinem Verlag hin und sage so, die Experten haben entschieden. Also ich danke euch sehr dafür und wünsche euch viel Mut beim Anpacken, Zuversicht für das, was noch alles vor uns liegt und immer eine Kiste Sand in der Tasche. Danke schön. Und ein großes Dankeschön an dich, liebe Nikola, das war ja ein fulminanter Start hier. Also wir haben ja schon die ganze Zeit gewartet, wann kommt das denn jetzt mit den Fesseln? Und von daher schön, dass Du dich aber auch wieder befreit hast. Und zunächst einmal noch ein kleiner Hinweis am Start. Wir konnten jetzt nicht nur über das Cover entscheiden. Ich hätte übrigens auch die zwei genommen, aber ich glaub, Du hast uns auch natürlich mit dieser Reise und diesem bisschen Urlaubsgefühl auch son bisschen vielleicht zum Cover zwei schon Aber ist ja super. Aber Sie können nicht nur über das Cover entscheiden. Sie können auch eins von diesen Büchern gewinnen und zwar die allerersten Ausgaben. Und wir haben insgesamt fünf zu verlosen, also auch eine ganze Menge und es ist relativ einfach. Sie müssen jetzt eigentlich nur auf LinkedIn oder auf Facebook einen Post absetzen, in dem Sie uns erzählen, worauf Sie sich heute und morgen besonders freuen. Und OCLC dann einmal verlinken, vertaggen, damit das Ganze natürlich auch im Lostopf landet. Von daher viel Glück. Ich würd da auf jeden Fall mitmachen, wenn ich nicht Ich weiß nicht, ob ich darf, aber guck ich mal gleich, aber ich würde an Ihrer Stelle auf jeden Fall mitmachen, denn ich glaub, da ist noch viel mehr drin als in dem Vortrag und von daher, genau, gibt's das Buch auch noch zu gewinnen. So und dann wollen wir aber noch bisschen starten. Ich hab hier witzigerweise schon gesehen, hier hat auch jemand geschrieben, Schokokekse für alle. Einer war eher bei den Radieschen und das finde ich spannend und da wollen wir ein bisschen einsteigen, hier hat jemand geschrieben, Peter Nörg, Bibliotheken sind meines Erachtens Vorreiter, die Komfortzone zu verlassen und Neues ausprobieren. Und da wollen wir jetzt mal ein bisschen einschlagen, wie kriegen wir jetzt den Transfer her von dem, was Du erzählt hast, zu dem, was wir wissen wollen? Ich wollt grad sagen, ich mein, ist ja eine spannende Methode mit der Gedankenreise und dem Entlanggangenen hier auch Sinn, Emotionen, Energie. Da waren ja enorm viele Stichworte dabei. Und da frag ich mich jetzt natürlich, okay, geh ich überall mit, aber wir brauchen ja auch Voraussetzungen, quasi den Grund dazu. Welche, nennen wir sie mal Futureskills, sind denn notwendig, damit ich diese positiven Gefühle habe? Ich glaub, eine der wichtigen Futureskills, schönes schöner Name, ist die tatsächlich die Offenheit, die Neugier, dass ich bereit bin und neugierig bin. Also ich glaub, die Neugier, das kennen wir ja alle, wir waren ja alle mal klein, also Du wirst es ja bald wieder erleben, wie Kinder neugierig sein können, ja? Es ist der Wahnsinn und da können wir uns so viel von abgucken und wir können uns auch erinnern, dass wir ja eigentlich auch mal neugierig waren. So und diese Neugier ist es, die wir brauchen, uns diesen diesen Dingen erst mal zu öffnen und dann auch mit der Kreativität, die es dann auch natürlich braucht, einen Rahmen zu schaffen, einen Handlungsrahmen zu suchen, wo ich dann die ersten Schritte gehen kann und versuchen kann und das Umfeld entsprechend gestalten kann, damit mir die ersten Schritte gelingen. Ich fand ja auch dieses Vasa Beispiel ganz toll, das war ja irgendwie sehr, sehr eingängig und da hattest Du so viele von, wo ich mich dann gefragt habe, also ich hab's mir noch mal aufgeschrieben, muss ich nicht vergessen, wahrnehmen, annehmen, Selbstregulierung, Aktion. Ich find immer, wenn man das dann hört, denkt man, ja klar, das macht total Sinn, das probier ich jetzt aus. Aber dann bin ich im Arbeitskontext und der ist irgendwie hektisch und der ist stressig und dann hab ich irgendwie viel zu viel aufm Tisch und wie schaffe ich das, mir da aber auch solche Räume zu nehmen oder auch vielleicht auch, wenn ich Team leite, wie schaffe ich das meinem Team solche Räume auch zu ermöglichen, damit eben genau für so was Zeit bleibt, dass ich einen Schritt zurückgehen kann, mal kurz gucken kann, wo ist mein Handlungsspielraum? Gibt's gibt's da Tipps? Hast Du da Hinweise für das? Also genau das ist ja die Herausforderung, was Du sagst. Dass wir halt im Alltag so im Funktionsmodus sind und und die Bälle irgendwie alle aufrecht halten müssen und so. Und deshalb ist diese Übung so wahnsinnig wertvoll, diese zwei Fragen. Weil wir verlernen, mit uns im Kontakt zu sein. Wir verlernen zu spüren, wie geht's mir eigentlich gerade? Und wenn ich es lerne oder wieder erlernen kann zu spüren, oh, da ist jetzt gerade die Waldfee. Ja, oh, jetzt muss ich mal kurz, was brauch ich jetzt? Wenn wir das lernen im normalen Alltag, dann fällt es mir auch wieder leichter, wenn ich gerade in in Wut bin oder in Ärger, im Ärger, dass ich dann sage, hey Moment, oh ja, ich merk jetzt, da ist wirklich Wut. Oh, jetzt hat diese Person etwas gesagt, da ist eine Grenze überschritten, mein Wert wurde verletzt, ich spüre jetzt die Wut. Und das muss ich aber lernen im normalen, nicht stressigen Raum, im Alltag mit diesen zwei Fragen. Und dann komm ich dahin und dann gelingt es. Und trotzdem passiert's auch, dass ich ausraste. Vor allem, wenn man son Teenager zuhause hat manchmal, ja, kann man auch nicht mehr an und das passiert doch jedem. Wir sind doch alle nur Menschen, ja. Also man ist einfach, wenn man es versucht, wenigstens ein bisschen in diese Richtung zu entwickeln und mit sich selbst wohlwollend bleibt und sich nicht auch selber beschimpft, so wie, ich wollte nicht mehr wütend sein, dann bin ich doch wieder wütend geworden. Das hilft ja gar nix, ja. Also das können wir uns auch grad sparen. Das setzt aber natürlich klar voraus, dass ich auch irgendwie so diese Selbstreflexion habe, Ja. Also Futureskill, superwichtig. Ich glaube, die wichtigste Fähigkeit einer jeden Führungskraft ist die Selbstreflexion. Also wenn ich nicht in der Lage bin, mich selbst zu reflektieren, kann ich mich ja eigentlich gar nicht wirklich entwickeln, weil ich ja gar nicht weiß, wer und wie bin ich denn eigentlich gerade, ja? Genau. Also wenn ich wurde in meinem Interview gefragt, was ist die wichtigste Fähigkeit an der Führungskraft? Da wurde alles Mögliche erwartet, nur nicht eigentlich. Und die war da son bisschen erstaunt. Und ich finde, das hört sich so leicht an. Mal ganz ehrlich, eine gute Selbstreflexion, deshalb lädt man sich ja auch gerne Coaches ein, ist nicht so einfach. Da auch hinzuschauen, wo es halt unangenehm wird. Kann sagen, das ist ja auch manchmal einfach, genau, sehr unangenehm, das ist son Coach ist ja auch nicht immer nur für viel gut da, sondern der piekst ja dann durchaus mal. Scheint aber nicht. Hier kommt nur gutes Feedback rein. Also wirklich sehr interessant, superhilfreich. Einfach mal machen, wenn Sie auch eine Frage stellen wollen. Wir haben noch paar Minütchen, auch da natürlich herzliche Einladung. Ansonsten haben wir noch paar. Ich würde noch mal auf dieses auf diesen Panik auf diese Panikzone gerne eingehen, denn gerade wenn wir wir sprechen ja ganz viel jetzt auch über das Thema, wie nutzen Bibliotheken K I? Wie nutze ich auch als Bibliotheksmitarbeiter*in K I? Und da hatte ich mich son bisschen gefragt, das Beispiel war der Ball, wenn der runterfällt, easy, den hebe ich auf. Da bin ich nicht frustriert. Aber wenn ich in sonem Konstrukt auch wieder bin mit dann hab ich irgendwelche Legal Anforderungen, dann hab ich Daten, mit denen ich sicher umgehen muss, Technologie, die ich nicht kenne, Verantwortung. Wie schaffe ich das da, weil ich glaube, da ist ganz viel in diesem Panikrahmen, das irgendwie vielleicht Stück weit auch für mich runterzubrechen, damit ich auch da Bei einem Papierball passiert nicht so viel, aber wenn ich vielleicht KI Projekt in den Sand setze, kann das schon was anderes sein. Wie schaffe ich das trotzdem, eine gewisse Leichtigkeit da zu bewahren? Die Leichtigkeit kommt aus diesen kleinen Schritten. Wenn ich etwas habe in dieser Panikzone, dann ist es ja vor allem häufig dieses Gefühl von Überforderung, dass ich das Gefühl hab, ich, oh, wo fang ich an? Oder wie son Riesenwollknäuel, wo ist jetzt der Anfang, ja? Und und ich glaube, es hilft das wirklich in in in kleine in kleine Wollfädchen, ne, zu untersuchen, wo ist jetzt der der Griff? Wo krieg ich was ran? Wo kann ich was verändern? Und sich aus dieser Fessel eben auch wieder zu befreien und zu sagen, okay, ich kann nicht das, das, das, das, das alles gleichzeitig sowieso nicht. Aber was ist das Projekt? Was ist das Thema oder wo ist die Frage, wo ich jetzt am leichtesten Griff rankriege und den ersten Schritt gehen kann? Und ja, es kann auch sein, dass es schiefgeht. Ich diese, die ist ja tatsächlich ein Begriff, ja. Ist insofern schon ein Thema, wenn man mit anderen Mentalitäten in anderen Ländern uns vergleicht. Wir denken wahnsinnig viel darüber nach, was alles schiefgehen kann. Scheitern, oh Gott, oh mein, das KI Projekt in Sand. Ja, dann ist es halt in Sand gesetzt. Dann habe ich gelernt. Dann ist vielleicht Geld verbrannt, ja. Und trotzdem muss sich ja weiter entwickeln. Wir haben ja hier verschiedene Raumfahrttechnologien jetzt in Deutschland, ja. EZproxpace in München ist jetzt ganz wild dabei. Die haben letztes Jahr schon eine erste Rakete starten lassen werden oder haben schon gerade wieder die nächste Rakete starten lassen. Und ich find das so faszinierend, die die Rakete, die arbeiten da Monate, Jahre hin. Dann fliegt die Rakete für dreißig Sekunden und dann wird sie kontrolliert abgestürzt. Und dann denkt man so, ja, war das jetzt Erfolg? Die ist abgestürzt. Ich so, nein, das war wahnsinnig wichtiger Erfolg. So denken die Raumfahrttechnologen halt, weil sie sagen, wir haben jetzt sehr viel Daten gesammelt, wir haben sehr viel gelernt. Und es ist Millionen in den Sand gesetzt, wie man so möchte. Die ist abgestürzt, ja. Und gleichzeitig sehr, sehr wertvolles Wissen erlangt. Aber die Germanangst, ja, das ist schon son Thema. Da müssen wir auch ran. Eine eigene Nase fassen und überlegen, wo kann ich mutiger sein? Und Mut entsteht übrigens nicht, wenn die Angst weg ist, sondern Mut entsteht, ich anfange, obwohl ich Angst habe. Richtig. So. Heiter Heiter scheitern. Ja, aber das passt ja auch gut zum Thema Agilität. Ich mein, wir hatten ja auch in den letzten Jahren das Thema Agilität immer wieder mit dabei auf jeder Bibelcon, auf jedem Bibliotheksfachkongress. Und ich denke, das ist guter, wie soll ich sagen, eine gute Basis eben auch, mutig zu sein. Zu sagen, okay, ich hab hier, na ja, Fehler gemacht, okay, aber ich lern draus. Es ist nicht schön, aber ich hab draus gelernt. Genau. Ja, das ist, glaub ich, das Wichtige. Absolut. Und das sich einzugestehen und dazu gehört eine Kultur des Vertrauens, ne. Also in welcher Kultur bin ich unterwegs, wenn man in der Bibliothek? Erfahre ich, wenn jemand Fehler gemacht hat? Kann ich über Fehler sprechen? Also das ist die sogenannte psychologische Sicherheit, die besteht aus der aus der Verletzlichkeit, dass ich verletzlich sein kann, dass ich Verantwortung übernehme und natürlich auch, dass dass Fehler geschehen dürfen und ich in dieser in dieser Verletzlichkeit mich auch mal zeigen darf. Also das sind drei Faktoren, es zu verändern, Verletzlichkeit, Verantwortung und Vertrauen. Das ist son Dreieck, das dieses Dreigespann. Und das Vertrauen muss man erarbeiten. Wir haben bisschen Vorschussvertrauen, wenn wir Glück haben, aber Vertrauen geht so schnell zurück und kaputt. Also muss ich schauen, wie kann ich das Vertrauen bewahren und entwickeln? Wie kann ich es einen Raum ermöglichen, wo ich mich verletzlich zeigen kann? Wo ich sagen kann, ey, das ich weiß jetzt auch grad nicht weiter. Was machen wir denn jetzt? Ja, also so, puh, habt ihr eine Idee, ne? Und in die Verantwortung zu gehen. Und ich finde, man man kriegt immer sehr schnell mit, wenn man in Unternehmen reingeht, was ist das für eine Kultur? Ist hier eine psychologische Sicherheit, wo ich sagen kann, der ist doch irgendwie jetzt grad der Papierball runtergefallen. Ich hab's nicht kommen sehen. Ich hab gedacht, der fliegt, ja. Und und darüber sprechen zu können und dann nicht so, das war so wichtig und er hat fünf Million gekostet, sondern sagen, okay, ist echt blöd, lass uns überlegen, wie kann der Ball aussehen, dass er nicht mehr runterfällt? So, Psychologische Sicherheit. Ich meine, wenn jetzt die Ersten sagen, na ja, gut, gibt ja genügend Seminare. Besuchen wir die doch einfach. Ja, Reicht das? Nein, natürlich nicht. Oh, also ich mein, ich mach auch Seminare dazu. Die würden nicht reichen. Also also es ist 'n Teamentwicklung natürlich, es ist Prozess. Ja, es ist ein Prozess und ich kann dann nicht sagen, so, jetzt vertraut mir mal gefälligst. Wenn ich Glück hab, hab ich Menschen in meinem Team, die Vorschussvertrauen mir gegeben haben. So. Und wenn ich Pech habe und das nicht habe, dann muss ich überlegen, wie kann ich Vertrauen gewinnen? Und dann werd ich, das werd ich ganz oft in Teams gefragt, wie können wir denn Vertrauen aufbauen? Und das fängt mit so ganz simplen Dingen an wie Vereinbarungen einhalten. Ich sag dir, ich bring dir grünen Tee mit und dann bring ich dir grünen Tee mit. Und nicht roten Früchtetee, der schon kalt ist, so. Oder keine Ahnung, ist blödes Beispiel. Aber Verlässlichkeit oder Vertrauen entsteht dadurch, dass ich merke, ich kann mich auf jemanden verlassen. Verlassen ist gutes Stichwort. Da hatte ich mir noch was aufgeschrieben. Und zwar hatten Sie zwischendurch erwähnt, na ja, wer hatte Leitplanken? Das ging son bisschen so in diese Richtung. Das erinnert mich son kleines bisschen an Leitbilder. Und wenn diese Diskussion kommt, Leitbilder, Vision, Mission, da gibt's viele Bibliotheken, die sagen, ja, stehen wir dahinter, brauchen wir, aber auch viele mit, ach, Visionen, wenn man Visionen hat, dann zum Arzt. Richtig, genau. Sie kennen das Sprichwort auch, genau. Ja, das geht aber dann auch in die Richtung. Ich find, da greift sich so viel irgendwie ineinander, ja? Also das mache ich natürlich sehr gerne, dass ich in Unternehmen reingehe und dann hier Frau POIZZ, unser Leitbild. Manchmal hängt es auch in goldenen Buchstaben über der Rezeption oder ich krieg eine Broschüre oder auf der Webseite. Hier ist unsere Vision und unsere Mission. Also das hört sich alles, wenn er mich fragt, fast immer gleich an. Es geht immer irgendwie Menschen und Exzellenz und Nachhaltigkeit, neuerdings auch ganz viel zum Glück. Und das ist schön, wenn es da steht. Aber Du kriegst ganz schnell mit, schon in dem Moment, wo Du am Empfang des Unternehmens stehst und dich eincheckst und so und dein Ausweis da und so, in dem Moment kriegst Du schon mit, was ist da gelebte Vision, gelebte Werte. Und deshalb hab ich das gebracht mit den, woran erkenne ich, welche Werte mir wichtig sind, wenn ich sehe, wie wird entschieden in meinem Unternehmen, einer Bibliothek? Wo entstehen Konflikte, Ja, wo wird viel Zeit investiert? Daran erkenne ich ja, was die gelebten Werte sind. Und die unterscheiden sich leider häufig von dem Leitbild oder den Werten, die man gerne in die Broschüren reinschreibt. Die lesen sich dann meist besser, ne? Ja, klar. Mit Blick auf die Zeit, hier kamen noch zwei Fragen im Chat, die würde ich, die passen auch ganz gut zusammen, deswegen können wir die, glaube ich, gut zusammenfassen. Es geht son bisschen das Thema Überforderung. Du hast ja gerade gesagt, Menschen lieben Herausforderungen. Wie schaffe ich das, dass daraus aber keine Überforderung wird? Und die andere Frage, das passt son bisschen in die Richtung, wie bekomme ich bei der ständigen Mehrarbeit in der Bibliothek Hilfe von außen oder wie kann ich das angehen? Also wie dieser schmale Grat zwischen Herausforderungen, die mich motiviert und Überforderung. Vielleicht hast Du da noch abschließenden Tipp für uns. Ich hab jetzt Gefühl, ich wiederhol mich son bisschen, aber tatsächlich ist das in der Reflexion zu erkennen, wie geht es mir damit, mit diesem Projekt, mit diesem Thema? Wo ist die Herausforderung? Wo fühlt es sich noch gut an? Und wo merke ich, jetzt geht's in den Schmerzbereich rein? Wobei ich immer sage, son bisschen wehtun muss es manchmal schon, ne. Also wer Muskeltraining macht, das bringt nichts, wenn ich nur son bisschen so mache, muss schon son bisschen gearbeitet werden, aber es geht eben auch hier wieder in diesen Kontakt mit mir zu gehen, wo spüre ich jetzt die Überforderung und wie kann ich damit umgehen? Also gibt es jemand, mit dem ich darüber reden kann, mich austauschen kann? Gibt es etwas, was ich tun kann oder lassen kann? Und was ganz wichtig ist, ist der eigene Anspruch. Also wir sind ja in einer Gesellschaft, die sehr leistungsorientiert schon ist, auch wenn ja auch viele sagen, oh ja, Work Life Balance und so, es gibt's ja auch. Aber viele Menschen und ich glaube, viele von euch, die eine Bibliothek leiten, sind natürlich wahnsinnig mit sich selbst. Es muss alles perfekt laufen. Und der Perfektionismus und der hohe Anspruch an mich, dass das alles superlaufen muss, der steht uns auf dem Weg und sorgt eigentlich dafür, dass es mir noch doppelt schwerfällt, mit soner Herausforderung dann umzugehen, anstatt zu sagen, so Nicola, bis hier ist gut. Das lässt Du jetzt mal so stehen, hast Du gut gemacht, fertig. Ich mein, ich kann das ja auch nicht wirklich gut. Das fällt mir auch wirklich schwer, ja. Ich verstehe das und das ist ja auch eine Qualität, ja. Also man kann ja auch mal sagen, cool, dass Du son hohen Anspruch an dich hast. Der bringt dich ja auch weiter. Auf der anderen Seite, muss auch irgendwo mal gut sein. Irgendwo mal gut sein, ja. Da hab ich auch letztens noch son schönen Spruch gehört, dass man wahrscheinlich, wenn man jetzt zehn Jahre zurückging, das Ich werd total stolz und man selber geht immer noch diesen Schritt weiter und weiter. Von daher, ich nehm son bisschen jetzt auch noch mal für die Frage mit, zum einen erst mal bei sich anfangen, erst mal gucken, was macht das mit mir, in die Selbstreflexion zu gehen und dann aber auch das Gespräch im Zweifel zu suchen, wenn ich merke, es ist irgendwo zu viel, ob das mit mir ist dann oder mit jemand anderem. Vielen, vielen Dank an dich. Toller Vortrag. Und ich fand's total cool, so viele Einblicke und eigentlich, Du hast, glaube ich, kaum das Wort KI genannt und trotzdem war's überall präsent. Also das war irgendwie richtig guter Start, weil ich find, das zeigt ja auch Bezug haben. Ja, genau, ich find, man konnte schon viel Bezug ziehen und jetzt geht's eben sehr stark in die Beispiele. Wir machen weiter elf Uhr zehn. Genau, jetzt sind wir gleich. Sprechen gleich darüber, wie KI die Bibliotheks verändert, gucken uns zum einen noch son bisschen son big picture an und zwei sehr konkrete Beispiele. Von daher Kaffee holen, kurz durchatmen, Pipipause und dann sind wir gleich wieder da. Vielen Dank, Nikola Fritze. Danke schön. Vielen Dank an euch und ja, viel Spaß noch die nächsten Tage. Danke dir.
Loslassen ist das neue Anpacken! – Mit Mut und Neugier in die Zukunft der Bibliotheken
Referentin:
Nicola Fritze
Bibliotheken erleben gerade, wie KI neue Möglichkeiten eröffnet und zugleich Unsicherheit, Ängste und innere Widerstände weckt. Wie schaffen wir es, Chancen wie Arbeitserleichterungen oder neue Rollen mutig zu nutzen, statt uns von Ängsten bremsen zu lassen. Wenn wir positive Erfahrungen außerhalb unserer Komfortzone machen, wecken wir unser Zutrauen und unsere Gestaltungskraft.
Dieser Vortrag macht Mut, sich den Veränderungen aktiv zu stellen. Er zeigt Strategien, wie Bibliotheken ihre Umsetzungskompetenz stärken, Blockaden überwinden und auch ihre besonderen Stärken sichtbar machen können. Mit Humor und Selbstreflexion werden wir eingeladen, loszulassen, um Neues anpacken zu können.
Und da sind wir wieder mit einer neuen Runde zum Thema K I. Herzlich willkommen, meine lieben Zuschauerinnen und Zuschauer. Ja, wir waren auf jeden Fall nach dem sehr motivierenden Vortrag gerade von Frau Fritze noch ganz lange in unserer Gedankenreise und haben überlegt, wie wir das in Verbindung mit dem Thema KI auf jeden Fall hinbekommen und ja und haben uns da wirklich noch ganz lange zu ausgetauscht und fühlten uns da wirklich noch sehr motiviert und auch abgeholt von den vielen Bildern, die sie ja auch gebracht hat. Apropos Bilder, ganz gutes Stichwort, nämlich Sie können heute noch bis siebzehn Uhr Bilder auf unserer Plattform hochladen und damit am Gewinnspiel teilnehmen. Bitte nicht vergessen, Ihre Bilder noch hochzuladen. Morgen wird dann bis morgen wird dann gevotet und dann ausgewertet und dann findet das Gewinnspiel natürlich auch sein Ende. Aber wie gesagt, nutzen Sie die Chance auf jeden Fall noch mitzumachen. Ja, wir steigen jetzt mit dem nächsten Pendler ein bisschen mehr in das Thema KI ein und widmen uns dem Thema, wie KI gerade die Bibliothekswelt verändert. Und da schalte ich mal rüber zu Linda. Was gibt's denn da für Vorträge? Ja, danke Sabine, ganz genau. Wir gucken jetzt zum ersten Mal dann doch konkret rein, wie KI in Bibliotheken schon genutzt wird. Und das machen wir mit zwei Vorträgen beziehungsweise zwei Themen, aber insgesamt drei Vortragenden. Wir starten jetzt gleich mit Stefan Holländer. Er ist Eigentümer der Holländer Beratung. Er berät Archive und Bibliotheken und wird uns zunächst son bisschen son Rundumblick geben. Also wir sprechen darüber, wie KI in Bibliotheken eingesetzt werden kann. Er wird uns aber auch das Thema Vermittlung und Stärkung von KI Kenntnissen noch mal näherbringen und auch ganz wichtig ethische und rechtliche Fragen bei K-I-Technologien ansprechen. Und danach haben wir einen Vortrag von der TU Bergakademie Freiberg und zwar zuerst kommt dann Doktor Conrad Hübler dazu. Er ist Bibliotheksmitarbeiter an der Universitätsbibliothek und er wird uns das Opensource Werkzeug ALIMA vorstellen, mit dem man die Prozesse und mit dem man die Prozessanalyse und Entwicklung beeinflussen und optimieren kann mit K. I. Das heißt, ganz konkretes Beispiel lernen wir kennen. Und danach dürfen wir Doktor Julia Meyer begrüßen. Sie ist die Direktorin der Universitätsbibliothek in Freiberg und sie stellt uns vor, wie die Universitätsbibliothek es schafft, die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich KI zu trainieren. Also wir lernen ein Train-The-Trainer Programm kennen und auch noch ein ausgezeichnetes, denn es ist ausgezeichnet worden vom sächsischen Bibliothekspreis zweitausendfünfundzwanzig. Also ich bin sehr, sehr neugierig, freue mich danach natürlich auch auf die Diskussion. Aber jetzt heißt's erst mal Ohren gespitzt und Vorträge ab. Vielen Dank für die freundliche Einführung. Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich freue mich, Ihnen in den nächsten Minuten einige Antworten auf die Frage zu geben, soll man KI Technologie in der Bibliothek einführen? Ja oder nein? Ich mache das gerne auch, indem ich noch auf die Vor- und auf die Nachteile dieser Technologie gegen den Schluss hinweisen möchte. Hier sehen Sie eine Übersicht über die Teilthemen, die ich in den nächsten Minuten ansprechen möchte. Und am Schluss würde ich gerne dann noch ein Schlussbetrachtung einbringen und ein Fazit ziehen zu dieser Technologie. Zuerst möchte ich Ihnen sagen, was mein Verständnis von künstlicher Intelligenz ist, was Sie können sollte und was Sie können muss. Dazu möchte ich auch erwähnen, dass das keine wissenschaftliche Definition ist, sondern wie gesagt, meine Einstellung zu dieser Technologie, denn sie soll Muster erkennen, sie soll Sprache verstehen, sie soll Entscheidungen treffen können, die sie aus den Daten und den Feedbacks der Anwender gelernt hat. Nun, welche Konzepte in der KI gibt es? Sicher die wichtigste ist starke gegen schwache KI. Eine starke KI ist ein hypothetisches System, das simuliert, wie Menschen eigenständig denken und handeln können aus den Daten, die hier zur Verfügung stehen. Eine schwache KOI ist eine einzelne, auf spezifische Aufgaben spezialisierte Software, die diese Aufgaben leisten kann, wie zum Beispiel Bilder erkennen, Texte schreiben, aber auch spielerische Dinge wie zum Beispiel Schachspielen. Die meisten Anwendungen, die heute in Gebrauch sind, sind sogenannte schwache KI. Daneben gibt es aber auch andere Konzepte, zum Beispiel die regelbasierte KI. Das ist eine KI, die reagiert auf vom Menschen festgelegte Regeln aufgrund der Daten, die sie in ihrem System hat. Dann gibt es noch eine generative KI. Das ist eine KI, die sich selbst verbessern kann aufgrund neuer Daten, die sie bekommt und auch aufgrund von Reaktionen ihrer Benutzer. Und so verbessert sie sich in ihren Ergebnissen laufend. Und das ist etwas, was sicher auch etwas für den Bibliotheksbereich ist. Nun zu einigen Bausteinen der KI. Am allerwichtigsten sind die Daten. KI Systeme benötigen Daten als Input einerseits, damit trainiert zu werden, andererseits auch, sie verarbeiten zu können, zu Resultaten zu gelangen. Was die KI konkret macht, ist, dass sie in einer Analyse von Daten unterschiedlichster Herkunft wie zum Beispiel Sprachdateien, Bilddateien oder Textdateien diese analysiert und für ihren Anwendungszweck gebraucht. Damit ist sie in der Lage, zum Beispiel Vorhersagen zu treffen. Einige KI Software ist zum Beispiel darauf spezialisiert mit vorhandenen Daten Vorhersagen über künftige Ereignisse oder Entwicklungen zu treffen. In der Schweiz wird sie zum Beispiel eingesetzt, Wettervorhersagen zu treffen, die auf Großrechnern gemacht wurden. Die Anpassungsfähigkeit und die Selbstoptimierung ist sicher eine weitere positive Eigenschaft von KI Systemen, denn wie bereits gesagt, kann sie flexibel auf neue Daten reagieren oder auch, wenn sich Geschäftsabläufe ändern. Diese fortschreitende Verbesserung kann aber nur geschehen, wenn auch seitens der Unwählung da genügend Feedback kommt. Ganz zentral sind Metadaten und davon haben ja die Bibliotheken ja ihren Obagen mehr als genug. Für datengetriebene Modelle sind große Mengen an gut kuratierten Daten erforderlich. Bibliotheken haben diese. Als zweites wichtiges Element ist natürlich der Lernalgorithmus. Diese Algorithmen basierend auf den Trainingsdaten passen sich an für Vorhersagen und Entscheidungen, wie bereits ausgeführt. Das bedeutet auch, dass diese Lernalgorithmen fortentwickelt werden müssen und auch laufend von Spezialisten in den Bibliotheken unterhalten werden müssen. Die Anpassungsfähigkeit von datengetriebenen Modellen ist sicher etwas, was Bibliotheken sehr zu nutze ist, denn es werden ja laufend die Bestände erweitert, das Angebot erweitert und damit werden auch neue Daten in die Anwendung einfließen. Das bedeutet in der Konsequenz aber auch, dass wenn die Daten regelmäßig verbessert werden, dass frische Daten auch dazu beitragen werden, dass die Resultate für die Nutzenden immer besser werden. Nun zu einigen praktischen Anwendungen für Nutzen der wie auch für Mitarbeitende in Bibliotheken. Es gibt bereits Bibliothekssysteme, die mit KI Technologie arbeiten, zum Beispiel im Bereich der Metadatenanreicherung, aber auch zu Verbesserungen von. Des Weiteren werden auch k-i-gestützte Textgeneratoren genutzt, die also Unterstützung bei der Abfassung von Texten bieten können. Einerseits, die Texte besser zu strukturieren, vielleicht auch, sie umzuformulieren, sie zusammenzufassen oder überhaupt ganz neue Texte zu schreiten. KI Technologie dient auch, ob wir dessen bewusst sind oder nicht, bereits zur Korrektur und Verbesserung wie auch zur Übersetzung von Texten. Ich selber nutze privat auch eine Übersetzungssoftware für Sprachen und da ist mir die GOI sehr hilfreich, denn ich kann damit viel schneller arbeiten, viel einfacher arbeiten, als das vorher der Fall gewesen ist, als ich selber die Übersetzungen machen musste. Und in einem gleichsprachigen Land wie der Schweiz ist das von unschätzbarem Vorteil. Was es auch noch gibt und immer populärer wird, sind KI Anwendungen, die Bilder generieren können. Das kann dazu dienen, Illustrationen herzustellen, Fotos zu verbessern, aber auch zum Beispiel, wenn eine Bibliothek eine einen Flyer produzieren muss, schnell eine Illustration machen zu können, verdeutlichen, was es zum Beispiel bei einer Veranstaltung geht. Nun zu einigen konkreten KI Anwendungen in Bibliotheken und Hochschulen der Schweiz. Etwas, was seit zwanzig vierundzwanzig an der ETH Bibliothek in Zürich funktioniert, ist eine explorative Suche mit KI. Diese bringt einen Mehrwert und mehr Resultate bei der Suche durch die Nutzenden. Möglich ist aber auch eine KI gestützte Suche mit den Schlagworten der Bibliothek. Diese Schlagwortdatei ist mit einer Vektorendatenbank verbunden und dies ermöglicht ein eine breitere Möglichkeit bei der Recherche. Die Bibliothek in Schaffhausen, eine öffentliche Bibliothek, hat einen Chatbot als Rechercheassistenz aufgeschaltet, der den Nutzer in deutscher wie in englischer Sprache zur Verfügung steht. An einer pädagogischen Hochschule in der Westschweiz existiert ein Testlabor, wo angehende Lehrerinnen und Lehrer spielerisch an KI Technologie herangeführt werden sollen, denn KI wird eine Kompetenz sein, die mittelfristig in den Mittelschulen und nicht mehr an den Hochschulen geschult werden muss. Nicht zuletzt an der Universität Fribourg, einem zweisprachigen Kanton, findet vor der Abfassung der ersten Bachelorarbeit durch die Studierenden eine Schulung durch KI Kompetenzen statt. Nun einige Tipps von mir zur Einführung von KI Technologien an Bibliotheken. Ganz generell kann man sagen, was zuerst gemacht werden muss, ist eine Analyse, zu welchen strategischen Zielen soll denn der Einsatz von KI Technologie verhelfen? Was sind, was wollen wir damit erreichen? Was sind unsere mittelfristigen Ziele, die wir mit KI Technologie umsetzen möchten? Hilfreich dabei ist in einem zweiten Schritt sicher der niederschwellige Beginn mit KI Anwendungen, die im Arbeitsalltag durch die Mitarbeitenden angewendet werden kann. Dies einerseits, erste Erfahrungen mit KI Technologie zu erwerben, andererseits aber auch das Vertrauen in diese Technologie zu stärken. In einem weiteren Schritt sollte dann mit einem Pilotprojekt begonnen werden. Wichtig dabei ist, dass man eine Kerngruppe mit möglichst viel Mitarbeitenden einbindet, denn diese sollen dann später in einem Schneeballsystem weiter weitere Mitarbeitende frühzeitig schulen, dass die KI Technologie dann auch mit Erfolg eingesetzt werden kann. Überhaupt ist Schulung der Mitarbeitenden ein ganz zentraler Erfolgsfaktor für die erfolgreiche Einführung der KI Technologie. Dies sollte gut geplant werden, strukturiert geplant werden und dazu soll man auch Hilfe von außen in Anspruch nehmen. Steht dann einmal die KI Technologie für den Alltagsbetrieb bereit, soll man sich auch genau überlegen, welche Anwender gerade unter den Nutzenden der Bibliothek gezielt geschult werden sollen. Ich denke dabei vor allem an Senioren, die da eine gewisse Hemmung haben, aber auch an Jugendliche, die ein sehr oberflächliches Verhältnis zu K-I haben, das gerne noch etwas vertieft werden sollte. In der Schweiz hat die Weiterbildung diesbezüglich bereits begonnen. Der Schweizer Bibliotheksverband Bibloswiss hat im vergangenen Jahr eine wahre Weiterbildungsoffensive zu KI Bibliotheken gestartet. Wichtig ist dabei, dass sowohl Kurse für öffentliche wie für wissenschaftliche Bibliotheken angeboten werden, Denn die Nutzenden der jeweiligen Bibliothekstypen haben ganz unterschiedliche Anforderungen im Gebrauch an die K-I. Dabei ist auch immer festzuhalten, dass zum Beispiel Studierende oder Mitarbeitende von Hochschulen meistens weiterführende Programme nutzen, die teilweise schon in ihre Officepakete integriert sind. Diese Kurse in der Schweiz bei Biblos Wise waren gut gebucht, daher werden sie auch dieses Jahr angeboten. Sie mussten teilweise auch wegen der großen Nachfrage wiederholt werden und werden dieses Jahr in verstärktem Maße noch einmal in das Weiterbildungsprogramm aufgenommen. Nun möchte ich über einige Vorteile, Herausforderungen bei der Einführung von KI Technologie in Bibliotheken noch zu sprechen kommen. Vorteile sind zweifellos, man verspricht sich eine Verschlankung von Arbeitsprozessen. Das kann einerseits darin bestehen, dass Routinearbeit ausgelagert werden kann. So haben dann Mitarbeitende mehr Zeit zum Beispiel für die Beratung von Nutzenden in Bibliotheken oder für andere Aufgaben. KI kann auch dazu dienen, bei der Medienbeschaffung Preisvergleiche anzustellen oder Verfügbarkeiten bei einzelnen Lieferanten abzuprüfen, da werden die Mitarbeitende in der Bibliothek entlastet. Beim schweizer Bibliotheksverbund SLSP hat man da ist man auch dazu übergegangen, zum Beispiel die Fernleihe so weit automatisieren, dass sie weitgehend ohne menschlichen Eingriff funktioniert. Der Nutzende gibt dann, welches Buch er sucht, wenn das an der Bibliothek, wo er eingeschrieben ist, nicht vorhanden ist. Danach er sucht die Software, wo ein freies Buch oder ein freies Medium zu haben ist und leitet automatisch den Fernleiheprozess innerhalb des Verbundes an. Möchte aber auch auf ein paar Herausforderungen und Schwierigkeiten zu sprechen kommen. Heute ist KI Technologie teuer, noch teuer, muss ich sagen. Was auch zu beachten ist, ist, dass sich die KI Technologie stürmisch fortentwickelt. Gerade Kostenfragen bei den Investitionen sind natürlich für kleinere Bibliotheken eine Herausforderung. Der rasche technische Fortschritt ist auch etwas, was natürlich viele Bibliotheksverantwortliche zögern lässt, ob man jetzt schon in die Technologie investieren soll oder noch zuwarten soll. Ganz, ganz entscheidend und vielleicht die größte Herausforderung ist der Aufbau von technischem Wissen in der Bibliothek und dass auch ein Know how über bei den Mitarbeitenden bibliotheksintern vorhanden ist, das geschult werden muss. Dabei möcht ich darauf hinweisen, dass, soweit ich das mitbekommen habe, in vereinzelten Bibliotheken auch eine große Resistenz gegen die Einführung von KI Technologie herrscht. Die sollte man auch ernst nehmen, der sollte man begegnen und im Dialog auch darauf eingehen. Des Weiteren ist sehr wichtig, dass die rechtlichen und die ethischen Fragen eingehalten werden. Bibliotheksintern muss feststehen, alle Fragen rund Technologien, die den Datenschutz, das Urheberrecht betreffen. Was nicht zu vermeiden ist, ist, dass die KI Technologie Fehler macht, Dass sie Bias produziert oder auf gut Deutsch Diskriminierung, der kann heute mittels Technologie begegnet werden. Eine Technologie, die dabei im Vordergrund steht und sehr gefragt im Moment ist, ist, abgekürzt RAG. Das hilft zwar nicht, die Fehler total zu vermeiden, aber sie reduziert sie wesentlich. Ich möchte aber auch noch auf einen anderen Aspekt außerhalb der Bibliothek hinweisen. Gerade im Raum Zürich werden viele Serverfarmen aufgebaut. Die Schweiz bietet sich da an als Nichtmitglied der EU, da bei uns auch die Datenschutz- und die Urheberrechtsregelungen etwas liberaler sind als im umliegenden Ausland. Das hat zur Folge, dass ein hoher Elektrizitätsbedarf in der Schweiz eine große Wahrscheinlichkeit ist. Auch ein großer Wasserbedarf, denn diese Server müssen gekühlt werden. Da stellt die Schweiz beispielsweise vor große Herausforderungen, wo wir noch nicht die endgültige Lösung in Richtung Klimaneutralität gefunden haben. Des Weiteren bringt KI Technologie mit sich, dass es zu einer hohen Durchsatz und Leistungsfähigkeit bei der Hardware, bei den Netzwerken, aber auch beim Mobilfunk kommt, der eigentlich einen laufenden Ausbau der Kapazitäten erfordert. Nicht nur in der Bibliothek, aber auch bei anderen Berufen zeichnet sich ein Umbruch ab. Ich höre von meinen ehemaligen Studenten immer wieder, dass die bei Bewerbungen gefragt werden, ob sie KI Kenntnisse und KI Fähigkeiten mit sich bringen. Für Berufsanfänger stellt dies eine zusätzliche Herausforderung bei der Stellenbewerbung dar. KI Kenntnisse und Fähigkeiten sind nötig. Da müssen auch wir Eltern uns darum bemühen, denn sie verbreitet sich im Alltag immer mehr. Das merk ich nur schon, wenn ich auf mein Smartphone schaue. Berufseinstieg, Berufsumstieg wird sicher komplexer werden. Wir werden neue Spezialisationen in den Bibliotheken erleben. Es werden neue Stellenprofile nötig und gewisse alte werden verschwinden. Kurz gesagt kann man sagen, dass die Automatisierungen in Bibliotheken eine neue Stufe erreichen wird. Nun zu meinem Fazit und zu einem kleinen Ausblick. KI Technologien verbreiten sich immer mehr im Alltag. Sie ist hier, hier zu bleiben. Wir müssen uns mit ihr auseinandersetzen. Es gibt Bibliotheken im In- und Ausland, die KI Technologie bereits einsetzen. Ich möchte zum Beispiel auf Beispiele in Belgien, in den Niederlanden, in den skandinavischen und baltischen Staaten hinweisen. In der Schweiz sind wir erst ziemlich am Anfang und es bleibt noch einiges zu tun. Ich möchte aber auch deutlich machen, dass KI Technologie keine Mitarbeitenden ersetzt. Sie kann entlasten von Routinearbeiten, aber ersetzt sie nicht in ihrer Kernfunktion. KI Technologie in Bibliotheken kann helfen, Bestände schneller zu verarbeiten, den Zugriff und die Suche für Nutzende zu optimieren und einfacher zu machen. Kurz gesagt, KI Technologie kann dabei helfen, die Bibliotheksarbeit einfacher, effizienter und zukunftsträchtiger zu gestalten. Das war mein kurzer Ausblick. Ich nehme gerne Ihre Fragen, Ihre Anmerkungen und Ihre Ergänzungen in einem weiteren Teil entgegen und danke für Ihre Aufmerksamkeit. Ein herzliches Willkommen auch von Frau Meier und von mir. Wir werden jetzt in den nächsten Minuten einige Aspekte zu ALEMA und einem Programm vorstellen. Zur Ausgangslage in der Universitätsbibliothek Sie sehen hier ein neuer Werbungsregal und die Routineaufgabe von Fachreferenten ist ja die Erschließung von Neuerwerbungen. Das bedeutet, wir vergeben GND Schlagworte und ordnen dann auch die Fachbücher entsprechend der klassifikatorischen Erschließung mit DK Nummern, DDCs oder der Regensburger Verbundklassifikation ein. Das Problem dabei sind natürlich also wir haben nur gedruckte DK Klassifikationen aus den eintausendneunhundertsechziger Jahren. Ist in anderen Bibliotheken auch anders. Aber wird vergleichbar trotzdem überall so sein. Es gibt natürlich aktuell sehr interdisziplinäre Forschung, das heißt auch diese Klassifikationen werden nicht mehr die Forschungsgebiete so gut abdecken. Man muss manuelle Katalogrecherche durchführen, immer wieder, wenn sie vor allem analog vorliegen, diese Register analog die Recherche von Hand durchführen. Und es benötigt natürlich eine ganze Menge Fachwissen, verschiedenster Gebiete. Und da stellt sich die Frage, ob diese Routineaufgabe nicht vielleicht in moderner Technik auch einfach durch Sprachmodelle durchgeführt werden können. Also ist eine automatisierte Erschließung von Fachbüchern und Fachliteratur möglich? Wenn man jetzt so ein Sprachmodell nehmen möchte, dann hat man natürlich einige Probleme, mit denen man zu kämpfen hat. Also das Erste ist natürlich die Halluzination. Die Sprachmodelle erfinden Schlagwörter, die erfinden DK Klassifikatoren, die irgendwie stimmen, aber auch nicht ganz richtig sind. Also es ist nicht wirklich perfekt richtig, weil Sprachmodelle sind ja wahrscheinlichkeitsbasierend und nicht faktisch korrekt. Dann ist das Problem mit dem Kontext. Es gibt sehr viele Klassifikatoren, die verwendet werden können, aber die Sprachmodelle sind ja gar nicht ja tauf trainiert. Das heißt, Sie haben sie vielleicht im Trainingssatz irgendwie mit gehabt, aber nicht darauf ausgerichtet. Da bestellen Sie natürlich die Möglichkeit einfach, die Sprachmodelle nochmal neu zu trainieren oder ein Feintuning durchzuführen. Aber die DNG wird ja aktualisiert und dadurch müsste man dann jedes Mal ein neues Training durchführen. Und es ist natürlich auch die Womit trainiert man denn? Vielleicht mit Verschlagwortung schon. Und auch da ist natürlich die Frage, die Qualität der Trainingsdaten. Wenn sie unterschiedlich gut erschlossen sind, die Fachbücher, dann wird man auch einen vielleicht nicht so durchgängig guten Trainingsdatensatz haben. Und es gibt natürlich auch das Multilabel Problem. Man weiß ja gar nicht, wie viele Schlagwörter jetzt geeignet sind oder nicht. Es gibt natürlich Regeln, aber auch da hat man einige Herausforderungen, diese dann bei der automatisierten Erschließung gelöst werden müssen. Die Lösung dafür erst einmal, damit man trotzdem starten kann, ist Retrieval Augumented Generation, also der RAG Ansatz. Das bedeutet, wir versuchen einfach schon bestimmte Daten dem Sprachmodell mitzugeben, ohne dass wir jetzt ein Sprachmodell neu trainieren müssen. Dadurch können wir auch verschiedene Sprachmodelle austesten. Und auf diese Idee baut Alima auf, das ist AIPowered Library, Indexing und Metadata Assignment. Das ist eine pythonbasierte Desktopanwendung, was auch ein Commentline Interface hat und es gibt auch mittlerweile eine Webapp und sie verbindet die Sprachmodelle mit der bibliothekarischen Systematik. Das heißt, es werden auch bestimmte Datenbanken angezapft, in denen Daten hinterlegt sind und dadurch ist die Idee, dass GND konforme Schlagwörter und RDK, RVK, DDC Klassifikatoren den Fachtexten zugeordnet werden können. Die Kernidee bei der Durchsetzung ist eine Pipeline, in der quasi der Text genommen wird und dann werden freie Schlagwörter gefunden. GND Suche wird durchgeführt, wir bekommen verifizierte Schlagworte und dann eine DK Klassifikation. Und in jedem dieser Schritte werden die wird quasi der Kontext mitgeliefert, der notwendig ist, damit das Sprachmodell das durchführen kann. Und auf diese Art und Weise können Halluzinationen minimiert werden. Die Pipeline sieht so aus. Das heißt also, es ist eine Fünf Schritt Pipeline, wie ich gerade eben schon erwähnt habe. Ich würde jetzt die einzelnen Schritte noch ein bisschen genauer beleuchten. Also wir haben einen Input Text, der kann aus dem Fachbuch kommen, er kann aber auch aus einem Scan kommen. Dann wird ein OCR durchgeführt mithilfe eines Sprachmodells. Man kann aber auch eine DOI bekommen und dann wird quasi über Crossfraff der Text abge also der Abstract analysiert. Dann wird dieser ganze Text in der Infotext in einem ersten Schritt in einer Initialisierung verwendet, dass freie Schlagworte gefunden werden. Und diese freien Schlagworte bilden dann den Start für eine GND Suche. Das heißt, jedes einzelne freie Schlagwort wird dann genommen und dann wird in der LOBID mit einer Volltextsuche gesucht. Es wird auch in der OGND gesucht und dann werden da zugeordnet echte GND konforme Schlagworte gefunden. Diese GND konformen Schlagworte als GND Kandidaten werden dann in einem Verifikationsschritt wieder dem Sprachmodell gegeben und dann mit dem Inputtext abgeglichen. Und der Prompt besagt dann, dass quasi die Verschlagwortung durchgeführt werden soll. Es sollen auch gegebenenfalls Schlagwortketten mit aufgenommen werden. Es sollen auch fehlende Konzepte mit gefunden werden. Und es soll auch kurz diskutiert werden, warum welche Schlagworte dabei sind. Also warum sich das Sprachmodell dafür entschieden hat. Das ist, damit die Fachreferenten, die sich dann damit auseinandersetzen, quasi sehen, warum das Sprachmodell sich dafür oder dafür entschieden hat, dann selbst quasi noch einmal zu überlegen, ist das jetzt sinnvoll? Ist das jetzt nicht sinnvoll? Würde ich das anders machen? Aber man hat quasi schon eine ganze Menge von Schlagworten bekommen, die von dem Sprachmodell, na ja, empfohlen werden und auch auf in gewisse Art und Weise begründet, warum. Im nächsten Schritt wird dann eine DK Suche in unserem lokalen Katalog durchgeführt. Das heißt, die GND Schlagworte werden genommen und es wird eine Titelliste abgerufen auf dieser Basis und dann werden quasi die Titel und die DKs entsprechend der eingegebenen GND Schlagworte verwendet. Und im fünften Schritt wird wieder der Input Text genommen und dann wird gebeten von dem Sprachmodell, dass es eine Zuordnung der DKs oder auch der Ringsbauer Verbundklassifikation zu dem Text erstellt. Es sind jetzt zumindest erst einmal auf zehn DKs oder auf zehn von diesen Klassifikatoren beschränkt, aber das kann man natürlich auch anhand des Promptes immer weiter verändern. Also da ist quasi Flexibilität. Und auch hier wird quasi der Katalogabzug verwendet. Das heißt also, so wie der Katalog immer umfangreicher wird, wird auch der Kontext für das Sprachmodell immer umfangreicher. Wobei natürlich auch nicht zu groß der Kontext sein muss, weil irgendwann kommen die Sprachmodelle auch an ihre Grenzen. Und am Ende werden dann die ganzen Daten auch abgespeichert. Man kann sich die als Json abspeichern oder auch zumindest schon als leichte Vorlage für den KCplus dass man dann auch leicht rüberkopieren kann. Genau, die technische Fragen dazu, also die Kernkomponenten sind in Python geschrieben. Ich habe das Ganze größtenteils mit dem Sprachmodell Cloat und mit Quen programmiert. Das heißt also, ich habe oft der K.-i.-gesagt, was sie irgendwie zu programmieren hat. Das funktioniert ganz gut tatsächlich. Gibt natürlich immer Schwierigkeiten. Die K-Wise-Benutzeroberfläche ist in Python QT geschrieben. Die Datenquellen Lobbit, OGND, lokale Datenbanken. Und die Webapp ist mit FYSt API und uevocon entwickelt. Als Sprachmodelle nutze ich hauptsächlich Olama für lokale Modelle oder als Provider. Genau. Man kann aber auch die openAI verwenden, die openAI Schnittstelle, zum Beispiel auch für die GWDG. Früher hatte ich auch mit der Google API gearbeitet, aber das nicht weiter gepflegt. Welche Modelle funktionieren? Getestet habe ich es mit Gemini am Anfang. Gute Qualität habe ich mit Gemma, CONTEN und Nemutron erhalten. Das sind alles kleinere Modelle, die also quasi lokal laufen. Aktuell ist Nemotron der Favorit. Es gibt, wie ich erwähnt hatte, also drei Möglichkeiten, das zu verwenden: Python QT, die Webapp und die Kommandozeile. Das heißt also, man kann es auch im Browser nutzen. Das können also mehrere gleichzeitig arbeiten. Und überall ist die Möglichkeit, das JSON als Austauschformat zu verwenden. Das heißt, in der Kommandozeile wird ein JSON geschrieben. Das kann man sich dann grafisch angucken in der Python QT App. Aktuell wird Alima auch verwendet. Also wir haben immer noch Bugs, die gefixt werden müssen, aber wir nutzen es schon, unsere Prozeduren zu erleichtern. Und die wichtigsten Erkenntnisse, die wir daraus haben also wir können quasi auch kleine Modelle nutzen. Früher hatte ich das Gefühl, dass man nur große Modelle nehmen kann wie Gemini oder DeepSec, aber tatsächlich siebzig B-Parameter funktionieren. Also und der Mehrwert ist tatsächlich, wir haben schon, oder ich habe zumindest für meine Arbeit Zeitersparnis und einen leichteren Einstieg in das Fachwissen, wenn ich selbst das Fachgebiet gar nicht kenne, weil ich die Schlagwörter ja schon erhalte. Einige weitere Entwicklungen sollten Batch Verarbeitung sein, iterative Verfeinerung und prinzipiell Mitarbeit ist möglich. Der Code ist auf GitHub und die Dokumentation und Workflows können verwendet werden, dass andere Bibliotheken sie nutzen können. Und damit würde ich sagen, KI Einsatz in Bibliotheken ist damit praktisch machbar. Wir haben hier ein Beispiel geliefert und ich würde jetzt das Wort Frau Meier übergeben mit dem nächsten Vortrag. Ja, guten Tag, liebe Gäste. Vielen herzlichen Dank, Herr Hübler, für die Einführung in Alima. Ich darf jetzt anknüpfen und möchte erst mal vorweg beschreiben, wie meine Situation in Freiberg war, als ich vor knapp einem Jahr dort ankam an der Universitätsbibliothek als neue Direktorin und nicht nur einen wunderschönen Neubau vorfand, sondern auch ein ganz, ganz nettes und tolles und vor allem kompetentes Team. Und einer dieser Kollegen ist Herr Hübler, der damals auch schon an Agima experimentierte, wie er ja eben geschildert hat. Und als ich kam, hab ich dann sehr bald auch gesehen, dass da eine ganz wunderbare Lösung gerade entsteht und dass wir dann auch, als er in die ersten Netzwerktreffen ging und Feedback bekam von anderen Bibliotheken, dass da also auch ein Interesse übers eigene Haus hinaus besteht. Und da sind wir dann auf die Idee gekommen, dass wir sowohl unsere eigenen Kolleginnen und Kollegen natürlich schulen können, was Prozessoptimierung mit KI Unterstützung angeht, aber auch mit anderen Bibliotheken im Austausch sind und uns da gegenseitig Erfahrungen zukommen lassen und unser Wissen teilen. Uns beide, Herr Mübler und mich, verbindet auch eine langjährige Lehrerfahrung. Er ist Postdoc, das hat er gar nicht erzählt, am an der Fakultät für Chemie hier an der TU BergAkademie, ist lange schon in der Lehre aktiv und natürlich in der Bibliothek auch in Nutzerschulungen. Und ich selber bin Lehrbeauftragte am IB in Berlin und hab auch an der HTWK Leipzig in den Bibliothekswissenschaften Erfahrung gesammelt. Sind beide leidenschaftlich in der Lehre und deshalb haben wir ein Konzept entwickelt, wo wir unser Wissen gerne weitergeben möchten. K-I-Werkstatt, Prozessoptimierung für Bibliotheken. Wir haben also überlegt, welches innovative Format für die Vermittlung von KI in Bibliotheken können wir aufsetzen? Denn wir haben eine große Veränderung durch die digitale Technologie und durch die künstliche Intelligenz geht es jetzt noch einen großen Schritt weiter und haben verschiedene Rahmenbedingungen, die wir unter die Lupe nehmen, die technologischen, die prozessorientierten, die ethisch rechtlichen, aber letztlich auch für uns relevant die didaktischen Aspekte. Wer ist denn die Zielgruppe, wenn wir von KI Vermittlung bei unserer KI Werkstatt sprechen? Das sind zunächst die Bibliothekarinnen und Bibliothekare. Das heißt, wir selber in unserem Haus, dann aber auch über unser Haus hinaus in die Vernetzung gehen. Erst dann, wenn wir selbst uns geschult haben, richten wir uns mit der KI Vermittlung auch an unsere Nutzenden. Also zunächst wollen wir selber trainieren, mit KI umgehen lernen, experimentieren und dann, wenn wir diese Erfahrung gesammelt haben, auch andere trainieren. Das heißt, dann an unsere Nutzenden erst herantreten. Die Zielgruppe, einmal Bibliothekarinnen und Bibliothekare und dann erst in einem nächsten Schritt erst die Bibliotheksnutzenden. Welche KI Kompetenzen wollen wir vermitteln? Dreifach, nämlich zunächst verstehen, dann das Erlernte übertragen und dann erst in die Vermittlung gehen. Verstehen in der Theorie, das ist wichtig, aber dann auch sehr schnell in die Anwendung kommen und das wiederum anwendungsorientiert immer an einem Praxisbeispiel, an einem best practice Beispiel. Wie sieht das aus? Unser best practice Beispiel haben Sie gerade schon kennenlernen dürfen. Das ist nämlich Alima. Im arabischen Sprachgebrauch heißt das die Wissende. Wie das Akronym sich zusammensetzt, haben Sie auch von Herrn Hübler schon gehört. Es geht die Sacherschließung und die wird unterstützt durch große Sprachmodelle. Die Bilder wurden eben schon gezeigt. Vom Gedruckten gehen wir über die Prompts hin zu einem k-e-Workflow, der dreigeteilt ist, die Schlagwortsuche, die GND und die Klassifikation. Wenn wir jetzt sagen, wir wollen in unserer Werkstatt k-e-Workflows selber wie einen Bausatz zerlegen und wieder nachbauen, brauchen wir dafür wie ein Schraubenzieher oder einen Schraubendreher Werkzeug und verschiedene Werkzeuge hat der Hülller in seinem Vortrag vorgestellt. Wir wenden uns in der Praxiswerkstatt erst mal an Lima zu, verlassen dann aber in einem späteren Schritt auch dieses best practice Beispiel und gehen auf eigene Prozesse in anderen Bibliotheken über. Zunächst ist aber wichtig, anhand des best practice Beispiels die theoretischen Grundlagen im Experiment erproben und erfahren zu können. Unser Ansatz ist in drei Workshops aufgeteilt und vier Module in drei Workshops will ich Ihnen jetzt ganz kurz vorstellen. Das Ziel über die eigenen Mitarbeitenden, dann über die anderen Bibliothekskolleginnen und -kollegen hin dann erst zu den Nutzenden, hab ich bereits dargestellt. Im Modul eins und zwei, das heißt, in dem ersten Workshop werden diese beiden Module zusammengefasst, geht es darum, KI Grundlagen und KI Workflows erst mal zu verstehen. Und das, wie gesagt, am Praxisbeispiel Alima. Dann in dem nächsten Modul, wenn wir Alima verstanden haben und wie in einem Bausatz in einzelne Schritte, Prozessschritte auseinandernehmen und wieder zusammenbauen können, erst dann sind wir in der Lage, diese Erkenntnisse zu übertragen. Und wir fragen dann unsere Workshop teilnehmen, das sind also andere Bibliothekarinnen und Bibliothekare anderer Häuser in Ihrer Wissensorganisation, in Ihren Häusern. Was sind denn dort für Prozesse, die Sie durch KI Unterstützung optimieren wollen? Das muss ja gar nicht die Sacherschließung sein, wie jetzt in unserem best Practice Beispiel. Das können ganz andere Workflows sein. Und da ist dann das Ziel, dass in diesem Workshop, dass Übertragung die Übertragung so stattfindet, dass die gewonnenen Erkenntnisse aus Modul eins und zwei aufs eigene Haus auf die eigenen Prozesse laufen können. Und erst dann, wenn ich in der Lage bin, dies im eigenen Haus an meinen eigenen Prozessen auch umzusetzen und Ergebnisse zu sehen, Erfahrungen gesammelt zu haben, dann sind wir der Meinung, bin ich auch in der Lage, unsere Bibliotheksnutzenden über K-I-Workflows in Kenntnis zu setzen und ebenfalls in Werkstätten zu unterrichten. Die K-I-Vermittlung, also in diesen vier Modulen stellen wir uns vor, auf diesem Wege angehen zu können. Von der eigenen Wissensorganisation dann noch mal den Schritt zu gehen, zu übertragen auch auf eine fremde Wissensorganisation, nenn dich die der Nutzenden. Das Modul eins beinhaltet die KI Grundlagen Einführung in LLN Technologien, das und rechtliche und ethische Aspekte. In dem ersten Workshop wird aber auch schon das Modul zwei unterrichtet. Das ist das Hands on Training mit Alima, wie wir also nachvollziehen können, Schlagwortsuche, GND Abgleich und die Integration in die Klassifikationssysteme. Nach diesem best practice Beispiel geht es dann in einen nächsten Workshop darauf zu, den k-e-Workflow für das eigene Haus zu designen, für eigene Prozesse, die nicht die Sacherschließung sein müssen, sondern ganz, ganz anderer Art sein können. Zum Beispiel Tausch- oder Neuerwerbungslisten, Bestandsprofile, die Veranstaltungsplanung. Wir haben also mit vielen Häusern gesprochen und gefragt, was sind eure Prozesse? Wo würdet ihr am liebsten als Erstes ansetzen? Und haben schon einige Beispiele gesammelt, die dann in den Workshops bearbeitet werden könnten, werkstattcharaktermäßig. Und dann in einem vierten Modul, das optional ist, geht es Richtung Vermittlung, also didaktische Methoden und offene Lehrmaterialien zur KI Vermittlung. Wir haben Praxisübungen, aber auch ganz wichtig in Workshops, wenn was passiert, wie geh ich damit Das Trommelshooting und auch wollen wir dringend aufbauen ein Netzwerk für den Erfahrungsaustausch. Die Infrastruktur und die Ressourcen, die wir zur Verfügung haben, sind erst mal unser eigenes Universitätsrechenzentrum, das Mitglied ist im deutschen Forschungsnetz und darüber Zugang hat zu den Tools der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung. Wir haben in Freiberg auch eine schlagkräftige Universität an unserer Seite und dort das Institut Informatik, mit dem schon langjährige Kooperationen bestehen, zum Beispiel bei unserem Mixed RealityLab, was wir in der Bibliothek betreiben oder auch bei verschiedenen Projekten in der Hochschuldidaktik, wo es schon KI Metadatenerschließung geht. Herr Hübner hat ein weiteres Projekt gewonnen, was jetzt starten wird im April, nämlich von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre im Kontext Freiraum sechsundzwanzig wird auch eine KI Simulation zur Molekülsimulation erarbeitet werden. Und letztlich wollen wir gerne die Plattform Twilo nutzen, die offenen Lehrmaterialien für die KI Werkstatt auch teilen zu können und dort auch eine Community aufbauen zu können. Damit bin ich am Ende ganz schnell die vier Module unserer k-i-Werkstatt einmal im Durchgang für Sie bereitgestellt zu haben und damit verabschiede ich mich von Ihnen. Und Herr Wöbler und ich, wir freuen uns beide auf den Austausch und die Fragen, die später gestellt werden können. Vielen Dank. Ja und auf den Austausch freuen wir uns jetzt auch. Da war ja schon viel drin und wir wollen natürlich wie immer noch bisschen nachbohren, Sabine, ne? Auf jeden Fall. Wir haben Fragen hier, wir haben Fragen im Chat. Sehr schön. Von daher, ja, gerne starten. Ich hoffe, unsere Mitdiskutanten sind da. Wir sehen sie noch nicht, aber da sind alle drei. Sehr schön. Hallo und guten Morgen in die Runde. Vielen Dank schon mal für die Vorträge, Herr Holländer, Herr Doktor Hübler und Frau Doktor Mayer. Und zum Start, wir haben auch schon Fragen im Chat, da auch natürlich direkt noch mal die Motivation, wer Fragen hat, Fragen stellen. Wir versuchen die hier alle aufzugreifen. Aber zu Beginn wollen wir noch mal bisschen starten und bisschen das Bild vielleicht noch etwas größer ziehen. Zunächst an Sie, Herr Holländer, einmal die Frage. Sie beraten ja unterschiedlichste Bibliotheken. Das heißt, Sie haben mal guten allgemeinen Überblick. Und ich wüsste gerne von Ihnen, wo stehen aus Ihrer Sicht Bibliotheken heute beim KI Einsatz wirklich? Sind wir noch so in der Phase experimentieren? Ist es eher schon der Betrieb oder ist es wirklich schon die strategische Verankerung? Können Sie uns da ersten Einblick geben? Ja, also ich denk, da muss man zwei Typen von Bibliotheken unterscheiden. Also die großen wissenschaftlichen und da bezieh ich mich vor allem auf die Schweiz, testen schon einzelne Anwendungen. Bei den öffentlichen Bibliotheken in der Schweiz ist noch etwas mehr Zurückhaltung. Ich hab ein Beispiel erwähnt aus Schaffhausen, aber der breite Einsatz von KI in öffentlichen Bibliotheken ist in der Schweiz noch nicht sehr verbreitet. Es wird sehr viel gesprochen. Ich kann da auf zwei Veranstaltungen in Deutschland und in der Schweiz hinweisen. An der deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt fand im Januar eine Tagung statt und an der EDH Bibliothek Zürich fand ein Austausch unter wissenschaftlichen Bibliotheken statt, also gesprochen wird, getestet wird. Aber die breite Verbreitung dieser Technologie hat wenigstens in der Schweiz noch nicht stattgefunden. Vielen Dank. Jetzt sehen wir da schon mal Unterschied zwischen öffentlichen Bibliotheken und wissenschaftlichen. Da kommen wir im Laufe der Tage auch noch zu. Und dann aber noch mal in Richtung Freiwerk, auch wissenschaftliche Bibliothek an der Stelle. Wie sehen Sie das denn? Weil ich mein, Sie haben ja auch viel Austausch, wahrscheinlich auch durch Alima mit anderen Bibliotheken. Wie würden Sie das sagen? Also gerade auch vielleicht mit Blick auf Deutschland, wo stehen da gerne auch nur wissenschaftliche Bibliotheken zum Start? Sind wir ja im Bereich Also Sie sind ja schon sehr weit, Sie haben schon konkrete Anwendungen und Strategie. Sind Sie da eher Pionier oder sehen Sie, dass das durchaus schon, dass K-I da schon sehr, sehr integriert ist in die Prozesse? Wer von beiden starten möchte? Hübler, Frau Doktor Mayer? Frau Mayer. Da statten Sie. Kann Herr Hübler noch bisschen überlegen. Okay. Ja, ich denke, erst mal haben wir auch natürlich die Unterscheidung bei den wissenschaftlichen Bibliotheken in die großen Häuser und in die kleinen. Ich würde uns mal eher zu den kleinen zählen. Die großen haben vielleicht früher angefangen und haben dadurch auch schon mehr Zeit zum Experimentieren und Evaluieren der Prozesse gehabt. Aber wie ich auf den letzten Konferenzen und Tagungen wahrgenommen hab, vor allem auch die Tagung der Spezialbibliotheken, wo ja auch kleinere Häuser sind mit ganz spezialisierten Bestand, hab ich dort wahrgenommen. Es gibt schon ganz, ganz viel Experimente und es wurden Praxisberichte vorgestellt, die sehr verheißungsvoll sind und wo wir voneinander lernen, wenn wir in den Austausch gehen und auch Dinge nachnutzen wollen. Also mein Eindruck ist, es ist eine ganz große Bewegung da. Die Großen haben vielleicht mehr Vorsprung, die Kleinen holen aber deutlich auf. Und miteinander, groß oder klein, wirkt dieser Austausch alle bereichern, Ist mein Eindruck. Wunderbar. Also auch es lohnt sich, auf die Kleineren zu blicken. Herr Hübler, teilen Sie den Eindruck oder möchten Sie da noch was ergänzen? Weil ich weiß, Sabine brennen auch schon Fragen unter den Nägeln, aber wenn's noch Ergänzungen gibt, dann gerne. Ich würde da jetzt nichts weiter ergänzen. Meine, das schöne ist ja, was Sie gerade gesagt haben, Frau Mayr, da kommen wir auch morgen noch mal drauf zu sprechen, wenn Herr Seliger natürlich sagt, okay, wir müssen Verbünde schaffen, wir müssen diesen Weg der K-I auch gemeinsam gehen. Da werden wir ja morgen auch, denke ich, noch mal ganz viel anknüpfen. Also insofern von unserer Seite aus hier auf jeden Fall noch mal eine Unterstreichung des Themas. Ich würd ganz gerne noch mal auf die Kompetenzen, die Berufe und die Ausschreibung etc. Eingehen. Herr Holländer, Sie hatten ganz am Anfang gesagt, da ging's son bisschen den das Thema Berufseinstieg und Ausschreibung. Wird KI demnächst irgendwie in das Profil bei Ausschreibungen von Berufen im bibliothekarischen Kontext auftauchen oder muss da sogar KI Kompetenzen auftauchen als Schlagwort? Ja, ich denke schon. Also ich kann zum Beispiel berichten, dass eine Fachhochschule in der Schweiz, die Fachhochschule Graubünden, schon einen darauf ausgerichteten Studiengang anbietet. Ich habe auch von Unibibliotheken gehört, dass die teilweise mithelfen müssen, erstsemestrige Studenten jetzt in dieser Technologie auszubilden. Da denke ich an die ETH Bibliothek in Zürich und die Genfer Universitätsbibliothek. Bei anderen Bibliotheken hab ich gehört, dass dort die Studienleitung ganz klar gesagt hat, das ist Sache der Lehre und die Bibliotheken sollen sich da raushalten. Soweit erst mal danke. Ich würd noch Schritt weitergehen. Wenn wir sagen, na ja, KI wird mehr und mehr zu wichtigen Thema oder ist ja auch schon in den Bibliotheken zum Teil wirklich stark angekommen. Dann haben wir aber nach wie vor Kolleginnen und Kollegen, die immer son bisschen Skepsis haben oder eben auch Sorgen haben. Ja, wie gelingt mir denn eigentlich vertrauens, ja, wie soll ich sagen, bindender, eine vertrauensbindende Zusammenarbeit mit KI oder KI reinzuholen ins Team und zu sagen, hey, ist doch gar nicht so schlimm. Wir arbeiten da einfach mit. Ja, so wie ich das in meiner Präsentation etwas ausgeführt habe. Ich denke, es ist gut, wenn man den Leuten einmal Anwendungen zur Verfügung stellt, die sie im alltäglichen Arbeitsprozess einmal nutzen können. Also für mich war zum Beispiel etwas, was mir viel gebracht hat, die schon erwähnte Übersetzungssoftware, aber auch andere Software, die ich zum Beispiel auf meinem Smartphone geladen hatte. Das waren sehr niederschwellige Dinge, mit denen ich etwas Vertrauen in die Technologie fassen konnte. Ich glaube, das ist das eine niedrigschwellige, niederschwellige Angebote oder dann auch, und das haben wir bei Alima ja gesehen, wirklich Möglichkeiten, die mir die Arbeit erleichtern. Also wo ich dann auch die Angst verliere wahrscheinlich. Zum Beispiel noch. Ich ich ich verliere nicht meinen Job, aber ich hab eine absolute Erleichterung und da würde ich gerne jetzt ein bisschen näher drauf eingehen. Da hatten wir auch ein, zwei Fragen im Chat, ich versuch das ein bisschen zu bündeln. Und zwar eine Frage wahrscheinlich vor allem an Sie, Herr Hübler. Jetzt ist es ja so, dass Alima die Sacherschließung automatisiert und ich wüsste mal gerne, wie ist das Zusammenspiel Mensch Maschine da? Gab's da vorher auch, sag ich mal, Überlegungen, wie man das ganze Feld auch aus ethischer Sicht angeht? Also gibt es so was wie, es gibt, sag mal, eine Vorsortierung durch die K. I. Und dann noch mal eine Freigabe durch den Menschen oder gibt es da nur noch eine stichprobenartige Freigabe? Haben Sie da irgendwie so was wie eine Leitlinie für Ihre für für die Menschen, die es nutzen oder so wie wie funktioniert das, damit ich auch Vertrauen gewinne in solche Technologien? Also über solche Sachen wie Leitlinien hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht. In dem Fall ist es aber so, dass wenn Alima quasi die Verschlagwortung herausgibt, dann muss sie noch von Hand übertragen werden. Das heißt also, es ist jetzt noch nicht vollautomatisch, sondern man hat immer noch den letzten Blick auf die Verschlagwortung und wenn man nicht zufrieden ist, dann kann man das ja noch ändern oder vielleicht auch anderes Sprachmodell nehmen. Also es gibt da noch Es ist jetzt nicht so, dass man da alles blackboxmäßig blind macht. Das heißt aber auch, ich hab an der Stelle am Ende immer noch son bisschen die Entscheidungshoheit. Ich kann mir vorstellen, gerade in der Übergangsphase, wo wir jetzt vielleicht noch sind, wo man ja auch noch viel aushandelt, welche Rolle spielt am Ende KI auch in meinem Arbeitsalltag, ist vielleicht genau das gerade das Richtige, dass ich noch so das Gefühl habe, ich bin noch in charge. Hier kommen gerade Frage nach Frage, deswegen würde ich direkt noch mal anschließen. Hier ist noch eine an Sie, Herr Hübler. Ich lese die mir eben vor, weil ich sie selber noch gar nicht ganz gelesen habe. So. Und zwar erst mal danke für die spannenden Beiträge. Das gebe ich natürlich gerne weiter. Frage an den Doktor Hübler. Nutzen Sie Alima auch für die Sacherschließung fremdsprachiger Bestände, zum Beispiel englischsprachiger Fachliteratur? Werden neben der GND weitere kontrollierte Vokabulare genutzt? Also auf jeden Fall englischsprachig und deutschsprachig. Andere Sprachen kann ich nicht, deswegen kann ich da überhaupt da nichts weitermachen. Theoretisch würde vielleicht auf Französisch gehen und was Aber Englisch auf jeden Fall, also auch Fachartikel, die auf Englisch geschrieben werden, nutzt, kann ein Lima verarbeiten. Und andere kontrollierte Schlagwortvokabulare nutze ich nicht, nur die GND. Man Wise kann natürlich auch eigenes kontrolliertes Vokabular irgendwie implementieren. Alles klar, super, vielen Dank. Wir haben noch mehr Fragen, Sabine. Ich wollt grad sagen und viele beschäftigen sich natürlich immer wieder auch mit dem Mitarbeitenden in Bibliotheken und wir hatten ja gerade das Beispiel auch schon der Schulung, Train the Trainer ist ja letztendlich auch eine Methode, KI in die Breite halt reinzubekommen. Und da ist die Frage hier, nehmen alle Bibliotheksmitarbeitenden an den Schulungen teil oder nur diejenigen, die voraussichtlich mit KI arbeiten werden? Ich sehe jetzt nicht, an wen die Frage direkt gestellt wird, aber vielleicht können wir die so nacheinander aufgreifen, so aus der Erfahrung her. Dann würd ich vielleicht als Erstes Herrn Holländer bitten, so von links nach rechts. Wie ist so die Erfahrung? Ja, also ich glaube, dass der Umgang mit KI etwas sein wird, das in naher Zukunft, ich würde fast sagen, zur Allgemeinbildung gehört. Also man wird nicht darum herumkommen, sich ein gewisses Know how da zu erwerben. Und ich denke, das wird für alle Bibliotheksmitarbeitenden gehen und ich denke, längerfristig wird das etwas sein, was in den Mittelschulen geschult wird. Ich habe heute Morgen gelesen in einer französischen Tageszeitung, dass im benachbarten EZproxy in Strafburg bereits in der Mittelschule diese Kompetenz geschult wird und das, glaube ich, wird auch längerfristig der Fall sein. Ähnliche Erfahrung hab ich seinerzeit mit dem Internet gemacht. Am Anfang war das eine Geschichte, die wenige betroffen hat und auf einmal ist die Welle geholt und da müssten eigentlich alle irgendwie ein gewisses Maß an Kenntnisse im Umgang mit dem Internet haben. Genau. Ja, ich mein, ist natürlich richtig klasse, wenn das schon letztendlich als Grundlage irgendwo in der Mittelschule dann eben gelernt wird beziehungsweise gelehrt wird. Vielleicht noch mal an die beiden anderen Referenten, an die andere Referentin. Wie schaut's bei Ihnen aus? Sie hatten ja gesagt, Schwäne ist letztendlich bei Ihnen natürlich starkes Thema. Nehmen alle daran teil dann am Ende oder nur bestimmter Kreis? Werden alle geschult? Wie schaut's da bei Ihnen aus? Das ist gestaffelt. Wir hatten begonnen mit einer für den öffentlichen Dienst in Sachsen verpflichtenden Schulung, die ganz grundlegende Kenntnisse vermittelt und von dem Ministerium eigentlich für alle Mitarbeitenden, also nicht nur in unserer Bibliothek, sondern in alle im öffentlichen Dienst vorgesehen war. Da haben auch alle unsere Kolleginnen und Kollegen daran teilgenommen und dieses Zertifikat erworben. Dann die Module, die wir eben vorgestellt haben, hat Herr Hübler, das kann er gleich auch selber noch mal sagen, Modul eins, die theoretischen Grundlagen auch schon allen unseren Beschäftigten in einem Workshop haben dort mitgearbeitet. Das war also flächendeckend, die ganze Bibliothek. Und jetzt überlegen wir gerade, wie wir best practice aliber Modul zwei also, wie wir das jetzt in dem nächsten Workshop machen und haben uns überlegt, dass wir das erst mal freiwillig machen. Wer interessiert ist, dieses best practice Beispiel kennenzulernen, ist eingeladen. Aber wir würden das jetzt nicht gleich verpflichtend für alle machen, weil die Tätigkeitsbereiche einfach auch sehr verschieden sind. Uns ist aber ein großes Anliegen, dass diese Sicht auf die eigenen Prozesse, also über die Sacherschließung hinaus, dass das alle machen. Aber wie wir das aufteilen und in welchem Workshop und in welchem Format, da sind wir jetzt noch nicht ganz klar. Aber das wird in den nächsten Monaten uns ja klar werden und dann werden wir das auch durchführen. Okay, danke für die Antwort so weit. Oh, Sie hätten noch dringend gesagt, Herr Hübler kann dann noch mal drauf einsteigen. Ich weiß nicht, ich möchte gerne die Möglichkeit auch geben, Herr Hübler, wenn Sie da noch was zu sagen möchten. Ja, das kann ja noch kurz ergänzen. Also wir beginnen dann quasi mit dem Freiwilligen in dem zweiten Teil und dann auch zu sehen, was für Fragen aufkommen und wie wir dann vielleicht das auch an breitere Masse streuen, weil erst einmal sollten die, die wirklich Interesse haben und die sich auf dem Gebiet schon ein bisschen auskennen, uns Feedback geben, damit wir dann gezielter auch noch die Lücken füllen, über die wir quasi dann noch aufstoßen, wenn vielleicht auch die dann mit dabei sind, die nicht so auf dem Gebiet bewandert sind. Das heißt also, wir fangen erst so mit den Zielgruppen an und gucken dann, wie wir es ausweiten können. Super spannend. Wir kommen son bisschen schon auf die zeitliche Zielgerade, leider, weil ich hätte noch ganz, ganz viele Fragen. Zum einen, wer Lust hat, kann noch mal in den Chat auf der Plattform gucken. Da haben auch ganz viele Bibliotheken selber geschrieben, welche KI Angebote sie schon nutzen von Chatbots et cetera. Da kam auch zum einen das Feedback, oft liegt es dann wirklich an der Verwaltung oder an der Trägerschaft, die entscheidend ist, ob KI genutzt wird oder nicht. Also da ist wirklich viel los, gar nicht mehr nur fragen. Ich möchte gerne aber noch mal darauf eingehen, auch auf das Thema Schulung, Kompetenzen. Herr Holländer, Sie hatten ja am Anfang auch gesagt, dass es wichtig ist, solche Zielgruppen wie beispielsweise ältere Menschen oder auch Kinder und Jugendliche da stärker in den Fokus zu rücken. Vielleicht können Sie das noch ein bisschen ausführen, warum aus Ihrer Sicht das gerade zwei Zielgruppen sind, die vielleicht in einem zweiten oder einem dritten Schritt aber dann eben auch wichtig sind? Ja, also ich denke, zuerst auf die Senioren und Seniorinnen zu sprechen zu kommen, da zum Beispiel die Stadt bibliothek Basel ein interessantes Angebot gemacht. Sie haben Freiwillige, die in zwei Bibliotheken an fixen Tagen zur Verfügung stehen, wo jeder vorbeikommen kann mit seinem Smartphone und seinem Tablet und Fragen stellen kann und denen wird vor Ort geholfen im Umgang mit diesen neuen Technologien. Das wird gut in Anspruch genommen. Bei den Jugendlichen sehe ich vor allem der den Bedarf, dass man sie auch auf gewisse Risiken aufmerksam macht. Also ein KI Chatbot ist kein realer Gesprächspartner. Man muss sie auch etwas sensibilisieren dafür, dass die KI Fehler machen kann, dass man kritisch das nachprüfen soll, was einem die KI als Antwort liefert. Und da finde ich eben halt wichtig, dass man früh die Jugendlichen für solche Fragen sensibilisiert, denn es ist wichtig, dass sie einen möglichst guten, mutigen und unbeschwerten Umgang mit dieser Technologie haben. Und vielleicht möchte noch jemand aus der Runde damit Referenten dazu etwas ergänzen. Wir haben gerade auch, ich komme noch ganz viel rein, dass Akzeptanz und also die Nutzung von KI braucht einfach Zeit und vertrauensvollen Umgang und ich hab gerade hier so aufs Ohr bekommen, dass Sie, Frau Mayer, auch aber sagen würde, es braucht, glaube ich, auch noch was im Bereich Mut und Humor. Und da bin ich natürlich jetzt sehr, sehr neugierig, aber gerne. Ich hab ja in meinen Folien auch das Symbol des Schraubendrehers gezeigt und das meinen wir ganz ernst, dass wir sagen, wir krempeln jetzt die Ärmel hoch und basteln und werkeln in einer Werkstatt und versuchen, das eben gemeinsam relativ locker auch anzugehen und nicht gleich mit sonem ganz hohen Anspruch, den der Begriff Prozessanalyse vielleicht schon mit sich trägt, ne, sondern dass man auch in kleinen Schritten herangehen kann. Also den Mut finden beim Tun, das ist ganz wichtig, deshalb die Werkstatt. Und wir machen parallel auch Workshops zum Thema Fehlerkultur, also dass wir uns generell unabhängig von KI oder nicht auch damit befassen, wie gehen wir mit Ansprüchen an perfekte Leistungen Was bedeutet Fehlerkultur in unserem Haus? Und ich glaube, dass das auch eine gute Basis geben wird für den Umgang mit neuen Technologien wie der KI. Natürlich muss man Gefahrenwissen und auch ethische und vor allem rechtliche Aspekte kennen. Das ist ja unbestritten, aber dieses Experimentieren und eine gewisse Lockerheit, Mut und deshalb auch Humor und Freude bei der Sache ist, glaube ich, sehr hilfreich. Ja, das waren ja ganz motivierende Worte zum Abschluss und das passt ja auch wunderbar zum Beginn des heutigen Tages, wo wir auch ganz viel zu Mut und Aufbruchstimmung gehört haben und Fehlertoleranz. Und ich würde ganz gerne mit diesen tollen Worten auch in die Pause gehen und möchte mich bei allen Referenten, bei Ihnen als Referentin, Frau Meier, herzlich bedanken für Ihre Beiträge und noch darauf hinweisen, dass Fragen, die wir jetzt hier nicht aufgreifen konnten, bei Herrn Hollinger über die Webseite gestellt werden können und bei Frau Meier und Herrn Hübler sicherlich auch noch im Chat gestellt werden können. Genau, ja, wir hätten glaube ich noch lange weiter diskutieren können. Also man sieht auch, es ist wirklich ein spannendes Thema, von daher herzlichen Dank auch von meiner Seite. Ein Hinweis noch, bevor wir hier in die Pause gehen. Wer super gerne einen Kaffeevollautomaten bei sich zuhause stehen haben möchte und der alt ist, vielleicht tut's nicht mehr, der hat die Chance einen zu gewinnen. Unser Gewinnspiel ist immer noch offen. Das heißt auch jetzt weiterhin sind Sie eingeladen, ein Plakat mit K. I. Zu erstellen zum Thema eine Veranstaltung in unserer Bibliothek. Es gibt auch schon richtig richtig tolle Einsendungen. Also vielleicht lohnt es sich bei der Mittagspause da mal durchzuflippen und selber mal ein bisschen ausprobieren. Und dann machen wir weiter dreizehn Uhr? Dreizehn Uhr. Bis gleich. Bis dahin. Tschüss.
Wie KI gerade die Bibliothekswelt verändert
Referent*innen:
Stephan Holländer, Dr. Conrad Hübler und Dr. Julia Meyer
Vortrag 1:
Wie steht es mit KI? Klar, machen wir! - Verantwortungsvolle Bibliotheken in einer digitalen Gesellschaft, Stephan Holländer
Öffentliche Bibliotheken sind wichtige Zentren für den Zugang und die Vermittlung von Information. Mit dieser Präsentation soll nicht nur Perspektiven aufgezeigt werden, wie KI in der Bibliothek eingesetzt werden kann, sondern auch wie beispielsweise KI-Kenntnisse an ausgewählte Zielgruppen vermittelt werden kann. Es werden einige Anwendungen vorgestellt, die den Mitarbeitenden und den Nutzenden die Vorteile bei der Anwendung von KI bringen, da sie Erleichterungen bei Routinearbeiten und bessere Suchmöglichkeiten für Mitarbeiter und Kunden der Bibliothek bringt. Auch werden ethische und rechtliche Fragen bei der Verwendung von KI-Technologien in Bibliotheken angesprochen. Zentrale Botschaft der Präsentation ist, dass die Einführung von KI, -Technologie nicht zu einer Ersetzung von Mitarbeitenden führt, sondern sie macht ihre Tätigkeiten vielfältiger, kann von Routinearbeiten entlasten, neue Aufgaben erleichtern und so die strategischen Ziele der Bibliothek vielseitiger machen.
Vortrag 2:
ALIMA – LLM unterstützte Sacherschließung und KI-Multiplikatorenprogramm für Bibliotheken, Dr. Julia Meyer & Dr. Conrad Hübler
Die Universitätsbibliothek Freiberg zeigt, wie Künstliche Intelligenz Bibliotheken nicht nur bei der Sacherschließung, sondern auch in der Prozessanalyse und -entwicklung stärkt. Conrad Hübler stellt zunächst das Open-Source-Werkzeug ALIMA vor – eine mehrstufige Pipeline, die Large-Language-Models nutzt, um automatisch GND-konforme Schlagwörter und Klassifikatoren (RVK, DK) zu generieren.
Daran anknüpfend präsentiert Julia Meyer das mit dem Sächsischen Bibliothekspreis 2025 ausgezeichnete Multiplikatoren-Programm der Universitätsbibliothek Freiberg. Das nachnutzbare KI-Train-the-Trainer-Konzept befähigt Bibliothekare und Bibliothekarinnen, Prozessoptimierung ihrer eigenen Arbeitsabläufe mithilfe von Large-Language-Models zu designen. In einer praxisorientierten KI-Werkstatt können die Teilnehmenden ihre KI-Kompetenzen stufenweise aufbauen. Sämtliche Lehrmaterialien werden als OER zur Verfügung gestellt. Zudem soll ein Netzwerk für den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch aufgebaut werden.
Herzlich willkommen zurück, meine lieben Zuschauerinnen und Zuschauer. Ich hoffe, Sie haben sich genauso gut gestärkt wie wir uns gerade, denn der Nachmittag wird geprägt von Anfassen. Genauer gesagt, es geht Richtung in Richtung KI zum Anfassen und hier genauer gesagt, was öffentliche Bibliotheken heute schon möglich machen, das wird unser Schwerpunktthema jetzt, mit dem wir die Mittagszeit einläuten. Was haben wir denn da? Ja, willkommen zurück. Wir haben einiges jetzt dabei. Ich hoffe, Sie haben sich alle gut gestärkt in der Pause, denn wir haben eine Menge, Menge Input jetzt. Wir beginnen jetzt mit einem Vortrag aus der Stadtbibliothek Düsseldorf und schauen mal, ja, wo Bibliotheken eigentlich beim Thema K. I. Stehen, denn oft ist es ja so, dass viele Städte noch gar keine eigene K. I.-Strategie haben. Also wohin gehen die Bürgerinnen und Bürgerinnen? Die gehen natürlich zu den Institution ihres Vertrauens, sie gehen zur Bibliothek. Wie man damit Wie entwickelt man vielleicht eine Strategie vor der Strategie? Das hören wir von Dana Wingsiven Wosel, Sachgebietsleitung Digitale Services und Digitale Dienste bei der Stadtbücherei Düsseldorf. Danach wandern wir weiter auf der Landkarte nach Ulm und erfahren dort von Sebastian Jun Christmann. Er ist Mitarbeiter KI Informationskompetenz bei der Stadtbibliothek Ulm. Und da erfahren wir, was die Stadtbibliothek Ulm an Erfahrungen gemacht hat im Umgang mit künstlicher Intelligenz, mit Schulworkshops, die sie seit letztem Jahr durchführen. Also auch sehr, sehr praktisch. Wir sind ganz neugierig und abgeschlossen wird das Ganze dann von Elina POhler. Sie ist Bibliothekarin im Bereich Schulservice bei der Stadtbibliothek Köln. Und die Stadtbibliothek Köln, die lädt zu K-I-Nachmittagen oder K-I-Events ein, zu Kaffee, Kuchen und K-I. Ich find alles drei spannend, alles drei sehr, sehr gut. Von daher, ja, freuen wir uns jetzt auch auf drei Vorträge und ich würde sagen, auf die Plätze, fertig, los. Hallo und herzlich willkommen zu meinem Vortrag, K-I in Bibliotheken und warum das Initiative braucht. Mein Name ist Dana wegen Sieven Wosel. Ich bin Sachgebietsleitung der digitalen Dienste in den Stadtbücherei in Düsseldorf und leite dort auch das KI Projekt. Das heutige Thema ist KI und ich möchte einen kurzen Vortrag und einen Impuls geben, warum es aus meiner Sicht wichtig ist, dass sich Bibliotheken im Thema künstliche Intelligenz engagieren. Deswegen möchte ich zuerst einen Ausflug dahin machen, wie wir KI in der Gesellschaft aktuell wahrnehmen. Dazu habe ich paar Beispiele mitgebracht. Ich geh da so von links nach rechts chronologisch vor. Unter anderem sieht man auf der linken Seite den Papst in einem Daunenmantel. Ich denke, das ist Bild, an das sich viele erinnern. Das ist tatsächlich schon von zweitausenddreiundzwanzig, da war das erste Mal so richtig in der breiten Masse die Bildbearbeitung mit KI dann möglich und zugänglich und das hat jetzt in dem Fall die New York Times aufgegriffen. In der Mitte sehen wir personifizierte KI anstelle von des Teslabots, der hier Wäsche faltet. Das ist jetzt tatsächlich im Alltag bei vielen wahrscheinlich noch nicht so angekommen. Also ich hab keinen Roboterhelfer zuhause, der mir die Wäsche faltet, aber trotzdem ist es ja mittlerweile auch bekannt, dass Robotikanwendungen mit KI kombiniert würden können. Und dann auf der rechten Seite haben wir die niedlichen Häschen auf dem Trampolin. Das ist, glaube ich, eins der Videos, das viral gegangen ist, wo das erste Mal nicht mehr unterscheidbar war, dass ein Video KI generiert ist und das war das glaube ich auch der erste Stolperschein, wo dann viral auch diskutiert wurde, warum ist das nicht mehr unterscheidbar, wie gut ist das und inwieweit verschwimmen Fiktion und Fakt. Und deswegen sind stehen hier die Häschen stellvertretend für wie beschleunigt die Entwicklung von KI tatsächlich ist und was da alles vor sich geht im Hintergrund. Ich möchte aber auch noch mal darauf hinweisen, dass und dessen sind wir uns glaube ich sehr bewusst, gerade diese Erodierung von Fakt und Fiktion oder diese Verschmelzung davon eben auch eine digitale Vertrauenskrise auslöst. Also nicht nur der die Headline auf der rechten Seite minderwertige KIvideos, wir haben's nicht nur mit einem AI Slop zu tun, also wirklich sinnlosen, bunten Videos, die einfach nur Geld generieren für die Creator*innen, vor allen Dingen auf Socialmedia. Das ist ja quasi der eine Teil, der ist zwar nervig und ja, nicht besonders sinnvoll, aber was für uns und vor allen Dingen für uns als Bibliotheken besonders alarmierend ist, ist das eigentliche Vertrauen, das verloren geht dabei. Weil gerade, wenn wir uns jetzt zurückerinnern an die Häschen und das betrifft ja nicht nur Hasen- und Tiervideos, sondern das betrifft auch signifikante politische Information, gesellschaftliche Information und letzten Endes auch die Gesellschaft an sich, wie wir miteinander umgehen und was wir glauben, dass das erschüttert wird. Also daran, dass KI so massenhaft eingesetzt werden kann und eben auch zur Manipulation eingesetzt werden kann, entwickelt sich eine Vertrauenskrise. Und jetzt war es zu Beginn zweitausendvierundzwanzig und zweitausendfünfundzwanzig glaube ich noch so, dass die meisten, wenn sie KI gehört haben, an Chatbots gedacht haben, an Anwendungen wie Chachipiti gedacht haben. Aber mittlerweile ist meine aus meiner Sicht auch das so weit in der Gesellschaft angekommen, dass eben auch klar ist, dass KI lügen kann. Also spätestens seit Gemini bei Google diese KI Zusammenfassung gibt, hat glaube ich jeder mitgekriegt, dass KI auch sehr oft lügt. Aus meiner Sicht ist das genau der Ansatzpunkt für Bibliotheken. Wir müssen uns für den sinnvollen Einsatz von KI engagieren. Wir müssen aufklären und wir müssen das kritische Verständnis der Bürger*innen schulen. Zusätzlich sollten wir den Einsatz von K-I in unseren Eigenorganisationen prüfen und so nachhaltig wie möglich gestalten. Denn unsere Aufgabe ist es, die Bürgerinnen darin zu unterstützen, zu erkennen, welche Mechanismen im Hintergrund wirken und damit umzugehen. Deswegen noch ein, zwei Worte zu künstlicher Intelligenz, weil ich hier nicht nur schwarz wollen möchte. Wir alle wissen, dass künstliche Intelligenz nicht wirklich intelligent ist, sondern dass es auf berechneten Wahrscheinlichkeiten basiert, dass KI Modelle lügen können, dass sie auf Urheberrechtsbrüchen basieren können, dass sie diskriminierend trainiert sein können, dass sie massenhaft persönliche Daten sammeln und dass sie unheimlich viel Ressourcen kosten. Andererseits wissen wir aber auch, dass künstliche Intelligenz unwahrscheinlich gut darin ist, Muster zu erkennen, dass sie große Mengen an Daten verarbeiten kann und dass sie nicht mehr verschwinden wird. Und genau deswegen ist es wichtig, dass wir einen sinnvollen Umgang mit KI möglich machen und das nicht nur auf Seiten unserer Kund*innen, sondern eben auch intern. Wir können dadurch Potenziale heben und Engpässe teilweise vielleicht mindern und auch Ressourcen frei machen, die wir sinnvoller einsetzen können. Deswegen auch da noch mal das Plädoyer dafür. Es ist großes Thema, es entwickelt sich sehr, sehr schnell, aber es ist es wert, sich damit auseinanderzusetzen und es wird von alleine nicht mehr weggehen. Also es bringt nichts zu hoffen, dass der Zug an einem vorbeifährt, sondern wir müssen uns da einbringen und auch gestalten. Und deswegen möchte ich jetzt im Anschluss ein paar Beispiele geben, wie wir das in Düsseldorf gemacht haben und dann nach dem Fazit auch gerne noch mal in den Austausch kommen. Was bedeutet das konkret? Es gibt drei Arbeitsgruppen bei uns, in denen sich in Summe ungefähr dreißig Kolleg*innen engagieren. Also wir haben da auch dankenswerterweise die volle Unterstützung der Direktion. Ich möchte jetzt einmal noch kurz drauf eingehen, welche AGs das sind. Das ist einmal auf der linken Seite KI Angebote für Kund*innen. Die Aufgabe dieser Arbeitsgruppe ist es, Angebote und Konzepte für potenzielle Anwendungen für Kund*innen zu finden, Angebote einzuholen und die Machbarkeit zu prüfen. Dabei ist vor allen Dingen die das Augenmaß wichtig, es ist ausrollbar aufs ganze System. Es bringt nichts Anwendungen anzuschaffen, die dann nur in der Zentralbibliothek durchgeführt werden können oder Konzepte zu entwickeln, die nur hier vor Ort funktionieren. Durchführen tut das CAG nicht im Einzelnen, sondern das sind wirklich die, sie schaffen die Basis dafür, dass das dann im im ganzen System umgesetzt werden kann. Hintergrund, den sie auch prüfen müssen, sind die Personalbedarfe, die technischen Vorausvoraussetzungen. Ebenso, wenn es Tools sind, die wir anschaffen wollen, die wir längerfristig benutzen wollen, schließt sich eine Gremienprüfung an. Das umfasst Datenschutz, Personalrat, Arbeitssicherheit und die Behindertenvertretung. Das bereiten sie vor und übergeben das dann an mich als Projektleitung, die das dann entsprechend weiterführt. Dann haben wir noch die Gruppe Einsatz von KI Inhouse, die das ist eine Arbeitsgruppe, die aus allen Abteilungen besteht, also aus Personen aus allen Abteilungen, die jeweils den Einsatz und die Entlastungsmöglichkeiten durch KI in den eigenen Abteilungen prüfen, das mit ihren Abteilungsleitungen jeweils noch mal spiegeln und mit der Übereinstimmung mit den städtischen Richtlinien prüfen. Dazu komm ich gleich noch. Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist dabei, eine KI Strategie zu entwickeln. Aktuell schwimmen wir da noch relativ frei, müssen uns aber immer rückkoppeln mit der Stadt, die einen mittlerweile eine KI Beauftragter hat. Ebenso wie den Datenschutzbeauftragten stimmen wir uns da sehr eng ab, erhoffen uns aber dann durch die spätere Einführung der KI Strategie noch mal eine deutliche Erleichterung der Prozesse. Dann haben wir die AG Schulungen für Mitarbeitende. Das sind die, wo ich gerade schon gesagt habe, das ist im Grunde genommen die andere Seite der Medaille. Die treiben die Schulungen für das Kollegium voran. Das betrifft teilweise Schulungen durch uns selbst durchgeführt, teilweise mit Kooperationspartner*innen, ebenso wie Hinweise monatlicher Art auf Schulungen, die von der LAD angeboten werden. Genauso erarbeiten sie Konzepte wie zum Beispiel ein Toolkit fürs Kollegium, was genutzt werden kann, welche sinnvollen Tools man auch den Kund*innen beispielsweise schon mal zeigen kann. Da gibt's dann auch Überschneidungen wieder zur anderen AG. Und Sie stellen den Wissenstransfer über unsere Wikiseite sowohl in die AGs als auch ins in den Kundenbereich quasi sicher. Genau, und dann kommt der etwas trockene Teil, was wir uns auch gegeben haben, eben genau weil die Strategie der Landeshauptstadt noch fehlt, sind unsere Leitlinien. Wir haben direkt zu Beginn, Sie sehen hier unten Stand zwölfter Sechser zweitausendvierundzwanzig, zu Beginn unserer Aktivitäten haben wir Leitlinien verabschiedet, an denen wir uns orientieren. Das ist verpflichtend für alle, die bei uns KI einsetzen oder einsetzen wollen. Also es steht zum Beispiel drin, dass KI Systeme von Menschenhand gestoppt werden müssen. Also es werden keine automatisierten, vollautomatisierten Entscheidungen getroffen, ohne dass Menschen noch mal drüber geschaut haben. Es wir machen transparent, wenn wir mit K-I arbeiten. Also wir wenn wir Bilder verwenden beispielsweise, die K-I-generiert sind, sagen wir, von welchem Modell die erstellt wurden, nicht nur welcher Hersteller, sondern auch welche Version, weil da ändert sich ja auch eben sehr, sehr schnell was. Wir haben jetzt noch sone kleine Ausschlussklausel bei Schädigungspotenzial und Abhängigkeiten, weil wenn wir KI einsetzen und wir helfen den Kund*innen beispielsweise, indem wir ihnen freie ChatGPT Anwendungen zur Verfügung stellen und die Information, die ChatGPT gibt, sind nicht korrekt, dann obliegt es nicht uns, die Verantwortung dafür zu übernehmen, sondern der Kunde muss wissen und deswegen schulen wir die Person ja auch, dass sie dass er selbst dafür verantwortlich ist, die Ergebnisse zu prüfen. Was auch ein groß eine große Errungenschaft war neben der Leitlinien, die quasi unsere Leitplanken sind, ist das etwas dröge Formblatt zur Nutzung von künstlicher Intelligenz. Das nutzen wir sowohl bei Veranstaltungen als auch bei der Einführung von neuen Tools, weil man hier quasi checklistenartig noch mal durchgehen muss, welchem Zweck dient die KI? Hier geht es vor allen Dingen auch darum, sicherzustellen, dass nicht einfach auf jedes noch so banale Problem KI geworfen wird. Das hat vor allen Dingen auch mit unserer Verantwortung zu tun, das nachhaltig zu gestalten oder so nachhaltig wie möglich, da unserer Verantwortung nachzukommen. Wofür wird es eingesetzt? Das muss dann da kurz beschrieben werden. In welchem Netzwerk? Da geht es dann Cybersicherheit. Wo ist das Gerät eingeloggt? Haben wir dafür ein wird dafür ein städtisches Gerät genutzt? Das ist beispielsweise nicht erlaubt. Wie findet die Anmeldung statt? Machen wir das mit Fakeaccounts? Städtische Adressen beispielsweise verwenden wir nicht. Wurde sichergestellt, wo die Daten gespeichert werden? Ist es europäischer Anbieter? Solche Geschichten und am Ende auch menschliche Intervention. Das zieht dann wieder ab auf die Leitlinien. Ist es möglich, dass die Interaktion mit der K-I durch einen Menschen beendet werden kann? Dann skizziert man unten noch mal kurz das Konzept und dann nutzt das unser Datenschutzbeauftragter, das weiterzugeben an die K-I-Beauftragte der Stadt. Die schaut sich das an und es geht auch relativ zügig, weil sie ja das den Vordruck jetzt mittlerweile auch schon kennt und dann kriegen wir eine Rückmeldung, ob wir noch irgendwo nachbessern müssen oder nicht. Zusätzlich für die Veranstaltungen beispielsweise, die Kooperationspartner*innen bei uns durchführen, bei denen KI zur Anwendung kommt, hängen wir oder haben wir in allen Räumlichkeiten diesen Hinweis auf der rechten Seite ausgehängt, dass mit Betreten der Veranstaltung, wenn es sich künstliche Intelligenz dreht, wir keine Verantwortung dafür übernehmen und auch keine Einsicht darin haben, wo die Daten gespeichert werden. Also sollte sich jemand bemüßigt fühlen in Veranstaltung mit ChatGPT in der Liveanwendung, was tatsächlich noch nicht vorgekommen ist, seine IBAN laut reinzurufen, dann ist das nichts, wofür wir die Haftung übernehmen. Das sind unsere Formalia. Dann zeige ich jetzt gerne noch, was wir so in der Praxis machen. Man sieht hier unsere beigeordnete Frau Koch, die unseren K-I-Kios ausprobiert. Das ist ein Konzept, bei dem wir sechs KI Anwendungen, die sehen Sie hier auf der rechten Seite, JGPT, Witchface ist real, Quickdraw, LeonardoAI, Realtime Canvas, Musical Canvas und Wikipolia ausprobieren kann. Dabei ist jeweils immer Mitarbeitender anwesend, weil unsere Datenschutzbeauftragte aktuell darauf besteht, dass KI Anwendungen menschlich betreut sind. Das ist eine Art Pop-up Veranstaltung, die wird kurzfristig angekündigt über die Homepage und per Durchsage. Die tourt aktuell in der Zentralbibliothek und wird in den Zweig Stellen über ein iPad realisiert und dort können die Leute eben entsprechend Anwendungen ausprobieren und kriegen halt noch Dinge dazu erklärt beziehungsweise können es selber frei machen oder sich auch mit den Mitarbeitenden dazu austauschen. Das basiert auf einem Pool von Freiwilligen, die sich aus allen AGs zusammensetzen. Also es ist Angebot, das wir tatsächlich mit dem Personal der AGs realisieren, weil das sich aktuell jetzt am ehesten angeboten hatte, als wir das Angebot neu geschaffen haben. Aber das ist, was Wisecat perspektivisch dann auch mit anderen Mitarbeitenden ausgerollt werden wird. Dann haben wir die schon erwähnten KI Avatare. Die basieren auf einer Knowledgebase von Humanizing Technologies, die durch PDFs und Lieblings gespeist wird. Wir entscheiden also durch die Lieblings und die PDFs, auf welche Basen der Avatar zurückgreift. Das Large Language Modell wird von Humanizing gestellt, durch das das prozessiert wird und am Ende wird jeweils mittrainiert, ist die Antwort hilfreich gewesen, ja oder nein? Der Avatar muss aber von uns vortrainiert werden, weil jeder kennt das, durch Google ist man auf Einwortsuche trainiert selbst und K. E. Braucht eigentlich mehr Kontext, aber dadurch, dass wir keine Spracheingabe haben, wir haben uns aktiv gegen die Spracheingabe entschieden, weil Dialekte manchmal nicht verstanden werden, weil der Ton nicht richtig aufgenommen wird, ist es eine reine Texteingabe und gerade da hat haben die wenigsten Lust, ausführlichen Prompt zu tippen, mit dem das LMM natürlich besser arbeiten könnte. Deswegen trainieren wir die Avatare jeweils vorher auf Einwortsuche und aktuell unterstützen Informationsavatare, die man jetzt hier auf die man jetzt hier auch im Screenshot sieht, in den Open Library Büchereien, während Personal halt nicht anwesend ist und geben Auskunft zu den genannten Fragen an der Seite. Es gibt auch noch kleines Freitextfeld. Und Ziel ist es und das liegt jetzt aktuell bei der KE AG Nutzung Inhouse, das auch eben auf unser Wiki zu überspielen, sodass wir Avatar trainieren, der im Wiki dann die Information an den Servicetheken zusammenfasst. Das ist aber noch in der Mache im Vergleich zu dem open library Avatar, der schon läuft. Genau, dann möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass wir das nicht alles, das klingt jetzt sehr, man muss ja auch sagen, Düsseldorf ist eine sehr glückliche Insel. Wir haben sehr viel Menschen, die sich hier engagieren dürfen. Wir sind eine große Bücherei in Großstadt und mir ist schon bewusst, dass das in der Summe nicht in jeder Bibliothek realisierbar ist. Was ich aber an dieser Stelle dazu noch mal sagen möchte, ist, man kann das auch im Kleinen umsetzen und es geht überhaupt nicht darum, sich mit drei AGs auf das Thema zu werfen und das allumfassend abzubilden, sondern worum es mir geht, ist, sich mit dem Thema überhaupt auseinanderzusetzen, sich nicht wegzuducken und sich vor allen Dingen wichtige Kooperationspartner*innen zu suchen. Wir haben jetzt an unserer Stelle, ich hab hier paar an der Seite mitgebracht und wenn Sie wenn man sich die Liste so anschaut, da sind viele Institutionen dabei, die Sie vor Ort wahrscheinlich auch haben. Also oder an die sie sich wenden können und mit denen sie kooperieren können. Und gerade solche Geschichten wie Caritas, Arbeitsagentur, Polizei, Verbraucherzentrale, das sind vertrauenswürdige Partner*innen, mit denen man auch sehr gut Angebote realisieren kann, wo man dann nicht permanent dabei sein muss und die auch sehr froh sind, sich da im Thema präsentieren zu können, die auch schon sich sehr engagiert haben in dem Thema. Und wir haben da sehr, sehr gute Erfahrungen gemacht, uns da mit entsprechenden Personen und Partner*innen zusammenzutun und das kann ich nur empfehlen, statt Budget von seinem sehr knappen Veranstaltungsetat auszugeben für, ich sag's jetzt mal etwas despektierlich, die nächste Person, die die Jahre vorher über Fachkräftemangel und Future of World gesprochen hat und in der Veranstaltung dreimal JCGPT zeigen kann. Also suchen Sie sich da Verbündete, die auch entsprechend kompetent und seriös sind. Dann komme ich auch schon zu meinem Fazit. Auch an dieser Stelle noch mal, künstliche Intelligenz ist kein Trend, den das wir über uns ergehen lassen können, deswegen müssen wir's aktiv mitgestalten. Ich glaube, das ist mittlerweile klar geworden und ich bin mir auch relativ sicher, dass unter ihnen die meisten wissen, dass das so ist und viele von ihnen engagieren sich ja auch schon. Und es gibt so viele Initiativen, beispielsweise Civic Coding von der Bundesregierung, wo's genau darum geht, dass wir uns als gemeinwohlorientierte Partner*innen stärker im Thema künstliche Intelligenz mit einbringen müssen und damit eben nicht nur das Thema und auch man hat's ja beim EuropeanAI Act gesehen, nicht nur auf den Schultern der größten Techkonzerne ausgetragen wird, sondern dass auch klar ist, dass wir mitgestalten müssen, was einfließt. Und das ist beispielsweise CivilCoding, die sich da engagieren, also und wir als öffentliche Partner*innen haben da eine Verantwortung mitzuwirken. Und unserer Aufgabe gerecht zu werden, ist es eben auch unausweichlich, dass wir uns damit auseinandersetzen. Deswegen müssen wir auch genau laut werden in unseren Städten und nicht nur darauf warten, dass jeder seine eigene KI Strategie für sich beschlossen hat, sondern dass wir unsere Rahmenbedingungen selbst gestalten, Ressourcen und Mittel einfordern und und entsprechend auch Partner*innen in der Stadt aktivieren. Das geht, wie ich schon erwähnt hab, auch im Kleinen und es geht mehrheitlich darum, überhaupt etwas dazu anzubieten und was zu machen, weil der Bedarf ist riesengroß. Die Veranstaltungen, wenn k-i-dransteht, sind überfüllt und wenn man sich selber nicht zutraut, dazu kleine Veranstaltungen zu machen, dann kann man das auch mit Partnern machen und dann sollte man das auch auf jeden Fall tun. Dann noch mal der Punkt, nicht jede Stadt hat eine KI Strategie. Es ist erforderlich, dass sich jede Bibliothek intern darauf verständigt, wie und warum sie mit dem Thema umgehen wollen. Also machen Sie sich Gedanken darüber, warum sie das machen wollen und wie sie das machen wollen. Die Leitlinien haben wir im ProLibris veröffentlicht, falls Sie noch mal Fragen dazu haben oder falls Sie sich das anschauen wollen, können Sie sich gerne bei mir melden, wir verteilen das gerne. Und letztendlich, das ist eigentlich die Grundlage für alles, künstliche Intelligenz ist ein Thema, das sich in Lichtgeschwindigkeit entwickelt und natürlich Risiken birgt, aber eben auch Chancen. Und mindestens eine Person in der Bibliothek sollte Ansprechpartner sein oder wenn es nicht Ansprechpartner ist, dann zumindest das Thema begleiten oder sich damit auseinandersetzen. Ich denke, das können wir alle hinkriegen. In diesem Sinne, vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und wie gesagt, für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Ansonsten gibt's im Anschluss auch noch meine Mailadresse und Sie können sich gern mit mir in Verbindung setzen. Hallo und liebe Grüße aus dem schönen Ulm. Mein Name ist Sebastian Christman und ich freue mich sehr, heute einen kleinen Vortrag halten zu dürfen über unser bibliothekspädagogisches Angebot in der Stadtbibliothek Ulm zum Thema Vermittlung von K-I-Kompetenzen. Kurz paar Sätze zu mir. Ich bin seit Mai jetzt dieses Jahr, also Mai zweitausendfünfundzwanzig in der Stadtbibliothek, hauptsächlich angestellt für eben dieses Thema Vermittlung von K-I-Kompetenzen in unserem bibliothekspädagogischen Team. Zu meinem Hintergrund, ich hab ursprünglich Biologie studiert und Regionalentwicklung, hab dann aber viel Erfahrung mit Digitalisierung und digitaler Lehre getan und dann jetzt entsprechend hier meine Tätigkeit angetreten, vor allem Schülerinnen, aber auch der allgemeinen Bevölkerung mehr Kompetenzen im Thema KI zu vermitteln. Vielleicht kurz zu der Entstehung dieses Projekts oder meiner Stelle hier in Ulm und dafür muss man einmal hier muss man einmal über unser Vorgängerprojekt sprechen. Wir haben nämlich im Rahmen des SmartCity Modellvorhabens in Ulm, also was in der ganzen Stadt mit verschiedenen Projekten durchgeführt wurde, als Stadtbibliothek uns beteiligt mit einem Projekt zum Thema Fakenews und Verschwörungstheorien, Verschwörungsmythologie, was von zweitausendzweiundzwanzig bis zweitausendfünfundzwanzig, also bis jetzt vor Kurzem, durchgeführt wurde. Und dort wurden eben mit vor allen Dingen Schulklassen Konzepten Konzepte erarbeitet, die ab der vierten Klasse bis zur dreizehnten Klasse beziehungsweise auch in die Berufsschulen hinein durchgeführt wurden. Ergänzend dazu gab es auch Veranstaltungen für die Öffentlichkeit, also für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt und auch der umliegenden Kommunen sowie eben auch für Multiplikatorinnen. Das heißt dann im Prinzip vor allen Dingen dann auch für Lehrkräfte, die eben interessiert daran waren, sich mit dem Thema, mit ihren Klassen noch mal zu beschäftigen. Alle Materialien wurden auch so aufbereitet, dass sie in einfacher Sprache durchgeführt werden können. Das heißt, wenn man jetzt zum Beispiel eine Schulklasse hat, wo eben relativ viele Schülerinnen und Schüler Deutsch nicht als Muttersprache haben, haben wir auch Konzepte dann erarbeitet, die die darauf angepasst waren. Insgesamt wurden jetzt mehr als hundertfünfzig Veranstaltungen durchgeführt in diesen drei Jahren, eben vorwiegend mit Schulklassen, aber auch mit der Öffentlichkeit Und alle Materialien wurden über eine Taskcard als open open education resource veröffentlicht. Und was sehr, sehr schön ist, das freut uns jetzt hier in unserem Kontext sehr und auch die Schulen hier in Ulm, dass eben das Projekt jetzt nach Auslauf des Förderprojekts mit unseren eigenen Bibliotheksressourcen fortgeführt wird. Das heißt, ich und meine Kolleginnen, wir arbeiten jetzt weiter in dem Bereich Fakenews und bieten die Workshops, die wir jetzt in diesem Modellvorhaben entwickelt haben, dann auch weiter an. Und hier setzt jetzt im Prinzip dieses Thema KI an. Fakenews ist natürlich weiterhin ein sehr aktuelles Thema, aber in den letzten Jahren ist natürlich auch das Thema künstliche Intelligenz auch durch irgendwie ChatGPT und die Erfolgsmodelle der anderen Chatbots eben sehr dominant geworden, sehr prominent geworden. Wir haben da natürlich auch in den Schulen ein sehr, sehr großes Thema, dass man sich damit auseinandersetzen muss, was passiert, wenn die Schülerinnen und Schüler ihre Hausaufgaben, ihre Abgaben größtenteils mit Chachipiti oder mit anderen KITools machen und hier setzt jetzt im Prinzip aufbauend auf den Erfahrungen aus diesem Vorgängerprojekt im Fakenews Bereich unser KI Projekt an. Vorweg möchte ich einmal noch kurz darüber sprechen, warum Bibliotheken aus meiner Sicht im besonderen Ausmaß dazu sich eignen, Workshops im Bereich der KI Kompetenz anzubieten. Das wir sind jetzt hier im bibliothekarischen Kontext unterwegs. Ich nehme an, dass die meisten von Ihnen und von euch auch in Bibliotheken arbeiten. Wir sehen Bibliotheken oder Bibliotheken werden allgemein ja gesehen als Zentren der Information und des Wissenstransfers. Damit haben wir auch die Aufgabe, natürlich modernen Trends im Thema der Information und des Wissens zu beschäftigen. Da spielt das Thema künstliche Intelligenz mit Sicherheit eine Rolle. Bibliotheken sind als Orte der digitalen Teilhabe Orte und Institutionen, die einen großes gesellschaftliches Vertrauen genießen, nicht nur in der breiten Gesellschaft, sondern eben auch in den Schulen. Wir merken es immer wieder, dass die Lehrkräfte uns sehr großes Vertrauen entgegenbringen, wenn's darum geht, wie geht man mit Information gut wie kann man auch Quellen kritisch betrachten, aber jetzt eben auch das Thema, wie geht man vielleicht auch gut mit künstlicher Intelligenz Wir haben hier zumindest in Ulm als eine Bibliothek im Oberzentrum auch eine entsprechende Infrastruktur, sei es also die Räumlichkeiten. Wir haben eben Veranstaltungs einen Veranstaltungssaal, der genutzt werden kann, der auch für größere Gruppen Platz bietet und wir haben auch aus den Vorgängerprojekten Ausstattungen. Das sind bei uns zum Beispiel iPad Koffer, die wir dann verwenden können, sodass dann im Prinzip wir unsere Workshops interaktiv gestalten können, die Teilnehmenden, also die Schüler*innen dann auch mit iPads arbeiten können, wodurch wir dann im Prinzip da die existierende Ausstattung gut nutzen können. Darüber hinaus haben wir natürlich auch, und das trifft eigentlich auf alle Bibliotheken zu, natürlich sehr vielfältige Medien- Datenressourcen, sei es jetzt Bücher, E-Books oder Onlineressourcen, die uns dann eben auch befähigen, nach den Workshops mit den Workshops auch noch mal eine Vertiefung im Thema anzubieten, indem die Teilnehmenden dann einfach auch noch mal Medien in unserem Bestand sich anschauen oder auch ausleihen können. Was machen wir jetzt ganz konkret in Ulm? Also vielleicht vorweg, das ist wichtig zu sagen, wir sind mit dem Projekt nach Pilotphase im Frühjahr jetzt im September dieses Jahr, also vor also im September eben gestartet mit unseren Workshops. Das Ziel dieser Workshops ist aktuell vor allem das Thema, einen bewussten Umgang mit K.-i.-Catboards zu geben und eben auch noch mal das Thema Quellenkritik mit einzubinden. Wir gehen erst mal davon aus und das hat sich durch Abfragen in den aktuellen Workshops eigentlich auch so als wahr erwiesen, dass die meisten Schülerinnen und Schüler eh relativ viel KI Chatbots nutzen im schulischen Kontext und auch im privaten. Heißt, unser Ziel ist jetzt primär darüber zu sprechen, wie kriegen wir diesen Umgang oder diese diese Nutzung, die sowieso schon stattfindet, einfach Stück weit mehr bewusst, Stück weit mehr kontrolliert. Das Kernziel ist es zu vermitteln, wie kriegen wir Menschen oder wie behalten wir Menschen weiter die Kontrolle über alles, was wir machen und nutzen KI dann wirklich als Tool und lassen uns nicht von der KI komplett leiten. Die Workshops, die wir aktuell durchführen, führen wir ab der neunten Klasse durch, also von neunten bis dreizehnten und dann auch noch mal weiterführend in Richtung Berufsschulen über alle Schulformen hinweg. Die Dauer dieser Workshops beträgt in der Regel circa zweieinhalb Stunden und der Schwerpunkt in den Workshops, die wir aktuell anbieten, ich werd später noch mal kurz was sagen zum Ausblick und wie wir das weiter ausbauen wollen, bezieht sich ganz stark auf das Thema prompting. Also prompting einmal als, wie gehen wir mit der KI Wie geben wir in der KI gute Arbeitsanweisungen? Wie kontrollieren wir das Ergebnis so gut, dass wir letzten Endes bestmögliches Ergebnis bekommen? Und dann auch das Thema, wie gehen wir kritisch mit unseren Quellen Sehr, sehr viele der Schulklassen, die zu uns kommen, kommen auch im Kontext einer Projektarbeit, also einer Seminararbeit, wo dann gerade die Schülerinnen eh einen Aufsatz schreiben müssen und eine Präsentation halten müssen und sich dann letzten Endes auch mit dem Thema Quellen noch mal beschäftigen müssen und man kann es eben recht gut miteinander verbinden. Die Workshops werden bieten wir kostenlos an für Schulen aus Ulm und Neu Ulm. Es sind ja eine Partnerstadt im Prinzip. Ulm in Bad Nürttemberg, Neu Ulm in Bayern und dann auch umliegende Kommunen. Also solange wir im Prinzip noch die Ressourcen haben, die Nachfrage zu bedienen, schließen wir da keine Kommune aus und bieten die dann einfach frei an. Aktuell haben wir mehr als fünfundzwanzig gebuchte Workshops jetzt im Winterschulhalbjahr durchgeführt, Tendenz eher steigend und das ist auch für uns ganz wichtig. Die Workshops finden hier vor Ort statt, damit eben auch die Schülerinnen und Schüler einmal die Bibliothek noch mal besser kennenlernen und auch die Bibliothek als Ort der Information und Bildung eben noch mal nahegebracht bekommen. Jetzt kurz zu den Inhalten des Workshops. Ich kann natürlich in diesem kurzen Vortrag nicht zweieinhalb stunden Workshop komplett zusammenbringen, aber wir haben uns entschieden, alle unsere Inhalte dieser Workshops so runterzubrechen, dass sie im Prinzip von den wichtigsten Kerninhalten auf die Vorder- und Rückseite einer Visitenkarte passen. Damit haben wir das typische fünf- bis sechsseitige Handout, was wir in anderen Kontexten verwendet haben, ersetzt. Einmal, weil wir festgestellt haben, dass eben diese fünf- bis sechsseitigen Handouts in der Regel entweder nicht mitgenommen werden oder dann relativ schnell vermutlich irgendwo ganz unten unter allen Büchern im Schulranzen landen wir hier jetzt einfach eine kompaktere Version haben. Wir haben bisher sehr, sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Also das machen wir jetzt quasi seit diesem Schuljahr, seit September und diese beiden Seiten der Visitenkarte würde ich Ihnen jetzt noch mal genauer vorstellen. Natürlich gibt's dann einen großen didaktischen pädagogischen Vorbau im Workshop. Wir sprechen, wir machen einen sehr interaktiven Workshop. Wir nutzen zu die für die Präsentation Mentimeter mit allen interaktiven Möglichkeiten, die das Tool uns bietet und wir versuchen immer sehr nah an der Realität der Schülerinnen zu arbeiten. Also wenn eine Schulklasse zu uns kommt und sagt, sie haben Seminararbeit, dann fragen wir auch nach einem der Themen ab und arbeiten dann im Prinzip unseren Workshop anhand dieses Beispielthemas einmal durch. Aber die Kerninhalte, das was die Schülerinnen und Schüler dann am meisten mitnehmen sollten aus diesen zweieinhalb stunden, sind eben einmal die Vorderseite, die Prompt Rakete und einmal die Rückseite, die Quellencheck DIVAs, die ich euch jetzt noch mal hier vorstelle. Also die Prompt Rakete, das ist der Kern, die Kern sind die Kerninformationen aus dem Prompting Baustein des Workshops. Da bieten wir sechs mögliche Bestandteile als Werkzeuge für gute Prompts an. Man sieht jetzt hier einmal, wir haben diese Abkürzung gewählt der Rakete, das hab ich mir ausgedacht, um's irgendwie noch mal einfacher zu machen, sich zu merken. Jeder dieser Buchstaben steht dann eben für einen dieser Bestandteile, die man verwenden kann und im Workshop gehen wir jeden einzelnen dieser Bestandteile dann noch mal im Detail durch und üben dann auch noch mal die Erstellung eines Prompts mit diesen sechs Bestandteilen. Wichtig ist hier aber auch zu sagen, es sind sechs Optionen für einen guten Prompt. Nicht jeder Prompt braucht alle sechs Bestandteile, aber dadurch, dass wir den Schülerinnen dieses Werkzeug an die Hand geben, zu sagen, ihr könntet darüber nachdenken, ob ihr Kontext reinschreiben wollt, ob ihr eine Einteilung braucht, eröffnet man noch mal eine andere einen bewussteren Umgang mit dem Thema prompting. Beispielhaft haft jetzt einfach mal, wir fangen mal oben an, dass er in der Rakete, die Rolle steht dafür, dass man einer K-I eben zum Beispiel sagen kann, dass sie eine Rolle einnehmen soll, wie in einem Rollenspiel. Heißt die Frage, wen würde ich jetzt am besten fragen, meinen Prompt zu schreiben? Wer könnte mir am besten helfen? Wenn ich einen Text überarbeiten will, ist das vielleicht ein Schriftsteller oder ein Journalist? Wenn ich eine Recherche habe, ist das vielleicht eine Wissenschaftlerin oder auch eine Lehrerin? Da kann man dann im Prinzip das einfach reinschreiben im Sinne von, du bist Wissenschaftlerin, du bist Journalist oder so. Was ganz besonders wichtig ist, sind dann eben die zwei nächsten Schritte Aufgabe und Kontext bei der Aufgabe. Das ist dann einfach der Befehl, den man der KI gibt. Das kann eine Frage sein, ist aber eigentlich in der Regel von Ergebnissen ja besser, wenn man einen einen präzisen Befehl gibt. Und auch hier haben wir zum Beispiel die Erfahrung gemacht, dass viele Schülerinnen die Tendenz haben, die K-I zu überfrachten mit sehr komplexen oder sehr umfangreichen Befehl. Wir weisen hier darauf hin, dass man besser einen präzisen Befehl nimmt, maximal zwei, so die Aufgabe gering, also so klein wie möglich zu halten und letzten Endes überprüfbare Ergebnisse zu bekommen. Ich werd sie nicht alle durchmachen, aber man sieht hier im Prinzip dieses dieses Prinzip, dass man die verschiedenen Bestandteile im Workshop durchspricht. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich das nicht im Detail merken, weil sie ja die Visitenkarte mitnehmen können. Die gibt's auch digital, wenn jetzt irgendwer die lieber runterladen möchte, können die Schülerinnen und Schüler die sich auch runterladen. Und so haben sie die im Prinzip dann immer zur Hand, bis sich dann irgendwann diese sechs Bestandteile verselbstständigt haben und die Schülerinnen und Schüler das dann direkt auch von alleine einbinden. Hier geht es auch darum, dass wir keinen keine feste Vorlage geben, sondern die Schülerinnen und Schüler ermächtigen, verschiedene Varianten auszuprobieren, damit zu experimentieren und selbst herauszufinden, welche Ergebnisse für Sie am besten funktionieren in Abhängigkeit davon, wie Sie Ihre Prompts schreiben. Aber ganz viel geht es dieses Thema Kontrolle. Wie kontrolliere ich als Mensch bestmöglich, was die K-i macht, am Ende dann Ergebnisse zu bekommen, die ich überprüfen kann? Dann die Rückseite, also der zweite Teil des Workshops, das Thema Quellencheck. Da sehr viele Schulklassen zu uns kommen und Seminararbeiten schreiben oder Projektarbeiten schreiben und dementsprechend dort auch Quellen angeben oder nachweisen müssen und wir jetzt auch über das Fakenews Projekt immer wieder die Erfahrung gemacht haben, dass da doch auch noch ein Defizit besteht, dass viele Schülerinnen und Schüler nicht in der Lage sind, irgendwie eine seriöse von einer unseriösen Quelle verlässlich zu unterscheiden, haben wir auch das noch mal einfach zusammengefasst mit dieser Divas Checkliste. Divas mit dem einfachen der einfachen Eselsbrücke, dass Divas nur den besten Kaviar essen und nur den besten Champagner trinken und im Prinzip mit den Quellen sollte man genauso umgehen, nur die besten Quellen verwenden. Auch hier steht DIVAS wieder für fünf Checkpoints, die man machen kann, wenn man eine Webquelle hat. Für andere Quellen sind einzelne Schritte vielleicht dann wieder ein Stück weit sehen bisschen anders aus, aber viele der Schülerinnen und Schüler basieren ihre Arbeiten doch sehr, sehr stark auf dem Thema Webquellen und auch Chachibity und die anderen KI Bots werden natürlich primär Quellen aus dem Web abgeben. Hier haben wir jetzt eine ganz einfache Checkliste entwickelt, wo man im Prinzip dann sagt, das d in der DIVA steht fürs Datum. Also erst mal sollte eine Quelle Datum angegeben haben. Man muss das ja immer in der Regel auch im Quellenverzeichnis angeben. Die Quelle sollte nach Möglichkeit ausreichend aktuell sein. Selbe mit dem Impressum. Wir brauchen ein Impressum. Der EU ist es ja verpflichtend. Eine Seite ohne Impressum ist direkt bisschen weniger seriös und sollte eigentlich auch nicht verwendet werden. Dann auch wieder die Frage, wenn wir das Impressum anschauen, was steht denn eigentlich drin? Wer verantwortet die Inhalte? Gibt's da gewissen Gibt's da vielleicht auch gewisse Konflikte, die wir berücksichtigen müssen? Wir sprechen trotzdem auch noch mal über das Thema Verweise, obwohl es bei Webquellen ja leider auch bei seriösen Seiten nicht immer so ist, dass die Quellen angegeben werden. Wir sprechen trotzdem im Workshop darüber, weil's eben auch da noch mal zeigt, ist eigentlich wirklich sehr, wichtig, wenn man Quellen angibt, also in dem nach Möglichkeit sollten sie angegeben sein, sagen aber auch, dass auch seriöse Quellen keine Verweise angeben müssen. Wenn aber keine Quellen angegeben sind, dann ist der vierte Schritt das a eine die, was die Autorin, der Autor besonders wichtig, hier auch noch mal dann immer die Frage zu stellen, ist die Person dann wirklich im Thema qualifiziert? Können wir das nachprüfen? Und der letzte Schritt wäre dann, den Text wirklich zu lesen und zu prüfen, ob die der Text sachlich geschrieben ist, also neutral, dass wir möglichst wenig Meinungen drin haben, keine keine reißerischen Texte. Und eigentlich ist das Idee auch hier wieder, es möglichst einfach zu machen für die Schülerinnen und Schüler. Wir geben drei mit diesen Sternchen markierte ganz einfache Checks, die auch sehr, sehr schnell gehen. Wenn ich eine Quelle anschaue und kein Datum finde oder kein Impressum finde oder keinen Autor, keine Autorin finde, ist es eigentlich sehr einfaches Indiz, dass die Quelle nicht verlässlich ist und sie nicht verwendet werden sollte. Wenn alle drei Sachen da sind, dann kann man eben noch mal tiefer in die Prüfung gehen. Ist das Datum ausreichend aktuell, ist die Person qualifiziert und vor allen Dingen ist der Text dann auch sachlich formuliert und dann im Prinzip so eine Quelle überprüfen. Im Workshop haben wir da auch mehrere Beispielquellen, die wir durchgehen von sehr, schlechten Quelle zu 'ner sehr guten Quelle zu Quelle son bisschen im Graubereich, einfach da auch die die Vielfalt der Sachen, die man im Netz so finden kann, auch abzubilden. Genau, das ist so der Rahmen, in dem wir uns bewegen. Natürlich alles noch mal eingebettet in den in Hintergrundinformationen. Wir sprechen auch darüber, wie im Grundsatz son KI Chatbot funktioniert, aber das sind so zwei Kerninformationen, Kernkompetenzen, die wir den Schülerinnen und Schülern mit unserem Workshop gerne mitgeben möchten und die können die dann im Prinzip dann auch auf dieser Karte mitnehmen. Dann zum Ausblick, wie geht es also bei uns jetzt noch weiter? Wie gesagt, wir haben jetzt gerade September erst gestartet mit Schulklassen ab der neunten Klasse. Ich arbeite aktuell daran, die Konzepte weiter auszuarbeiten, sodass wir dann auch hoffentlich ab dem nächsten Schulhalbjahr die Mittelstufe und dann vielleicht ab nächstem Schüler die Unterstufe bespielen können. Da wird's also weiter Konzepte geben, die man natürlich dann noch mal an die Zielgruppe und auch an das Alter anpassen muss. Wir überlegen außerdem, inwiefern wir den Aufbau der K-I-Workshops modular handhaben wollen. Jetzt gerade habe ich berichtet, wir haben aktuell den einen Baustein prompting, den einen Baustein Quellenkritik und ob wir das nicht einfach modular machen und die Bausteine von den Lehrkräften buchen lassen. Da würde dann zum Beispiel noch ein Baustein hinzukommen, der sich mit dem Thema Funktionsweise von Large Language Models beschäftigen würde und vielleicht auch noch ein weiterer Baustein, der sich mit dem Thema Deepfakes und Fakenews beschäftigt. Da gibt's relativ viele Möglichkeiten, die wir gerade durchspielen. Da wird's sicher dann in naher Zukunft welche neuen neuen Materialien geben und langfristig würden wir sehr, sehr gerne, wenn die Konzepte sich dann wirklich komplett bewährt haben, die Materialien auch als open education resource aufbereiten und für Sie alle auch zur Verfügung stellen. Bleiben Sie da also gerne dran, hier auf jeden Fall auch noch meine Kontaktdaten, während ich zum Ende meines Vortrags komme, meine E-Mail-Adresse, meine Telefonnummer melden sich sehr, sehr gerne bei mir, wenn Sie Fragen haben. Sie können auch über den QR Code, der jetzt eingeblendet ist, kriegen Sie Zugriff auf unsere Unterseite zum Thema KI, wo Sie auch zum Beispiel die Visitenkarte und auch unser altes Handout runterladen können. Dort sehen Sie auch im Prinzip, würden Sie dann sehen, wenn wir es modular aufbauen, wie es mit dem modularen Ausbau aussieht. Vielleicht noch ein letzter Satz von mir, weil das, glaube ich, recht wichtig ist. Ich hab eingangs gesagt, ich bin vom Studium her Biologe und Regionalentwickler. Ich hab mich natürlich viel jetzt auch mit dem Thema KI beschäftigt in letzter Zeit. Ich les auch da regelmäßig irgendwie aktuelle Publikationen und so. Meine Erfahrung aus diesen ersten Monaten zeigt aber trotzdem, dass man sich mit dem Thema auseinandergesetzt haben muss und sich irgendwie dafür interessieren muss, ja, aber man muss, glaube ich, kein absoluter KI Experte sein, Workshops in dieser Art durchzuführen. Die meisten Schülerinnen und Schüler, mit denen man ja dann diese Workshops durchführt, machen es ehrlich gesagt relativ unreflektiert, sodass man, glaube ich, schon mit ganz einfachen Basis recht viel erreichen kann. Also sie müssen jetzt nicht Angst haben, dass sie das nicht machen können, nur weil sie keine drei Jahre KI Studium hinter sich haben. Das hat sowieso gerade aktuell kaum jemand. Wenn sie sich entsprechend informieren und gute Materialien suchen, dann kann man solche Workshops auch durchführen und dann sind auch die Schülerinnen und die Lehrkräfte auf jeden Fall dankbar dafür, dass es angeboten wird. Wir haben gerade wir erfahren gerade, dass super super viel Rückfrage kommt aus den Schulen, dass auch die Schülerinnen und Schüler sehr positiv feedbacken. Insofern hier noch mal meine Ermutigung. Wenn Sie die Kapazitäten haben und die Möglichkeiten haben, machen Sie gerne was Ähnliches in Ihrer Bibliothek. Es lohnt sich auf jeden jeden Fall und genau. Ich freue mich sehr auf die Diskussionsrunde und Ihre Fragen und genau, wenn Sie noch eine Frage vergessen haben sollten, dann haben Sie hier meine Kontaktdaten, melden sich gerne bei mir. Vielen, vielen Dank. Herzlich willkommen bei Kaffee, Kuchen und KOI. Ich hoffe, alle sitzen gemütlich und haben ein Heißgetränk ihrer Wahl parat. Bevor ich auf unsere Veranstaltungen ganz ausführlich eingehe, gibt es einen kurzen Abriss über unsere sonstigen Angebote im Bereich KI. Wir haben schon seit dem Schuljahr dreiundzwanzig vierundzwanzig KI Workshops für Schulklassen ab Jahrgang acht im Angebot und haben das Thema KI in fast alle anderen Workshopformate ab der Mittelstufe eingebunden. Im Recherchetraining gibt es zum Beispiel Hinweise für sinnvolle oder weniger sinnvolle KI Einsatzmöglichkeiten. Und wir können auch nicht adäquat über Desinformation sprechen, wenn wir nicht auf Deepfakes oder andere KI generierte Inhalte eingehen. In der digitalen Werkstatt gibt es schon seit einigen Jahren für Erwachsene das Programm Chachipiti und Co. Für Neugierige werden erste Schritte mit KI vermittelt und gemeinsam ausprobiert, wie Text- und Bild KI funktioniert. Im MINT Festival gab es schon mehrfach den eher kreativen Workshop KI step by step für Erwachsene und außerdem für Jugendliche den Workshop fashion Designer, bei dem zuerst mit Stift und Papier klassische Modezeichnungen angefertigt wurden, die dann am Ende mit verschiedenen KI Tools digital umgesetzt, ergänzt oder verändert wurden. So, in dem Portfolio fehlte uns noch ein niederschwelliges offenes Austauschformat für alle. Einfach aus dem Grund, weil wir finden, dass man heutzutage kaum mehr gleichberechtigt am demokratischen Prozess teilnehmen kann, wenn man nicht zumindest son paar Grundlagen über künstliche Intelligenz hat. Genau, wir hatten eine ältere Zielgruppe im Kopf, für die K-I aus verschiedenen Gründen ein abstrakter Modebegriff geblieben ist. Wir wollten Erfahrungsaustausch und Ausprobieren ermöglichen und Hemmungen abbauen. Wir wollten an der Ansprechstelle für Fragen sein und eben in einer gemütlichen Atmosphäre auch Laufkundschaft zum Verweilen einladen. Genau, die Idee zu Kaffeekufen und K-i war geboren. Die Idee hatten wir tatsächlich schon Ende dreiundzwanzig in einem internen Workshop. Und die Idee musste aber leider dann fast zwei Jahre lang in unseren Hinterköpfen schlummern bis zur Umsetzung, weil wir Weil die Zentralbibliothek in Interim umgezogen ist. Genau. Dann war es aber endlich so weit. Die Vorbereitung war extrem überschaubar und wahrscheinlich für alle oder fast alle problemlos nachmachbar. Kollegen haben sich Kaffee und Kuchen gekümmert und ich hab ein paar Anregungskarten zur Verfügung gestellt und einen Schwung iPads mitgebracht. Über die iPads hatten wir Zugang zu Chachipiti und DALI über Articlot, wir haben DuckAI benutzt und Gemini. Wir haben die Google Bildersuche integrierter Beispiele und Google Quickdraver, natürlich kleines Highlight für einige. SONO wäre möglich gewesen, haben wir aber an dem Tag gar nicht selbst benutzt. Genau, dann war es so weit. Am ersten Zehnten wurde unser Interim feierlich eröffnet und wir haben uns tatsächlich drei Stunden Zeit genommen für ein Kaffeekränzchen mit möglichst vielen Menschen. Genau, nachdem die ersten die erste Gruppe, die so zusammengekommen ist, mit Kaffee im Kuchen versorgt war, haben wir uns eben gemütlich einen großen Tisch gesetzt und ich hab erst mal abgefragt, wie so die Vorerfahrungen sind, ob Fragen bestehen, einfach so als Gesprächseinstieg. Das hat auch so ganz gut funktioniert. Genau, die Teilnehmerschaft war extrem heterogen, muss ich sagen. Also wir hatten von Studierenden des Senioren altersmäßig alles dabei und auch von den Vorerfahrungen war es unfassbar unterschiedlich. Da waren unsere ursprünglich angedachte Zielgruppe wenig bis gar keine Erfahrung mit dabei, aber es waren auch Leute dabei, die sich beruflich schon intensiv damit befasst hatten. Wir hatten jemanden hinterbei, der schon ganz viel mit Musikgenerierung experimentiert hat oder wir hatten auch Eltern da, die viele Fragen hatten, weil ihre Kinder für die Schule Jäckiquiti benutzen. Genau. Und das Konzept ist eigentlich ganz gut aufgegangen. Wir hatten kaum Leerlaufphasen in den drei Stunden und es war eigentlich fast immer jemand da, teilweise auch sehr, sehr viele Menschen. Manche kamen für Kaffee und Kuchen, manche kamen für die K-I, manche kamen für beides. Und ich hoffe, dass aber alle einigermaßen was mitgenommen haben, ja, inhaltlich. Es wurde ganz viel ausprobiert und diskutiert. Wir hatten ja auch Diskussionen über kritische Aspekte von K-I, über soziale und ökologische Probleme, die damit einhergehen oder auch politische Entwicklung, Datenschutz und so weiter. Also es war eine ganz vielfältige, echt schöne Veranstaltung. So, im Nachhinein, die Vorbereitung war total überschaubar und wir hatten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das Potenzial der Veranstaltung liegt für mich total im Wissen und den Erfahrungen und dem, was die Teilnehmerinnen einfach so mitbringen. Das war wirklich sehr, sehr schön zu sehen, wer da so zusammengekommen ist und welche Unterhaltung sich da entsponnen haben und ich wurde da gar nicht unbedingt immer so gebraucht, was auch sehr angenehm war. Genau, was mich besonders gefreut hat, war, dass von einigen Teilnehmer*innen der Wunsch nach Wiederholung kam, tatsächlich auch gerade von solchen, die vorher schon viele KI Kenntnisse hatten. Und was freut mich total, weil das deckt sich mit meinen Vorstellungen. Ich würde die Veranstaltung sehr gerne jetzt im laufenden Jahr einmal monatlich als festes Austauschtreffen etablieren. Und genau, hoffe, das klappt. Und ich hoffe, dass das auch außerhalb des Settings der Eröffnungsfeier auch gut angenommen wird. Das wird sich aber dann in der Zukunft erst zeigen. Deine Augen. Wer noch Fragen hat, darf sich total gerne bei mir melden. Willkommen zurück zu uns und herzlichen Dank an die drei Referenten beziehungsweise Referentinnen für die sehr praxisorientierten Vorträge. Und ich denke, jetzt haben vor allen Dingen die öffentlichen Bibliotheken 'n ganz guten Einblick erlangt letztendlich, wie sie bei sich auch KI umsetzen können und was Sie damit machen können. Ich würd ganz gerne direkt mal einsteigen und zwar würd ich Frau Wingen Siefen fragen. Sie haben gerade ausgeführt, drei AGs, eine Projektleitung, ein Wiki, Leitlinien, da hab ich gedacht, oh mein Gott, motiviert das jetzt noch irgendeine kleinstädtische Bibliothek, irgendwas mit KI machen zu wollen? Dankenswerterweise haben Sie dann aber gesagt, na ja, das braucht es alles nicht so. Wenn ich jetzt eine kleinere Bibliothek hätte, welche Tipps würden Sie mir denn geben für eine Umsetzung? Ja, danke für die Frage. Also ich weiß, das ist erst mal beängstigend, aber aus meiner Sicht ist das sinnvoll, sich darauf zu verständigen. Das hab ich auch im Fazit gesagt überhaupt, wie möchte man mit KI umgehen? Und ich finde, wir unterliegen da einer gewissen Verantwortung, nicht einfach nur irgendwas zu machen. Und das ist auch das, was ich bei den Kolleginnen jetzt hier erlebe. Auf jeden Fall, dass da sehr viel Verständnis dahintersteckt. Warum macht man das? Wie macht man das? Wie macht man das genau? Und das Erste, was ich empfehlen würde, ist, sich schon mal umzuschauen. Zu den Links auch bei anderen Organisationen gibt's Leitlinien, die man einfach übernehmen kann, an denen man sich orientieren kann, mit denen man schon mal starten kann und sich dann wirklich, wenn man wirklich diesen Wir haben ja diesen Prozess nötig, Formblatt zu haben, uns damit mit unseren Datenschutzbeauftragten abzustimmen. Wenn man das nicht hat, umso besser. Aber ich finde, es braucht so oder so Rahmenbedingungen, auf die man sich vorher verständigt und dann kann man gucken, okay, wo setzen wir an? Wollen wir das eher mit unseren Mitarbeitenden machen? Haben wir Bedarf, Ressourcen freizumachen und damit meinen ich nicht Entlassungen, sondern das muss ich auch noch mal klarstellen, sondern kann man kann man Kompetenzen auch anders nutzen einfach oder sind Interessen andere anderweitig nutzbar oder brauchen es mehrheitlich unsere Kund*innen und wie holen wir die ab, die Zielgruppen, die wir erreichen wollen, so ähnlich wie Lina das gerade gesagt hat mit wir wollten Seniorinnen erreichen oder wie Sebastian geschildert hat, dass man sich Schüler kümmert. Genau, jetzt hatten Sie ja auch grad schon erwähnt, na ja, das muss ja keine Bibliothek ganz alleine alle stemmen. Ja, ich mein, gerade auch bei Ihrem Programm, was Sie da fahren, intern, extern, das sind ja unwahrscheinlich viele Aufgaben. Und Sie hatten dankenswerterweise auch drauf hingewiesen, Mensch, guckt doch nach Kooperationspartnern. Und ich glaube, da werden viele Bibliotheken auch ganz hellhörig geworden sein und sich gefragt haben, na ja gut, okay, aus dem Bereich IT schaue ich mal, wen ich da irgendwie bekomme, aber dann erwähnten Sie auch, ich glaub, die Polizei, Caritas, Verbraucherzentrale, das sind doch eher ungewöhnliche Partner, auf die wär ich jetzt zum Beispiel jetzt nicht sofort gekommen bei dem Thema. Ja, also uns ging's da vor allen Dingen darum, möglichst breit das Thema abzudecken. Also die Arbeitsagentur beispielsweise berät zum Thema, wie erstelle ich Lebenslauf sinnvoll? Wie tue ich das datenschutzkonform mit KI? Das sind einfach so ganz kleine Aspekte. Die Caritas bietet eine Bürgersprechstunde an zum Thema Einsamkeit und man trainiert sich vielleicht Chatbot, mit dem man sich abends austauscht. Also es gibt da relativ kreative Ansätze bisher. Verbraucherzentrale ist ja dann schon wieder bisschen naheliegender, wenn wenn's darum geht, wie erkenne ich Fakes, wie Das geht dann mehr so in Richtung Erkennung von, hat eine Seite Impressum, wie lasse ich mich nicht übern Tisch ziehen? Ja, danken danksveranterweise haben Sie auch noch mal das Thema Einsamkeit angesprochen. Das ist ja letztendlich auch ein Thema, was Bibliotheken in den nächsten Jahren stark beschäftigen wird, auf jeden Fall, ne? Ja. Das ist auch das, was ich mein. Entschuldige, wenn ich genau, bitte. Ich Ressourcen freimachen sage, wir erleben auch einfach im Kundenservice immer mehr, dass der persönliche Austausch gesucht wird und wir durch technische Lösungen Ressourcen für genau diesen Austausch wieder freimachen können. Ja, insofern, jetzt wird das auch bisschen klarer mit den Kooperationspartnern. Das war am Anfang so, okay, Caritas, na ja gut, was verstehen wir da drunter oder Verbraucherzentrale, aber dann ist der Bezug natürlich klarer, ne. Und jetzt denke ich, rödeln bei vielen Bibliotheken auch mittlerweile schon son bisschen so die Ideen und die Überlegungen, wen kann man jetzt endlich hier aus unserer Stadt noch mit hinzuziehen, ne. Ja, vielleicht kurz dazu. Da gab's auch zwei Fragen im Chat. Ein bisschen wurden die jetzt schon beantwortet, aber da waren nämlich auch noch mal Nachfragen. Also zum einen, wie sieht denn konkret sone Kooperation mit der Polizei aus? Welche Veranstaltung oder welches Feature kommt da am Ende raus? Und was auch hier noch gefragt wurde, wie ist die Ansprache mit den Kooperationspartnern gelaufen? Also wurden die nach bestimmten Kriterien ausgewählt? Vielleicht können Sie uns da noch son son bisschen nee die Creditetails mitgeben. Also jetzt muss ich sagen, dass das unsere Programmverantwortliche mehrheitlich koordiniert, die halt dankenswerterweise die Kontakte insbesondere zur Polizei, zum Arbeitsamt, zur Verbraucherzentrale schon hat und auch auf anderen Wegen nutzt und nicht alles ist von uns zu hundert Prozent initiiert, sondern in vielen Fällen gab es da schon Dinge, beispielsweise bei der Polizei Düsseldorf, die gesagt haben, wir müssen da zum Thema KI mal was machen und die dann auf uns zugekommen sind. Das liegt jetzt aber, glaube ich, auch an unserer Größe und an der Sogwirkung, die wir hier son bisschen in Düsseldorf entwickelt haben, worauf ich vorhin auch noch mal eingegangen bin, als ich sagte, so, wir sind eine relativ glückliche Insel. Wir haben schon ziemlich viele Partner und großes Netzwerk, aber trotzdem lohnt es sich, das aufs kleine Mal zu übertragen und zu gucken, ob man das andersrum nicht auch so gehen kann. Und letzten Endes braucht's dann auch nicht vielleicht immer zwingenden Kooperationsvertrag. Das kommt natürlich drauf an, was die Stadt vorschreibt oder wie die eigenen Richtlinien sind. Wenn das jetzt Einzelveranstaltungen sind, versuchen wir das nicht zu überfrachten mit, ich sag jetzt mal Papierkram, dem wir ja sowieso schon zu Genüge haben. Danke schön, erst mal so weit. Genau. Ja, KI verstehen, die Stadtbibliothek Ulm geht da auch interessante Wege. Wir haben uns sofort Rakete und Diva gemerkt und die Visitenkarte. Das ist natürlich total praktisch, da sind wir sofort bei Ihnen. Gibt's denn bis jetzt schon Learnings oder welches Feedback kommt denn bereits von den Schulen und Schülern zu also Angebot? Das Feedback ist sehr, sehr gut. Wir werden also wir haben jetzt tatsächlich, also das muss man vielleicht auch dazu sagen, ich wurde eben schon darauf hingewiesen, glaube der QR Code ist nicht mehr ganz aktuell. Wir haben Anfang der Woche, also Anfang letzter Woche haben wir tatsächlich das modulare Angebot live geschaltet, also das, ich jetzt in dem Vortrag nur angekündigt habe, jetzt live. Dadurch hat sich wohl aber auch der link verändert, den finden Sie, glaube ich, im Chat und ich gucke dann auch, dass die Sachen da sind. Und auch da wieder das feedback von den schulen dass die nachfrage ist sehr sehr groß wir hatten heute morgen wieder einen workshop da und sowohl von den schülerinnen als auch von den lehrerin wird das immer sehr sehr dankend angenommen ich glaube dass da ja wir sehr sehr viele augen öffnen können also gerade auch deswegen fokussieren uns jetzt gar nicht so sehr wenn wir über die rakete sprechen im prinzip geht es nicht darum dass man jetzt sagt prompt muss immer so aussehen sondern manchmal ist schon alleine dieses ah ja okay ich kann mir schon gedanken darüber machen was ich da rein schreibe und wie ich genau danach frage und wenn man dann am ende das ist schon eigentlich eine erkenntnis für die schülerinnen die auch schon weiter bringt dass sie bisschen damit experimentieren und damit weiterarbeiten. Und nee, wir gehen davon aus, also wir kommen gerade eher in das Problem, dass wir die angesprochenen Räumlichkeiten, die wir haben, den Saal, dass der nicht mehr ganz hinterherkommt mit unseren Anfragen. Also müssen wir gucken, ob wir da noch mal irgendwo Platz schaffen können. Also die Rückfrage ist enorm. Das Feedback ist sehr, sehr gut und wir lernen natürlich auch mal weiter dazu. Also wir haben jetzt, wie gesagt, mit diesem modularen Teil wie angekündigt, einmal das Thema Deepfakes noch mal werden wir bespielen. Wir haben ein Modul, was sich mit dem Thema Ethik und Nachhaltigkeit beschäftigt, also wo es darum geht, wie der Ressourceneinsatz von künstlicher Intelligenz und auch, wo kommen die Daten eigentlich her, was passiert mit Urheberrechten. Wir haben dieses systemgebiet ein bisschen technischer betrachtet also wie funktioniert eigentlich so ein large language model wenn jetzt ein informatikkurs kommt und es dann mehr die aspekte geht und das noch mal ergänzen modular jetzt so dass die lehrkräfte dann für ihre klasse auswählen können was interessiert und da sind wir jetzt mal ganz gespannt, was wir bei den neuen Modulen, die wir jetzt noch nicht, also die stehen auf Papier zwar schon, aber die sind noch nicht erprobt, was wir da noch lernen und wo wir anpassen und natürlich bei so einem Thema, wir arbeiten auch weiter an den Konzepten, also auch die die Promptingbestandteile ändern sich immer wieder, die Rückmeldung ist ja sehr gut. Finde ich ja auch Luxusproblem, wenn ich zu viele Anfragen habe Ja, wollt lieber so wählen, ganz schlimm. Rückmeldung ist gutes Stichwort. Da haben wir nämlich was im Chat und zwar die erste Rückmeldung in Richtung das ist Material, Stichwort Rakete, Diva etc. Beziehungsweise auch die Visitenkarte weiter verwendet werden? Dafür ist sie da. Also wie gesagt, wir sind Langfristig würden wir gerne alles, was wir machen, als Open Education Resource zur Verfügung stellen. Die Visitenkarte ist aktuell auch wieder nicht im link, also die kommt dann noch mal, spätestens morgen ist sie dann noch abrufbar. Das darf gerne verwendet werden, dafür machen wir's ja. Also das freut sicherlich viele, danke. Ja, auf jeden Fall wird es die Fragenstellerin freuen, die geschrieben hat, klar, ist geistiges Eigentum, deswegen fragt sie, aber die Idee ist so genial, dass man sie nicht noch mal neu erdenken müsste. Genau. Das Feedback geben wir natürlich auch gerne an der Stelle zurück und bevor ich noch weitere Fragen hier aus dem Chat aufrufe, noch mal generell ein allgemeines Lob auch in die Runde. Es gibt hier ganz viel ja Dank für die Einblicke und der Beweis, dass niedrigschwellige Angebot realistisch sind. Jemand anders hat geschrieben, danke, ich hatte bisher noch den Drang, einen Bogen das Thema zu machen. Jetzt sehe ich, wie wichtig das ist. Also von daher, da kommt ganz, ganz viel an von daher. Vielen Dank, das schon mal als Zwischenmeldung. Und dann, Frau Poller, da gab's bei Ihnen noch viele, viele Rückfragen hier zur Kombination von Kaffee, K. I. Und Kuchen. Und ich fang mal mit der ersten Frage direkt an. Also was wurde genau in diesen Veranstaltungen besprochen? Was war dann die Vorbereitung? Und also genau, dass Sie vielleicht noch mal so ein bisschen weiter beschreiben können. Es gab die I-Pads und dann also was hat man so ein bisschen gemacht? Und vielleicht das auch schon anschließend, wenn dann jetzt doch so eine Fachfrage mal kam, wie konnten Sie sicherstellen, dass die beantwortet werden konnte? Also ich glaub, ich hab eigentlich fast alles schon im Vortrag gesagt tatsächlich. Ja, also Fachfragen, wenn ich sie beantworten kann, kann ich sie beantworten. Ich hab auch echt profitiert dadurch, dass ich jetzt schon paar Jahre Schulklassenworkshops mache zu dem Thema. Dann ist man natürlich mit den meisten schon mal irgendwie in Kontakt getreten und hat da sich schon mal mit beschäftigt. Wenn man mal was nicht weiß, find ich das gar nicht schlimm. Das kann man ja kommunizieren. Wir haben da auch Tablets liegen. Wir können ja auch zusammen recherchieren. Also das Format ist ja tatsächlich so, dass es wirklich total offen gestaltet ist. Man muss es auf sich zukommen lassen, ne. Wer kommt? Was sind da für Bedarfe? Was sind da für Interessen, Vorerfahrungen? Genau. Ich würd da vielleicht einfach noch mal anschließen. Das klang jetzt total niedrigschwellig, wo ich schon so gedacht hab, das ist richtig cool. Nicht großartig vorbereiten. Die Leute kommen, nehmen sich Stückchen Kuchen, sie diskutieren und reden dazu. Wer kommt denn da überhaupt? Wie kann ich mir das vorstellen? Kommt da zu Ihren Kaffeekränzchen, Kaffee KI Kränzchen? Mal gucken. Also wir haben's ja bis jetzt nur einmal gemacht tatsächlich, ne. Wir planen jetzt ab Februar monatlich. Das heißt, wir haben jetzt nur diese Sondersituation von der Eröffnungsfeier quasi, wo natürlich sehr viele Leute da waren. Da waren, glaub ich, dreißig, vierzig Leute im Endeffekt da. Nicht alle waren gleichermaßen k-i-interessiert, aber das macht ja nix. Und es waren alle Altersgruppen da. Da waren Studierende, da waren Senioren, da war alles dazwischen. Da waren Leute mit ganz wenig Erfahrung oder gar keinen Berührungspunkten bis jetzt, die dann, die man so ganz niedrigschwellig quasi an die Hand nehmen musste. Und da waren Leute da, die schon richtige Profis waren, die auch in manchen in ihrem speziellen Bereich auch mehr wissen als ich. Auch das ist ja super, wenn man sich dann so austauschen kann. Und genau, die dann auch dafür gesorgt haben, dass die Diskussion vielleicht in eine bestimmte Richtung geht. Und es gab, es war ja nicht eine lange Veranstaltung, sondern es gab eben mehrere kleinere Unterhaltungen im Endeffekt. Und es war jedes Mal wieder neu. Manches war natürlich auch son bisschen repetitiv über diese drei Stunden. Also ich hab auch öfter mal das Gleiche wieder erzählt Oder es kamen immer mal wieder die gleichen Fragen. Genau. Glaub Aber im Endeffekt ja, alles. Ich glaub, dass bei der Frage auch son bisschen, die noch mal im Chat war, auch mit mitklingt, ist einfach diese Sorge, kann ich das auch? Kann ich das traue ich mir das zu? Und ich kann dann nur sagen, wir machen das, ich leite ja selber auch eine Initiative, die sich für digitale Teilhabe stark macht. Wir sehen ganz oft, wenn wir solche Formate machen, wir machen das eher online. Das ist auch nicht schlimm, wenn man mal nicht alles weiß. Deswegen fand ich den Punkt ganz gut, den Sie gesagt haben. Zweifel ist da jemand, der weiß vielleicht sogar bisschen mehr, aber dann wissen wir am Ende alle mehr. Also ich glaube, diesen Mut da auch zu haben, einfach mal ausprobieren, sich mal zu treffen, das finde ich sehr, sehr inspirierend. An der Stelle noch tausendmal Danke, sehe ich ja gerade im Chat für, dass man die Unterlagen aus OCLC benutzen darf. Und auch schon mal ein kleiner Hinweis an alle, die zuschauen, unsere Referentinnen und Referenten sind danach auch noch im Chat verfügbar. Also wenn es da noch weitere Fragen gibt, einfach gerne fragen. Oder vielleicht auch fürs Netzwerken, weil wir haben nämlich hier gerade im Chat eine Frage oder einen Hinweis. Wir sind eine Zwei Frau Bibliothek. Das ist kaum umsetzbar. Wo bekomme ich Hilfe her? Ja und da ist natürlich son Tipp so nach der Mutti, ihr könnt Materialien nachnutzen beispielsweise oder ruft doch mal an. Gold wert, denke ich, ne. Auf jeden Fall. Genau, hier gibt's noch eine Frage, da können wir, glaube ich, noch mal drauf eingehen, ganz spannend. Das ist an Frau Bronke. Jetzt bin ich gerade aber Ach so, ich glaub, nee, das ist hier Kommentar. Ich war grad schon ganz irritiert. Trotzdem ist das Thema, was ich gerne einmal aufgreifen würde. Ich glaub, hier wird untereinander einfach diskutiert, deswegen weil ich gerade so Stimmt. Wer ist denn jetzt Frau Bronke? Aber spannender Hinweis, in Brandenburg geht's dieses Jahr mit der Medienscouts Initiative zu vor. Vielleicht kennen Sie die ja auch. Ziel ist es da, dass an jeder weiterführenden Schule, dass es quasi solche Teams gibt, die da auch unterstützen. Und von daher finde ich spannend, diese Medienscouts, das ist ja auch so ein bisschen das, was in Ulm gemacht wird. Also einfach noch mal so als als als Hinweis, aber auch noch mal als vielleicht weitere Überlegung, dass man auch als Partner natürlich die Schulen dazunehmen kann und sagen kann, hey, auch da können wir gemeinsam was umsetzen, eben nicht immer alles alleine zu machen. Ich mein, Zwei Mann Bibliothek oder Zwei Frau Bibliothek ist das immer noch schwierig. Aber einfach diese Partner dazunehmen an der Auf jeden Fall. So, ich glaube, im Chat haben wir ganz gut abgegrast hier. Ich sehe noch ganz viel Danke, Danke, Danke. Sie machen also wirklich Mut. Ja. Keine Frage. Genau. Vielleicht, wenn Du noch mal so durchscrollst. Noch mal kurz, was es hier so gibt. Genau. Hätte ich noch mal eine Frage und das klang nämlich im Vortrag auch schon so ein bisschen an, ganz zu Anfang, Datenschutz und PR. Das sind natürlich so Player bei solchen KI Projekten. Wie haben die denn eigentlich reagiert beziehungsweise wie haben sie mit denen gut zusammenarbeiten können? Vielleicht mal so die Frage als Erstes nach Düsseldorf. Also es gibt relativ standardisierten Prozess grundsätzlich schon, also mit dem Personalrat und dem Datenschutz eigentlich im permanenten Austausch für alle möglichen Themen und da kam das Thema KI jetzt einfach obendrauf, aber weil es einfach so unterschiedliche Anfragen waren, ist es jetzt Tool, ist es eine Einzelveranstaltung, mussten wir halt einfach diesen Weg gehen, das durch das Formblatt son bisschen zu kanalisieren, einfach damit das unseren Datenschutzbeauftragten nicht überfrachtet. Aber gerade der Personalrat schaut natürlich noch mal auf ganz andere Dinge als der Datenschutz und die sind dann natürlich auch erst in Bord, wenn wir quasi dauerhaftes Tool für die Mitarbeitenden einführen wollen. Und jetzt haben wir natürlich den Vorteil und den Nachteil zugleich, dass die Stadt ja schon an der eigenen Strategie arbeitet. Das heißt, sie sind mit dem Thema ja schon vertraut und darauf konnten wir halt dann an vieler Stelle aufsetzen und brauchten da nicht das Rad neu erfinden, sondern haben gesagt, okay, wir sind jetzt einfach schon Schritt weiter als die Stadt mit ihrer Strategie. Das nützt aber auch den Mitarbeitenden der LHD an dieser Stelle zum Beispiel und konnten da immer relativ guten Konsens finden, genauso mit den Datenschutzbeauftragten oder der Datenschutzbeauftragten, die noch mal ganz anderen Fokus natürlich als der Personalrat hat. Noch da uns die Zeit ja schon wieder davonrennt, bevor Du Sabine gleich zum Abschluss hier kommst, noch eine Frage, weil die mehrfach im Chat noch kam an Frau Pohler. Und zwar, ob Sie noch mal zusammenfassen können oder ob es vielleicht sogar eine Liste gibt, die man zur Verfügung stellen kann, welche konkreten KI Angebote auf den iPads genutzt werden konnten. Die Cavenry zwei, drei Mal, vielleicht können sie es noch mal entweder zum Mitschreiben nennen oder vielleicht gibt's da ja sogar was, was man nutzen kann. Ja, das ist mir aufgefallen, die Folie wurde nicht eingeblendet. Keine Ahnung. Also es gab eine Folie mit der Liste, die müsste eigentlich irgendwo vorhanden sein. Genau, wir hatten, ich kann's mündlich noch mal versuchen zusammenzufassen ausm Gedächtnis. Wir hatten über Articulate hatten wir Chetupity und DALLI für Text- und Bildgenerierung. Hatten Quickdraw natürlich. Wir hatten Gemini auf paar Geräten. Wir hatten, tja, was hatten wir noch? Die Google Bildersuche haben wir integriert. Genau, verschiedene Dinge. Sumo hätten wir nutzen können und haben wir aber nicht genutzt. Genau, da wären hätten wir auch noch son paar Credits für einzelne Tests gehabt, aber es war dann in dem Fall gar nicht nötig, genau. Vielleicht können wir die Liste hier auch einfach nachliefern. Das geht ja mit Sicherheit auch. Ja, danke, genau. Wir würden ganz gerne, bevor wir schließen, noch mal an Herrn Christmann weitergeben. Genau, ich wollte noch eine Sache zum Thema Datenschutz sagen im Kontext mit Schuhworkshops, weil das auch ein wichtiges Thema ist, was ich im Vortrag jetzt nicht angesprochen habe, dass man natürlich schon berücksichtigen muss, dass es da auch wichtig ist, wenn man jetzt mit den Schülern arbeitet, den Schülerinnen und die jetzt KI verwenden sollen, dass man da einfach auf zwei Sachen achten muss. Einmal natürlich den Datenschutz und dann andererseits auch mal die Nutzungsbedingungen von den Chatbots selbst. Also einige zum Beispiel Chachipiti sind laut Nutzungsbedingungen erst ab sechzehn Jahren überhaupt erlaubt. Heißt, da dürfen wir auch gar nicht quasi die eigenständige Nutzung in dem Sinne selbst, wenn wir wissen, dass sie es alle machen, auch die fünfzehn, vierzehn Jährigen dürfen uns natürlich nicht dann ermutigen wir haben auch eine zeitlang mit articat gearbeitet das ist aber natürlich halt relativ teuer also weiß nicht ob das für jede bibliothek eine option ist sich da die lizenzen zu kaufen also quasi datenschutzkonformer zugang zu chat cpt das wollte ich nur noch mal anmerken, weil das Thema jetzt gerade aufkam, dass das halt auch wirklich wichtig ist, das zu berücksichtigen, dass man da jetzt in kein Fettnäpfchen reintritt und am Ende dann irgendwie sich was vorwerfen lassen muss. Und nichtsdestotrotz, wir lösen es manchmal auch so, dass ich dann vorne zentral am Bildschirm quasi Chachipiti, also bauen den Prompt zusammen und ich gebe ihn vorne gemeinsam, also alleine ein. Wir schauen das Ergebnis gemeinsam an. Wenn man das machen möchte, ist es auch interessant. Grundsätzlich vielleicht letzter Satz dazu, haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Schülerinnen und Schüler schon wirklich zu neunundneunzig prozent nur nutzen und ehrlich gesagt auch mit articlat einfach weil es bisschen anders aussieht und teilweise auch ältere modelle hat dann irgendwie die das nicht so ganz übertragen auf ihren lebensalltag deswegen sind wir da auch so ein bisschen von abgekommen aber genau muss man sich auf jeden fall darüber gedanken machen wenn man solche angebote machen möchte guter hinweis finde ich ja danke mit blick auf die zeit würden wir diese session jetzt schließen. Wie gesagt, der Chat steht allen noch zur Verfügung und wir möchten uns herzlich bei Ihnen dreien bedanken. Nach Düsseldorf, nach Ulm und Köln gehen unsere danke geht unser Dankeschön für Ihre Vorträge und vor allen Dingen für das Bereitstehen noch mal bei den Fragen. Ja, wir möchten an dieser Stelle noch mal auf das Gewinnspiel hinweisen. Dass die Kaffeemaschine nicht verlost. Genau, ein Plakat upload geht noch bis siebzehn Uhr und auch die Abstimmung läuft schon. Also insofern nutzen Sie die Chance, da mitzumachen. Und wir sehen uns gleich wieder vierzehn Uhr dreißig, dann geht es nämlich in Richtung fix entlarven. Bis dahin. Bis gleich.
KI zum Anfassen: Was Öffentliche Bibliotheken heute schon möglich machen
Referent*innen:
Dana Wingensiefen-Wosel, Sebastian Yun Christmann und Lina Pohla
Vortrag 1:
KI in Bibliotheken braucht Initiative (StB Düsseldorf), Dana Wingensiefen-Wosel
Viele Städte haben noch keine eigene Strategie für Künstliche Intelligenz und trotzdem wenden sich die Kund*innen mit ihren Fragen an die Institution ihres Vertrauens - ihre Bibliothek. Warum das Chance und Herausforderung zugleich ist, welchen Weg Düsseldorf gewählt hat und warum es so wichtig ist sich zu engagieren, erkläre ich in meinem Vortrag.
Vortrag 2:
Vermittlung von KI-Informationskompetenz bei der Stadtbibliothek Ulm, Sebastian Yun Christmann
Die Stadtbibliothek Ulm führt seit September 2025 Schulworkshops zum Thema Umgang mit künstlicher Intelligenz durch. In diesem Vortrag präsentiere ich Ihnen unser didaktisches Konzept, teile unsere ersten Erfahrungen und erläutere, wie Sie ein ähnliches Angebot in Ihrer Bibliothek aufbauen können. Soviel vorweg: Sie können in Ihrer Bibliothek Workshops zum Thema KI durchführen.
Vortrag 3:
Niederschwellige KI-Angebote in der Stadtbibliothek Köln, Lina Pohla
Die Stadtbibliothek Köln lädt ein zu Kaffee, Kuchen und KI! Das maximal niederschwellige Veranstaltungsformat zur KI-Vermittlung ist in wirklich jeder Bibliothek umsetzbar und initiiert fast von allein Diskussion und Reflexion über KI und Erfahrungsaustausch von Menschen mit diversen Vorerfahrungen.
Herzlich willkommen zurück. Wir haben halb drei und starten jetzt in unsere nächste Session. Und ich weiß ja nicht, wie es Ihnen manchmal schon ergangen ist, wenn Sie die KI was gefragt haben und festgestellt haben, Mensch, die erzählt ja Quatsch. Da gibt's dann irgendwelche Fakes, Halluzinationen und genau das ist das Thema, mit dem wir uns in der nächsten Session genauer beschäftigen. Was haben wir da, Linda? Ja, ganz genau, Sabine. Darum soll es jetzt gehen. In den vorherigen Vorträgen ist es ja auch schon angeklungen, dass Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Das heißt, es gibt eben auch neben vielen Möglichkeiten, die diese neue Technologie mit sich bringt, gibt es auch Herausforderungen und Risiken. Und auch darauf müssen wir schauen und das heißt, wir brauchen einen verantwortungsvollen Umgang mit künstlicher Intelligenz. Und wie der aussehen kann, da wollen wir jetzt in zwei Vorträgen zunächst mehr zu hören und danach natürlich auch noch bisschen diskutieren. Und wir starten jetzt gleich und wandern nach Vorarlberg zur Landesbibliothek und hören dort von Patrick Labourett und Simon Rüdeser etwas zu dem schönen Titel Stranger Facts. Und zwar sehen wir, wie die Landesbibliothek dort Jugendliche spielerischen Methoden für fake news sensibilisiert. Und anschließend freuen wir uns sehr, haben wir live im Studio hier, Kevin Schuhmacher. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Fachreferent an der KIT Bibliothek in Karlsruhe und wird näher auf die Rolle von Bibliotheken bei der Stärkung von kritischen K-I-Kompetenzen eingehen und uns auch verraten, warum das vielleicht auch zwischendurch heißt, auch mal nein zur K-I zu sagen. Wir freuen uns auf die Vorträge, wir freuen uns noch mehr auf die Diskussion danach und von daher los gehts. Bekennerschreiben. Seit zweihundertfünfzig Tagen ist ein Mensch Gefangener der Desinformation. Nicht durch Mauern, sondern durch ungeprüfte Behauptungen, nicht durch Gewalt, sondern durch Algorithmen. Desinformation tarnt sich als Meinung, sie verbreitet sich schneller als Zweifel. Wir bekennen uns dazu, diesen Zustand offenzulegen, nicht mit Angst, sondern mit Neugier, nicht mit Parolen, sondern mit überprüfbaren Fakten. Stranger facts, k I Experimente, fake Aufklärung in Bibliotheken. Die Haft kann beendet werden. Der Schlüssel heißt Wissen. Ende der Mitteilung. Klarstellung. Dies ist eine ironische Medienkritik. Gewalt ist keine Meinung. Fakten sind kein Extremismus. Ja, herzlich willkommen in die Runde. Ja, es war provokanter Einstieg, ganz bewusst gewählt. Wenn wir Sie jetzt sehen würden, würden wir wahrscheinlich irritierte Blicke sehen. Wir haben ein Video produziert im Vorfeld, das alles aus der Trickkiste der Desinformation im Internet beinhaltet. Wir haben geweisst dramatische Musik. Wir haben einen dramatischen Sprecher mit KI generiert. Alles für Sie, Sie jetzt auf unseren Vortrag aufmerksam zu machen. Der Vortrag lautet strange effects und was danach kommt, wie eine Bibliothek zum Experimentierlabor gegen Desinformation wird, ja. Hier vor sich sehen Sie zwei experimentierfreudige Bibliotheksmitarbeiter. Wir sind die SuperKIBroders, so nennen wir uns hier intern und jetzt ist der Name auch extern bekannt. Mein Name ist POI'schke Klabodedt. Wir arbeiten beide in der Vorarlberger Landesbibliothek. Ich bin hier als Informationstherapeut, das ist auch eine Eigenbenennung, aber trifft eigentlich das ganz gut, was wir hier machen. Wir versuchen, in dieser Wahnsinnsflut der Information, der Desinformation auch manchmal therapeutisch aktiv zu sein. Ich bin Fachreferent. Ich betreue die Sacherschließung, bin im Bereich Teaching Library aktiv, betreue unsere Suchmaschine und mach nebenher noch die Landtagsdokumentation. Vom Hintergrund bin ich studierter Historiker und hab, bevor ich in der Bibliothekswelt gelandet bin, im Medienbereich gearbeitet für den bayerischen Rundfunk in den Medienarchiven. Daher auch meine Affinität für Information und daher auch die Sympathie für den Simon, meinen Kollegen, der sich jetzt vorstellen wird. Genau, also ich bin der Simon. Ich bin Systemadministrator und EZproxy Techniker. Zuvor habe ich beim Regionalfernsehen beim LanletTV gearbeitet und von dort habe ich die Expertise zur KI mit mit dem Bereich Medien gelernt eigentlich. Genau. Genau, verlier aber keine Zeit. Bei allem, was wir hier tun, arbeiten wir in Handlungsfeldern und diese Handlungsfelder sollen jetzt für diesen Vortrag auch sone gewisse Grundstruktur bieten. Wir haben vor, mit Ihnen kurz auf ein Projekt einzugehen, das nennt sich StrangerFacts, wo ich gemeinsam mit zwei Schülerinnen mich dem Thema Desinformation ein ganzes Schuljahr angenommen hab und wir haben daraus dann ein Actionboundquiz erstellt mit Unterstützung von KI, mit enormem Medieneinsatz. Dieses Projekt und seine Folgen werde ich kurz vorstellen, denn die Folgen mündeten in einem großen Experimentierfeld, denn ich hab damals Lunte gerochen und hab angefangen, mit KI-Tools zu experimentieren. Dann großes Glück. Der Simon kam zu uns in die Bibliothek, auch sehr medien- und KI affin. Und wir haben dann angefangen, kleine Mikroprojekte zu starten, die wir heute auch vorstellen wollen und haben uns der Herausforderung Info- und Medienkompetenz gestellt. Das bedeutet, klassische Bibliothek bietet Kurse zum Thema Informationskompetenz. Wir beide, wir denken die Medienkompetenz dazu, denn KI Tools machen es leichter denn je, Medien zu erstellen, mit Medien zu recherchieren, mit KI zu recherchieren. Und wir sagen ganz bewusst, keine KI ohne Informationskompetenz ohne IK, aber auch umgekehrt, keine Informationskompetenz ohne KI. Das wird uns nicht mehr auf Bad bleiben und deswegen sind wir seit geraumer Zeit richtig eingestiegen. Im fünften Handlungsfeld, ja, werden wir sehen, QUVATIS Bibliothek. Wir versuchen hier in unserem kleinen Experimentierlabor kleine Tools zu entwickeln, die vielleicht nicht alle wirksam werden oder in Produktion gehen, aber uns aufzeigen, was ist heute alles möglich? Und bei KI, vielleicht wissen Sie es selber, ist es ja manchmal so, in zwei Wochen kann es plötzlich alles ganz anders sein und diese Tools, die man gebaut hat, funktionieren plötzlich besser oder funktionieren anders. Und genau da befinden wir uns und versuchen einfach Ideen zu entwickeln, wie die Bibliothek vielleicht in fünf Jahren dann funktionieren wird. Zum Thema stranger fats. Vor ungefähr anderthalb Jahren kamen zwei Schülerinnen von der Schule hier in Bregenz, wo die Vorarlberger Landesbibliothek ansässig ist, auf uns zu und wollten ein soziales Praktikum machen, ein sogenanntes Public Service Praktikum. Und ja, die Zeiten waren dramatisch. In den USA herrschte Wahlkampf, Donald Trump trat wieder an und auch hier gab's die ein oder andere Wahl, die wir auch aus der Informationsbranche, aus der Bibliothek mit Argusaugen beobachtet haben. Und so kam mir son bisschen der Sinn der library strikes back, make facts, great again. Und wie kann man das besser machen als mit jungen Menschen spielerisch? Und wie kann man's besser machen an Ort wie die Bibliothek, die nicht nur eine Kathedrale des Wissens ist, sondern ein Ort mit gesellschaftlicher Relevanz? Viele von Ihnen kennen das wohl als dritter Ort. Und wir haben ganz aktiv dabei gearbeitet, die Bibliothek als Ort der Aufklärung und Medienbildung zu gestalten, gleichzeitig einen lebendigen Lernort für Jugendliche, aber nicht nur zu gestalten. Und ich hab versucht, mit diesen zwei Schülerinnen positive Bibliothekserfahrungen zu gestalten. Dadurch haben wir recht schnell gemerkt, das gibt neue Impulse für die Bibliotheksarbeit und wir konnten neben der Informationskompetenz zentrale Fähigkeiten weiterentwickeln, nämlich auch die Quellenkritik und die digitale Mündigkeit. Und was ganz besonders war und das begleitet sowohl den Simon als mich auch, ist das Schlagwort Innovation durch Ehrenamt. Solche Projekte, wie wir das machen, die funktionieren nur durch außerdienstliches Engagement. Also am Wochenende mal, man hat eine Idee, man springt in ChatGPT, man entwickelt diese Idee und verfolgt sie dann in der Woche darauf im Job dann weiter. Die zwei Schülerinnen haben das vorgelebt. Sie sind neben der Schule zu uns gekommen und haben wirklich sich aktiv eingebracht, eingearbeitet in in neue Themen, in fremde Themen. Und das zeigt, aktives Ehrenamt kann wirklich von großem Vorteil sein auch für uns Bibliotheken, ob wissenschaftlich, ob öffentlich, ganz egal. Grundsätzlich kann man sagen, dass folgendes Modell, das sogenannte Facts Modell, das haben wir zusammen mit den Schülerinnen gemeinsam auch mit ChatGPT entwickelt, ist eigentlich genau diese Grundlage, die wir in unserer täglichen Arbeit brauchen, nämlich die Frage danach Quellen zu finden und zu prüfen und auch nachzufragen, wer hat ursprünglich veröffentlicht? Das klingt banal und ist wahrscheinlich auch eine Kernschul ein Kernschulungsinhalt in den Teaching Libraries, aber wir behalten das immer im Hinterkopf. Wir fragen, wer profitiert von der Story, von einem Bild oder einem Clip? Das hat der Teaser eingangs auch gezeigt. Vielleicht ist es einigen von Ihnen aufgefallen. Ich vermute den meisten nicht. Der Sprecher spricht dort von zweihundertsechzig Tagen Gefangene der Desinformation und auf unserem Plakat, das man hier auch im Hintergrund sieht, steht dreihundertfünfundsechzig Tage. Das sind so kleine Details, auf die man achten kann. Und wenn man es bewusst macht, dann findet man vielleicht auch schnell heraus, welche Interessen hier am Werke sind. Ja, Gegencheck mit zuverlässigen Partnern. Ich hab's mir zur Gewohnheit gemacht, täglich bei CORRECTIV zu gucken. Die Bundeszentrale für politische Bildung, so was haben wir hier in Österreich nicht so gebündelt. Daher blicken wir immer sehr gespannt nach Deutschland, was für neue Inhalte dort auf der Plattform stattfinden und der gleicher Plattform gibt es ja unzählige. Und das versuchen wir auch nach außen zu vermindern, auch in unseren Schulungen. Tracey Origin, den Ursprung nachverfolgen, Auch das haben wir anfangs so gelernt, dass wir die Google Bilder Rückwärtssuche verwendet haben. Mittlerweile basteln wir auch an kleinen Chatbots oder K-I-Agenten, die das für uns übernehmen. Dazu später ein bisschen mehr. Und natürlich share responsibley. Wir haben jetzt hier eingangs einen relativ provokativen Teaser eingespielt. Ja, würden wir den auf Socialmediathe jetzt so teilen? Nein, würden wir nicht. Deshalb, wenn wir den verbreiten, dann werden wir natürlich ein Disclaimer noch voranstellen. Wir werden natürlich auch klar auflisten, wo war KI im Spiel? Wer hat das Ding produziert und so weiter? Also solche Dinge sind ganz wichtig und auch im Zusammenspiel mit den zwei Schülerinnen haben wir dann Woche für Woche gemerkt, sie fangen auch an, verantwortungsvoll zu teilen im Familienkreis. Sie haben versucht, ihre Lehrer unter Druck zu setzen, dass sie politische Bildung lernen, dass sie kritisch mit Information umgehen in der Schule. Dazu haben sie ihren Klassensprecher eingesetzt und waren tatsächlich erfolgreich. Sie haben in Tiktok nicht mal alles widerspruchslos akzeptiert und kreativer Einsatz von KITools, das war der nächste Schritt. Wir dachten, ja, nur Desinformation lernen. Ja, wir sind hier nicht in der Schule, wir wollen was machen. Wir hatten überlegt, eine Ausstellung zu machen. Aber irgendwann dachten wir, die KITools sind mittlerweile so weit, dass wir dann angefangen haben, Drehbücher zu erstellen. Wir haben dann mit unseren Smartphones Filmaufnahmen gemacht, haben ein spannendes Storytelling entwickelt und sind dann relativ schnell auf die App Actionbound gekommen, haben einen Actionbound erstellt und haben da alles an Medien reingehauen, was ging. Also da finden Sie dann unsere Sequenzen, die wir gedreht haben. Dort lernen Sie die die Landesbibliothek auf mysteriöse Weise kennen. Und wir haben nicht nur mit ChetGPT gearbeitet, sondern haben auch etwa mit der App Suno Musik produziert thematisch. Wir haben aufklärerische Songs gemacht, Soundtracks für die für die Filmaufnahmen. Okay, ja, falls Sie interessiert sind an einer ersten Runde, scannen Sie einfach diesen QR Code, spielen Sie Stranger Facts. Wir freuen uns natürlich über rege Teilnahme und ein Feedback. Synergieeffekte und da komm ich jetzt auch zur Überleitung zu meinem Kollegen Simon. Ja, wir haben experimentiert mit Kreativschuldools wie GPT und Suno. Wir hatten die Schülerinnen an Bord, hohe Resonanz auf Schulungen und Vorträge. Also das erste Mal habe ich das Stranger Effekts Projekt in BERN beim Bibliothekskongress in der Schweiz vorgestellt. Daraufhin kam die Einladung hier zum Bibliotheksleitungstag. Das zeigt uns, ja, die Idee kommt gut an. Und ja, wir wollen natürlich unser Projektwissen weiterentwickeln, experimentieren und haben schon recht früh gestartet damit, in Chat GPT kleine Chatbots zu erstellen. Sie können selber mal in ChetGPT schauen. Bei GPT erkunden, zoomen Sie einfach mal den Informationstherapeuten und probieren Sie ihn aus. Wir haben auch angefangen zu programmieren. Also ich bin kein Attila, Simon ja und ich bin dann einfach mal so frech gewesen, hab paar Dinge programmiert mithilfe von ChetGPT und bin dann zum Simon gegangen und hab gesagt, da hast Du eine HTML, Kannst Du was draus machen? Und genau das wird Simon Ihnen jetzt zeigen. Okay, also wir haben auf unserer Homepage eine Fachgebietsuche. Bei der kann man gewisse Themenpunkte anklicken und Zusatzpunkte dazu nehmen. Und die war uns zu unübersichtlich. Ja. Also der Mechanismus funktioniert auf unseren basiert auf unseren Notationen und wir nutzen die erweiterte Suche von Primo und gehen dann auf unsere sogenannte lokale Klassifikation. Und das ist Mechanismus, der sehr gut ist, aber Genau und die Rückmeldung, die wir immer bekommen haben, war, dass die einfach zu unübersichtlich ist. Und da war jetzt unser Plan im Sommer, dass wir die Seite umgestalten. Und die sieht jetzt folgendermaßen aus. Man kann schön auf die Punkte drücken, zum Beispiel Geisteswissenschaften und geht dann auf den Punkt, den man auswählen möchte und kann dann bei beim Querfeinden noch sein Stichwort dazugeben, zum Beispiel Ibe und dann kann man den suchen. Genau, und dann bekommt man genau die Treffer, die man haben wollte mit dem Feld Liebe und der Klassifikation Philosophie. Genau, genau. Nur diesen die Fachgebietsuche zu erneuern, die war uns eigentlich war uns zu wenig, hätte ich gesagt. Und deshalb haben wir noch so kleine Feature eingebaut wie zum Beispiel den Wikipedia Chatbot. Der ist eigentlich nur da, dir Artikel, die Du auf Wikipedia finden möchtest, schnell zur zur Verfügung zu stellen. Also jetzt mal mit dem Beispiel Fußball gibt er mir mit der Wikipedia API genau den ersten Absatz vom Wikipedia Beitrag plus den Link dazu. Das fanden wir eigentlich ganz, ganz sinnvoll und Genau, weil was einem mit mit der Grundphilosophie darum geht, dass wir eine Rechercheplattform machen und die nötigen Werkzeuge in diesen Werkzeug verpacken. Genau. Was auch noch cooles Feature ist, ist die Zeitreise durchs Web. Die funktioniert durch die API von der WheekWisecat Maschine. Und da können wir jetzt unseren lokalen Nachrichten die Webseite dazugeben und dann das Datum dazu von von wann die veröffentlicht wurde. Also in meinem Beispiel nehm ich jetzt den ersten ersten zweitausend und dann starten wir mal die Zeitreise. Und jetzt sehen wir schon, er findet eine archivierte Version vor einundfünfzig Tagen vor meinem gewählten Datum, also sprich vom elften elften neunzehnhundertneunundneunzig. Und er gibt uns auch direkt den link dazu. Wenn man draufdrückt, genau, dann kommt die Seite von von neunzehnhundertneunundneunzig, vom elften elften. Das ist eigentlich ganz cooles Tool, so wie ich finde. Man kann man kann auch dazu sagen, das ist so das die klassische Denke ausm Medienbereich, dass man Gesagte so archiviert, dass man sie irgendwann auch wieder ausm Giftschrank, ausm Archiv herauskramen kann und 'n sehr wertvolles Tool für journalistische Recherche auch. Und das wollten wir unseren Bibliotheks nutzen auch in EOI. Genau, und dann sind wir eigentlich mit der Fachgebietsuche durch und wir kommen zu unserer virtuellen Bibliothek. Sozusagen ein Blick in die Zukunft, auch cloadAI basiert. Genau und das ist quasi wie ein kleines Minigame, wo man auch Recherchetätigkeiten machen kann. Und ich sag mal, ich nehm mir da jetzt mal das Auto und wir fahren mal zum Friedhof. Ja, jede gute Recherche beginnt auf dem Friedhof. So ist es. Hier haben wir den dunklen Bibliothekar. Ja, der spielt auch eine zentrale Rolle in. Genau. Und dem können wir jetzt mal eine Frage stellen. Und zwar ist der Mond eine Scheibe. Man sieht da oben schon, wir verlinken schon auf bewährte Faktencheck Plattformen. Ja, es ist Prototyp, deswegen sind die Beschriftungen noch nicht so klar, aber man sieht's jetzt dem Beispiel ganz schön. Was passiert? Der also er gibt uns die Links zum Faktencheck und er sagt uns, ein kalter Wind weht durch die Grabsteine, während ich meine Laterne höher halte. Also bewusst humorvoll, ironisch, philosophisch gehalten, dass es auch Spaß macht. Und das basiert auf einem Prompt, der fünf Seiten, fünf DIN-a-vier-Seiten lang ist, ziemlich komplex. Als Fakedetektor findet man ihn bei ChetGPT. Seit heute Vormittag habe ich den auch in Mistral getestet. Da funktioniert's sogar noch besser mit wirklich ganz konkreten Faktenchecks. Ja, also da liegt Potenzial und man sieht, man kann solche einmal erarbeiteten Projekte in verschiedene Umgebungen migrieren, platzieren. Also wir sind eigentlich jetzt bereit für die Bibliothek. Ah, noch nicht ganz. Nicht ganz, okay. Noch nicht ganz. Es gibt noch cooles Feature und und da hol ich mir noch mal schnell Auto. Stopp. Und zwar die Buchregalbe. Oh, wir haben jetzt dich fast vergessen. Genau, das ist kleines Minigame, da können wir jetzt Bücher zurückgeben Und da machen wir jetzt ganz viele. Weil je mehr Bücher Du zurückgibst, desto höher ist es. Wir sehen eine sehr gute Leistung, Glückwunsch. Genau, ist kleines kleines Minigame im in dieser Welt. Aber jetzt sind wir bereit für die für die Bibliothek. Herzlich willkommen in der Wandelhalle der Vorarlberger Landesbibliothek. Genau, sehen wir schon die Infophile, aber an der gehen wir jetzt vorbei. Wir gehen zum Oudiù, Fachreferentin für Sozialwissenschaften. Und dem fragen wir jetzt was zum zum Krieg. Ja. Ja. Was weißt Du? Oh, noch egal. Genau. Genau. Ganz bewusst geschrieben w w zwei, Zweiter Weltkrieg. Mal schauen, kann die KI das erkennen? Wie muss er nennen? Er hat es gut erkannt, w w zwei für Zweiter Weltkrieg. Wir kriegen Information zu den Forschungsfeldern. Wir kriegen eine klare Suchstrategie weiter unten, aufgelöst in Booleschen Operatoren. Und das Highlight am Doktor b Punkt Oordieu ist natürlich der Link. Der Link zum V-Feind. V-Feind ist unsere Suchmaschine. Genau und den tun wir jetzt mal öffnen. So. Und jetzt haben wir hier oben, man sieht's ganz schön, eine ziemlich komplexe boolesche Abfrage und kriegen im Grunde genommen anhand von dieser Abfrage alle Titel, die wir im Bestand haben, ob elektronisch, ob gedruckt und haben auch eine sehr, sehr gute Recherche Nutzen. Genau. Genau. Die Gründe, die sind einfach verschiedene Personas, die verschiedene Sachen können und einen bei bestimmten Fragen an die Hand nehmen. Dann würde ich sagen, wir verlassen die Bibliothek noch mal, weil ja, also langsam haben wir uns den Feierabend verdient. Das stimmt. Was tut man am liebsten an Feierabend? Ja. Man geht zu einem Ja, also ich, ich muss in Man geht zu einem schönen Festival. Da finden wir wieder das Auto. Ja. Oh, da sind schon einige begeisterte Leser mit Büchern in der harten Brauerei. Da gesellen wir uns mal dazu. Hätt ich auch gesagt und jetzt schalten wir noch die Musik ein. Was verbirgt sich hier? Wir sind hier in einer Sunoplaylist mit aufklärenden Songs, die im Zuge des Projekts entstanden sind. Ja, hören wir uns Song mal an und ja, von diesen ersten Tönen, die wir hören, alle k I generiert, klingt auch schon sehr professionell. Ich find, das echter Hit, der uns alle motivieren soll zum spielerischen Umgang mit diesen neuen Tools. Lassen Sie uns experimentieren, lassen Sie uns spielen, lassen Sie Spaß haben. Also ich hoff, wir konnten's vermitteln, dass wir relativ viel Spaß haben in unserer Arbeit und wir möchten Sie motivieren, da mitzumachen. Werden Sie Teil des StrangerFacts Teams. Vielen Dank. Danke schön. Und ja, auf ein bald. Meinerseits freue ich mich sehr, live hier aus dem Studio meinen Vortrag jenseits des Hypes kritische KI Kompetenzvermittlung als Bibliotheksauftrag halten zu dürfen. Kurz ein paar grobe Hintergrundinformationen, aus welcher Perspektive der Vortrag gehalten wird: Ich arbeite in zwei KI Projekten, die die KIT Bibliothek zusammen mit dem Schreiberbau des Haus of Competance durchführt. Das ist einmal das ESF geförderte Projekt KI für KMU, in dem wir in einem Weiterbildungscurriculum Mitarbeitenden von kleinen und mittelständischen Unternehmen die rechtschaffende und ethische KI Nutzung nahebringen und zum anderen das E-Learning-Projekt KIHELPBW vom MWK gefördert, indem wir zum einen einen Onlinekurs zum wissenschaftlichen Arbeiten mit textgenerierender KI für Studierende entwickeln und zum anderen dazu forschen, wie auch in Zeiten von generativer KI noch geprüft werden kann. Ich bin nur der Vertreter dieses Projektteams, deswegen einmal hier die Projekt Mitarbeiter*innen von KI EZproxy und KI für KMU. Das ist links oben Professor Doktor Scherrer, wissenschaftlicher Leiter des Schreiblabors, der die Projekte wissenschaftlich begleitet. Das ist Diana Tang von der KIT Bibliothek, Leiterin der Benutzung, Projektleiterin dieser beiden Projekte. Das ist Andreas Hirschweber, Leiter des Schreiblabors, ebenfalls Projektleiter. Daniela Klaus, Leiterin der Informationskompetenz an der KITBIBIOTIERTIK, Projektkoordinatorin. Und in der unteren Reihe die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen in den Thomas Hainz, Schablabor, Francisca Duch, Schablabor, Lisa Siloff, KIT Bibliothek und Schablabor. Meine Wenigkeit und nicht abgebildet, aber essenzieller Bestandteil des Teams ist Achim Binandi, ebenfalls KIT Bibliothek und Schablabor. So, genug des Werbeblocks. Die Frage, die es mir gehen soll, ist zunächst einmal, warum generative KI für Bibliotheken überhaupt ein relevantes Thema ist. Und OpenAI hat hierzu ein Working Paper im September zweitausendfünfundzwanzig veröffentlicht, das den sprechenden Titel How people use chat gpt trägt. Und darin haben sie sich angeschaut, was für Anfragen überhaupt an chatGPT gesendet werden und haben diese Anfragen kategorisiert. Und dabei kommt raus, dass siebenundsiebzig Prozent der Anfragen entweder unter die Kategorie praktische Hilfestellung fallen, also so was wie Sie stellen eine Frage an Chachibity und kriegen eine Antwort zurück, das Suchen von Information, also die Informationsbeschaffung, und das Schreiben. Wenn man dann einen Blick auf die Anfragen wirft, die aus einem beruflichen Kontext gestellt werden, sind sogar einundachtzig Prozent der Anfragen, die in die Arbeit mit Information, also das Suchen, das Verwerten von Information fallen und zum anderen ins Schreiben und der Beantwortung von Fragen. Man sieht also, generative KI tangiert ganz zentral Kernkompetenzen von Bibliotheken. Das Thema weist so eine Art natürliche Relevanz auf. Die andere Frage, die aber im Raum steht, ist: Passt generative KI überhaupt zu den Aufgaben von Bibliotheken? Oder anders formuliert: Passt generative KI zu den Werten, zu den Haltungen, die wir als Bibliothekarinnen so vertreten? Und diese Frage zu beantworten, habe ich in das Musterbibliotheksgesetz des DBV geschaut, sone Baseline zu haben. Und darin heißt es bei den Aufgaben von wissenschaftlichen Bibliotheken, dass sie durch geeignete Schulungs- Lehrangebote die Informations- und Medienkompetenzen der Lehrenden und Studierenden ihrer Hochschule fördern. Bei den öffentlichen Bibliotheken heißt das, dass sie durch ihre geordneten und erschlossenen Sammlungen gewährleisten, den Zugang zu freien Information gewährleisten. Und beim Zusammenspiel von Bibliotheken und Gesellschaft heißt das, dass Bibliotheken die mündige demokratische Teilhabe an der politischen Willensbildung ermöglichen, indem sie eben wieder den Zugang zu allgemeinen Informationsquellen eröffnen. Gleichzeitig unterstützen sie Menschen in schwierigen Lebenssituationen und mit Behinderung durch geeignete Informations- und Medienangebote. Und der letzte Punkt, so wichtig, er eine extra Folie hat, Bibliotheken fördern das bürgerschaftliche Engagement. Sie binden ihre Nutzerinnen und Nutzer in ihre Arbeit ein und entwickeln gemeinsam Konzepte der Partizipation. Das als Baseline, aber jetzt hin zur generativen KI. Ich argumentiere dafür, dass wenn wir generative KI diskutieren wollen und die Rolle der Bibliotheken diskutieren wollen, dann müssen wir uns jenseits des Hypes bewegen. Hype, das bedeutet, je nachdem, mit wem Sie sich über KI unterhalten, kriegen Sie eine andere Antwort. Die einen sagen, KI ist unsere Zukunft. Es ist die Technologie, die bald all unsere Probleme lösen kann, Krankheiten heilen wird und eine Zeit des Überflusses für uns alle herbeiführen wird. Und die anderen wiederum sagen aber, KI ist unser Untergang. Es ist eine Technologie, die das gleiche Risiko wie Pandemien oder nuklearer Krieg birgt und die uns bald allen unsere ökonomische Lebensgrundlage entziehen. Hype bedeutet aber auch das Bedürfnis beziehungsweise das Gefühl, dass wir KI in all unsere Arbeitsprozesse integrieren müssen, weil wir sonst den Anschluss verlieren. Und das Problem an dieser Sichtweise auf KI ist, dass sie Stück weit die Sicht auf K I verstellt, auf die Probleme, die heute schon damit einhergehen, aber auch auf die Leistungsfähigkeit, die K I heute ganz konkret uns schon geben kann. Levincell hat dieses Phänomen als Kritihype bezeichnet, also das Überhypen von Technologien, das uns dadurch gleichzeitig eine ehrliche und offene Diskussion ein Stück weit verbaut. Ich will deswegen jetzt in den nächsten Minuten einen konkreten Blick auf die Kosten von generativer KI, die schon heute da sind, werfen. Mir geht es in diesem Vortrag explizit das Wechselverhältnis von KI, Information, unseren Informationssystemen und den Kompetenzen, die wir unseren Nutzer*innen vermitteln. Gleichzeitig ist es aber auch wahr, Sie haben das auch schon in den Vorträgen vor mir gehört, jede KI Nutzung hat Kosten mit sich für die Umwelt, die steigenden Stromkosten, der Wasserverbrauch, der Elektroschrott, der produziert wird und hat Kosten für die Menschen hinter der KI. Seien das die Menschen, die die KI trainieren unter fragwürdigen Arbeitsbedingungen oder seien es die Menschen beziehungsweise die Daten der Menschen, mit denen die KI stellenweise ungefragt trainiert wird. Das würde einen ganz eigenen Vortrag rechtfertigen, den ich auch schon mal so gehalten habe, deswegen hier Werbung in eigener Sache. Das Videoessie Warum ich niemals KI nutzen würde, Sie es dennoch in Ihrem Studium lernen sollten, der Studierende adressiert und Teil unseres E-Learning-Angebots für Studierende ist. Und auf der anderen Seite hier der Vortrag von Die Kirche im Dorf lassen, in dem sie auch die Klima- und sozialen Kosten von K. I. Beleuchtet und die spezifisch auf Bibliotheken an. Wie gesagt, mir geht es jetzt aber die Kosten für unsere Informationssysteme. Zunächst mal den KI ist gebeißt. Sich das vor Augen zu führen, können Sie ein Experiment wagen, wie ich es hier gemacht habe. Sie können ein Bildgenerierungsprogramm Ihrer Wahl, in dem Fall war es Nano Banana Pro, darum bitten, Ihnen das Bild eines Weckers generieren zu lassen. Und wenn Sie sich dieses Bild generieren lassen, kommt wahrscheinlich so was raus wie hier. Ist es ein Wecker, der die Uhrzeit zehn zu zehn oder vielleicht zehn zu fünfzehn Uhr trägt? Warum ist es so? Warum spezifisch diese Uhrzeit? Es liegt schlicht und ergreifend in den Trainingsdaten. Wenn Sie eine Googlesuche machen zu Uhren, finden Sie ganz viele Uhren, auf denen die Uhrzeit zehn zu zehn Uhr fünfzehn abgebildet ist. Der Grund dafür ist ganz einfach, das sieht gut aus und man erhofft sich damit, Menschen motivieren zu können, Uhren zu kaufen. Wenn Sie jetzt aber die K-I darum bitten, das Bild von mehreren Weckern generieren zu lassen, dass die eine bestimmte Uhrzeit, sagen wir mal sieben Uhr dreißig anzeigen, dann geht es im Regelfall gehörig schief. Wenn Sie viel Glück haben, dann wird ein Wecker dabei sein, der die Uhrzeit sieben zu dreißig Uhr zieht. Auf den größten Teil der Wecker wird irgendeinen Schmu abgebildet sein, wahrscheinlich sogar zehn zu zehn Uhr. Und der Grund ist eben, dass die Trainingsdaten die KI so stark gebeißt haben, die KI so stark von der Uhrzeit zehn zu zehn Uhr überzeugt ist, dass sie nicht über sich selbst hinaus kann und diesen Bias wiedergibt. Und daran sieht man schön, wie KI lernt. KI lernt unseliktiert, KI lernt ohne Kontext, KI lernt einfach auf Basis des Internets. Die K-I-Ethikerin Jóy Bulmavini hat das Ganze mal so formuliert: LLMs learn the good, the bad and agly. Und ich glaube, wir sind uns alle einig, dass das Internet nicht gerade die beste Repräsentation der Menschheit ist und schon gar kein unbeiasster Raum ist. Zusätzlich wissen wir nicht, was die KI eigentlich wirklich lernt. Das letzte Mal, dass wir einen Einblick darin hatten, was das konkrete Trainingsmaterial eines der führenden Modelle war, war, als ChatGPT drei veröffentlicht worden ist. Und da hat man gesehen, es ist einmal auf das Internet trainiert worden, der sogenannte common qual, einmal das Internet reingekippt als Trainingsmaterial, digitalisierte Bücher sind die Basis des Modells, die englischsprachige Wikipedia wurde ausgelesen und ein paar social mediathe seiten. Seitdem wissen wir streng genommen nicht mehr genau, worauf die führenden Modelle trainiert sind. Wir fliegen quasi ein Stück weit blind. Und ja, generative KI halluziniert auch immer noch. Sie halluziniert so viel, dass nach dem Release von ChetGPT fünf einige Poweruser sich beschwert haben, warum das Problem der Halluzination, obwohl es doch versprochen wurde, immer noch nicht gelöst wurde. Das Problem besteht weiter. Aber für unsere Informationssysteme ist nicht nur der Beister, dem System ein Stück weit inhärent ist und die Gefahr der Halluzinationen ein Problem, sondern das, was man gemeinhin als KI Slop bezeichnet. Slop, das sind Texte oder Bilder, die gut genug sind. Die sind billig produziert, billig generiert und sie sind aber so gut, dass wir auf unserem Handy, wenn wir durch Socialmedia scrollen, scrollen wir darüber hinweg und konsumieren es. Es ist eine Form von Schmutz, der zwar nicht gut schmeckt, auch bisschen unappetitlich ist, aber erreicht uns dann eben doch zum Konsumieren. Und dieser SLOP verbreitet Misinformation und infiziert Stück weit unsere Informationssysteme. Hier eine Studie der European WorldCost Union, die mit zweiundzwanzig freien Medienorganisationen in vierzehn Ländern analysiert hat, wie faktengetreu Chatbots zu Fragen des aktuellen Geschehens antworten. Dabei haben die festgestellt, einundachtzig Prozent der Antworten dieser Chatbots haben irgend eine Form von Fehler drin. Und es ist zugegebenermaßen sehr kleinlich, also es ist auch, wenn wenn einzelner Name verdreht ist. Aber immerhin fünfundvierzig Prozent der Antworten weisen signifikante Fehler auf. Signifikante Fehler, wie Sie's hier sehen. Wenn man Perplexity nach dem heute noch anhaltenden Streik der Müllmänner in Birmingham fragt, kriegen Sie hier diese Antwort. Und bemerkenswert ist, zwei Zitate, die in dieser Antwort drin sind, sind frei erfunden. Es sind Quellen angegeben, wofür Perplexity ja bekannt ist. Diese Zitate kommen nicht in diesen Quellen vor, finden sich auch sonst nicht im Internet. Ein anderes Zitat lässt sich eine Quelle dafür finden, aber es ist sinnentstellt wiedergegeben worden. Also eine leichte Verfälschung innerhalb des Zitats, das aber eben etwas mit unserem Informationssystemen macht, nämlich Fehlinformationen an der Stelle. Und auch die Wissenschaft ist vor dieser Infizierung durch Slop nicht geweiht. Hier sehen Sie die Datenbank von Elsevier, science direct, die mittlerweile ki generierte Zusammenfassungen und Abstracts zu Artikeln, manchmal aber auch Definitionen anbietet. Und da finden Sie im Bereich der Psychologie unter dem Schlagwort Domain general cognitive ability folgende Definitionen. Die lese ich Ihnen jetzt an der Stelle nicht vor, weil ich bin nicht studierter Psychologe, ich kann die nicht bewerten, aber Sie müssen mir vertrauen, wenn Sie diese Definition lesen und nicht vom Fach sind, dann erscheint die auf den ersten Blick ziemlich plausibel. Erscheint wie was Sinniges. Expert*innen aus dem Fach wiederum erkennen direkt das mit der Definition, was nicht stimmt, dass sich da Fehler eingeschlichen haben. Und genau das ist das Problem von generativer KI in Informationssystemen. Wenn Sie Laie sind, wenn Sie Lernende sind, können Sie den Output noch nicht bewerten, weil Sie eben noch am Lernen sind und noch nicht über das Wissen verfügen, diese Fehler aufzudecken, egal wie einfach diese Fehler für Expert*innen aufzudecken sind. Und SLOP macht auch vor Bibliotheken nicht Halt. Hier ein Beispiel aus den Hublar ist ein Anbieter von Bibliothekskatalogsystemen, die den Nutzer*innen von öffentlichen Bibliotheken in Amerika die Ausleihe von E-Medien ermöglicht. Und die Kollegen in den USA beschweren sich mittlerweile darüber, dass dieser Katalog geflutet wird von KI generierten Medien, wie zum Beispiel das Bild hier rechts samt K-I-generiertem Cover. Jedes einzelne Wort darin ist K-I-generiert. Der Autor existiert nicht, ist nicht rückführbar auf einen echten Autor. Und das Problem ist, die Kolleginnen beschweren sich gar nicht mal darüber, dass KI generierte Inhalte in diesen Katalog kommen, sondern sie beschweren sich darüber, dass diese Inhalte nicht getaggt werden, und sie beschweren sich darüber, dass die Nutzer*innen wiederum die Übersicht verlieren und echte belastbare Information nicht mehr so einfach finden konnten, wie bevor die Kataloge geflutet waren von diesen SLOP Inhalten. Was mich wieder zurückbringt zur Passt generative KI eigentlich zu den Aufgaben von Bibliotheken? Die Frage haben sich auch Shirek Share und Emily Bender, Emily Bender bekannt für das Schlagwort der stochastische Papagei, die Frage haben die sich auch gestellt und haben Probleme definiert, die entstehen, wenn wir generative K.-I zur Informationsbeschaffung verwenden. Diese Probleme sind einmal die von mir nur gestreifte Ausbeutung der Arbeitskräfte und die ökologischen Kosten, die im Hintergrund dieser Systeme laufen. Es sind die nicht fundierten Antworten, wie im Fall der Birmingheimer Müllmänner, wo Zitate erfunden werden. Es ist die Verzerrung oder der Bias, der in den Antworten enthalten sein kann. Das verfälschte Zitat, der Wecker, der zehn Uhr zehn zeigt, obwohl er sieben Uhr dreißig zeigen soll. Es ist die mangelnde Transparenz der Ergebnisse. Wir wissen schlicht und ergreifend nicht, wo die Ergebnisse herkommen, weil wir den Trainingsdatensatz nicht kennen. Und es ist die mangelnde Handlungsmacht der Nutzer*innen. Die Nutzer*innen kriegen einfach ein Ergebnis präsentiert, können den Prozess dahinter nicht nachvollziehen. Und der letzte Punkt ist mir der wichtigste Punkt, den es jetzt auch im Rest des Vortrags noch gehen soll, das ist die fehlende angemessene Reibung. Wenn Sie sich Reibung erklären wollen, dann vergleichen Sie die Suche nach Information mit einem LLM im Gegensatz zu klassischen Google Suche, wie wir sie noch vor fünf Jahren oder zehn Jahren gemacht haben. Da hatten Sie eine Frage, Sie haben diese Frage eingegeben, Sie mussten sich durch verschiedene Links klicken, Sie mussten verschiedene Antworten lesen. In aller Fairness, da war auch großer Blödsinn dabei, den man lesen musste. Aber irgendwann haben Sie den Artikel gefunden, den Forenpost, den Redditpost, der Ihre Frage beantwortet hat. Sie haben diesen Suchprozess durchlaufen. Sie wussten, welche Meinungen existieren so da draußen zu dieser Frage und Sie wussten auch, wie Sie zu dieser Frage gekommen sind. KI wiederum liefert Ihnen die Antwort und in aller Fairness oftmals auch die richtige Antwort. Aber Sie durchlaufen eben nicht diesen Prozess. Sie kriegen nicht diese anderen Perspektiven mit, sie können sich nicht verorten. Der Philosoph und Essayist Robertus Symanovsky bezeichnet das Ganze als das Dilemma der direkten Antwort. Und das Dilemma der direkten Antwort liegt eben darin, dass die Vielfalt der Welt, die verschiedenen Perspektiven, die es so gibt, reduziert werden auf eine einzige Perspektive, auf eine einzige Antwort. Und das ist eben die Antwort der Sprachmaschine oder der K-I in dem Fall. Und er spricht deswegen im Zusammenhang von K-I auch von einem Verhinderungswerkzeug. Ein Werkzeug, das unsere Neugier, das unseren Austausch, das unseren Horizont so ein Stück weit einengt und vielleicht sogar die Neugier beendet. Und das zieht er sich nicht einfach so aus der Nase, obwohl das überzeugend klingt, sondern es gibt immer mehr Studien, die genau diesen Effekt belegen. Viel zu viele, als dass ich hier ausführlich auf alle eingehen könnte. Zwei Beispiele. Einmal die Studie von Lee et al, die impact of generative AI und critical finking. Hier haben Microsoftforscher, die jetzt nicht gerade dafür bekannt sind, dass die eine besonders k-i-kritische Haltung haben, Wissensarbeiter*innen befragt, wie sie k-i-in ihrer Arbeit nutzen und wie sie selbst ihre Arbeitsprozesse beschreiben würden. Und dabei sind zwei Erkenntnisse zentral. Zum einen, die Arbeiter*innen haben durchaus wiedergegeben, dass KI die Effizienz steigern kann. Gleichzeitig haben sie aber selbst wahrgenommen, dass in dieser Effizienzsteigerung eine Minimierung der Fähigkeit zum kritischen Denken stattfindet. Zweitens, KI verschiebt die Tätigkeiten, die wir so beim Arbeiten machen, weg vom selbstständigen Denken, vom selbstständigen Erarbeiten, hin zur Bewertung und zur Überwachung des Outputs von generativer KI. Michael Gerlich, auch eine Interviewstudie, ist zum gleichen Ergebnis gekommen. Er hat die Frage gestellt, was ist das Verhältnis von kognitive offroading und kritischem Denken. Cognitive offroading ist der Prozess, wenn Sie kognitive Aktivitäten an auslagern, beispielsweise das Kartenlagern auslagern an GoogleMaps. Heute liest keiner mehr Karten, sondern wir nutzen GoogleMaps. Aber bei LLMs lagern wir eben unser Denken, unser kritisches Denken an KI-Tools aus, indem wir uns die direkte Antwort geben lassen. Und einer der Probanden, der da interviewt wurde, hat selbst gesagt, je mehr er KI nutzt in seiner Arbeit, umso mehr fühlt er sich so, als könnte er nicht mehr selbst die Probleme lösen. Es fühlt sich so an, als würde er die Fähigkeit zum kritischen Denken verlieren. Und es ist nicht nur bei Arbeiter*innen im Wissenssektor so, auch Studierende geben genau das wieder. Essay Anfang zwanzig fünfundzwanzig, das breite Wellen geschlagen hat, hat Collegestudierende interviewt zu auch wieder ihrer KI Verwendung. Und eine Studierende hat da das eindrucksvolle Zitat gegeben: Sie benutzt KI viel, eigentlich jeden Tag für all ihre Aufgaben. Und ja, sie fühlt auch, dass sie Kompetenzen verliert, dass ihr kritisches Denken abbaut. Aber die Nutzung von KI ist so bequem, dass sie sich kein Leben mehr ohne KI vorstellen kann. Und das klingt jetzt alles ziemlich deprimierend und wirft natürlich die Frage auf: Was tun? Und was können wir als Bibliotheken tun? Zunächst noch mal zurück zu diesen vom DBV formulierten Aufgaben und die KI ist nicht immer das richtige Werkzeug. Noch mal der Punkt, wir bieten für Lehrende und für Studierende Schulungen für Informations- und Medienkompetenz an. Wir müssen dann auch sicherstellen, dass wir in diesen Schulungen eben genau diese Kompetenzen noch schulen und keine Abkürzung anbieten. Bibliotheken gewährleisten das Grundrecht auf den freien Zugang zu Information. Da müssen wir auch gewährleisten, dass es transparente, bewertbare Information sind, die nachvollziehbar sind. Wir unterstützen Menschen in schwierigen Lebenssituationen und mit Behinderung eben durch diese Informations- und Medienangebote. Das heißt, wir müssen diese Angebote auf diese Menschen zuschneiden und sie nicht mit einem Wort abspeisen. Und Bibliotheken fördern das bürgerliche Engagement. Wir binden die Nutzerinnen und Nutzer in unsere Arbeit ein und entwickeln gemeinsam Konzepte der Partizipation. Das heißt, wir müssen in Austausch miteinander treten. Und das bringt mich zu der Kernthese dieses Vortrags, nämlich Bibliotheken sind Orte der kritischen KI Kompetenzvermittlung. Und als Orte der kritischen KI Kompetenzvermittlung müssen wir zunächst mal Reibung akzeptieren, Reibung als Wert erkennen. Reibung entsteht, wenn wir uns mit Information auseinandersetzen, wenn wir Dinge lesen, aber auch wenn wir mit anderen Menschen interagieren. Reibung ist ein Resultat sozialer Interaktion. Das ist produktiv, weil sie zwingt uns dazu, andere Perspektiven einzunehmen, uns einzulassen auf andere Menschen, andere Bedürfnisse zu respektieren. Und sie ist der notwendige Teil von Lern- und Entwicklungsprozessen, kein Lernen ohne Reibung. Und deswegen muss Informationskompetenzvermittlung als soziale Praxis begriffen werden. Bibliotheken müssen das Kompetenzparadoxum beantworten. Wie ich's jetzt ausgeführt hab in den letzten Minuten, KI Hype untergräbt ein Stück weit die Voraussetzung von kompetenter KI Nutzung. Genau die Kompetenzen, die wir brauchen, KI zu lernen, werden von KI Nutzung untergraben. Das heißt, die allgegenwärtige Integration von generativer KOI steht Stück weit dem Erwerb dieser Kompetenzen im Weg. Das heißt, wir müssen sicherstellen, dass diese Kompetenzen noch vermittelt werden. Wir müssen Fragen stellen. Wir als Bibliotheken müssen uns Fragen stellen bei jeder KOI Nutzung, aber wir müssen auch unsere Nutzer*innen dazu ermutigen, Fragen zu stellen. Diese Fragen sind in Anlehnung an Hannah und Was wird durch KI eigentlich automatisiert? Ist es ein notwendiger Lernprozess oder ist es eine lästige Tätigkeit? Was sind die Trainingsdaten und welche Qualität haben hat der Output der K-I? Kann der Input, also mein prompt, in Relation zum Output gesetzt werden? Gibt's da eine direkte Verbindung oder beantwortet die K-I die Frage nicht richtig? Werden den Systemen menschliche Eigenschaften zugeschrieben? Und wenn ja, warum werden ihnen menschliche Eigenschaften zugeschrieben? Wie wird das System bewertet? Wie kann ich das System bewerten? Wer profitiert eigentlich von diesem KI System? Wer erleidet Schaden? Wollen wir das? Können wir was dagegen tun? Und vor allem auch, wie wurde das System entwickelt? Was ist die Trainingsdatengrundlage? Was sind die Arbeits- und Datenbedingungen hinter dem KI System? Und wir müssen Räume schaffen, Räume für Austausch schaffen, Probleme mit KI offen diskutieren, die Besorgnisse und Ängste unserer Nutzerinnen ernst nehmen und in den Dialog treten und manchmal auch zugeben, dass KI eben nicht funktioniert in einem Szenario. Und im anderen vielleicht wieder schon. Wir müssen, wie gesagt, Kompetenzen stärken, Fokus auf die eigene Verifikation von Information zum kritischen Nachfragen und kritischen Denken anregen. Wir müssen ein slopfreies Arbeiten ermöglichen, das heißt neben unseren KI Angeboten und KI Schulungen auch gezielt KI freie Angebote, Formate und Räume entwickeln und anbieten. Räume, in denen unverfälschte Informationsarbeit geleistet werden kann und in denen Austausch stattfinden kann. Und zuletzt, und hier beziehe ich mich auf Lenken wir müssen auch manchmal den Mut haben, Nein zu sagen. Wir profitieren stark davon, wenn wir Technologie als etwas begreifen, das man bejahen kann in manchen Szenarien und in manchen Szenarien auch Nein dazu sagen kann. Dadurch gewinnen wir und auch unsere Nutzerinnen ein Stück weit Selbstbestimmung zurück und können ein produktives Verhältnis zur neuen Technologie entwickeln. Und dass das Ganze nicht ohne Reibung vonstattengeht, ist völlig klar, aber das ist an sozialen Orten, wie es Bibliotheken sind, völlig normal. Danke für Ihre Aufmerksamkeit und ich freue mich auf die Diskussion. So fliegender Wechsel. Kevin Schumacher hat den kurzen Weg aus der anderen Studienecke unfallfrei zu uns geschafft. Schön, dass Du hier bist. Und an der Stelle auch noch mal vielen Dank an Patrick Labourette und Simon Rüdeser, die hoffentlich jetzt digital zugeschaltet sind für die wirklich spannenden Vorträge. Hallo ihr zwei. Wir haben ganz viel Lob bekommen. Also richtig geniales Video, spannend, toll auch in der Kombination die Vorträge. Das mal nur so am am Rande, wir gehen gleich auch auf die Fragen ein, die schon gekommen sind und wie immer natürlich das Angebot. Fluten Sie den Chat mit Fragen, die nutzen wir immer immer gerne. Bevor wir konkret auf die beiden Vorträge oder auch auf die Vorschläge und das, was ihr so macht, eingeht, würde ich gern zum Beginn noch mal so ein bisschen schauen, weil in vielem, was gerade vielleicht auch in deinem Vortrag gerade deutlich wurde, aber auch als wir vorhin einfach nebenher noch mal ein bisschen diskutiert haben, ist, wir sind ja irgendwo in so einem Aushandlungsprozess. Also ich hab diesen Innovationsdrang. Das heißt, ich auch als Bibliothek, ich möchte neue Technologien nutzen. Gleichzeitig muss ich kritisch das Ganze hinterfragen. Dann hab ich eigentlich bisher die Rolle als Bibliothek gehabt, vor allem ich bin Wissensvermittler. Jetzt hab ich irgendwo bin ich in sone Rolle geraten, wo ich son Aushandlungsraum ermögliche und da würde ich da könnten wir noch zehn weitere Beispiele nennen, aber das habt ihr gerade viel besser schon gemacht, würde ich gerne von euch mal wissen, wie seht ihr die Rolle der Bibliothek? Ist da was jetzt ergänzt worden? Verändert sich die Rolle? Da würde ich gerne zum Eingang euch alle einmal zu fragen. Vielleicht starten wir Patrick und Simon. Ich bin jetzt einfach ins Du übergegangen, weil wir uns hier eh duzen. Hoffe, das ist okay. Starten wir direkt mal bei euch. Ja, gerne Du und ja, ich find die Rolle der Bibliothek, die ändert sich grundlegend. Wir stehen vor großen Paradigmenwechsel. Wir sind nicht mehr große Bücherhallen, sondern wir haben mit verschiedenen Medien zu tun und wir beide befinden, KI ist einfach Werkzeug, mit dem man diese Medien sehr leicht zusammenbringen kann und natürlich auch neue Medien produzieren kann, wie man auch in dem Trailer eingangs von unserem Vortrag gesehen hat. Und das sensibilisiert natürlich. Ich möcht grad auch den Begriff Hype noch aufgreifen. Ja, wir sind auch beängstigt von dem Hype, aber wir wollen den Hype auch leben, weil Hype strahlt auch immer eine Begeisterungsfähigkeit aus und darum darum geht's und Bibliotheken sind öffentliche Orte, egal ob's eine öffentliche Bibliothek oder eine wissenschaftliche, da kommen viele Menschen zusammen und ja und wir wollen einfach Begeisterung leben und das sind die neuen Werkzeuge, die werden nicht mehr so schnell gehen. Absolut. Wie siehst Du das? Also zunächst Begeisterungsfähigkeit finde ich immer eine gute Sache, dem würde ich mich anschließen. Bitte schön. Ich würde Stück weit widersprechen, dass sich grundlegend verändert, was wir so tun. Ich glaube, ja klar, neue Technologien verwenden und generative KI bietet da auch große Möglichkeiten, aber auf der anderen Seite viele Dinge, für die Bibliotheken so stehen. Belastbare Information, was ich versucht habe darzustellen, Nutzer*innen zu vermitteln, wie man Information bewertet. Also das ganze Feld der Informationskompetenz ist heute wichtiger denn je, was ihr ja auch in eurem Vortrag, finde ich, gezeigt habt. Also eure Angebote zielen ja genau darauf ab. Und ich würde daher eher sagen, KI ist eine große Chance für Bibliotheken auch, Kernkompetenzfelder noch mal stärker zu betonen. Und die andere Antwort könnt ihr euch ja denken, also dieser ganze soziale Aspekt und eben auch die Möglichkeit, zu sagen, Begeisterungsfähigkeit ja, Hype nein, weil Hype halt immer auch was Verklärendes hat, würde ich sagen und so die Diskussion verstellt. Aber deswegen ist es eine große Chance für Bibliotheken auf jeden Fall. Und ich frage es dann eben nur genau, wie wir es nutzen und ich finde gerade auch aus den beiden Antworten wurde es ja schon deutlich, Bibliothek ist einfach vieles. Kann ein Raum sein zur Begeisterung, muss aber auch vielleicht in irgendeiner Form normativ wirken an der Stelle. Genau, das gerne als Eingangsstatement hier läuft's rauf und runter. Sabine, hast bisschen parallel gescannt, von daher überleg mich da gerne mal an Ich denke insgesamt sind natürlich jetzt hier so die Reaktionen supertoll und vor allen Dingen, was auch gut ankommt, dass wir jetzt auch den kritischen Blick auf KI haben. Ja, wir haben natürlich im Laufe des Tages heute viele positive Beispiele auch gerade aus den ÖBs gehabt, aber jetzt so dieser kritische Blick eben auch zu sagen, Mensch, wir müssen da auch entgegenwirken. Wir müssen da auch Raum für Austausch schaffen, vor allem uns auch mal kritisch mit dem ganzen Thema zu beschäftigen. Das kriegen wir jetzt hier gerade auch son bisschen so in diesen Feed reingespielt, auch in Kombination, die beiden Vorträge. Also auch da gibt's auf jeden Fall auch Lob dafür. Genau und eins finde ich auch ganz spannend, so im Hinblick, kenne deinen Feind. Also auch da kommt noch mal der Hinweis, klar, natürlich, wir müssen die KI kennen, wenn wir uns damit auseinandersetzen. Was heißt denn das, die KI? Wo kommen denn die Daten her? Das hatten wir gerade letztendlich. Was passiert denn mit diesen ganzen Fake News? Wo kommen die denn her? Auf welcher Grundlage würde denn da trainiert? Welche Daten sind denn das, ne? Ich glaub nicht, dass das vielen Leuten da draußen bewusst ist letztendlich. Also insofern eine wichtige Rolle, die wir hier auch haben. Das wiederholt sich dann hier son bisschen immer wieder. Geht das in Richtung auch Wahnsinnsvortrag letztendlich? Kommt noch mal Vorträge, die wahnsinnig gut sind? Okay, und dann haben wir hier noch eine Frage, da würd ich vielleicht das vielleicht auch an beide geben. Frage, gibt es Erfahrungen zum Beispiel im sogenannten Lernmodus von Chet CPT? Ich weiß nicht, wer als Erstes Ja gut, dann in eure Richtung. Didaktiker oder? Okay, da in Richtung Didaktiker, genau. Also grundsätzlich keine Erfahrungen. Das ist die einzige Lektion, die ich mitgeben würde, Lernmodus, solche Dinge, finde ich unnötig, weil gerade in kann man sich die Casten GPT selber bauen. Ich hab teilweise fünfseitige Prompts, die dann gezielt das machen, was ich will, erarbeite mir dann Themen damit, also diese ganzen Personas, die wir die gebaut haben, auch in dieser virtuellen Welt, die lassen sich auf verschiedene Plattformen übertragen. Ich hab ChapGPT jetzt gekündigt. Ich nutze es nicht mehr, ich bin auf misstral umgestiegen, weil ich die europäische Lösung bevorzuge. Da kann ich alles, was ich da in Chachibity und Claude gemacht hab, kann ich auch als Agenten umbauen und wie gesagt, ich bin Historiker, hab das im Studium gelernt, kritisch zu denken und kann deshalb im Hintergrund in diesen Prompts genau das umsetzen und dann als Dienstleistung für unsere Zielgruppen anbieten. Also das Nächste, was ich vielleicht auch vorhabe im Hinterkopf, ist, dass ich so zu Informationskompetenzen Lernbot für unsere Schüler, die herkommen, dann gestalte. Und dann weiß ich im Hintergrund, was sind die Mechanismen und hab auch eigentlich relativ großes Vertrauen, dass das Bias nicht so stark ausfällt und dass das, was da drin ist, auch recht fundiert ist. Und wie gesagt, hat da ganz tolle Bibliotheken im Hintergrund, die man aufbauen kann und dann wird nur das abgegriffen. Das ist auch ganz charmant sozusagen. Dann die nächste Frage, die auch gleich mit beantwortet wurde, Welche Tools benutzt ihr? Genau, misstral, okay und wir haben jetzt auch gerade den Grund dafür gehört. Genau. Vielleicht noch eine andere sehr konkrete Frage, bevor wir wieder, glaube ich, eher so ein bisschen allgemeiner oder ein bisschen größer über das Thema diskutieren. Das ich also ich find's heute schon relativ schwierig. Ich weiß nicht, wie's euch jetzt so k-i-generierte Bilder wirklich immer zu erkennen klar, es gibt die, sind irgendwie noch sechs Finger an der Hand oder da sieht's irgendwie ein bisschen zu gut aus. Aber hier kam auch noch mal die Frage, gibt es Tipps auch in Zukunft KI generierte Bilder zu erkennen? Und bisher geht es noch, aber mit den immer besser werdenden Modellen wird das Ganze bald unmöglich. Also ist die Frage, gibt es bei StrangerFacts demnächst eine Auflage, wo von wegen erkenne das Fakebild. Also habt ihr dazu auch schon mal was gemacht? Da kann ich jetzt grad vielleicht Wir haben nebenher, als dieses Beispiel mit dem Wecker kam und dem zehn nach zehn, haben wir einfach einen kleinen Versuch gemacht. Und im Grunde genommen haben wir rausbekommen, dass wir auch Bilder mit sieben Uhr dreißig erstellen können in Chachipiti und das liegt einfach daran, dass wir einfach Kontext mitgeben. Wir haben einfach einen müden Bibliothekar mitgegeben und genau da liegt eigentlich unserer Meinung nach eigentlich das, was auch eine Kernaufgabe der Bibliothek sein wird, dass wir Kontext bieten. Und das hab ich damals im Geschichtsstudium schon gelernt. Da gibt's das klassische Bild, wo bei einer Rede von Lenin rausretuschiert wird. Auch da war der Kontext wichtig. Also die Kernkompetenz hat sich nie nicht geändert und da würde ich Herrn Schuhmacher dann natürlich auch gern beipflichten. Diese Kernkompetenzen dürfen wir nicht verlieren. Aber wir können als Bibliotheken unser Know how, wir haben alle Leute aus verschiedensten Richtungen, die bestimmte Sachen einfach einschätzen können und genau das können wir auch in den KI-Tools bündeln. Ja, Leute, die letztendlich sich darum kümmern, wie wir letztendlich KI in das Thema Bibliothek oder in die Bibliothek reinkriegen und letztendlich auch Informationskompetenzschulungen dazu anbieten. Das kommt son bisschen in Richtung der nächsten Frage und zwar geht es da nämlich darum, wie schaffen wir es im Rahmen von Personalmangel und Kosteneinsparung uns selbst und das Team zu schulen und nicht einfach nur mitzuschwimmen? Man mag vielleicht vielleicht hier? Also ich glaube, ist ja schon in einem anderen Vortrag angeklungen, es ist gar nicht so schwer, zu KI zu schulen. Ich glaube, die größere Aufgabe ist es eher, wie gesagt, zu identifizieren, wann KI Verwendung macht und wann KI wiederum macht. Auf der anderen Seite würde ich schon auch sagen, dass man sich jetzt aus ökonomischer Sicht keine Illusionen machen muss, dass Stellen, die potenziell ersetzbar sind durch KI, schwierig sind zu verargumentieren. Also auch da sollte man ein Stück weit die Ängste, die Mitarbeiter*innen haben, ernst nehmen. Es gibt aber auch das haben wir heute schon gesehen, und das werden wir bestimmt im Verlauf der weiteren Tage noch sehen – es gibt wahnsinnig viele frei verfügbare, als open educat ressources konzipierte Schulungsmaterialien, bei denen man sich bedienen kann, die man benutzen kann, die man den Mitarbeitern nahebringen kann. Dann ist es, wie gesagt, ich votiere immer wieder für den offenen Dialog. Offener Dialog und gucken, wo kannst Du uns weiterhelfen, wo kannst Du uns nicht weiterhelfen? Das geht auch bisschen vielleicht in Richtung Initiativen gründen, zusammenarbeiten letztendlich und sich vernetzen. Unbedingt, ja. Das das würde auch in die Richtung gehen. Genau. Ja, es geht hier Schlag auf Schlag, weil wir wirklich viele Fragen haben und die Zeit so schnell geht, deswegen mach ich direkt mal weiter. Eine Frage, die ich auch spannend finde, die ging jetzt an dich, Patrick, aber ich glaub, die ist auch allgemein interessant und zwar waren auf einer Folie zu sehen vertrauenswürdige Quellen. Und hier ist die Frage, wer liegt denn eigentlich jetzt inzwischen fest, was ist vertrauenswürdig? Also da würd mich auch allgemein interessieren, auch da, welchen Aushandlungsraum spielt denn die Bibliothek? Also von daher erst mal vielleicht sehr konkret an euch die Frage, wer legt bei euch dann fest in dem Projekt, was sind vertrauenswürdige Quellen und daran anschließend aber gerne auch noch mal die Frage, wie welche Rolle spielen Bibliotheken da, auch zu definieren? Was ist vertrauenswürdig, was nicht? Also welche Rolle ist das? Also ich glaub nicht, dass das unsere Rolle ist, das zu definieren. Wir sind keine Zensoren, so sehe ich das jedenfalls nicht. Wir haben zwar Mechanismen wie Giftschrank, wo man vielleicht kritische Literatur reinstellen kann, aber diese Entscheidungen beruhen immer auf Erfahrung, Vorerfahrung. Ich selber bin Historiker, ich hab's schon erwähnt und hab einfach gewisse Techniken gelernt, wie man Quellen beurteilen kann, wie man Medien beurteilen kann, wie man vielleicht auch eine Medienvielfalt gewährleisten kann, ohne dass man vielleicht, was weiß ich, bin großer Demokrat und bin die Aufklärung ganz toll und würde diese Werte einfach gern weitertragen und das versuch ich einfach. Es ist nur Versuch. Da steht man ständig im Kreuzfeuer der Kritik, bin auch Fachreferent. Ich krieg oft dann ja böse Mails, wenn ich in Buche ablehne, aber ich find, das ist nicht so wichtig, sondern wir wollen einen Ort gestalten, wo die Leute Vertrauen haben, zu uns kommen und das können wir von dem Ort hier, unserem dritten Ort, dann den können wir dann vielleicht als vierten Ort noch in die K-I auslagern und dann einfach schauen, was passiert, ähnlich wie es eine Tageszeitung macht. Nicht jede Tageszeitung schreibt dasselbe und wir vertrauen trotzdem vielleicht der Zeit oder der FAZ mehr als der Bildzeitung. Ja. Gerne. Ich sehe schon, es zuckt zu meiner Linken. Ja, find also auf der einen Seite find ich bemerkenswert und als Geisteswissenschaftler versteh ich das, -, dass du jetzt das dritte Mal deine eigenen Kompetenzen, die du im Studium erworben hast, betonst, was ja genau der Punkt ist, diese Kompetenzen zu erlernen und zu erhalten, Medien beurteilen zu können, und dass generative KI dem eben stellenweise bei Lernprozessen im Weg steht. Und was belastbare Information angeht, würde ich noch mal auf den Vortrag verweisen, auf die Fragen, die man stellen sollte. Also wenn ich eine Information als belastbar identifizieren will, muss ich wissen, was ist die Datengrundlage, dann muss ich irgendwie nachvollziehen können, wie ist dieses Ergebnis zustande gekommen, muss, wie gesagt, all die Kompetenzen, die wir schon schulen. Und zum Beispiel der FAZ würde ich sagen, die FAZ hat ihren Ruf wegen den Menschen, die da arbeiten und nicht wegen den LLMs, die von der FAZ benutzt werden. Und da auch noch mal: Wissenschaft ist ein sozialer Prozess, Journalismus ist ein sozialer Prozess. Und klar, auch mein Tagesblatt, die BNN, steht jetzt nicht für den besten Journalismus, den es da gibt. Klar, aber das kann ich irgendwie einordnen. LLMs machen da das Wasser so ein Stück weit trüb. Deswegen auch da noch mal genau schulen, Leute ermutigen, Fragen zu stellen und sich hinterfragen, wo macht es Sinn, das einzusetzen und wo nicht. Und das ist, wenn es strikte Informationsstränge geht, Nachvollziehbarkeit, nicht immer die beste Entscheidung. Schön wäre es da, nur mal so als Ideenraum ja auch zu sagen, ich ich Wenn ich jetzt vielleicht mir nicht sicher bin, was ist eine vertrauenswürdige Quelle oder ist das jetzt Stimmt das oder bin ich hier in Irgendwie sind das fake news, dann auch zu überlegen, die Bibliothek ist vielleicht die Anlaufstelle, bei der ich das auch wie son Factchecking machen kann, ne. Also das mal so weitergedacht als dritter Order, auch son bisschen als als Factchecking irgendwie, das fände ich ganz spannend. Ich wollt grad sagen, ich denke auf jeden Fall, wenn ich's weiß. Ich mein, Fakt ist ja letztendlich auch, ich muss von den Angeboten, die die Bibliothek da macht, in Richtung KI natürlich auch irgendwie bescheid wissen. Ja, und wir wissen alle, Bibliotheken, na ja, wenn man heute irgendwie so 14-, fünfzehn-, sechzehnjährige fragt, Bibliotheken, und dann kommt noch sone Schulung dazu irgendwie zu ChetGPT, dann kommt das Nächste, ah nee, brauch ich's nicht, kann ich und so, was soll ich denn da lernen, ja? Das heißt, wir müssen natürlich entsprechende Angebote, wie zum Beispiel letztendlich auch bei euch mit Gamification schaffen, die die Jugendlichen son bisschen, ja, ich sag mal, da packen, wo sie gepackt werden wollen letztendlich. Und da würde letztendlich auch hier die Damen und Herren im Chat interessieren. Wie ist denn das Feedback so dazu zu eurem Angebot, was ihr da geschaffen habt? Also wir sind noch komplett in der Entwicklung und deshalb können die Benutzer eigentlich unsere KI Experimente noch gar nicht verwenden. Also wir wir lassen sie in die Schulungen einfließen, klar. Also diese Chatbots in ChetGPT, das ist auch bewusst der Ansatz. Wir sind da, wo die Jugendlichen sind. Das heißt, wir sagen ihnen, hey, es gibt den Informationstherapeuten oder wenn man mal kritisch hinterfragt werden will, kann ich auch noch einen Tipp geben, den Klugscheißer. Können Sie gerne mal nachschauen oder was ich auch mittlerweile seit, ja, seit anderthalb Jahren eigentlich mach, nach Schulungen, die Schulungsinhalte, ich lass da Text rausschreiben, 'n poetischen, Songtext und dann frag ich die Schüler, welchen welchen Musikstil sie haben wollen und und produziere ihnen dann ins UNO einfach Song, den Sie sich dann anhören können. Das hat dazu geführt bei Tagung, die wir hier im Haus mal hatten, dass zweihundert Bibliothekar*innen ja getanzt haben zu sonem Song, der einen Vortrag hatte. Also das erwarte ich jetzt von Ihnen nicht, aber genau das sind einfach so die Möglichkeiten, dass man auch seriöse Inhalte mithilfe von K-I nach draußen bringen kann. Dann vielleicht andersrum gefragt, weil das ist, glaube ich, noch mal ganz kurz zur Anordnung, dass auch wenn das noch in der Entwicklung steht, an anderen Stellen seid ihr ja schon bei Schulungen und seid schon bei jungen Menschen, weil ja auch immer son bisschen die Frage kam zum einen, woher kam der Impuls? Also kam der quasi von unten nach oben, von euch das umzusetzen? Oder ist das eher Thema, was die wo jemand gesagt hat, so, das machen wir jetzt? Das zum einen und zum anderen auch, wie erreicht ihr also habt welche Kanäle sind das, über die man dann junge Menschen erreicht? Weil das ist was, was hier auch immer wieder aufkommt, nun wie wie erreich ich denn eigentlich meine Zielgruppe? Ja. Also wir haben wir haben hier die glückliche Situation, zu uns in in die Bibliothek kommen alle Schüler hier aus Verarlberg, auch aus der Bodenseeregion, weil wir eine der größten Bibliotheken hier sind und weil wir eine Mischform aus wissenschaftlicher Bibliothek und öffentlicher Bibliothek sind. Also wir sind offen für alle. Das heißt, wir greifen die hier vor Ort. Das bedeutet, wir verstehen uns auch als Informationstherapeuten. Wir machen nicht einfach nur die Schulungen, sondern wir haben ein Forum, wo man Fragen stellen kann. Wir haben oft dann Schülerinnen und Schüler hier, die dann, bei mir ist es jetzt so, die kommen hier an die Infothek, sagen, hier ist der POITRIC da. Also ich bin einfach so in der Schweiz nennen sie das an den Universitäten. Wir leben deshalb für eine größere Zielgruppe und Vorarlwerk ist so klein, dass man sich halt dann auch mal aufn Wochenmarkt trifft und und dann einfach weiter diskutieren kann. Man kennt sich ja, manche Leute sind auch irgendwie aufm dritten Grad miteinander verwandt oder so. Ja, wir haben da einfach eine gute eine gute Konstellation und sind jetzt ja, wir würden die Strangerffects gerne mehr bewerben über social mediathe, aber wir sind im Landesdienst, haben da bestimmte Corporate Design Vorgaben, da sind die Mühlen manchmal bisschen langsamer, das heißt, wir sind da noch nicht so vorangekommen, aber über Mund zu Mund Propaganda wird das Ding gespielt und auch diese Tools sprechen sich rum und plötzlich kommt dann eine Anfrage von Wirtschafts, von der Wirtschaftsvereinigung, von den Nachbargemeinden, die wollen dann plötzlich eine KI Schulung oder Krankenpflege ist eine ganz große Zielgruppe bei uns. Die kennen uns alle und nutzen halt unser Know how dann nach. Stark, also auch son bisschen scheter Tropfen höhlt den Stein, Mund zu Mund Propaganda und zwischendurch mal aufn Markt gehen und da auch sich unterhalten, auch in digitalen Zeiten ist mit Sicherheit nie eine schlechte Idee. Zum Abschluss gerne gerne an dich noch eine Frage, weil Du ja auch jetzt immer vorhin sehr umfassend vorgestellt hast, welche Fragen muss man sich eigentlich stellen, und wie kommen wir so ein bisschen jenseits des Hypes? Und da vielleicht noch mal, wenn man jetzt wirklich sagt, wie wie bilden wir das, was Du gerade so diesen Gedenkanstoß, wie bilden wir den bei den Bibliotheken ab? Also was braucht es eigentlich ganz konkret in Bibliotheken jetzt? Ist es Zeit, Kompetenzen, Rückhalt, Geld, quasi wirklich diesen Schritt zu gehen? Braucht man, wir haben da vorhin schon drüber gesprochen, Code of Conduct? Braucht man eine Gesetzgebung? Also was wäre das, was Du dir wünschst, damit diese kritische Kompetenzvermittlung noch viel mehr stattfindet? Also all das, was Du gesagt hast. Bitte, bitte, bitte ganz viel. Ich halte es für eine gute Idee, das war ja auch in einem der Vorträge vor unserem Blog, eine AI Policy von Bibliotheken, in denen man selbst die Nutzung und die Entscheidung hinter der Nutzung transparent macht, den Nutzer*innen gegenüber Und vor allem auch jetzt bei wissenschaftlichen Bibliotheken den Studierenden gegenüber. Da muss man sich auch vor Augen führen, wir verlangen von Studierenden, dass die alles dokumentieren, jeden einzelnen Prompt. Und Lehrende und Mitarbeiter nutzen halt einfach so KI für die Angebote und machen es nicht transparent. Also das ist mal eine nette Sache. Ich meine, das ist sehr idealistisch, dem bin ich mir bewusst, aber ich würde gerade als Feedback auf solche Vorträge wie heute, wir haben auch bei der Biblicon etwas Ähnliches gemacht, auch unsere Workshops mit Studierenden, mit KMUs, kommen immer wieder Stimmen zurück von Leuten, die sagen: Ah, ich sehe das eigentlich auch alles ganz kritisch und möchte mich da positionieren, aber ich habe das Gefühl, dass diese Stimme nicht gehört wird. Und da würde ich die Leute einfach dazu ermutigen, miteinander zu sprechen, nicht die Technologie zu verteufeln und zu sagen, wir müssen das abschaffen, das illusorisch, klar. Aber gemeinsam eine Haltung zu entwickeln und auch wirklich die Probleme, die es gibt, offen miteinander zu besprechen und dann dadran zu arbeiten. Das ist, glaube ich, immer eine gute Idee. Reden hilft, das stimmt. Kevin Schumacher, POIBERDET und Simon Rüdeser, vielen, vielen Dank für die spannende Diskussion. Wir haben wirklich krass viel Lob im Chat bekommen für die spannenden Vorträge, für die tolle Diskussion hier. Also das geben wir weiter, herzlichen Dank. Wir machen hier weiter in knapp zwanzig Minuten sechzehn Uhr und vorab noch, brauchst Du noch eine Kaffeemaschine, Sabine? Ach, also ich jetzt wirklich nicht, aber vielleicht draußen jemand von Ihnen? Dann gibt's auf jeden Fall immer noch das Gewinnspiel. Nicht vergessen. Machen Sie mit. Bis gleich. Bis dann.
Fakes entlarven, KI verstehen: Eine (neue) Kernkompetenz der Bibliothek
Referent*innen:
Kevin Schumacher, Patrick Labourdette und Simon Rüdisser
Vortrag 1:
Stranger Facts – und was danach kommt: Wie eine Bibliothek zum Experimentierlabor gegen Desinformation wird, Patrick Labourdette und Simon Rüdisser
„Stranger Facts“ zeigt, wie die Vorarlberger Landesbibliothek Jugendliche mit spielerischen, interaktiven Methoden für Fake News sensibilisiert – vom Peer-to-Peer-Konzept bis zur digitalen Schnitzeljagd mit KI-gestützten Inhalten. Doch das Projekt ist erst der Anfang.
Im gleichen Spirit des Experimentierens entwickeln wir die Vermittlungsarbeit konsequent weiter: KI-Tools beschleunigen unsere Konzeptarbeit, Suno macht Lerninhalte musikalisch erfahrbar, und erste virtuelle Bibliotheks-Personas begleiten Nutzende bereits durch Rechercheprozesse und regen zum kritischen Denken an. So entsteht Schritt für Schritt ein agiles Lernökosystem, in dem Bibliotheken neue Rollen testen und Bildungsformate neu denken können.
Der Vortrag gibt Einblick in dieses Projekt – und zeigt vor allem, wie „Stranger Facts“ den Weg für eine zukunftsorientierte, mutige und experimentelle Bibliothekspraxis ebnet.
Vortrag 2:
Jenseits des Hypes – Kritische KI-Kompetenzvermittlung als Bibliotheksauftrag, Kevin Schumacher
Der Bibliotheksleitungstag 2026 steht unter dem Motto 'Bibliotheken und KI - perfekte Partner für morgen'. An dieser Vision wird schon heute gearbeitet: KI-gestützte Kataloge, Chatbot-Services und umfassende Schulungsangebote prägen zunehmend die Bibliothekslandschaft. Diese Angebote werden häufig mit Attributen wie ’innovativ’, ’reflektiert’ oder ’verantwortungsbewusst’ versehen. Doch was bedeutet das konkret? Werden in der Praxis die ethischen, gesellschaftlichen und ökologischen Dimensionen tatsächlich ausreichend berücksichtigt? Und lassen sich diese Aspekte überhaupt mit den Werten vereinbaren, für die Bibliotheken stehen?
Diesen Fragen spüre ich in meinem Vortrag nach.Ich argumentiere, dass Bibliotheken – wissenschaftliche wie öffentliche – eine zentrale Rolle bei der Entwicklung kritischer KI-Kompetenzen einnehmen müssen. Dabei geht es darum, eine Auseinandersetzung mit den schon heute messbaren Effekten von generativer KI zu ermöglichen: von „AI-Slop" und der Verschmutzung unserer Informationssysteme über die unsichtbar gemachten Menschen hinter der KI und die ökologischen Kosten bis hin zu den Risiken für das kritische Denken.
Bibliotheken können so Aufklärungsarbeit leisten und Diskussionsräume eröffnen. Sie können Nutzer:innen darin stärken, Grenzen zu benennen und auch ein begründetes „Nein" zu formulieren, mit dem Anspruch, Entwicklungen aktiv mitzugestalten. Informationskompetenz wird dabei zu einer sozialen Praxis, die den Menschen und seine Verantwortung für die Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt.
Der Vortrag plädiert dafür, Ängste ernst zu nehmen, epistemische Risiken offen zu benennen und kritische KI-Kompetenz als genuinen Bibliotheksauftrag zu verankern – orientiert an der Leitfrage: „What forms of technology are compatible with the kind of society we want to build?" (Winner 2020).
Herzlich willkommen zurück und ja, zum nächsten Panel. Wir hatten gerade natürlich eher den kritischen Blick auf K-I und welche Kompetenzen dafür natürlich auch im Team vorhanden sein müssen. Und damit wir in den Austausch über K-I über KI überhaupt gehen können und überhaupt wissen, wovon wir da reden, wenn's ums Thema KI geht, müssen wir natürlich irgendwo fit gemacht werden für die Zukunft. Und wie das gelingt, das wird uns jetzt gleich in dem nächsten Panel von OCLC und Partnern vorgestellt und Linda hat die genauen Information für uns dazu. Ganz genau, Sabine. Hier gibt's noch paar sachdienliche Hinweise und dann starten wir aber auch direkt. Also wir haben heute schon so viel gehört darüber, wie Bibliotheken und KI zusammen agieren können, wie sich daraus am Ende Neues geschaffen werden kann und eben auch, wie Sabine gerade gesagt hat, wie man das Ganze aber durchaus auch mit dem möglichen notwendigen Abstand und einer kritischen Brille betrachtet. Und was wir auch gehört haben, ist, dass es immer eine gute Idee ist, Dinge nicht alleine zu machen. Besser mit Partnern, besser im Verbund, besser gemeinsam. Und so wollen wir jetzt mal schauen, was unser Gastgeber, unser Host OCLC eigentlich gemeinsam mit Partnern so auf die Beine stellt und wie da gemeinsam mit Bibliotheken Zukunft geschaffen wird. Von daher freuen Sie sich jetzt zunächst auf einen spannenden Vortrag und danach wollen wir natürlich auch noch bisschen diskutieren. Sie kennen das Spiel und da begrüße ich jetzt und freue mich sehr auf die Vorträge von Benedikt Ribberger. Er ist Head of Strategy Dach bei OCLC. Dann haben wir Klaus Spieß mit dabei, er ist Product Manager bei OCLC und Sebastian Schmidt, Founder und Software Architect von der App Manufacture GMWH. Ich würde sagen, los gehts und dann sehen wir uns gleich zur Diskussion wieder. Vielen Dank und willkommen zum Innovation Corner, unserer kurzen Übersicht, wie wir als OCLC und unsere Partner Ihnen ermöglichen wollen, in einem Umfeld, das sich ja dynamischer verändert als je zuvor zu bestehen. Bibliotheken stehen heute ja an einem spannenden einem spannenden Wendepunkt. Es sind Wissensräume, Forschungsinfrastrukturen, aber auch Lernorte, Servicezentren und sollen eben auch zunehmend Innovationsmotoren für die Institutionen sein. Gleichzeitig und das korreliert natürlich damit, erleben wir ja eine Phase, in der die technologischen Entwicklungen unglaublich schnell voranschreiten. K-I-basierte Assistenzsysteme, neue Selbstbedienungskonzepte, flexible Open Library Zugänge, moderne Apps und User Interfaces, all das rückt natürlich auch einen verstärkten Blick auf die eingesetzten Bibliothekssysteme und die Plattformen ins Bild und die Frage ist, welche Innovationen für meine Bibliothek sind eigentlich tatsächlich hilfreich, weil man kann nicht alles gleichzeitig und auf einmal machen Und der zweite damit verbundene Frage, die man ja beantworten ist, beantworten muss, ist, wie gelingt der Weg von der Idee zur erfolgreichen Umsetzung? Und genau hier setzt OCLC gemeinsam mit unseren Partnern an. In kurzem möchte ich jetzt den Fokus auf die wissenschaftlichen Bibliotheken setzen. Mein Kollege Klaus Spieß wird dann im Nachgang vor allem den Fokus auf die öffentlichen Bibliotheken, unser Bibliotheksmanagementsystem Bibliotheka next richten. Wissenschaftliche Bibliotheken stehen ja heute quasi unter einem doppelten Erwartungsdruck. Bedeutet einerseits natürlich verlässlich den Betrieb sichern des angestammten Serviceportfolios und das ist ja schon eine ganze Menge. Natürlich heutzutage muss es dann ein Discovery System sein, Erwerbung katalogisieren, ist auch mehr ein Metadaten Management, Fernleihe, Publikationsservices, all das, was man über Jahre und Jahrzehnte aufgebaut hat, soll natürlich gleichermaßen in bester Qualität angeboten werden. Andererseits sollen natürlich gleichzeitig können oder müssen Innovationsfelder erschlossen werden. Nutzerinnen erwarten mehr Selfservice, mobile Services, weil natürlich das Angebot der Bibliothek immer mit sozusagen den anderen Angeboten aus der aus dem Alltagsleben verglichen wird. Forschende wünschen sich, benötigen Unterstützung beim Forschungsdatenmanagement, im Publikationswesen, auch automatisierte Recherchedienste. Dann nutzen wir insgesamt, fordern natürlich flexible Öffnungszeiten, digitale Zugänge und eine niedrigschwellige Unterstützung seitens der Bibliothek, egal, wo man sich befindet als Nutzer oder Nutzerin einer Bibliothek. Und das korreliert natürlich, dass man zunächst mal für das eigene Bibliotheksteam irgendwie eine Entlastung in der täglichen Arbeit schaffen muss. Bedeutet dann auch wieder, dass ich Systeme habe, die besonders effizient, integriert und zukunftssicher sind, damit ich mich eben nicht nur der täglichen Arbeit, sondern auch diesen Innovationsfeldern, wenn man das so nennen möchte, dann auch zuwenden kann. Wir sehen also diese Entwicklung nicht als nur eine rein technische, dass ich sagen muss, so, ich brauch noch ein Tool oder ich brauche, ne, ersetze dieses Tool durch etwas anderes. Es ist eine strategische Herausforderung, dass sich ein wachsendes Portfolio unterschiedlicher und wenn möglich bestenfalls natürlich sich ergänzender Lösungen aufbauen muss und dass die Bibliothek halt wesentlich mehr Sachen gleichzeitig erledigen muss. Hier einige Beispiele, wie wir als OCLC und unserer Partner mich dabei unterstützen. Natürlich ist das Thema KI, das sieht man jetzt auch an diesem Bibliotheksleitungstag. Man kommt da nicht vorbei. Aus OCLC Sicht ist es aber so, dass man es nicht sozusagen einfach des KI Willens, weil es jetzt jeder macht, nutzen muss. KI bedeutet auch nicht immer LLM, also nicht immer Large Language Modell, nicht immer ChapGPT. Wir nutzen zum Beispiel im Machinelearning solche Routinen schon seit längerer Zeit zur Deduplizierung, also zur Dublettenzusammenführung in WorldCat, wo wir mit den neuen Möglichkeiten eine sehr starke Effizienzsteigerung, also Millionen von Dubletten, die wir damit in sehr hoher Qualität und Präzision entdecken können und zusammenführen können. Das hilft da beim Datenmanagement auf der sozusagen in dem Umfang, wie wir es mit WorldCat betreiben enorm. Natürlich haben wir jetzt auch einen, ja, ein kleines Tool für WMS. WMS, komme ich gleich noch kurz darauf, ist unser cloudbasiertes Bibliotheksmanagementsystem eben für die wissenschaftlichen Bibliotheken. Da haben wir ein kleines Tool jetzt quasi als ein Vorschlags, KI basiertes Vorschlagstool, was bei der Klassifikation unterstützen kann. Es geht aber eben nicht darum zu sagen, okay, die KOI kann das jetzt wesentlich besser und all das, was man sich über die Jahrzehnte an bibliothekarischem Wissen und Können aufgebaut hat, brauchen wir alles nicht mehr. K-I macht das macht das dann schon gut genug. Das ist eben nicht, aber natürlich kann ich Workflows verbessern und effizienter gestalten. Natürlich ist es wichtig, dass man auch so was und das wird ja unser Partner AdManufacture Sebastian Schmid nachher noch vorstellen, KI basierten Servicejetpott oder so etwas integrieren in die eigene Arbeit, aber auch natürlich für die Endnutzer. Das ist etwas, was man dann auch für wissenschaftliche Bibliotheken einsetzen kann. Fast schon ein alter Hut, aber ist natürlich wichtig, das auch noch mal hier zu nennen. Wir haben Partnerschaftsverträge allen großen RFID Anbietern. Das bedeutet, über uns, mit uns können RFID basierte Lösungen, Open Library Konzepte auch umgesetzt werden. Wir können da helfen, eben auf den geänderten Nutzerbedürfnisse einzugehen. Und das Ganze resultiert aber eigentlich für viele Bibliotheken erst mal in der zentralen Frage, ist unser System, unser Bibliotheksmanagementsystem noch das Richtige und wohin geht eigentlich die Reise organisatorisch? Hier können wir nur unser Angebot formulieren und mit WMS, das sind die WorldShare Management Services, haben wir cloudbasiertes, global vernetztes Tool, das mehr als zwanzig offene Schnittstellen anbietet, eben in eine bestehende Infrastruktur oder in eine neu aufzubauende Infrastruktur bestmöglich sich zu integrieren, sich also an die gestiegenen Anforderungen hier auch anzupassen und immer weiter vorzuentwickeln. Es gibt viele Möglichkeiten der Automatisierung, gerade im Metadaten Management, der Werbungsworkflows, also etwas. Das ist gerade wichtig, weil das ist die Frage, die sich jede Bibliothek beantworten muss, möchte ich die Basisdienstleistungen jetzt mit hohem Aufwand selber überarbeiten oder möchte ich schauen, welche anderen Felder ich eigentlich noch bespielen kann und sage, na ja, also da muss ich das Rad nicht noch mal neu erfinden, denn und dann kommen wir wieder zum Schluss, was wir sehen, es ist jetzt nicht sozusagen das eine System ersetzt das andere, sondern ganzheitlich gesehen, man muss strategisch analysieren als Bibliothek. Was möchte ich eigentlich machen? Natürlich, wenn man alle Ressourcen hätte und alles, die Zeit für alles, dann könnte man alle Felder bespielen. Ansonsten muss man natürlich genau schauen in der strategischen Analyse, was wollen meine Nutzerinnen und Nutzer am wichtigsten? Was möchte ich selber machen? Wofür gibt es gute Tools? Und dann natürlich auch schauen, welche Prozesse wenden wir seit Jahren an? Können wir da was verändern? Es ist also erst mal gemeinsames Verständnis von den Zielen und den Möglichkeiten herzustellen, dann zu sagen, wo möchte ich eigentlich hingehen? Und dann kommen wir auch mit ins Spiel, dass wir natürlich sagen können, wir können durch Consulting schon auf diesem Weg Sie ein Stück begleiten und natürlich dann haben wir ein Portfolio an Möglichkeiten, eben wir mit unseren eigenen Anwendungen, Lösungen und unseren Partnern. Das Ziel ist halt immer, Bibliotheken langfristig leistungsfähig, sichtbar und relevant zu erhalten. Damit genug von meiner Seite und dann gebe ich an meinen Kollegen Klaus Spieß über. Danke. Ja, vielen Dank, Herr Benedikt. Auch von mir noch mal herzlich willkommen zur Innovation Corner heute. Ich spreche ein bisschen spezifischer zu dem Produkt, das wir für öffentliche Bibliotheken in unserem Portfolio haben, Bibliothekarnext. Und hier zum auch zum Thema Vernetzung, wie verbinden wir uns mit Partnerlösungen und hier vor allem mit dem Thema API. Sie werden vielleicht bisschen fragen, warum wir das jetzt wieder aufbringen oder warum wir heute über Vernetzung sprechen, wo Bibliotheken doch schon lange Vorreiter in in diesem Bereich technologische Vernetzung in unterschiedlichen Gebieten ist. Metadatenaustausch, Stip zwei, Z-neununddreißig fünfzig, EDIFAC, alles Standards und Schnittstellen, die Sie schon mal gehört haben in Ihrer Karriere. Was hat sich also geändert? Warum sprechen wir heute wieder verstärkt darüber? Einerseits stellen wir fest, dass sich die Innovationszyklen im Technologiebereich grundsätzlich, aber auch im in den Bereichen, die sich die Bibliotheken herum bewegen, schneller drehen. Die werden einfach schneller. Das heißt, man braucht flexiblere Antworten Antworten auf ja Anforderungen, die eben durch diese traditionelleren Schnittstellen nicht mehr so so abgebildet werden können. Grundsätzlich gibt es auch den Trend zur Verknüpfung von spezialisierten Systemen, die sehr stark auf die professionellen Bedürfnisse von Experten zugeschnitten sind. Custom Relationship Management, all diese Dinge sind heute hoch spezialisiert und haben sich entwickelt in ihren, ja, in ihren eigenen, ja, Bahnen. Und das kann natürlich ein Bibliothekssystem, das eine andere, ein anderer Spezialisierungsschwerpunkt hat, nicht unbedingt abbilden, aber trotzdem benötigen Sie es in Ihren Institutionen für die Kollegen, weil eben auch Ihr Anforderungsprofil sich geändert hat. Dann gibt es natürlich den Trend zur Verknüpfung von Systemen, zur zuverlässigen Automatisierung von Prozessen. Das sehen wir auch schon länger und da spielen auch eben Interoperabilität mit anderen Systemen eine große Rolle. Ob das jetzt der Austausch mit Open Library Systemen oder mit den Systemen von Anbietern physischer oder elektronischer Medien ist. Und gleichzeitig sehen wir eine sehr interessante Entwicklung hinsichtlich der Erwartung, dass diese Komplexität, die hier immer am Wachsen ist, hinter einfach zugänglichen und sicheren Oberflächen verborgen bleiben soll. Und diese Anforderungen an das Thema Vernetzung sind eben ja in den letzten Jahren schon noch mal stark angestiegen. Und darauf muss man sich strategisch einstellen. Darauf muss man sich einstellen mit den Produkten, die man einsetzt und welche Möglichkeiten sie mitbringen. Von daher würd ich noch mal kurz auf das Thema RESTAPI allgemein eingehen, noch mal alle zusammenzubringen, die das Thema vielleicht schon mal gehört haben, aber jetzt keine Experten sind. Sie können sich das bisschen so vorstellen, wenn zwei Computerprogramme miteinander sprechen möchten, ein Bibliothekssystem mit einer Webseite oder einer App zum Beispiel, dann brauchen Sie eine Art Brücke oder eine Tür, über die Sie miteinander kommunizieren können. API steht hierbei für Application Programming Interface, auf Deutsch in etwa Programmierschnittstelle für eines eines bestimmte Software. Ist also die Tür zwischen zwei Systemen, die miteinander Dateien austauschen möchten. Spezifisch die Version der API oder Technologie der API, die wir einsetzen, heißt Rest. Rest APIs sind moderne, einfache, sichere und mittlerweile eben auch sehr verbreitete Form dieser Tür, über die sich diese beiden Systeme verbinden lassen. Wichtig ist hierbei, dass Daten in einem leicht lesbaren, dann standardisierten Format ausgetauscht werden, was dann eben den Aufwand auf beiden Seiten und auch die Flexibilität in die Breite hin erst ermöglicht. Sie sehen hier auf der rechten Seite son kurzen Ausschnitt aus unserer APDokumentation. Die können Sie natürlich von uns erhalten und auch bei uns einsehen, damit man bisschen eine Vorstellung davon bekommt, wie so was aussieht. Das ist also nicht nur komplett unlesbarer Code, der jetzt für die Nichtexperten nur da ist, sondern da kann man auch tatsächlich ein bisschen nachvollziehen, was APIs können. Vorteil ist, dass Systeme ohne großen Aufwand, Informationen sicher, schnell und auch klar strukturiert abrufen und übertragen können. Für Bibiotheker next ist die Rest API von großer strategischer Bedeutung. Vor dem Hintergrund, dass sie Bibiotheker next hin zu einer sehr großen Welt an technischen Möglichkeiten eröffnet, die wir heute vielleicht noch gar nicht kennen, die wir aber schon erahnen. Also wir haben sie natürlich schon ein bisschen begleitet in den letzten Jahren, deswegen haben wir natürlich überhaupt erst eine LSDAPI. Aber wir merken jetzt, diese Welt, zu der hin Bibliothekssysteme sich öffnen müssen, wird immer größer. Und von daher ist es von besonderer Wichtigkeit, hier eine strategische Antwort parat zu haben. Vor diesem Hintergrund wird es auch überhaupt erst möglich, von diesen ganzen technologischen Entwicklungen zu profitieren. Diese Innovationszyklen, die sich da immer schneller drehen, benötigen diesen Austausch zwischen den Systemen, benötigen natürlich ja die Flexibilität, die da auch mitkommt. Und für uns ist es so, dass wir mit bibliothek a next ja gerade in einer Modernisierungsreise, was die den technologischen Grundlagen angeht, uns befinden. Und da spielt die ARPI eine ganz große Rolle, sodass wir uns auf jeden Fall auch in in unser Rüchlein einen ARPI first Ansatz geschrieben haben, wo wir mehr und mehr Endpoints heißen diese verschiedenen Funktionen, die man sozusagen aus dem Bibliothekssystem über eine API nach außen bringen kann, erweitern in die Zukunft. Also immer mehr der Funktionalität eines Bibliothekssystems wird auch erreichbar über eine API und bei bibliothekarnext planen wir es also in in großem Ausmaß in die Zukunft mitzutragen. Wichtig ist, dass das Bibliothekssystem natürlich nach wie vor ein ein eins der wichtigsten Systeme in Ihren Organisationen ist, das Daten enthält. Alle Ihre Nutzerdaten sind da drin, Ihre Bestände sind da drin und das sind Daten, die im Herz Ihrer Organisation leben und die natürlich in Ihrem für Ihre für ihre Services und Dienstleistungen, die sie auch erweitern wollen, wichtig sind. Deswegen ist es auch wichtig, dass das Bibliothekssystem, wo diese Daten sind, ja in unterschiedlichen Szenarien nutzbar sind. Dafür ist die ARPI, die Rest ARPI von Bibliothekarnext da. Zum Abschluss, damit man sich das bisschen vorstellen kann auch, drei kurze Beispiele. Es gibt viel viel mehr Beispiele, aber die sind bisschen repräsentativ vielleicht. Was Traditionelles zu Beginn. Die virtuelle deutsche Landesbiografie lässt sich einbinden über unsere AP. Dann haben wir kürzlich etwas sehr Interessantes gemacht, unseren Partner Subcom für die JOIBIP App und zwar die Ausleihe realisiert für RFID Medien, sodass sie mit dem mit dem Mobiltelefon, mit dem Smartphone sozusagen Medien ausleihen können und entsperren können, sodass sie nicht mehr extra an den Automaten gehen oder in die Theke gehen müssen, sondern das kann man sozusagen selbst mit dem Telefon eigenhändig tun und dann aus der Bibliothek rausgehen. Und wenn Sie das sozusagen korrekt ausgeliehen haben, Sie auch keine Sperren hatten oder irgendwas, wird alles mit berücksichtigt natürlich. Es funktioniert dieser Ausleihe. Und als Letztes als Überleitung zu unserem Partner, Herr Schmid, da der K-I-Rechercheassistent, der mittlerweile auch mit Bibliothekarnext sehr gut funktioniert, wo wir auch natürlich sehr gespannt sind, wie sich das weiterentwickelt. Und an der Stelle würde ich dann übergeben an den nächsten Redner an Sebastian Schmidt. Vielen Dank. Ein herzliches Hallo auch von meiner Seite. Ja, ich darf heute den RUNAFLOW Chatbot präsentieren. Da es geht darum, einfacher zu finden, eine Rechercheassistenz für Bibliotheken. Warum möchte man überhaupt eine digitale Assistenz in Bibliotheken? Es gibt ganz viele Gründe. Der Hauptpunkt ist natürlich, das Angebot zugänglicher zu machen und auch die neue Art zu suchen, mit der semantischen Suche anzubieten, den Besuchern neue Zielgruppen anzusprechen und dabeizubleiben. Gut, da will ich jetzt aber nicht zu lange hängen bleiben. Ich gehe noch kurz darauf ein, was uns wichtig war bei der Entwicklung dieser Lösung. Einerseits durch die einfache Bedienbarkeit, das solle für jeden, egal welchen Alters, einfach zu bedienen sein. Und aber auch natürlich für die Bibliothek wichtig, die Überprüfbarkeit der Ergebnisse. Wir wollen auch dem Benutzer und der Benutzerin die Möglichkeit geben, die Richtigkeit beziehungsweise die Quellen, die dem allen zugrunde liegen, jederzeit überprüfen zu können. Dazu haben wir natürlich auch immer bei den Projektumsetzungen ist es auch immer wichtig, dass wir die Mitarbeiter mit einbeziehen und sozusagen auch das Feedback der Endbenutzer ermöglichen. Gut, soweit zu diesem Punkt. Jetzt sehen wir schon mal, wie so etwas aussehen könnte. Ein Beispiel eines Chatbots, der dann bei einer Bibliothek aktiv ist. Da kann man, ja, das ist halt, wie man das vielleicht heute so kennt von Chatbots, stellt sich kurz vor, man hat ein paar Fragen, die man da sozusagen schon Beispielfragen, die man stellen kann. Man kann auch selber seine Fragen ausformulieren. Das kann eingebunden werden in die Webseite, dazu später mehr. Und grundsätzlich wollen wir noch ein bisschen näher dahin kommen, wie das denn das Ganze funktioniert. Wie gehen wir bei so einem Projekt vor und was bedeutet es für uns, die künstliche Intelligenz zu nutzen? Da sprechen wir eigentlich von einem Drei Säulen Prinzip. Die erste Säule, die generative KI, das Sprachmodell LLM. Das Open- Opener JGBT sein kann oder aber auch ein OpenSource Sprachmodell sein kann. Das, das, wo wir heute immer als erstes daran denken, wenn wir von generativer K-I sprechen oder von K-I sprechen, das wollen wir natürlich verwenden oder wir wollen Vorteile daraus ziehen, dass Benutzeranweisungen verstehen kann, dass es groß ist, dass es Textmengen verarbeiten kann und sozusagen auch irgendwo eben Kunden Kontext verstehen kann und eine Anweisung des Benutzers wirklich auch umsetzen kann. Jetzt, das ist nicht die einzige Säule, die wir haben, wir brauchen auch noch eine zweite Säule, das ist dann hier bei uns die Vektordatenbank. Und nämlich ist es so, dass ja halt die generative KI, dieses Sprachmodell, irgendwo eine Grenze der Kontextgröße hat. Also leider können wir nicht den gesamten Bibliothekskatalog in diesem LLM übergeben. Das ist zu groß, der Kontext würde gesprengt werden. Deshalb müssen wir die Daten vorher in eine Vektordatenbank übertragen. Diese Vektordatenbank ermöglicht uns bereits die semantische Suche, also sozusagen eine kontextbasierte Suche. Der Unterschied zum Beispiel von der Bank, die man draufsitzt oder die Bank, wo man das Geld abhebt. Diesen Unterschied kann bereits die Vektordatenbank erkennen. Das heißt, wir werden dann eine Vorselektion machen. Wir nehmen dann die TOP zehn oder die TOB einhundert Treffer dieser Wegwertendatenbank, die der Suchanfrage des Benutzers entsprechen. Zum Beispiel die TOB einhundert Literatur Quellen, die wir in unserem Katalog haben. Und übergeben das dann der generativen KI, damit wir dieses begrenzte Kontextfenster der generativen KI nur mit dem bestmöglichem Input befüllen. So spielen diese zwei Säulen zusammen. Und dann haben wir noch ganz rechts die dritte Säule, das Datengeneering. Das ist in dem Sinne unsere Dienstleistung oder die Einmalleistung, die dazu da ist, das Ganze aufzubauen, das Setup einzurichten, die Daten richtig einzubinden, auch in der Art und Weise, wie es halt für diese Bibliothek mit diesem jeweiligen Bibliothekskatalog richtig ist und sinnvoll ist. Gut, so mit all diesen drei Säulen erreichen wir, dass wir die Daten oder Ihre Daten in der Bibliothek optimal nutzen können, optimal für den Benutzer bereitstellen können. So, das war jetzt natürlich auf hoher Flughöhe. Kann es noch ein bisschen konkretisieren. Im Endeffekt es geht im Endeffekt ja immer die Daten, die Quellen, die wollen wir möglichst gut einbinden. An oberster Stelle steht hier der Bibliothekskatalog. Den wollen wir natürlich einlesen. Glücklicherweise gibt es ja den mark. Xml oder den mark einundzwanzig Standard, ab dem wir aufbauen können, wo bereits quasi die strukturierten Daten vorhanden sind. Wir können diese über diese WEST API einbinden, die von Bibliothekernext beispielsweise zur Verfügung steht. Wir könnten jetzt auch als Datei einlesen, als Export, wobei wünschenswert ist normalerweise der Zugriff via API. Den haben wir bereits implementiert, steht bereits quasi zur Verfügung. Dann ist es möglich quasi Wissensportale einzubinden. Hier typischerweise sind das open access Publikationen, Fachportale, alte Drucke und so weiter und so fort. Hier dann immer die Frage oder ein Lexika. Hier sehen wir die Frage, was für ein Portal ist es? Dann kann man gegebenenfalls, muss man dann noch eine API Integration auch hier schreiben, damit man diese Wissensportale integrieren kann. Solange aber dieses Wissensportale aber typische Webseiten sind, und das kommen wir dann beim untersten Punkt, alles was eine Webseite ist, das können wir eigentlich schon out of the box sehr gut einlesen. Das bedeutet auch, wir können die Bibliotheks Webseite grundsätzlich ohne einen großartigen E-Vor einlesen und können dann auch Auskunft geben über alle Ihre Anleitungen, Blogartikel oder auch Veranstaltungsinformationen, die Sie Ihrer Bibliotheks Webseite swissoire erfassen. Über all diese Information kann dann der Chatbot Ihren Besucherinnen und Besuchern auch Auskunft geben, eben Öffnungszeiten, Veranstaltungen. Genau, so ein bisschen kommen wir näher zum Kern der Sache. Jetzt noch einen kurzen Ausflug in die Technik. Wer sich noch ein bisschen stärker für die Technik interessiert, hier ist es nochmal schematisch aufgebaut, wie das System dann tatsächlich aussieht. Wichtig ist an dieser Stelle eigentlich nur mitzunehmen, dass wir hier eigentlich zwei Schritte haben. Wir haben einen Schritt, die Daten zu indizieren. Also wir müssen quasi, wie Google vielleicht auch das Web indiziert, müssen wir in einem bestimmten Intervall, typischerweise einmal pro Woche werden die Daten in unserer Datenbank geladen oder indiziert. Und alle Suchanfragen basieren dann auf dieser Datenbank. Eben da holen wir dann die Toptraffer ab, übermitteln sie an unser Sprachmodell und generieren dann die Antwort jeweils mit dem link zur Originalquelle zurück. Gut, so ganz weit ins Detail möchte ich hier nicht gehen. Hier sehen wir nochmal die Funktionen, die wir bekommen. Mehrsprachigkeit, eine einfache Sprache bekommen wir. Wir bekommen den Chat, dass wir können Folgefragen stellen. Wir sehen dann immer die Quellenangabe, die können wir ausklappen, die können wir überprüfen, die können wir lesen. Wir können Feedback geben, also alle Benutzer können Däumchen hoch, runter machen und wir können grundsätzlich eben auch eine plattformübergreifende Suche bieten, sprich nicht nur in Katalog, sondern gleichzeitig auch auf der Webseite und vielleicht noch auf einer anderen Quelle. Es ist grundsätzlich datenschutzkonform, DSGEU, PO konform auch entsprechende, sozusagen entsprechende Dokumentation bezüglich des AI Acts ist auch vorhanden. Soweit kein Problem. Genau, ja, zum Beispiel Bergheim, das ist morgen nochmal ein Slot, das zeigen wir jetzt noch mal bisschen konkret, wie man noch mal weitergehen kann, wie man das auch noch mal nur mit Robotik kombinieren kann. Gibt es ein ganz gutes Statement von Bernow Jitchirurg. Aber an der Stelle will ich dann schon zur Livedemo schreiten. Ja, hier sehen wir die Webseite der Stadtbibliothek Bergheim. Hier unten rechts das Widget des Chatbotes ist eingebunden. Ich kann darauf klicken, kann quasi hier direkt loslegen und Fragen stellen. Kann hier zum Beispiel fragen: Empfehle mir einen Roman von Stephen King. Dann kommen hier bestimmte Vorschläge. Gut, dann kann man hier auch gleich die Quellen anzeigen. Also man kann dann auch schauen, welche Weblinks oder welche Katalogeinträge er dazu genommen hat. Gibt es vielleicht noch mehr? Und man kann dann auch direkt hier auf einen Link klicken und kommt dann zum Online Katalog, wo man dann weitere Aktionen machen könnte, wo man den vielleicht reservieren kann, wo man schauen kann, wo er zu finden ist und weitere Information des Bibliothekskatalogs abrufen kann. Ja, genau. Ihr könnt jetzt auch Folgefragen stellen, kann es bewerten, kann Feedback senden oder auch einfach etwas Neues suchen. So einfach funktioniert das. Das ist bereits live, wie in mehreren Bibliotheken. Sie können also auch auf der Webseite beispielsweise der Stadt Günstigbergheim das auch einfach ganz live ausprobieren. Und übrigens auch der POD der OCLC Veranstaltungsseite basiert auch auf unserer Technologie. Ja, viel Spaß beim Ausprobieren, Ausprobieren und ich freue mich auf die Fragen im Anschluss. So und da sind wir wieder zurück. Wir haben noch ein paar Minütchen Zeit, noch ein paar Fragen zu stellen, aber Steffen, schön, dass Du bei uns bist. Ja. Wir haben uns Verstärkung geholt, hi. Hallo. Ja, schön, dass ich da sein darf. Und ich hab auch, bevor ihr mit den Fragen kommt, auch eine Bitte gleich, weil wir hatten ja jetzt gerade den Sebastian Schmied gesehen mit seinem Beitrag zu dieser KI Rechercheassistenz oder Chatbot. Und wir haben da eine kleine Umfrage mal vorbereitet, weil wir gerne mal wissen wollen, wie ist denn die Situation am Markt? Stellen wir jetzt, zeigen wir nachher das Ergebnis, wo Sie mal wissen wollen, ob so was für Sie in absehbarer Zeit überhaupt infrage kommt oder ob Sie sagen, nee, das machen wir nicht. Und Sie sehen jetzt eingeblendet den QR Code oder Sie gehen auf Slido dot com, wenn ich das richtig sehe, ja, und können dann dort abstimmen. Wir sind gespannt. Wir haben gerade viel darüber gehört, was ihr schon im Bereich KI macht. Würde das gerne noch mal konkretisiert haben. Das wäre natürlich perfekt. Ah, okay, hat geklappt. Super. Hallo. Schnips und dann Genau, richtig. So funktioniert Technik. Genau. Genau, konkretisiert, was macht denn OCLC im Bereich KI für Bibliotheken? Also kannst Du da noch mal bisschen tiefer oder Sie vielleicht einfach noch mal bisschen tiefer einsteigen? Genau, hallo, kein Problem. Bisschen hat es ja auch schon angeklungen, dass wir jetzt nicht auf Teufel komm raus Tools und so etwas anbieten und sagen, oh, KOI wird jetzt einfach den Bibliothekarin ersetzen und die können jetzt sowieso alles immer und besser. Das eine im Hintergrund ist, weil wir mit WorldCat, dem weltgrößten Bibliothekskatalog, viele Daten von links nach rechts schaffen. Dublettenbereinigung, all so etwas, was jetzt nicht ein Tool ist für die Bibliothekarin oder die Nutzerin. Das ist etwas, wo uns K-I aber schon sehr hilft. Natürlich aber auch im Bereich Discovery. Wir haben vorsichtig angefangen mit WorldCat erst mal limitiert, weil wir auch einfach sagen, wir wollen mal schauen, es ausprobieren, ohne gleich zu sagen, das ist das fertige Produkt, so 'n intelligenten Empfehlungsdienst zu machen. Was wir auch haben, das ist sehr bibliothekarisch für die internationale Fernleihe, nennen wir smart forfilment, aber wo man dann auch genau schaut, welche Bibliotheken können weltweit in welchen Zeiträumen an wen am besten Fernleihen Fragen beantworten und da hilft, das ist auch nur kleines, ist jetzt auch kein Feature, schreiben wir auch nicht groß KI dran, ist aber etwas, was hilft. Grundsätzlich ist es halt einfach so, dass es wichtig ist, auch dass die Themen neben dem rein technologischen Datenschutz, Transparenz und halt die verantwortungsvolle Nutzung auch wichtig ist. Ganz konkret, das machen wir hier in Deutschland, ist natürlich auch die Weiterbildung. Wir bieten ja seit einiger Zeit auch K-I-Webinare an mit Jan Ullmann, der ja auch schon in den letzten Jahren und auch dieses Jahr wieder mit dabei ist. Das ist wichtiger Punkt, wo man auch einfach mal das Know how für die Branche etwas anheben kann und ganz konkret, wie Sebastian eben präsentiert hat, natürlich auch Chatbot wie Wunnerpflau oder andere Partnerangebote zu integrieren. Auf das Thema Chatbots möcht ich gleich zum Ende auch noch mal einkommen, noch mal zurückkommen, aber wir haben auch Fragen im Chat und wir wollen ja vor allem immer auf die Fragen von den Zuschauenden stellen. Deswegen fange ich mal mit der ersten an. Und zwar gibt es eine Roadmap für die Weiterentwicklung der RESTAPI? Derzeit, so sagt der Fragensteller, fehlen aus seiner Sicht noch bestimmte Funktionen, damit man bestimmte Datenbankfelder auslesen kann. Also vielleicht können Sie und ihr uns da noch mal einen Einblick geben. Ja, was ist da vielleicht noch geplant? Genau, das geht, denke ich, in Richtung Bibliothekarnext. Da würde ich dann entsprechend einhaken bis Bisher gab es so etwas für Bibliothekarnext in einer teilbaren Form noch nicht. Das wird sich aber demnächst ändern. Wir sind gerade dabei, das Format und auch den den geeigneten Kanal, wie man so eine Roadmap eben kommunizieren kann, festzulegen. Da bitte ich also noch einen Moment Geduld an der Stelle. Was noch wichtig wäre, ist, falls das die Fragestellerin, der Fallsteller noch nicht getan hat, uns natürlich bitte auch mitzuteilen, welche spezifischen Rest APP, Endpoints und dann vielleicht noch bisschen zu dem Kontext dazu denn gewünscht werden. Das hilft uns auch ein bisschen bei der Priorisierung natürlich. Grundsätzlich ist es so, dass bei uns in nächster Zeit im Bibliothekarnext Bereich die Erneuerung der Ausleihe ansteht. Das heißt, die nächsten Endpoints, die wir dazu entwickeln, die werden also in diesem Bereich sich abspielen. Das ist ja eine eine der zentralen Domains, auch eine der klassischen Domains, wo viel passiert in der Interoperabilität zwischen Bibliothekssystemen und anderen Systemen. Das heißt, das wird dann nächster Zeit ziemlich spannendes Thema sein. Super. Danke erst. Genau. Das geben wir weiter, ne? Also gerne hier noch mal die die Info, welche Funktionen noch fehlen, an der Stelle gerne noch mal in den Chat schreiben. Genau, danke. Bibliothekarnext, da können wir gleich bei bleiben bei dem Thema. Da gibt's nämlich die nächste Frage und zwar, was wären denn die Kosten für RunaFlow? Kann ich vielleicht was sagen? Also wir würden Sie da bitten, vielleicht können wir das auch mal einblenden. Wir haben eine extra eine Infoseite für RunaFlow eingerichtet. Wenn Sie sich, wenn Sie Ihr Anliegen da reinschreiben, also der Preis ist von verschiedenen Faktoren abhängig, der müsste dann entsprechend ermittelt werden. Aber wir haben da die RUNAFlow Seite, hoffe, dass wir das reingeblendet kriegen. Wenn Sie da draufgehen, ist unten Formular, schicken Sie uns das zu und dann senden wir Ihnen gern Preisangebot oder zeigen Ihnen auch mal, wie das bei Ihnen funktionieren kann. Super. Wenn wir's nicht eingeblendet kriegen sollten auf die Schnelle, können wir's bestimmt im Chat, aber sonst noch mal auch den Chat schreiben und dann sehen Sie's auch bei Ihnen auf der Eventplattform. Nach hinten in die in die Regie. Ja, ist im Chat. Ich bekomm ja schon direkt die Antwort. Sehr, sehr gut. Perfekt. So, dann ja mit Blick auf die Zeit würd ich gerne noch mal über das Thema KI Chatbot eben sprechen, weil das ist ja was, da legt eh jetzt haben wir ja auch vorhin in dem Vortrag gesehen, sehr großen Wert drauf. Warum ist das so? Also warum ist das Thema Chatbot oder Rechercheassistenz so relevant? Von daher, das zum Abschluss leider schon, aber das wär noch mal spannend. Würde ich vielleicht mal anfangen. Also ich glaube, es liegt so ein bisschen auf der Hand. Also wir sehen jetzt gerade, dass die semantische Suche, also ich suche, ich stelle Fragen und ich erwarte auch kein, also ich muss kein Keyword raussuchen, das dann passt und ich krieg keine Liste als Antwort, sondern ich möchte eine Frage stellen und ich möchte eine Antwort. Und wie schnell sich das einbürgert, wie schnell das normal wird, sehen wir gerade überall auf Google, Chattship sowieso, überall ist das eben der neue Weg, wie man's macht. Es ist superbequem und es richtet sich ein. Uns war's halt da wichtig, dass wir den Bibliotheken als Informationseinrichtungen da helfen, da mithalten zu können und schnell mithalten zu können. Das ist mit Sicherheit nichts wie ein Opac, was sich über Jahrzehnte entwickelt hat. Das ist das, was jetzt wirklich da ist. Da haben wir mit dem Sebastian Schmied, Admanufacture GmbH in Schaffhausen, einen super Partner gefunden mit dem Produkt, das auch eben gerade super mit Bibliotheka funktioniert. Und da sieht man das halt. Also man hat die Möglichkeit, da Fragen zu stellen und man hat nicht nur diese Rechercheassistenz. Er hat ja vorhin auch gesagt, man hat ja das komplette Paket. Also man kann die Frage in Griechisch, in Französisch oder Italienisch stellen, ohne dass ich meinen Katalog umstellen muss oder neuen OPAC anschaffen muss. Ich krieg das beantwortet. Ich kann es in einfacher Sprache machen auf einen Schlag. Das geht wirklich in in diesem Paket mit sofort mit. Ich kann, wenn ich sage, ich möchte heute Abend vegan kochen, was habt ihr in der Bibliothek? Dann kommen vegane Kochbücher, die Links dazu direkt in den Open, wo ich das dann verlässlich und sicher ausleihen kann. Und ich hab aber auch den Hinweis, dass vielleicht in der Bibliothek Kochkurs ist in der nächste Woche als Event, weil's dazu passt, veganer Kochkurs oder dass meine mein Bibliothekskaffee vegane Brownies anbietet oder so was. Das wär so der Anwendungsfall. Sebastian, hast Du da noch was hinzuzufügen? Vielleicht noch schnelles Schlüsselwort an der Stelle. Du hast das super erklärt. Ich glaube, da muss man Ich muss da gar nichts mehr hinzufügen. Ich glaube eben, sonst ausprobieren ist immer auch die beste Sache, sich denn zu nähern. Das ist das ist super. Die Umfrageergebnisse da, vielleicht können wir die zum Abschluss ganz schnell einblenden einmal und nur drauf gucken, dass wir einfach nur schauen, wie das aussieht, falls das jetzt schnell funktioniert. Ah ja, super. Wir sind noch nicht sicher. Was was sich heute auch viel widerspiegelt. Noch viel Unsicherheit, aber auch hier einige sagen sehr wahrscheinlich nein, komm nicht infrage. Bin gespannt, wenn wir mal Jahr weiter sehen, wie dann die Ergebnisse aussehen. Vielen, vielen Dank an der Stelle. Kurze Session, sehr, sehr viel Inhalt trotzdem. Von daher vielen Dank, Benedikt Ribberger, Klaus Spieß, Sebastian Schmied und an dich auch, Steffen Dreis. Und wir sind hier in, ja, zwanzig Minuten machen wir weiter mit unserem Abschlusspanel. Alles klar, danke, tschüss.
Innovation Corner - Wie OCLC und Partner Bibliotheken fit für die Zukunft machen
Referent*innen:
Bénédict Rippberger, Claus Spies, Sebastian Schmid und Steffen Drayß
Viele Bibliotheken orientieren sich gerade neu: KI-gestützte Service-Chatbots, RFID-basierte Selbstbedienung, „Open Library“-Konzepte, prüfen der Bibliothekssysteme, moderne digitale Services wie Apps und vieles mehr stehen zur Diskussion. Bibliotheken prüfen, welche dieser Entwicklungen für sie sinnvoll sind und wie sie diese umsetzen können.
Diese Session bietet einen kompakten Überblick darüber, wie Bibliotheken auch in Zukunft modern, attraktiv und relevant bleiben können. Gleichzeitig zeigt sie auf, wie Ihr Partner OCLC Sie dabei unterstützt, sich strategisch neu auszurichten und mit passenden Systemen und Services Ihre Ziele nachhaltig zu erreichen.
So, da sind wir wieder ein letztes Mal für heute. So schnell geht der erste Tag Bibliotheksleitungstag dann doch zu Ende. Wir haben's uns jetzt bisschen gemütlicher gemacht. Wir haben uns hingesetzt, denn jetzt kommt noch mal bisschen längerer Slot. Und zwar wollen wir die nächsten fünfundvierzig Minuten nutzen, zum Abschluss noch mal darüber zu sprechen, warum Bibliotheken unersetzlich bleiben, trotz und wegen KI. Und das wollen wir natürlich nicht alleine machen, auch wenn uns mit Sicherheit auch noch eine Dreiviertelstunde was einfallen würde, aber ich bin ganz froh, dass wir da Unterstützung haben, teils bekannte Gesichter, teils neue Gesichter. Und ich begrüße jetzt ganz herzlich Cordula Gladro. Sie ist die Leiterin der Stadtbücherei Münster. Herzlich willkommen nach Münster. Schön, dass Sie da sind. Dann auch ein zumindest heute neues Gesicht, aber wer letztes Jahr schon mit dabei war, dann doch nicht ganz so neues Gesicht ist Doktor Jähn Ullmann, Trainer und Berater für die Digitalisierung und Humanisierung des Lernens vom Lernhandwerk. Schön, dass Sie auch wieder mit dabei sind. Herzlich willkommen. Und dann ist noch mal heute dabei Doktor Julia Meier, die Direktorin der Universitätsbibliothek Freiweg. Schön, dass Sie auch den Weg, den virtuellen Weg wieder zu uns gefunden haben. Und hier im Studio bei uns ist noch mal Kevin Schumacher, der wissenschaftliche Mitarbeiter und Fachreferent der CONTENTIBIOTHEK KALSRUHE. Hi, schön, dass Du auch wieder da bist. Ja und dann würd ich sagen, starten wir mal. Wir haben viele Fragen noch dabei, wollen bisschen Roundup machen, Sabine, aber starte Du doch gerne. Genau, richtig. Der Tag war lang, nicht alle waren zu jeder Session immer dabei, deswegen verzeihen Sie uns auch, wenn wir manche Fragen vielleicht heute auch noch mal stellen, die vielleicht heute morgen auch schon gestellt worden sind in anderen Kontexten. Deswegen wär's natürlich ganz zu Anfang mal spannend zu wissen, okay, wo braucht es besondere Qualifizierungs- oder Strategieentwicklung im Bereich KI? Die Frage gerne an alle und Sie können vielleicht nacheinander antworten, sodass wir einfach mal so ganz locker in eine Diskussion auch reinkommen. Da würd ich sagen, beginnen wir wahrscheinlich am einfachsten von uns aus gesehen links. Das ist Cordula Gladro, dann starten wir und machen mal sone kleine Eingangsrunde. Bitte sehr. Ja, vielen Dank. Welche Kompetenzen, welche Qualifikationen braucht's, ne? Da ist viel gesagt worden heute, mit vielen kann ich mich verbinden und mit einem Aspekt kann ich mich besonders gut verbinden. Wir brauchen vor allem Mut. Wir brauchen Mut, uns der Technik zu stellen, die da schon längst da ist, die auch von alleine nicht mehr weggeht. Wir brauchen die Zuversicht, dass wir da Fuß aufn Boden kriegen, auch wenn wir feststellen, dass wir hier in öffentlichen Bibliotheken stellen wir das fest und das ist auch mehrfach gesagt worden. Unsere Schülerinnen und Schüler, mit denen wir Klassenführungen machen, die arbeiten schon so selbstverständlich und bedenkenlos mit der KI, dass wir trotzdem zuversichtlich sind, dass wir was tun können für die Schulen, für die Schülerinnen und Schüler, dass die mit Mehrwert aus der Bücherei rausgehen. Wir brauchen den Mut, wir brauchen die Zuversicht und wir brauchen auch Neugier. Das heißt, wir brauchen vor allem das Thema Mut, wir brauchen Zuversicht. Wir brauchen noch einiges mehr, richtig? Genau, vor allen Dingen brauchen wir Ton. Entschuldigung bitte gerade, dass es son bisschen leise und flüsternd flüsternd war. Wir hatten hier leichte Tonprobleme, deswegen ich hoffe, dass die Frage jetzt auch überall angekommen ist. Entschuldigung noch mal dafür. Genau. Ja, Frau Gladow, Sie hatten es gerade erwähnt, Mut auf jeden Fall. Klar, hatten wir heute den ganzen Tag über. Es ist neues Thema für viele. Insofern müssen wir einfach auch mutig vorangehen und nicht immer sagen, na ja gut, okay, wir wissen nicht und sollen wir's wirklich machen und es ist problematisch. Jann, würdest Du das auch so unterstreichen? Wie ist so deine Erfahrung? Du bist Du bist ja letztendlich aktiv auch als Trainer unterwegs und schulst letztendlich auch in den Anwendungen von KI Anwendungen. Wie ist da so seine Expertise? Unbedingt, also ich würde da Frau Gladow absolut zustimmen und möchte einfach gerade noch, weil das sone schöne schon son schöner Zweiklang eben war, Mut und Neugierde. Ich würde es gerne noch ergänzen aus meiner Sicht, wenn ich mir eine rauspicken müsste, natürlich würden mir sehr viele eben einfallen im Moment, wäre es auch noch Empathie. Aber klitzekleines bisschen anders, als man vielleicht eben meinen möge, natürlich meine ich auch diese typische menschliche Empathie, die etwas weichere Kompetenz, aber eben auch die Möglichkeit oder die Kompetenz, sich in andere Menschen reinzuversetzen. Und das ist, was ich eben merke, dass es hier sowohl den Perspektivwechsel bei uns braucht für unser Klientel, sich zu überlegen, Moment mal, wo stehen die eigentlich eben gerade und welches Verständnis haben die eigentlich gerade von KI? Und da werden wir sehr schnell merken, dass da noch 'n großes Unverständnis oder Fehlverständnis eben da ist, wo noch eine Menge Aufklärungsarbeit in Zukunft nötig sein wird. Da also empathisch zu sein, also sich in die anderen reinzuversetzen, eben da auch geduldig zu sein und zu schauen, was braucht's denn da eben noch, vielleicht hier diesen guten Perspektivwechsel, was ist KI wirklich und wie können wir's uns dann auch richtig zunutze machen, hier zu vollziehen? Aber mit Empathie meine ich auch noch zwei andere Sachen, nämlich einmal auch empathisch mit sich selbst zu sein, zu gucken, was brauche ich eigentlich eben auch? Und das hat in dem dritten Punkt auch was mit der Zusammenarbeit oder der Arbeit mit künstlicher Intelligenz selber eben zu tun, weil da ganz, ganz viel eben auch mit reinfließen muss am Kontext. Also wenn wir mit KI eben arbeiten, dann ist dieses ganze Thema prompting gar nicht so sehr viel technisches, ja technischer Gedankenschweißt, sondern viel mehr sich zu überlegen, was ist eigentlich der Kontext, für was wir eben etwas machen, das einfließen zu lassen. Diesen Kontext zu finden, was brauche ich eigentlich, was brauchen andere, braucht's dann wiederum meine neue Superkompetenz, eigentlich eine alte, aber jetzt noch mal eine Renaissance der Empathie. Also wenn wir zum Beispiel Weiterbildungsmaßnahmen mithilfe von KI in Zukunft entwickeln, mit für wegen KI, braucht's da eben Empathie, den Kontext reinzubringen, eben nicht noch mehr Sachen von der Stange jetzt schnell und effizient mit KI zu erstellen, sondern eben wirklich echte personalisierte Sachen und das braucht eben die Empathie. Ich würd da ganz gerne noch anschließen. Was was mir jetzt son bisschen so durch den Kopf gegangen ist, ist natürlich auch Angebote entwickeln zusammen vielleicht auch mit der Zielgruppe. Hilft das? Natürlich. Und das ist ja auch dann, man kann natürlich sich mal vorstellen und bisschen aus der Erfahrung gucken, was braucht sie dann, da den Perspektivwechsel, also sich in die anderen hineinzuversetzen, aber Gott bewahre, wir können sie ja auch mal fragen und dass wir den zusammen eben mitmachen und das dann wiederum eben auch, wenn wir Sachen mit für, wegen KI eben anbieten und auch entwickeln, das dann eben unbedingt mit einfließen zu lassen, weil natürlich ja die Versuchung relativ groß ist, jetzt noch schneller irgendwelche Sachen eben zu machen. Das geht ja jetzt auch schon bisschen negativ eben so durch die Medien, der KI Slop, also Sachen, die eher so oberflächlich schnell schnell eben gemacht werden. Aber es geht eben meiner Ansicht nach gar nicht darum, ist irgendwas mit oder von K-I eben erstellt worden, sondern ist das Ganze wirklich gut und dementsprechend empathisch oder halt eben nicht. Das ist eigentlich schon gutes Stichwort hier. Ich würd trotzdem die Reihe noch einmal fortsetzen. Wir hatten schon Mut, wir hatten Zuversicht, wir hatten Empathie. Jetzt ist an der Stelle die Frage, Frau Doktor Mayer, was wollen Sie da noch ergänzen? Welches Schlagwort kommt jetzt noch? Ja, ich wollte ergänzen, die eigene Erfahrung ins Erleben zu bringen. Also dass es wirklich Erlebnis wird, der Umgang mit KI von der theoretischen Schulung hin zum Ausprobieren. Und da ist der Mut ganz wichtig, auch die Empathie, was gesagt wurde. Und dass wir dieses Erleben, ja, einerseits, so ich für mich alleine, wie funktioniert das, ausprobieren und dann in den Austausch gehen, Was hab ich erlebt? Was hast Du erlebt? Das sind dann ganz unterschiedliche Erfahrungen und dass wir darüber lernen, dass die Zuwege ganz individuell sind und dass es verschiedene gibt, dass wir kreativ sein dürfen, auch mal ganz anders an die Sachen rangehen, indem ich höre, aha, mein Nachbar, meine Nachbarin hat das völlig anders gelöst, als ich es gemacht hätte, dass ich darüber eine Kreativität und eine Prozesssicht bekomme, die über meinen eigenen sonst gewohnten Horizont hinausgeht. Und das ist dann eine Bereicherung, die aus diesem Erleben herauskommt. Ich glaub wirklich, dass dieses Erlebnis uns jetzt in das Tun bringt, ne. Wir haben die theoretischen Impulse, die sind total wichtig, ja, auch die Grundlagenkenntnisse und so weiter. Und jetzt heißt der Schritt für mich auch in den Bibliotheken, ja, wie kommen wir ins Handeln, ins Tun? Ich find ich find, das ist ganz wichtig. Auf jeden Fall diese Geschichte mit dem tun und learning by doing hatten wir heute auch ganz stark schon als Thema. Vielleicht in dem Zusammenhang, können Sie da verstehen, wenn's Bibliotheksmitarbeitende gibt, die sagen, ach, ich hab mit KI gar nichts zu tun und ich will auch nicht? Was entgegneten Sie denen? Ja, dann entgegne ich, bisher hast Du nichts damit zu tun. Es gibt ja so viele Optionen. Lass uns mal gucken, welche dich anspricht. Und es sind wirklich eine ganze Palette und das muss nicht immer das Vorgegebene sein. Und durch bestimmte, ja, offene, kreative Settings das auch wachzurufen, was vielleicht an Wünschen oder Vorstellungen da ist, was bisher gar nicht zum direkten Tätigkeitsbereich gehört, scheinbar und dann aber ja doch. Wahrscheinlich ist da auch viel Aha Moment, wo dann doch vielleicht schon an der einen oder anderen Stelle man dann doch schon was mit KI zu tun hat, ohne dass man's weiß. Wir haben Mut, wir haben Zuversicht, wir haben Empathie und wir haben die eigene Erfahrung. Und wenn ich jetzt eine Wette abschließen könnte, dann würde jetzt das kaum in Richtung, was ich auch sehr, wichtig finde an der Stelle, irgendwas so kritische Kompetenzen, kritisches Denken, aber ich überlass dir natürlich die Antwort. Ja, unbedingt. Ich Wie das so ist, wenn man dann als Letzter spricht in dieser Runde, kann mich mit allem, was gesagt wurde, identifizieren und wiederfinden und würde die Aspekte vielleicht noch mal in den Kontext des Kritischen dann setzen. Also ja, absolut, wir brauchen Mut. Wir brauchen Mut zum Experimentieren. Aber experimentieren heißt auch, ein Experiment kann auch fehlschlagen. Also wir können auch experimentieren und feststellen, okay, hier passt es nicht. Und dann auch Mut, Mut zur Haltung, für uns Werte definieren, für uns vielleicht rote Linien definieren, die wir dann empathisch aushandeln mit unseren Nutzer*innen, aushandeln mit unseren Kolleg*innen und auf dieser Basis jedes Tool, jede KI Verwendung, die wir gern spielerisch ausprobieren, auf den Prüfstein stellen und gucken, passt das zu uns, passt das zu der Haltung, für die wir als Bibliotheken stehen wollen. Ich sehe ganz viel Nicken auch auf virtueller Seite. Das fand ich als Eingangsrunde total spannend und wir haben viele andere Themen, aber noch mal ganz kurz auch zum zu dem Thema Qualifizierung und Skills und was brauchen wir an der Stelle? Jetzt waren das ja alles eher Softskills, die genannt wurden und ich glaub genau das ist es am Ende auch. Wir brauchen ganz viel Softskills, ganz viel Mut, uns überhaupt dem Thema zu nähern. Wir brauchen aber natürlich am Ende auch ein paar Hardskills. Also wir brauchen Menschen, die sagen können, okay, ich weiß, ich kann dabei helfen, wie man fake news erkennt, wie man mit Debunking, wie man das macht, wie man Menschen im Umgang mit K-I in den verschiedensten Tools schult. Wir haben ja auch schon heute zum Beispiel von dem Train-The-Trainer Programm gehört. Eine an der Stelle, wir haben jetzt hier ja den Luxus, wir haben eine Leiterin der Stadtbibliothek und eine Direktorin der Universitätsbibliothek. Von daher gerne mal an Sie beide, vielleicht erst Frau Gladro und dann Frau Doktor Mayer, die Frage, jetzt ist ja das Thema Weiterbildung und Qualifizierung zeitaufwendiges, meistens auch kostenaufwendiges und wie überall im Moment unsere wirtschaftliche Lage ist überall nicht wahnsinnig rosig. Das heißt, auch in den Bibliotheken ist es leider so, dass man Ressourcenknappheit hat und Mangel. Wie schafft man es trotzdem, da sicherzustellen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da auch im in den Hardskills geschult sind? Ganz wesentliche Frage. Ich kann nur sagen, es ist alles eine Frage der Priorisierung. Und wenn wir für uns erkannt haben, dass wir KI als Strategiefeld haben, dass das wichtiger Bedarf ist in unserer Kommune oder in unserer Hochschule, werden wir unsere Ressourcen danach ausrichten und unser Team entsprechend zusammensetzen oder weiterentwickeln. Ich hab den ganzen Tag schon, wenn ums wenn's Qualifizierung ging, an die EU KI Verordnung gedacht, die ja in Artikel vier vorsieht, dass KI Kompetenzen verpflichtend vermittelt werden sollen, ohne genau zu sagen, von wem und wann so. Aber das ist für viele Anbieter ja jetzt guter guter Anlass, ein Geschäftsmodell zu entwickeln und KI zu zu schulen. In Münster gehen wir den Weg, dass wir Medienpädagoginnen, Medienpädagogen im Team haben, die sich mit viel Know how und Herzblut dem Thema widmen, auch mit dem Thema fake news und wir im Haus Konzepte entwickeln. Und seit heute weiß ich, dass das an vielen Stellen schon geschieht und hab viele Anknüpfungspunkte, wo wir mal uns vernetzen können. Das find ich auch ganz wichtigen Punkt an der Stelle. Hier noch mal Artikel vier, der ja auch wirklich, sagen wir mal, Arbeitgeber dazu zwingt oder dazu verpflichtet, die Mitarbeitenden zu schulen, auch wenn da ja dann oft immer die Frage ist, okay, was heißt denn jetzt schulen? Weil so ganz klar ist ja dann doch nicht, was soll geschult werden? Wir hatten nämlich hier auch eine Meldung noch mal im Chat, dass hier eine der Teilnehmerinnen sagt, meine zwei Chefs verweigern sich dem Thema total. Dadurch, dass es eben jetzt ja auch die KI Verordnung gibt, kann man sich dem, glaube ich, gar nicht mehr an der Stelle verweigern. Also das vielleicht auch ein Hinweis als Hinweis an der Stelle an die an die ist ja keine Frage an der Stelle, aber die Teilnehmerin im Chat, das kann man dann natürlich auch immer noch mal gut an der Stelle nutzen als Argument. Aber an der Stelle noch die Frage an Sie, Frau Doktor Meier, wie machen wie machen Sie das denn? Also jetzt haben wir schon gehört, das muss Prioritätsthema sein. Ja, aber wie balanciert man zwischen knappen Ressourcen und dem Wunsch, KI Skills auch zu schulen? Ja, wir haben letztes Jahr vielleicht schon etwas zu stark damit angefangen, denn es war ganz lustig. Wir hatten jetzt son Jahresrückblick. Die Kollegin, die immer die Fotos macht bei bestimmten Anlässen, wenn wir zusammen feiern oder hier Anlässe in der Bibliothek sind, stellt das alles zusammen und macht den Jahresrückblick. Und am häufigsten fiel das Wort künstliche Intelligenz. Das hat uns also im letzten Jahr wahrscheinlich recht intensiv begleitet. Ich hab das alles so vorangetrieben und hab gerade diesen Hebel, wie Sie sagten, die K-I-Verordnung, die EU Verordnung zum Anlass genommen, dass wir damit starten. Das ist ja dann, wenn man sagt, das müssen wir machen, ne, führt kein Weg daran vorbei, Ein Einstieg gewesen, der aber jetzt nur wirklich eine einstündige oder wie lang hat man gebraucht, sone Art, wie wie heißt dieses, wie son Quiz, wo man ankreuzen muss, was man verstanden hat oder nicht? Und dann haben wir angefangen, Grundlagenkenntnisse auch zu vermitteln, darauf aufbauend und gehen jetzt dazu über, das hatte ich heute Vormittag beim Programm ja schon erläutert, dass wir auch in einer Werkstatt jetzt an bestimmten prozessunterstützenden Tools arbeiten, mit diesen Tools an der Prozessunterstützung arbeiten. Und da ist natürlich das Thema Priorisieren ganz wichtig, weil erst mal ist es ein Mehraufwand, aber dann hab ich ja eine Arbeitserleichterung dadurch, sodass mit dem Ziel, dass ich Unterstützung bekomme bei bestimmten Routineaufgaben, dieser Schritt jetzt leicht zu gehen ist, dass man sagt, okay, das guck ich mir an, wie kann das funktionieren, dass ich hier zu Entlastung komme und ich dadurch ja mit meiner Priorisier Priorisierung und den strategischen Themen weiter vorankomme, indem ich KI einsetze. So ist das bei uns angedacht. Aber wir sind natürlich am Start. Genau, ich mein, jetzt haben wir natürlich auch viele Bibliotheken da draußen. Ich mein, wir wissen alle, es gibt Fachkräftemangel. Ja, viele Kommunen leiden letztendlich und uns im klamm, das wissen wir auch, ja? Und jetzt kommt son Riesenthema wie KI auf alle zu und alles fragt sich, okay, wie gehen wir jetzt damit Und wenn ich jetzt natürlich so daran denke, viele Kolleginnen und Kollegen, wenn ich denen jetzt sage, na, wir müssen Train the Trainer machen, wir müssen Medienpädagogen mit ranholen, gibt's da vielleicht auch andere Möglichkeiten? Weil dann wird ganz schnell auch gesagt, na ja, was wollen wir noch alles machen? Wir sind nicht genügend dafür. Ganz wichtig ist ja die Datensicherheit. Also dass wir eine Infrastruktur haben, das muss ich natürlich auch bereitstellen können. Und da ist es auf kommunaler und auf Landesebene, glaub ich, noch großer Unterschied. Auch nicht allen auf Landesebene ist da was gegeben. Wir haben das Glück, dass wir an einem ganz starken Rechenzentrum dranhängen. Aber wer hat das, ne? Und dass wir über die Mitgliedschaft im deutschen Forschungsnetz und in der GBDG auf datenschutzkonforme Tools zurückgreifen können. Ich glaube, das ist auch Punkt, wo wir von unseren Verbänden, von allen, die jetzt an einer nationalen Infrastruktur arbeiten, ganz, ganz hohe Erwartungen an die haben, dass sie uns da gut unterstützen. Ich würd noch mal eine Frage aus dem Chat aufgreifen, die find ich nämlich auch sehr, sehr gut. Vielleicht mal an Sie, Herr Uhlmann, glaub, die kann jeder wahrscheinlich beantworten, aber ich find immer, bei Ihnen ist immer sone gehörige Portion Optimismus mit dabei und ich glaub, die kann hier bei der Frage helfen. Und zwar, wie geht man mit teils ketzerischen Fragen an der Stelle auch von den Nutzenden oder an der Theke Also nach dem Motto, was macht ihr hier eigentlich noch? K-I kann doch jetzt inzwischen schon eure ganze Arbeit auch machen, Also wann seid ihr hier weg? Weil das ist, glaub ich, auch was, was ja gerade Mitarbeitende dann son bisschen die die die Sorge schafft, dass mein Job bald weg ist und dann auch vielleicht der Gedanke ist, na, da muss ich mich auch nicht mehr schulen, wenn ich eh bald hier ersetzt werde. Also vielleicht da mal schönes Gegenargument würd ich gern hören. Ja, ich glaube, wer wer das glaubt, dass das der Fall ist, der hat vielleicht, wenn ich das jetzt mal so ohne Wertung sagen darf, auch bisschen seltsames Menschenbild. Also wenn ich mir da vorstelle, dass es wirklich so wär, wenn wir uns das mal ganz kurz vorstellen, dass das wegfallen würde und wir vielleicht nur noch irgendwie in unserem stillen Kämmerchen irgendwie mit der KI interagieren und jegliche Informationsbeschaffung, Recherche, Informationsverarbeitung, wie auch immer oder auch wissenschaftliche Arbeit, Denkarbeit, nur noch eben in unserem stillen Kämmerchen mit der künstlichen Intelligenz eben alleine machen. Also ich hab auf sone Vorstellung, ehrlich gesagt, gar keine Lust, ja. Ich mag es sehr gerne als Werkzeug, ich mag's gern als Unterstützung, aber ich glaube, das ist so was, was wir in der Vergangenheit schon ganz oft gesehen haben, wo wir gedacht haben, das brauchen wir nicht, können wir alles quasi über Bord werfen. Ich nehm mal nur ein Beispiel, was wir hatten vor ach mittlerweile, glaube ich, so circa acht, neun Jahren, die Massive Open Onlinecourses, wo es auch hieß, boah, da bietet's Standford und Harvard, die bieten alle Selbstlernkurse kostenlos an, die besten Professoren der Welt. Da kann jeder auf der Welt kostenlos alleine in Selbstlernkurs sich selber was beibringen. Da braucht man bald keine Universitäten mehr und so weiter. Da war sone ähnliche ketzerische Stimmung eben in der Luft. Ja, die Realität schaut aber so aus, dass viele dieser Kurse eine Durchhaltequote von unter fünf Prozent eben hatten. Heißt, der Mensch lernt so nicht, der Mensch arbeitet so langfristig eben nicht. Diese Sache hat nicht wirklich hundertprozentig eben funktioniert. Der Mensch braucht es miteinander, der Mensch braucht gerade für Lernen, für Denkarbeit, Begleitung miteinander. Das klingt immer son bisschen wischiwaschi, aber es ist einfach definitiv so. Die Versuchung ist immer groß und wenn man bisschen eben in der Menschheitsgeschichte eben forscht, wird man auf sehr viele solcher Parabeln und Metaphern stoßen. Ich sag immer, die Digitalisierung oder jetzt die künstliche Intelligenz ist bisschen wie die Geschichte des verlorenen Sohnes. Man geht quasi nach draußen. Man denkt, ich brauch das alles nicht mehr, macht im hohen Bogen eine Erfahrung, am Ende, genau, am gleichen Punkt wieder rauszukommen. Nicht dümmer oder nicht im Sinne von, das hätten wir jetzt alles gar nicht gebraucht, sondern tatsächlich mit wichtigen Erfahrung, mit Zusatzkompetenz, aber wieder am gleichen Punkt, nämlich bei uns Menschen selbst. Und ich kann die Zukunft nicht vorhersagen, aber mein Bauchgefühl sagt mir, wenn ich nach hinten schaue in den Rückspiegel, das könnte jetzt sein, dass es mit der KI ganz genauso sein wird. Und das würde ich vielleicht nicht so ausführlich, aber so in etwa den ketzerischen Fragen da auch entgegnen. Nicht super. Und da sind wir auch son bisschen an dem Punkt, Helmut, Du hattest ja auch Experiment, das kann ja auch mal scheitern, also son bisschen, ne. Der Kreis kann auch wieder zurückgehen. Aber wir haben ja auch vorhin schon von dir gehört, dass es vielleicht auch mal eine gute Idee ist, KI gar nicht überall einzusetzen, sondern auch bewusst mal Nein zu sagen, was ja da vielleicht auch noch mal gutes Gegenargument gegen genau sone ketzerische Aussage wäre. Unbedingt. Also gerade Lernprozesse ist es stellenweise angebracht, KI nicht zu benutzen oder nur sehr dediziert, sehr spezifisch einzusetzen, diesen Lernprozess eben zu durchlaufen. Und ich will auch kann auch nur noch mal beipflichten, Wissenschaft lernen, sind soziale Prozesse, die zwischen Menschen passieren und da passt eben generative KI nicht dazu. Und ich würde auf den Ketzer noch einmal eingehen wollen, weil ich würde nicht nur in den Rückspiegel gucken wollen, sondern auch einfach aus dem Auto geradeaus raus, was jetzt gerade so passiert. Da sind die Modelle einfach auch noch nicht leistungsfähig genug. Und das merken Nutzer*innen und auch Mitarbeiter*innen, wenn sie die wirklich benutzen, intensiv tagtäglich, dass es da noch nicht so weit ist, dass der Mensch komplett weg ist. Die sind beeindruckend, definitiv, können tolle Sachen machen, aber es ist noch lange nicht so weit, dass sie komplett die menschlichen Tätigkeiten ersetzen können. Und vielleicht noch ein Punkt dazu, noch mal der Rückspiegel. Hier, JEF Wisecat, der Godfader OCLC, hat vor zehn Jahren, ehrlich gesagt, neuronale Netze machen in der Radiologie die menschliche Expertise vollkommen überflüssig. Heute, zehn Jahre später, haben wir einen Fachkräftemangel in der Radiologie, weil die Leute das nicht mehr studiert haben und die Modelle sind immer noch nicht gut genug, obwohl sie beeindruckend sind. Also möchte ich nicht leugnen, aber Also ich würd da mein Geld eher auf den Menschen setzen. Absolut. Also ich hoffe, da ist jetzt mal viel viel Munition dabei, wenn noch mal so sone Aussage kommen, wo man sagen kann, nee, also Wissenschaft und Forschung bleiben menschlich. Menschlich bleiben 'n guter Aspekt, gerade auch bei K-I. Ich mein, wir diskutieren letztendlich hier von dem, wie soll ich sagen, von dem Standpunkt aus, große Bibliotheken letztendlich, hohe Fachexpertise, aber es gibt ja auch noch kleine Bibliotheken. Und wie stellen wir beispielsweise oder wie können wir da sicherstellen, dass wirklich alle an Bord sind, wenn's das Thema KI geht? Denn KI hört ja nicht außerhalb der Großstadt auf, ja? Und das wär ganz spannend, weil wir haben jetzt hier nämlich einige Fragen auch im Chat dazu. Beispielsweise, was mach ich eigentlich als OPL auf dem Land? Wie Was Welche Tipps haben Sie da für OPLs? Bleiben die außen vor oder vielleicht mal in Richtung Münster, Münsterland, Rohwell, die Ecke? Eine OPL ist ja umso wichtiger, als Mensch, echter Mensch in einem physischen Raum da zu sein. Ich weiß nicht, wie die Netzabdeckung ist da, wo diese OPL angesiedelt ist. Wenn ich ans Münsterland denke, könnte ich mir vorstellen, dass der Beratungsbedarf groß sein könnte zu KI. Ich würde hoffen oder empfehlen, sich als one person librarian mit k I eigeninitiativ auseinanderzusetzen und Fragen beantworten zu können. Vielleicht ganz rudimentäre Fragen, ohne gleich 'n Spiralkurriculum aufzuziehen. Aber sone Art Online Sprechstunde vorzuhalten. Also sich nicht ganz dem jemand zu verweigern, auf jeden Fall. Das dürfen Sie bei mir voraussetzen. Das ist meine Grundhaltung. Genau. Natürlich, klar. Mit Blick, wie das immer so ist, auf die Zeit, das geht dann schnell. Man denkt mal nach Dreiviertelstunde, jetzt sind's auf einmal nur noch knapp zwanzig Minuten, würde ich gern mal son bisschen auch von dem Thema Skills weitergehen, weil wir generell ja der Frage nachgehen wollen, warum und auch wie Bibliotheken unersetzlich bleiben. Und vielleicht können wir mal son bisschen noch Das war jetzt ja grad schon sehr schönes konkretes Beispiel Vielleicht da noch son bisschen konkreter werden und mal schauen, ja, was sind jetzt wirklich so die nächsten zwei bis drei konkreten Maßnahmen, die umgesetzt werden müssten bei Bibliotheken? Das ist jetzt sehr allgemein, das kann wissenschaftlich sein, das kann ländlicher Raum sein, das kann in der Stadt sein, damit sie eben unersetzlich bleiben. Also das würde mich sehr interessieren. Das wär auch sone Frage, die ich gern noch mal in die komplette Runde geben würde mit Bitte gerne kurze Antwort, damit wir noch viele, viele weitere Fragen, weil hier kommen auch schon wieder im Chat einige rein, beantworten können. Vielleicht starten wir dieses Mal im Studio und gehen dann virtuell weiter. Ich denk als konkrete Maßnahme ist, sich öffnen und in den Dialog mit den Nutzer*innen treten. Sich bewusst als klar, diese Diskussion Bibliotheken als dritter Ort - aber sich bewusst als Forum zu begreifen, und zwar sowohl öffentliche Bibliotheken als auch die wissenschaftlichen Bibliotheken, mit Studierenden, mit Bürgerinnen und Bürgern, mit Schüler*innen in Austausch treten, KI zu thematisieren, Kernkompetenzen zu vermitteln, auch die Möglichkeit geben, Projekte vorzustellen, sich auch öffnen. Ich habe es ja vorhin gesagt, ich arbeite in einem Projekt, das sich klein- und mittelständischen Unternehmen gegenüber öffnet, auch da sich verknüpfen und das Ganze als kollektiver Aushandlungsprozess begreifen, der gerade an Bibliotheken stattfinden kann, weil wir haben auch die Expertise und wir haben die soziale Bindung. Jetzt habe Vor allem da vielleicht auch erst mal nur eine Zielgruppe sich auszusuchen, fänd ich dann vielleicht auch noch nicht schlecht zu sagen, ich muss ja nicht direkt alles machen. Von daher finde ich es einen wichtigen Hinweis, Doktor Meier, jetzt sind Sie ja der hier und haben schon ganz früh angefangen, aber und mir auch heute Morgen schon erzählt, wie wie viel da schon passiert ist. Aber ja, welche welche Tipps haben Sie? Welche zwei, drei konkreten Maßnahmen sollten Bibliotheken umsetzen, die vielleicht noch nicht so weit sind? Zielgruppe Studierende und Forschende haben wir als Universitätsbibliothek, weil Sie grad sagten, die erst mal eingrenzen. Und da sind wir natürlich wie immer, wie auch vor K-I, schon in der Serviceleistung dafür da, Lernen und Forschen zu unterstützen bestmöglich und jetzt eben auch mit neuen Technologien. Mehr ist es eigentlich nicht, da am Ball zu sein und jetzt zum Beispiel auch neue Recherchetools oder wissenschaftliches Schreiben mit KI auch anzubieten. Und die Trends vom Zukunftsinstitut, das find ich immer so interessant, was jetzt auch die Arbeit angeht, beschreiben ja diese technosoziale Arbeitswelt, wo technische und soziologische Systeme miteinander verschmelzen und wir den Unterschied gar nicht mehr so deutlich spüren. Und das ist eine Maßnahme, wie wir unsere Lernräume ausstatten, bewusst als physischer dritter Ort, aber mit bestmöglichen virtuellen, ja, Ausstattungen vorsehen und dort menschliche Begegnungen ermöglichen. Wir haben jetzt gerade, wenn die Prüfungszeit wieder losgeht, ganz bewusst auch Angebote wie Atempause oder Resilienzstärkung, ja, dass wir hier Yogakurs haben. Diese Sachen bewusst als, ja, ich will nicht sagen Gegengewicht, sondern in eine Balance zu kommen, ja, bei allem virtuellen Tun, was hier in den physischen Räumen passiert, auch den Körper mitnehmen und lernen nicht nur körpertentief begreifen, sondern ganzheitlich mit dem ganzen Körper. Das heißt, Jan Röllmann, so das das Beste aus beiden Welten, wenn ich mal die ersten beiden Vorredner jetzt zusammennehme. Also das anbieten, was Bibliotheken am Ende wirklich wirklich können mit den Nutzerinnen und Nutzern in den Dialog treten, natürlich auch die technischen Fähigkeiten, aber auch diesen Raum und diesen diesen Körper irgendwo zu nutzen. Gerne Ergänzung an der Stelle. Ich greif mal das von dir vorhin eben auf, hart hart skills und soft skills. Ich starte mal mit den hart skills. Ich glaube, ganz wichtig als Maßnahme ist, dass wir selbst eben noch mal begreifen und das auch weitergeben, was KI tatsächlich ist und was es nicht ist. Ich nenn das immer Entmystifizierung eben zu betreiben, weil ganz viele dieser Sorgen und Ängste oftmals auf falschen Bild eben einer Technologie hier eben auch mit beruhen und das meistens sich dann eben in Luft auflöst, wenn man da bisschen Aufklärungsarbeit natürlich erst mal müssen wir bei uns selbst anfangen, betreiben und das dann eben auch mit nach draußen geben. Das wäre so mein Hardskill Nummer eins und das Softskill eben dann noch hinterher. Da hab ich gar keinen guten Namen eben dafür, aber ganz kurze Anekdote, ich hatte eine Fortbildung mal und ein Coaching mit Teilnehmerin aus dem bibliothekarischen Kontext, die viel von dem, was ich angeboten habe, ausprobiert hat und auch begeistert war von KI und dann diesen einen Satz gesagt hat, den ich nie vergessen werde. Herr Ollmann, ich frage mich, mit all dieser Arbeit, die ich jetzt gerade da gemacht hab, mit Chetcpt und CO, wie viele Entscheidungen kann mein Gehirn pro Tag eigentlich fällen? Weil ich gemerkt habe und das merk ich selber auch, was eigentlich für uns noch übrig bleibt immer mehr, ist nur noch zu entscheiden, was wollen wir eigentlich? Ja, nein, in welche Richtung? Wie machen wir das und so? Gebe der KOI nur noch Anweisungen und sie führt dann eben aus. Und ich glaube, dass unser Gehirn tatsächlich nicht in der Lage ist, acht Stunden am Tag Entscheidungen zu fällen und ultimativ ist es generell schwer, das zu tun, egal ob es eine wissenschaftliche Entscheidung ist oder vielleicht auch die Entscheidung, welches Buch lese ich. Es mangelt nicht an Empfehlungen, das kann KI supergut, aber es mangelt eben vielleicht manchmal an dieser Unterstützung, diesen nächsten Schritt eben mitzumachen. Und da glaube ich, ist noch eine ganz, ganz Riesenpotenzial eben da, dass Menschen, glaube ich, kleinen Prognose in Zukunft sehr, sehr dankbar sein werden, wenn es da einen Menschen aus Fleisch und Blut gibt, der ihnen eben hilft, gute Entscheidungen eben zu fällen, mit denen wir uns wohlfühlen. Und da glaube ich, in dieser neuen Welt, wo nur noch das übrigbleibt, unbedingt menschliche Unterstützung eben nötig sein wird. Kommen wir schon fast zum nächsten Thema, was Bibliotheken eigentlich besser können als andere Orte. Aber Frau Egladro, ich möcht gern danach wissen, gerne natürlich auch mal mit Blick nach Münster selber in die Bibliothek, was sind denn da so die nächsten zwei, drei Schritte, die Sie jetzt angehen? Vielleicht können Sie uns da ja schon bisschen was verraten. Ja, da kann ich konkret werden. Als Erstes würde ich mal nach innen schauen und im interdisziplinär zusammengesetzten Team schauen, wer welche Zielgruppen bearbeitet und da Lust hat, sich da einzubringen. Eine Kollegin hat so schön gesagt, wer Lust hat, sich mit KI selbst auch weiterzuentwickeln. Ich hab hier in Münster ein Team, was total Interesse hat, in weiten Teilen am Thema KI sich zu beteiligen oder zumindest gespannt ist, wie sich das Thema weiterentwickelt, sei es im in der Programmarbeit für Kinder und Jugendliche, sei es in der Programmarbeit für ältere Mitmenschen, sei es im Bereich der digitalen Dienstleistungen und eben die erwähnten Medienpädagoginnen und Medienpädagogen. Und da würde ich als Erstes ein Team, ein kleines Kompetenzteam zusammentrommeln, die erst mal schauen, wo wir da gerade stehen als Stadtbücherei Münster. Wir sind in der Stadtverwaltung an einen Dienstleister geknüpft, der die IT der Stadt managt und das Thema KI geht von diesem Dienstleister aus. Wir sind dann etwas früher dran als der Dienstleister, das ist so die Gemengelage, aber es ist in der DNA der nordrhein westfälischen Bibliotheken, sich mit neuen Entwicklungen selbst schon mal auseinanderzusetzen und der Kommune auch Vorschläge zu machen. Wenn das Team der Stadtbücherei Münster dann den den ersten Überblick hat und Maßnahmen entwickelt, würde ich es begrüßen, wenn wir uns mit unserem Alltagsthema beschäftigen. Wie gehen wir rechtssicher mit KI Wir sind hier keine Juristinnen und Juristen, aber wir sollten wissen, wen wir fragen können, zum Beispiel mit KI generiertem Content rechtssicher umzugehen. Und es gibt Beispiele für von Programmarbeit für Kinder in Schulen, wie mit bildgebender KI wunderbar auch Informationskompetenz und Medienkompetenz vermittelt werden kann und dass wir da in unserer alltäglichen Arbeit mit unseren Hauptzielgruppen anfangen, Angebote zu entwickeln und dann learning by doing. Danke schön. Danke. Ich würd da vielleicht doch noch mal nachfragen, weil Sie gerade was Schönes gesagt haben. Sie haben das wunderbare Wort gesagt, interdisziplinär meint. Wer gehört einer solchen Gruppe an? Ich würde sagen, ein Projektmitarbeiter für Innovationsprojekte. Die Medienpädagogik wird vertreten sein. Eine Kollegin aus dem digitalen Lektorat wird vertreten sein. Und von unseren IT Fachleuten hätt ich auch gerne jemanden dabei. Gute Löschau. Eigentlich jede Menge Fachkompetenz dabei in dem Sinne, genau. Das stimmt. Ich würd ganz gerne noch mal in den Chat reingehen, denn da kommen jetzt auch die ersten Bemerkungen, Anfragen und Entgegnungen und Unterstützungen auch. Wir haben hier beispielsweise jetzt die den den Hinweis, KI ist ja nicht das einzige Handlungsfeld. Bibliothek als dritter Ort, Bibliothek der Dinge sind auch zukunftsorientierte Aufgaben. So und jetzt kommt die KI noch dazu. Hoppla, ganz schön viel, oder? Jann, Du hast so schön gelächelt gerade. Na ja, also das ist halt leider bisschen auch das Paradox. Ich hör natürlich auch oftmals und das kann ich total verstehen in Fortbildungen, ich hab meine KI Hausaufgaben nicht geschafft, weil ich hab so viel andere Sachen eben noch mit zu tun. Und das ist eben genau das, was es vielleicht auch das Invest eben braucht, damit mich KI dann Stück weit eben auch mit entlasten kann mittelfristig hoffentlich. Vielleicht auch die anderen Sachen eben noch mit zu schaffen. Aber ich glaube, auch hier müssen wir eben aufpassen und da will ich jetzt nicht dann doch ausnahmsweise pessimistisch sein, nicht in diese Falle eben zu treten, die ich tatsächlich auch bisschen kritisch sehe, ist dieses KI als Effizienzsteigerung noch, ja, wenn's dann noch mehr, noch schneller eben ist, dann tun wir uns, glaub ich, auch damit eben keinen Gefallen. Das heißt, ich hoffe eher, dass wir diese Chance eben nutzen, eher wieder son bisschen das Wesentliche in den Mittelpunkt zu rücken und das Unwesentliche Stück weit eben outsourcen, statt eben noch mehr, noch schneller eben zu machen. Die Gefahr ist aktuell ganz klar eben mit da, natürlich eben auch diese anderen wichtigen Themen nicht ausm ja, aufm Auge zu verlieren oder hinten runterfallen zu lassen. Ich glaub, wir reden natürlich hier gerade sehr viel über das Thema mit zwei Buchstaben, aber das war eben auch bisschen das Thema der Runde hier, genau. Wenn ich dazu direkt Ja, natürlich auch. Ich glaub, es ist es ist wichtig, dass wir als Bibliotheken, wir sind keine KI Servicedienstleister. So, das ist nicht unsere Aufgabe. Und ich glaub, wenn man sich so die aktuellen Diskurse anguckt, wie die wie die laufen, wenn man auch mal guckt, was bei Unternehmen ist und im Marketing so läuft, wird auch immer mehr damit beworben, Mensch gemacht, nicht K I. Und gerade so was Bibliothek der Dinge, also dieser dieser Drang zum Physischen, ist, glaub ich, auch eine gute Chance, sich auch so aufzustellen. Ja, wir haben die Expertise bei der K. I, wir haben da Schulungen, wir haben da offenen Dialog, aber ja, wir haben auch den menschlichen Austausch. Wir sind ein Ort, wo man sich begegnen kann. Wir sind ein Ort, wo man Dinge anfassen kann, wo man auch sogar Gott behüten ein Buch aufschlagen kann, das echt physisch ist. Also und ich glaub, es ist wichtig, diesen Aspekt zu betonen und ins Zentrum zu stellen, weil es gibt auch echt viele Leute, die haben keine Lust auf KOI. Richtig, genau. Dazu oder möchtest Du erst noch mal in den Chat, weil dann geh ich dann doch noch mal in den Chat ein. Dann tauche ich noch mal in den Chat ein, genau richtig. Vielleicht haben wir hier auch noch son paar Lösungsansätze, weil es klang ja grad schon an, na ja, ich als OPL und dann bin ich alleine und ich kann das nicht auch noch alles wuppen. Was gehört denn noch dazu? Wir hatten das heute und wir werden's ja auch morgen haben, ganz stark natürlich in die Netzwerkarbeit zu gehen. Ja, ich denke, wir brauchen nicht alles selber zu erfinden, aber wir müssen zumindest wissen, okay, wen können wir mit ins Boot holen und wer kann uns unterstützen? Und da finde ich den Hinweis, den ich hier zwischendurch bekommen habe, ganz gut, wo dann nämlich gesagt wird, na ja, man kann ja auch gucken, okay, gibt's irgendwelche Leute, die Bachelorarbeiten gerade zu dem Thema schreiben, mit Hochschulen zusammenarbeiten zu dem Thema und sich dann so auch diese Fache noch mal mit reinholen. Auch das kann natürlich eine Möglichkeit sein. Im besten Fall dann vielleicht sogar für Nachwuchsförderung gesucht haben, weil jemand, der eine Bachelorarbeit schreibt, sagt, ich find's cool, hier ich bleibe. Genau. Ja. Genau, richtig. Ja, gerne gibt's dazu, also das war jetzt hier meine, die nicht so richtig Ich bin hier kein Diskussionsteilnehmer, ist mir nur eingefallen, aber vielleicht, Frau Doktor Mayer, vielleicht wollen Sie da mal zu starten, zu, also auch zu dieser Idee. Ich mein, grad bei den wissenschaftlichen Bibliotheken ist ja ist das ja relativ kurzer Weg bis zu den Bachelorabsolventen, aber auch mal die Idee weitergedacht vielleicht bei öffentlichen Bibliotheken. Wie stehen Sie dazu? Ja, ich hab tatsächlich einen Kollegen, der also gerade seine Diplomarbeit im Fach Informatik schreibt hier bei uns an der Universität, aber seit fünf Jahren projektfinanziert auch schon in der Bibliothek arbeitet. Und das Thema seiner Arbeit ist Robotik und KI für unsere Bestandsverwaltung. Also da wird dann ein Roboter in naher Zukunft an den Buchregalen entlangfahren und die Tags auslesen. Und das sind hier ganz spezielle, anders als in zum Beispiel und uns bei der Inventur oder bei dem Auffinden von falschstehenden Büchern unterstützen. Und dieser Abgleich mit den Metadaten soll dann auch über K-I funktionieren. Und das sind natürlich ganz dankenswerte Projekte an der Uni, wenn da auch Anwendungsfeld mitgegeben ist, ne. Wenn ich also Informatik studiere und sonen ganz konkreten Anwendungsfall habe, da greif ich immer dankbar drauf zurück. Und ich selber bin ja in Berlin am IWI auch Lehrbeauftragte und biete auch immer den Studierenden der Bibliothekswissenschaften an, anwendungsorientierte Abschlussarbeiten zu schreiben. Und da hab ich gerade mit einem Studenten ein Thema über bewegte Lehre, wo ich grad sagte, das ist so wichtig, dieser Ausgleich zu schaffen, ne, dass wir da auch Projekt über diese, ja, Masterarbeit wird es ja dann sein, ja, gemeinsam stemmen und etwas in die Umsetzung bringen, was wir vielleicht alleine so gar nicht könnten aufgrund von begrenzten Ressourcen. Stark. Frau Gladro, haben Sie da Erfahrung? Also haben Sie schon mal mit zum Beispiel Studierenden da zusammengearbeitet an der Stelle, auch immer die eigenen technologischen Kompetenzen noch zu erweitern? An der Stelle noch nicht, an einer anderen Stelle schon, aber das nehm ich unbedingt mit. Vielen Dank. Das ist eine super Idee. Wir sind hier als öffentliche Bibliotheken ja schon kreativ drin, mit Kooperationsnetzwerken zu arbeiten. Es braucht ja ganzes Dorf, dieses Riesenthema zu behackern. Die UNI Münster werde ich auf jeden Fall ansprechen. Es gibt aber auch einen Verein, der ist Bürgernetz. Der ist ganz umtriebig, den Menschen in Münster Digitalisierung näherzubringen. Wir haben regelmäßige Kooperations-, Vortragsveranstaltungen, die regelmäßig überbucht sind. Die kommen auch schon an ihre Kapazitätsgrenzen, deswegen wird sich das Netzwerk sicherlich noch erweitern. Im Bereich Gaming, das war ja auch schon mal so ein Thema, spielerisches Lernen und Kultur- Wissensvermittlung mit Games. Da hab ich gelernt, dass es auch staatlich geförderte Institutionen gibt, die einem da wunderbar helfen können, zum Beispiel die Fachstelle für Jugendmedienkultur in Köln. Und ich würde mal prüfen, das ist jetzt kommt mir auch gerade die Idee zu schauen, ob die ihr Portfolio schon auf k I erweitert haben. Dann wäre das was für NRW Bibliotheken. Und dann ergeben wir zum einen den Chat zurück, weil das ja auch Impuls ausm Chat war, dass wir hier sogar in der Diskussionsrunde da noch für neue Impulse gesorgt haben. Das ist doch immer das Allerschönste. Und da würde ich gerne zur Abschlussrunde kommen. Und ich bin vorhin schon son bisschen angeklungen, dass Bibliotheken halt ja auch an vielen Stellen eine Sonderstellung haben. Das ist kein Technologiedienstleister, das ist kein kommerzieller Anbieter, kein rein pädagogischer Anbieter. Das heißt, das will ich gerne am Ende noch son bisschen rauskristallisieren, was ist denn diese Sonderstellung und was ist es, was Bibliotheken so besonders macht? Und da würd ich Sie und euch bitten, fangen wir gerne noch mal bei dir an, ist mal gemein, wenn man starten muss, aber noch mal vielleicht den Satz zu vollenden. Ich Wenn ich was über KI erfahren möchte oder mich damit auseinandersetzen möchte, dann gehe ich zur Bibliothek, weil KI eine Information Informationstechnologie ist und in der Bibliothek die Experten für eben den Umgang mit Information sitzen. Wow und das schnell hier aus der Hüfte. Vielen, vielen Dank. So, alle anderen hatten bisschen mehr Zeit zu überlegen, Frau Gladro, was wäre Ihre Antwort auf oder Ihre Vollendung des Satzes? Weil Bibliotheken nicht nur Spielwiesen sind, Dinge auszuprobieren im geschützten Raum, sondern weil sie Kulturtechniken aller Art vermitteln und begleiten. Und ich denke, Prompten ist eine neue Kulturtechnik. Super, vielen Dank. Herr Uhlmann, ich gehe in die Bibliothek, wenn ich mich mit K-E auseinandersetzen möchte, weil? Weil ich großer Fan bin von Schnittstellenkompetenzen, also in mehrere Kompetenzen sich quasi eben schneiden und ich glaube, dass es in dieser Zeit eben genau das braucht und Bibliotheken dafür den besten Mix eben hiermit bieten können in all dieser Hinsicht, die wir heute schon besprochen haben, eben gut aufgestellt sein trotz oder wegen K-I. Wunderbar, vielen Dank. Und dann die famous last worse an Frau Doktor Maier. Warum Bibliothek und K-I? Wir können Sie gerade nicht hören. Das ist das versteh ich. Ah, jetzt noch mal. Bibliotheken sind tolle Orte, die sind kommerzielle Orte, die verfolgen nicht eine Gewinnorientierung, die sorgen für Datensicherheit. Die genießen das größte Vertrauen. Wenn da alle hingehen, kann das nicht so falsch sein, dann probier ich's auch. Absolut. Vielen, vielen Dank für die schöne Schlussrunde, für die tolle Abschlusspaneldiskussion heute auch. Und ja, wir haben's geschafft, hier noch mal viele Themen anzusprechen. Und ich glaub, was wirklich deutlich geworden ist, ist, dass Bibliotheken unersetzlich bleiben, dass viele Chancen da sind, klar, auch die ein oder andere Herausforderung und dass nicht alles nur, sag mal, über grünen Klee gelobt werden sollte. Da ist viel steckt viel drin in beide Richtungen, aber ich glaube, mit diesen vielen Ideen hier ansetzen, die wir heute den ganzen Tag gehört haben und auch morgen noch hören werden, da ist schon eine Menge drin. Von daher ganz herzlichen Dank für die gute Diskussion. Und bevor wir uns verabschieden, verrät Sabine uns noch, was morgen passiert. Morgen geht's ganz spannend weiter. Wir starten nämlich wieder neun Uhr dreißig. Seien Sie also bitte dabei. Wir wagen nämlich morgen einmal das Thema Strategie anzugehen. Das klang heute immer schon mal son bisschen an. Man müsste da planvoller vorgehen, Dinge im Blick behalten. Rechte und Pflichten werden auch auf jeden Fall wieder ein Thema sein. Auch das klang heute immer schon mal wieder an, so nach dem Motto Datenschutz, Datensicherheit, was passiert da? Mit welchem Anbieter arbeite ich da eigentlich zusammen? Chatbots hatten wir heute auch schon son bisschen angekratzt. Auch das werden wir morgen vertiefen, und zwar sehr praxisorientiert. Und wir haben morgen auf jeden Fall auch noch den Bildungsauftrag als Thema. Also insofern seien Sie dabei, morgen geht es spannend weiter, auch wieder sehr gut von der Mischung für WBs und ÖBs und ja, wir haben auch noch was zum Thema Gewinnspiel. Klar, damit geht's noch bisschen weiter. Teilnehmen kann man jetzt nicht mehr, aber abstimmen. Es muss morgen zwölf Uhr noch möglich. Das heißt, wer am Ende die Kaffeemaschine gewinnt, ist noch nicht klar. Schauen Sie gern mal auf der Plattform, es sind viele, viele Plakate eingegangen, echt schöne Sachen dabei. Gar nicht mal nur, zu gucken, was KI eigentlich heute schon kann, sondern auch, vielleicht mal Inspiration zu sammeln, was machen andere Bibliotheken? Weil da sind wirklich von Schäfchenzählen, hab ich irgendwas gesehen, glaube ich, von Abendlesestunde bis zu K-I und Kaffee, wo wir heute auch was zu hatten und ganz viele andere Sachen dabei. Also wer da nachher noch mal durchflippen möchte und dann natürlich auch seine Stimme abgeben will, ist herzlich eingeladen. Ja, und dann bleibt mir nur zu sagen, vielen Dank an alle Referentinnen und Referenten heute, an das Team im Hintergrund und vor allem an dich, Sabine. Und ich freu mich, dass wir uns morgen hier wiedersehen. Ja, ich mich auch. Und ja, wir freuen uns natürlich auch, wenn auch Sie wieder mit dabei sind. Bis morgen. Bis morgen. Tschüs.
Warum Bibliotheken unersetzlich bleiben – trotz (und wegen) KI
Referent*innen:
Dr. Jan Ullmann, Cordula Gladrow, Dr. Julia Meyer, Kevin Schumacher
Künstliche Intelligenz verändert grundlegend, wie Informationen entstehen, gefunden und bewertet werden – und stellt damit auch neue Anforderungen an Orientierung, Vertrauen und Teilhabe. In dieser Podiumsdiskussion diskutieren wir, welche Stärken Bibliotheken im KI-Zeitalter besonders auszeichnen: als vertrauenswürdige Orte, mit Räumen, menschlicher Beratung und hoher Kompetenz in Recherche und Quellenbewertung.
Darauf aufbauend geht es um konkrete Perspektiven: Welche Angebote und Services sind sinnvoll? Welche Qualifizierungen braucht es? Und wie können Bibliotheken sich als Brückenbauer positionieren – auch für weniger technologie-affine Zielgruppen, insbesondere in Öffentlichen Bibliotheken?
Kurzweilig und sympathisch und informativ.
Und da sind wir wieder. Einen wunderschönen guten Morgen zu Tag zwei des Bibliotheks Leitungstags fünfundzwanzig sechsundzwanzig. Wir, das sind auch heute Sabine Wolf und ich heiße Linda Machwitz. Wir begrüßen Sie ganz, ganz herzlich zum zweiten Tag. Wir haben wieder viel dabei. Wir sprechen unter anderem über Rechte und Pflichten in Bezug auf K. I. Wir sprechen über Chatbots, über Strategie, natürlich auch das wichtige Thema Kompetenzen. Das darf nie zu kurz kommen. Also ganz, ganz viel wieder rund das Thema Bibliotheken und K-I, perfekte Partner für morgen. Und bevor wir starten, noch ein Hinweis, wer gestern schon dabei war, weiß es, es gibt ein Gewinnspiel. Gestern konnte man K-I-generierte Plakate einreichen, heute kann man für diese Plakate noch bis zwölf Uhr abstimmen. Von daher machen Sie da gerne mit und geben Sie Ihrem Lieblingsplakat doch Ihre Stimme. Ja und damit wollen wir aber auch direkt starten, denn wir haben jetzt einen spannenden Vortrag und da will ich gar nicht weiter vorreden. Sabine, was passiert jetzt? Wir haben neun Uhr dreißig. Ich weiß nicht, ob Sie nicht vielleicht auch noch bisschen müde sind, aber ich habe genau das Richtige für Sie. Thomas Knüwer wird nämlich zwanzig Trends für fünfunddreißig vorstellen und uns erläutern, warum vieles besser wird, als wir glauben. Und ich kann Ihnen so viel verraten, nach dem Vortrag werden Sie sich auf jeden Fall supergut motiviert fühlen, heute den Tag mit uns noch mal hier letztendlich zu absolvieren. Und dann würde ich einfach mal sagen, ab. Guten Morgen. Ich freue mich sehr, heute bei Ihnen zu sein, schöne Grüße aus Düsseldorf und ich dacht mir, wenn wir schon so früh morgens anfangen, ziehe ich mir was an, was bisschen farbenfroher denn ich möchte Sie heute motivieren. Ich möchte Sie motivieren, mit mir auf die Straße zu gehen und zu kämpfen und zu meucheln und zwar die Gartenzwerge. Was ich damit meine, erkläre ich Ihnen im Folgenden. Ich hab Ihnen auch paar Trends mitgebracht, die unsere nächsten Jahre so beeinflussen werden. Erst einmal aber ein Gedankenspiel. Stellen wir uns einfach mal vor, unsere Welt wäre eigentlich so, wie sie jetzt eben ist. Mit einer Ausnahme. Für alle Gerätschaften, die uns von nach Ort a zu Ort b bringen, egal ob nur wenige Kilometer oder den halben Globus, gäbe es nur ein einziges Wort, Vehikel. Wird sich da viel ändern? Oh ja, wir würden ganz andere Diskussionen führen. Wir würden zum Beispiel uns fragen oder besser, wir würden wahrscheinlich beschimpfen diejenigen, die jene zweireifigen Vehikel durch die Stadt fahren, weil das ist ja schädlich für die Umwelt. Wir wissen doch, dass die vierreifigen Vehikel, die denen gar nicht gut und die mit den Jet Triebwerken erst mal schon gar nicht. Vielleicht lägen wir auch bei jenen Vehikeln, die uns aus Freizeitzwecken über das Mittelmeer befördern, am Pool mit Helmen, weil es gibt ja eine Helmpflicht für Vehikel. Und Sie merken schon, das ist irgendwie ziemlicher Blödsinn, aber es kommt halt auf die Genauigkeit der Sprache an und oder wie die wunderbare Band, eine meiner Lieblingsbands, Element OCRI'm eins sangen, ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg. Das mussten wir auch erkennen in den vergangenen rund anderthalb Jahren. Wir, das sind die drei Herren, die Sie auf diesem linken Foto in der ersten Reihe sehen. Das sind neben mir noch der Digitalberater Frank Horn und Richard Gutjahr, der Technik journalist. Und wir fahren jedes Jahr seit fünfzehn Jahren im März nach Austin, Texas. Da findet die South bei Southwest statt, das ist die einflussreichste Digitalkonferenz der Welt. Und weil dort die Hotelpreise komplett Richtung absurde Stan abdriften, leisten wir uns dann eben ein Airbnb Haus mit den wunderbaren drei anderen Menschen, die Sie auf dem Bild sehen. Und bei der Ausgabe zweitausendvierundzwanzig, da begegneten wir, man geht mit sonem Airbnb Haus natürlich abends auch bisschen aus, an der Theke ehrlich gesagt, jemand, der uns erzählte, wie einige der renommiertesten und angesehensten Trend- und Zukunftsforscher*innen der Welt so arbeiten. Und gerade Richard und ich waren ein bisschen geschockt, weil wir gesagt haben, das machen wir doch genauso, weil wir haben beide Blogs und in meinem Blog Indisketion Ehrensache, das es jetzt seit einundzwanzig Jahren gibt, da mache ich immer die Jahreswende herum etwas, das ich glaskugelige Kaffeesatzlesereien nenne und das sind meine persönlichen Jahresprognosen in Sachen Trends. Und in sechzehn, fünfzehn Jahren, in denen ich das mache, sind hundertachtzig Trends zusammengekommen und ich hab eine Trefferquote von fast siebzig Prozent. Das ist mehr als son Affe auf der mit Dartscheibe. Und deshalb haben wir beschlossen, wir machen mal son Trendreport, bisschen Eigenwerbung, zwanzig Seiten PGF oder so. Und dann wachten wir am nächsten Morgen auf und waren wieder nüchtern und stellten fest, wir drei mussten uns rasieren und wir benutzen inzwischen ziemlich wirkmächtige Herrenpflegeserien. Also sprich, wir brauchten Input von Menschen, die anders sind als wir. Und die haben wir dann gefragt und haben sie zu einem Soundingboard geformt, wie der Westmünsterländer das nennen. Da sind wahnsinnig spannende Menschen zusammengekommen, zum Beispiel Mercedes Bunz, die am King's College in London über K-i lehrt oder aber Sebastian Mattes, der Chefredakteur des Handelsblattes oder Madlen Nikolaus, die Marketingchefin des schwedischen Hightechkonzerns Hexagon. Und dank denen ist dann so viel zusammengekommen, so viele Ideen, dass daraus ein Buch wurde und das heißt zwanzig Trends für fünfunddreißig. Und während dieser Arbeit in anderthalb Jahren ist etwas passiert, was sogar wissenschaftlich nachgewiesen ist. Wer sich strukturiert und faktenbasiert mit der Zukunft beschäftigt, der entdeckt Handlungsspielräume und wer Handelsspielräume entdeckt, der wird optimistischer und so sind wir im Laufe dieser Arbeit tatsächlich optimistischer geworden. Ganz am Ende erst ist dieser Untertitel entstanden, bei dem viele uns jetzt derzeit den Vogel zeigen, warum vieles besser wird, als sie glauben, ja? Weil die Grundstimmung, die die ist ja ganz anders eigentlich. Es sind gibt ganz viele Menschen und ich bin sicher, das ist bei Ihnen auch nicht anders, die die sind sehr pessimistisch, die sind fast dystopisch unterwegs und da geht halt eine gewisse Kluft auf und diese Kluft hat auch Mathias Schrade, Gründer des Immobilienunternehmens dePharma und Teil unseres Soundingboards formuliert, als er sagte, es geht Deutschland deutlich besser, als die mediale Wahrnehmung glauben und kurioserweise sehen viele die persönliche Situation als gar nicht so schlecht an, aber das Land, das soll den Bach runtergehen. Und da ist natürlich die Frage, warum ist das so? Warum wird das derzeit so wahrgenommen? Und wir haben zwei Grundtrends eroiert, die da überhaupt Schuld tragen aus unserer Sicht. Das Erste ist der Babyloneffekt. Damit meinen wir die Wahrnehmung, dass unsere Gesellschaft weltweit, aber auch gerade in Deutschland immer weiter auseinanderdriftet. Wir distanzieren uns voneinander und das offensichtlichste Beispiel für diese Distanzierung sind Kopfhörer. Ich trag ja jetzt auch gerade welche und wenn man Kopfhörer trägt, dann ist ja das Signal an die Außenwelt auch ganz klar, der hört gerade was, der will nicht gestört werden. Man muss ganz vorsichtig sein. Der ist vielleicht gerade irgendwo abgedockt, wenn Sie den Antipeschreckt, der hoch. Und wir signalisieren mit Kopfhörern, ich möchte jetzt gerade mit keinem anderen Menschen reden. Diese Distanzierung zeigt sich aber auch im Verhalten der jungen Generation. Die Generation Z hat Probleme, mit dem jeweils anderen Geschlecht vernünftig umzugehen. Das ist eine große Angst, Fehler zu machen. Und das Ergebnis ist, dass die Generation Z später ihre erste Beziehung hat. Sie haben weniger Beziehung, sie haben später Sex und sie haben weniger Sex als die Generationen zuvor. Diese Distanzierung führt auch dazu, dass man sich ja ständig fragt, der Typ da, den kenn ich ja gar nicht oder die Typ hin und vielleicht will ich mir was Böses, man weiß es nicht so denn. Und deshalb glaubt man, man muss bereit sein, sich zu verteidigen und deshalb boomen Kampfsportarten und Selbstverteidigung. Wenn ich aber eine Kampfsportart mache, ausübe, trainiere, dann habe ich das Gefühl, ich bin auch stark und da soll mir jetzt bloß keiner krumm kommen und das führt dazu, dass die kleinste, das kleinste Missverständnis, die kleinste Mikroaggression sofort mehr Aggression auslöst, weil man sich ja stark fühlt Und das führt dann zu solchen Schildern wie dem hier am Sportplatz der Spielvereinigung Hagen, weit entfernt von der Fußballbundesliga, das ist der Alltag bei Kreisliga, Bezirksliga, Landesliga. Die sahen sich gezwungen, ein Elternplakat aufzuhängen, wo dann steht Respekt ausüben. Wer schiebt sich dessen und Mensch, Trainer coachen das Spiel? Wir spielen hier nicht die WM. Und man man kann sich ja nicht vorstellen, wie frustriert die Verantwortlichen bei der Spielvereinigung Hagen sind, dass dass die Eltern da so rumtoben, ja? Aber es geht natürlich noch viel heftiger und wir kennen ja alle die Schlagzeilen von tätlichen Angriffen auf Reinigungskräfte der Bahn, auf Zugbegleiter und natürlich am allerschlimmsten auf Rettungskräfte. Dieser Babyloneffekt also führt zu Aggression und er ist in einer sich selbst verstärkenden Wechselwirkung mit einem weiteren Trend, nämlich der Überangst. Angst ist eine Grundeinstellung unserer Gesellschaft geworden und das zeigt sich sehr schön an diesem Tiktok Video beziehungsweise Reaktionen darauf. Ich hab jetzt noch Screenshot Ihnen mitgebracht, können Sie aber gerne nachschauen. Das ist ein Tiktok Werbevideo des Münsteraner Start-ups help me mit Doppel-e geschrieben. Die haben etwas entwickelt, was eigentlich eine tolle Idee ist. Wenn Sie ein Kind haben, dann können Sie diesem Kind dieses SOS Armband anlegen, bevor es auf eine Großveranstaltung geht. Das ist zum Beispiel eine Kirmes oder Jahrmarkt, je nachdem, wie man das in Ihrer Region nennt. Und wenn das Kind dann in der Menge verloren geht und Sie suchen möchte, dann kann es jeden ansprechen, der ein Handy hat. Weil in diesem Armband verbaut ist ein NFC Chip, den hat auch jedes moderne Handy. Und wenn man ein Handy gegen dieses Armband tippt, dann geht die Kontakttelefonnummer der Eltern auf. Eine schockierend einfache Idee, könnte man meinen, wenn man jetzt nicht Tiktok Kommentator wäre. Ich habe Ihnen original Tiktok Kommentare unter diesem Video mitgebracht, inklusive der, ich sag mal, herausfordernden Rechtschreib- und Grammatiklage. Und da heißt es dann, mein Kind spricht keine Fremden an, die bekommen auch nicht unsere Telefonnummer. Es ist cool, aber es ist ja auch gefährlich. Und die Männer sind gut, aber weiß das Kind, ob das ob diese Person ist gut mit dem Also am Ende räumen die sogar noch das Handy leer. Das heißt, für einen signifikanten Teil der deutschen Bevölkerung ist es wahrscheinlicher, dass ein Kind sein, dass seine Eltern verloren hat, auf Kinder, Gender oder Hater trifft als auf Menschen, die helfen wollen und das ist schon ein sehr erstaunlicher Blick auf die Gesellschaft. Die Überhangs zeigt sich aber auch in Geschäftsmodellen wie Protektor aus den USA. Protektor ist sone Art Uber mit Knarren. Da können Sie sich aussuchen, welchen Bodyguard Sie buchen möchten, was der anziehen soll. Natürlich in den USA wichtige Frage, Waffe oder nicht Waffe? Und sie können sogar einen ganze Motorcat buchen, die sie dann durch die Stadt fährt. Die über Angst aktive auch im boomenden Geschäft mit Bunkern in Deutschland. Es werden in Deutschland wieder mehr Bunker gebaut. Und da stellt sich die Frage, woher kommt denn diese Angst und woher kommt auch dieser Babyloneffekt? Und ja, es gibt viele Begründungen. Natürlich sind real existierende Krisen da, aber über einen Grund, glaube ich, müssen wir mal reden und das ist die Veränderung der Medienwelt. Diese Veränderung der Medienwelt hat der Künstler Hans Peter Feldmann sehr gut festgehalten, leider zu viel verstorben und ich war kürzlich gab es eine große Ausstellung im Museum Kunstpalast in Düsseldorf, dessen Generaldirektor jetzt auch bei uns im Soundboard war und da gab es eine Collage von Titelseiten des zwölften September zweitausenderste Und bei zwei Seiten, die direkt nebeneinander hingen, kann man sehen, was damals in deutschen Redaktionen los war. Auf der rechten Seite sehen Sie Braunschweiger Zeitung und die machte das, was ich auch noch auf der Analystenschule gelernt habe. Man berichtet, was ist. Links daneben, die Neuest Grevenbrook hat seit einer Tochter der Rheinischen Post kein Boulevardblatt. Die machte das, was zu dieser Zeit gerade in Mode kam in deutschen Redaktionen, nämlich emotionalisieren und spekulieren. Und fünfundzwanzig Jahre später ungefähr sind wir dann bei Schlagzeilen wie dieser von n-tv. Da gibt es einen Abend beim Oktoberfest und da ist es voll. Es ist voller, als die Behörden eigentlich zulassen wollen und dann gibt es eine ruhige Lautsprecheransage, dass man bitte den Platz räumen soll, also die Wiesn, weil na ja, es wurde gar keine Begründung angegeben, es war einfach Ruhe bewahren, es ist nix Schlimmes, bitte geht. Und mein Mitautor Richard Gutjahr war an diesem Abend auf der Wiesn und der sagte, ja, es war halt in den Zelten voll wie immer und draußen war es unangenehm voll, aber es war jetzt nicht so, dass da irgendwie Unruhe war. N-tv aber schreibt dann von Maskenpanik, brandgefährlich, Chaos. Und darum schreiben die von Maskenpanik, brandgefährlich, Chaos. Weil sie zwei Instagramnutzer gefunden haben, die das so formuliert haben. Zwei Instagramnutzer reichen heute, aus einer unschönen Situation, die sicherlich auch berichtenswert ist vielleicht, es war nicht das erste Mal, dass Devisen derart geräumt wurden, solche Schlagzeilen zu basteln. Und diese Schlagzeilen machen Angst. Die sollen Angst machen, weil Angst ist eine physiologische Reaktion, die dazu führt, dass wir handeln, ja? Das war früher auch definitiv nötig, weil wenn wir früher ein bei Angst, die ja eine Reaktion auf ein Gefahrenzeichen ist, nicht reagiert haben, dann war das rascheln im Dschungel, dass man unterschätzt hatte, vielleicht Säbelzahntiger und zack, war man tot, ist ja keine schöne Grundsituation. Das heißt, tief in uns drin ist es drin, dass wenn wir ein Gefahrenzeichen sehen, dann fährt unser Körper hoch, das ist die Angst und wir reagieren darauf. Das ist menschlich erst einmal total verständlich. Es ist auch verständlich, wenn Medien so arbeiten, könnte man sagen, weil die müssen ja auch irgendwie Geld verdienen und bei so Angst Schlagzeilen klicken die Leute. Das passiert halt einfach. Müssen wir sofort wissen, was los ist, ist halt tief in uns drin. Ich glaube aber, dass derzeit ein Wandel in vonstattengeht. Und dieser Wandel ist auch wiederum physiologisch bedingt, denn Angst löst Stress aus und Stress ertragen wir nur bis zu einem gewissen Punkt und das weiß man in der Medienwelt eigentlich. Zum Beispiel wissen das halt auch die Verantwortlichen des Sportseiten. Wenn es einem Fußballverein zum Beispiel nicht gut geht, wenn der ständig nur verliert, dann wollen die Leute weniger über diesen Verein lesen. Wenn es dem Verein gut geht, wenn's die Meisterschaft geht, können die nicht genug lesen. Das Gleiche wachsen. Wenn die Börse fällt, wollen die Leute weniger über die Börse lesen. Wenn die Börsenkurse steigen, wollen sie mehr lesen. Das ist eine Stress Ausweich Mechanismus, den wir auch tief in uns drin haben. Und derzeit gibt es wieder Ausweichbewegungen, wo wir sehen, dass die Menschen diesen Babyloneffekt, dieser Überangst, diesen Stress, den ihnen die Medien machen, ausweichen. Und diese Ausweichbewegungen haben auch durchaus was mit ihnen zu tun. Denn eine Ausweichbewegung ist der postdigitale Konsum. Wir kaufen wieder mehr physische Gegenstände und zwar in bestimmten Bereichen. Ein schönes Beispiel dafür sind die Verkäufe von Vinylschallplatten in Deutschland. Die hatten zweitausendsechs ihren Tiefpunkt mit nur noch dreihunderttausend verkauften LPs und jetzt sind wir bei vier Komma neun Million Und wenn man sich anguckt, wer kauft denn die? Dann gibt es einen erstaunlichen Fakt. Fast fünfzig Prozent der Käufer von Vinylschallplatten haben keinen Plattenspieler. Die kaufen diese Platte, weil der physische Gegenstand nicht löschbar ist, weil er uns eine Sicherheit verleiht, weil wir damit eine emotionale Bindung zu dem Künstler haben, der dieses Album aufgenommen hat. Und das beobachten wir auch bei Büchern. Bücher wurden ja schon totgesorgt und stattdessen boomen sie. Und das beste Beispiel dafür für diesen postdigitalen Konsum ist für mich die Bücherbüchse. Ich weiß nicht, ob Sie sie kennen, ich bin da sehr gespannt und ich freu mich da auch auf Ihre Kommentare gleich. Die Bücherbüchse ist ein wahnsinniges Erfolgsmodell. Das ist ein Unternehmen, ich weiß gar nicht, ob man der Verlag sagen darf, das nimmt die Bücher aus diesem ganzen Bereich Booktalk, New Adult Romance, Drachensexromane und veredelt sie. Da kommt auf den Seitenanschnitt kommt Druck, da kommen innen rein noch mal neue Drucke. Da kommt ein neuer Umschlag drum. Da dürfen auch mal Strassscheine zum Einsatz kommen. Und das Ergebnis ist, dass die Fans dieser Bücher son Buch nicht nur einmal kaufen. Sie kaufen das gleiche Buch zweimal, dreimal, viermal, jede dieser schön gestalteten Seiten in ihrem Bücherregal zu präsentieren. Die Bücherbüchse ist so erfolgreich, dass bei der jüngsten Buchmesse, Frankfurter Buchmesse, es Stand gab, das war klar. Der war aber absehbar so überlaufen, dass Wipptickets verkauft wurden, die fünfzig oder sechzig Euro kosteten und mit diesen WIP Tickets kam man dann eben an der Schlange vorbei, schneller die Neuigkeiten sehen zu können, vielleicht dann auch bei der Singierstunde direkt vorne mit dabei zu sein. Diese Bücher verleihen ihren Käufern Sicherheit. Das Gefühl, da kann mir jetzt keiner mehr machen, das das hab ich jetzt einfach mal und deshalb hilft es auch gegen die Angst. Ein weiterer Ausweicheffekt, den wir sehen, ist die Churchaissance. Eigentlich müssten ja die Kirchen voll sein. Die Menschen haben Angst. Die Menschen haben sich distanziert voneinander. Es gibt reale Krisen und da waren Kirchen immer der Anlaufpunkt, weil in Kirchen begehen wir gemeinsame Rituale. Ich wir wissen, was passieren wird. Wir wissen auch, dass die Person rechts und links neben uns das Gleiche macht wie wir und das ergibt das Gefühl, ich bin Teil einer starken Gemeinschaft. Aber die Kirchen sind nicht voll und natürlich, die Kirchenskanäle sind ein Thema, müssen wir nicht drüber reden, aber gleichzeitig verändern sich eben andere Orte des Zusammenkommens mit den Methoden der organisierten Religionen. Und ein Wort habe ich Ihnen hier mal mitgebracht, nämlich den hier. Das ist das LVM Preußenstadion an der Hammerstraße in Münster. Es ist die Heimat des großartigsten Vereins der Republik, aber ich bin da nicht ganz neutral, dem SC POIssen Münster. Und egal, wie die Mannschaft des SC POIssen gespielt hat, nach dem Abpfiff geht die Mannschaft noch mal innen zu jedem Block, holt sich Applaus ab oder Trost und dann endet man vor dem Block der Ultras. Und wir alle spielen jetzt mal das brodelnde POISSENTADIONA an der Hammerstraße nach. Ich bitte Sie, die sollten wir Münsterern oder Münsterländer unter uns haben, die kennen das Spiel. Wir alle heben jetzt die Arme wie ein Priester beim Gottesdienst. Und ich bitte Sie jetzt gleich, wenn ich runtergezählt hab, einfach schnell zu klatschen. Das kriegt sowieso keiner richtigen Gründen aus dem, das ist egal. Und dann kommt halt ein Schlachtruf, den müssen Sie jetzt gar nicht lernen. Den mach ich Ihnen vor und wir sehen uns dann demnächst mal in Münster. Also es geht so, drei, zwei, eins, alle zusammen, Türkreuz in Münster. So, und das kommt dann mehrfach hintereinander. Und dass dieses Ritual jedes Mal erfolgt, unabhängig vom sportlichen Ergebnis, ist neu. Das heißt, die Menschen gehen nicht ins Stadion, ihre Mannschaft gewinnen zu sehen. Sie gehen für das Gemeinschaftserlebnis ins Stadion. Das gibt es zum Beispiel genauso bei Taylor Swift. Bei Taylor Swift gibt es ganz, ganz viele Rituale, die an die Kirche erinnern. Sie haben sicherlich schon gehört, Swifties basteln vor Konzerten Armbänder, die Freundschaftsarmbänder, die getauscht werden während des Konzertes. Ist nichts anderes als der Handschlag während des Gottesdienstes oder nach dem Gottesdienst. Es gibt auch so Mutter unser Wechselgesänge. Also zum Beispiel beim Song BJuled rufen die Zuschauer vor der ersten Zeile, Where you going, Taylor? Und die das Publikum antwortet mit. Solche gemeinsam tröstende Rituale, die uns das Gefühl geben, Teil einer starken Gemeinschaft zu sein, gibt es genauso bei Rechtsradikalen, bei der Magerbewegung, bei Cryptobrows und bei NameStocks, weil sie uns Trost geben. Und über noch eine Ausweichbewegung sollten wir reden, das sind Superinfluencer. Influencer sind in Deutschland schlecht beleumundet, das war noch nie gut. Weil natürlich gibt es diejenigen, die ihren beneidenswert gut gebildeten Body einfach nur in die Kamera halten, ja? Müssen wir echt drüber reden. Aber es gab auch schon immer und immer bedeutet eben seit über zwanzig Jahren Menschen, die aus Leidenschaft für gewisse Themen halbjournalistisch oder ganz journalistisch arbeiteten und so Menschen hinter sich versammelten. Ein bekanntes Beispiel, der Youtuber Rezo, der wirklich hardcore recherchiert oder Sophie Passmann, die feministische Autorin, die seit einigen Monaten einen fantastischen Podcast hat, den sie ganz alleine und der nichts anderes ist als popkulturelles Feuilleton. Oder aber Felix Goldbach, der mit mit einer großen oder einem großen Faktenwissen und und viel, viel Spaß vermittelt, wie es tatsächlich die Energiewende steht. Was diese Superinfluencer eint, ist, bei ihnen gibt es keine angstmachenden Schlagzeilen. Sie sind wesentlich ruhiger unterwegs. Sie versuchen zu informieren und sie sind transparent unterwegs und deshalb wenden sich immer mehr Menschen von den klassischen Medienmarken ab und betrachten die Superinfluencer als wichtige Informationsquelle. Die Superinfluencer haben eines verstanden und das ist das, was vorher so Johanna Gollenhofer, Expertin für Nachhaltigkeitsmarketing und Teil unseres Soundingboards uns auch gesagt hat. Wir müssen viel stärker geile positive Storys in den Vordergrund stellen, die Lust auf die Zukunft machen, die optimistisch machen, weil die Menschen wollen das haben. Und sie hat recht damit. Aber es gibt einen Haken. Das haben auch andere erkannt Und die versuchen uns jetzt geile, positive Storys über die Zukunft zu erzählen, freie Bahn zu haben, unsere Zukunft in eine Richtung zu verändern, die eben nicht gut ist. Und da sind wir jetzt wieder bei unserem Vehikel Beispiel am Anfang. Denn es gibt noch einen Begriff, vor allem so die Leute, die das sind. Das sind nämlich die Gartenzwerge. Die Gartenzwerge nehmen nämlich Worte und verändern sie so, dass wir ihrer Vision der Zukunft folgen. Und einer dieser Begriffe ist die AutomatorWise und ich bin mir ziemlich sicher, dass fast keiner von Ihnen diesen Begriff kennt. Ich ehrlich gesagt hab ihn bis vor anderthalb Jahren auch noch nicht gekannt. AutomatorWise war in den Fünfzigerjahren die vorherrschende Bezeichnung für eine neue Forschungsrichtung im Bereich der Computerwissenschaft. Neunzehnhundertsechsundfünfzig begabte sich, dass ein junger Wissenschaftler, der darüber forschte, ein Summercamp von Wissenschaftlern an seiner Uni, nämlich den Dartmuth College in New England organisieren wollte und dafür brauchte er eine Förderung. Ihm war aber klar, dass wenn er jetzt zu demjenigen, der in der Verwaltung das Geld rausgibt, an hingeht und sagt, ja, dann wird er sagen, was? Das klingt ja grauenvoll. Nee, weiß ich nicht. Er wusste, er hat mehr Chancen, wenn er einen Begriff verwendet, der mehr Sexiness ausstrahlt, wo dann jemand sagt, oh, das ist aber spannend. Dafür wüsste ich ja auch gerne mehr. Und diesen Begriff hat er dann selbst erfunden. Und dieser Begriff lautet und wir kennen ihn heute alle, artificial intelligence. Das sind die Teilnehmer des Summercamps neunzehnhundertsechsundfünfzig, John McCartheek, der Herr da im hellen Hemd. Das ist derjenige, der diesen Begriff aus Marketingzwecken erfunden hat. Artificial Intelligence war immer ein Marketingbegriff. Und wenn wir jetzt übers Jahr neunzehnhundertsechsundfünfzig reden, ist ja auch klar, das ist ja schon paar Jährchen her. Und was ist in der Zwischenzeit passiert von neunzehnhundertsechsundvierzig bis hier? Man hat geforscht und künstliche Intelligenz ist eben nicht ein Chatbot. Künstliche Intelligenz ist ein ganzes Spektrum an Technologien, die in diesen Jahrzehnten entstanden sind, die wir alle seit Jahrzehnten nutzen, ohne groß darüber zu reden. Mein erster Kontakt mit künstlicher Intelligenz fand statt irgendwann Ende der Siebziger. Mein lieber Vater neigte nämlich dazu, ich bin Jahrgang neunzehnhundertneunundsechzig, das kurz einzuordnen, er neigte dazu, mir Spielzeug zu schenken, für das ich definitiv zu jung war. Meine Karrierabahn stand fünf Jahre lang unbenutzt im Keller, weil ich gar nicht wusste, was das sollte. Und so brachte er eines Tages einen grauen Kasten, mit dem man einen Fernseher anschließen konnte. Da erschienen zwei weiße Balken, die Sie dort sehen und in der Mitte war son Punkt und das war sone Art Tennis. Das war das erste Videospiel POIONG und POIONG enthielt natürlich wie jedes Videospiel bis zum heutigen Tag Elemente künstlicher Intelligenz. Neunzehnhundertfünfundachtzig rollte künstliche Intelligenz über deutsche Straßen und zwar vollautom. Neunzehnhundertfünfundachtzig gab es das erste vollautonom fahrende Auto auf Deutschlands Straße. Das war diese Mercedes S-Klasse, entworfen von der Bundeswehruniversität in München. Und wenn Sie sich jetzt fragen, ja Moment mal, neunzehnhundertfünfundachtzig und wir haben immer noch nicht voll autonom, was ist denn da in der Zwischenzeit passiert? Da muss man sagen, gucken Sie sich die Bilder an. Abgesehen von dem hier, der hinterm Lenkrad aus Sicherheitsgründen und aus rechtlichen Gründen saß, passt da halt auch nicht sehr viel mehr in dieses riesige Auto hinein als Computertechnik. Und inzwischen ist diese Computertechnik halt kleiner geworden und die das autonome Fahren rückt viel mehr in die in den Kreis der Möglichkeiten. Und autonomes Fahren, jede Form von Fahrassistenzsystemen sind künstliche Intelligenz. Künstliche Intelligenz sind auch Navigationssysteme, die wir alle seit fünfundzwanzig Jahren nutzen, weil im Jahr zweitausend nämlich das amerikanische Militär sein Navigationssystem GPS für die zivile Nutzung freigab. Und jeden Morgen nutzte ich sogar künstliche Intelligenz, wenn ich nämlich aufstehe und meine Kaffeetasse selbstverständlich beim Großartiges Verein der Republik, EZproxy, Münze, den ich hier noch einmal erwähnen möchte, wenn ich den unter meine Kaffeemaschine stelle, dann misst meine Kaffeemaschine die den Röstgrad der Kaffeebohnen, die sie drin hat und stellt entsprechend den Mahlgrad ein und auch das ist künstliche Intelligenz. Also künstliche Intelligenz ist nicht einfach von gestern auf heute über uns zu kommen. Es ist ein jahrzehntelanger Prozess. Und zu diesem Prozess gehört auch, dass es eine Forschungsrichtung gab, über die wir jetzt ganz viel reden, nämlich generative KI. Generative KI hat das Ziel, aus vorhandenen Daten und deren Zusammenhängen etwas Neues zu generieren. Das ist die Aufgabe. Und auch generative KI ist überhaupt nicht neu, noch daran wird schon seit einiger Zeit geforscht. Allerdings gab es eben den dreißigsten November zweitausendzweiundzwanzig. An diesem Tag veränderte sich die Welt. Weil openAI, ein Unternehmen, das auch nicht now your own bekannt war, sondern in Techkreisen sehr, sehr, sehr bekannt war, veröffentlichte sein Large Language Modell ChATGPT derart, dass jedermann es benutzen konnte und sehen konnte, wie so der Stand ist. Und das Ganze sorgte für Langeweile. Also zumindest in Deutschland eindeutig, weil das sind alle Artikel, die Google news findet für den Zeitraum zwischen dem dreißigsten November und dem zweiten Dezember zweitausendzweiundzwanzig über ChetGPT und da haben wir die Zeit, die berichtet, sehr lobenswert. Dann haben wir Heise, die machen bisschen was und das Techmagazin T3N sagt, ja, das kann jetzt auch Gedichte schreiben. Wie der erste Schwärmer Schwelmer GUT Stammtisch in Detschwick da seinen Platz fand, das müssen Sie Google fragen. Es war also ehrlich gesagt ein Schulterzucken und wenige Monate später aber sagte Bill Gates, ja, also Lehrer und Ärzte, die werden demnächst ersetzt werden. Noch mal ein wenig später spekulierte der Guardian darüber, wie KI uns die Ecke bringen wird. Es gibt fünf Wege, da hat die KI die Auswahl. Und Ende letzten Jahres sagte der Digitalminister Carsten Bildberger, dessen Arbeit ich wirklich ansonsten wirklich schätze, künstliche Intelligenz ist die innovativste Kraft, die die Menschheit bisher gesehen hat. Sie gemerkt, was passiert ist? Die Gartenzwerge waren am Markt, weil wo ist denn da das Adjektiv geblieben? Alle reden von künstlicher Intelligenz, als sei nur die generative künstliche Intelligenz das einzige, was KI ausmacht. Das heißt, der größte allergrößte alltägliche Teil von generativer KI wird einfach ausgeblendet. Die die Macher der generativen KI haben es geschafft, ihre Technologie zur Gattungstechnologie zu machen und alle anderen wegzublenden. Und das ist auch nötig aus einem simplen Grund. Generative KI, also vor allem Sprachmodelle, ist sau teuer. Eins komma fünf Billionen Dollar will allein openAI in den nächsten Jahren in sein Netzwerk stecken. Jetzt kann man sagen, wir sind ja irgendwie Die USA sind freies Land, also mehr oder weniger. Und wenn sie's haben, manchmal jeder darf doch mit seinem Geld machen, was er will. Ich bin da halt auch sehr liberal, aber der Haken an der Sache ist, sie haben es nicht. Siebenundzwanzig Milliarde Dollar ist nicht der Gewinn von OpenAI im Jahr zweitausendfünfundzwanzig, sondern der erwartete Verlust. Und dieser erwartete Verlust wird in jedem Jahr weiter steigen und soll dann gegen Ende des Jahrzehnts vierundsiebzig Milliarde Dollar erreichen. Das heißt, die die die Frage, wann diese eins Komma fünf Billionen überhaupt irgendwie wieder da da reinkommen, vielleicht inklusive der Verzinsung, die son Investor erwartet, die stellt man sich rational mal besser nicht. Und deshalb brauchen die Verfechter dieser Technologie eben Begriffe. Begriffe wie künstliche Intelligenz, die nicht getrübt werden darf durch ein Adjektiv, das einen darauf hinweisen könnte, dass es noch andere Formen der künstlichen Intelligenz gibt. Solche Begriffe sind wie im Mittelalter die Schilde und die Wappen, ja? Es ist, wenn man in den Krieg zog, dann hatte man das Schild auf der Brust, also das Wappen, das Logo der des jeweiligen Adeligen und dann kamen die Fahnen und es sah toll aus und dann kam auch noch kam auch noch Musik und dann gab es Bläser und dann schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Genauso funktioniert das mit Vokabeln im technischen Zeitalter des Jahres zweitausendfünfundzwanzig. Das Geld einzusammeln, Investoren jedwe bloß davon abzuhalten, dass sie rationale Gedanken entwickeln, braucht man solche Begriffe. Man braucht noch stärkere Begriffe, zum Beispiel Artificial General Intelligence. Artificial General Intelligence ist ein durch wissenschaftliche Paper durchaus einigermaßen definierter Begriff, nämlich ein künstliche Intelligenz, die alles kann, was ein Mensch kann und vielleicht noch ein bisschen mehr. Und lange Zeit lief Sam Altman, der Chef von OpenAYare, rum und sagte, ja, die Artificial General Intelligence kommt zweitausendfünfundzwanzig, ja? Also im letzten Jahr ist die über uns gekommen. Das haben ernsthafte Forscher, man muss ja sagen, Sam Altman ist kein Forscher, er ist ein Manager, schon immer abgetan. Zum Beispiel Janne Lecanc Spitzname, der Gottvater der modernen KI. Der sagte dann immer wieder, dass dieser dieser Satz ist einfach Nonsens, ja? Und der Druck der Experten war dann so groß, dass Sam Altman zurückruderte und sagte, ja, also dieses Artificial General Intelligence abgetötet AGI heißt jetzt nicht so ist jetzt nicht so super nützlich. Also brauchte er was Neues. Und es gab einen neuen Begriff, der dann die Investoren überzeugen sollte, der ist nicht wissenschaftlich definiert. Der heißt Superintelligence. Weil Superintelligence, das setzt im Kopf sofort das ein. Da hängt mir also, Sie ich sag super, Sie sagen, Mann sagen Sie, Supermann. Wir sehen Sie vor den Computer mit einer irgendeinem mit einem Trikot im dunklen Blau, mit einem roten Cape schwebt der ein, Krebs zu heilen und uns in Weltfrieden zu bringen. Solche Begriffe sind nützlich, uns zu täuschen. Und das ist jetzt auch nicht so furchtbar neu, das ist ja eigentlich fast schon klassisches Marketing, aber wenn es aus dieser Textzähne kommt und ich bin kein kein kein Fortschrittsfeind, ich bin fortschutzoptimistisch, aber wir müssen uns halt einfach angucken, dass es einen einen Fehler gibt, der mit Worten zu tun hat und wo wir hingucken müssen, damit uns nicht die Zukunft geklaut wird. Weil das Problem ist, dass die Verfechter von solchen Techvokabeln Sciencefiction als Sachbuch begreifen. Sciencefiction ist toll, Sciencefiction regt die Fantasie, aber die Techbrows, die lesen Sciencefiction Buch und denken mir, das bau ich nach. Das muss ja kommen. Und am Ende heißt es dann, ja, die Sciencefiction hat ja die Zukunft vorher gesehen. Ein prominentes Beispiel dafür ist Minority Report. Ja, der der Film mit Tom Cruise haben wir alle gesehen und ich bin sicher, jeder, ihn gesehen hat, hätte so gerne son Arbeitsplatz, wo sie Daten so in der Luft schweben und die dann mit der Hand so manipulierbar sind und hin- und herschiebbar sind. Ich war wahnsinnig überzeugend. Und ja, Minority Report hat unsere Zeit vorhergesehen, weil heute gibt's die Apple Vision Pro, die WorldCat Reality Brille von Apple und die kann genau das, ja? Die die nimmt die Fenster, die wir auf unserem Monitor haben und hängt sie in die Luft und wir können sie hin- und herschieben. Also superding, oder? Na ja, was weniger bekannt ist, ist, wie die Aufnahmen für diese Szene mit Tom Cruise verliefen. Tom Cruise hat ja nun eine eine Konstitution und einen Körperbau, den wir ihn wahrscheinlich alle beneiden. Damals war er auch noch jünger, da war er noch viel besser. Und während diese Aufnahmen gemacht wurden, musste er eben mal längere Pausen einlegen. Und weil es schlicht und ergreifend unfassbar anstrengend ist, ständig die Arme so zu halten. Das ist keine gute ergonomische Position. Es gibt sogar Foltermethoden, die darauf beruhen, dass man die Arme ausstrecken muss, wenn man sie fallen lässt, passiert was Schreckliches. Ja, das heißt also, diese Version der Zukunft ist definitiv keine sonderlich Wünschenswerte. Und genauso verhält es sich mit generativer K-I- und Sprachmodellen. Die ist nämlich auch eine Idee aus Sciencefiction, nämlich aus der Romantrilogie Foundation von EZproxy Assimov, inzwischen auch verfilmt für AppleTV. Dort nämlich gibt es eine Wissenschaft, die nennt sich Psychohistorie und die sagt, dass man aus den Erinnerungen von Menschen die Zukunft vorhersagen kann. Ist natürlich ziemlicher Blödsinn, aber genauso funktionieren die Sprachmodelle. Sie nehmen all dieses Wissen, all die Texte der Welt, analysieren die und tun dann so, als ob sie etwas über die Zukunft sagen können. Und das Problem mit diesem Sciencefiction als Sachbuch, als Handlungsanweisung ist, dass fast alles, was Sciencefiction ist, dystopisch und negativ ist. Es gibt eigentlich nur eine große Sciencefiction Marke, die optimistisch ist. Das ist Star Trek, Raumschiff, Enterprise. Alles andere ist im Grunde, was die großen Namen betrifft, dystopisch oder wie Ozola L'Guinn, Sciencefiction Autorin sehr bekannte Sciencefiction Autorin mal gesagt hat, wenn Sciencefiction die Mythologie der modernen Technologie ist, dann ist ihr Mythos eine Tragödie. Und wir sollten diesen Dystopen nicht unsere Zukunft überlassen, weil sie entwickeln ja wirklich absurde Vorstellungen wie der Milliardär und sehr bekannte Techemister Pieter Thiel, der allen Ernstes den Antichrist kommen sieht. Wie verrückt kann's werden? Und deshalb fordere bitte ich Sie, holen wir uns gemeinsam die Zukunft zurück und Sie sind diejenigen, die es schaffen können, weil Sie können diejenigen fördern, die optimistische Texte haben, die optimistische Bücher veröffentlichen. Bibliotheken und Büchereien sind der Ort, wo Menschen zusammenkommen können, konstruktiv über die Zukunft zu diskutieren. Und wir können uns dort Geschichten erzählen und es gibt Menschen, die diese Geschichten erzählen können, die uns optimistisch machen. Na gut, aber wie sagen Sie, ich hab Ihnen mal paar Geschichten mitgebracht. Immer unter der dem dem, was Robert Habeck auf der re:publica zweitausenddreiundzwanzig gesagt hat. Wollen wir gemeinsam etwas erreichen oder uns Geschichten über das Scheitern erzählen? Lassen wir uns gemeinsam was verändern? Und es ist ja einfach so, hinter dem gedruckten Wort steckt sehr oft, nicht immer, ein kluger Kopf und diese kluge Köpfe, die kommen zu Ihnen. Und denen könnten wir solche Geschichten erzählen wie die von diesem Topf Nudeln. Ja, also wenn Sie sagen, geht den Bach runter, wer das sagt, den lade ich immer gerne ein zum Mittagessen nach Düsseldorf Herd. Ohne Düsseldorf Herd jetzt wissen zu wollen, aber Essen ist jetzt nicht der Stadtteil, an dem man zuerst denkt, wenn man an Düsseldorf denkt. Und dort im Supermarkt kriegen Sie solch einen Topf Nudeln. Perfekt, al dente. Sehr schmackhaft mit frisch gehobeltem Parmesan für sechs Euro fünfzig. Zubereitet hat ihn aber kein Koch. Zubereitet haben ihn Roboterarme. Die kommen von einem Münchner Start-up, nämlich CircusAI und die haben dort im REWE zum ersten Mal weltweit in einem Supermarkt ein solches Modellprojekt mit Robotics und natürlich künstlicher Intelligenz laufen. Und wenn Sie dort hingehen, kriegen Sie innerhalb von vier bis sechs Minuten ein frisch zubereitetes warmes Gericht für einen lächerlichen Preis und der Regel muss sich keine Gedanken machen über den Personalmangel, den es nun definitiv gibt. Deutschland ist nämlich verdammt gut darin, solche Sachen zu bauen, weil wir haben auch verdammt gute Autos gebaut und über Europa überhaupt. Sie erinnern sich an Yan Lecin, jeden Forscher, den ich gerade zitiert habe. Der hat gerade die Zelte in den USA abgebrochen und gründet ein Start-up, das KI und Robotics zusammenbringt und er sagt ganz bewusst, ich gehe damit nach Europa, weil da kann ich besser arbeiten. Das heißt, die besten Forscher kommen gerade zu uns. Und wir Deutschen sind, wie gesagt, sehr gut darin, Dinger zu bauen, wie diese diesen Roboterkoch oder aber diese Traverse, die Sie dort auf der linken Seite sehen, die heißt da Wegi und kommt von einem Start-up aus Krevel, die heißen AILand. Und was diese Traverse macht, ist, sie dreht sich diesen grünen Pinoppel, den Sie da rechts sehen und dann gibt es da das weiße, was Sie da in der Mitte sehen, das ist eine Roboterhand und diese Roboterhand pflanzt Gemüse, pflegt dieses Gemüse genauso, wie es Wetter und Boden verlangt, erntet es, wenn sie erkennt, dass es reif ist, k I, und packt es in Gemüsekisten. Erst wenn die Gemüsekisten von dieser Traverse runterkommen, muss ein Mensch dann doch noch mal zugreifen und es in irgendein Vehikelhaar packen. Und das soll in vier Jahren serienreif sein und würde es möglich machen, Gemüse zu einem Preis von unter einem Euro pro kilogramm zu produzieren, ohne dass ein Mensch irgendwas machen muss. Und übrigens, es muss nicht mal eine Stromleitung da sein, weil die Solarzellen auf dem Dach reichen dafür. Das ist eine deutsche Entwicklung. Eine andere deutsche Entwicklung sehen Sie auf dem rechten Foto. Da sind auch meine Mietautoren Frank und Richard zu sehen, denn wir waren letztes Jahr, als wir auf der SOUF BY SOUF WEST in Austen waren, beim Autonomous Driving Center von Volkswagen in Austen, Texas. Und die arbeiten da mit dem ID. Buzz, das ist ja dieser elektrische Bulli. Und diese elektrischen Bullis fahren vollautonom durch Austen. Da muss natürlich aus rechtlichen Gründen immer noch mal jemand eher am Steuer sitzen, aber der macht halt nichts. Und das Ziel ist es zweitausendsiebenundzwanzig, also im kommenden Jahr diese vollautonomen ID. Buzz beim MOIA einzuloggenden Sammeltaxisystem von VW in Hamburg. Im Jahr zweitausendfünfunddreißig sollen einhunderttausend davon auf deutschen Straßen unterwegs sein. Hat da jemand gesagt, die deutsche Autoindustrie sei rückständig? Nein, ist sie nicht. Wir müssen uns nur die positiven Geschichten erzählen. Oder die über den schnellsten Computer Europas, der steht nämlich in Jülich. Ja und auch Jülich ist nicht der Nabel der Welt. Irgendwo in der deutschen Provinz steht der schnellste Computer Europas und auch im Bereich Umwelt gibt es viel mehr spannende, schöne, positive Geschichten, die wir uns erzählen können. In diesem Jahr wird mehr Solarstrom weltweit produziert werden als Atomstrom und allein die deutschen Balkonkraftwerke haben so viel Kapazität wie ein kleines Atomkraftwerk. Auch das sind Geschichten, die wir uns erzählen müssen. Das sind Information, die wir weiterbringen müssen. Und deshalb möchte ich Sie überreden, lassen Sie uns die Gartenzwerge meucheln. Wenn Sie in Bibliotheken und Büchereien sind, stellen Sie Bücher ins Schaufenster, die positiv über die Geschichte berichten und nicht diese ganzen negativen Dinger, die nur Geld damit machen wollen, dass sie den Menschen Angst machen. Und laden Sie diejenigen, die die positiven Geschichten erzählen, egal ob es Wissenschaftler sind, ob es Blogger, Creator, Journalisten sind, laden Sie die für Veranstaltungen zu sich ein, weil Sie haben die Chance, diese positiven Schichten weiterzuerzählen. Und na gut, sollten Sie zufällig Buch kaufen wollen, das Sie dann in die Sammlung geben. Also meine verstorbene Mutter wäre unglaublich stolz gewesen, wenn ein Buch mit meinem Namen in der Farbenbücherei seinem Blauencus gestanden hätte. Das sage ich jetzt noch mal so und bedanke mich fürs Zuhören. Ja, Herr Güver, vielen Dank für den sehr inspirierenden und motivierenden Vortrag. Wir starten ja supergut heute in den zweiten Tag des Bibliotheksleitungstages. Wir haben gerade schon viel miteinander diskutiert. Wir warten jetzt gerade auf die ersten Fragen im Chat. Da werden sicherlich auch viele kommen. Es gab auch schon viele Beteiligung. Und bis da was auftaucht im Chat, einfach mal die Frage an Sie. Sie hatten ganz am Anfang gesagt, negative Grundstimmung. Da hatten Sie auch jemanden zitiert und Angst war auch son Thema. Aber mal ganz ehrlich, wenn ich mir so überlege, womit worüber ich mit Kolleginnen und Kollegen spreche, da gibt's Haushaltssperre, Haushaltslöcher, Dinge, die nicht gekauft werden können, weil's Geld knapp ist, Fachkräftemangel, ist da nicht son bisschen verständlich, warum da sone gewisse Grundstimmung vorherrscht, die nicht gerade so positiv belegt ist? Verständnis hab ich dafür definitiv, aber ganz viel von dem, was Angst macht, ist natürlich auch erst mal kurzfristig und wir erkennen halt nicht, dass langfristige Entwicklungen unglaublich sind. Also wir leben ja schon in der Zukunft und nehmen das fast gar nicht wahr und und gerade in Deutschland beschäftigen wir uns auch damit zu wenig damit. Eine Geschichte, die mir meine Frau erzählt hat, die gerade Skifahren war und die für die es ganz normal ist, dass sie in ihr Handy spricht und mit dem Sprachassistenten Termine macht. Und dann war sie halt mitm Skilehrer auf der Piste und der sagte, was machst Du denn da? Und dann sagt sie, ja, dann kann ich halt hier Termin und so. Das ist ja unglaublich. Und genau diesen Überraschungseffekt. Wir leben in einer Welt, in der wir Dinge tun können, die unsere Eltern sich niemals hätten vorstellen können. Und genauso entstehen ständig spannende neue Entwicklungen. Ich hab ja versucht, diese Geschichten da gerade bisschen als Beispiele zu geben und an denen sollten wir uns auch orientieren. Aber es ist natürlich menschlich, wenn wir nur das Negative sehen. Es gab auch ganz, ganz viel Feedback, also bisher noch keine Frage, daher auch gerne die Aufforderung stellen Sie Fragen im Chat, die nehmen wir auf, aber viel Feedback, endlich mal was Positives zu hören. Vielen Dank dafür, das geben wir natürlich an der Stelle auch gerne weiter. Ich glaub, das ist ganz, gerade auch für heute für das Thema ganz toller Start. Jetzt haben Sie ja viele Trends genannt, also in nicht nur für fünfunddreißig, sondern auch in ziemlich genau fünfunddreißig Minuten. Also Hut ab, was das für Ritt war. Vielleicht haben Sie mal so drei Trends für uns, die man auch sehr konkret auf Bibliotheken ziehen kann? Ich meine, es schauen ja viele zu, die eben im Bibliotheksumfeld arbeiten, Bibliotheken leiten etc. Vielleicht haben Sie da mal so drei Trends, wo sagen, die sollte man sich als Bibliotheksleitung besonders stark anschauen. Also ich glaube tatsächlich, Bibliotheken als Ort des Zusammenkommens sollten sich definitiv mit diesem Thema Churchsaissance beschäftigen, wo es eben nicht nur darum geht, dass man zusammenkommt, sondern dass man zusammen Rituale entwickelt, weil das ist halt das, was was halt tröstend ist. Und ich glaube, da gibt es viele Vorbilder, die zeigen, dass man wahnsinnig kreative Events schaffen kann mit solchen Ritualen, auf die man sich freut. Ich war kürzlich auf dem Podium bei vier null, das ist ein unabhängiges Düsseldorfer Lokalmedium und die machen einmal im Quartal, haha vier heißen auch vier null, eine Talkshow im Düsseldorfer Komöchen mit vier Düsseldorfer, über die sie Geschichten geschrieben haben. Und dann zeigen sie halt auch zum Beispiel, welche Geschichten haben bei uns besonders gut performt, welche Geschichten fanden wir gut. Und das ist Wahnsinn, weil die haben mit zwanzig Zuschauern sind die gestartet, das kostet Eintritt. Und jetzt sind sie bei zweihundert und sind ausverkauft. Und ich glaube, darin liegt wirklich eine eine große Chance. Das andere ist natürlich all das, was was jetzt eben Digitalisierung und K-I betrifft, dass man halt einfach versucht zu zeigen, dass man halt auch Menschen aufschlauen kann. Es ist ja Bildungsweitergabe ist eben mehr als nur Buch hinzustellen und das wissen natürlich alle, die hier zuschauen. Und darin liegt halt eine eine ganz große Chance und deshalb sind die Superinfluencer zum Beispiel auch sehr wichtig. Ja, ich ich wollt grad sagen Ach Du gern. Ich weiter. Genau, richtig. Wir bleiben mal beim Thema Trends und hier kommt eine Frage von der Kollegin aus Münster, die gestern auch bei unserer letzten Podiumsdiskussion mit dabei war. Zum Thema Trends fragt Frau Gladrow, wie exponentiell schätzen Sie die weitere technische Entwicklung generativer K-i ein? Also erst mal schöne Grüße nach Münster hier msvlive, Also die, ich glaube, das ist ganz wichtig, all das zu unterscheiden. Also wenn wir über künstliche Intelligenz reden, dann ist aus meiner Sicht generative künstliche Intelligenz fast schon ausentwickelt, was die Sprachmodelle betrifft. Da wird nicht mehr eine signifikante Verbesserung kommen. Wenn jemand weiß, wie's gehen soll, Wuchel Flug nach Stockholm, das gibt den nächsten Physik Nobelpreis, ist kein Scherz. Wir werden jetzt aber etwas ersehen, was sehen, was vielleicht gar nicht exponentiell wirklich ist, weil wir haben ganz viel von der Entwicklung von künstlicher Intelligenz gar nicht mitbekommen, wenn man nicht sehr technikinteressiert ist. Aber dadurch, dass es jetzt eben mehr Rechenkapazität gibt, mehr Speicherkapazität gibt, werden auch andere Bereiche der künstlichen Intelligenz profitieren. Und da reden wir jetzt eben über das, was man nennt. Das heißt also, die Vermessung der Welt. Wir werden eben sehen, wie Daten gesammelt werden, ist negativ konnotiert, sollte es aber eigentlich nicht sein, die dafür sorgen, dass zum Beispiel Roboter eine eine eine drei-d-Eindruck der Welt bekommen. Und der ist nötig, damit Roboter funktionieren. Das heißt nicht diese humanoiden Roboter, von denen hatten wir ehrlich gesagt auch weil wir Menschen haben zwar die Welt optimiert auf unseren Körperbau, aber unser Körperbau ist ja nicht der beste für alle Tätigkeiten. Hashtag saugen unterm Sofa. Und deshalb werden wir halt in den nächsten zehn Jahren viele Roboter erleben, aber in zahlreichen Formen und Facetten und die werden alle KI drin haben und das wird diese Entwicklung wird definitiv das fördern, was wir derzeit sehen. Na, ich denke, da werden viele aufgehört haben, gerade auch was Haushalt angeht et cetera und ungeliebte Arbeiten. Es gibt sie also noch, die guten Nachrichten. Und da bleiben wir auch gerade noch bei einer Empfehlung. Passend dazu hat uns nämlich jemand geschrieben, ich bin auch ein Fan von positiven Geschichten und ich empfehle hier den Newsletter goodnews. Der enthält jeden Tag eine positive Stimmung letztendlich, einen positiven eine positive Nachricht und auch das sicherlich eine gute Art, in den Tag zu starten und motiviert letztendlich nach vorne zu blicken. Genau. Vielleicht noch ganz kurz anknüpfend an die Frage zu KOI und der Weiterentwicklung. Wir haben ja oft und hatten das auch gestern schon, aber ist Thema, was immer wieder aufkommt, diese Frage Interaktion Mensch Maschine. Also ich mein, super, wenn der Roboter unterm Sofa saugt, finde ich super. Findet, glaube ich, jeder super. Also würd ich jetzt mal davon ausgehen, dass keiner sagt, nee, das will ich unbedingt selber machen. Aber es gibt ja dann doch und da hatten wir auch gestern Abend zum Beispiel eine Frage zu, dass es scheinbar schon auch an der Bibliothekstheke oft Nutzende gibt, die sagen, ach, euer Job ist ja eh bald hinüber hier, den braucht er ja gar nicht mehr. Ja, wie stehen Sie dazu? Was ist aus Ihrer Sicht, sag mal, das perfekte Zusammenspiel zwischen Mensch und K. Ich glaube, dass eine große Chance darin liegt, all das, was wir tatsächlich nicht gerne tun und wo der Mensch wenig Neues beitragen kann, wenn wir das an Maschinen abgeben. Also vorstellbar wäre natürlich zum Beispiel eine ein ein Roboter, der die Bücher an den direkt an den Tresen bringt und dann hätte man vielleicht mehr Zeit für die Beratung. Das sind eben solche vorstellbaren Szenarien, die werden aber noch etliche Jahre brauchen, bis sie Wirklichkeit werden, eben weil derzeit Robotern komplett der Zusammenhang fehlt. Also wenn Sie zum Beispiel heute 'n Roboter für eine Fabrik haben wollen, dann können Sie den nicht einfach da abstellen, sondern da muss eine intensive Scannen der Fabrikhalle erfolgen, inklusive der potenziellen Lichtverhältnisse. Wenn Sie eine Fabrikhalle haben, wo Fenster drin sind, ist schon nicht gut, weil die Sonne ist ja dummerweise nicht überall da, wo sie gerade dann in dem Moment ist. Das heißt, es ist hochkomplex und deshalb wird das tatsächlich noch länger brauchen, als wir alle glauben. Da schließt die nächste Frage eigentlich sehr, sehr gut an und zwar auch aus Ihrer Sicht, was was sind die Stellschrauben, die wir da drehen müssen, damit wir genau das hinbekommen? Also dass die K-I, sag ich mal, die Aufgaben uns auch abnimmt, hat hier eine nächste Fragesteller, genau, ich guck mal gerade einmal hier aufs Bild gestellt, dass wir es schaffen, dass die lästigen Arbeiten abgenommen werden, dass aber auch sichergestellt wird, dass kreative Arbeiten, Arbeiten, die wirklich auch menschlichen Input brauchen, auch irgendwo beim Menschen bleiben. Also ist da die Politik gefragt? Sind da andere Verbünde gefragt? Vielleicht haben Sie da ja auch eine eine Meinung oder eine Meinung haben Sie bestimmt. Ich hab ganz viele Meinungen. Also dazu muss man sagen, es gibt eine Fehlwahrnehmung von generativer K-I und über die reden wir dann natürlich vor allem. Dass sie nämlich kreativ sei, ist sie nicht. Sie ist darauf produziert, das immer Wahrscheinlichste auszuwerfen und das Wahrscheinlichste ist immer im Grunde das Unkreativste. Dazu kommt dann noch, dass in den Systemen selbst eine eine sozusagen Fehlerquote verbaut ist, die halt dafür sorgt, dass immer was anderes ausgeworfen wird. Und die sorgt dafür, dass es noch nicht mal richtig ist. Also insofern, ich glaube, die Ernüchterung bei Sprachmodellen und auch bei Bildmodellen ist schon ein Stück weit da und die wird noch immer stärker werden. Ich bin nicht der Freund, immer zu sagen, da muss die Politik jetzt, nee, nee, finde ich, ich finde, da sollten wir als als Gesellschaft auch schon schlau genug sein. Ich glaube, es wird auch passieren. Aber wir als Gesellschaft müssen halt auch uns selbst aufschlauen. Wir müssen uns mit den Themen beschäftigen und nicht einfach nur konsumieren, was uns dann eben die Marketingleute der großen Techkonzerne vor die Füße werfen. Super, danke. Ich würde da ganz gerne noch mal einhaken, weil Sie gerade gesagt hatten, na ja, die Gesellschaft ist da auch irgendwo bisschen in Verantwortung und weniger die Politik. Wir müssen uns aufschlauen, wir müssen verantwortungsvoll damit umgehen. Es gibt ja auch dieses Negativbeispiel mit dem Chatbot von Elon Musk. Ich mein, da zeigt sich das ja auch son kleines bisschen, was passiert, wenn die Gesellschaft einfach so munter drauflos experimentiert, oder? Das ist vollkommen richtig, aber natürlich ist der Chatbot von also Grok verstößt gegen das Gesetz und genau das ist der Punkt, wo das Gesetz einschreiten muss. Und was wir definitiv brauchen, gerade in Deutschland, ist eine Stärkung der entsprechenden ermittelnden Behörden und wir brauchen eine stärkere Sensibilisierung der ermittelnden Behörden. Das betrifft genauso Hatespeech gerade gegenüber Frauen. Das ist ein großes Thema und da würde ich dann sagen, da ist dann die Politik tatsächlich gefordert, entsprechende Kapazitäten zu schaffen. Genau, das ist an der Stelle ja auch so, dass der Rechtsrahmen eigentlich schon gut ist, nur nicht genutzt wird, ne? Richtig, genau, ist auch ganz wichtig. Sondern, dass auch die bestehende Genau, das ist genau durchgesetzt, Genau. Ja. Mhm. Noch mal son Blick in die Glaskugel. Jetzt haben Sie uns Ihr Buch vorgestellt, haben die Trends vorgestellt. Das ist toll. Die Ersten werden mitgeschrieben haben und werden überlegt haben, okay, wie komm ich an das Buch ran, möglichst schnell? Hier haben wir eine Frage im Chat oder vielmehr noch mal eine Bemerkung dazu, an die würde ich gerne anknüpfen. Prognosen sind schwer, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Wie bleib ich denn, was Zukunftsforschung angeht, son bisschen up to date? Ja, also kurz, das Buch gibt es überall, wo es Bücher gibt, ist bei Tradition erschienen, Selfpublishing. Insofern geh ich hin und kaufe reichlich davon. Wie wie kann man auf dem Laufenden Also wir sind eigentlich Diese Behauptung, man kann die Zukunft nicht vorhersagen, das ist eigentlich nicht so richtig, weil wir alle versuchen ständig, die Zukunft vorherzusagen. Und zwar in unseren Berufen, ja. Also wenn wenn Sie jetzt an den Bildschirmen ein Buch bestellen, dann ist natürlich Ihre Prognose, das wird meine Klienten interessieren, das wird ausgeliehen werden. Und wenn Kochennudel ins Wasser wirft, dann macht er eine Prognose darüber, wann die wohl fertig sind. Das heißt also, wir sind so gut darin, dass der amerikanische Psychologe Martin Salicman sogar sagt, Homo sapiens sei eigentlich die falsche Beschreibung für den Menschen. Wir sollten sagen Homo prospektus. Und wir haben in unserem Buch tatsächlich die Methode, mit der wir arbeiten, geschildert. Das heißt also, sorry für die Werbeeinblendung, aber da kann man son bisschen sich selbst trainieren. Der Haken an der Sache ist, es erfordert Zeit. Ist ja Ach so und natürlich, sorry, jetzt muss ich noch eine Werbeeinwendung machen, weil ich bin hier son bisschen seit dem ersten Januar in einer Twitterfunktion. Was auch ganz wichtig ist, an Orte zu gehen, wo kluge Menschen sind. Ich bin seit dem Jahreswechsel ich bin Officer des Gesellschaftsfestivals republica in Berlin, achter achtzehnter bis zwanzigster Mai dieses Jahr und das ist einer der Orte, wo man sich halt eben aufschlauen kann und Klammer auf, es ist sogar in einigen Bundesländern für die berufliche Fortbildung freigegeben. Das hält Bildungsurlaub. Das ist sehr, sehr legitimer Werbeblock und da auch herzlichen Glückwunsch zur neuen Aufgabe. Also das wird mit Sicherheit für die re:publica ein großer Gewinn und die re:publica, das stimmt, ist halt eben auch einer dieser Orte, die man schafft, wo man den Austausch vor Ort dann auch wirklich erleben kann. Also ich find, das ist legitim, dass man hier auch bisschen Werbung macht, nachdem Sie uns so viel Rede und Antwort schon gestanden haben. Ich schau mal gerade, im Chat tut sich gerade nicht mehr ganz so viel. Vielleicht kommt da noch was rein, herzliche Einladung. Ansonsten hab ich noch mal eine Frage, die jetzt eher aufs, sag mal aufs heutige Thema generell auf die Bibliotheken noch mal abzielt. Mich würd mal interessieren, Herr Knewa, wie ist denn Ihre Beziehung zu Bibliotheken? Haben Sie eine Lieblingsbibliothek in Münster oder wann waren Sie das letzte Mal da? Das würde mich sehr interessieren. Na ja, ich lebe natürlich in Düsseldorf seit einunddreißig Jahren, ey, alter Sack. Und ich finde, was die was die Stadtbücherei da in Düsseldorf treibt, ist toll, weil die haben halt auch natürlich 'n, also erst mal haben sie eine wunderschöne neue Location bekommen und sie haben tollen tollen Ort auch dann eben genau für solche Fortbildungen. Also ich bin auch Teil eines Foodpodcastes und meine Kollegin Carmen Hillebrandt macht dort, glaube ich, auch immer mal wieder einfach für für interessierte Bürger entsprechende Einführung zu Digitalthemen. Und insofern, ich find's toll, was die Handelnden dort treiben. Aber natürlich die Kindheitserinnerung ist die Fahrbücherei Stück Laurentius in Senden Westfalen. Wollt die, die gehe jetzt zugegen sein, schönen Grüße. Sehr schön. Also Westfalen im Herzen, Düsseldorf als als Wahlheimat, sehr gut. Aber da schließt sich ja Ja, genau. Die nächste Frage an. Gehen Sie auch auf Lesereise? Nein, weil wir waren ja zu dickköpfig, wenn wir ehrlich sein, sind, uns dann richtigen Verlag zu suchen. Also wir sind halt, wie gesagt, im Selfpublishing Und das heißt also, die gesamte PR Maschinerie, die haben wir nicht. Wir sind total begeistert, dass uns Menschen einladen. Und insofern, wenn jemand jetzt sagt, willst Du vorbeikommen, ist immer die Bedingung, ich muss zumindest mal Bücher verkaufen können. Und je nach Aufwand müssen wir vielleicht auch noch eine Orareise kosten. Aber wie gesagt, ich bin zu wir sind zu allen Standarten bereit. Wir haben tatsächlich bei der re:publica Düsseldorf haben Richard Gutjahr und ich zum Beispiel auch eine Zukunftsshow gemacht. Also hoch getaktet eine Stunde mit verschiedenen wechselnden Formaten, mit Kurzinterviews, mit Optimistinnen, mit Quiz und so weiter. Auch da sind wir Rampensäue und sind für jeden Mist zu haben. Ich denke, da werden Sie auf jeden Fall hinterher noch paar Mails zu Ihrem Postfach vorfinden. Den Eindruck hab ich auch. Genau. Also, Sehr, gutes sehr, sehr gutes Feedback. Das geben wir gerne noch mal zurück an der Stelle. Also wirklich vielen Dank auch für diesen positiven Einstieg in den Tag gehabt. Das tut auch mal gut bei all den Negativschlagzeilen, die man dann doch jeden Tag so die Ohren gehauen bekommt. Von daher ganz, ganz herzlichen Dank. Zum Abschluss, wir haben gestern ganz gute Erfahrungen damit gemacht, Sätze zu vollenden. Das war eigentlich ganz spannend. Deswegen würde ich Sie bitten, zum Abschluss noch mal einzuordnen. Wie würden Sie den Satz beenden, KI und Bibliotheken sind Punkt Punkt Punkt? POFF. KI und Bibliotheken sind eigentlich wie ein Geschwisterpaar, das sich zu Weihnachten immer fetzt. Das ist sehr, sehr schönes Bild, würde sagen. Mit dem beenden wir diese spannende Session. Ganz herzlichen Dank, Küver, für den tollen Vortrag, dass Sie hier auch noch bei uns waren, virtuell zugeschaltet. Ich bin sicher, da kommt noch eine Lesereise, da kommen bestimmt ganz viele Zuschriften und Und ja, herzlichen Dank, Ihnen noch schönen Tag und wir machen weiter in halben Stunde, sag mal, Danke dir einfach. Bis dahin.
20 Trends für 35: Warum vieles besser wird, als Sie glauben
Referent:
Thomas Knüwer
Deutschland 2025: Das ganze Land ist im Griff von Überangst, Dystopie ist die Grundeinstellung vieler Menschen. Wer sich jedoch mit Zahlen, Daten und Fakten beschäftigt, der erkennt was da ist und wird – optimistisch. Genauso ist des Thomas Knüwer und seinen Mitautoren Richard Gutjahr und Frank Horn beim Schreiben des Buchs "20 Trends für 35" ergangen.
Denn wer genauer hinsieht, der erkennt die Comeback-Chancen für Deutschland im kommenden Jahrzehnt. Er sieht, dass eine Separierung der Gesellschaft nötig ist, um wieder abzukühlen. Und er erkennt Ausweichbewegungen der genervten Menschen, die uns in Richtung einer Zukunft führen, die besser sein wird, als die meisten derzeit glauben.
Was das mit Taylor Swift, Preußen Münster und einem Teller Nudeln in einem Düsseldorfer Supermarkt zu tun hat – hören Sie selbst.
Ja, nach einem fulminanten und sehr optimistischen Start wollen wir jetzt wieder tiefer in das Thema KI einsteigen. Und KI ist jetzt ja wirklich seit paar Jahren schon sehr großes Thema auch im Bibliotheksumfeld und wir sind so langsam aber sicher eben über dieses Ausprobieren hinaus. Das heißt, wir müssen jetzt an den Punkt kommen, wo wir wirklich strategisch überlegen, wie, ob und wann wir künstliche Intelligenz einsetzen, in welchen Funktionen und in welchen Kontexten. Und von daher ist das jetzt auch der Titel der nächsten Session Strategie statt Bastelprojekt. Sabine erzählt uns jetzt, was genau passiert. Richtig, wir lassen den Urschleim son kleines bisschen hinter uns. Wir haben uns ja in letzter Zeit viel damit beschäftigt, welche Kompetenzen wichtig sind, warum KI überhaupt wichtig sind und jetzt geht's die nächste Stufe. Dann nimmt uns Frank Seliger mit und zwar auf eine Reise quasi nach Afrika, sprichwörtlich metaphorisch und zwar, Und zwar geht es da letztendlich die technologischen Herausforderungen und letztendlich einen möglichen Verbund der Hochschulbibliotheken. Malte Dreyer von der HU zu Berlin, er leitet da das Computer Medien Services Zentrum, der sagt ganz klar, KI in der Hochschullandschaft, wie gelingt uns da die Balance zwischen Innovation und Selbstbestimmung? Das wird der Schwerpunkt seines Vortrages und wir werden dann danach, nach den Vorträgen, Herrn Doktor Steffen Wawra begrüßen können. Er ist der leitende Bibliotheksdirektor der Universität Passau und wird dann zur Podiumsdiskussion mit dazustoßen. Jetzt starten wir erst einmal mit dem Vortrag von Herrn Doktor Seliger der TH Wildau und ja, wir werden jetzt erfahren, wie letztendlich da Bibliotheken, genauer gesagt Hochschulbibliotheken, zusammenarbeiten können. Bitte sehr. Liebe Kolleginnen und Kollegen, vielen Dank für die Einladung zu dem Bibliotheksleitungstag zweitausendfünfundzwanzig sechsundzwanzig. Vielen Dank, dass ich hier sprechen darf und eingeladen worden bin, im Rahmen sozusagen eines kleinen Panels mit Doktor Steffen Waffer und Meute Dreyer über dieses Thema K I zu sprechen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass das Thema K I hier im Rahmen des Programms aufgenommen wird. Mein Beitrag heute wird sein, also so wie das Sprichwort es sagt, das alte afrikanische Sprichwort, wenn Du schnell gehen willst, geh alleine, wenn Du weit kommen willst, dann geh zusammen und das soll vielleicht auch bisschen die Idee sein zu schauen, wie weit kommen wir als Bibliotheken alleine und wo ist es notwendig, in Gemeinschaften zusammenzuarbeiten, vielleicht Ziele zu erreichen, die wir gemeinsam nicht schaffen werden. Das ist sozusagen der rote Faden meines Vortrags. Zu meiner Agenda heute im Detail, also ich würde etwas sagen wollen, zu natürlich meiner Person, aus welchem Hintergrund spreche ich? Vielleicht auch noch mal kurz umreißen, was für mich die Pfeiler sind von KOI, werden wir zu KOI sprechen, was das bisherige Handeln war, was die lesson learned gewesen sind, so wie es hier steht, aber auch zu schauen, was sind Grundsatzfragen und was könnten halt die weiteren Schritte sein, gerade wie ich eingangs erwähnte, wenn man vielleicht auch zusammenarbeitet und dort Wege beschreitet, die weitergehen. Wir sehen hier zum Beispiel eine Folie, nicht nur die Wanderfolie, sondern auch eine von Stanford, die sozusagen zum Beispiel auch eigenes Projekt gemacht haben. STORM heißt das, das kennen Sie sicherlich, wurd auch schon mal vorgestellt in Deutschland, wo wikipediaähnliche Artikel erzeugt waren im Englisch, wenn man entsprechende Anfragen stellt und was anderer Weg ist als das, was wir kennen mit den Large Schwangage Models. Zu meinem Hintergrund, ich hab sicherlich mehrere Hüte auf, wie's eingangs zu sehen war. Also ich bin natürlich der Leiter der Hochschulbibliothek an der THWÖLER, wo wir relativ lange schon mit KI Algorithmen arbeiten. Das betrifft vielleicht jetzt gar nicht mal so sehr den humanoiden Roboter, den Sie hier im Team sehen, mit dem wir seit zwotausendachtzehn arbeiten, im Wesentlichen, zu ermöglichen, den vierundzwanzig sieben Zugang zu hinzubekommen für studierende Mitarbeiter der THWILDER, sondern wir haben eben auch Chatbot und wir entwickeln uns in Richtung sozusagen vom Raum von einer Industriehalle Richtung Virtualisierung der Dienstleistung. Was ja auch mit angeboten wird und wo wir sehr viele Ideen bekommen, ist sicherlich der berufsbegleitende Masterstudiengang Bibliotheksinformatik. Aber ich hab natürlich auch den Hut auf im Rahmen als Stadtordner oder zum Beispiel von WILDOW, wo's eben darum geht, mit digitalen Lösungen relativ einfache niedrigschwellige Lösungen anzubieten. Ein Beispiel, womit wir uns grad beschäftigen, ist sozusagen, kann man visualisieren, zu welchen Zeiten die Schranke, die eine, die wir in Wilder haben, geöffnet ist oder geschlossen ist. Das ist relativ gut machbar, weil die Datenlage zum Beispiel sehr gut ist. Neben dem habe ich auch andere Hüte noch auf. Also ich bin im KBV Kuratorium, Bibliotheksverbund hier von Berlin und Brandenburg. Da gibt es zum Beispiel ein Projekt, was in die zweite Phase geht, Fully Algorithm Glibrain, wo es auch darum geht, die Papermilds zu entlarven aufgrund sozusagen von Information aus OpenALYX und Web of Science. Aber wir hatten auch das erste Strategietreffen gehabt mit dem Strategische Allianzpartner, mit dem BVB, dafür steht ja auch Steffen Waffer sicherlich mit hier in der Runde im Panel zur Verfügung. Andere Sachen, die wir anbieten, ist das zweite Mal den Zertifikatskurs mit der deutschen Gesellschaft für Information und Wissen, der jetzt gerade wieder stattfindet in zehn Modulen und sich hinzieht bis Ostern. Oder Tag der Tag neue Perspektiven auf K I in Bibliotheken mit dem deutschen Bibliotheksverband und den DGE. Den zehnten März könnten Sie sich vormerken und vielen anderen Initiativen wie zum Beispiel auch der Webseite, was zu sammeln. Das sind sozusagen meine meine Flächen, wo ich sozusagen mit KOI in Berührung komme und würde es daher noch mal definieren als Arbeitsdefinition, bisschen das, was auch der Vizepräsident vom Zuse Institut mal so formuliert hatte hier bei einem Vortrag in Wilder. Das sind drei Säulen. Das zum einen, was hat zu KI geführt? Das ist die Entwicklung von Hardware, also die Leistungsfähigkeit mit den GPUs, weg von CPUs, auch das Mooresch Gesetz sagt Ihnen da sicherlich was Herr Pokuta anführt. Das Zweite sind die Softwareveränderungen, die Modellierung von Software. Das ist Ihnen vielleicht auch nicht neu und das Dritte sind die Daten, wo sich vielleicht auch besonders Bibliotheken zuständig fühlen. Und bei dem Firstworkshop, an dem ich teilnehmen durfte letztes Jahr, gab es so Fazit, würde ich mal so sagen, was man so summieren kann, KI wird KI, wenn sie nicht nur Text generiert, sondern Wissen strukturiert nutzt. Und mit diesem KI Ansatz würde ich sozusagen weiter durch die nächsten Folien gehen. Was wir bislang gemacht haben und das ist auch gar nicht wenig, das Bild, was wir hier sehen, ist der angenommene ISER, also ein Chatbot der ETH Zürich, der sehr autonom hergestellt worden ist als maßgeschneiderte Lösung für Studierende, auch für ganz unterschiedliche Aufgaben mit mathematischen, mit chemischen Formeln, den es aber natürlich in dieser Form gar nicht gibt und der, und das war eigentlich die Intention gewesen, auch gar nicht so digital souverän aufgestellt ist, weil es zum Beispiel über Microsoft EZRE läuft, also über Anbieter in Übersee, weil man's eben sozusagen mit eigenen Hardwarekomponenten nicht dauerhaft zum Laufen bekommt. Wo wir tätig gewesen sind mit den Handlungsfeldern im K-I-Bereich, das sind sicherlich Strategieansätze, das ist der Kompetenzaufbau im Team, Das sind die ersten Chatbots mit Berlin, die da angefangen haben, aber auch andere, die sozusagen Kataloge abgebildet, gespiegelt haben in Chatbots mit den Metadaten, die man dafür verwenden kann. Die Erschließung ist sicherlich schon weit vor zwei zwotausendzwoundzwanzig eine Domäne auch gewesen. Mit Blick nach Hamburg, hier auch zur Nationalbibliothek. Die ganzen Schulungen, die wir seitdem anbieten mit der Differenzierung vielleicht auch Literaturer Search und Literaturer Mapping Tools, aber auch im Kontext von Plagiat, Urheberrecht, Ethik, Lizenzierung haben wir uns beschäftigt, Recommender Systeme, es sind die edgy Lizenzen für JEZproxy, die ersten vergeben wurden mit Blick nach zur TU Berlin, aber eben auch solche maßgeschneiderten Lösungen. Das sind viele Einzelbeispiele und der reichen sicherlich nicht zu Ende, wo sich Bibliotheken teilweise in Kooperation auch mit den Hochschulen, mit den Rechenzentren sehr aktiv schon an diesen KOI Szenarien beteiligt haben, sodass man im Endeffekt sagen kann, man kann KOI gar nicht mehr drum herum. Wir haben nicht nur die lizenzierten Anbieter, ob das über Scopus AI ist, über Web of Science, Statista oder eben auch Rechtsdatenbanken, erst natürlich dann auch die großen Largeanguage Models, die man wählen kann oder eben EZL oder EZL von der ETH Zürich, die sozusagen nicht als Menschengleiche, das eben nicht, aber eben als Assistenzsysteme uns zunehmend auch unterstützen bei den Aufgaben, die wir zu erfüllen haben im Rahmen der Lehre und der Forschung im Hochschulkontext. Dennoch denke ich, ist es auch ganz wichtig, wenn man mit einer neuen Technologie anfängt zu arbeiten, sich nicht nur zu überlegen, was kann sie leisten, wo sollten wir uns einbringen, sondern sich vielleicht auch mal rückblickend zu sagen, was haben wir bislang erreicht, was haben wir nicht erreicht, wo können uns vielleicht auch neue Technologien wie K-I neue Zugänge gewähren. Ich erinnere gerne an eine Umfrage von zweitausendundzwölf, das war die nicht nur zur Studie gewesen. Vielleicht können sich die ein oder andere meiner Generation noch an die Ergebnisse erinnern. Liegt ja nun doch schon ein paar Jahre zurück, aber wir erreichen eben viele nicht. Ich hatte letztes Jahr auch letzte Woche Besuch von jemandem aus Florida und worüber wir auch gesprochen haben. Also in den Ortschaften, dort zum Beispiel ist es eben gängig, dass zwanzig Prozent einer Stadtbevölkerung eine Librarycard haben und das ist halt bei uns in Deutschland eher die Ausnahme. Ich denke, da liegen so die meisten Zahlen zwischen zehn und zwölf Prozent oder fünfzehn Prozent der Bürgerinnen und Bürger, die sozusagen in einer Stadt auch die Bibliotheks und Bibliotheksausweis haben. Also wir haben da noch sehr viel Luft nach oben, was die Öffentlichen betrifft. Nun stehen aber die Hochschulbibliotheken dem nicht nach. Also ich möchte für Wilder zumindest sagen, dass wir längst nicht an der hundert Prozent kratzen, dass also alle Studierenden und Professorinnen und Professoren und die Möglichkeiten der Bibliothek müssen und sie auch dafür nutzen, sondern das liegt weit unterhalb. Vielleicht sicherlich mehr als zehn, zwanzig Prozent, aber auch da ist viel Luft nach oben. Das andere, diese Erwartung, was wir haben, was wir zunehmend feststellen, die Large Fengage Models sind sozusagen nicht als Suchsystem oder als Retriefe Software programmiert, sondern sie haben ganz anderen Hintergrund, Sachen aufzubereiten und trotzdem und deswegen oder vielleicht auch mit in diesem Zusammenhang ist eben zu sehen, dass wir schon feststellen müssen, nicht nur im Rahmen von halluzinieren, dass natürlich die Referenz, dass die Quellenangaben, die eben auch teilweise mit recherchiert werden über diese großen Anbieter von Gemini, Copiled, DeepSeek, Lamacloud, JEPT und wie sie alle heißen mögen. Sie können die klassische Katalogsuche bislang nicht ersetzen. Die Frage ist natürlich, was bedeutet das eben doch für uns? Und wenn ich sage, wir blicken zurück, ist es vielleicht auch mal ganz gut, nicht nur auf die Nichtnutzer studie zu schauen, sondern auch zu sagen, wo wir vielleicht auch gute Arbeit gemacht haben oder vielleicht durchwachsene Arbeit. Ich denke, es gibt zwei Projekte, wo wir durchaus sehr erfolgreich waren aus meiner Sicht. Das eine können Sie vielleicht die einen auch daran erinnern, das war sozusagen die Antwort auf Googlebooks, zwotausendfünf, zwotausendacht, Europäer heißt es heute, wo eben aus der Diskussion, dass eben nur englischsprachige Bücher digitalisiert werden von Googlebooks, woran ja auch deutsch und österreichische Bibliotheken sich beteiligen, aber dass es eben zu einseitig ist und dass eben trotz andere kulturelle digitale Objekte sozusagen mit eingebunden werden sollten. Daraus ist etwas entstanden, was sehr groß ist, was nach wie vor fortlebt, was auch, denke ich mal, hier alle Zuhörerinnen und Zuhörer kennen, Europäaner. Und das sind durchaus Resultate, wenn man hier diese tabellarische Aufstellung sieht von Googlebooks und Europäern, die durchaus sehenswert sind, aber natürlich auch irgendwo verschiedenartig volltextbezogen auf die Bücher, was Googlebooks betrifft und eben Kulturobjekte mit sogenannten Surrogaten oder Metadatenangaben teilweise nur von Europäern. Dennoch ist es sehr erfolgreiches Projekt, was sozusagen noch andauert. Das Zweite ist sicherlich entstanden im Kontext auch des Whitepapers von zwotausendfünfzehn von der Max Plan Gesellschaft, von Herrn Schimmer und den anderen Autorinnen und Autoren, die sozusagen dazu geführt haben, dass wir eben die sogenannten Tierverträge gemacht haben im Wissenschaftskontext, das heißt für Deutschland, diese Public und REIT Verträge, die wir geschlossen haben, zwotausendachtzehn mit Wiley, später dann mit Springer nature und letztendlich auch mit Elsevier, die durchaus dazu geführt haben, dass eben Teilziele dieses Whitepapers erfüllt sind, je nachdem, wie man's liest und wie man's sieht, darüber kann man sicherlich diskutieren. Aber es war eine gemeinsame Anstrengung, die dazu geführt hat, dass sich eben, dass die Open Access Quote gestiegen ist, dass wir auch diese Informationsbudgets, also Budgetumwidmung als Thema haben an den jeweiligen Hochschulen, eine nationale Koordination, ein Konsortium uns geeinigt haben auf correspondenting auto, als auch Richtung Standardisierung sehr viel erreicht worden ist und das sind, denke ich mal, zwei Projekte, die man durchaus anführen kann und jetzt ist die Frage, damals war's googleWisecat, dann war's open access, jetzt haben wir die Herausforderung neben anderen wie Forschungsdatenmanagement, k I, was könnte da sozusagen auf uns zukommen? Was sollten wir vielleicht auch gemeinsam angehen? Und ich denke, das Thema KI ist so groß, dass es nicht nur gelöst werden kann von einzelnen kleineren, selbst großen Einrichtungen, sondern eben auch große Bibliotheken sollten sich zusammentun, dort gemeinsam vielleicht auch ganz neue Wege zu gehen, auf die man sich einigen muss. Also ob man nun einen Zentralenachweis hat zum Beispiel bei JGBT und CO, also Verträge mit openAI abschließt, was teilweise ja auch passiert. Dieses Thema KI ist strategisch auch durchaus aufgenommen. Also ich denke an das Strategiepapier der Sektion vier der Hochschulbibliotheken im deutschen Bibliotheksverband, wo KI als infrastrukturelles Werkzeug unter bibliothekarischer Verantwortung überhaupt kein Thema ist, sondern bei vielen Themen die Fairprinzipien, Forschungsdatenmanagement immer wieder aufgenommen worden ist. Insofern ist das ja auch eine Aufgabe, die an uns herangetragen wird, sich eben noch professioneller und umfassender und strategischer mit KI zu beschäftigen. Was wir wollen, ist ja natürlich, dass im Hintergrund, wenn Studierende oder Forschende sozan ihren Werken arbeiten, dass dann jetzt nicht der Roboter steht, sondern wir mit unseren Assistenzsystemen, die aber relativ nah an den Kunden und dem Kunden sind. Und da müssen wir noch einiges tun. Ich denke insgesamt und da teile ich, denke ich mal, die durchaus nicht ganz unbekannte Haltung, vielleicht auch von Professor Hobum oder von anderen Diskussionen, die im Kontext von mit Schweden auch mal entstanden sind vor einigen Jahren. Die fünfte Gewalt sind wir sicherlich nicht als Bibliotheken. Die vierte ist neben der Judikative, Legislative, Exekutive eben die Medien, sondern ich sehe uns da eher im Kontext mit mit Bildungszyklus zyklus sozusagen, mit den Medien und der Wissenschaft, dass wir gerade bei den aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen mit dem hohen Vertrauen, was auch Bibliotheken und Informationseinrichtungen genießen, einen einen wichtigen Input liefern können sozusagen in Diskussionen, die im Zuge sozusagen der gesellschaftlichen Diskurse stattfinden und da sollten wir eben Träger sozusagen eines faktenbasierten, qualitätsgesicherten Informations- und Wissensbasis sein und das sozusagen noch näher an den Kunden ranzubringen, muss die Aufgabe sein, auch die man mit neuen Technologien angehen kann. Hatte erwähnt, im März hatten wir uns im letzten Jahr beim BVB und KBV getroffen in Berlin, strategisch aufzubereiten, was sind die Haupthandlungsfälle, die wir für uns auserkoren haben. Wir setzen das auch im März Goethe Zentrale des Goethe Institutes in München fort. Und wir haben uns da ein bisschen orientiert an einer Vorarbeit von Antjew Coxy von der Chefred University und haben das sozusagen in fünf Themen unterteilt, wozu vielleicht auch Steffen Waffer noch was sagen kann. Also die internen Geschäftsgänge, Bibliotheksdienste bis hin zur Analyse der Nutzungsdaten, wo wir eben für uns die Handlungsfelder sehen, da auch strategisch uns mit den Verbundzentralen, also nicht nur als Bibliothek allein, besser aufzustellen, als wir momentan aufgestellt sind. Das ist der Ansatz. Und wir setzen das fort und das nächste Treffen, was jetzt im März geplant ist, also in zwei Monaten sozusagen von dem Zeitpunkt jetzt aus, wo ich rede, das wird auch mit Teilnahme der anderen Verbundzentralen stattfinden. Eingeladen sind ebenfalls Vertreterinnen und Vertreter der anderen vier verbleibenden Verbundzentralen plus Kollegen aus Schweiz und Österreich und da hoffen wir sozusagen auch gemeinsam diesen nächsten Schritt zu machen, der vielleicht durchaus auch eine Größe erreichen kann, wie das mit der Open Access Initiative seit zwotausendfünfzehn passiert ist oder mit Europäern zweitausendachte Es gibt viele große Arbeitspakete und die mit denen wir uns beschäftigen können, die auch für eine allein zu viel sind. Ich glaube, keine Bibliothek hat eigenes LoungeWingeModel erstellt oder eine Datenbasis bislang und insofern gerade, was jetzt hier zum Beispiel die Idee ist eben mit dem Vibecoating, dass man selber auch pioniere oder prototypische Lösungen schaffen kann oder eben auch sein seine Ontologie in seine Thesauri mit einbindet. Standard Thesaurus Wirtschaft ist da sicherlich ein Stiftung. Das sind, glaube ich, große Arbeitspakete, die man nicht alleine angehen kann. Gespannt schauen wir sicherlich auch dahingehend, was die DFG Förderung betrifft. Da gibt es ein großes Projekt, was im Dezember letzten Jahres angefangen bei einem sehr renommierten Einrichtung, die GWDG in Göttingen kennt vermutlich jeder, auch durch Schulungsangebote, dadurch, man dort verschiedene Largewendigungsmodels auch testen kann als Bürger von Deutschland mit unterschiedlichen Zugängen und dort eben dieses Projekt Library AI lässt sicherlich eine ganze Menge erwarten, wo mehrere vermutlich Verbundkataloge auch sozusagen in der neuen Form mit K-I sichtbar gemacht werden. Ich denke auch, dass die legalen Spielräume, die wir bekommen haben und dass sicherlich auch ein 'n Standpunkt sozusagen, der von Herrn Stieber vorgetragen wurde, ist Ende letzten Jahres sicherlich ausschlaggebend. Was haben wir an rechtlichen Möglichkeiten auch im Rahmen so vom Text- und Datamining zu tun? Ich denke, dass wir da Spielräume bekommen haben, die uns schon noch auch andenken lassen, neue Lösungen zu schaffen, die über das hinausgehen, was wir bislang gemacht haben, zum Beispiel eben auch mit lizenzierten Datenbanken. Und insofern kann man auch sagen, gibt's auch einen gewissen exklusiven Zugang von Bibliotheken auf solche Information, sie zu verarbeiten für Forschungsergebnisse, eben eher für die Forschung mehr weniger für die Lehre. Aber das sind auch Wege, die uns aufgezeigt sind, rein rechtlich, die wir dann auch sozusagen gemeinsam reflektieren sollten, neue Lösungen zu schaffen, zum Beispiel für die Forschung. Aber es gibt eben auch sozusagen Wünsche globaler Natur und Haltung und ich denke, die eine Frage, die wir uns stellen müssen, wollen wir sichtbar werden auch bei den von allen Menschen sozusagen mehr oder weniger genutzten Large Wangage Models, die so landläufig teilweise mit Lizenz, teilweise ohne Lizenz genutzt werden. Ich nannten sie ja, CloudJP, JGBT, DeepSik und so weiter, wollen wir dort, dass unsere Daten ebenfalls mit zur Kenntnis genommen werden und auch reflektiert werden, ist das zum Beispiel Ziel. Aber eben auch die Frage, sollen Bibliotheksdaten zum Training von Large Englisch Models genutzt werden? Das ist ja auch immer eine Ressourcenfrage, Energiefrage, ökologische Frage. Wo wollen wir uns da platzieren? Ich meine, was wir uns ja alle wünschen, ist zum Beispiel, das ist son Prototyp, den ich hier Literatur check, man hat Artikel und lässt noch mal checken, ob man wesentliche Threads, wesentliche Diskurse vergessen hat, in dem Artikel zu erwähnen oder aufzunehmen aus Unkenntnis der entsprechenden Literatur, also nicht im Sinne von Plagiat, sondern umgedreht, indem man auf Lücken in der Lektüre sozusagen hingewiesen wird. Und das sind so Fragen, da gibt's schon die ersten Ansätze mit ipolis, was grad ausgelaufen ist im letzten Jahr von der Fachhochschule Dortmund, wo man zum Beispiel eben auch Literatur entsprechend analysieren lassen kann. Die Vision sicherlich, die wir damit herausnehmen, das ist hier zum Beispiel sone Textverarbeitungsmaschine, wie sie bei dieser Konferenz in Stanford gezeigt worden ist für Christopher Menning, wäre natürlich eine, und Storm macht das ja so ähnlich, aber eben mit Wikipediaträgen und Wikimediadaten, nicht so sehr mit Bibliotheksdaten, dass wir sozusagen uns überlegen, zunehmend auch sichtbar zu werden nach außen, denn auch der neueste Artikel, den ich unten angegeben habe, Chatbots for Reference Service in Academic Libraries zeigt doch sehr gut, der ist vom Januar diesen Jahres im, dass wir sozusagen mit lokalen Chatbots immer in gewissen Grenzen bleiben, natürlich sehr maßgeschneidert, aber doch die Leute eher mit anderen Tools teilweise auch arbeiten, da Erwartungshaltungen haben, die wir nicht befriedigen können, wo man eben zum Schluss dann sich auch die Frage stellen kann, wie geht es dann halt weiter, wenn wir sozusagen ähnlich wie unsere Discovery Lösungen immer lokale Anwendungen haben mit Chatbots? Ist es das jetzt gewesen oder bedarf es doch andere Lösungen, sozusagen die Kundinnen und Kunden wirklich zu gewinnen für Bibliotheksdienste und qualitätsgesicherte Information? Und das ist sicherlich eine Frage, die bleibt mit unseren teilweise sehr dezentralen Angeboten, ob man sie zentralisierter macht, ob man sichtbar wird nach außen. Und ein Traum wäre sicherlich, Sie haben die eingangs früher gesehen von dem von der Konferenz in Stanford, wenn sozusagen bei den ganzen Lösungen wie im Sturm zum Beispiel nicht nur Daten abgegriffen werden von Wikipedia und Internetarchive und Commencrawl, auch einer soner Plattform, die sozusagen regelmäßig monatlich die ganzen Webseiten crawlt dies zulassen, sondern wenn dort ebenfalls eben Bibliotheksdaten, wie Sie hier rechts unten sehen, mit Relevanz haben und eben als Wissensdatenbank mit einfließen in die Indexierung, in die Aufbereitung, in Tokenisierung von entsprechenden Large Bangwich Models. Das wäre zumindest ein Ansatz, eben als Bibliothek nicht nur Nische zu bleiben, sondern sozusagen mit der gesellschaftlichen Relevanz mitzugehen und dort entsprechende Information zurück vorzuhalten, wo sie eben auch notwendig sind. Das wäre mein Plädoyer, also den nächsten Schritt zu gehen, nachdem wir uns sehr familiarisiert haben, mit KI Lösungen auch eigene Zugänge sozusagen ausgewählt haben, eigene Dienstleistungen entsprechend erweitert haben, dass wir auch schauen im nächsten Schritt, wo können wir Brücken bauen mit anderen, wo können wir gemeinsam vorgehen, wo wir einfach viel weiterkommen, als wenn wir alleine ganz schnell etwas machen. Dafür war der Vortrag, dafür ist mein Plädoyer und ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit. Vielen Dank. Ja, herzlichen Dank für die Einladung. Ich freue mich, dass ich hier Ihnen noch den Blogbeitrag, den der für das Hochschulforum Digitalisierung verfasst wurde, noch ein bisschen weiter vorstellen kann, in dem es darum geht, welche Aufstellung die Thema künstliche Intelligenz in der Hochschullandschaft haben kann und insbesondere wie die Verteilung der Diensterbringung zwischen verschiedenen Organisationen aussehen kann. KOI an den Hochschulen wird derzeit, das ist Ihnen allen sehr bewusst, ganz unterschiedlich wahrgenommen. Es gibt diejenigen, die sich sehr darüber freuen, dass sie jetzt täglich neue Fähigkeiten erwerben können, die KI für alles Mögliche schon einsetzen, Programmierung, Fremdsprachen, auch die Erzeugung genau, adäquater Kommunikationsziele und natürlich für den Bereich. Man hat sozusagen das virtuelle Soundingboard für jede Frage gleich parat und direkt an der Hand. Und gleichzeitig gibt es viele offene Fragen, wie weit dieser Einsatz gehen kann, was man noch beachten muss bezüglich Datenschutz, Ethik, auch bezüglich Souveränität und auch neuen Abhängigkeiten, die dabei entstehen können. Also es wird derzeit noch bisschen zwiespältig gehandhabt und die Lager sind auch, glaube ich, dabei relativ konträr aufgestellt. Relativ wenige Hochschulen nach meiner Kenntnis können jetzt schon sagen, dass sie mit der Frage, wie KI aufgestellt werden könnte für die eigene Hochschule, bei allen Prozessen schon durch sind. Und ich glaube, wie auch in der Welt der Firmen ist das überwiegend noch von Experimenten und Pilotphasen geprägt. Wir haben auch im letzten Jahr eine Umfrage im ZKI Verein dazu durchgeführt. Ein Teil dieser Toptrends Umfrage wird ja in jedem Jahr neu gestaltet. Hier dann im letzten Jahr mit dem Teil für die Fragen zur künstlichen Intelligenz und wie die Hochschulen sich oder die IT Zentren der Hochschulen sich eine Aufstellung vorstellen können. Dort wurde erwähnt, dass es schon ein auch bestimmte Lizenzerwerbung gab im hinsichtlich Chat GPT oder einige auch im Rahmen ihrer Microsoftverträge direkt Microsoft Copilot einsetzen. DeepL wurde häufig erwähnt und auch Github Copilot. Und genauso häufig wurde aber auch der Einsatz von HORKKI beschrieben. Das ist an sehr vielen Hochschulen im Einsatz. Eigenentwicklungen mit selbst ausgedachten Namen wie Uni GBT, also was in Wirklichkeit den Einsatz von lokalen LLMs bedeutet und aber auch zunehmend die Planung und der Ausbau von RAC Systemen, damit man auch mit großen Dokumentenmengen unkompliziert arbeiten kann. Und häufig erwähnt wurden bei den Antworten dieser Umfrage auch die verschiedenen open weight beziehungsweise open source Modelle wie die verschiedenen q-man q-man Modelle oder ja neuerdings da vielleicht auch ChemieKr zwei Thinking. Das heißt, bei den Hochschulen gibt es zwei verschiedene Lager, die die eigene Systeme open weight, open source Modelle einsetzen und dann die, die das noch über die kommerziellen Anbieter abwickeln. Bei der Versorgung über die kommerziellen Anbieter sind aus meiner Sicht noch sehr viele Fragen offen, denn die Kosten für Max Lizenzen oder Pro Lizenzen, das heißt unterschiedlich bei den Anbietern, sind teilweise drei- bis vierstellig pro Jahr. Also nehmen Sie eine Plot Max Lizenz, die kleine Max Lizenz, mit der man also schon relativ häufig arbeiten kann mit der LLM, die liegt bei hundertacht EUR, wenn ich das richtig im Kopf habe. Das heißt, über dem auf das Jahr betrachtet liegen Sie dann schon bei bei circa zwölfhundert EUR pro Person. Und das geht nach oben, aber auch noch bisschen weiter. Und gleichzeitig gibt es auch immer mehr Experimente natürlich auch bei den Hochschulen, auch bei den innerhalb der Forschung, auch bei den Lehrenden und teilweise auch bei Beschäftigten, die eigene Umgebung schon bearbeiten lassen, über die LLMs laufen lassen und dabei entstehen aber sehr schnell hundert plus Millionen Tokens, die verbraucht werden. Wir sehen auch immer häufiger kleine Experimente, die mal schnell eine halbe Milliarde Tokens verbrauchen, also drei-, vier-, fünf-, sechshundert Millionen Tokens. Und wenn Sie sich, das ist hier etwas klein, aber die Entwicklung der des Preisgefüges für die Tokens anschauen, dann sehen Sie, dass sich das derzeit ungefähr auf einem Euro pro eine Million Tokens einpendelt. Das heißt, wenn Sie kleine Experimente haben, wo fünf-, sechshundert Millionen Tokens verbraucht werden, kostet das fünfhundert oder sechshundert Euro. Das ist auch vielleicht für den einzelnen Vorgang auch noch leistbar, aber eben gerade in der in der Planbarkeit relativ schwierig, wenn man gar nicht weiß, wie viele Experimente stattfinden und Experimente dieser Art ja auch sehr vielfältig stattfinden können. Gleichzeitig, wenn man nicht die Möglichkeit bereitstellt, auch mal viele Tokens lokal zu verbrauchen, ohne besondere Sorgen bezüglich Datenschutz haben zu müssen, baut man natürlich diese Kompetenz auch nicht aus auf, was man denn mit hohen Tokenverbeuchten machen könnte. Denn viele Experimente, zum Beispiel mit Agenten oder auch im RAG Bereich, sind ohne hohe Tokenverbraucher gar nicht so einfach durchführbar. Also aus meiner Sicht hängt das sehr stark zusammen, ob man auch Möglichkeiten bereitstellt für hohe Tokenverbräuche lokal. Extern ist das nicht immer so leicht herzustellen. Deshalb wurde in dem Artikel auch empfohlen, dass es also vielleicht drei unterschiedliche Modelle geben kann. Große Universitäten sind dazu noch in der Lage, eigenständige KI Infrastrukturen aufzubauen. Mittlere und kleine Hochschulen sind dann vielleicht in der Beschaffung der notwendigen Grafikkarten und Serverinfrastrukturen schon einzeln überfordert, aber in Verbünden ist das sicherlich leistbar, wenn man kooperative Konsortien gründet für den Infrastrukturbetrieb, dann in der Lage zu sein, eigene LLMs auch zu betreiben. Und natürlich spielen die deutschen K-I-Zentren und Landesinitiativen da auch eine Rolle mit der Bereitstellung von großen GPU Kapazitäten, aber vielleicht nicht für eintausend oder zweitausend verschiedene Anwendungen der Beschäftigten der Verwaltungsbereiche, vielleicht dann auch eher alles ein bisschen standardisierter. Zu erwähnen ist da sicherlich auch noch KIConnectNrW, die ich, wo ich denke, die sind sehr weit schon auf Landesebene dabei gekommen, das zu konsolidieren. Ähnlich dieser drei Kooperationsstrukturen sind dann auch die entsprechenden Tätigkeitsbereiche an aufgestellt mit einem Experimentierraum an der eigenen Hochschule oder in dem eigenen Hochschulverbund, wo man zum einen größere Tokenmengen verbrauchen kann, aber auch vielleicht beim Datenschutz schon die Sicherheit hat, dass die Tokens und die eigenen Anfragen dann auch die Hochschule erst gar nicht verlassen, also an in dem Konsortium oder in der Hochschule selber bleiben, ohne dass man vielleicht vorab prüfen müsste, welche Wege diese Daten noch nehmen und wo die vielleicht auch abgelegt werden. Genauso gibt es, glaube ich, sehr gute Möglichkeiten, spezialisierte Anwendungen auch zu erstellen, gerade hochschulübergreifend. Da liegt noch ein großes Potenzial und auch noch die Frage, wie dann solche spezialisierten Anwendungen kooperativ zwischen Hochschulen erstellt werden können. Denn viele Hochschulen haben Anforderungen zu RAG Anwendungen für Gesetze, für TVL oder Bedarfe für Personalkostenplanungstools, Unterstützungsangebote für, ja, Haushaltsplanung, Personalvorgänge, Erstellung von Stellenausschreibungen und so weiter und die können aus meiner Sicht auch durchaus kooperativ erstellt werden, dass man erst mal den Rahmen entwickelt und dann lokal aber noch die notwendigen Anpassungen implementiert. Im Moment läuft das, glaube ich, übergreifend noch lokal. Der Erfahrungsaustausch zu den Spezifika solcher Entwicklungen ist noch nicht gut organisiert, so ist mein Eindruck. Ja, ich hatte schon erwähnt, ein sehr gutes Beispiel, was immer benannt wird, sind natürlich die Stellenausschreibungen, die man erstellen kann. Dafür eignet sich RAC Systeme, Retrieval Augmented Generation sehr gut, die Fähigkeiten von LLMs, spezifische Dokumentensammlungen ergänzen zu können. Das heißt, LLMs sind ja normalerweise beschränkt in ihrem Kontext. Das heißt, man kann da vielleicht Dokumente verarbeiten mit zweihundert, dreihundert, vierhundert, fünfhundert Seiten, vielleicht mit einigen LLMs auch noch tausend Seiten, aber dann gibt es da natürliche Grenzen der Architektur von LLMs. Und wenn man darüber hinausgehen möchte, bietet sich RAC an, große Dokumentenmengen und große Dokumentenumfänge auch noch mit LLMs kombinieren zu können. Anwendungsmodelle wären zum Beispiel Handlungsleitfäden für Verwaltungsprozesse oder Onboarding Vorgänge, wenn man schon solche Dinge beschrieben hat, Prozessdokumentation oder auch die Generierung standardisierter Dokumente vorstellbar, sind auch solche Dinge wie Beratungschatboards für die Studierenden oder auch 24x7 Tutoren, mit denen man Vorlesungen begleiten könnte, indem dann nicht nur die Transkription der der Vorlesung an sich, sondern auch sämtliche Skripte und Powerpoints noch verarbeitet werden, über RAG bereitgestellt werden und so könnte man systematisch auch, ja, vierundzwanzig x sieben oder virtuelle Vorlesungen sozusagen parallel bereitstellen. Vorteil von den lokalen Anwendungen ist auch, dass man viele Tools mittlerweile über Standard OpenAI API auch direkt anbinden kann. Beispiele sind Thunderbird für Mail, für Textüberarbeitung, JEPREF auch zur Verarbeitung der eigenen Bibliographien, EZLAB Freioffice Pakete, die sone direkte Unterstützung dafür bieten. Das wird immer breiter und es gibt immer mehr Tools, die über solche Schnittstellen dann auch direkte Anbindungen unterstützen Und mit lokalen LLMs oder LLMs dann auch von den Verbünden oder von den nationalen K-I-Zentren ist man da sehr viel unkomplizierter aufgestellt, als würde man eine Risikoabschätzung durchführen müssen für jedes einzelne Tool und für jede einzelne Anwendung. Eine ganz wichtige Grundlage dafür ist natürlich AI Literacy. Ohne das Wissen, wo für welche Anwendungszwecke KI, gerade spezielle generative KI einsetzbar ist und für welche nicht und für welche es auf gar keinen Fall eingesetzt werden sollte, weil die Ergebnisse nicht hochwertig genug sind, ist eine ganz wichtige Frage und ohne die nötigen Hintergrundkenntnisse auch kaum zu beantworten. Deshalb steht und fällt aus meiner Sicht die Szenarioentwicklung für KI mit der KI, mit den KI Kenntnissen der e-literacy. Und es müssen deshalb auch Formate gebaut werden, wie man möglichst viele Beschäftigte an diese AI Literacies vermitteln kann. Das kann sich nicht nur auf Prompt Workshops oder Prompt Hackathons beschränken, sondern das muss auch ein bisschen Hintergründe vermitteln, wie LLMs funktionieren, eben bessere Entscheidungen treffen zu können, wofür LLMs eingesetzt werden können und wofür eben gerade nicht. Man kann das nicht nur entlang von Experimenten mit POMS aufstellen. Ja, gleichzeitig ist digitale Souveränität hierbei, also die Aufstellung mit lokaler Versorgung auch ein Innovationsfaktor. Das hatte ich in der Eingangsfolie schon erwähnt. Vorne, wenn große Tokenverbräuche unkompliziert möglich sind, traut man sich auch, neue Experimente anzugehen. Man braucht dann nicht vorher die Mittel dafür allokieren. Eine gewisse Grundversorgung, die man mit KI dann lokal bewerkstelligen kann und das bringt einen auch schnell sehr weit. Hier als letzte Folie noch die Checkliste zur eigenen KI Strategie. Also man ich denke, man sollte sehr genau abstimmen, was zu der eigenen Größe der Hochschule an Infrastruktur auch passt. Man sollte auch eine hybride Architektur vorsehen. Was sind denn die Szenarien vielleicht für kleine Umfänge, kleine Tokenverbräuche, für mittlere und für große? Ein ganz das Ganze steht und fällt mit AI Literacy Programmen. Wie bekommt man das Wissen die Einsatzfähigkeiten von LLMs in die Breite? Das Ganze sollte auch nicht nur entlang von einzelnen Anwendungen gedacht werden, sondern auch als Integration unterschiedlicher Anwendungen. Also lieber per API als lauter Einzellösung, die am Ende nicht miteinander spielen. Zusammengedacht mit der Kooperationsarchitektur von regional bis europäisch, das einmal durchzuspielen und vielleicht auch einmal zu starten. Und ganz wichtig, KI schafft auch neue Risiken für IT Sicherheit und für Datenschutz und das sollte man dabei nicht vernachlässigen, denn das sind Punkte, die vorher in dieser Form noch nicht so aufgetreten sind und die muss man sich auch erst erschließen. Ja, herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und ich freue mich auf die Diskussion. Danke an die Referenten für Ihre strategischen Einblicke und auch wir freuen uns jetzt auf die Diskussionen. Wir haben auch schon erste Fragen im Chat und bevor wir gleich einsteigen werden mit den ersten Fragen, hier noch mal der Hinweis, Es wurden jetzt natürlich viele Fachbegriffe genannt und viele Leute aus dem WWB Bereich wissen natürlich mehr oder weniger, was es geht, aber wir haben hier den Hinweis gerade auch im Chat gehabt, Fachbegriffe bitte vielleicht auch noch mal erläutern und beziehungsweise noch mal bisschen mehr Input dazu geben. Wir möchten natürlich auch die Damen und Herren draußen, die uns zuschauen, auch ermuntern, auch direkt noch mal Fragen zu stellen, gerade auch zu den Fachbegriffen, weil nur dann können unsere Referenten dann entsprechend drauf antworten. Genau. Also sagen Sie ganz konkret, das hab ich nicht verstanden, da möcht noch mal Das hilft uns und wir geben das dann hier an unsere drei Experten direkt weiter. Das heißt, da wird vielleicht gleich auch noch mal die ein oder andere Frage kommen. Wir würden zur Einstimmung ganz gerne von Ihnen eine Einschätzung erhalten. Wo stehen wir denn gerade? Haben wir noch Bastelprojekte oder gibt es schon Strategien oder gemeinsame Leitlinien, auf denen aufgebaut werden kann? Vielleicht geben wir einfach mal die Frage als Erstes nach Wildau zu Herrn Seliger, bitte. Hallo, ja, schönen guten Tag in die Runde. Vielen Dank für die Frage. Also ich denke, Bastel macht Spaß, zeichnet wahrscheinlich auch den Erfindergeist made in Germany aus und wir brauchen ihn. Malte Dreyer hat's ja grad erwähnt, werden Uwe Dirilf hier ja schon, werden die Kollegen aus Freiberg, die ja mit der Erschließung einiges gezeigt haben und dieses Basteln und Pioniersein und Sachen für die eigene Einrichtung maßgeschneidert zu probieren, das muss weiter sozusagen eine Art Steckenpferd für uns sein. Also davon bin ich fest überzeugt. Man macht ja viele Sachen erst im Kleinen, bevor man sie im Großen dann ausrollt. Also auch dieses Vibecoding wurde ja, glaube ich, auch schon genannt, dass man Sachen als Prototypen erst mal entwickelt, schaut, ob sie überhaupt gehen, ob sie funktionieren. Und dann kann man drüber nachdenken, ob man einen Service eben ausrollt für alle. Also es gibt, tut mir leid mit den Abkürzungen, falls es auch mich betreffen sollte. Es gibt so ein schönes Projekt, da hatten wir diese Woche Treffen, das lief an der Pfarrschule Düsseldorf, IPULIS, das kennen Sie vielleicht. Und damit hatten Sie unter anderem die Möglichkeit, auch die References, die Literaturhinweise aus irgendwelchen Arbeiten, Masterarbeiten, Bachelorarbeiten zu kontrollieren im Gegenzug zu offenen Datenbanken, OpenALX, CORSREV und so weiter, zu schauen, sind das halluzinierte Daten oder nicht. Das ist probiert worden, meines Erachtens sehr erfolgreich. Das Projekt ist geendet letztes Jahr und jetzt schauen wir, wie's halt weitergeht. Es wird nach drei Jahren betrieben, aber das sind tolle Pionierarbeiten und auf den aufbauend können wir Sachen tun, die wir eben zum Beispiel kommerziell so nicht gelöst bekommen mit irgendwelchen Plagiatsoftwarelösungen. Und das finde ich weiterhin, sollte auch Steckenpferd der deutschen Bibliotheken sein oder Bibliotheken allgemein. Danke sehr. Vielleicht gleich an Herrn Dreyer die Frage ähnlich. Teilen Sie diese Einschätzung oder können Sie da noch etwas ergänzen? Ich glaube, dass man beides benötigt. Vielen Dank erst mal und danke, dass ich die Gelegenheit habe, hier mit in der Runde zu sein. Ich glaube, dass man beides benötigt. Man benötigt die Experimentierräume weiterhin, denn mit KI kann man sehr viel schneller entwickeln und sehr viel schneller viele Iterationen durchlaufen, als das früher der Fall war. Selbst wenn man moderne Verfahren wie Design Thinking oder so etwas einsetzt, die mittlerweile ja auch schon ganz gut etabliert sind, erfordert KI oder Entwicklung mit KI doch noch ein neues Lernen, wie das gehen könnte, denn plötzlich sind die Bedarfsträgerinnen, die Anwenderinnen ja viel besser in der Lage zu beschreiben, auch mit Unterstützung von KI, was sie denn konkret benötigen. Und so kann man sich nur Stück für Stück voran arbeiten. Man muss dadurch dafür sorgen, dass das, was man einmal abgeschlossen hat, dann auch im Rahmen der Infrastruktur bereitgestellt wird und man sich nicht nur auf das Basteleg konzentriert, aber ich glaube, man braucht beides. Früher hat man das bei Gartner mal gesagt, Mode eins und Mode zwei, das eine sind so die Systeme, die man sozusagen schon fertig bearbeitet hat und das andere sind die Systeme, die in ständiger, weiterer Entwicklung sind. Ich glaube, das ist genau das Richtige für K-I. Es weiß ja noch keiner ganz genau, in welche Richtung das genau gehen wird. Man hat einige Punkte schon herausgefunden, aber anderes ist, glaube ich, immer noch neu und unbekannt. Danke, Herr Dreyer. Wir begrüßen jetzt auch Herrn Steffen Wawra von der Universität Passau. Er ist dort der leitende Bibliotheksdirektor. Schön, dass Sie jetzt auch mit dabei sind. Und sozusagen den Kreissitz zu schießen, bevor wir dann vertiefend in die nächsten Fragen einsteigen, wie stehen Sie dem Punkt gegenüber? Basteln oder schon Leitlinien? Welche Erfahrungen haben Sie da gemacht? Was gibt's Sie, da zu berichten? Ja, vielen Dank, dass ich auch in Eronde dabei sein darf. Ich hab jetzt son Widerhall im Ohr, ist das normal? Nee, jetzt ist er weg. Okay. Schön. Ja, also ich will jetzt das, was die beiden Kollegen völlig richtigerweise erwähnt haben, gar nicht noch mal nachvollziehen. Da stimme ich Ihnen beiden völlig zu, möchte so vielleicht auf eine andere Dimension noch mal hinweisen. Also wir müssen aufpassen, dass wir, und das sind so diese Begriffe, basteln und danach zu Modellen kommen und System. Das klingt so für mich, als wäre das son ganz linearer Prozess, ja. Also wir beginnen mal mit Basteln und dann werden wir irgendwann zu zu Systemen kommen und Kooperationsstrukturen. Was für mich ganz wichtig ist, das hat natürlich auch jeder hier von uns auch schon erkannt, das ist jetzt für Sie auch nicht neu, aber dass wir uns das immer noch mal auch in der Phase sagen, die Beschäftigung, also auch schon in der Bastelphase bringt uns natürlich dazu, unser System zu überdenken, ja. Also sind wir mit unseren Ideen, mit unseren Strukturierungen, mit unseren Abteilungen, die wir so haben, sind wir da überhaupt noch so aufgestellt, dass wir für die Zukunft fit sind? Das ist der eine Bereich. Und der andere Bereich ist, dass wir natürlich auch für unsere Stakeholder, Stakeholder, wie man also neudeutsch immer sagt, also für die Wissenschaftler, denen wir ja dienen, dass die ja auch in einem Transformationsprozess sind. Also dass dies sich dieser ganze Prozess der wissenschaftlichen Erkenntnis ändert, ja. Also wir denken im Moment noch, dass das so linear, also man hat halt für die die Recherche hat man dann wieder son Unterstützungstool und für die Synthese und für das Prüfen. Das wird sich auch, denk ich, ändern. Und der dritte Punkt ist, dass wir vielleicht einige Dinge, das hat auch Frank in seinem Vortrag auch schön gesagt und Herr Dreyer hat's dann ja auch auf die Koppertionsarchitekturen auch abgehoben, dass wir einige Dinge haben, die wir in der Vergangenheit schlecht geschafft haben. Und das ist dieser diese Verbindung halt der wissenschaftlichen und der öffentlichen Bibliotheken. Und das ist meines Erachtens so für die gesellschaftliche Relevanz auch extrem wichtig, dass wir dieses Gap schließen. Und damit hör ich ja jetzt auch auf. Ja, da steckte gerade schon so viel drin. Wir haben uns gerade noch mal verständigt und unseren Faden hier gerade etwas überarbeitet. Ich würd ganz gerne noch mal auf einen Punkt eingehen, Herr Wawra, den Sie gerade genannt hatten. Sie hatten ganz schön gesagt, na ja, da gibt's ja auch Chancen, jetzt ÖBWB zusammen, Strukturen, die hinterfragt werden können in den Einrichtungen. Welche Chancen gibt's darüber hinaus noch? Also gerne auch in die Runde. Wenn man jetzt sagt, man geht gemeinsam, man schafft Verbund, man entwickelt Leitlinien. Starten Sie gern, Herr Wauer, und dann können die anderen beiden mit Sicherheit ergänzen. Ja, machen wir's so. Ja, natürlich gibt es viele Möglichkeiten der Veränderungen. Also was ich jetzt so für uns als ganz wichtig sehe Und wenn man da auch wieder anschließt, was wir jetzt in den beiden Vorträgen gehört haben, da haben wir ja gehört, dass es einige Dinge auch sehr gut, bei einigen Entwicklungen sehr gut gelaufen ist, ja. Wir haben natürlich jetzt in den Vorträgen dann nicht gehört, wo es vielleicht nicht so gut gelaufen ist, ja. Und da gibt's eben halt doch in den neueren Entwicklungen zum Beispiel im Bereich der nationalen Forschungsdateninfrastrukturen, NFDI, die es ja aufgebaut wurden, ich sag mal so, als ob es Bibliotheken nicht gegeben hätte, ja. Und das ist so ein ein Punkt, den ich also sehr empfehlen würde, dass man sich jetzt sehr frühzeitig in die Diskussion einbringt, auch in Bezug auf eben halt die gesellschaftliche Relevanz, ja. Also wir sollten halt diese verschiedenen Szenarien, die es da gibt, ja, wie KI auch in der Gesellschaft angenommen wird, da hat die Epidemic Christhert Schneidery Association zweiundzwanzig einundzwanzig in den USA auch so Szenarien beschrieben. Und das sind nicht nur positive Szenarien, die da genannt werden, ja. Und das sind so Dinge, die wir letztlich auch nur also im Dialog eben auch mit den öffentlichen Bibliotheken natürlich auch hinbekommen. Das ist schön, dass Sie die auch gleich mit erwähnen, weil wir hatten das Panel ja auch gestern auch mit den Schwerpunkten Netzwerke. Wie schaff ich das alleine als öffentliche Bibliothek? Was kümmer ich mich? Und das ist ganz wesentlicher Punkt letztendlich, dass man da eben diesen Weg auch gemeinsam geht. Schön, dass Sie das noch mal an der Stelle betonen. Das ist wichtig, auf jeden Fall. Ich würd ganz gerne noch mal an Herrn Seliger die Frage stellen, was versprechen Sie sich denn von einem kooperativen Vorgehen? Oh, wir können Sie gerade nicht hören. Ja. Sind Sie vielleicht noch stumm geschaltet? Entschuldigung. Also ich denke, kooperieren muss man auch, weil die Aufgabe einfach unwahrscheinlich groß ist. Zum einen, was Steffen Waffer sagt, ein bisschen reflektieren. Was waren unsere Erfahrungen mit FIDs, mit NFDI, also Forschungsdatennetzwerk, mit Forschungs-, also Informationsdiensten, mit der Entwicklung der gemeinsamen Entwicklung in fünf Bibliotheksverbindungen, was FOIO betrifft als Bibliotheksmanagementsystem und den genannten Beispielen Europäern. Auf der anderen Seite muss man auch sehen, was hat man eben auch nicht erreicht? Wie relevant sind wir für gewisse Zielgruppen, die wir halt haben? Das betrifft die öffentlichen Bibliotheken, aber auch uns mit Studierenden, Professorinnen, Professoren. Wen haben wir erreicht, wen nicht? Und wo kann uns Technologie helfen? Also erst mal ist die Technologie da und dann müssen wir schauen, wo haben wir vielleicht nie das erreicht, was wir uns von Discovery Tools, also Suchmaschinen erhofft haben, dass da alle drauf zugehen und so weiter. Und wenn man das kritisch reflektiert, kann man sich natürlich überlegen, was man eben mit KI erreichen kann und wen brauche ich als Kooperationspartner? Sicherlich nicht nur Bibliotheken und Rechenzentren, das muss weitergehen. Auch die Frage, warum sind wir beim DFKI, also beim Zentrum für KI in Deutschland nicht vertreten oder haben da keine Mitgliedschaft? Lauter solche Fragen müsste man sich stellen, weil ich glaub, was ganz klar ist, man kommt allein nicht sehr weit. Wir hatten, Malde drei und ich hatten zum Beispiel ein Gespräch, das war nachm Vortrag hier in Wilder virtuell von jemandem vom Vizepräsidenten der ETH Zürich. Sie haben wunderbares Chatbot aufgebaut, so ähnlich wie das auch Ovo Dirow am KIT macht, speziell für Studierende und ihre Studienaufgaben zum Lösen von Aufgaben. Aber das Ganze lief dann halt doch nicht digital souverän, sondern bei Microsoft EZRE. Also obwohl es das Ziel gewesen ist, glaube ich, es eigenständig laufen zu lassen, aber sie hatten die Infrastruktur nicht gefunden in der Schweiz selbst, so ein System aufzusetzen, was ist, glaube ich, für tausend Studierende oder so eben als Chapert zur Verfügung zu zu stehen. Und vor dieser Herausforderung stehen wir sicherlich auch als Hochschulen, als kommunale Einrichtung, wenn man eine öffentliche Bibliothek hat. Und dann braucht man Partner und das, was Steffen Waffer und ich zum Beispiel gerade auch gemeinsam mit unseren beiden Bibliotheksverbünden, mit der Abkürzung BVB und KBV forcieren, ist eben auch gemeinsames Treffen, zweites Treffen, wo aber eben auch die anderen Verbundzentralen mit eingeladen sind, weil wir genau wissen, wenn wir etwas machen wollen, in Brandenburg sind auch die öffentlichen Bibliotheken Mitglied beim Bibliotheksverbund KWV, wie können wir alle davon profitieren? Und diese Frage müssen wir gemeinsam halt beantworten mit den Partnern der Verbundzentralen am Zuse Institut in Berlin zum Beispiel aus meiner Sicht. Ja, ich fand ganz spannend den Punkt, den Sie gerade auch angesprochen haben, DFKI oder auch weitere Partner, die gar nicht im Bibliotheksumfeld sind, also das auch mitzudenken, ne? Gibt's vielleicht noch Partner, auf die kommt man im ersten Moment gar nicht, die sind aber genauso wichtig. Also ich glaub, da steckt zum einen viel Musik drin, ist aber natürlich auch ordentliches Brett, was Sie da gerade bohren, damit man da auch irgendwie gemeinsam eine eine 'n Weg findet. Ich möcht gern eine Frage aus dem Chat auch an Sie, Herr Seliger, kurz noch mit aufnehmen. Und zwar hatten Sie ganz am Anfang in Ihrem Statement gesagt, oft fängt man ja im Kleinen an und dann geht man ins Große. Und ich finde, es passt hier ganz gut drauf, denn oft ist es dann vielleicht eine Bibliothek, die irgendwas entwickelt und es muss nicht jede das Gleiche dann noch mal machen. Und mir war nämlich die Frage, konkret ging's die Folie vierzehn und die Frage, wie solche zentralisierten IT Dienstleistungen, wenn die zum Beispiel dann schon irgendwo angeboten werden, wie kann man die anbieten, dass die auch kleinere wissenschaftliche Bibliotheken ohne vielleicht eigene Bibliotheks IT nutzen können? Also gibt es da schon Ideen, wie sone Nachnutzung an der Stelle auch aussehen kann? Ist eine sehr schwierige Frage. Also diese Fragen betreffen ja auch andere technische Herausforderungen. Ich denk, das waren die a-f-d-Geschichte, die wir haben oder auch an Opensource Einsatz wie COAR zum Beispiel als Bibliotheksmanagementsystem und für kleinere Bibliotheken, wo können Sie solche Systeme laufen lassen? Wie kann das gehostet werden, kommerziell natürlich, aber auch nicht kommerziell? Und wir haben auch nächste Woche so ein Gespräch mit kleineren Bibliothek zu CONTEN zum Beispiel. Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Wir sind halt so finanziert, wie wir finanziert sind, sind ja auch dem, der uns finanziert, also im Land Brandenburg das Ministerium, also föderal oder eben von der jeweiligen Kommune und so weiter halt. Und da muss man, glaub ich, das immer Fall für Fall eben betrachten, wie dort gemeinsame Lösungen sind. Man kann sie machen. Also mit a-f-id denke ich daran, wir haben das dänische Datenmodell, wir haben uns auf eine Frequenz fixiert, eine, dreizehn Komma fünf sechs Megahertz, nicht UAF. Wir haben auch teilweise die Fernleihe damit gelöst. Also es geht schon, dass man orchestriert Lösungen schafft, aber das muss von Fall zu Fall betrachtet werden und natürlich auch mit der jeweiligen Herausforderung. Hier in Deutschland, glaube ich, sind wir insofern ganz gut aufgestellt. Ich denke, Malte drei würde es auch bestätigen, dass wir mit der GWDG, also dem IT Rechenzentrum der MaxDank Institut und eines Krankenhauses auch als normaler Bürger oder Bürgerin von Deutschland die Möglichkeit haben, verschiedene Sprachmodelle zu testen. Das ist das KISCII Projekt. Ich hatte die da in dem Folie mit drin gehabt mit dieser library AI und das ist, glaube ich, eine ganz gute Plattform generell auch für Kundinnen und Kunden der öffentlichen Bibliotheken, dort einfach mal mit verschiedenen Large Language Models selber Versuche anzustellen, Sachen indexieren oder eben tokenisieren zu lassen. Das kann man dort alles freimachen, ohne was zu zahlen. Und das ist vielleicht eine ganz gute Plattform, damit eben vertraut zu werden. Absolut. Herr Dreher, Sie sind grad schon angesprochen worden, deswegen gebe ich den Ball an der Stelle direkt weiter, auch noch gerne mal mit Blick auf die vielleicht eher technischen Komponenten da. Wie ist sone Nachnutzung für kleinere Bibliotheken an der Stelle auch möglich? Also ergänzen Sie da sehr gerne. Also es gibt ja die nationalen KI Zentren und in den Bundesländern ist das jeweils unterschiedlich geregelt. In NRW, in NRW, gibt es zum Beispiel das KI CONTENTdNRW ganz erfolgreich, in Niedersachsen kann man auch direkt mit dem KISCII als nationales KI Zentrum Kontakt aufnehmen. So gibt es in jedem Bundesland auch schon Strukturen, zu denen man Kontakt aufnehmen kann und Kapazitäten zur LLM Nutzung bereitgestellt bekommen kann. Ich glaube, das sollte immer der erste Anlaufpunkt sein, was gibt es dort schon im Bundesland und wie erhalte ich dort Zugriff? Ja, dass ich da auch auf Länderebene auf jeden Fall mal schaue. Vielen Dank. Wir möchten gerne, wir hatten, also in der Strategie gibt's ja, wenn wir jetzt davon sprechen Strategie statt Bastelprojekt und wir haben auch gehört, wir brauchen irgendwo beides. Oft ist es ja aber auch die Frage, wenn man jetzt wirklich eine Strategie aufstellt, ob in großen Verbund oder für sich als Bibliothek. Es gibt Tausende von Fragen. Eine der Fragen, die ich gerne noch mit aufnehmen möchte hier, ist das Thema der Verantwortung. Also wer entscheidet am Ende da auch was und nach welchen Kriterien? Also wie jetzt auch in Ihren Ideen, dass wir eben hier auch gemeinsam in großen Kooperationen denken, wie ist das Thema Verantwortung und Entscheidungshoheit da definiert? Ich stell die Frage gerne in die Runde. Ich weiß nicht, wer zuerst dazu antworten möchte. Vielleicht Herr Wawra, Sie haben es schon länger nicht mehr gehört. Ja, dann versuch ich's gern mal. Ja, das ist natürlich jetzt ganz, ganz dickes Brett, ja. Und da muss man jetzt überlegen, auf welcher Ebene man da jetzt einsteigt, ja. Also Verantwortung definiert sich ja in in in verschiedenen Ebenen, ja. Also wir sind ja alle, wie wir hier sitzen, Teil doch eben einer größeren Organisation, ja, die natürlich ihre Aufgabe hat, die ihre definierten Ziele hat, ja. Dann sind wir, wenn man's bisschen weiter runtergeht, sind wir halt in bestimmten lokalen Organisationen, in denen wir Verantwortung tragen. Dann gibt's halt die die die große Ebenen, ja, die ich schon mal angesprochen habe, sone, ich sag mal, sone gesellschaftliche Verantwortung, von der man nicht weiß, in welcher Weise die Gesellschaft diese Verantwortung von uns wirklich abfragt oder nicht, ja. Aber ich versuch mal, das wieder bisschen zusammenzubekommen, also es geht sicherlich darum, auch gemeinsam so einen, ich sag mal, son son son Leitbildkatalog vielleicht zu entwickeln, indem man beschreibt, was man von uns erwarten kann, ja. Also was wir selbst von uns erwarten können. Und das definieren wir dann nach außen und dann dann weiß man auch, was man von uns kriegt und was man von uns nicht bekommt. Und insofern wäre also für mich Verantwortung, wenn ich das in einem Satz versuchen sollte, zu definieren, gemeinsam zu definieren, was können wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken gemeinsam leisten und was können sie nicht leisten? Gerade auch der letzte Punkt ist extrem wichtig, an der Stelle auch deutlich zu machen, was ist nicht leistbar? Und gerade dieses Transparentmachen find ich an diesem Gedanken auch noch sehr spannend, sodass man am Ende eben weiß, okay, das ist unser Selbstverständnis und das kann man dann ja auch in sehr großen Verbund machen. Ist vielleicht dann son son einendes Element. Vielen Dank. Mit Blick auf die Zeit würde ich mal an dich übergeben, Sabine, weil wir auch wissen, dass der dreier kleinen Moment eher raus muss und Du deswegen einen Abschluss Richtig. Gleich mit ihm. Und zwar hatten wir das schöne Spiel vervollständige den Satz gestern angefangen, wir würden das gerne auf die wissenschaftlichen Bibliotheken und Ihre KI Strategie natürlich übertragen an Herrn Dreyer. Der hätte folgenden Satz, KI in wissenschaftlichen Bibliotheken ist in fünf Jahren. Normalität und alle Bibliothekarinnen und Bibliothekare kennen KI aus dem Effeff und sind auch sehr fit darin, wie K-I funktioniert und für welche Zwecke es funktioniert und für welche nicht. Perfekt, fantastisch. Als hätten wir uns abgesprochen. War's eine Punktlandung. Und da Sie jetzt raus müssen, schon mal herzlichen Dank für Ihren Beitrag hier. Danke schön. Vielen Dank für die Einladung. Bis Ja, bleiben noch zwei übrig. Herr Seliger, wie ist Ihre Vervollständigung des Satzes? KI in wissenschaftlichen Bibliotheken in fünf Jahren. Na, ich kann nur bestätigen, was Malde Dreier gesagt hat und hoffe, dass wir auch dadurch die Möglichkeit haben, neue Spielräume aufzumachen. Das heißt, durch die Optimierung von Prozessen, dass wir mit den neuen Aufgaben auch anders umgehen können als jetzt, wo wir ja sehr hohen Workload haben, aber vielleicht eben auch durch die zunehmende Automatisierung einfach Freiräume haben, die wir brauchen für mehr Kundenkontakt, für mehr Schulungen, Schulungsbedarfe abzudecken, uns mit neuen Technologien zu beschäftigen. Da ist es der Knirschtus, denke ich mal, in fast allen Teams, sowie eben auch mit KI auch da am Ball zu bleiben, ist extrem zeitraubend. Aber dass wir in fünf Jahren wirklich eben durch KI auch die Möglichkeit haben, uns auf den Kern unserer Tätigkeit noch mehr zu besinnen, als das vielleicht momentan möglich ist. Danke schön. Bin ich sicher, ob das ein Satz war und wenn dann viele Kommata, aber wir lassen das mal durchgehen. Da steht ja auch viel drin, genau. Genau. Ja, wir struggeln jetzt hier gerade son bisschen, weil wir haben nämlich doch noch eine Frage in den Chat reinbekommen und Und was, ich ich darf den Satz nicht vollenden. Doch, Sie dürfen auch, deswegen haben wir jetzt grad überlegt, wie wir vorgehen. Ja, beenden Sie den Satz gerne und dann gehen wir doch noch mal in den Chat. Bitte, Herr Wawra. Ich brauch nur wirklich einen Satz und meine beiden Kollegen haben so positiv gesprochen, deswegen nutz ich jetzt die Gelegenheit, zu sagen, ich hoffe, dass Bibliotheken in fünf Jahren durch KI weitaus mehr durchgeschüttelt worden, als wir uns das bisher vorstellen können. Gut, ja, sehr schön. Danke auch. Genau, Sabine gerade gesagt hat, wir haben jetzt noch eine Frage reinbekommen, die schieben wir ganz schnell hinterher, auch wenn das ein sehr schöner Abschluss war. Und zwar die Frage, ob gemeinsam, also Verbund und gemeinsame Zusammenarbeit nur in Deutschland heißt oder auch deutschsprachiger Raum, also ob es da auch schon, ja, gemeinsames Arbeiten gibt. Vielleicht können, Herr Seliger, vielleicht können Sie da noch mal kurz drauf eingehen, Herr Waurers, uns gerne ergänzen. Ja, ich hatte die Gelegenheit, bei einem Treffen, Verbündete Treffen virtuell zugeschaltet zu sein erst erst vor Kurzem und wir hatten dann uns auch entschieden oder die Frage kam auch von österreichischen und schweizerischen Kollegen, ob Sie bei diesem Treffen im Goethezentrum in München mit dabei sein können und Sie sind auch mit eingeladen, Steffen, wenn ich uns richtig verstanden habe. Das heißt, wir werden auch jeweils ein oder zwei Vertreter aus Österreich in der Schweiz dabeihaben bei diesem geplanten Strategietreffen. Und natürlich muss man auch darüber hinaus denken. Also ich glaub, wir, also Steffen ja auch bei der IFLA, also Worldbibliotheksverband, denken ja eigentlich auch daran, dass wir eben auch global international uns da besser vernetzen müssen, wenn wir mit solchen Playern wie Mistral, Claude, JEZproxy und CONTENTd arbeiten wollen. Dann gehört eben auch gesamtes Netzwerk mit dazu. Und das haben wir auch teilweise schon, da stehen wir auch schon im engen Austausch. Deswegen würde ich das auf den DACH Raum gar nicht so sehr beschränken wollen, sondern eigentlich globaler denken. Und ich höre Herr Wawra ist da auch mit an an Bord und kann mir auch vorstellen, Sie nicken schon. Internationaler Austausch ist mit Sicherheit eine gute Idee, oder? Sehr gut. Zustimmendes Nicken, das find ich gut. Absolut. Nee, nee, ich kann da nur nur zustimmen. Super. Vielen Dank. Danke schön. Dann ja, hatten wir noch eine kleine Frage reingekriegt hinter der Abschlussrunde, passt auch. Vielen, vielen Dank. Dann sind wir gespannt, ob in fünf Jahren wirklich die Bibliotheken ordentlich durchgeschüttelt wurden und das genau, darauf achten und das mit Ihren Worten noch mal zu sagen. Herzlichen Dank für die spannenden Vorträge und auch jetzt hier noch für die spannende Diskussion. Und wir machen in einer Dreiviertelstunde weiter. Zeit für die Mittagspause. Holen Sie sich jetzt was zu essen, bisschen Nervennahrung, denn nachher geht's hier natürlich spannend weiter. Und Sie haben jetzt noch so ungefähr eine Minute, für das Gewinnspiel abzustimmen. Also wer noch möchte, die Zeit läuft und dann gibt es nachher fünfzehn Uhr fünfzehn die Auflösung. Wir melden uns wieder zwölf Uhr fünfundvierzig. Genau. Bis dahin. Auf Wiedersehen. Wiedersehen. Vielen Dank.
Strategie statt Bastelprojekt - Wie positionieren sich wissenschaftliche Bibliotheken im KI-Zeitalter?
Referent*innen:
Dr. Frank Seeliger, Dr. Steffen Wawra und Malte Dreyer
Vortrag 1:
If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together" was das Sprichwort afrikanischer Provenienz für technologische Herausforderungen bedeutet, Dr. Frank Seeliger
Die mit dem terminus technicus "Künstliche Intelligenz" umschriebene Technologie trieb große, drittmittel- und forschungsstarke Informationseinrichtungen schon vor dem annus mirabilis 2022 um. Neben der handvoll solcher Einrichtungen beschäftigen sich seit 2023 immer mehr Bibliotheken mit diesen KI-nahen technologischen Entwicklungen und ihren Auswirkungen auf interne Prozesse oder kundennahe Dienstleistungen. An welchen Punkt sind wir seitdem gelandet und verlangt es ggf. an dieser Stelle eine orchestrierte, einrichtungs-, verbund- wie länderübergreifende Initiative, um einen vermeintlichen Gestaltungsauftrag zu erfüllen? Dieser Frage soll einführend und weniger abschließend nachgegangen werden.
Vortrag 2:
Künstliche Intelligenz in der Hochschullandschaft – Balance zwischen Innovation und Selbstbestimmung, Malte Dreyer
Podiumsdiskussion:
Zwischen Strategie und Experiment: Wie gehen Bibliotheken mit KI um?, Dr. Frank Seeliger, Dr. Steffen Wawra und Malte Dreyer
Brauchen Bibliotheken KI-Strategien – oder zählt vor allem flexibles Ausprobieren? Dr. Frank Seeliger (TH Wildau), Dr. Steffen Wawra (Universität Passau) und Malte Dreyer (HU Berlin) diskutieren, wie Bibliotheken die schnelle und unvorhersehbare KI-Entwicklung aktiv gestalten können – und ob das im Alleingang gelingt oder nur durch Kooperation und gemeinsame Leitlinien.
Ach, Mensch, da sind Sie ja schon. Ich hab hier gerade noch im Internet son bisschen geguckt und ich hab mir hier gerade Bild hochgeladen und zwar bei nano banano und bearbeitet. Da sitzt hier gerade irgendwas im Internet. Aber Moment mal, darf ich das eigentlich? Einfach Bilder irgendwo hernehmen und dann durch eine K.-i.-verfremden? Zeit, dass wir uns jetzt mit der nächsten Session mal mit den Rechten und Pflichten beschäftigen. Linda, was erwartet uns da? Ganz genau, da das schauen wir uns jetzt an. Wir gehen der Frage nach, darf der das? Von Rechten, Pflichten und Kompetenzen rund K I. Denn K I hat viele Chancen, Möglichkeiten, auch für die Risiken, aber stellt uns auch vor viele neue Fragen. Wo landen meine Daten? Welche Modelle sollte ich da nutzen? Wie ist das mit dem Hosting? Wie war das noch mal mit dem Datenschutz und dem Urheberrecht? Also da ist vieles, ja, wo auch Bibliotheksleitungen oft vor großen Fragezeichen stehen und da hoffen wir, dass wir heute ein bisschen Licht ins Dunkle bringen können. Und von daher freuen wir uns jetzt auf zwei Vorträge. Zum einen schauen wir uns die aktuellen Rechtsfragen beim Einsatz von KI in Bibliotheken an und zwar von Fabian Rack. Er ist Rechtsanwalt bei iRIDS law und da schauen wir mal rein, was denn alles gerade so ansteht und welche Fragen da beantwortet werden. Und dann geht es KI Kompetenz an Hochschulen, neue Bildungsaufgaben in die Praxis bringen. Und da wandern wir nach München zur LMU und hören einen Vortrag von Doktor Benjamin Mitte Rutzner, Linda Jessen und Manuel Flossmann. Ich freue mich und hoffe, dass wir danach alle wissen, was der darf und was nicht und würde sagen, los gehts. Ja, herzlich willkommen zum Thema KI und Recht in Bibliotheken. Ich mach's normalerweise so bei solchen Vorträgen, dass ich immer auch paar Bildchen mitbringe zur Veranschaulichung. Heute habe ich mich dazu entschieden und das müssen Sie jetzt erleiden, dass wir stark textlastig sind. Ich hab jetzt einfach den Vortrag jetzt hier zum Jahresanfang zum Anlass genommen, mal so die aus meiner Sicht wichtigsten Rechtsfragen zu dieser Thematik noch mal so zusammenzutragen. Es ist natürlich ein ganz, ganz großes Thema, ein ganz, ganz großer Themenbereich. Ich habe mich jetzt konzentriert auf den Komplex Erschließung in Bibliotheken, also Erschließung von Bibliotheksbeständen, aber auch so ein bisschen auf das Thema Wissenschaft und Forschungsanwendungen und dann noch auf so etwas wie, ich nenne es mal, Nutz- Nutzerinteraktion und das Betreiben von KI Chatbots beispielsweise in der Nutzer Interaktion, was da so zu beachten ist. Ganz allgemein sind wir gerade in der Phase, wenn man sich jetzt das Thema KI und Recht anguckt, in Phase von ja einerseits Pionierarbeit, die geleistet wird durch Institutionen, gleichzeitig aber auch eingebettet in doch mehr oder weniger große Rechtsunsicherheit. Mein Thema, mit dem ich mich hauptsächlich beschäftige, ist dann ist dann doch das Urheberrecht. Wir sprechen nicht nur übers Urheberrecht, wir sprechen auch über Datenschutzrecht und über die KI Verordnung. Im Urheberrecht ist es aber so, dass so die Reichweite an dem, was man mit urheberrechtlich geschützten Materialien machen kann, aktuell doch sehr unsicher ist in einigen Nutzungskonstellationen. Paar davon stelle ich auch vor. Das hat son bisschen den Hintergrund, dass es zwar die letzte größere Urheberrechtsreform gab vor sechs Jahren auf EU Ebene, die auch eine eine Erlaubnis mit sich gebracht hat zur Nutzung von fremden Materialien, von urheberrechtlich geschützten Materialien, die im KOI Kontext immer zitiert wird. Das ist die Text- und Datamining Erlaubnis. Die Reichweite allerdings im Einzelnen von dieser Erlaubnis, die ist sehr streitig und wird auch gerade vor Gerichten ausverhandelt und man wird gucken, wie sich's da entwickeln entwickeln wird in den nächsten Monaten und Jahren. Insofern auch noch also einerseits Pionierstimmung und Pionierarbeit, die geleistet werden kann, auf der anderen Seite aber auch durchaus Rechtsunsicherheit. Okay, versuchen wir's mal und steigen ein mit dem ersten Themenblock und das ist die Erschließung und die Erschließung von Beständen, die KI gestützt läuft. Also als Beispiel, es kann ja durchaus sein, dass man jetzt bei den ganzen Büchern und Textmaterialien, welcher Art auch immer, eine KI gestützte Erschließung vornehmen möchte, beispielsweise KI gestützt verschlagworten möchte, KI gestützt Metadaten erzeugen möchte, welche Art auch immer, katalogisieren will, indexieren will, ganz allgemein eben eine KI gestützte Erschließung von eigenen Beständen vornehmen möchte. So, und wenn hierfür KI eingesetzt wird und wenn hierfür es dazu kommt, dass man Vervielfältigungen anfertigen muss von den Materialien, die dann zu analysieren, dann ruft das immer das Urheberrecht auf den Plan. So, und es gibt im Urheberrecht nicht nur die gerade eben schon im KOI Kontext erwähnte Text- und Data Mining Erlaubnis, sondern es gibt auch ganz spezifische Urheberrechtserlaubnisse, das kennen Sie vermutlich auch, für die Arbeit von Bibliotheken und die sind zweckgebunden. Die sagen beispielsweise, dass man zu Zwecken der Indexierung, Katalogisierung, aber auch zur Bestandserhaltung zum Beispiel Materialien kopieren darf. So, das ist noch mal ein bisschen eingeschränkt. Man muss sich angucken, was das genau für Bibliotheken sind. Es sind hier vor allem oder es sind hier öffentlich zugängliche Bibliotheken angesprochen durch diese gesetzlichen Erlaubnisse, die dann auch eben ohne kommerziellen Zweck tätig sind. Und die haben die Erlaubnis, Materialien zu nutzen, zu vervielfältigen, aber auch überhaupt erst mal zu digitalisieren und dann so zu nutzen, dass man am Ende beispielsweise jetzt eine Katalogisierung oder Indexierung vornehmen kann und die dann auch k I gestützt machen darf. Ja, also das kann man diskutieren im Rahmen von diesen Erlaubnissen, von dieser urheberrechtlichen Erlaubnis. Ist das möglich? Es gibt paar Voraussetzungen dafür, neben den gerade eben schon genannten. Muss eigener Bestand sein. Also es muss sich eigene Bestandsmaterialien handeln, die im eigenen Bestand sind. Und beispielsweise, wenn man tatsächlich jetzt auch Sprachmodelleinsatz setzt, dass man nicht dazu kommt, dass man jetzt fremde Modelle mit dem eigenen Bestand beispielsweise trainiert, indem man einen Dienstleister einsetzt und dann fremdes Sprachmodell noch en passant trainiert wird. Das ist auch nicht völlig undenkbar, aber es würde eine eigene Erlaubnisnorm voraussetzen. Das heißt, es würde dann also diese Erlaubnis hier, die extra für Bibliotheken geschaffen wurde, vermutlich verlassen. Das wäre so der erste Themenkomplex. Der zweite Themenkomplex wäre dann so was wie Training von Sprachmodellen, Bereitstellung von Trainingsdatensätzen und auch hier ist durchaus einiges möglich. Hier stütze ich mich auf Arbeit, die ein Jurist hier gemacht hat, und zwar Malte Stieper, der hat zum Themenkomplex KI Training und Urheberrecht, ich glaube, es war im Oktober oder November letzten Jahres, ein Gutachten veröffentlicht, das sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat und jetzt hier eben ganz primär unter dem Gesichtspunkt Text- und Datamining und den Erlaubnissen, die dafür im extra im Urheberrecht geschaffen wurde und der Frage, ob die unter K-I-Training auch anwendbar sind. So, und die ganz generelle Aussage ist und das ist in der Rechtswissenschaft und mittlerweile auch in Gerichtsurteilen so mehr oder weniger die herrschende Meinung, die generelle Aussage, die lautet, dass das Training von Sprachmodellen zu Zwecken der nichtkommerziellen wissenschaftlichen Forschung in der Regel zulässig über diese, hier heißt es, 60d Urheberrechtsgesetz, also diese Erlaubnisse fürs Text- und Datamining. Übrigens bei allen Aussagen, die ich jetzt treffe zur Frage, okay, es ist was erlaubt oder tendenziell erlaubt oder tendenziell schwierig, Es sind Aussagen, die keine absoluten Aussagen sind, also bitte take it with a grain of salt, wie man so schön sagt. Es sind natürlich immer stark einzelfallabhängige Konstellationen und Konstellationen, die man jeweils immer noch mal rechtlich prüfen muss. Und die Aussagen, die ich jetzt hier treffe, sind natürlich sehr pauschal. Also eine Konstellation könnte zum Beispiel sein, dass man den Bibliotheksbestand erforscht mit Werken aus dem eigenen Bestand und dafür jetzt ein Sprachmodell trainiert. Das wäre so eine Anwendungskonstellation. Dann ist immer die Frage, was das eigentlich heißt, wenn man trainiert. In diesen Text- und Data Mining Erlaubnissen ist immer die Rede von dem der Informationsgewinnung über Mustertrends und Korrelationen und ja, das wäre in Abgrenzung dazu zu sehen, dass in einem Sprachmodell beispielsweise jetzt komplette Werke, komplette Sprachwerke memorisiert werden, wie man wie man so schön sagt oder wie man in diesem Kontext sagt. Das heißt also, wenn sich ganze Werke in Modellen, die man trainiert hat, später noch finden und die dann auch im Output wieder reproduziert werden können, dann ist das etwas, was diese Erlaubnisse dann wiederum verlassen würde würde. Ja, also das wäre etwas, was dann nicht mehr zulässig wäre. Hierzu kann man auch sagen, es gab erst aktuell ganz frisch Ende letzten Jahres noch ein Urteil des Landgerichts München eins, das die GEMA erstritten hat, die GEMA, also Musikverwertungsgesellschaft, die gegen open AI geklagt hat und dort eben den Vorwurf erhoben hat, dass ganze Songtexte noch im Sprachmodell von von open AI drinstecken und die auch reproduziert werden können und dass das eben eine Urheberrechtsverletzung darstellt. Und damit ist die GEMA auch durchgedrungen. Das ist noch nicht rechtskräftig, aber den ersten Erfolg konnte sie damit erzielen. Das heißt jetzt zum Beispiel diese Aussage, Training von Sprachmodellen ist zulässig bestimmten Voraussetzungen, dann wäre eben eine Voraussetzung davon, dass nicht geschützte Sprachwerke noch komplett im Modell drinstecken und später auch reproduziert werden können. Also dieses Memorisieren, was hier so bezeichnet ist. Dann im Kontext Forschung, wenn eine Bibliothek beispielsweise Teil einer Forschungseinrichtung ist und Textkorpora für Angehörige der Einrichtung erstellt und übermittelt, dann ist das etwas, was zulässig sein kann, ja. Voraussetzung ist eben, dass sich die Forschungseinrichtung dann auch ihrerseits auf diese Text- und Datamining Erlaubnisse stützen kann. Also wenn man beispielsweise irgendwie eine linguistische Analyse machen möchte von irgendwelchen Textwerken, Büchern, Romanen, was auch immer oder eine Diskursanalyse über lizenzierte Texte, welcher Form auch immer, dann wäre eine Bibliothek möglicherweise ein Akteur, der diese Forschung sozusagen vorbereitet oder eben zuspielt, die Zuarbeit macht und solche Textkorpora hier erstellt. Also auch das ist eine Möglichkeit unter den gesetzlichen Erlaubnissen, die unter den gesetzlichen Erlaubnissen eben vorgenommen werden kann. Die Frage, ob man sich auf gesetzliche Erlaubnisse stützen kann, führt ja dann, wenn man das bejahen kann, immer dann dazu, dass man keine individuelle Lizenz einholen muss. Das ist ja immer der Charme dieser gesetzlichen Erlaubnisse. Das heißt, das ist natürlich immer die Alternative, die Alternative, dass man Erlaubnis fragt und eine Lizenz einholt. Schöner ist natürlich, wenn man eine gesetzliche Erlaubnis hat und man nicht darauf angewiesen ist, dass man zumal ganz, viele Werke und Rechteinhabern von ganz vielen Werken individuell fragen muss. So, und diese genannten Erlaubnisse, also die gesetzlichen Erlaubnisse, die sind eben auch gebunden an den jeweiligen Zweck und an den Kontext. Das heißt in Abgrenzung dazu, man dürfte jetzt nicht als Bibliothek hingehen und jetzt auf Vorrat irgendwelche Trainingskorpora erstellen oder Textkorpora erstellen, die möglicherweise irgendwann mal verwendet werden für die Forschung oder für andere Zwecke. Das wiederum wäre dann nicht möglich, sondern es ist dann immer zweck- und kontextgebunden. Ja, und hier ist auch noch das Gutachten zu sehen, aus dem ich jetzt gerade auch so etwas berichtet habe. Dort ist das dann noch mal sehr gut aufbereitet und auch die Frage, die sich, wie gesagt, die aktuell noch in vielen Facetten recht ungewiss ist, wie diese gesetzlichen Erlaubnisse ausgefüllt werden, wie sie mit Leben gefüllt werden können, wie sie ausgelegt werden können und wie Institutionen wie Bibliotheken sie eben für sich nutzbar machen können. Hier ist noch mal ein neuer Aspekt, das ist nämlich der Aspekt der sogenannten Nutzungsvorbehalte oder Optouts, davon ist häufig auch die Rede. Also wenn Sie irgendwie, das ist jetzt hier beispielhaft der Backverlag aus der juristischen Online Datenbank BackOnline, da finden sich jetzt beispielsweise diese Hinweise hier: Jede urheberrechtliche Nutzung ist grundsätzlich untersagt, insbesondere mit für oder in KI Systemen oder KI Modellen. Dann wird hier gesagt, diese die Nutzung zum Text- und Datamining wird vorbehalten. Das ist tatsächlich auch eine gesetzliche Möglichkeit, die Rechteinhaber sagen haben. Die haben nämlich die Möglichkeit zu sagen, nein, wir wollen bestimmte Nutzungen ausschließen, die zwar gesetzlich erst mal erlaubt sind, aber für die der Gesetzgeber gleichzeitig die Möglichkeit eines Opt outs für Rechteinhaber vorgesehen hat. Und das ist hier so beispielhaft von dem Backverlag. Ein solcher Opt out. Ja, dann wäre mal die Frage, was dann alles davon umfasst ist und wie weit dann so ein Opt out geht. Und die gute Nachricht ist hier, dass die Wissenschaft, nicht kommerzielle Wissenschaft, dass die, also das Text- und Datamining und auch die KI Nutzung im Kontext der nichtkommerziellen wissenschaftlichen Forschung, dass da diese Nutzungsvorbehalte häufig gar nicht anwendbar sind, ja, also dass man die dann im Effekt dann auch tatsächlich ignorieren darf, weil der Gesetzgeber sagt, okay, die Rechteinhaber können zwar solche Nutzungsvorbehalte erklären, solche Opt outs erklären, aber die Wissenschaft ist hier noch mal privilegiert. Das heißt, wenn man so etwas sieht und im Bereich der nicht kommerziellen wissenschaftlichen Zwecke tätig ist, kann man sich das angucken, ob man möglicherweise solche Vorbehalte hier ignorieren darf. Vorsicht, natürlich muss man dann trotzdem immer noch im Bereich von TDM, also Text und Data Mining liegen. Das ist jetzt also quasi nur die Vorfrage, ob man diesen Vorbehalt ignorieren darf. Ob es dann tatsächlich TDM ist, ist natürlich noch mal eine eigene Prüfung. So, und dann habe ich jetzt hier mal das so bezeichnet als Assistenzsysteme oder auch Schnittstellen, die KI basiert sind. Ich habe jetzt hier mal eine Sache, die jetzt vielleicht noch sogar am am meisten Pionierarbeit wäre für Institutionen und das ist der Einsatz von diesen RAG Systemen, also Retrieval Augmented Generation. Heißt im Grunde genommen, man macht sich jetzt nicht einfach nur Sprachmodell zunutze, das auch in den meisten Fällen ja auch schon vorbestehend ist, sondern man hat eine eigene Wissensdatenbank, die man dann sozusagen befragt. Und diese Wissensdatenbank wäre jetzt hier rechts zu sehen. Und aus dieser Wissensdatenbank wird erst mal auch so eine Art abstrakte Repräsentation gebildet, eine sogenannte Vektordatenbank und dann promptet man was, stellt eine Frage an diese Wissensdatenbank und dann kommt der Prompt zurück und wird dann angereichert durch die Information, die aus der Wissensdatenbank als relevant erachtet werden. Also der Prompt kommt angereichert zurück und dann in Interaktion mit dem Sprachmodell wird eine Antwort generiert. Und die Frage, ob das unter diese gesetzlichen Erlaubnissen fällt, ist auch eine Frage, die nicht ganz einfach zu beantworten ist. Ich kann hier auch nur ein paar Schlaglichter benennen, ob das geht oder nicht. Die Frage also hier beispielsweise, ob man diese Vektordatenbank erzeugen kann, auf der auf der Seite hier noch rechts zu sehen, könnte man durchaus sagen, wenn man sagt, okay, diese Vektordatenbank memorisiert nicht Werke, sondern sie ist eine abstrakte Repräsentation, also ist letztlich auch TDM, ja. Es ist, wie gesagt, hier sind hier sind die Rechtsfragen wirklich noch offen. Das ist echt noch, wie gesagt, im Bereich der Pionierarbeit auch rechtlich anzusiedeln. Aber es gibt Argumentation smöglichkeiten, insbesondere hier zu arbeiten mit den schon angesprochenen Text- und Datamining Erlaubnissen. Man kann aber auch vielleicht arbeiten mit den Erlaubnissen, die spezifisch für Bibliotheken geschaffen worden sind. Hier die Zwecke der Indexierung und Katalogisierung ist allerdings im RAG Kontext eher schwierig, die für sich hier in Anspruch zu nehmen. Dann gibt's noch eine andere urheberrechtliche gesetzliche Erlaubnis, die sagt, okay, so was wie flüchtige Vervielfältigung, flüchtige Kopien sind sind erlaubt, ohne dass man extra fragen muss. Auch hier sehr umstritten, ob das geht, ob das jetzt in der KI Influence angewandt werden kann. Also das tatsächlich ist noch etwas, was noch juristischen Analyse bedarf. Ich kann hier leider keine konkreten Ansagen machen. Das sind jetzt erst mal nur erste Gedanken. Dann, falls man keine gesetzlichen Erlaubnisse hat, gibt es auch noch so was wie eine KI Lizenz. Es ist immer die Frage, ob man eine Lizenz einholt für KI gestürzte Nutzungen. Es gibt eine KI Lizenz aus dem Kontext auch der VG World, die beispielsweise sagt, so was wie KI Nutzung, KI Inferenz zum Zweck von Zusammenfassung im Unternehmen beispielsweise, Die kann man machen, wenn man eine KI Lizenz sich eingekauft hat. Noch mal jetzt materialabhängig, was ist denn, wenn man überhaupt kein Urheberrecht hat? Also wenn wenn's urheberrechtlich ungeschützte Bestände sind beispielsweise oder überhaupt urheberrechtlich nicht nicht mehr geschützte Materialien, dann greifen diese ganzen urheberrechtlichen Restriktionen ohnehin nicht, denn dann sind die Materialien gemeinfrei und dann darf man auch diese ganzen Sachen machen, die ich jetzt gerade eben schon gesagt hab und braucht auch keine gesetzliche Erlaubnis. Es gibt dann noch noch mal eine Konstellation, in der man nämlich Materialien hat, die unter einer CC Lizenz beispielsweise stehen, also unter einer creative commons Lizenz. Auch hier ist mehr erlaubt als bei Materialien, bei denen das nicht der Fall ist, denn häufig ist diese auch diese RAG Konstellation oder die Inferenznutzung unter den CC Lizenzen zulässig. Details, wie gesagt, muss man sich im Einzelnen angucken. Ja, nicht so ohne diese ganze Thematik und dann kommt auch noch das Datenschutzrecht dazu. Da gehe ich jetzt wirklich ganz kurz dazu. Letzten Endes stellt sich immer die Frage, okay, kommt es zu einer Verarbeitung personenbezogener Daten in den Konstellationen, die ich jetzt gerade genannt habe beispielsweise? Oder wenn man jetzt zum Beispiel als Institution einen Chatbot zur Verfügung stellt zur Nutzerinteraktion, Dann müsste man, wenn man das neu aufsetzt und entwickelt, man sich so nach dem Gedanken von Privacy by Design, schon bei dem Entwickeln dieser Systeme die Frage stellen, wird beispielsweise die Chathistorie aufbewahrt, Fließt Input, die von Nutzerseite kommt, ins Modelltraining oder Modellfeintuning? Alles das wäre Verarbeitung personenbezogener Daten und die Frage eben, ob das zulässig ist. Aus dem Datenschutz geht dann auch hervor, dass man klare Anweisungen als Personal geben muss, inwieweit beispielsweise, wenn das jetzt wieder so eine interne Nutzung von K-I-Cat Boards beispielsweise, welche Daten und insbesondere welche personenbezogenen Daten man dort überhaupt eingeben darf. Also so die Inferenz und der Personenbezug wäre dann hier auch zu beachten. Dann, wenn es besonders risikogeneigte Datenverarbeitungen sind, vielleicht von Beständen, die wäre vielleicht eher für den Archivkontext zum Beispiel relevant, wo es jetzt besonders sensible Datenbestände gibt, ist möglicherweise eine Datenschutzfolgenabschätzung durchzuführen. Auch das müsste man prüfen. Dann der Blick in die Zukunft gesetzgeberisch. Es gibt vonseiten der EU diesen sogenannten EU Omnibus und der betrifft auch die Rechtsgrundlagen von KI Training oder in Bezug auf KI Training. Und da soll es möglicherweise jetzt eine Erleichterung geben in der Datenschutzgrundverordnung für das Training von Sprachmodellen, insbesondere unter der Verwendung personenbezogener Daten. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Es gibt hier eine Hilfestellung. Jetzt also doch noch mal ein Bildchen hier von den Datenschutzbehörden. Es kommt hier aus Baden Württemberg. Das ist eine Sammlung, die sogenannte Orientierungshilfe, Navigator für K-I und Datenschutz. Die haben so unterschiedliche Quellen von Datenschutzbehörden zusammengetragen zur zum ganzen Themenkomplex KI. Das ist ganz hilfreich, wenn man beispielsweise nach Datenschutzfolgenabschätzung sucht und der Frage, wann man überhaupt eine durchführen muss und unter welchen Voraussetzungen sie durchzuführen ist, findet man dort auch weiterführendes Material. So wird beispielsweise auch hier rechts zu sehen auch die französische Datenschutzbehörde verwiesen. Es ist ja auch EU Datenschutzrecht, die hier ganz gute Materialien hat, wer also des Französischen mächtig ist. Ansonsten kann man das ja auch übersetzen. Sind das Materialien, die man auch für sich nutzen kann? So, dann noch ein weiteres Thema, das jetzt aus der KI Verordnung kommt, die KI Verordnung, die sich ja mit bestimmten noch mal so Risikofragen auseinandersetzt und sagt: Okay, bestimmte Anwendungen wollen wir schon erst mal von vornherein nicht. Im Bibliothekskontext sind das jetzt tendenziell eher so Niedrigrisiko, KI Anwendungen jedenfalls muss man allerdings diese sogenannte KI Kompetenz aufweisen. Das ist immer die Frage, was das bedeutet. KI Kompetenz heißt kontextabhängiges Verständnis zu Fragen der Risiken von KI, zur Technik, Chancen und Grenzen und auch Interpretationsfähigkeit oder Interpretation der Ausgaben von KI, dem Wissen über Halluzinationen oder auch allgemein dem Erfordernis, dass dieser berühmte human in the loop manchmal eben auch nötig ist, gerade wenn man Inhalte erzeugt und die noch mal einer redaktionellen Kontrolle unterziehen möchte oder möglicherweise auch muss und jedenfalls KI Kompetenz dazu hat, zu wissen, welche Risiken und Chancen bei KI Nutzung liegen. Wer muss diese KI Kompetenz aufweisen? Ganz allgemein diejenigen, die ja die KI einsetzen. Die Frage, ob man jetzt auch Nutzenden diese KI Kompetenz sozusagen angedeihen lassen muss, die stellt sich dann, wenn man beispielsweise jetzt so im Hochschulkontext zum Beispiel den Einsatz von Tools verpflichtend macht und das dann KI Tools sind, dann müsste man auch möglicherweise KI Kompetenz an diesen Personenkreis vermitteln. Die Anforderungen hierzu sind auch im Einzelnen offen. Es gibt aber auch hier schon Leitlinien und Hilfestellungen und auch ein Gutachten, auf das ich hier verweisen möchte, von Thomas Hören, das sich im Hochschulkontext mit den Fragen der Anforderungen an die KI Kompetenz auseinandersetzt. So, und dann noch zwei weitere Themen, die ich dann wirklich nur ganz kurz erwähnen möchte. Der Vollständigkeit halber, das ist einmal die gute wissenschaftliche Praxis, sofern es relevant ist, und die Fragen der wissenschaftlichen Integrität und dem KI Einsatz beispielsweise, wie zitiert man KI? Wann darf man KI einsetzen, ohne dass man das kenntlich macht? Beispielsweise für, ja, wenn man im Hintergrund sich quasi KI als Ideengeber einsetzt oder für eine Übersetzung oder so was, ja, all diese Fragestellungen. Auch viel davon ist noch offen. Hier kann ich verweisen auf ein Dokument des Ombuds Gremiums, das FAQ erstellt hat für KI und die gute wissenschaftliche Praxis. Das ist ein weiterer Themenkomplex. Und dann noch die Lizenzpraxis für KI Output, also der Frage, wann ist KI Output zum Beispiel erstellte Texte oder Bilder eigentlich urheberrechtlich geschützt? Und ganz allgemein die Abgrenzung rein synthetische Inhalte, also komplett generierte Inhalte auf der einen Seite und KI nur als Werkzeug auf der anderen Seite. Und wie wirkt sich das auf die Lizenzierungspraxis aus, wenn man beispielsweise open educational ressources erstellt? Das ist also auch noch mal ein eigener Punkt. Und wenn man jetzt so Bibliothek als Informationsintermediär oder eben Wissensvermittlung auch in diesem Bereich vornimmt, dann wäre das eben auch so eine Frage. Lizenzpraxis im Zusammenhang von KI erstellten Inhalten. Ja, ganz, ganz großes Themen Potpourri und damit bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit. Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen zum Vortrag KI Kompetenz an Hochschulen, neue Bildungsaufgaben in die Praxis bringen, den meine Kolleginnen Linda Jessen, Manuela Flossmann und ich an der Universitätsbibliothek der LMU München gemeinsam für Sie halten werden. Ich werde zunächst allgemeiner über das Schreiben an Hochschulbibliotheken sowie über das Schreibzentrum der LMU sprechen. Meine Kolleginnen werden so dann besonderen Herausforderungen, die die künstliche Intelligenz in den Prozess des wissenschaftlichen Schreibens gebracht hat, fokussieren sowie eine konkrete Veranstaltungsreihe, die dieses Problem adressiert und bei uns an der LMU bereits durchgeführt worden ist, vorstellen. Bibliotheken waren historisch nicht nur Orte des Aufbewahrens und Lesens von Texten, sondern immer auch zentral für das Verfassen von Texten. Diese Relevanz des Schreibens für Hochschulbibliotheken ist, wenn man jüngere Publikationen berücksichtigt, auch dem Bibliothekswesen bewusst geworden. Dennoch muss man sagen, dass Schreibzentren als institutionelle Anlaufstellen zur Unterstützung im Schreibprozess immer nur immer noch sehr selten an Bibliotheken verortet sind. Man beachte dazu die Erhebung der Gesellschaft für Schreibdidaktik und Schreibforschung. An der LMU gibt es seit dem Jahr zweitausendfünfzehn ein Schreibzentrum. Dieses war jahrelang an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften angesiedelt und ist genau vor einem Jahr, also Anfang zweitausendfünfundzwanzig, in die Universitätspibliothek eingegliedert worden. Durch diese Eingliederung ist es uns als UB jetzt möglich, ein umfassendes Beratungs- und Workshopangebot für die gesamte LMU zur Verfügung zu stellen. Momentan gibt es natürlich einen besonderen Schwerpunkt auf dem Thema KI im wissenschaftlichen Arbeiten. Wir haben Workshops und Schulungen, unter anderem zu den Themen Texterschließung, Literaturrecherche, Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung, Themenentwicklung, Textüberarbeitung sowie eine Reihe von Workshops für Lehrende zum Umgang mit künstlicher Intelligenz. Umfassend ist unser Angebot deshalb, weil wir tatsächlich den gesamten Forschungszyklus mit Beratungs- und Schulungsangeboten abdecken können. Von der Themenfindung über Literaturverwaltung, Forschungsmanagement und Textarbeit bis hin zur Publikation können wir Lehrenden und Studierenden mit an mit unseren Angeboten bei ihrer Arbeit unterstützen. So können wir auch der Forderung des DBV nachkommen, wonach wissenschaftliche Bibliotheken beschränken, sich deshalb nicht mehr auf eine möglichst passgenaue Versorgung mit relevanter Fachinformation, sondern unterstützen mit zeitgemäßen Diensten und Werkzeugen den Lifecycle in Forschung, Lehre und Studium. Damit kann ich an Frau Jessen weitergeben. Guten Tag, ich bin Dinner Jesten. Ich leite das Schreibzentrum im Referat und ich möchte gerne einsteigen, zunächst noch mal son bisschen die Ausgangslage zu umreißen, in der wir uns selbst sehen. Zunächst gibt es ja den AI Act, das wissen Sie, wir begrüßen das. Wir sind auch vorher schon diesen proaktiven Weg gegangen und stehen dahinter, dass die Studierenden da befähigt werden sollten, mit KI umzugehen. Wir sehen es allerdings auch so, dass nicht einfach jetzt wissenschaftliche Schreibfähigkeiten ersetzt werden durch KI Nutzung, sondern es ist vielmehr so, dass die erweitert werden durch weitere notwendige Kompetenzen, nämlich den richtigen Umgang mit KI im allgemeinen und im wissenschaftlichen Schreiben. Es ist außerdem so, dass es eigentlich keine allgemeinen Regelungen gibt. Schon gar nicht gibt es Praxiskonventionen in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und die Detektionstools, die so auf dem Markt sind, sind nicht zuverlässig genug, rechtssicher zu sein. Das macht es natürlich Studierenden schwer, wie auch Lehrenden sich zu orientieren und sich sicher zu fühlen im ganzen Ablauf von Prüfungen auch. Es ist auch unklar, wie sich Modelle, auf die wir uns heute verlassen, weiterentwickeln und ob die morgen überhaupt noch so verfügbar sind oder ob sie noch kostenlos verfügbar sind. Und im Vergleich zu anderen Dingen, die wir auch hier im Schreibzentrum im Referat vermitteln, ist es gar nicht so, dass wir da schon sehr erfahren sind und auf viel zurückgreifen können, sondern wir lernen ja auch während wir das vermitteln den Studierenden immer selbst noch mit. Es ist also sehr dynamisch. Was meine ich denn nun damit, dass sich die die erforderlichen, eigentlich erweitern? Die Studierenden brauchen ja einen guten Überblick über Tools. Tools sind ja für verschiedene Dinge gedacht. Sie müssen auch verstehen, wie sie funktionieren und was es tatsächlich heißt, dass die LLMs vor allem halluzinieren und nicht verstehen, was sie da an Text produzieren, der ja sehr gut klingt. Sie müssen auch damit praktisch umgehen können. Sie müssen prompten können. Das muss man auch ja lernen. Sie müssen vor allem auch den Output kritisch bewerten können und deshalb ist nämlich auch es nicht so, dass die anderen Fähigkeiten einfach unter den Tisch fallen können, denn ich kann ja einen Themenvorschlag für eine Hausarbeit überhaupt nicht weiterverwenden, wenn ich nicht beurteilen kann, ob der geeignet ist. Die Kriterien dafür variieren zwischen den Disziplinen, deshalb sind wir da auch immer für eine starke Kooperation mit den Fachbereichen. Die Studierenden sollten außerdem über Risiken und rechtliche Implikationen, wie das Urheberrecht, bescheid wissen und es sollte im Seminarkontext eine gute Kommunikation über die Verwendung von KOI geführt werden und es muss eine Übereinkunft geben, wie das denn zu dokumentieren ist, wenn man das tut. Das sind jetzt noch Herausforderungen, die sehr stark praxisbezogen sind, die sich auch auf so prüfungsrechtliche Fragen beziehen. Das geht aber auch weiter, also im größeren Kontext der KI Nutzung und das deckt sich auch mit Erkenntnissen aus Umfragen, wie das jetzt hier zuletzt beim Hochschulforum Digitalisierung herauskam. Da haben über neunzig Prozent der Studierenden angegeben, dass sie KOI schon in Hausarbeiten genutzt haben. Es deckt sich auch mit vergleichbaren Umfragen und sie äußern aber auch Bedenken, wie eine Abhängigkeit von KOI, wenn sie das zu stark nutzen, die Sicherheit im Datenschutz oder auch wie sich eigentlich ihr eigener Zuwachs im Wissen und ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln. Und das sind ja durchaus signifikante Anteile der Studierenden, die das benennen. Es geht den Studierenden also auch nicht nur einfach darum, wird mir jetzt ein Plagiat vorgeworfen, sondern mögliche Effekte, wenn sie KOI fehlgeleitet oder übermäßig in ihrer Arbeit verwenden. Dann hat die Kollegin Hommel Martini in Jorge festgestellt, dass die Studierenden, wenn man sie zur Nutzung von KOI oder von einem Besuch bei einer beratenden Person befragt, im Vergleich in der Schreibberatung bei einem Menschen es schätzen, dass Sie da Empathie erfahren, Freundlichkeit, Austausch, auch Interesse, emotionale Unterstützung, dass Sie nach eigener Aussage so von der KOI nicht so empfinden. Das möchte ich auch mal gesagt haben, so einem gewissen Kulturpessimismus etwas entgegenzusetzen, bei dem Studierenden da letztendlich eine unreflektierte Bequemlichkeit unterstellt wird, es ist dann doch etwas komplexer. Was bieten wir am Schreibzentrum an? Wir haben zum einen Workshops zur KOI Praxis, die zum einen die KOI zum Gegenstand haben, also welche Risiken und Chancen sind beispielsweise mit ChetGPT verbunden oder die KOI als Werkzeug betrachten, wie kann sie mir beispielsweise beim Lesen von wissenschaftlichen Texten assistieren. Wir leisten Aufklärung, zum Beispiel mit unserer Serie Coffee Lectures. Das sind Kurzvorträge, die zum Beispiel davon handeln, wie man die Nutzung mit der Seminarleitung kommunizieren kann oder auch welche Umwelt Auswirkungen eigentlich die Nutzung von KOI hat. Außerdem haben wir eine Handreichung entwickelt zur praktischen Anwendung. Die richtet sich an Lehrende, aber auch an Studierende und andere Schreibende, kann man sagen. Vor etwa einem Jahr haben wir unseren Selbstlernraum vorgestellt. Der enthält Erklärvideos zu sämtlichen Schritten, die so in der Hausarbeit stattfinden. Welche Rolle kann KI da spielen, aber auch schon vorher? Was muss ich eigentlich grundsätzlich dazu wissen? Was sind rechtliche Implikationen? Es gibt kleine Übungen und die Studierenden können da auch auf Wunsch Feedback von uns erhalten. Und in der Hoffnung auf einen gewissen Streueffekt bieten wir auch für die Lehrenden Workshops an. Da geht es KI Didaktik, auch Regelbildung oder Betreuung von Seminararbeiten in Zeiten von KOI. Und auch da stellen wir eine sehr große Nachfrage fest. Außerdem haben wir einen Kurs entwickelt, den Grundkurs KOI, der sich über ein ganzes Semester zieht, auch ECTS fähig ist und den wird jetzt meine Kollegin nochmal im Detail vorstellen. So, am Ende geht es dann noch ganz knapp über das Blogseminar selber, also einmal kurz durchgeführt, welche Teile wurden behandelt, wie ist es angenommen worden und vielleicht auch wurden alle gesetzten Lernziele letztendlich auch erreicht. Dafür ganz knapp, was waren unsere Bausteine? Worüber haben wir gesprochen im Kurs? Der Kurs war aufgeteilt in vier Blocksitzungen und die Erstsitzung war komplett im Zeichen des Grundwissens, Also so technische Funktionsweisen von K I, also wie funktioniert es? Was muss ich wissen, wenn ich mit K I arbeiten möchte? Rechtliche Rahmenbedingungen waren auch dabei, also so in die Richtung Urheberrecht, Plagiat vielleicht auch. Was ist wichtig im Prüfungsrecht zu wissen, wenn ich mit K-I arbeiten möchte? Was ist beim Copyright zu beachten und diese Dinge. Schlussendlich ging's dann noch groß den riesigen Charakter, einfach damit die Studierenden auch gesehen haben, okay, es gibt nicht nur Vorteile, wenn ich mit K-I arbeite, sondern eben auch einige Nachteile und auch einige Risiken, die ich vielleicht so gar nicht aufm Schirm hatte. So, wir haben uns angeschaut so was wie zum Beispiel die Nachhaltigkeitsdebatte, aber eben auch so was wie epistemische Schulden oder auch kognitive Risiken. Ganz zum Schluss ging's dann noch groß Schreibkompetenz und K-I. Also was macht es eigentlich mit mir und meiner Schreibkompetenz, wenn ich K-I beim wissenschaftlichen Schreiben verwende. Die zweite und dritte Sitzung waren dann wirklich groß aufgebaut Richtung praktische Verwendungsweisen. Also groß haben wir angefangen mit einer Einheit zum Prompting. Also was ist überhaupt Prompting? Welche verschiedenen Möglichkeiten habe ich da? Was ist so mein eigener kleiner Schuh, wenn ich prompten möchte? Da haben wir viel rumprobiert, dass die Studierenden so ihre Lieblingspromptingmethode finden und dann ging eben eine große Brainstorming Session an, wo kann ich KI jetzt wirklich sinnvoll einsetzen, wo vielleicht weniger Und am Ende hab ich dann den Schreibprozess auch in so viele kleine Schritte unterteilt, sodass die Studierenden wirklich schon mal aktiv gesehen haben, okay, wie kann ich's beispielsweise beim Finden einer Gliederung, beim Erstellen einer Forschungsfrage letztendlich einsetzen? Ganz zum Schluss war dann noch in der vierten Sitzung die kritische Reflexion das Thema. Also wie bewerte ich diesen Output von der K-I überhaupt? Wie verwende ich's vielleicht im eigenen Schreiben? Worauf möchte ich bisschen achten? Was ist mir persönlich wichtig? Wie kann ich mit einer K.-I.-generierten Gliederung vielleicht auch weiterarbeiten, sodass die Eigenständigkeit dann auch bei mir liegt? Und eben möchte ich das überhaupt? Also das war auch ein bisschen mit Thema. Möchte ich überhaupt K.-I.-weiter verwenden in meinem Schreiben, nachdem ich mich so ein bisschen mehr darüber informiert habe. Vorgegangen bin ich mit so verschiedenen Einheiten, also so ein bisschen Theorieeinheit am Anfang, beispielsweise was macht eine gute Gliederung aus, was muss ich beachten, wenn ich eine Forschungsfrage erstelle und dann sind wir eben reingegangen in diesen Prozess mit okay, KI Gliederung, wie gehe ich vor? Was sind verschiedene Schritte, die ich machen muss? Was funktioniert? Was funktioniert vielleicht auch überhaupt gar nicht? Und wir sind dann eben son bisschen in die Diskussion gegangen, hilft mir eine KI Gliederung oder verhindert sie eher, dass ich wirklich weiterdenken kann oder schadet sie mir eher, weil ich dann so festgefahren bin auf diesen KI Inhalten? Wir hatten dabei viele partizipative Formate. Also ich hab immer versucht, viele Gruppenübungen einzubauen und auch Einzelübungen, dass man so ein bisschen Erfahrungen austauschen konnte, also mit viel Feedback und Reflexion. Also hat es für mich persönlich funktioniert? Was hat vielleicht für meinen Nebenmann gut funktioniert, was ich ausprobieren kann? Was hat vielleicht für mich nicht funktioniert, was ich mit der Gruppe teilen konnte? Am Ende gab's dann immer noch Übungsaufgaben, die letztendlich in einem Portfolio gemündet haben, das sie dann abgeben konnten und benotet wurde. Da ging's immer drum, dass sozusagen den Hauptkern der Sitzung zuhause noch mal durchführen und reflektieren und so ein bisschen überlegen, okay, was hat funktioniert, was hat nicht funktioniert. Und ich hatte auch dann immer ganz viele Beispiele dabei, ob es jetzt verschiedene Tools sind oder vielleicht so kleine Gimmicks, wie man das Ganze ein bisschen vereinfachen kann und wie man vielleicht auch vielleicht ein bisschen schneller und sinnvoller vorgehen kann. Lernziele hatte ich mir am Anfang einige gesetzt. Also ich wollte vor allem eben, dass Sie ein Grundverständnis von K. I. Gewinnen, also wirklich wie funktioniert es? Diesen Wahrscheinlichkeitscharakter wollte ich immer wieder betonen, dass Sie auch wirklich verstehen, warum so was wie Halluzinationen beispielsweise zustande kommen können. Mir waren aber auch so wissenschaftliche Standards ganz wichtig und auch die rechtlichen Aspekte. Wie schon gesagt, Risiken und Herausforderungen haben wir groß uns angeschaut und eben auch die Einsatzmöglichkeiten und Chancen einfach, dass sie so wissen, was ist möglich, was ist aber auch nicht möglich. Ganz wichtig war mir auch die Prompting Kompetenz, einfach dass sie sehen, okay, was funktioniert für mich persönlich vielleicht und wie komme ich selbst zu guten Ergebnissen, zu besseren Ergebnissen als vielleicht mit einer anderen Methode im Prompting? Und ganz zum Schluss eben, darum war das auch so eine große Sitzung, diese kritische Beurteilung. Also wie gehe ich mit KI Output überhaupt Die Frage kann man sich jetzt natürlich stellen, wurden diese Ziele erreicht? Also war es ein Erfolg? Und ich würde sagen ja. Ende waren leider nur noch zwölf Studierende da in der letzten Sitzung, aber trotzdem sagen wirklich hundert Prozent, dass der Kurs ihnen geholfen hat, ein besseres Verständnis von KI im wissenschaftlichen Schreiben zu bekommen. Fünfundsiebzig Prozent haben dann auch zugegeben eben, dass sie KI jetzt deutlich reflektierter nutzen, vielleicht auch ein bisschen weniger nutzen als zuvor. Und siebenundsechzig Prozent fühlen sich jetzt auch deutlich sicherer im Umgang mit KI Texten. Also wirklich immer mehr als die Hälfte haben doch gesagt, sie fühlen sich jetzt sicherer, sie fühlen sich jetzt besser angeleitet und können jetzt einfach wirklich reingehen, KI nutzen und das Ganze dann wirklich weiterverwenden im wissenschaftlichen Schreiben und da dann rangehen, ohne dass Sie sich mal fragen müssen, okay, jetzt habe ich mal zum Beispiel eine KI Gliederung, was kann ich denn jetzt machen? Am Ende habe ich dann noch die Portfolio so ein bisschen ausgewertet. Die Zitate, die man hier sieht, da habe ich tatsächlich nachgefragt, ob ich diese Zitate auch verwenden darf. Und ich habe so ein bisschen geschaut, okay, wurden meine Lernziele erreicht? Sind die Studierenden darauf eingegangen? Also es wurde viel über Chancen reflektiert. Also viele Studierende haben auch in den Portfolios letztendlich festgehalten, dass KI am sinnvollsten ist, wenn ich's als Strukturhilfe verwende oder eben auch als Feedbackgeber, als Lernpartner, als so Sparringspartner an meiner Seite, son kleinen Lernbuddy, der mir unterstützend unter die Arme greifen kann, wenn ich möchte, aber eben nicht mehr macht. Ganz wichtig war mir eben auch die Promptingkompetenz und eine Studierende hält hier auch fest, dass mittlerweile habe ich für mich gute Prompts herausgefunden, mit denen ich sinnvolle Ergebnisse erzielen kann. Und das fand ich sehr schön, dass das dann wirklich funktioniert hat, dass sie zum Beispiel auf jeden Fall für sich eine gute Prompting Methode gefunden hat. Eben auch waren mir diese Grenzen und Risiken von K I, darum hab ich das sehr groß aufgezogen, sehr wichtig und viele sind auch auch drauf eingegangen in ihren Portfolios. Also sie haben nicht nur über die Halluzination gesprochen, sondern aber auch über wie viel Aufwand es eigentlich ist, wenn ich mir eine KI Gliederung zum Beispiel ausgeben lasse, wenn ich die dann weiterverwenden möchte, wenn ich die bearbeiten muss, wenn ich die fortentwickeln muss für mein eigenes Schreiben und dass es oft gar nicht weniger Aufwand ist. Eben auch das wissenschaftliches Schreiben eine menschliche Aufgabe. Es haben viele festgehalten, dass K. I. Eben kein Ghostwriter ist, sondern nur ein Unterstützer. Und eben auch ganz wichtig war mir dieses K. I. Kann ich nur verwenden, wenn ich weiß, wie's funktioniert. Darum war mir dieser Grundwissensaspekt auch so wichtig. Den haben sie auch mit aufgegriffen. Eine schreibt da eben auch, dass sie am Anfang gar nicht wusste, was KI ist und wie's wirklich funktioniert. Darum war sie sehr unsicher. Aber vor allem dieser Aspekt wurde durch den Kurs vor allem für sie jetzt verändert. Also ich würde sagen, der Kurs war wirklich ein Erfolg dahingehend. Natürlich gibt's Kleinigkeiten, die man immer ändern kann. Aber so gesehen würde ich einfach sagen, die Studierenden konnten viel mitnehmen und konnten so ihre Ziele und auch meine Ziele erreichen. Ja, vielen Dank für die spannenden Vorträge und herzlich willkommen hier in unserer illustren Runde. Wir freuen uns, dass wir jetzt noch ein bisschen weiter über das Thema sprechen können. Die ersten Fragen sind im Chat auch schon heiß gelaufen. Von daher da wie immer die Einladung, gerne weitere Fragen an unsere Referentinnen und Referenten zu stellen. Ich würde zum Start gerne aber eine Frage stellen. Ich würde sagen, einmal Richtung München und dann auch einmal Richtung Karlsruhe. Also das müssen nicht alle drei aus München antworten, da können Sie gerne untereinander schauen, wer möchte, aber wer ergänzen möchte auch gerne. Vielleicht starten wir aber mit Fabian Racken Richtung Karlsruhe. Und zwar würd mich interessieren, gibt es so die eine Rechtsfrage oder die eine Frage, die im Kontext mit KI immer wieder auftaucht? Also ist es so eine Frage zum Datenschutz und Urheberrecht? Gibt es eine, die Sie schon fast nicht mehr hören können? Gute Frage. Vielleicht muss man trennen, wo welche diskutiert welche Frage diskutiert wird. So die Gerichtspraxis, also das, gerade jetzt wirklich Entscheidungen so langsam anstehen und auch schon die ersten Entscheidungen gefällt wurden, da geht es tatsächlich ums Training beziehungsweise darum, wie die ganzen Anbieter von KI Modellen, Werke, ich sag mal verarbeiten, damit ihre Modelle zu trainieren und inwieweit sie die Werke dann auch memorisieren dürfen. Das ist ja dieser Begriff, der dann meistens auch der Angriffspunkt ist. Also wenn man feststellt, Werke sind noch Texte, Musik, was auch immer in den Modellen drin, dann ist das ja häufig eine Sache, die angegriffen wird. Also das ist so in der Gerichtsfrage die, so in der Gerichtspraxis die die Frage. Ich würde aber sagen sagen, so für die breite Masse, sag ich mal, ist die Frage der Nutzung von Materialien, so das, was man so unter Inferenz versteht, eigentlich so die Hauptfrage. Und bei der Frage, vielleicht würde ich es anders formulieren, wenn Sie so die Frage stellen, ob ich die Frage noch hören kann oder nicht. Vielleicht würde ich sagen, stellt die Frage vielleicht besser erst gar nicht, weil diese Rechtsfragen dann so komplex sind. Und ich persönlich eigentlich will, dass das Dinge und dass die Nutzungserlaubnisse, die wir auch in den Gesetzen haben, dass die auch ausgeschöpft werden. Aber im Detail ist es natürlich schwierig und viele viele Rechtsfragen sind halt noch offen. Vielleicht würde ich wäre das so meine Umformulierung dieser Frage, ob ich diese Fragen noch hören kann. Ja, aber das ist so die Frage, also die wirklich die Nutzung von fremden Materialien, beispielsweise sie zu analysieren so im weitesten Sinne oder sie zu befragen, ja. Sehr, sehr spannend. Wie ist der Eindruck in München? Ist es da auch eher die Nutzung von Materialien? Ist es das Thema Datenschutz? Ist es die Kombination KI und Mensch, wenn man in die Recherche geht? Ich frag ganz offen die Runde, wer zuerst zuckt, darf antworten. Gerne natürlich auch mit Ergänzung. Ich glaub Frau Jessen, Sie sind noch stumm geschaltet, aber ich sehe, dass Sie sich Also ich würde sagen, wir kriegen auf jeden Fall so den ganzen Strauß von Fragen. Also wir kriegen auch ehrlich gesagt Fragen von Studierenden, was zum Beispiel die Umwelteinwirkung von diesen riesigen Serverzentren und so was angeht. Das geht ziemlich weit, was hier eigentlich unter den Studierenden, auch unter den Lehrenden diskutiert wird. Aber ja, was natürlich irgendwie so schon zentrales Thema ist, ist alles, was irgendwie so prüfungsrechtliche Fragen angeht. Also ja, was ich so ein bisschen schade finde, immer so dieser Kontrollansatz, wie kriegen wir das jetzt hin, dass die Studierenden nicht sofort alle mit KI betrügen und wie bauen wir jetzt unsere Prüfungen irgendwie Aber grundsätzlich würde ich sagen, all diese Themen, die jetzt in dem Vortrag auch irgendwie aufgepoppt sind, plus noch weitere beschäftigen die ganze Hochschulgemeinde. Also aus Studierendensicht vielleicht, was noch relativ häufig kommt, ist auch die Sorge, dass ihnen KI Nutzung unterstellt wird, wo sie es gar nicht genutzt haben. Spannendes Thema, auf der einen Seite will man es irgendwo nutzen, aber in halt einem Kontext, dass es ein Tool bleibt. Andersrum genau, kann es dann auch ein Täuschungsversuch sein. Da vielleicht einmal angeschlossen auch an Sie, Frau Jessen, oder gerne natürlich auch an das ganze Team an der LMU. Sie haben jetzt ja schon sehr, sehr viel umgesetzt, eben auch Studierende zu unterstützen in diesem Prozess, da auch Sicherheiten zu bieten. Das klingt jetzt für mich so, als wär das sehr proaktiv gewesen. War das so, dass Sie gesagt haben, wir müssen da was machen oder wurde das aktiv zum Beispiel von der Studierendenschaft eingefordert? Also wir sind eigentlich ziemlich sofort mit dem mit dem Release von JEZproxy, als es ja irgendwie für uns alle sichtbar wurde, die Thematik da da reingegangen. Wir haben als Erstes eigentlich angefangen, an soner praktischen Handreichung zu arbeiten. Und wir hatten dann das Glück, dass es von der Landesregierung irgendwie Sondermittel gab zur Ausbildung von KI Tutor*innen. Das ist ja jetzt bei uns die Manuela dann geworden und da hat das Ganze dann irgendwie so ein bisschen Fahrt aufgenommen und wir haben dann sehr schnell eine große Nachfrage festgestellt. Also ich würde sagen, das kam irgendwie zeitgleich, dass die Studierenden das dann haben wollten, die Lehrenden das auch stark nachfragen und wir da aber auch direkt reingegangen sind. Super, vielen Dank. Ich glaub, wir blicken mal in den Chat, na? Vielleicht schon wieder an. Genau, ich hab hier noch zwei Fragen, da würde ich ganz gerne an Herrn Rack mal ran. Und zwar hatten wir gerade das Stichwort Nachfrage und das ist gutes Stichwort, weil man immer in der Bibliothek natürlich mit KI arbeiten wird, wird schnell der Datenschützer, die Datenschützerin letztendlich auf den Plan kommen treten und natürlich auch Nachfragen stellen. Ja, wie begegne ich denn meinem Datenschützer des Vertrauens? Was möchte der gerne wissen, hören, wie können wir da gut zusammenarbeiten? Ist natürlich ein ganz, ganz großes Thema. Ja, ich weiß. Ich würde so auf der obersten Ebene mal so anfangen mit den, man geht man klappert die Prinzipien ab, die Prinzipien des Datenschutzes, die stehen ja einmal so zusammengesammelt im Artikel fünf der Datenschutzgrundverordnung. Da steht ja so was drin wie, okay, jede Datenverarbeitung muss rechtmäßig sein. Das ist erst mal bisschen eine Nullaussage, aber dann wird's ja weiter ausdifferenziert in der Datenschutzgrundverordnung, was Rechtsgrundlagen für eine Daten für eine Datenverarbeitung sein können. Dann geht's ja auch Datensparsamkeit oder Integrität und Vertraulichkeit und dann, ne, klappert man diese Grundsätze ab und guckt, was was bisher schon dazu anderswo geschrieben worden ist. Das ist jetzt vielleicht das ganz, ganz allgemeine Handwerk. Ich kann jetzt ganz, ganz frisch, könnte ich jetzt zum Beispiel empfehlen, ein Papier von der Bundesdatenschutz beauftragte für den Einsatz von K-I in Behörden. Da steht einiges drin, was vielleicht ganz gut brauchbar ist zu unterschiedlichen Fragen wie beispielsweise Datenschutzfolgeabschätzung oder was ist mit Eingabe von personenbezogenen Daten, all solche Dinge. Also dann gibt es natürlich noch die Dokumentationspflichten, die man hat. Also man muss ja auch beschreiben, was man macht in dem Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Da muss man sich dann die Frage stellen, habe ich denn eigentlich eine neue neuen Datenverarbeitungszweck? Also habe ich tatsächlich eine neue Datenverarbeitungstätigkeit? Mache ich so was wie, ich trainiere Sprachmodell. Das wäre jetzt irgendwie eine neue Datenverarbeitung. Die müsste ich dann auch als solche in der Dokumentation neu erfassen, mir dann technische und organisatorische Maßnahmen Gedanken machen? Oder ist KI also nicht ein ein neuer Zweck, neue Verarbeitungstätigkeiten, sondern ist KI vielmehr eine Technik, die ich einsetze, für einen Zweck, den ich bisher schon habe? Ich nicht, irgendwie so Kommunikation mit der Öffentlichkeit oder so was. Ja, so was, was ich eh schon mache, aber jetzt unter dem Einsatz von neuen Technologie. Und dann müsst ich müsst ich mir diese Gedanken halt an anderer Stelle machen beziehungsweise es entsprechend anders dokumentieren. Dokumentieren ist teilweise lästig, hilft aber teilweise schon auch dabei, sich selbst so im Klaren drüber zu werden, was man eigentlich macht und welche Sicherheitsmaßnahmen man so ergreifen muss. Das ist mal so die erste generelle Antwort. Aber ansonsten für die für das Gespräch mit der Datenschutzbeauftragten würde ich sagen, sollte man zumindest mal die Prinzipien so für jedes für jedes Prinzip eine Ansage haben, was das jetzt im Zusammenhang mit dem KI Einsatz bedeutet. Das klingt nach Menge Hausaufgaben letztendlich dann hinterher für die Anwenderinnen und Anwender, aber Sie haben recht, natürlich klar, es werden Daten verarbeitet, man kommt letztendlich nicht drum herum. Wir hatten gestern ganz spannendes Beispiel aus Düsseldorf. Da hat uns die Kollegin berichtet, dass es da Leitlinien gibt und am Ende gibt's auch Paper, was unterschrieben werden muss. Checklisten waren, glaub ich, auch das Thema. Ja. Also schon alles sehr ausführlich. Die Frage, die sich uns natürlich stellt, wenn jetzt, wenn wir KI in der Bibliothek anbieten, Kurse anbieten und letztendlich wird dann KI aus der Bibliothek heraus genutzt für etwas, was vielleicht mit Straftaten einhergeht oder wenn dadurch Schäden entstehen, haften wir dann? Das ist, denke ich, auch eine Frage, die sehr oft auftaucht. Bleiben wir da gerne noch für einen kurzen Augenblick bei Herrn Rack. Ich wollte jetzt sagen, okay, jetzt ist München dran. Das können wir gleich gerne weitergeben. Auf jeden Fall. Ja, vielleicht, genau, würde ich Ja, ich mach das jetzt einfach mal, genau. Also wie ist das bei euch in München? Habt ihr schon diese dafür einen Umgang für diese Frage? Herr Mitterrutzner bringt sich in Stellung, glaube ich, zu antworten. Ich wollte mich in Sicherheit bringen, zu antworten. Also wir haben uns bisher mit dieser speziellen Frage nicht beschäftigt. Uns geht es vor allem darum, Plagiate zu vermeiden und prüfungsrechtliche Konsequenzen zu vermeiden und auch mit dem Urheberrecht konform zu gehen. Aber ob man sich wie strafbar macht mit dem Einsatz von KI, dazu gibt es bei uns weder von Hochschulleitungen oder von der Hochschulleitung Vorgaben oder wie man sich besser gesagt dagegen absichert. Noch haben wir das jetzt aktiv adressiert. Ich weiß nicht, ob das im Schreibzentrum in der konkreten Arbeit Thema ist, also in meinen Workshops, da Sie doch sehr auf das wissenschaftliche Arbeiten, das Verfassen von Hausarbeiten, Lesen, Recherchieren fokussieren, ist das bisher nicht aufgeschlagen bei mir. Wahrscheinlich auch ja, nicht ganz einfaches Thema. Ist wahrscheinlich, wir hatten vorhin so die Analogie, als es dann losging, dass man zum Beispiel öffentliche Internet Hotspots hatte. Und da war ja auch die Frage, wer haftet wie, was, wo? Wahrscheinlich ist das jetzt die nächste Aushandlung dann. Wir haben noch ein paar Fragen im Chat bekommen und mit Blick auf die Zeit würde ich an der Stelle gerne Frau Flosmann noch mal mit in die Runde hier holen, denn vorhin Frau Jessen hat erzählt, dass es diese Ausbildung als Zertifizierungsangebot für K-I-Tutorinnen gab. Zum einen die Frage, gibt's das noch? Wenn ja, freuen sich hier einige, wenn sie einen Link oder einen Hinweis bekommen. Und generell können Sie uns vielleicht noch ein bisschen erzählen, ja, wie ist hat diese Ausbildung stattgefunden? Was waren darin Inhalte? Vielleicht können Sie uns da noch son kleines bisschen mitnehmen, weil das Interesse hier sehr groß ist. Ja, sehr gerne. Also an sich findet's gerade im Moment nicht mehr statt, aber ich glaube, ich habe letztens den Hinweis gesehen, dass es wieder neu aufgesetzt werden soll, dass Gelder verfügbar werden. Ich glaube, dass bald dieses Jahr vielleicht noch eine neue Ausbildungsrunde startet. Ganz sicher bin ich mir dabei aber nicht. Ich kann gerne später nach dem Link für meine Ausbildungsrunde schauen. Wir haben nämlich auch eine Webseite für unsere K-I-Tutoren gesammelt, weil wir waren damals über fünfzig Leute, die diese Ausbildung auch mitgemacht haben. Und es sah für uns eben so was, wir haben das sehr asynchron gemacht, also erst zuhause so und so ein bisschen einlesen, okay, was ist eigentlich k I? Wie funktioniert das Ganze? Wie bekomme ich daraus meine Inhalte? Und dann eben konkret in die Praxis reingegangen. Also okay, wie schreibe ich eigentlich einen prompt? Also prompting war ein sehr großer Teil davon. Und dann eben auch, okay, wie kann ich es in der Lehre einsetzen? Ganz viel waren viele waren angestellt von Dozenten oder Professoren an der Universität. Wie kann ich zum Beispiel meinem Professor helfen? Wie kann mein Professor KI in seine Lehre integrieren? Wie kann ich ihn dabei unterstützen? Und wir hatten dann eben auch son Gemeinschaftstreffen einmal, wo wir uns alle zusammen austauschen konnten im Sinne von, okay, das sind so meine Tipps, das sind so deine Tipps und das sind so Ideen, Umsetzungsmöglichkeiten und wir haben da eben immer so ein bisschen versucht, uns auszutauschen und auch immer noch in Kontakt zu bleiben und zu sagen, okay, ich habe dieses Projekt und hab vielleicht dieses Tool zusammen benutzt. Das hat für mich gut funktioniert, das könnte für dich vielleicht auch gut funktionieren. Spannend. Dann noch eine Frage, die auch, würde ich mal sagen, wahrscheinlich an Sie am meisten gerichtet ist, weil Sie ja vorhin auch noch von diesem Kurs berichtet haben und eben auch gesagt haben, der war sehr erfolgreich, hundert Prozent sagen, Sie fanden das gut. Hier gab's die Frage, kann man diese Kursmaterialien eventuell nachnutzen? Also stellen Sie die auch zur Verfügung oder gibt es andersrum vielleicht auch Ideen oder Tipps von Ihnen, wo man spannende Kursmaterialien findet oder auch Anregungen dafür selber welche zu erstellen? Also ich hab meine Kursmaterialien hab ich alle selber erstellt, darum die sind für meine Studierenden zur Verfügung gestellt worden, aber so weiterhin nicht. Ich hab mich aber viel auf das Buch von Isabella Buk konzentriert, das letztes Jahr rausgekommen ist. Wissenschaftliches Arbeiten mit K I, glaub ich, heißt es genau. Meine Kollegin hält's gerade hoch, wissenschaftliches Schreiben mit K I. Das ist letztes Jahr erschienen und da hab ich vieles rausgenommen, weil sie arbeitet da wirklich die Punkte auch schön ab und hat auch viele Tipps, prompting Ideen und son bisschen, okay, was kann ich einsetzen? Auch diesen großen Block der Risiken hab ich viel aus diesem Buch mit rausgenommen und mich da inspirieren lassen und mit den Studierenden da auch ihre Punkte son bisschen durchgearbeitet. Sehr, sehr spannend. Also viel Interesse auf jeden Fall an diesem Kursangebot, wenn wir hier so reinschauen. Ich hätte noch mal eine allgemeine Frage auch Richtung München. Sie haben mir jetzt wirklich sehr anschaulich gezeigt, wie Sie das schaffen, auch Studierende zu befähigen, KI zu nutzen, sinnvoll oder auch rechtssicher einzusetzen. Vielleicht hab ich's nicht mitbekommen, aber vielleicht haben Sie's auch nicht erwähnt. Gibt es in irgendeiner Form bei Ihnen schon Art der Kennzeichnungspflicht, wenn ich zum Beispiel auf künstliche Intelligenz in der Recherche zurückgreife oder eben teils in der Erstellung von Arbeiten? Haben Sie da eine Leitlinie? Ähm, nee. Also es es ist, glaube ich, teilweise noch nicht mal innerhalb von Instituten, dass es da Einigkeit gibt. Also das kommt jetzt schon, dass so innerhalb der Departments und Fakultäten es da Übereinkünfte gibt, LMU weit mit Sicherheit nicht. Ich glaube, dass die juristische Fakultät da am weitesten ist, aber es gibt keine verbindlichen Vorgaben. Man muss natürlich auch immer sehen, das ist eine Volluni mit irgendwie zweiundfünfzigtausend Studierenden und der entsprechenden Fächerbreite mit ganz unterschiedlichen Anforderungen. Ich glaube, das ist auch gar nicht so schlecht, wenn das dann so fachbezogen entwickelt wird, aber da müssen wir tatsächlich leider immer wieder die Studierenden auf so allgemeine rechtliche Rahmenbedingungen verweisen und eben darauf, dass das mit den jeweiligen Seminarleitungen immer geklärt werden muss, versuchen das aber auch. Wir haben ja gesagt, wir beschulen auch die Lehrenden, da eben auch anzuhalten, dass es da einen offenen Dialog gibt und dass mit den Studierenden da irgendwie eine, ich sag mal, auch machbare Übereinkunft gefunden wird. Also wenn ich da einen kompletten Chatverlauf anhängen muss, das muss ich ja dann letztendlich als Lehrende auch alles prüfen. Das ist ja irgendwann auch dann so ein bisschen in der Umsetzbarkeit schwierig. Deshalb ist es auch einfach in den Fächern so unterschiedlich, wie sich das dann gestaltet, dass da eine allgemeine Dokumentationspflicht oder allgemeiner Latinäle, glaube ich, dann an vielen Stellen eher im Weg stünde. Wir gucken noch mal in den Chat und da hab ich eine Frage, die an Herrn Rack noch mal geht. Und zwar wissen wir natürlich auch, KI, viele rechtliche Grundlagen, die da berücksichtigt werden müssen. Hier wird geschrieben, in vielen der skizzierten Fällen können wir als Bibliothekarinnen die rechtliche Beurteilung meines Erachtens nicht übernehmen. Kennen Sie oder vielleicht Ihre Kolleginnen, die jetzt hier auch gerade referieren, irgendwelche Fortbildungen, mit denen man sein rechtliches Wissen noch mal auffrischen kann? Ich mach die natürlich selber auch oder geborene die selber auch. Ich würd's aber vielleicht anders beantworten beziehungsweise einen Aspekt beleuchten. Es ist ein bisschen misslich, dass bisher auch so in der juristischen Publikationslandschaft vor allem wieder dieses Thema Training beleuchtet wird. Also das ist so ganz primär das, was meistens behandelt wird und gerade so diese diese Nutzungsseite, sei es jetzt vonseiten von Institutionen oder aber auch von quasi dem Endanwender, der Endanwenderin, dass die son bisschen unterbelichtet ist in der juristischen Publikationslandschaft. Das geht dann auch an mich selbst, ja, daran irgendwie was daran irgendwie was zu ändern und an meinen Kollegenkreis. Aber da kommt jetzt, glaube ich, auch was so langsam in der nächsten in der nächsten Zeit. Es kann aber so sein, dass also es wird vielleicht am Ende doch so sein, dass es eine lange Phase gibt von Ungewissheit in diesen doch meines Erachtens sehr bedeutenden Rechtsfragen, denn geklärt werden diese KI Trainingsfragen, die werden jetzt schon so vor Gerichten geklärt. Ich find eigentlich, dass der Gesetzgeber das klären muss. Das hat er aber nicht gemacht. Nicht nur hier, sondern auch anderswo. Und diese Frage der der Inferenz wird's vielleicht hier oder hier und da vielleicht mal irgendwie Gerichtsurteil gehen, was was einen Weg weisen kann. Aber so im Großen und Ganzen glaube ich, dass wir da noch eine lange Phase der Rechtsunsicherheit haben und damit auch der ja dem ganzen Auslegungsspektrum, was man halt so hat. Es wird unterschiedliche Meinungen geben zu diesen Fragestellungen und je nachdem wen man fragt, wird man eine unterschiedliche Antwort bekommen. Ist bisschen misslich. Super, vielen Dank. Ich hätte zum Abschluss noch mal an Sie alle eine Frage und ich würd sagen, vielleicht starten wir mit Herrn mit Herr Rutzner, dann Frau Jessen, dann Frau Flussmann und dann zum Abschluss noch mal Sie, Herr Rack. Und zwar haben wir das, finde ich, oft auch in Diskussionen, dass man sagt, ja, der Datenschutz, der bremst und irgendwie die rechtliche Grundlage und das ist alles irgendwie anstrengend und ich weiß nicht genau, da nutze ich am Ende doch Schatten IT, die ich irgendwie eigentlich nicht nutzen sollte. So ein kurzes Abschlussstatement von Ihnen, wie schaffen wir das, dass wir KI rechtssicher nutzen? Welche Kompetenzen brauchst Du dafür vielleicht auch, ohne dass das eben zur Bremse wird? Was Leichtes zum Ende. Wie schafft man das Recht sicher so, ohne dass es zur Bremse wird, der Datenschutz? Puh, dazu kann ich Ihnen glaube ich keine kurze Antwort geben und eine längere würde mir noch schwerer fallen. Können meine Kolleginnen kurz einspringen, ich überlege mir, was ich dazwischen weiß. Dann machen wir es so, wer schon sagt, ich habe schon eine Antwort, startet gerne. Das darf auch nur ein Aspekt sein, dann sagen wir müssen Kompetenzen schulen oder oder, sodass eben das ganze Rechtsthema an der Stelle nicht zur Bremse wird. Wer möchte, feuerfrei. Ja, also wir sind ja insofern rechtlich nicht ausgebremst, als dass, wie eben schon gesagt, in den Bereichen, die wir betreuen, was hauptsächlich so wissenschaftlich ist, es keine einheitlichen Vorgaben bis jetzt überhaupt gibt. Also wir verweisen natürlich schon auf Prüfungsrecht. Das hat sich aber durch die KOI dann an der Stelle nicht wahnsinnig erweitert. Wir führen die Studierenden ehrlich gesagt eher zurück in diesen Bereich der eigenen Kompetenzförderung und der Frage, was will ich eigentlich der KOI abgeben, die mir die Entryleveljobs sowieso schon wegnimmt? Dann möchte ich vielleicht nicht noch weniger können als die k I. Wie einen guten Punkt. Ja, vielen Dank. Ja, ich würde auch sagen, es ist ganz, ganz wichtig eben, dass man die Studierenden erst mal drauf aufmerksam macht. Also ich hab ganz oft in Kursen, dass sie eben diesen Datenschutz Copyright Aspekt meistens nicht beachten oder gar nicht vor Augen haben, dass das überhaupt ein Problem sein könnte, wenn ich da jetzt Texte irgendwo vielleicht hochlade oder so was in die Richtung. Darum einmal würde ich sagen, sie drauf aufmerksam machen und ihnen dann aber eben auch das Handwerkszeug an die Hand geben zu sagen, okay, Du kannst jetzt nicht irgendwelche Texte hochladen, aber okay, es gibt andere Alternativen für dich. Was Du zum Beispiel machen kannst, wie Du vorgehen kannst, wie Du die K-I dann sinnvoll für dich einsetzen kannst, ohne dass Du alle Kompetenzen verlierst, aber trotzdem irgendwie rechtssicher vorgehst. Und das ist zwar manchmal schwierig, aber es hilft doch. Also ich würd sagen, dass wenn man ihnen da son Weg aufzeigt und ihnen sagt, okay, es ist nicht erlaubt, aber Du kannst. Wenn man ihnen den Weg nicht zeigt, dann fallen sie zurück in dieses, okay, ich mach's jetzt trotzdem, auch wenn's vielleicht nicht erlaubt ist. Aber wenn man einfach Weg zeigt, der jetzt nicht fünfundzwanzig Mal länger dauert, dann sind die Studierenden auch bereit, diesen Weg zu gehen, würde ich sagen. Also Guidance nehm ich daraus noch mit. Herr Rack und dann nehmen wir Herrn Mitterholz als Letzter und dann bin ich aber gespannt. Jetzt hatten Sie Zeit noch zu überlegen. Das ist wirklich schwierig. Also ich kann da nur selber nur so herumholpern. Ich würd sagen, man darf sich nicht verzetteln, aber das ist ja eine allgemeine Aussage. Die betrifft ja alles, was irgendwie Regularien angeht. Man muss ab und zu mal für sich auch eine Rechtsansicht finden, die dann natürlich vertretbar sein muss, aber auf die man sich dann auch mal bisschen festlegt und sagt, okay, wir machen das jetzt mal. Ja, ich glaub auch, dass man, das ist ja der Punkt, sich nicht zu verzetteln, dass man's dann auch mal durchzieht, dass man an entscheidenden Stellen, da wo's mit vertretbarem Aufwand möglich ist, dass man zum Beispiel Maßnahmen ergreift, die jetzt vielleicht irgendwie eine Sicherheit Sicherheit auch tatsächlich steigern, so was wie, keine Ahnung, wenn es möglich ist und wenn's vertretbar ist und wenn's denselben Effekt bringt, dass man vielleicht auch mal was lokal macht mit mit den mittlerweile ja schon auch ziemlich leistungsfähigen Modellen, die zum zur lokalen Anwendung bereitgestellt werden, wenn man dafür die technische Infrastruktur hat. Dass man vielleicht irgendwelche Pseudonymisierungsmodule oder so was vorschaltet, dass jetzt nicht alles, was personenbezogen ist, was offensichtlich personenbezogen ist, dann in die Cloud geladen wird. Also dann, ne, an so Detail Detailschrauben noch mal son bisschen dreht, da, wo's eben möglich ist. Ansonsten, ja, würde ich sagen, braucht man doch immer auch Leute, die so gerade erfahren sind mit, also eine Mischung aus Souveränität und Erfahrungen mit so mit so diesen großen Bereichen, wo noch so vieles ungewiss ist, wo man tatsächlich dann aber auch mal, wie gesagt, neue Entscheidung trifft und es dann auch mal durchzieht. Aber das ist jetzt nur sone generische Sonntagsreden Antwort. Ja, das hilft ja schon mal, so ein bisschen auch zu sehen, dass das ein schwieriges Feld. Herr Winterritzener, jetzt bin ich neugierig. Oh je, jetzt dachte ich dann jeder dieser Antwort doch noch. Ich würde mich insgesamt meinen Vorrednerinnen anschließen, wenn man KI als Hilfsmittel souverän und kompetent verwendet und sich auf die Stärken menschlichen Denkens auch besinnt, dann kann man auch jetzt schon rechtssicher sehr vieles machen, ohne eben das Recht zu verletzen und ohne auch Schaden zu nehmen an der eigenen Denkfähigkeit. Wichtiger Punkt. Vielen, vielen Dank. Leider ist die Zeit schon Wir hatten viele Fragen im Chat. Wir haben Sie ein bisschen gegrillt, aber ich hoffe, das war in Ordnung. Ganz wichtiges Thema und ich finde, was vor allem deutlich wurde, dass es eben nicht zu allem schon abschließende Antwort gibt und das macht ja auch ein bisschen Mut, einfach auch für, glaube ich, die Zuschauenden zu wissen, es gibt nicht immer das Schwarz oder Weiß. Und von daher, das haben Sie uns heute, glaub ich, auch noch mal eindrucksvoll gezeigt. Vielen, vielen Dank. Sabine, wie geht's denn hier jetzt weiter? Ja, wir haben jetzt ganz viel zurecht und unten Pflichten gehört und zu Chatbots. Das klang immer wieder an und jetzt mit der nächsten Session, die vierzehn Uhr fünfzehn beginnt, schauen wir uns Chatbots quasi in Aktion an. Und an der Stelle gleich noch der Hinweis auf das Gewinnspiel. Da gibt's die Bekanntgabe eine Stunde später, und zwar viertel nach drei. Bleiben Sie also dran, wenn wir das Bild des Tages küren. Bis gleich. Bis dann.
Darf der das? Von Rechten, Pflichten und Kompetenzen rund um KI
Referent*innen:
Fabian Rack, Dr. Benjamin Mitterrutzner, Linda Jessen und Manuela Floßmann
Vortrag 1:
Aktuelle Rechtsfragen beim Einsatz von KI in Bibliotheken, Fabian Rack
Der Vortrag gibt einen Überblick zu den brandheißen Rechtsfragen rund um KI-Systeme in Bibliotheken. Das Urheberrecht wird im Fokus stehen, aber auch das Datenschutzrecht und die KI-Verordnung werden gestreift.
Vortrag 2:
KI-Kompetenz an Hochschulen: Neue Bildungsaufgaben in die Praxis bringen, Dr. Benjamin Mitterrutzner, Linda Jessen und Manuela Floßmann
KI-Tools werden von Studierenden zunehmend bei der Erstellung von Hausarbeiten eingesetzt, beginnend mit der Literatursuche bis zur Textüberarbeitung. Um die wissenschaftlich-ethische Korrektheit zu wahren, die Eigenständigkeit der Prüfungsleistung und vor allem auch den Kompetenzerwerb im studentischen Schreiben zu sichern, ist eine entsprechende Aufklärung und Befähigung der Studierenden im Umgang mit KI-Tools unverzichtbar. Dieser Notwendigkeit begegnet die UB der LMU mit Schulungsangeboten und Workshops des hauseigenen Schreibzentrums. Anhand dieser Bausteine soll ein Konzept dargestellt werden, mit dem eine umfassende Weiterbildung und Befähigung der Studierenden im kritischen Umgang mit KI-Tools gelingen kann.
Und da sind wir wieder zurück. Ich würd sagen, wir sind so langsam im Endspurt, wenn wir auf die Zeit blicken, haben aber noch wirklich paar tolle Themen. Von daher schön, dass Sie wieder mit dabei sind. Wir wollen uns jetzt einen sehr konkreten Anwendungsfall von KI KI anschauen, so rum. Und zwar wollen wir auf Chatbots schauen. Wollen gucken, wo werden sie schon eingesetzt? Was muss man dabei aber auch beachten? Welche Herausforderungen gibt es? Und was kann so ein Chatbot eigentlich in einer Bibliothek leisten? Was soll er leisten, was aber vielleicht auch nicht? Also viele Fragen und drei Vorträge, die uns jetzt erwarten. Und was das genau ist, das verrät uns Sabine. Ja, bei unseren Vorträgen, die jetzt gleich kommen, stehen die Nutzenden im Vordergrund, denn es wird ganz genau hingeguckt, was die Nutzenden letztendlich von den KI Chatbots haben. Uwe D. Rolff wird uns erläutern, wie der Zugriff auf Informationssysteme KI Chatbots noch leistungsfähiger machen. Und wir zu Wir schauen dazu zur KIT Bibliothek nach Karlsruhe hin. Danach sind wir bei der Stadtbibliothek in Bergheim zu Gast. Hier teilen uns Werna WisecorWisec und Sebastian Schmied mit, wie Bergheim einen K-I-Rechercheassistenten baut und noch zusammen mit einem Roboter das Ganze zu einem Leitsystem verbindet. Last but not least geht's in den Süden, genauer gesagt zur Stadtbibliothek nach München und hier wird uns Roland Pöllinger erläutern, wie die öffentliche Bibliothek als KI Labor oder als Labor für eine verantwortungsvolle KI fungiert. Viel Spaß bei den Vorträgen, ab geht's zur KIT Bibliothek. Bitte. Dann guten Tag auch von mir und ich freu mich, dass Sie hier so zahlreich erschienen sind, auch wenn ich Sie jetzt grad nicht sehe. Aber ja, ich erzähle heut nicht direkt was über den KI Chatbot, sondern nur mehr eine Erweiterung von dem KI Chatbot, weil den Chatbot, den wir gemacht hatten in der k I t Bibliothek, über den wurde im letzten Jahr zwanzig fünfundzwanzig viel berichtet. Ich erzähle heute über den Zugriff auf Echtzeitdaten, also wie man solche Chatbots noch alltagstauglicher macht. Dazu gucken wir uns noch mal kurz den Chatbot an. Der hat den netten Namen Bibkey. Wir schauen auf eine Technik, die bei diesen Chatbots normalerweise verwendet wird, genauer hin. Ein bisschen erklär ich, was Retrieval Augmented Generation ist, aber wirklich sehr oberflächlich. Wir stellen uns dann die Frage, ob Ähnlichkeitssuche heutzutage noch genügt. Das ist nämlich eher das, was die meisten Chatbots machen. Und die Antwort schnell mitzunehmen, nee, genügt halt nicht, sondern wir wollen auch Zugriff auf Echtzeitdaten in diesen Chatbots haben. Und die Technik, die man dabei verwendet, sind Toolcores und das sogenannte Modelcontex Protokoll, also NCP. Und dafür gibt's Beispiel und ich geborene Ihnen paar Links. Sie müssen apropolink auch nix notieren, mitschreiben, Screenshots machen. Diese Folien können Sie unter diesem QR Code, den Sie hier sehen, runterlahmen. Und Sie sehen dort auch noch oder finden dort auch noch Beitrag über BIPKey, den wir veröffentlicht hatten in IWP, also in der Zeitschrift und noch kleinen Beitrag, wie Sie sich bei Technikfragen, wenn Sie nicht ITler sind, von KI helfen lassen können. Ja, das ist er. Das ist unser Chatbot in dem sogenannten light mode, also in hell. Die URL Chatbot Bibliothek et edu haben Sie vielleicht schon mal angeklickt. Den gibt's auch in dark. Und der hat son paar Bedienelemente, die Sie alle kennen, auch von anderen Chatbots. Die WorldComm Message, eine Frage können Sie eingeben. Sie können auch Sprachangabe machen, das klappt nicht mit jedem Browser, aber wir nutzen dort Browserfeatures, deswegen ist es so. Sie können unten Infos zu Ihrer Bibliothek einblenden. Diese Texte sind komplett frei konfigurierbar und solche Infos, die sehen dann so aus, wie man's so kennt von so einem about. Man kann halt hier zum Beispiel Angaben machen, wie man den Infodest, die eigene Theke oder was auch immer erreicht, per E-Mail, per Telefon, sonst wie. Und die Integration von so einem Chatbot von unserem zumindest ziemlich einfach. Wir haben einfach Link gesetzt, dann geht diese Seite auf und es ist kein Overlay, weil Overlays in andere Webseiten zu integrieren ist immer ziemlich hässlich und können aufwendig sein. Ja, dann schauen wir uns die Idee an. Was ist die Grundidee bei KI Chatbots? Man möchte eben Fragen auf Basis einer eigenen Wissensbasis beantworten können und nicht das Wissen eines großen Sprachmodells, in Klammern l l m, nutzen. Und diese Wissensbasis, die ist in vielen Chatbots einfach statisch. Bei den Service Chatbots verwenden wir FAQ Dokumente oder wir crawlen unsere eigene und hinterlegen die zum Beispiel im JSON Format, also im Maschinenformat. Bei den Recherchechatboards wie FÖRP oder OChaI von Schaffhausen verwendet man oder hinterlegt man Titelmetadaten, also bibliographische Metadaten, zum Beispiel auch inklusive Klappentexten, dann können Sie dort auch die Titel suchen. Und man hat im Jahr fünfundzwanzig ganz oft diesen Satz gehört, Chatbots nutzen dazu RAG. Kein Mensch weiß, was RAG ist. Es war eines der meisten benutzten KI Buzzwords. Man kann da aber sehr viele Videos zu finden oder auch schöne Artikel dazu finden und deswegen schauen wir kurz mal an, was das RAG macht. RAG ist erst mal Abkürzung für Retrieval Augmented Generation. Und das RAG ist eine Methode, bei der ein Sprachmodell zur Erzeugung einer Antwort zusätzliche externe Information anruft, also zum Beispiel Dokumente abruft, das, was wir hier tun, Datenbanken anzapft oder eigene Wissensquellen nutzt und diese dann in die Antwort integriert. Also dieses Augmented, dieses Wort bedeutet eben ergänzen, erweitern, anreichern. Und bekanntes Beispiel, das gebe ich hier auch schon mal vorweg, hat nix mit unserem Chatbot zu tun, aber das ist die Websuche. Also ein Sprachmodell hat ja son eingefrorenen Kenntnisstand und die Websuche vermittelt dann den Eindruck, dass son Sprachmodell über ganz aktuelle Information verfügt. Und einer der Bots, der das als Erstes angeboten hat, war Perplexity und der bekam dann auch irgendwann den Spitznamen, das bessere Google. Die Ähnlichkeitssuche, das ist die bekannteste Form von RAG bei Chatbots. Die nennt man auch semantische Suche oder Similarity Search. Und hier beschreibt man in natürlicher Sprache, was man sucht. Man muss also nicht genau die Keywords verwenden, die in den Dokumenten verwendet wurden, sondern man kann auch Dinge umschreiben. Und zur Suche soll eben diese eigene Wissensbasis genutzt werden. Es wird dann nach Dokumenten gesucht, die am besten zur Beantwortung einer Frage geeignet sind. Und das Sprachmodell erstellt aus den gefundenen Dokumenten und der Frage eine Antwort. Diese Dokumente, die werden halt in speziellen Datenbank hinterlegt, im sogenannten VectorStore. Und das Ganze passiert auch in speziellen Format, also nicht als Text. Der wird zusätzlich abgespeichert, aber das sind dann sogenannte Embeddings oder eben Vektoren. Das können Sie sich als lange Zahlennisten vorstellen. Ja, und man kann sich jetzt die Frage stellen, ist diese Ähnlichkeitssuche alleine noch ausreichend? Denn es gibt son Nachteil der Ähnlichkeitssuche in Chatbots, denn die Antworten sind immer nur so aktuell wie der letzte Zeitpunkt, zu dem die eigene Basis aktualisiert wurde. Und jetzt kommen wir zur Antwort. Klar, es ist offensichtlich, man möchte halt auch Onlineinformationen in Chatbots bereitstellen können. Und Toolcalls ist sone Technik, wie man eben den Zugriff auf Echtzeitinformationen, also nicht nur online, sondern sogar Echtzeitinformationen bereitstellen kann. Das vom Chatbot benutzte Sprachmodell, das soll sogar und kann das auch eigenständig, also selbstständig das aufzurufende Tool auswählen. Es kann sofern erforderlich Parameter aus der Anfrage ermitteln und die Antwort im Klartext für Endnutzer ausgeben. Das ist superpraktisch und fast schon bisschen wie Magie. Hier sind jetzt paar Beispiele, damit Sie sich auch vorstellen können, was wir darunter meinen. Also wie gesagt, die Suchanfrage passiert in natürlicher Sprache und das sind jetzt Dinge, die wir zum Teil schon im Karlsruher Chatbot haben. Das ist einmal, man kann Anfragen stellen über Lernraumthemen, also sone Art Übersicht über freie Lernplätze bietet. In unserem Fall unser eigenes Werkzeug der Seedfinder. Den zeige ich Ihnen ja auch gleich mal. Sie können zu Mittagsessensplänen Anfragen stellen, also Mensa, Mittagstische im Umfeld, also Pubs oder Kneipen, was auch immer, was Sie halt an Infos bekommen können. Sie können eine Gebäude- und Raumsuche anbieten, also eine Hörsaalsuche für die Erstis, für die Neustudierenden, eine simple Form von Literaturrecherche und auch so Dinge, so einfache Dinge machen wie Uhrzeit, weil Sprachmodelle wissen noch mal nicht, wie spät es ist oder Wetterbericht. Also alles Mögliche können wir machen. Gehen wir zurück zum Seedfinder, zu dieser Lernraumgeschichte. Das ist er. Den haben wir zwanzigdreizehn entwickelt und toasten ihn noch inzwischen für sechs andere Unis. Man sieht über sone grafische Darstellung in Form von Balken, wo noch freie Arbeitsplätze zu finden sind. Und hier im rechten Teil des Fensters sehen Sie dann Ausschnitt aus dieser langen Liste links. Das ist spezielles Gebäude mit Lernräumen. Und dieses Informatikum, das kommt auch gleich in Frage vor, möglich voran in Chatbot wären jetzt nämlich zum Beispiel im linken Teil sehen Sie, gibt es in der bip noch freie Plätze? Dann versteht das Sprachmodell es und zapft Seedfinder an, liest die Information, die er liefert und gibt sie in Textform aus. Und wenn ich dann eben auch das Ganze einschränken möchte, sind im Informatik jetzt noch Plätze frei zum Lernen, dann kann das Sprachmodell auch diese Einschränkung für mich durchführen und ich muss nicht in dieser langen Liste runterscrollen. Bei den Bettensplänen ist es so, ich kann dann eben auch Dinge fragen wie zum Beispiel, ich bin Veganer oder Vegetarier, finde heut in der Mensa einen Eintopf, dann scannt das Sprachmodell diese Information, holt sie sich vom Mensasein, also geht in Echtzeit auf die Mensaseiten und holt diese Information. Ich kann auch fragen, was für Fleisch heut oder nicht genau spezifisch, sag, was mich interessiert. Dann krieg ich halt alles, was mit Fleisch zu tun hat, Hähnchengeschnitzel, Schnitzel und so weiter. Das sind sehr praktische Sachen und auch sehr, ja, praxisnah. Und weitere mögliche Fragen sind eben eine Gebäudesuche, hatt ich ja angedeutet nach Hörsaennamen, wie in dem Fall diesem Eyermann kann man Fragen stellen als Studierender oder kann sich dann 'n Campus Planlink ausgeben lassen oder wenn man die Navigation braucht, auch Google Mapslink. Das macht das Sprachmodell. Da hab ich jetzt keinen Screenshot, weil es bei uns noch work in progress ist. Und wir haben eine simple Form von Literaturrecherche durchgeführt. Bisher war's so im Chatbot, wenn die Person oder der die Anfrage etwas enthalten hat, wie ich suche Literatur zum Thema x y, dann haben wir das erkannt und haben lediglich Link ausgegeben zum Katalog. Jetzt führen wir eine Freitextsuche durch, also nach diesem welche Bücher gibt's zum Thema x y? Und das ist hier dieses Beispiel. Dadurch bewirbt man einerseits den Katalog und liefert auch gleich netten Freitextsuchlink rüber in Katalog. Ja, die Technik, in der ITler, also da muss man auch bisschen über Technik erzählen, weil wir haben die Toolcalls. Tools werden in natürlicher Sprache beschrieben. Das ist also wirklich verrückt. Man muss also nix in dem Sinn programmieren, außer das Tool natürlich, aber die Beschreibung, die ist in Deutsch, Englisch, Französisch, können Sie jede x-beliebige Sprache nehmen. Die Parameter können Sie angeben, die werden dann vom Sprachmodell erkannt, wie zum Beispiel in sonem Satz, wie wird das Wetter in Karlsruhe? Dann ist Karlsruhe eben Parameter, nämlich statt. Und das Sprachmodell entscheidet dann, ob Toolcall durchgeführt wird oder eben diese Ähnlichkeitssuche durchgeführt wird, also nach den hinterlegten Dokumenten. Das ist Beispiel. Auf der linken Seite sehen Sie son, also das ist eine Maschinennotation, ähnlich wie xml, bisschen weniger an Text sind da drin. Aber man sieht dann dort, wo der Name steht, in rot get weather, in grün get current weather for city, das ist die description, die Beschreibung und die Parameter in diesem gläubig hinterlegten Farbton ist city. Und auf der rechten Seite sehen Sie dann dazu eine Implementierung, also Code, Software. Und diese Funktion wird dann vom Chatbot aufgerufen. Also man und sone linke Darstellung, das können Sie sich von K-I generieren lassen. Also das könnten sogar Nicht ITler machen außer die Implementierung. Jetzt schauen wir uns noch die Architektur an. Also wie kann man solche Toolcalls unterbringen? Weil das ist unsere Architektur von unserem Chatbot. In der Mitte eben unser Server rechts auf der Seite openAI, also das ist unser AI Hoster. Und in der Mitte laufen mehrere Chatbots. Und wenn jetzt jemand dort Toolcodes unterbringen will, dann kann man einerseits diese Toolcodes, dieses dieser gelbe Punkt t c in den Chatbot Code mit aufnehmen, dann braucht man keinen externen Service. Der Nachteil ist allerdings, wenn man eine Änderung machen will an dem Tool, egal was, ob die Beschreibung, Parameter oder neue Tools, dann muss man immer den Chatbot Code ändern. Das ist also nicht so praktikabel, damit haben wir begonnen, aber inzwischen favorisieren wir eher diese Vorgehensweise, nämlich Toolcalls als externen Service anzubieten. Und das ist MCP Ansatz, Model Kontext Protocol, der hat viele Vorteile und vor allen Dingen bietet der ein hohes Maß an Flexibilität. Unten rechts sehen Sie dieses Chatbot Architekturbildchen und dann diese Pfeile raus nach rechts zu den MCP Servern. Die laufen dann in der Regel bei den Bibliotheken, die unseren Chatbot nutzen. Und die sind dann selber in der Lage, die die Beschreibung der Toolcalls zu ändern. Das ist ja wie eine Art Prompt. Also man kann dadurch auch vielleicht erreichen, dass der Toolcall eher vom Sprachmodell verwendet wird, weil die Beschreibung besser ist. Ich kann Parameterunterstützung anpassen. Also vielleicht kann ich heute sagen, wie ist das Wetter in Karlsruhe? Und morgen kann ich aber auch noch zusätzlich Fragen beantworten, wie ist das Wetter in Karlsruhe am Freitag? Dann hab ich auch noch zweiten Parameter. Ich kann neue Tools hinzufügen, also ich kann mit einem einer Funktionalität starten, zum Beispiel und dann zwei Tage später oder eine Woche drauf, wenn ich's fertig programmiert hab, noch die Literaturrecherche hinzu und und und. Und weiterer Vorteil, Sie können diese Tools auch anderen Checkpoints zur Verfügung stellen, also diese MCP Server. Der einzige Nachteil ist halt, Sie müssen son Server betreiben, aber das ist klar. Das ist das Modell CONTENTEX Protokoll. Das ist zwanzig vierundzwanzig von der Firma erfunden worden und öffentlich gemacht worden. Und ab März fünfundzwanzig ist es so ziemlich durch die Decke gegangen. In dieser Liste der MCP Server finden Sie Tausende inzwischen. Und das ist eine standardisierte Schnittstelle, über die Sprachmodelle externe Tools verwenden kann, ohne und das ist der Clou, dass diese speziell aufs Modell angepasst werden müssen. Das Ding hat son Spitznamen, das das ist der USB Stick für APIs. Oh, das ist sehr technisch. Ja, das ist Ablauf. Also Sie fragen sich vielleicht, ja, wie kann das überhaupt entschieden werden? Woher weiß das Sprachmodell im Chatbot überhaupt, was es tun darf und was nicht? Also wofür gibt's überhaupt Tools? Dazu fragt es jedes Mal, wenn son Chat beginnt bei den MCP Services an list tools. Das ist so auf Deutsch, sag mir, was Du kannst. Also rück mal raus, welche Funktionalität Du zur Verfügung stellst. Dann liefert son MCP Service eben diese vorhin gesehenen Descriptions mit Parametern, die's bisschen jazen. Das merkt sich dann im Sprachmodell. Und wenn dann eine Frage kommt, dann entscheidet das Sprachmodell, ob eine zur Beantwortung einer Frage passend ist und verwendet dann gegebenenfalls eben diesen Toolcall, dieses Tool und macht keine Händigkeitsuche. Und auch die Parameter, das hatten wir auch schon, die werden eben aus der Anfrage extrahiert und ans Tool übergeben. Das Ergebnis, das ist oft Maschinenformat bei solchen Calls, also bei so Funktionsaufrufen. Und das ist das Tolle, wenn man mit Sprachmodellen arbeitet, die können, wenn die aus, wenn die Property Namen, also die die Parameter in diesen Maschinenformaten, wenn die sprechend sind, dann versteht das Sprachmodell das ziemlich gut und deswegen muss man die Antwort gar nicht selber umschreiben. Das macht dann das Sprachmodell für uns. Dann noch Beispiel aus der Praxis, was man damit noch machen kann. Man kann auch zum Beispiel in Bibliothekssystemen, hier im Beispiel COA, das hatten wir Anfang Dezember auf der COA Dach Anwenderkonferenz. Da gibt's eine Machbarkeitsstudie, wie man MCP für CONTENTdm kann. Da hat kleines Team im BSZ, im Bibliotheksservice, in dem man konstant MCP für Anfragen in natürlicher Sprache an einem Bibliothekssystem benutzt. Man kann dann eben so Fragen stellen, wie offene Gebühren hat jemand? Wie viel Titel hat Nutzer ausgeliehen? Ich kann K10 Plus Anfragen stellen, Projektguttenberg anzapft und so weiter. Und hier hab ich Ihnen noch Link mitgebracht auf nettes Video bei Youtube von der Zeitschrift CT, MCP, WorldShare World. Können Sie sich mal in Ruhe angucken. Da wird sogar sehr technisch komplexes Programm wie Blender mit MCP bedient. Dann haben wir noch eine Verallgemeinerung dadurch erreicht. Und jetzt kann ich nicht blättern. Ja, dann bin ich quasi schon am Ende. Ich hab Ihnen für die Diskussion nachher noch paar Punkte mitgebracht. Welche Toolcodes fänden Sie in Bibliotheken sinnvoll? Ist es überhaupt die Aufgabe von Bibliotheken, zum Beispiel Mensa Plan zur Verfügung zu stellen? Hat der was überhaupt da drin zu suchen in sonem Chatbot? Und wie informieren wir über solche Spezialfähigkeiten? Und da ist eine Lösung, dass man eben solche Buttons anzeigt. Das Fazit ist, wir sind mal gespannt, wie die Tools angenommen werden. Wir haben weitere Toolideen, wie zum Beispiel Suchen in Fachdatenbank, Unterstützung von Reservierung von Lernplätzen. Ihnen kann ich nur ans Herz legen, experimentieren Sie mal selber mit MCP, Gefühl dafür zu kriegen. Geben Sie nicht so leicht auf. Fragen Sie einfach die KI, die hilft in eine weitere und Testumgebung führen Sie in Form von den Chatbots, Claude und ChetGPT. Und ich find selber Toolcalls und auch das ganze Thema mit MCP faszinierend. Aber ich kann auch verstehen, wenn Sie einfach in die Natur rausgehen wollen, dann tun Sie es wie heute inversionsritt der Lage. Ja, und bedank mich jetzt noch mal für Ihre Aufmerksamkeit. Und wenn Fragen sind, können Sie mich auch per E-Mail erreichen. Und ich freue mich auf die Diskussion. Vielen Dank. Ja, auch ein herzliches Hallo von meiner Seite. Ich freu mich, dass wir heute dabei sein dürfen und unser k I Rechercheassistenz und Robotikprojekt vorstellen dürfen, gemeinsam mit unserem Projektpartner der Firma App Manufacture und mit dem Herrn Sebastian Schmied. Ja, vielleicht kurz zu uns, damit Sie uns einordnen können. Bergheim liegt in der Nähe von Köln. Sie sehen die Daten, die hab ich kurz hinterlegt. Wir hatten im vergangenen Jahr circa fünfzigtausend Medien. Wir sind vierzehn Kolleginnen und Kollegen und wir hatten knapp hunderttausend Besucher bei uns in der Stadtbibliothek. Unser Projekt ist gestartet schon im Ende Dezember zweitausenddreiundzwanzig. Wir haben da mit Unterstützung des Landes NAB ein Projekt aufgesetzt und haben uns das dem Thema Robotik ja anvertraut und haben auch Avatare, also KI bei uns in der Bibliothek eingeplant. Wir haben natürlich überlegt, wie können wir so was überhaupt realisieren in der Stadtbibliothek und haben uns da Unterstützung geholt von Partnern, die auch Know how mitbringen. Zu der damaligen Zeit war das die Firma ITQ GMBH und die Humanizing Technologies, die bei uns die Roboter eingeführt haben, die Humanizing Technologies und die ETQ. Die Firma ist vor allen Dingen spezialisiert auf ja, Fortbildung im im im Lehrerbereich, aber auch für Makerhons und Hackathons im großen Bereich. Und das hatten wir natürlich auch vor und im Rahmen dieses Projektes und haben uns da Unterstützung geholt. Dann haben wir uns überlegt, ja, wie können wir die auch die Bevölkerung mitnehmen, die Kunden der Stadtbibliothek? Zuerst haben wir hier einen Teamworkshop gemacht, was sehr wichtig war, das Team auch mitzunehmen, weil da auch natürlich Fragen aufgetaucht sind. Was bedeutet das für uns für unser Selbstverständnis, Robotik und KI in der Stadtbibliothek? Das war sehr wichtig für uns. Dann haben wir einen Ideenworkshop durchgeführt mit Besucherinnen und Besuchern, aber auch mit der IT der Kreisstadt Bergheim, die von Anfang an noch mit im Boot war, was sehr wichtig für uns war, weil diese technischen Voraussetzungen natürlich gegeben sein müssen und da hat die IT uns hier auch sehr stark unterstützt. Da sind wir auch sehr dankbar. Dann haben wir ein Make-up Ton durchgeführt Mitte des Jahres, was auch sehr spannend war, ganzes Wochenende bei uns in der Stadtbibliothek Bergheim, wo halt wirklich gehämmert, gesägt, geschraubt wurden. Es wurden Prototypen zusammen mit den Temis, mit den Robotern ja, durchgeführt oder wurden konzipiert auf Grundlage der Ideen. Das war ein ganzes Wochenende mit Catering, mit Studierenden aus Aachen und aus Bochum, die halt auch hier teilweise übernachtet haben mit uns. Und wir haben dann Ende des Jahres Workshops für Schulen durchgeführt. Die konnten dann auch ihre Avatare ja hier erstellen und konnten die quasi mit nach Hause nehmen, weil das ja auch eigentlich nur Links ins Netz sind. Ich habe auch, glaub ich, am Anfang vergessen, kurz zu erwähnen, dass wir vier Etagen in der Stadtbibliothek Bergheim haben und deswegen auch vier TMY, also vier Roboter bei uns im Einsatz haben für jede Etage, die auch ihr eigenes Programm haben. Dann haben wir eine noch eine Lücke schließen können, Gott sei Dank, weil wir natürlich auch wollten, dass über die Avatare und die Roboter auch in unserer Datenbank recherchiert werden kann. Und das haben wir dann endlich geschafft mit unserem Partner Adminifacture. Da haben wir im im Juli zweitausendfünfundzwanzig dann auch gestartet, haben versucht, die Sachen umzusetzen mit dem Herrn Schmied. Und sind jetzt quasi am Ende, nicht am Ende angelangt, sind wir noch lange nicht, aber wenn Sie diese Timeline sehen, Dezember zweitausendfünfundzwanzig, wir haben jetzt Januar sechsundzwanzig, wir sind gerade dabei, die ganzen Dinge auch zu testen, die KI Rechercheassistenz. Wir versuchen mit der Firma Revolutions halt auch den die Anbindung vom Avatar zum Chemie wieder hinzukriegen. Die die hatte bisher jetzt auch immer Bestand, aber wir haben jetzt eine neue Software, ein neuen ein Update bekommen für die Themies und mit einer neuen Software und da muss doch diese Verbindung hergestellt werden wieder zwischen Avatar und Roboter, damit auch die Suche komplett funktioniert. Wir haben hier noch mal ein Bild, damit Sie mal sich vorstellen können, was es bedeutet. Was steht dahinter, hinter so einem Avatar? Rechts sehen Sie das Bild, was der User sieht mit mit dem Avatar und auch mit den Piktogrammen, was er aussuchen kann, Recherche und chatte mit mir zum Beispiel. Und links sehen Sie eigentlich das, was programmiert werden muss in Anführungszeichen. Also es ist dann eine eine eine Sprache, die, wie Sie sehen, mit so Bubbles arbeitet und die müssten halt verlinkt werden und geben dann halt quasi das, was was Sie da rechts sehen. Was soll der Avatar ausführen? Was soll Timmy ausführen und so weiter. Ja, und damit Sie das Ganze auch mal in Aktion sehen, haben wir ein kleines Video vorbereitet. Das sehen Sie jetzt. Willkommen in der Stadtbibliothek Berghain. Wie kann ich Ihnen behilflich sein? Was. Was möchten Sie gerne finden? Ein Klassiker. Bitte folgen Sie mir zu den Klassikern. Kann ich außerdem etwas für Sie tun? Und ich erzähle mir. Bitte nehmen Sie Ihre Frage unten ein. Dann findet der nächste Termin in der KI Trilogie statt. Der nächste Termin in der KI Trilogie findet am elften März zweitausendfünfundzwanzig von achtzehn Uhr bis zwanzig Uhr statt. Es handelt sich einen Workshop zu Chatbots EZproxy. Chatbippet. Gibt es weitere Termine im Rahmen der KI Trilogie? Ja, es gibt zusätzliche Termine im Rahmen der KI Trillologie nach dem elften März zweitausendfünfundzwanzig. Am dreizehn März zweitausendfünfundzwanzig findet der WorldShare Abteil drei statt und am zwanzig März zweitausendfünfundzwanzig ein Spezialvortrag. Hallo auch von meiner Seite. Ja, genau und jetzt zu diesem Zeitpunkt sind wir ins Projekt gekommen, nämlich sind da schon die Roboter herumgefahren, die TEMIs und die Avatare auf den Bildschirmen konnten bereits Auskunft geben. Aber es gab noch ein Bedürfnis, nämlich konnte das System zu diesem Zeitpunkt noch keine Auskunft geben über den Katalog, also die Inhalte, die Medien und aber auch sozusagen die Leistungen der Bibliothek. Und da sind wir dann ins Spiel gekommen und haben da weiter eine Vernetzung erstellt. Und das zeige ich mal hier, wie das dann aussieht. Das ein Rechercheassistenz, der bereits verschiedenen Bibliotheken dann hier zum Einsatz kam und einerseits auf der Webseite angezeigt werden kann. Also da wird hier unten rechts sehen wir so ein Widget, was da angezeigt wird, eingebunden werden kann auf der Webseite, was man dann groß machen kann, anklicken kann, wo man verschiedene Fragen stellen kann. Das gab es bereits, das haben wir vernetzt mit dem OCLC Bibliothekskatalog. Wir haben aber dann natürlich noch weitergemacht. Wir haben das dann mit der vorhandenen Robotik in der Stadtbibliothek Bergheim verbunden. Und da komme ich noch mal kurz sozusagen zu unserem Vorgehen, wenn wir Projekte umsetzen. Wie gehen wir vor, wenn wir künstliche Intelligenz nutzen wollen? Da ist es so, da verstehen wir oder ich finde es verstehen wir das als drei Säulen Prinzip. Wir reden dann zuerst von der ersten Säule, der generativen KI. Das ist das, was man heute als erstes daran denkt, wenn man von KI spricht, die Sprachmodelle, die LLMs, OpenAI, JGBT oder auch OpenSource Sprachmodelle, dass eben diese Benutzeranweisungen verstehen kann, große Textmengen verarbeiten und zusammenfassen kann, Anweisungen entgegennehmen kann. Was aber grundsätzlich dann eine Limitierung hat von der Menge sozusagen der Daten, die Sie auf einmal verarbeiten können, also der sogenannte Grund Kontextgröße, die ist irgendwo dann doch begrenzt pro Frage. Und deshalb kommt dann die zweite Säule hier zum Zug, nämlich diese Vektordatenbank. Die ermöglicht uns eine praktisch beliebig große Menge an Daten für die künstliche Intelligenz verfügbar zu machen. Das bedeutet im konkreten Fall, wir können da den kompletten Bibliothekskatalog einlesen, wir können Webseiten einlesen und so weiter und so fort. Und hier wird bereits die wichtige Funktion semantische Suche, also eine inhaltsbezogene Suche anhand von Ähnlichkeiten, also ist es die Bank zum Draufsitzen oder ist es die Bank zum Geld abheben. Diese Unterscheidung kennt bereits diese Vektordatenbank und kann deshalb eine Vorselektion machen der bestpassendsten Treffer im gesamten Artenbestand. Und das bedeutet, das ermöglicht uns quasi das begrenzte Kontextfenster des Sprachmodells nur mit den bestpassendsten Treffen zu füllen und das bestmögliche Resultat quasi aus den vorhandenen Ressourcen zu machen. Dann das dritte Element, das Start Engineering, das ist in dem Sinne unsere Dienstleistung, die wir einmalig jeweils durchführen, zum Beispiel eben Schnittstellenintegration, also Schnittstellen zum Beispiel an Bibliothekskatalog, aber auch an diese Robotik. Und das Bereitstellen der Daten in einer richtigen Form, Scrollen von Webseiten das Embedding und so weiter und so fort, in einer Art und Weise, dass diese Daten optimal genutzt werden, auch im Kontext halt, die Daten in der jeweiligen Bibliothek vorliegen. So, genau, soweit zu unserem Drei Säulen Prinzip, zu unserem grundsätzlichen Vorgehen. Dann vielleicht gehe ich noch ein bisschen konkreter darauf ein, welche Quellen wir einbinden können. Also wir binden hier das Bibliothekskatalogsystem von OCLC ein beispielsweise über die API, die REST API. Das ist ja so, das ist bereits standardisiert die mark. Xml Format oder mark21 Format. Klar, manche Felder sind von Bibliothek zu Bibliothek etwas unterschiedlich, da können wir dann entsprechende Konfiguration vornehmen. Ist aber glücklicherweise ein Standard, auf den wir aufbauen können. Wir können aber auch WIST Portale anbinden, zum Beispiel Lexikas, falls die vorhanden sind, oder wir können auch die Webseite einbinden, damit wir auch die ganzen Blogartikel und so weiter, die Bibliothek erstellt hat. Aber auch zum Beispiel die nächsten Veranstaltungen und die Öffnungszeiten, diese infos kriegen wir da auch, indem wir diese Daten hier einbinden. Dann ja, Funktionen, wie sieht das aus? Wir haben verschiedene Funktionen, die wir dann kriegen. Mehrsprachigkeit, einfache Sprache, den K.-i.-Chat, jeweils mit Quellenangaben, damit das auch überprüfbar ist, damit man auch darauf klicken kann und zum Beispiel dann zum jeweiligen Katalogeintrag draufkommt, wo man dann das ausleihen kann und so weiter und so fort. Haben wir verschiedene Funktionen. Das ist bereits quasi, vielleicht wie man es erwartet als Recherche Stents, der mit einem Bibliothekskatalog verbunden ist. In diesem Projekt wollten wir aber noch weitergehen. Und es war uns dann wichtig, dass wir halt mit diesem animierten Avatar, also der auf dem Bildschirm gezeigt wird, ob auch auf den Robotern, die herumfahrenden Hemis angezeigt wird, dass wir auch den hier vernetzen können. Also auch hier können wir dann zum beispiel eine Frage stellen: Empfehlen Sie mir den Roman von Stephen King oder den Was ist der neueste Roman von Stephen King? Dann bekomme ich eine kurze Antwort oder ich bekomme auch weiterführende Buttons. Ich kann dann zum beispiel entweder gleich den Bibliothekskatalog anzeigen oder ich kann auch mir Hinweise geben lassen oder sozusagen mich führen lassen, wie ich da hinkommen kann. Also sozusagen zumindest eine Wegbeschreibung bekommen, damit ich weiß, in welchem Stockwerk finde ich das, wie ist das geordnet. Und diese Integration, das ist quasi das, was wir dann hier speziell noch geleistet haben, damit das eine passende Integration für genau die Stadtbibliothek Bergheim mit dem Aufbau und den Stockwerken, wie es halt bei der Stadtbibliothek Bergheim ist. Dazu haben wir auch Standardinformationen genommen aus, die bereits im Bibliothekskatalog vorhanden waren und konnten die dann in dem Sinne optional hier einbinden. Du, Sebastian, was meinst Du, soll man das Ganze mal in Aktion kurz zeigen? Klar, können wir gerne machen. Hier zeige ich kurz die Webseite, wie sie hier integriert ist auf der Stadtbibliothek Bergam Seite. Hier unten sehen wir den Avatar. Den klicke ich an und ich kann hier eine Frage stellen. Was ist ein Roman von Stephen King, den du mir empfehlen würdest zum Beispiel. Dann sehen wir hier, wie die Resultate gesucht werden und wie eine Antwort generiert wird. Wir haben hier direkt einen Link zum Katalogeintrag, auf den wir klicken könnten. Wir können aber auch die Quellen anzeigen. Wir sehen dann auf Basis, welche Information die Antwort generiert wurde. Und hier kommen wir dann direkt ins Katalogsystem. So einfach geht das. Soweit von meiner Seite und jetzt gebe ich wieder zurück an Wernevy zurück. Ja, vielen Dank, Sebastian. Ich wollte eigentlich nur noch ergänzen, dass dieses ganze Projekt ja auch das Ziel hatte, eine komplette ja Recherche über Avatare und Roboter zu kreieren in Mehrsprachigkeit, vor allen Dingen hinsichtlich open library, sodass die Kunden Fragen stellen können an den Avatar. Der Avatar ruft dann den temi, den Roboter und der temi führt die Kunden dann zu dem Medium, was er gesucht hat oder in den Bereich cribbi oder was auch immer und dass das Ganze halt autark auch funktionieren kann. Das haben wir noch nicht ganz geschafft, aber wir sind ziemlich weit gekommen und ich denke oder hoffe, dass wir im Laufe der nächsten Monate das Ziel erreicht werden. Vielen Dank. Damit sind wir am Ende angelangt und wir freuen uns auf den Austausch. Tschüs auch von meiner Seite, hat sehr viel Spaß gemacht. Hallo, ich freue mich sehr, heute beim Bibliotheksleitungstag fünfundzwanzig sechsundzwanzig dabei zu sein, freue mich auf viele interessante Vorträge und auf den gemeinsamen Austausch mit euch allen. Ich sprech heute über die öffentliche Bibliothek als Labor für verantwortungsvolle KI und möchte in meinem Vortrag die Frage vertiefen, warum wir als öffentliche Bibliothek KI gestalten können, sollen vielleicht. Und ich möchte die Prinzipien darstellen, die ich als ganz wesentlich dafür erachte. Und ich möchte mit dem Kern unserer Bibliotheksarbeit beginnen. Bibliotheken sind ganz wichtige Orte der Orientierung und angesichts der vielen gleichzeitigen gesellschaftlichen und technologischen Umbrüche uns herum vielleicht noch wichtigere Orte der Orientierung. Sie strukturieren Wissen, sie senken Schwellen, Sie ermöglichen Teilhabe. Sie er Sie fördern Kompetenzen. Sie sind Häuser der Sprache und des Dialogs, des Sprechens und des Miteinandersprechens. Und ich möchte anfügen, Dialog im Physischen wie im Digitalen. Und als solche Häuser der Sprache und des Sprechens sind wir als öffentliche Bibliotheken, als Bibliotheken im Allgemeinen prädestiniert für die Einführung und die Nutzung dialogbasierter Systeme. Und ich verstehe KI in diesem Kontext eigentlich als Katalysator für unsere Ambitionen. Eines der zentralen Ziele unserer digitalen Strategie bei der Münchener Stadtbibliothek nimmt gerade die Interaktion mit unseren Nutzerinnen in den Blick. Hier das Ziel inspirierende Dialoge, das ich gern zitieren möchte. Dort heißt es, mit Sorgfalt gestalten wir Kanäle für den digitalen Dialog mit unseren Nutzerinnen. Wir begegnen Ihren Interessen und Fragen mit gezielten Antworten und relevanten Empfehlungen aus dem gesamten Spektrum unseres vielfältigen Angebotes. Ja, und die Technologie, die uns heute zur Verfügung steht, dialogbasierte KI Systeme, macht so ein Ziel, wie wir es formuliert haben, eben erreichbar. Die Technologie bietet Sprache als Interface an auf eine sehr intuitive, sehr informelle Art und Weise, sehr nutzungsnahe Art und Weise. Die Nutzung selbst erfordert kein langes Einüben. Man muss keine manuelle lesen. Der Zugang zu unseren Angeboten ist fast ohne Vorwissen möglich. Die gegebenen Antworten, die zurückkommen aus dem System, hochgradig relevant sein, weil sie eben den Kontext berüchtigt, den Kontext auf der Userinnenseite und den Kontext auf der Angebotsseite. Und Orientierung wird so sehr viel individueller möglich, sehr viel persönlicher, personalisierter, dadurch viel nachhaltiger. Und der Dialog mit so einem System, das ist vielleicht das Besondere, kann jederzeit begonnen, kann jederzeit fortgesetzt werden, auch unterwegs, mobil mit der K-I, vielleicht als App, nur eine Armlänge entfernt. Chatbots können eben für Bibliotheken viel mehr sein als eine Servicemaschine. Da bin ich sehr davon überzeugt. Sie bieten weit mehr als reine FAQ Automaten. Ich glaub, wir haben alle Nutzungsszenarien vor Augen. Sie bieten eben nicht nur niedrige Schwellen, abgebaute Schwellen, sondern Sie können die Userin bei der Hand nehmen. Sie bieten echtes Entgegenkommen. Der Chatbot bietet nicht nur lineare Suche an, sondern eben kuratierte Navigation. Er liefert nicht nur Antworten, sondern er ermöglicht dialogische Erschließung gemeinsam mit der Userin. Und was zurückkommt, sind nicht nur Einzelfakten, sondern was möglich wird, sind kontextualisierte Lernwege. Und jetzt vielleicht zum Kern der Sprachtechnologien. Es ist ja nicht nur eine Sprache möglich, sondern es sind viele Sprachen möglich, ja, bis hin zur einfachen Sprache, bis hin zur gesprochenen Sprache, bis hin zur Implementierung als als Voiceskill in einem digitalen Assistentensystem. Kurzum, die Interaktion mit einem Chatbot, mit einem Bibliothekschatbot auf Erkundungstour durch das Bibliotheksangebot fühlt sich ganz anders an. Und wenn KI mehr ist als eine Servicemaschine, wenn KI mehr ist als ein FAQ Automat und auf solche neue Art und Weise Zugänglichkeit schafft, dann sollten wir uns auch ganz klare Prinzipien geben, ein solches System zu gestalten. Und drei Leitprinzipien sind mir dabei besonders wichtig. Qualitätsprüfung statt Beliebigkeit, Vertrauen durch Transparenz und Gemeinwohl durch Dialog. Und ich möchte das noch heute erläutern. Auch wenn KI Systeme hervorragend mit unstrukturierten Daten umgehen können, Bibliotheken, wir als Bibliotheken haben eben strukturierte Daten vorliegen. Wir können eine hohe Qualität liefern. Wir müssen uns vielleicht nur neu über die Standards verständigen. Wir als Bibliotheken haben kuratierte Inhalte. Wir prüfen unsere Quellen, ganz wichtiges Qualitätsmerkmal. Und so wie wir an der Bibliothekstheke Orientierung bieten, so sollte es auch der Chatbot tun, zumindest in Verlängerung unseres Serviceangebots. Vertrauen durch Transparenz bedeutet für mich nicht nur, dass wir über unsere Datenquellen Auskunft geben, sondern dass wir auch die Funktionsweise und die Konzipierung eines Systems Auskunft geben, dass wir das dass wir die Funktionsweise offenlegen und dem dem der Blackbox hier entgegenwirken, als die KI oftmals wahrgenommen wird. Wir können als Bibliothek unsere Nutzerinnen mitnehmen auf besondere Art und Weise. Wir können Angebote zur Förderung von Daten- und Digitalkompetenz machen. Und die Nutzung von KOI kann in unserem geschützten Raum ein Lernmoment sein und ich finde sogar, sie sollte ein Lernmoment sein. Gemeinwohl durch Dialog bedeutet natürlich inklusive barrierefreie Gestaltung, bedeutet darüber hinaus aber auch die Entwicklung im Dialog mit den Userinnen, mit den Anwenderinnen, bedeutet den Fachaustausch intern mit den Kolleginnen verschiedener Fachrichtungen, bedeutet Betatests mit Kundenbefragungen und bedeutet auch den Dialog mit Menschen, die vielleicht besondere Unterstützungsbedarfe haben. Und ich hab hier in Klammern UX Methoden geschrieben, weil es für mich ein ganz wichtiger Schlüssel auf dem Weg zur Entwicklung einer gemeinwohlorientierten, inklusiv gestalteten K e sein kann. Unsere Ausrichtung auf das Gemeinwohl bedeutet im Speziellen aber auch, dass wir einen Gegenpol zur kommerziell Kommerzialisierung setzen können, indem wir K e als öffentliches Gut verstehen, eben nicht als Produkt, ganz im Sinne von open government, ganz im Sinne einer offenen Bibliothek, im Sinne von open data, im Sinne von open source. Im Zentrum der k-i-Entwicklung steht für mich dabei eine ein Begriff der Wertesouveränität als Fundament. Verantwortungsvolle KI entsteht für mich nicht allein durch Technik, sondern ganz speziell durch eine Verständigung über gemeinsame Werte. Und hier sind Leitfragen, die so eine Diskussion anleiten sollten, die als Gesprächsimpulse genommen werden können. Mit welchen Werten trainieren wir denn eigentlich unsere KI? Welche Werte soll der Chatbot denn dann vermitteln? Und wie? Wie ist die Wirkung? Wie sichern wir Inklusion? Wie sichern wir Teilhabe? Wie sichern wir Fairness, ja, gegen gegen Bias? Wie gestalten wir Interaktion, die stärkt, ja, in der Nutzung anstatt zu überfordern? Und wenn wir sone Diskussion aufmachen, wie öffnen wir denn dann genau die Räume für eine solche gemeinsame Wertediskussion? Und wenn wir, wenn es uns gelingt, sone Diskussion zu eröffnen, dann kann die öffentliche Bibliothek wirklich zum Labor für verantwortungsvolle KI werden. Und das möchte ich hier noch mal zusammenfassen. Dialogbasierte KI Systeme machen das sorgfältig kuratierte Angebot von Bibliotheken als Orten der Orientierung ganz intuitiv, ganz neu, ganz nutzerzentriert zugänglich. Und so wie ich's gerade gesagt hab, als Häuser der Sprache, des miteinander sprechens, des miteinander verhandelns, des Dialogs sind Bibliotheken prädestiniert für das, was wir jetzt an Chechat Technologien zur Verfügung haben. Und das ist wirklich meine Überzeugung, die öffentliche Bibliothek als Mitmachort, als besonderer Mitmachort in in unserer Gesellschaft, die kann Vertrauen und Teilhabe stärken. Sie tut das mit einem vielfältigen Angebot und wird so zum Labor für eine verantwortungsvolle KI qualitätsgeprüft, transparent, dialogorientiert, ganz wichtig und als Fundament wertebasiert. Und damit sage ich vielen Dank. Und wir sagen vielen Dank an unsere Referenten für den Einblick in die ja, Welt der Chatbots. Und damit steigen wir auch gleich bei den Fragen ein und sind bei Herrn Da gibt's nämlich schon im Chat paar Fragen. Paar Fragen haben wir hier, wir starten einfach mal. Herr Diehrolf, Sie hatten uns letztendlich was vorgestellt, was ziemlich mächtiges Tool ist, einfach weil da auch viele Tools dranhängen. Also das heißt, es ist nicht nur Chatbot, den man einfach fragt und dann gibt's eine Antwort, sondern es ist, na ja, sehr vernetztes Tool letztendlich. Wer entscheidet denn über diese Tools, die da, sag ich mal, im Zusammenspiel dann hinterher entstehen? Na gut, bei uns wird das innerhalb der Abteilungsleiterrunde entschieden, was wir da reinnehmen wollen und am Schluss orientieren wir uns natürlich an den Wünschen der Nutzerinnen und Nutzer. Genau, das war der Punkt, auf den ich hinauswollte, richtig. Also wie werden da die Nutzenden mit einbezogen? Die nächste Frage im Chat geht auch in die Richtung, und zwar hatten Sie den Seedfinder ja vorgestellt, ganz wichtiges Tool, denke ich auch für die Studierenden, die natürlich immer wissen wollen, wo sind die nächsten Arbeitsplätze? Und da ist die Frage, na ja, wie kommt denn der an seine Daten, was den Belegungsstatus angeht? Werden die Handydaten da ermittelt oder wie funktioniert das? Na ja, also ich hatte ja gesagt, der Seedfunde, der läuft bei uns schon seit über zwölf Jahren, seit zweitausenddreizehn und die Idee war damals, der ist gestartet mit manuellen Zählung. Wir hatten einen Referendar da und der hat dann so was programmiert und wir sind noch auf vierundzwanzig sieben und dann können Sie mit so einer Lösung halt nicht kommen. Und dann hatte ich das Rechenzentrum gefragt, wir nicht an die Wifi Daten ankommen könnten und dann wurden von unseren Leuten, also aus meinem Team, wurden dann APIs, also Programmierschnittstellen entwickelt, wo uns diese Daten alle fünf Minuten übermittelt werden können und Sie müssen das abends so korrelieren, also eine Art Kalibrierung durchführen durch manuelle Messungen und so kommen wir an diese Echtzeitdaten. Und das funktioniert nicht nur bei uns, ich hatte ja gesagt, wir hosten das System auch für andere, Also es klappt hervorragend. Auch in der Schweiz, wo der Sebastian schon dabei ist, da gibt's auch paar Unis, die das nutzen, also läuft ziemlich gut. Ja, das hören sicherlich viele gerne, dass es auch woanders läuft, auf jeden Fall. Last, but not least, bevor wir dann zu den anderen Referenten umschwenken, gibt es nur diese simple Form der Literatursuche, wird gefragt, umfasst sie den gesamten Bestand und was ist hier für den Nutzer einfacher als die bloße OPAC Recherche? Also das war hier ein Marketinginstrument. Wir hatten ja zuerst einfach über den Chatbot herausfinden lassen, ob es ob eine Literaturrecherche angefragt wurde, also ob die Frage in die Richtung geht, dass jemand Literatur sucht. Und früher wurde dann lediglich der Kataloglink ausgegeben und wir haben dann gesagt, wir wollen nicht das machen, was zum Beispiel in Form von Share durchgeführt wurde oder was auch im Bergheim läuft, dass wir also die gesamten Metadaten vom Katalog in diese RAG Suche mit reinnehmen, in die Ähnlichkeitssuche. Das war nicht unser Fokus von oder es lag nicht im Fokus von der Erstellung dieses Service Chatbots, den wir gemacht hatten in Karossow. Vielen Dank. Wunderbar. Dann noch eine Frage, die kam aber eher allgemein und ich würde an der Stelle gerne Herrn WisecorWisecat und Herrn Schmied vielleicht zuerst einmal darauf ansetzen. Sie haben ja vorhin auch vorgestellt, den Chatboard, den Roboter vorgestellt und jetzt die Frage, ob die User Interfaces der vorgestellten Chatbots, ob die barrierefrei sind. Also das ganze Thema Barrierefreiheit, vielleicht auch inklusive Sprache, inwiefern spielt das eine Rolle bei dem Projekt? Ja, also bei den Robotern haben Sie ja gesehen, also man kann dort auch mit Sprache die Roboter steuern. Die sind auch mehrsprachig, sodass auch gerade bei uns, wo wir Besucher haben, die aus verschiedenen Ländern zu uns kommen, verschiedene Sprachen sprechen, diese Sprache dann auch eben einsetzen können, die Roboter, aber auch die Avatare zu bedienen. Und das gilt natürlich dann auch für die für den K-I-Recherche-Assistenz, dass man da auch einstellen kann, welche Sprache man da auch nutzen möchte. Und ja, so ist das im Moment bei uns eingestellt. Wunderbar. Und da gab's noch paar Fragen, deswegen schließe ich an der Stelle gerne direkt an. Wir haben nämlich echt viele Fragen ausm Chat, deswegen gehen wir da mal direkt drauf ein. Können die Roboter auch Auskunft zu den Ausleihbedingungen und Leihfristen geben? Ich mein, das ist ja wahrscheinlich eine Frage, mit welchen Inhalten sie gefüttert werden, aber ich sehe schon großes Nicken beim Schmied, von daher gerne. Ah ja, genau, also sozusagen die ganze Webseiteninformationen, wo das sozusagen das draufsteht, die werden mit reingenommen und dann kann er auch solche Information zum Reklementen oder Gebühren ausgeben. Genau. Und vielleicht letzte Frage an der Stelle an Sie beide. Wie ist denn so die Resonanz bisher? Also wie wird dieses Kombiangebot gerade auch angenommen? Haben Sie da erste Erfahrungswerte? Gibt's vielleicht auch bestimmte Zielgruppen, die das eher nutzen? Das ist auch noch was, was hier die Teilnehmenden sehr interessiert. Ja, also wir Also das die die die Verknüpfung mit dem Rechercheassistenten vom Herrn Schmidt, der das ist ja sehr relativ frisch. Das haben wir jetzt auch auf unseren Tablets. Wir haben auch jetzt ganz neu große Infostehen digital mit großen Screens, da kommen die noch drauf. Mein Ziel soll es sein, dass über diese Screens auch recherchiert werden sollen und dann die Termins gerufen werden sollen, wenn diese Verknüpfung dann in den nächsten Wochen, Monaten steht. Und da haben wir jetzt auch gemerkt, letzte Woche, dass eine Dame auch da mir entgegenkam und sagte, ja, ich hab gerade gelesen und der Chatbot hat mir gesagt, da und da finde ich das Buch. Wo finde ich denn hier auf in einer Sachbuchabteilung das und das dann auch noch mal? Aber da da hat sie mich auch noch mal angesprochen. Das war halt die Verbindung von Robotik, also KI mit Personen vor Ort. Und das fand ich fand ich schon sehr schön. Also man, das war auch eine eine erwachsene Kundin, sag ich mal. Bei den Kindern ist es eh kein Problem. Kinder und Jugendliche haben da überhaupt keine Berührungsängste, gerade was die Roboter angeht. Da das wir haben ja auf jeder Etage einen einen Roboter. Gerade die Kinder, das ist der spielerische Umgang, die haben da gar keine Barriere. Bei den Jugendlichen merkt wir halt auch, gerade wenn es ums Thema Facharbeit, Recherche geht und so weiter oder oder Referate, dass die auch den Roboter anschmeißen. Bei den Erwachsenen, da ist natürlich, wie ich eben schon gemerkt hab, die fragen oft das lieber natürlich, wenn wir vor Ort sind. Und Ziel soll es ja auch sein, dass wir, wenn wir mal nicht vor Ort sind, open library, dass wir dann dieses System auch einsetzen können und dass das das auffangen kann. Und ich bin halt auch sehr gespannt, wenn wir jetzt wirklich diese Verknüpfung endgültig haben von avatar und temi, dass wir wirklich diese Rundum Recherchemöglichkeit haben, die sich ja jetzt bietet auch durch dieses k I Rechercheassistent vom Herrn Schmied, dann bin ich auch noch mal gespannt, wie es dann ausschaut. Ja, die nächste Frage zielt auch noch mal in Richtung Open Libry, deswegen werde ich sie dann auch stellen. Zwar, genau, sagt hier jemand im Chat, interessant sind Roboter ja vom Gedanken her auf jeden Fall und vielleicht auch gerade im Bezug zu open libraries. Ganz böse gefragt, ist hier das Ziel im Bergheim eine open library mit Roboterservice zu realisieren? Nein, nein, natürlich nicht. Nein, das das ist die Frage wird natürlich gestellt. Nein, wir wollen einfach die Öffnungszeiten erweitern. Und das ist natürlich mit dem Personalstamm einfach schwer umsetzbar. Das ist auch hier ganz klar im Haus kommuniziert, auch in der Verwaltung mit mit 'n bisschen in die Verwaltungsstruktur der Stadtwerke. Wir sind da auch, wir haben da wirklich sehr gute Unterstützung und das ist ganz klar nicht das Ziel gewesen. Sondern das Ziel ist einfach, dass wir unsere Öffnungszeiten erweitern, dass wir die Services erweitern. So wie es halt auch mit den ganzen Automaten in der Vergangenheit war, wo auch die Sorge war, jetzt wird Personal abgebaut oder Ähnliches. Das wir haben im Gegenteil, wir haben sogar mehr Personal, als wir vorher hatten, weil wir natürlich auch die neue Technik bedienen müssen. Und wir erhoffen uns einfach mehr Service für die Kunden anzubieten, weil eine Umfrage auch gezeigt hat, ich glaub, wie bei allen Bibliotheken, wir müssen die Öffnungszeiten erweitern. Wir müssen mehr, wir sind Lernort, wir sind Treffpunkt, die Leute wollen in die Bibliothek und wir müssen Wege finden, das umzusetzen. Und das ist eine Technik, die uns da behilflich sein kann. Und das Personal brauchen wir dringender denn je. Also das ist überhaupt nicht, also gar ganz klar, nein, das war nicht das Ziel und das ist auch nicht zu kommuniziert und das wird auch niemals so sein. Ich denke, da sind jetzt viele Bibliothekare, Bibliothekarinnen oder Mitarbeitenden überhaupt ganz erleichtert, weil das schwebt natürlich immer über all dem. Je mehr Automatisierung letztendlich in die Bibliotheken reinkommt, je mehr ist die Angst da letztendlich, dass wir irgendwann ersetzt werden, ne. Wenn ich kurz noch ergänzen darf, ganz kurz das war auch da bei den Workshops natürlich 'n Thema im Team und das war ganz dass wir da mit einem Referenten von der Uni in Maastrich, der anfangs dabei war, der uns begleitet hat. Da ging es genau dieses Thema, weil das hatte ich, muss ich ganz ehrlich sagen, als Leiter unterschätzt am Anfang, wie da die Kolleginnen im Team, nicht alle, natürlich nicht alle, aber manche so diesen Respekt hatten, was passiert denn jetzt mit meinem Job? Was ist das denn, wenn wir das alle gut finden in der Verwaltung? Natürlich war das nie das Ziel. Und jetzt, wo die Kollegen auch sehen, wie's wie's läuft und dass man, wir haben darüber gesprochen, Workshops gemacht, Sie wissen, wir haben hier die Unterstützung, ist auch das kein Thema mehr, weil sie auch merken, die können uns im ethischen Betrieb gar nicht so ersetzen. Sie können uns ergänzen, sie können Hilfestellungen leisten, mehr aber auch nicht. Sie sprachen grad die Workshops an. Können Sie da noch mal so in zwei, drei Sätzen ganz kurz skizzieren, was es da geht oder ging? Ja, natürlich. Also wie gesagt, der Erste war dieser Teamworkshop, die Kolleginnen auch da mitzunehmen und auch Ideen der des Teams auch noch mal zu konkretisieren und Erwartungen und Erwartungshaltung. Dann gab's diesen diesen Termin mit den Ideenworkshop, wo auch die quasi die Kunden daran teilnehmen dürften und halt auch dort ihre Ideen mit mitbringen konnten oder stellen konnten. Das wurde alles geclustert und das waren sehr viele Ideen natürlich, wo kann man solche Roboter oder die KOI auch einsetzen? Avatare, wir haben auch unsere Kollegen aus der IT dabeigehabt und das wurde dann eben in diesem Maker Ton an diesem Wochenende wurde dann versucht, solch paar Ideen rauszupacken. Was könnte man dann eben, wo kann uns der Roboter auch bei der Inventur unterstützen, an Regale vorbeifahren? Wie kann man das wie kann man da Kameras installieren? Wie kann man andere Dinge umsetzen, Transporte für Medien und so weiter realisieren? Also es wurde da wirklich fleißig Prototypen wurden da entwickelt. Und dann gab's eben noch diese Workshops, die wir für die Schulen gemacht haben, aber auch sehr eng mit den Schulen zusammenarbeiten. Das machen wir auch jetzt noch, sodass dort halt auch Einführungen stattgefunden haben zum Thema, ja, Robotik zum einen, aber vor allen Dingen auch Avatare. Wie funktioniert das? Was kann man da machen? Und das war natürlich für die Schulen sehr interessant. Und wir wollen wollen auch dieses Thema Makathon mit der Firma ITQO auch weiter aufgreifen, ausbauen und mal sehen, wo das alles dann auch im Endeffekt hinführt. Vielen Dank. Vielleicht, da jetzt anzuschließen und nach München mal den Weg zu wagen, wird's ja auch hinterher bei euch im Bergheim zu Laboren kommen. Da schließt sich die nächste Frage nämlich von mir an an Roland. Wie kann eine Bibliothek verhindern, dass KI Angebote vor allem von technikaffinen Gruppen genutzt werden? Wir hatten das Thema ja gestern auch schon mit Zielgruppen, wen spreche ich an, et cetera. Und ich mein, man kriegt son bisschen das Gefühl, wer in die Bibliothek kommt. Und wie kann ich eigentlich vermeiden, dass es dahinter son Digital Divide gibt und immer die gleichen in die Bibliothek kommen und immer die gleichen in die Labore kommen oder geschult werden? Ja. Ja, super Frage, eine, die uns beschäftigt. Mit Chatbots ist es ist es super, weil sie so niedrigschwellig sind, ja? Also sie sind schon in den Händen der Userinnen, natürlich nicht bei allen, ja? Und wir können auch nicht davon ausgehen, dass dass alle Userinnen alle Kompetenzen haben, diese Tools zu bedienen. Was wir als öffentliche Bibliothek haben, ein ein Pfund, mit dem wir wuchern können und müssen, sind natürlich unsere Räume, ja. Wir haben die wir haben die Communitys, wir haben die Räume, wir können die Userinnen, die Bürgerinnen der Stadt einladen, zu uns in die Bibliothek zu kommen und können in Hands on Formaten mit kompetent geschulten Kolleginnen vor Ort einfach diese Technologie greifbar und erlebbar machen. Das ist der große Vorteil, den wir haben und den sollten wir spielen. Danke. Vielleicht an der Stelle noch eine Nachfrage. Hier kam noch was ausm Chat, was ich sehr, sehr spannend fand. Gibt es bereits auch Roboter an der Stelle, die Medien in Regale zurücksortieren? Also das finde ich ganz spannend. Ich mein, jetzt sind Sie ja eher im RedCat Botton unterwegs, aber vielleicht auch da haben Sie da schon mal irgendwie was gehört. Gibt es da was, fand ich Also ich glaub, das ist sone Aufgabe, die macht vielleicht niemand so richtig gerne. Gibt's da schon was? Also ich weiß für nichts, aber ich glaube, im Detailhandel wäre das bestimmt auch sehr gefragt und da hab ich auch noch keinen gesehen. Also ich seh noch keinen in der Box. Prototypen wahrscheinlich. Also man wird aber, denk ich, daran arbeiten. Also auch die Thermies werden ja werden ja weiterentwickelt. Aber ich bin grad, bis es so weit ist und ob das überhaupt jemals so funktionieren wird Ich mein, wahrscheinlich werden wir sowieso in vierzig, fünfzig Jahren darüber lachen, wo wir jetzt stehen oder erschrocken sein. Man weiß es nicht, ne, wo alles. Wir sind ja, ich sag immer, wir sind ganz am Anfang oder ziemlich am Anfang bei der ganzen Entwicklung. Und ich glaube, das das wird schwer umzusetzen sein. Weil wir haben auch früher auch gedacht, was es heute alles gibt, hätten wir die uns zu träumen gewagt und wer weiß, wie es in zehn, zwanzig Jahren aussieht, klar. Aber mir ist es im Prinzip, die Frage zu beantworten, so gezielt auch noch nicht bekannt, dass es so was gibt, nein. Wir sind leider schon mit der Zeit am Ende. Es gab so viele Fragen aus dem Chat, dass wir die natürlich erst mal vorangestellt haben. Von daher vielen, vielen Dank für die vielen Fragen. An der Stelle der Hinweis, wer Interesse hat auch an RunaFlow, also dem K-i-Catbot, der in Berghain Berghain eingesetzt wird, im Berghain wär auch witzig, aber im Berg Bergheim eingesetzt wird, da müsste jetzt hier gleich sone Bauchbinde noch mal erscheinen und dann können Sie sich die infos da auch noch mal runterladen. Ansonsten taucht das Ganze aber auch noch mal im Chat auf. Wir bedanken uns an der Stelle. Vielen, vielen Dank für den kurzen Einblick. Ich glaub, wir hätten jetzt noch locker eine halbe Stunde weiter diskutieren können über Chatbots, über Roboter. Aber das machen wir einfach nächstes Jahr weiter, würde ich sagen. Genau, ich denk, da bleiben wir auch dran und auch vor allen Dingen entwickelt sich ja auch alles weiter. Genau. So und hier geht es jetzt auch direkt weiter, Stichwort weiter. Nein, wir machen keine Pause jetzt, sondern jetzt kommt endlich die Gewinnspielauflösung. Also ein großes Highlight heute hier. Wir sind ganz gespannt, wer gewonnen hat und freuen uns jetzt an Laura Mehrlich und Dennis Wisecat übergeben zu dürfen von OCLC. Ja, vielen Dank für die Jeugdabitteserie. Hallo. Und liebe Linda. Die Jeugdra Wisecat Wisecat Wisecat Wisecat Wisecat nun endlich final die Gewinner unseres diesjährigen Fotowettbewerbs mitteilen dürfen. Ja, und bevor wir in die aktuellen Gewinner reinschauen, habe ich mir die Mühe gemacht und hab noch mal die sechs Gewinnerbilder aus dem letzten Jahr rausgesucht. Letztes Jahr war ja schon Thema KI und Bibliotheken und man sieht jetzt schon an den Gewinnerbilder aus dem letzten Jahr, was da schon möglich war mit KI. Und in diesem Jahr war ja das Thema, dass Sie ein Plakat erstellen zu einem Event in der Bibliothek mittels K-I. Und ich muss sagen, wir waren tatsächlich sehr, sehr erstaunt, wie viel eingereicht wurde und was damit tatsächlich möglich ist. Und ich hab mir die Mühe gemacht und ich hab hier noch mal alle Bilder, alle Plakate, die Sie eingereicht haben, auf den nächsten fünf Folien aufgelistet. Und ich muss sagen, einer meiner Favoriten, ganz ehrlich, waren die tiny concerts in der Bibliothek und das lag, glaub ich, nicht nur am Bier. Ja, ich geborene dir völlig recht, denn es Also die Vielfalt der abgebildeten Programmpunkte und ja, wie Abwechslung einfach abwechslungsreich die ganzen Events sind, die wir hier sehen dürfen, das hat uns wirklich schwer beeindruckt. Also von langen Nächten des Schreibens über tierischen Besuch in der Bibliothek bis hin zur Mission Bachelorarbeit war alles geboten. Also wirklich der Wahnsinn, was wir da dieses Jahr zu sehen bekommen haben. Genau. Und ich möchte Sie gar nicht länger auf die Folter spannen, weil ich glaub, Sie sind genauso gespannt wie wir, wer dieses Jahr zu den Gewinnern hört gehört. Und wir fangen direkt an mit Platz Nummer sechs. Platz Nummer sechs gewinnt ein Aktion Menschlos und ich kann nur so viel sagen, die sechs Positionen, die sechs Gewinner waren doch relativ nahe beieinander. Platz Nummer sechs geht an die LEONI MÖNCH aus der Hochschulbibliothek in Koblenz mit dem Thema oder mit dem Event in der Bibliothek namens EscapeGame, das Schweigen der Seiten. Und ich muss schon sagen, wir haben noch bisschen Zeit. Das Ganze findet am dreißig zehnten sechsundzwanzig statt. Das heißt, wenn Sie da draußen noch nichts vorhab haben, lassen Sie uns alle gemeinsam zur Hochschulbibliothek nach Koblenz gehen und an diesem Event teilnehmen. Platz Nummer fünf, ebenfalls ein Aktion Menschlos, geht an die Annika Simon, ebenfalls aus der Hochschulbibliothek in Koblenz mit der Mission Bachelorarbeit. Leider gestern Abend, nee, nicht mal gestern Abend, heute Mittags, tut mir leid. Heute Mittag dreizehn Uhr, Ja, konnten wir leider auch nicht teilnehmen, aber vielleicht kommt das Event noch mal zurück und wir können dann teilnehmen. Ja, und damit haben wir uns auch schon zu Platz Nummer vier vorgehangelt. Die Plätze vier, drei und zwei gehen ja in den Genuss einer unserer beliebten Bücherlampen und wir freuen uns, dass Platz vier an die Frau Cornelia Kneitz aus der Hochschulbibliothek Hof geht, gemeinsam mit ihrem Event, dem Bücher Flohmarkt. Unter dem Hashtag bookcycle läuft das Ganze, haben wir auch ein sehr spannendes Event vorliegen. Absolut. Und genauso spannend geht es auch weiter mit Platz Nummer drei. Der gibt ebenfalls die Bücherlampe unter dem Motto Schäfchen zählen in der Stadtbücherei für gute Laune und besseren Schlaf. Vielen Dank für die Einreichung, Frau Lisa Lapp. Ich muss auch ehrlich gestehen, das war einer meiner Geheimfavoriten. Ich hab ganz fest die Daumen gedrückt und freu mich sehr, dass wir Sie jetzt auch hier heute Ja, ich bin gehört bei den tiny concerts. Hab mich schon gemacht. Harter kaum. Platz zwei, wie angekündigt, erhält denselben Preis und der geht dieses Jahr auch nach Hof, ebenfalls an die Hochschulbibliothek, an die Frau Catharina Saß. Herzlichen Glückwunsch. Ja, und ich möcht Sie gar nicht länger auf die Folter spannen. Platz Nummer eins und es war schon wirklich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Platz zwei und Platz eins. Platz eins geht an Johannes Schmidt aus der Universitätsbibliothek in Frankfurt am Main mit dem Plakat zur Human Library. Herzlichen Glückwunsch. Platz Nummer eins, die Kaffeemaschine geht nach Frankfurt am Main mit dreihundertneunzehn Sternen in der Gesamtbewertung. Das beste Plakat auf Platz Nummer eins. Und ich hab gesehen, leider auch hier, das Ganze war am vierten April fünfundzwanzig, leider haben wir's schon verpasst. Aber auch hier, wenn Sie uns zuschauen, Herr Schmidt, schreiben Sie doch noch mal in den Chat oder in die Kommentarfunktion, ob dieses Event vielleicht noch mal stattfindet, ob wir noch mal eine Möglichkeit haben, daran teilzunehmen, würden wir uns freuen. Und wir machen dann vielleicht auch noch mal Aufruf an alle, die jetzt uns zusehen. Wenn das im Chat stehen sollte, kommen Sie alle mit nach Frankfurt. Wir laden Sie ein mit nach Frankfurt, können Sie daran teilnehmen. Ansonsten, das waren die Gewinner. Ich möchte ganz herzlich von uns beiden, vom gesamten Team noch mal ganz, ganz großes Danke schön, nicht nur für die vielen Plakate, die eingereicht wurden, die einmal gezeigt hat, was für eine Qualität inzwischen mit KI auch möglich ist, sondern auch für die ganzen Ideen, die eingereicht worden sind, weil ich sag mal so, ich glaub, die eine oder andere Idee, die hat noch nicht stattgefunden. Die eine oder andere Idee hat wahrscheinlich schon stattgefunden und ich muss sagen, es ist schon faszinierend zu sehen, was tatsächlich deutschlandweit in den Bibliotheken gemacht wird. Dann auch herzlichen Glückwunsch noch von meiner Seite nach Frankfurt. Vielen Dank auch für die anderen eingereichten Plakate. Wir werden die Gewinner jetzt alle zeitnah kontaktieren und mit Ihnen gemeinsam die Übergabe Ihrer Preise vereinbaren und freuen uns, wenn Sie dann auch im nächsten Jahr wieder Teil unseres Gewinnspiels werden. Genau. Falls Sie noch mal alle Plakate ansehen wollen, die finden Sie alle auf der Plattform oben unter Gewinnspiel finden Sie den Link zur Gewinnspielseite. Dort können Sie sich alle Plakate noch mal in Ruhe angucken. Und ansonsten möchten wir uns dann verabschieden noch. Bleiben Sie aber noch dran. In der nächsten Session fünfzehn Uhr fünfundvierzig geht's darum, wie Bibliotheken jetzt schon k-i-kompetent werden. Viel Spaß!
Warum KI-Chatbots für Bibliotheken immer wichtiger werden – und was Nutzer wirklich davon haben
Referent*innen:
Sebastian Schmid, Uwe Dierolf, Dr. Roland Poellinger und Werner Wieczorek
Gewinnspielauflösung
Gewinnspiel:
Laura Merlich & Dennis Wißmann
Vortrag 1:
Wie der Zugriff auf Echtzeit-Daten KI-Chatbots noch leistungsfähiger macht, Uwe Dierolf
In vielen Bibliotheken sind in den letzten Jahren KI-Chatbots entstanden – einige als Service-Chatbots für Alltagsfragen (FAQs), andere als Unterstützung bei der Literaturrecherche. Viele dieser Systeme arbeiten jedoch vor allem mit statisch hinterlegten Informationen und setzen dabei häufig auf RAG, also ein auf semantischer Ähnlichkeit basierendes Retrieval-Verfahren.
Für viele reale Auskunftssituationen reicht eine solche statische lokale Wissensbasis jedoch nicht aus. Nutzer:innen möchten zunehmend Antworten, die sich auf aktuelle Gegebenheiten beziehen: Wann der nächste Bus kommt, was es heute in der Mensa gibt, welche Angebote die Stadt gerade bewirbt oder wo genau ein bestimmter Hörsaal liegt.
Um solche dynamischen, kontextabhängigen Informationen liefern zu können, müssen Chatbots auf Echtzeitdaten zugreifen. Genau hier kommen Tool Calls und das Model Context Protocol (MCP) ins Spiel. Beide ermöglichen es, dass Chatbots nicht nur auf hinterlegte Texte zurückgreifen, sondern aktiv externe Systeme abfragen können – etwa Fahrpläne, Raumpläne, Öffnungszeiten oder Veranstaltungsdaten.
Ein entscheidender Vorteil: Das Sprachmodell kann selbstständig erkennen, ob eine klassische RAG-Abfrage genügt oder ob es ein Tool aufrufen muss, das aktuelle Daten liefert. Dadurch werden Chatbots nicht nur präziser, sondern auch alltagsnäher – und damit deutlich hilfreicher für die Menschen, die Bibliotheken nutzen.
Vortrag 2:
So baut Bergheim aus KI-Recherche-Assistenz und Roboter ein neues Leitsystem, Werner Wieczorek und Sebastian Schmid
Wie kann Künstliche Intelligenz den Service in Bibliotheken spürbar verbessern und Nutzer*innen bei der Recherche gezielt unterstützen? Am Beispiel der Stadtbibliothek Bergheim zeigen wir, wie KI-gestützte Rechercheassistenz, digitale Avatare und Robotik bereits heute erfolgreich im Publikumsbereich eingesetzt werden. Der Vortrag gibt Einblicke in die Entwicklung von der ersten Idee über Workshops und Makeathons bis hin zur Integration eines mehrsprachigen, datenschutzkonformen KI-Suchassistenten in Katalog, Website und digitales Leitsystem. Anhand konkreter Praxisbeispiele – von interaktiver Katalogauskunft bis zur intuitiven Orientierung im Gebäude – wird deutlich, wie diese Lösungen nicht nur den Bibliotheksservice erweitern, sondern auch als strategische Vorbereitung für zukünftige Open-Library-Konzepte dienen können.
Herzlich willkommen zu meinem Vortrag zum ersten Jubiläum der K-i-Kompetenten-Bibliothek. Die Anforderung, dass Sie nach der K-i-Verordnung die K-i-Kompetenz Ihrer Mitarbeitenden nachweisen müssen, gibt's ja jetzt schon seit dem zweiten Februar zwanzig fünfundzwanzig. Mein Vortrag kommt also leider ein Jahr zu spät. Umso mehr freut's mich, dass Sie hier heute dabei sind. Aber bevor wir ins Thema einsteigen, sollten wir vielleicht noch mal kurz überlegen, was die K-I-Verordnung überhaupt regelt. Die K-I-Verordnung regelt den Einsatz von K-I-System in der Europäischen Union. Für die Jüngeren, das Foto zeigt QUENT, das ist eine Band aus den Siebzigerjahren. Und wer sie richtig alt fühlen möchte, der feiert das Jubiläum von zwanzig fünfundzwanzig. Da haben die nämlich ihr fünfundfünfzigjähriges Jubiläum. Exerzieren also wesentlich länger als die K-I-Verordnung. Das klingt aber schon noch alles relativ abstrakt. Von daher hab ich Ihnen kleines Beispiel mitgebracht, damit Sie sehen, was diese Ordnung konkret Sie sehen jetzt also, wer wirklich hinter QUIEN steckt. Offenbar ist QUIEN die Millivanelli der frühen Siebzigerjahre. Ich hatte lange bei QUEEN gearbeitet, war nie sehr erfolgreich und das ist ein Punkt, den die KI Verordnung tatsächlich regelt. Beruflich ergibt sich eine gewisse Transparenzpflicht für Wir sind jetzt hier in einem professionellen Kontext. Ich muss Sie also darauf hinweisen, dass das, was ich Ihnen gerade erzählt habe, nicht stimmt und das Bild KI generiert ist. Privat wär das komplett egal, das ist außerhalb des Regelungsbereichs der KI Verordnung. Habe ich die ganze Zeit schon den Begriff künstliche Intelligenz benutzt. Was heißt das eigentlich? Und da würde ich Ihnen als Pro Tipp direkt mitgeben, Sie sollten keine Informatikerin fragen. Wenn Sie Informatikerin danach fragen, was künstliche Intelligenz dann erzählen die Ihnen, was seit neunzehnhundertfünfzig in der Informatik in dem Bereich passiert ist. Und wahrscheinlich auch, dass generative K-i eben nicht gleichzusetzen ist mit künstlicher Intelligenz. Von daher fragen wir mal lieber, was die EU da sagt. Und die EU sagt, ein KI System, also ein System, was künstliche Intelligenz nutzt, ist ein System, was in unterschiedlichen gerade einen autonomen Betrieb ermöglicht und dabei anpassungsfähig ist. Ziel dieses Systems ist es, Vorhersagen zu treffen, Empfehlungen, Entscheidungen herbeizuführen. Und das unterscheidet KI Systeme ganz wesentlich von klassischen IT Systemen. Ich hab Ihnen hier einfach mal eine kleine Grafik mitbekommen. Auf der linken Seite sehen Sie traditionelle Programme, wie Sie sie seit Dekaden kennen in den Bibliotheken. Wir haben Eingabedaten, die werden mit einem statischen Code verarbeitet und dann gibt's eine Ausgabe, Ergebnis, das EFA Prinzip. Eingabeverarbeitung, Ausgabe. Typisches Prinzip in der Informatik. Auf der rechten Seite sehen Sie jetzt, was die EO unter K-I-Systemen versteht, nämlich solche Systeme, die in irgendeiner Form maschinelles Lernen einsetzen. Das heißt, wir haben Eingabedaten, die werden einem Algorithmus zur Verfügung gestellt, der versucht dadrin im Rahmen einer Hypothesenbildung ein Muster zu erkennen. Und das vergleichen wir vielleicht zum Beispiel mit unserer Erwartung. Je nachdem, gut der Algorithmus ist, geben wir ihm Feedback zurück, dann lernt er sozusagen aus unserem Feedback erneut und macht vielleicht bessere Prognosen beim nächsten Mal. Das Gute jetzt bei diesen maschinellen Lernalgorithmen ist, die kann ich jetzt auf neuen Datensatz setzen und dann würden die mir auch in diesem neuen Datensatz mitunter die korrekten Sachen erkennen. Jetzt sagen Sie zurecht vielleicht, Moment, nutzt denn meine Bibliothek überhaupt solche K-I-Systeme? Und da hab ich Ihnen paar typische Beispiele mitgebracht, sodass Sie selber mal mit checken können, ob Ihre Bibliothek vielleicht schon K-I verwendet. Das ist einfach. Hab ich tatsächlich für die Kolleginnen aus Wilderung mitgebracht. Roboter, ganz klar künstliche Intelligenz. Die Kollegen aus Berlin vom nutzen Chatbots, auch ganz klar künstliche Intelligenz. Vielleicht hat ja eine oder die andere von Ihnen auch schon mal mit generativer KI gearbeitet, Katzencontent muss immer dabei sein, vielleicht eine Broschüre zu illustrieren. Da muss ich natürlich jetzt im Rahmen der K-I-Forderung auch darauf hinweisen, dass das K-I-generierte Bilder sind. Was gibt es für weitere K-I-Systeme im Bibliothekskontext? LLMs, Large Language Models, also große Sprachmodelle, RAG, Retrieval Augmented Generation. Wenn Ihnen die Abkürzungen schon was sagen, dann zweifeln Sie sicherlich auch überhaupt nicht daran, dass Ihre Hypothek bereits künstliche Intelligenz einsetzt. Auch wenn Sie so was machen wie automatische Inhalts- oder Strukturerschließung von Digitalisaten, zum Beispiel zu erkennen, wo sich Abbildungen befinden, Druckermarken, Kapitelüberschriften, Inhaltsverzeichnisse, dann sind Sie sich höchstwahrscheinlich sicher, dass Sie K-I verwenden. Es gibt jetzt aber noch ein paar Systeme, die ich als verborgene K-I-Systeme bezeichne. Und das sind solche Systeme, wo Sie wahrscheinlich gar nicht damit rechnen, dass es K-I-Systeme Zum Beispiel übernehmen Sie vielleicht in Ihrer Bibliothek die Inhaltsverschließungsdaten der Deutsch Nationalbibliothek. Und wenn Sie die aus der Reihe O nehmen, also der Onlinepublikation, dann sind die bereits seit vielen, vielen Jahren überwiegend maschinell erschlossen, also entstanden durch ein K-I-System. Sicherlich haben Sie auch so was wie Etagenkopierer oder Etagenscanner, die machen meistens eine OCR, eine Optical Character Recognition, eine Texterkennung. Das ist auch eine Technologie, die typischerweise heutzutage künstliche Intelligenz verwendet. Aber auch Ihr E-Mail-Programm, der Junkmail Filter, ist wahrscheinlich ein KI System. Wahrscheinlich nutzt Ihre Bibliothek also KI. Von daher ist es legitim, sich die Frage zu stellen, was muss ich tun? Und das hängt davon ab, was Sie mit KI Systemen tun. Die KI Verordnung wählt einen sogenannten risikobasierten Ansatz. Das heißt, je riskanter der Einsatz des KI Systems, desto mehr Regeln müssen Sie befolgen. Und das können wir tatsächlich einfach mal ganz einfach überprüfen. Ich hab Ihnen ein Prüfschema mitgebracht. Wir beginnen mit den in akzeptablen Systemen. Die sind mittlerweile in der Europäischen Union verboten und das sind solche Systeme, die auf Verhaltensmanipulation abzielen, social scoring machen, so was wie Predictive policing machen. Also vielleicht kennen Sie den Film aus den 2000ern, Minority Report, all so was wär verboten. Auch anlassunabhängige biometrische Fernidentifizierung. Wenn Sie da sagen können, das macht Ihre Bibliothek nicht, das ist gut, dann sind Sie bei dem nächsten Schritt und können schauen, ob Sie hohes Risiko haben. Das wär zum Beispiel Verarbeitung biometrischer Daten, kritische Infrastrukturen, Zugang zu Bildungseinrichtungen oder Systeme, die anhand maschinellen Lernens darüber entscheiden, ob Personal eingestellt wird oder nicht. Die letzten beiden könnten eventuell auch mal für Bibliotheken relevant sein. Es gibt auch noch viele mehr, aber ich möchte mit Ihnen vielleicht erst zu den Use Cases kommen, die wahrscheinlicher in Bibliotheken sind. Welche sind das? Na ja, das sind die Use Cases, in denen es erst mal bei der Interaktion mit einem KI System zu Missverständnissen kommen kann. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine direkte Interaktion mit einem KI System, zum Beispiel ein Chatbot. Da muss ich transparent darüber aufklären, dass es sich ein KI System handelt. Wenn Sie sich erinnern an die Folie, die ich Ihnen vorhin gezeigt hatte mit dem WebCatbot, der begrüßt Sie und sagt, er ist künstliches Intelligenzsystem. 'N anderer Punkt, wo es eine Verwechslungsgefahr gibt, ist der Bereich, in dem Sie Medien generieren. Das heißt, Sie generieren Bilder, Texte, so wie ich's vorhin gemacht hatte. Da müssen Sie darauf hinweisen, hab ich vorhin auch gemacht. Jetzt kann es natürlich sein, dass Sie diese Sachen auch nicht in der Bibliothek machen, aber Sie trotzdem ein KI System haben, welches Sie nutzen. Wenn Sie ein K-I-System dann nutzen, dann müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Mitarbeitenden bereits seit gut einem Jahr K-I-Kompetenz sind. Sollten Sie tatsächlich kein K-I-System an Ihrer Bibliothek einstellen, wäre die KI Verordnung nicht mehr relevant. Es gibt dann aber natürlich weitere Aspekte, die Sie beachten müssen, zum Beispiel die DSGVO. Wenn die Wahrscheinlichkeit jetzt also hoch ist, dass wir KI Kompetenz nachweisen müssen, dann sollten wir doch auch mal schauen, was das konkret bedeutet. Und Sie sehen hier den Artikel vier der K-I-Verordnung, der ist Ihnen allen bekannt und die ja sagt, ich muss als Anbieter oder Betreiber, das sind zwei Rollen, die möchte jetzt gar nicht nicht weiter definieren, aber Sie wären wahrscheinlich Betreiber in einer Bibliothek, müssen sich darum kümmern, dass Ihre Mitarbeitenden ein ausreichendes Maß an K-i-Kompetenz haben. Wobei Sie natürlich immer auch berücksichtigen müssen, was Ihre Mitarbeitenden vorkenntnissen haben, was die für Erfahrungen mitbringen, was sie für eine Ausbildung gemacht haben und auch in welchem Arbeitskontext sie mit diesem K-I-System konfrontiert sind. Außerdem müssen Sie sicherstellen, dass, wenn Sie K-I-Systeme einsetzen, die sich an bestimmte Personen oder Personengruppen wenden, dass das auch berücksichtigt wird bei dieser K-I-Kompetenzschule. Das ist Ihnen, wie gesagt, alles bekannt. Sie haben das seit letztem Jahr, zweiten Februar zwanzig fünfundzwanzig umgesetzt. Wir können aber vielleicht einfach mal gemeinsam abgleichen, ob meine Ideen zur K-i-Kompetenzschulung so ein bisschen mit Ihren bereits existierenden und abgeschlossenen Schulungsplänen übereinstimmen. Wir können auch schauen, was die anderen Kolleginnen hier im Rahmen dieser Vortragsreihe gesagt haben. Ich bringe Ihnen einen zielgruppengerechten Ansatz nach Artikel vier der KOI Verordnung mit. Der beginnt wie so oft mit Pyramide. Wir brauchen ein gewisses Basiswissen, darauf bauen wir anwendungs orientierte Kompetenzen auf. Ich würde so weit gehen, dass alle Ihre Mitarbeitenden die unteren beiden Stufen auf jeden Fall wissen müssten. Dann bauen wir da drauf auf mit Daten und Datenschutzkompetenzen beziehungsweise ethischen und rechtlichen Aspekten. Ganz, ganz oben, ein kleiner Teil Ihrer Mitarbeiter wird ein technisches Grundverständnis benötigen. Was heißt das konkret? Unter Basiswissen würde ich erst mal verstehen, den Punkt, den ich vorhin ausgespart habe. Was verstehen Informatiker*innen unter künstlicher Intelligenz? Also was gibt es für verschiedene Systeme? Wofür werden die eingesetzt? Was ist der Unterschied zwischen klassischen Softwaresystemen mit statischem Code und K-I-Systemen? Was gibt es für typische K-I-Anwendungen im Bibliotheksfeld, sodass man sich erst mal ein gemeinsames Bild machen kann? Häufig wird dabei vergessen, welche Auswirkungen die Interaktion mit KI Systemen auf die Mensch Maschine Schnittstelle hat. Ich kann das an einem Beispiel illustrieren. Unsere typische Nutzungserfahrung mit IT Systemen ist so, dass KI Systeme der Booleschen Logik folgen. Das heißt, wenn ich eine Anfrage an solch ein System stelle, dann antwortet es mit wahr oder falsch. Da die meisten Datenbanksysteme heutzutage immer noch relational sind, gilt noch ein weiterer Punkt, die sogenannte Closed World Assumption. Das heißt, nur was ich modelliert habe beziehungsweise was in der Datenbank vorhanden ist, das ist wahr. Sie können das übertragen auf traditionellen OPAC. Das würde bedeuten, nur die Bücher, die ich in dem OPAC meiner Bibliothek eingetragen habe, die existieren. Und das stimmt ja nicht, ne. Weltweit gibt's viel mehr. Der Vorteil dieses Ansatzes ist natürlich, dass wenn ich über genügend Nutzungskompetenz verfüge, sind normalerweise die Aussagen eines Systems verlässlich. Wenn ich es korrekt bediene, kriege ich eine korrekte Aussage. Beim maschinellen Lernverfahren ist es jetzt bisschen anders. Maschinelle Lernverfahren geben Ihnen nur wahrscheinliche Ergebnisse an. Die sind sich also nicht komplett sicher. Und da kommt psychologischer Effekt zu tragen, der sogenannte Automation Bias. Normalerweise trauen Menschen Automaten oder Computern zu, dass, wenn die eine Aussage machen, dass diese dann stimmt. Dummerweise geben uns die meisten K-I-Systeme gar nicht aus, wie unsicher sie sich sind. Das heißt, sie haben eventuell eine beliebig unsichere Aussage aus einem KI System und dann Nutzende, die willig sind, diese Aussage zu akzeptieren. Kommen wir zum nächsten Punkt, anwendungsorientierte Kompetenzen. Na ja, je nachdem, in welchem Feld ich KI Systeme nutze, das ist halt spezifisch für Ihre konkrete Bibliothek, müsste ich schauen, was es da für Systeme gibt. Ich könnte mich zum Beispiel mit Chatbots oder Sprachassistenten auseinandersetzen. Wenn ich eher in der Datenanalytik unterwegs bin, müsste ich so Sachen wissen wie Inhaltserschließungen mittels Topic oder ich clustere Datensätze, all das sind K-I-Anwendungen. Es geht dann auch relativ schnell in den Bereich von Bereitstellung KI generierter Ergebnisse, zum Beispiel wenn Sie so was wie Chet CPT verwenden oder aber auch Strukturinformationen aus Digitalisaten ableiten. Ganz wichtig ist hier auch noch mal darauf zu achten, was für Grenzen es in diesem Anwendungsbereich gibt. Und ich denke, Grenzen haben Sie alle schon mitbekommen in den letzten Zeiten. Ich habe Ihnen hier gerade noch mal einen recht aktuellen Artikel mitbekommen. Also man spart natürlich erst mal Zeit mit generativen K-I-Anwendungen, die man dann natürlich wieder teilweise aufbraucht, die Ergebnisse zu korrigieren. Also Ihre Mitarbeitenden sollten vielleicht wissen, dass das auf Sie zukommt und warum das auf Sie zukommt. Wenn wir jetzt Mitarbeitende haben, die bisschen tiefer in die Materie einsteigen, kommen wir zu nächsten größeren Feld, Daten- Datenschutzkompetenz. Ja, es geht einmal natürlich den Datenschutz, aber auch die konkreten Nutzerrechte, die Sie haben, wenn Sie mit K-I-Anwendung arbeiten. Dabei müssen Sie natürlich auch bestimmtes Verständnis für Konzepte wie die Trainingsdaten aufbauen. Metadaten, und da profitieren Bibliothekarinnen unglaublich davon, sollten bekannt sein, ebenso wie die Bedeutung von Datenqualität. Man kann also hier durchaus wissen, was in der Ausbildung erworben wurde, nachnutzen. Weiterer Punkt, der bei K-I-Systemen da ganz wichtig wird, ist tatsächlich das Problem des Bias. Wir haben also immer in den Datensätzen, auf denen trainiert wird, mitunter Verzerrungen drauf. Die können diskriminieren oder auch zu Falschaussagen führen. Dafür muss ich natürlich eine gewisse Sensibilität bei meinen Mitarbeitenden entwickeln. 'N weiterer wichtiger Punkt, der wahrscheinlich tagesaktuell sogar wichtig ist, könnte man sagen, ist der Punkt von lokalen und cloudbasierten Systemen. Wir haben also KIE Systeme, die kann ich lokal bei mir in der Bibliothek, bei einem Dienstleister in Europa zum Beispiel betreiben oder eben in der Cloud. Wenn in solch ein Cloud basiertes System Daten reinfließen, die da nicht reinfließen dürfen, Daten mit Personenbezug oder Sie wollen einfach aus ethischen Gründen Ihre Daten nicht in die U. Siehe auch gerade schicken, dann ist das natürlich eine ganz, ganz wichtige Erkenntnis, dass es eben diese verschiedenen Betriebsmodi gibt. Der nächste wichtige Punkt ist die Auseinandersetzung mit ethischen und rechtlichen Fragen. Wir hatten gerade schon über Bias bisschen gesprochen. Das ist also wichtig zu wissen, dass, wenn ich solche KI Systeme einsetze, ich mitunter oder auch meine Leser*innen Opfer von Diskriminierung werden. Ich muss damit transparent umgehen. So typische Begriffe wären gerade ey, iSlob. Es werden also Texte, Medien erstellt von minderer Qualität, die dann auch Auswirkungen auf die Literaturerstellung haben. Ich muss also natürlich jetzt in der bibliothekarischen Beratungssituation auch durchaus meine Leserinnen und Leser darauf hinweisen, dass nicht alle Daten, alle Werke, alle Medien noch komplett glaubwürdig sind. Weiterer Punkt, den wir vielleicht sogar in zwanzig sechsundzwanzig noch erleben, ist der sogenannte Modellkollaps. Vielleicht werden auch schon die Firmen davor erkennen, dass sie gar kein Geld verdienen mit diesem ganzen K-I-System und dann gar nicht mehr weiterentwickeln. Aber unter dem K-I-Kollaps haben wir ein ganz zentrales Problem, was wir eben in zum Beispiel großen Sprachmodellen finden. Ich habe Ihnen das mal visualisiert an einem Beispiel, was Sie sicherlich alle kennen. Sie kennen sicherlich die Habsburger Unterlippe. Und das gibt es bei K-I-Systemen auch. Wenn K-I-Systeme auf Daten im Internet trainiert werden und irgendwann im Internet nur noch K-I-generierte Daten vorliegen, dann füttern sich die K-I-Systeme mit ihren eigenen Erkenntnissen. Das Problem ist, sie sind nicht intelligent. Sie können keine Erkenntnisse gewinnen. Ein anderer Punkt, der eher rechtlich relevant ist, ist tatsächlich ein Kenntnis darüber, was mit der K-I-Verordnung konkret passiert. Und die K-I-Verordnung ist insofern ein bisschen überraschend für Sie vielleicht, weil eben nicht alle Regelungen da drin zum gleichen Tag in Kraft treten. Es gibt dann noch weiterführend diverse Ethikleitlinien, die kann ich jetzt in dem Rahmen des Vortrags gar nicht alle vorstellen. Eine habe ich Ihnen jetzt hier mal reingeschrieben von der Europäischen Kommission. Auch das sind Sachen, mit denen man sich auseinander auseinandersetzen soll. Was ist vertrauenswürdige K. I. Ein ganz kleiner Teil von ihren Mitarbeitenden, wahrscheinlich Menschen, die in irgendeiner Fachverantwortung stehen, IT nahe Bereiche. Ich setze mal voraus, dass jetzt Programmiererinnen in den Bereichen ausreichend KI kompetent sind. Die müssen zumindest verstehen, was ist maschinelles Lernen? Wie wird natürliche Sprache verarbeitet? Sie müssen auch verstehen, wie generative KI funktioniert. Große Sprachmodelle, generative KI kann natürlich auch auf Videos, auf Bildern funktionieren. Denken Sie an Deepfakes. Und auch was sinnvolle Einsatzszenarien dafür sind. Man sollte vielleicht in einer Führungsposition wissen, dass ein großes Sprachmodell eben nicht für mathematische Aufgabenstellung gebaut wurde. Ich sollte dann auch noch eine Bewertungskompetenz erworben haben, was die KI Systeme tatsächlich ausmacht, charakterisiert. Einmal Sicherheit, hatte ich vorhin auch schon mal bei den Cloudsystemen. Kann ich dieses System einsetzen, ohne dass Daten abfließen? Beziehungsweise kann ich mich darauf verlassen, dass die Ergebnisse vernünftig sind? Ist das System fair? Also gibt es großen Bias in diesen Daten? Kann ich das vielleicht anpassen an meine Bedürfnisse, dass es fair wird? Sind die Ergebnisse, die aus diesem Modell kommen, nachvollziehbar? Das ist ja für mich essenziell wichtig, wenn ich als Bibliothekar, als Bibliothekarin Leute beraten möchte, ihnen Tipps geben sollte und ich mir vielleicht Tipps generieren lasse, dann sollte ich natürlich verstehen, ob diese Literaturzusammenstellung beispielsweise überhaupt sinnvoll ist. Und ganz, ganz wichtig, und das ist so ein Thema, was meistens zu kurz kommt, die Nachhaltigkeit. Brauch ich überhaupt ein K-I-System für meinen spezifischen Usecase? K-I-Systeme sind dadurch gekennzeichnet, dass sie, wenn wir uns die großen Sprachmodelle angucken, unglaubliche Mengen an Energie, Wasser verbrauchen, überhaupt trainiert zu werden. Und dann auch für die Inferenz, also die Anwendung dieser KI Systeme, brauchen Sie auch Unmengen an Energie. Da gibt es häufig auch Lösungen, die das viel effizienter hinkriegen. Kommen wir aber auch noch mal aufs Kernthema zurück. Wie vermittel ich jetzt diese K-I-Kompetenzen? Und da würd ich Ihnen 'n Aufbau vorschlagen, der immer gleich ist und sich relativ kurzfristig umsetzen lässt. Vielleicht haben Sie's auch so umgesetzt bereits, denn wir wissen ja, seit einem Jahr sind wir alle K-I-Kompetent. Man kann also eine Kombination machen aus Theorie und Praxis und das über vier mal vier stunden, also halbe Arbeitstage zum Beispiel strecken. Ich würd beginnen mit der Einführung KI für Bibliotheken. Da würd ich Grundbegriffe und Hypes benennen, auch wie man das tatsächlich verwenden kann. 'N Bewusstsein schaffen für Chancen und Risiken. Aufzeigen, in welchen Bereichen KI bereits jetzt verwendet wird, ne. Sie müssen immer davon ausgehen, dass Ihre Mitarbeitenden da unterschiedliche Vorkenntnisse haben. Auch noch mal explizit auf verborgene KI Systeme eingehen. Also OCR hatten wir ganz zu Beginn. Und dann würde ich, so einen gemeinsamen Abschluss zu finden, vielleicht eine interaktive Gruppenübung machen, wo sie erst mal ihre Mitarbeitenden in die Diskussion bringen, dass man erst mal schaut, wo könnte denn jetzt KI aus Sicht ihrer Mitarbeitenden ihre Arbeit unterstützen? Zweiter wichtiger Punkt, Datenqualität, Datenschutz, Bias. Also alles, was so ein bisschen in Datenmanagement Ethik abzielt. Also ich muss Verständnis für Trainingsdaten, Metadaten haben, hatte ich vorhin schon gesagt. Zum Teil kennen wir uns damit aus in den Bibliotheken. Einführung in die KI vor Ort, dass man zwar weiß, worum es da überhaupt geht, paar ethische Richtlinien. Und dann würd ich eine Fallstudie ansetzen. Einfach mal paar ethische Fallbeispiele raussuchen, dass man prüfen kann, was für ethische Implikationen hat der Einsatz eines KI Systems in dem Usecase, den ich mir anschaue. Darauf folgend würde ich mich auf die Werkzeuge und Anwendungen stürzen. Also einmal aufzeigen, was gibt es für typische KI-Tools? Das sollten Sie natürlich auch für Ihre Bibliothek immer so gestalten, dass es für Sie passgenau ist. Praxisbeispiele wären automatische Indexierung von Nacken, KI basierte FAQs, Chatbots. Und da kann man als Übung dann wieder ganz gut einfach sich ein, zwei Tools mal nehmen und die Tools bewerten. Sind die verlässlich? Sind sie benutzungsfreundlich? All diese Punkte. Und am Ende, das mag Sie vielleicht bisschen überraschen, weil's gar nicht so direkt die, ja, Kernk-i-Kompetenzen geht, geht's son bisschen diesen strategischen Aspekt. Wie führen wir KI in unserer Bibliothek ein? Was für Rollen, was für Verantwortungsbereich bräuchte er? Wie kommuniziere ich da drüber? Und das würde ich tatsächlich ausarbeiten lassen mit so einer Zielstellung, dass man sagt, okay, wenn wir jetzt eine der wenigen Bibliotheken sind, die weder K-I-Kompetent sind noch sich mit dem Thema beschäftigt haben, dann stellen Sie doch einfach Aktionsplan gemeinsam, wie Sie in zwölf Monaten zu diesem Punkt kommen. Jetzt hab ich Ihnen noch eine letzte Frage offengelassen. Und diese letzte Frage ist für Sie wahrscheinlich relativ wichtig. Muss ich jetzt eine externe Fortbildungseinrichtung beauftragen, dass Sie meine Mitarbeitenden schulen? Also habe ich durch die K-I-Verordnung einfach nur Kosten? Und die Frage kann man einfach beantworten. Nein, müssen Sie nicht. Allerdings sollten Sie sich auch immer bewusst sein, dass natürlich die K-I-Kompetenzen, die Sie vielleicht vor einem Jahr erworben haben, weil Sie ja zu dem Stichpunkt fertig sein wollten, nicht die K-i-Kompetenzen sein werden, die Sie morgen benötigen. Sie müssen also kontinuierlich Ihr Personal weiterbilden. Damit danke ich Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Ich hoffe, dass ich Ihnen trotz meinem sehr, sehr spät gehaltenen Vortrag ein Jahr zu spät paar Information mitgeben konnte. Und im Anhang zu diesen Folien finden Sie natürlich noch meine Quellen und diverse Links zu kostenlosen Angeboten wie dem K-i-Campus oder dem i-gav-Campus, der Ihnen ein reichhaltiges Angebot bietet. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich freue mich auf Ihre Fragen. Tschüss. Ja, hallo zusammen. Danke fürs Kommen und das Interesse an unserem Vortrag. Wir sind heute zu dritt hier. Ich hab meine beiden Kolleg*innen mit dabei. Das sind Lena Gehricke und Simon Kugler. Mein Name ist Elena Lutz. Wir sind von der TIP HANNOVA und arbeiten eigentlich alle auch an unterschiedlichen Stellen des Hauses. Aber wir sind alle Teil einer internen Arbeitsgruppe zu K-I- und Informationskompetenz der IKOI Gilde. Und ja, dazu erfahren Sie mehr später. Ich wollte gerne auch noch David Stoelger erwähnen. Der ist heute nicht mit dabei, hat aber auch bei unserem Vorhaben mitgearbeitet und wichtige Inhalte auch beigesteuert. Und wir beschäftigen uns so in den nächsten zwanzig Minuten mit dem Thema, wie wir in Bibliotheken fit für KOI werden, also wie wir für uns selbst beziehungsweise in Teams auch nötiges Wissen aufbauen können. Und zu Anfang möchte ich gerne einige best practices mit Ihnen teilen. Entstanden sind die auf einem Barcamp, das wir letztes Jahr im September durchgeführt haben. Thema des Barcamps war Teaching AI, also quasi, wir haben uns die Schnittstelle von K-I und Informationskompetenz angeschaut, konkret auch mit Bibliotheksbezug. Und die Teilnehmenden haben auf dem Barcamp zum Thema interner Kompetenzaufbau sehr spannende Beobachtungen auch geteilt. Also interne Dynamiken und Tendenzen, wie sich Bibliotheken zu dem Thema auch organisieren. Und ja, die wichtigsten Erkenntnisse möchte ich auch in aller Kürze einmal benennen. Das wäre zum einen bildet Banden. Also es besteht Austausch und Vernetzungsbedarf auf verschiedenen Ebenen, also beispielsweise teamintern, aber auch einrichtungsübergreifend. Und es braucht also Räume, in denen dieser Austausch stattfinden kann. Und wichtige Faktoren sind nach meinen Erfahrungen zunächst mal ein konkretes Thema, das auch den Rahmen vorgibt, also einfach nur zu einem offenen Austausch zu treffen. Das ist bisschen zu wenig. Und zum anderen Formate, also die geeigneten richtigen Formate, in denen dann auch ein offener Austausch auf Augenhöhe stattfinden kann. Dann zum zweiten, tragfähige Strukturen statt Einzelkämpfer*innen. Es wurde auch beim Barcamp die Beobachtung geteilt, dass Expertise zu KI Themen oft bei Einzelpersonen angesiedelt ist. Also entweder freiwillig, aber auch manchmal unfreiwillig. Also entweder hat sich eine Person den KI Hut aufgesetzt oder den Hut aufgesetzt bekommen und das sorgt für Inselbildung von Expertise. Und andere im Team fühlen sich dann schnell weniger kompetent oder auch nicht zuständig. Und das ist in der Regel keine tragfähige Struktur, aus der heraus auch so gute Vermittlungskonzepte oder Strategien entstehen. Also sinnvolle Organisationsentwicklung sollte betrieben werden und es sollten auch mehrere Menschen ins Boot geholt werden. Das ist wichtig. Dann nächster Punkt, Ressourcen strategisch verhandeln. Das ist, denke ich, auch selbsterklärend. Der Aufbau von KI Kompetenz und das Entwickeln neuer Formate kostet eben Zeit und Personal. Und diese Ressourcen, die benötigt werden, die sowieso immer etwas knapp bemessen sind, die sollte man auch aktiv verhandeln. Dann nächster Punkt, Nachnutzung als gute Praxis etablieren. Es wurde beobachtet, dass eigentlich schon viele Materialien und Konzepte existieren, die Nachnutzung aber oft bisschen zögerlich ist. Also die Bereitschaft, etwas bereitzustellen, ist oft ein bisschen besser als tatsächliche Nachnutzung. Denn es gibt Hürden, beispielsweise wird etwas zurückhaltend gehandelt, wenn es keine Eigenleistung darstellt oder das Logo der eigenen Einrichtung nicht drauf ist. Und hier haben wir im Barcamp gesagt, wir müssen eigentlich auch eine andere Haltung entwickeln, was Nachnutzung angeht. Also Nachnutzung ist eine gute Praxis und das kann man auch selbstbewusst tun. Genau, dann komme ich zum letzten Punkt, nämlich Verantwortung übernehmen und eine kritische Haltung auch in Vermittlungsformaten stärken. Es gibt ganz offensichtliche Kritik auch an generativer KI als solcher und auch insbesondere an dem Einsatz von KEIN in Lernprozessen. Und es gibt eben die typischen Probleme wie den Ressourcenverbrauch, die Qualität des Outputs, auch Geschäftspraktiken der Firmen, die hinter KOI stehen. Und die Teilnehmenden des Barcamps haben sich insgesamt mehr Mut gewünscht zu klar kritischen Haltung innerhalb der Bibliothekscommunity. Und auch, dass diese Kritik zur Sprache kommt und sinnvoll in Vermittlungsformate einfließt. Also wie jetzt eine werteorientierte Vermittlung konstruktiv erfolgen kann, finde ich persönlich auch eine sehr spannende Frage. Aber das führt an der Stelle etwas weit. Deswegen beschränke ich mich jetzt erst mal auf diese fünf Punkte. Und wer dazu noch ein bisschen ausführlicher sich informieren will, in einer der nächsten OBIB Ausgaben wird auch ein Barcamp Bericht erscheinen, in dem wir diese Inhalte auch ein bisschen ausführlicher aufbereitet haben. Genau, also da kommt noch etwas, aber so viel erst mal dazu und dann gebe ich jetzt weiter an meine Kollegin Lena Gericke. Genau, und dann noch einmal Hallo auch von meiner Seite. Ich bin jetzt einmal hier, so ein bisschen zu erzählen, wie wir das jetzt hier an der TIP umgesetzt haben, halt diese KI, IK Themen so ein bisschen besser aufzubereiten, intern besprechen zu können. Und Elena hat es im Intro ja auch schon einmal erwähnt. Wir haben die sogenannte ecooki Gilde gegründet. Ecooki, da fragt man sich jetzt vielleicht, okay, was steckt überhaupt dahinter? Ecooki lässt sich auflösen in Informationskompetenz und künstliche Intelligenz. Und wir behandeln halt diesen Themenkomplex, wie geht Informationskompetenz mit künstlicher Intelligenz zusammen, was können wir vermitteln? Und viele fragen sich jetzt vielleicht auch, okay, und warum eine Gilde? Also wo kommt überhaupt dieser Begriff her? Eine Gilde bezeichnet so ein bisschen, dass es eine freiwillige Interessensgemeinschaft ist. Diesen Begriff hatte Elena damals mal aufgeschnappt, hat den dann bei uns, vorher waren wir jetzt so eine kleine Austauschrunde. Wir hatten auch keinen richtigen Namen, wie wir uns genau benennen und dann hat Elena diesen Begriff mitgebracht, dass wir halt sone Interessensgemeinschaft sind. Das heißt, dass wir jetzt keine feste AG sind, also sone Arbeitsgruppe, die sich halt immer zu festen Terminen trifft, diese festen Strukturen von der AG hat, sondern wir wollten's halt son bisschen offener, lockerer gestalten, dass halt wirklich jeder, der sich von diesem Komplex angesprochen fühlt, halt sich auch angesprochen fühlt, bei uns vorbeizukommen, mal reinzuschnuppern. Genau, was bei uns auch natürlich wichtig ist, Elena hat das auch gesagt, wir sind alle aus verschiedenen Bereichen, verschiedene Standorte. Wer die TEB kennt, weiß, sie ist sehr groß. Deswegen war es uns auch wichtig, teamübergreifend agieren zu können, dass halt auch Menschen aus den verschiedensten Abteilungen, insofern sie was mit Informationskompetenz zu tun haben, natürlich auch Teil der Gilde werden können. Wir sind natürlich auch bewusst agil gestaltet, dass es halt keine festen Strukturen gibt. Und was hier auch noch als weiterer Begriff aufgeführt ist, ist das sogenannte Shared Leadership. Das ist jetzt auch ein neues Konzept, was wir so ein bisschen ausprobieren wollen, was bis jetzt auch richtig gut funktioniert. Dass wir halt sagen, dass es jetzt nicht dieses Einzelkämpfer Syndrom wieder gibt, dass einer halt für die Gilde zuständig ist, sondern dass wir halt gemeinsam die Gilde geschaffen haben, sie gemeinsam weiterentwickeln und dass halt jeder son bisschen Leaderaufgaben übernimmt, sag ich jetzt mal. Genau, aber was genau macht denn jetzt überhaupt die ecooky gilde? Wir sind halt, wie schon gesagt, hatte eine Austauschgruppe für IK und KI und wollen uns halt son bisschen über Entwicklungen im Bereich von KI updaten, weil wir merken es alle, KI ist schnelllebiges Thema. Jeden Tag kommen neue Information, neue Tools, die man testen kann. Und wenn man das alleine oder selbst auch in so einer kleinen Gruppe macht, kann das ein bisschen überfordernd sein. Deswegen versuchen wir einfach gemeinsam in dieser Konstellation uns einfach auszutauschen, Entwicklungen, die andere vielleicht noch gar nicht mitbekommen haben, ein bisschen auszutauschen, dass man gemeinsam einen besseren Überblick hat. Deswegen haben wir uns jetzt doch auch dazu entschieden, doch regelmäßige Treffen anzusetzen, weil wir gemerkt haben, okay, mit dieser etwas zu lockeren Herangehensweise haben wir diese Informationsflut, die da manchmal auf uns zukommt, gar nicht im Griff. Deswegen haben wir da jetzt auch gesagt, okay, wir haben doch einmal im Monat Treffen, aber natürlich auch wieder offen. Wer vorbeikommen kann, kann vorbeikommen. Wer sagt, okay, ich hab andere Termine oder ich schaff's gerade vielleicht zeitlich nicht. Niemand ist daran gebunden. Oder wenn man sagt, ah okay, die Themen, die dieses Mal besprochen werden, die sind jetzt in meinem Bereich nicht ganz so wichtig, dass man halt nicht diesen Druck hat, okay, ich muss hinkommen bei AG. Genau. Dann natürlich auch die Peer Beratung, also wie wir intern unsere Kolleginnen zum Beispiel schulen können, denen son bisschen diese Hemmung, die Angst vor KI nehmen können, dass wir halt auch diesen internen Kompetenzaufbau haben, dass Kolleginnen, die jetzt vielleicht am Anfang als KI aufgeschwappt ist, gesagt haben, oh Gott, das ist Thema, mit dem werd ich mich nie auseinandersetzen können. Ich werd jetzt schon nicht hinterherkommen, dass wir denen halt einfach son bisschen diese Angst nehmen können. Dann ist für uns natürlich auch die Vernetzung wichtig. Einmal natürlich die interne Vernetzung, dass wir halt viele Standorte, viele verschiedene Teams, Abteilungen, dass wir da einfach son bisschen hinkriegen, verschiedene Spezialisten, Expertinnen zu finden, die auch sagen, okay, ich arbeite mit K. I, ich kann euch dazu ein bisschen was erzählen, dass wir einmal innerhalb der TIB diese Vernetzung schaffen, aber natürlich auch die Vernetzung nach außerhalb. Da haben wir zum Beispiel auch schon mit vielen hannoverschen Bibliotheken wie zum Beispiel der GWLB, also Gottliebhaberleibnis Bibliothek, Kooperationsmöglichkeiten, auch darüber hinaus, also überall, wo Menschen zum Beispiel auch in Bibliotheken merken, okay, ich komme mit KI nicht so voran, wollen wir halt auch so eine Anlaufstelle sein und uns halt so ein kleines Vernetzungssystem aufbauen. Und dann natürlich ein wichtiger Part sind die Projektarbeiten und die Ideen, die wir gemeinsam in der Gilde entwickeln. Da gehe ich jetzt im nächsten Punkt auch direkt darauf ein, nämlich die Projekte, die wir schon erfolgreich abgeschlossen haben beziehungsweise an denen wir noch so ein bisschen arbeiten. Das ist jetzt hier nur so eine kleine Handvoll Projekte. Wir haben schon ein bisschen mehr geschafft, aber die drei, auf die wir, glaube ich, sehr stolz sind, ist natürlich einmal das TeachingAI Barcamp. Das hatte Elena eben auch einmal erwähnt. Da haben wir es wirklich geschafft, ein Barcamp in einer Runde von dreißig Teilnehmern aufzustellen und diesen Austausch für Menschen, die auch wieder mit IK arbeiten, aber auch sich mit KI beschäftigen, zu schaffen. Dass man einmal sowohl so einen Raum für Austausch, vielleicht auch für Frust, den man in diesem Bereich empfindet, so ein bisschen zu schaffen, aber auch gemeinsame Lösungsmöglichkeiten entwickeln, einfach sich so ein bisschen austauschen, okay, wie läuft es an eurem Standort, wie läuft es an eurer Bibliothek, dass man halt einfach diesen gemeinsamen Raum hat. Und durch die Folie, die ja davor hier schon war, hat man gesehen, okay, wir haben auch wirklich gute Punkte erarbeitet. Und ich kann auch nur noch mal darauf hinweisen, wenn der Bericht rauskommt, unbedingt durchlesen. Also da sind superspannende Ergebnisse rausgekommen. Ein weiteres Projekt, was wir gemacht haben, sind sogenannte K-I-Bausteine. Da sind damals Kolleg*innen auf uns zugekommen, auch wieder aus dem Auskunftsbereich, die halt Schulungen geben und gesagt haben, ich würd super gerne K-I einbinden, ich bin mir aber überhaupt nicht sicher, wie ich's schaffen kann. Und dann haben wir drei uns tatsächlich auch wieder zusammengesetzt und mal geschaut, okay, was für eine Struktur können wir schaffen, dass nachhaltig KI Inhalte in Schulungen eingebaut werden können und haben sogenannte KI Bausteine entwickelt, die zu verschiedenen Themenkomplexen innerhalb von generativer KI, zum Beispiel wie funktioniert Recherche, wie funktionieren LLMs überhaupt, haben wir so ein bisschen Bausteine entwickelt, die halt von Kolleginnen nachgenutzt werden können. Und das letzte Projekt, zu dem ich persönlich jetzt gar nicht so viel erzählen werde, sondern gleich mein Kollege, ist der K-Kompass. Den soll es heute gehen. Und deswegen gebe ich jetzt für den nächsten Punkt an Simon Kugler, der euch oder Ihnen so ein bisschen was über den K-i-Kompass erzählen wird. Ja, damit auch ein Hallo von meiner Seite. Ich darf jetzt eben einmal den K-i-Kompass vorstellen. Der K-i-Kompass ist als internes Projekt gestartet und hat aber auch dann eine Entwicklung genommen, auf die wir gleich noch eingehen. Aber was ist überhaupt der Kompass? Der Kompass ist ein Leitfaden für den Umgang mit generativer KI in der Informationsvermittlung. Informationsvermittlung in dem Kontext relativ breit gefasst, das heißt, das betrifft Schulungsformate, Kursangebote, Veranstaltungen, Events, aber auch die tagtägliche Auskunftsarbeit. Genau, dementsprechend richtet sich der Kompass auch primär an unsere Auskunftsteams hier in der TIB, die eben diese Bereiche bei uns bespielen. Darüber hinaus aber natürlich auch an alle Kolleginnen und Kollegen hier in der Einrichtung, die sich eben für KI und Informationskompetenz interessieren. Ja, wie schon angedeutet, das war auch ein Wunsch tatsächlich aus den Auskunftsdiensten. Also wir haben da einfach gemerkt und auch gehört, gesagt bekommen, dass es da Bedarfe gibt, gerade wenn man bei dem Thema vielleicht der Meinung war, den Anschluss bisschen verloren zu haben. Wie kommt man gut in dieses Thema rein? Was für Zugänge bieten sich einem da und dann haben wir eben gesagt, okay, damit ist für uns in der Gilde auch von Anfang an klar, wir müssen die Bedarfe auch erfassen, die eben in den Ausgangsteams vorliegen und haben dafür ein offenes Treffen angesetzt und haben genau Gespräche geführt und gemeinsam darüber gesprochen, okay, was braucht es denn überhaupt? Also wie können wir möglichst zielgerichtet Wissen auch aufbauen beziehungsweise Information bereitstellen? Und von Anfang an stand damit auch fest, dass wir im Grunde im laufenden Prozess auch immer wieder Feedback einholen und jetzt auch im Nachgang, wo der Kompass veröffentlicht wurde, gerne Rückmeldungen entgegennehmen, ob das von den Inhalten auch noch passt oder ob zum Beispiel Ergänzungen oder Änderungen vorgenommen werden müssen. Vier Aspekte waren uns also besonders wichtig. Einerseits eben, dass es bedarfsorientiert erfolgt. Das gilt also nicht an dem vorbeiarbeiten, was die Kolleginnen und Kollegen brauchen, dass es praxisnah ist, genau, und dass es nicht sich einfach nur in der Theorie verliert, dass es auch übersichtlich ist. Übersichtlich im Sinne von, dass wir Information sachlich richtig, aber trotzdem so knapp wie möglich vermitteln wollten und auch, dass der Kompass auch ansprechend ist und auch sich gut handhaben lässt, weshalb er dann auch in unser WICI integriert wurde, was ich jetzt dann einmal im Browser zeigen würde. Genau, jetzt sind wir hier bei uns im internen WICI und der K-Kompass ist im Grunde eine eigene Seite. Genau, beginnt mit einem plakativen Bild, natürlich auch mit K-I-Generiert, wir konnten nicht umhin. Und wir haben uns ein Motiv gesetzt für diesen Kompass, deswegen heißt er auch Kompass und nicht Handreichung, nämlich ein Reisemotiv. Am Anfang gibt's paar Information, wer überhaupt dafür verantwortlich ist und dann geht's inhaltlich los. Wir starten am Ausgangspunkt, also was liegt vor dir? In dem Abschnitt erklären wir einmal kurz und knapp, was ist denn überhaupt eine generative KI, aber auch welche Tools stellen denn eben die TEW, aber auch die Liveliz Universität zur Verfügung? Also was habe ich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter für Möglichkeiten, wenn ich generative KI datenschutzkonform nutzen möchte. Genau, weiter geht es mit den Reisevorbereitungen, also all das, man wissen sollte, gut gerüstet zu sein, wenn man sich mit KI auseinandersetzt. Da geht es vor allem einerseits rechtliche Aspekte, typische Probleme generativer KI. Wir kennen sie mittlerweile zuhauf. Es geht aber auch darum, welche Tools besonders gut sind. In dieser Frage nehmen wir uns einmal an, welche Techniken man auch nutzen kann, damit generative KI bessere Antworten bietet, wie man KI im besten Fall zitieren sollte und auch der Aspekt, wie nachhaltig denn überhaupt die Nutzung von generativer KIs beziehungsweise auf was für ja, Herausforderungen man auch da stößt. Genau, dann geht es wirklich rein in die Praxis, den besten Weg finden. Da geht es dann eben Beratung und Schulung und vor allem auch noch mal eine Kontextualisierung, also was für Rahmenbedingungen gelten denn für die Studierenden der Leibniz Universität? Was sollten sie dementsprechend bei der Nutzung auch berücksichtigen? Und ganz wichtig auch, mit wem sollten Studierenden bei Unsicherheiten sprechen? Weil wir natürlich nicht alle Fragen beantworten können. Wir versuchen bei diesem Thema so beizuhelfen, wie es uns möglich ist, aber viele Fragen liegen dann eben auch entsprechend bei den Instituten oder Lehrenden. Und zu allerletzt haben wir auch eine kleine Sammlung von Reiserfahrungen angelegt, also was wir schon erlebt haben. Das wird Ihnen vielleicht auch bekannt vorkommen, halluzinierte Literaturangaben, Studierende oder Nutzer*innen, die allgemein Angst haben, dass sie, wenn sie KI verwenden, unglaubsichtig Plagiate erstellen oder die mit KI arbeiten, am Ende feststellen, dass sie überhaupt nicht mehr unterscheiden können, was ihre Eigenleistung ist und was von der KI stammt. Genau, diese Sammlung kann eben dann auch, je nachdem, was uns noch so begegnet, weiter anwachsen. Ja, das war quasi der erste Schritt, den wir unternommen haben, nämlich den Kompass als internes Dokument zu entwickeln. Jetzt sind wir aber an einem Punkt angekommen, wo wir den Compass auch als offene Lernressource, als OER zur Verfügung stellen möchten und das hat den Hintergrund, dass wir einerseits aus der Bibliothekscommunity entsprechendes Feedback bekommen haben, als wir den Kompass auf der BibliotheksCommunity beispielsweise letztes Jahr erwähnt haben, dass es doch gut wäre, da mal Einblicke zu bekommen und zu sehen, wie wir das aufgebaut haben. Andererseits gab es auch eine Kollegin hier intern, die gesagt hat: Wir haben doch eine eigene Moodle Instanz mit Törn. Wäre es nicht eine Möglichkeit, da auch den K.-i.-Kompass öffentlich zur Verfügung zu stellen? Genau, und diesem Wunsch sind wir auch gerne nachgekommen und haben uns dann zum Ziel gesetzt, eben pünktlich zur VBIP Anfang Dezember eine Betaveron online zu stellen, die eben über unsere Moodle Instanz Törn zur Verfügung steht und damit offen ist auch für die gesamte Bibliothekscommunity und darüber hinaus auch wieder natürlich an alle interessierten Personen an diesen Themenkomplex. Genau, was uns wichtig ist, das, was auch vorher schon wichtig war, es soll bedarfsorientiert bleiben, es soll übersichtlich bleiben, auch ansprechend und handhabbar im Übergang, im Umgang. Was jetzt quasi neu mit dazugekommen ist, was das interne Dokument nicht leistet, aber natürlich eine Lernressource leisten sollte, dass wir auch interaktive Elemente mit einbinden, zum Beispiel Quizzes. Genau, und wie sich das dann eben gewandelt hat in der Übertragung von einem internen Wiki Dokument auf die Moodle Instanz Törn. Das würde ich jetzt im Anschluss einmal zeigen. So, jetzt befinden wir uns hier auf der Startseite von unserer Moodle Instanz Törn, Tip open education. Genau, es gibt auch noch weitere Kurse, aber das, ich Ihnen jetzt einmal zeigen möchte, ist eben der K-i-Kompass. Der ist eben auf dieser Plattform freigegeben. Wenn Sie einfach K-i-Kompass und Törn einmal bei Google eingeben, dann finden Sie ihn da auch ganz schnell hin. Und man sieht hier schon, es ist natürlich ein bisschen anders strukturiert als intern im Wiki. Es gibt tatsächlich auch Veränderungen in der, ja, Aufbereitung, also wie die Kapitel angelegt sind. Es gibt auch mehr Inhalte, also da ist schon Neues mit dazugekommen, was jetzt nicht mehr nur im internen Bereich liegt, sondern, sagen wir, exklusiv auch für den Kurs gestaltet wurde. Und wir haben aber auch Abschnitte inhaltlich noch mal ergänzt und zum Beispiel auch Grafiken angereichert, wie hier der Abschnitt, was generative KI ist. Genau, einfach das ein bisschen auch zu öffnen das Thema und diesen Kurs dafür zu nutzen, doch nochmal ein bisschen mehr in die Tiefe auch reinzugehen. Dann gibt es eben auch, wie schon gesagt, Möglichkeiten interaktive Elemente einzubinden. Damit haben wir jetzt mal angefangen. Den Part wollen wir aber auch noch stärker ausbauen, also dass es noch mehr interaktive Elemente gibt. Und genau, auch dank unseres Kollegen David Stoölker haben wir auch sehr viele Inhalte nochmal dazu bekommen, die sich ethische Dilemmata drehen. Es geht Vorurteile, Biases. Genau, und was man vielleicht noch eben berücksichtigen sollte, wenn man sich dieser Technologie annimmt und was man vielleicht auch gut mit eben in die eigene Vermittlung mit reinnehmen kann. Genau, das ist also der TERN Kurs, der daraus entstanden ist. Wie gesagt, ist eine Betaverission, das heißt es wird noch neue Inhalte geben und wir sind eben auch sehr interessiert daran, deshalb klicke ich hier einmal in den Bereich rein. Wir haben ein Forum angelegt, Rückmeldungen auch aus der Community zu erhalten, wie wir diesen Kurs noch weiter verbessern können. Und damit geht es dann zurück zu Elena, die spricht unsere Schlussworte. Gut, dann mache ich jetzt den Abschluss ganz kurz. Zunächst, es gibt auf der Kursseite des K-i-Kompasses noch ein Forum und da freuen wir uns über Feedback. Also, es ist eine Registrierung dazu notwendig, aber es freut uns, wenn Sie diesen Schritt tun und uns dort eine Rückmeldung hinterlassen. Alternativ schreiben Sie uns gerne eine Mail. Wir freuen uns auch hier über Feedback zum Kurs, aber auch darüber hinaus. Also wenn Sie Interesse haben, Kontakt zu uns aufzunehmen, melden Sie sich gerne unter der Adresse teaching. Aitipp. Eu. Ja, das wär's an der Stelle von unserer Seite. Ihnen ganz herzlichen Dank fürs Zuhören und wir freuen uns auf den Austausch gleich. Ja, wir freuen uns auch auf den Austausch. Das ist der letzte heute, aber natürlich nicht minder spannend und von daher hallo in die Runde. Freuen uns sehr, dass Sie da sind. Genau, wir haben ja einen Krankheitsfall an der Stelle. Frau Gerike ist nicht dabei jetzt, aber trotzdem vielen Dank schon mal für den Vortrag, den wir bekommen haben. Und ich bin mir sicher, dass wir auch so hier in dieser Fünferrunde auch viele Fragen beantworten können. Wir haben auch ein, zwei Fragen oder Anmerkungen im Chat bekommen. Da natürlich auch noch mal die Einladung. Letzte Chance, wenn Sie irgendwas wissen wollen, ist jetzt die Gelegenheit, diese Frage noch zu stellen. Aber starten wir mit Ihnen, Herr Zellhiffer. Das Ganze, Sie haben es ja selber sehr deutlich gemacht, so richtig klar ist halt nicht, was ist die, also wie müssen diese K-I-Kompetenzen letzten Endes bei den Mitarbeitenden ankommen? Welche Form der Schulung, was überhaupt? Also das haben Sie ja sehr deutlich gemacht. Jetzt mal mit Blick auf diese Beispiele, die wir in Hannover gesehen haben, also vom K-i-Kompass über Barcamps etc. Sind das würde so was schon als Schulung oder schon als Kompetenzvermittlung gelten? Ja, das müssen wir wahrscheinlich im Zweifelsfall irgendwelche Rechtsanwältinnen klären. Sehr diplomatische Antwort. Es ist halt ein sehr, sehr unscharfer Begriff. Und was die KI Verordnung im Wesentlichen ja ausdrückt, ist der Punkt, dass ich je nach Anwendungsszenario Kontext schulen muss. Also die Kolleginnen in der TIB hatten ja gesagt, sie machen generative KI in dem Bereich. Klar, das ist in der im speziellen Anwendungsbereich relevant, aber es gibt halt sehr, sehr viel mehr Use Cases in den Bibliotheken, wo es wahrscheinlich nicht ausreichen müsste. Also wenn ich jetzt zum Beispiel eine Titelübernahme habe, die maschinell erstellt wurde oder maschinell angereichert wird, dann müsste ich das auch noch mal schulen. Das ist natürlich für jede Gruppe separat zu betrachten. So eine Grund KI Schulung, ich, darum kommt man nicht rum, weil auch die Leute in der Auskunftstheke, von denen ja primär gesprochen wurde, die haben auch wahrscheinlich Chunkie Mail Behälter. Dann eine Frage, die auch viele wahrscheinlich umtreibt, ist immer diese Form des Nachweises. Also muss ich eine Anwesenheitsliste dann an der Stelle führen? Vielleicht können Sie da noch bisschen mehr drauf eingehen. Kommt dann irgendwann jemand vorbei und sagt so Heft raus zum Diktat? Also wie sieht das Ganze da aus? Wie kann kann ich für mich sicher dann auch abheften oder digital abheften? Ich habe hier wirklich meine Mitarbeitenden oder meine Zielgruppe quasi geschult? Es gibt wahrscheinlich sone geheime KI Polizei, die dann noch eingeführt wird. Bekannte sind mir noch nicht, wahrscheinlich eher geheim. Das ist alles nicht spezifiziert. Ich muss sicherstellen als Arbeitgeber, dass meine Leute KI kompetent sind. Anwesenheitslisten weiß ich nicht. Also ich mach ja viel Hochschullehre, wie Sie wissen. Nur Anwesenheit führt nicht dazu, dass ich eine Klausur erfolgreich unbedingt bestehe. Deswegen ist wahrscheinlich auch dieser Bietermarkt so groß geworden, dass immer mehr Anbieter auftreten, die sagen, wir zertifizieren euch das. Ich denke, das kriege ich aber auch selber hin, indem ich wie sone Art Wissensquizsmarke, also was die Kolleginnen von der TIBEL auch gesagt hatten, OER Ressourcen nachnutzen, die kann ich ja tatsächlich damit verbinden, dass ich vielleicht auch ein Abschlusszertifikat, eine Art Prüfung mache beziehungsweise auch auf dem K-i-Campus, den Sie in meinen Folien ja noch finden als Link, da kann ich tatsächlich bestimmte Kurse absolvieren, umsonst tatsächlich, wo ich auch ein Teilnahmezertifikat kriege. Also das ist alles möglich. Das Problem wird wahrscheinlich eher sein, dadurch, dass diese Kompetenzen sich so häufig verschieben, muss ich halt regelmäßig eigentlich meine Mitarbeitenden schulen oder warten, bis die erste Klage kam, dass wir ein bisschen Rechtsklarheit kriegen. Die KI Polizei hab ich auch noch nicht gefunden, aber wenn Sie da, sag ich bescheid. Ja, die nächste Frage, die haben Sie mir quasi vorweggenommen, Herr Zellehöfer? Ich wollte einfach wissen, okay, wenn ich jetzt als Bibliothek sag, ja klar, wir machen selber Schulungsangebote, wir schulen unsere Mitarbeitenden selber, wir haben quasi Trainer oder Leute, die sich dafür interessieren, wo könnte ich mich denn so quasi train so trainermäßig aufschlauen? Jetzt sagten Sie den KI Campus als eine Möglichkeit. Die Angebote dort sind vielfältig und auch, ja, sehr bunt gestreut, quasi für Hochschulen, für Schulen et cetera. Gibt's darüber hinaus noch Möglichkeiten, wo ich mich aufschlauen kann? Na ja, zum Teil in den Bibliotheken selber. Also ich glaube, da profitieren aber wahrscheinlich eher die wissenschaftlichen Bibliotheken von, weil wir teilweise bei großen wissenschaftlichen Bibliotheken ja wirklich auch Abteilungen haben, die sich aktiv mit künstlicher Intelligenz beschäftigt. Wir hatten ja damals, als ich noch an der Staatsbibliothek zu Berlin war, ich glaub jetzt schon vor über zehn Jahren KI Forschungscluster aufgebaut. Das kann man natürlich wunderbar machen. Das ist jetzt für eine ÖB wahrscheinlich eher schwierig. Da würde ich wirklich auf so Sachen wie K-i-Campus gehen oder auch den IGAF Campus, der das ja auch noch mal tatsächlich im öffentlichen Dienstkontext einframed. Und dann kommt die schon tatsächlich relativ weit. Und ansonsten sind ja Bibliothekar*innen dafür bekannt, dass sie ganz gut im Netzwerken sind und sich offen über Information austauschen. Das ist ja nicht sone Stärke von meinem neuen Tätigkeitsfeld der öffentlichen Verwaltung. Von daher fragen sie rum, aber das haben ja auch die Kolleginnen von der TEB schon gesagt. Man muss das Wissen teilen und ich glaube, dann kann man sich wunderbar selber helfen. Richtig. Ja genau, Sharing is caring. Ja und damit gehen wir auch mal nach Hannover, denn Sharing is caring, das haben wir ja da auch sehr schön gesehen. Sie haben ja ganz, ganz viel schon auch bereitgestellt, auch als OER. Von daher wollen wir da noch mal bisschen drauf eingehen. Und was ich ganz spannend fand, das sind ja wirklich verschiedene Ansätze und verschiedene vielleicht auch Versuche vom Barcamp. Dann dieses offene Format son bisschen wer kommt, der kommt. Nachnutzung, also so ganz viele Bausteine, die da zusammenkommen, natürlich der K-i-Kompass. Können Sie so ein bisschen sagen, was sich besonders für welche Zielgruppe eignet? Also ich kann mir vorstellen, dass vielleicht nicht bei allem immer die gleichen Personengruppen drauf zugreifen. Wer möchte? Ich würd mal den Anfang machen. Gerne. Genau, also ich glaube, das ist so ein bisschen auch Ausdruck dessen, warum wir unterschiedliche Formate haben überhaupt, weil wir versucht haben natürlich auch unterschiedlichen Bedarfen und unterschiedlichen Personengruppen, sage ich jetzt mal, gerecht zu werden. Also die gilt es wirklich als eine offene Gruppe entstanden und ist ja auch immer noch, die eben teamübergreifend, teilweise auch abteilungsübergreifend arbeitet. Da sitzen die Leute drin, die auch eine intrinsische Motivation haben, Zeit und Mühe in dieses Team hereinfließen zu lassen. So ein bisschen der harte Kern quasi. Darüber hinaus gibt es aber auch intern noch hands on Formate, die dann eben im größeren Kreis auch niedrigschwellig Zugang bieten zu unterschiedlichen Themen oder auch Tools. Also das ist wirklich auch da eine breite Mischung von wir probieren einfach mal was aus über wir schnappen uns mal ein Thema wie Ressourcenverbrauch und diskutieren das intern mal durch. Genau bis halt hin wirklich dann zu diesen K-I-Bausteinen, die ganz konkret Hilfestellung auch für Kolleginnen und Kollegen sein sollen, die eben in Schulungen das Thema irgendwie mit reinnehmen wollen oder vielleicht irgendwann auch müssen und selber noch nicht so diese Sicherheit haben von sich und sagen, ich fühle mich nicht kompetent genug, dieses Thema mit einem guten Standing vor unseren Nutzer*innen zu besprechen und die dann hoffentlich mit dem Baustein diese Sicherheit dann entsprechend gewinnen können. Genau. Und wir versuchen immer, wie gesagt, bedarfsgerecht zu arbeiten. Wenn es noch wünsche gibt, dann genau, sind wir als Gilde quasi die Anlaufstellung, können das hoffentlich dann entsprechend auffangen. Ja, bedarfsgerecht, das Stichwort haben Sie gerade selber geliefert. Danke schön. Wie stellen Sie denn sicher, dass die Angebote, die Sie für Ihre Kolleginnen und Kollegen schaffen, auch wirklich bedarfsgerecht sind? Wie gehen Sie da auf die Leute zu? Kriegen die Fragebogen oder? Also wir haben eigentlich sehr gute Erfahrungen bisher gemacht mit offenen Treffen, in denen wir einfach Bedarfe auch erst mal sammeln. Und das heißt, wir haben eigentlich diese Hands on Struktur, die Simon Kugler gerade auch erwähnt hat, meistens genutzt. Das sind quasi Treffen, die so alle zwei Monate oder auch mal in weiteren Abständen stattfinden. Die nutzen wir, auch Feedback einzuholen, mal Dinge zu besprechen und ja, also da sind auch Gruppen unterwegs, die Vertrauen zu uns haben, die sich dann auch quasi äußern, was sie möchten, was sie brauchen. Genau. Damit haben wir ganz gute Erfahrungen gemacht. Ganz niedrigschwellig also. Genau. Ja, hat mich auch interessiert an der Stelle natürlich. Wie erfasst man denn am Ende diesen Bedarf? Und wir haben jetzt noch Ich wollte gerne noch eine Sache mit einbringen. Ich glaube, dass diese Frage an der Stelle eher an Sie geht, Herr Zellhöfer. Und zwar kam mir die Frage, was ist mit ehrenamtlichen Büchereien? Also wenn ich jetzt nicht irgendwie Wenn ich das wirklich ehrenamtlich mache, sowohl die Leitung als auch die Mitarbeitenden sagt man da wahrscheinlich gar nicht, sondern Ehrenamtlichen, die Ehrenamtlichen, bin ich dann auch verpflichtet, an der Stelle zu, sie nicken schon, gerne. Also davon ist auszugehen, ja. Also es gibt keine Unterscheidung zwischen unentgeltliche Professionalität und anderen Nutzungsformen. Es ist nur halt, ob ich privates Szenario habe oder ein professionelles. Und das Ehrenamt ist dann wahrscheinlich professionelles. Na ja, auch da müssten wieder Rechtsanwältinnen das tatsächlich klären. Aber es ist davon auszugehen, dass ich auch diesen Nachweis da erbringen müsste tatsächlich. Sachdienlicher Hinweis an der Stelle. Danke schön. Wir haben hier gerade eben auch von Herrn Zellhöh verdankenswerterweise noch den Hinweis bekommen, die angesprochenen Bausteine kann man wunderbar mit den Materialien vom KI Campus kombinieren. Also ich denke, wir haben dann da wirklich gutes Bündel letztendlich an Materialien, wie man letztendlich KI Kompetenzen dann eben tun im Team auch schulen kann. Ja, ohne sich das alles selbst wieder ausdenken zu müssen. Ja, und ich finde gerade vielleicht zum Abschluss noch auch die Beispiele aus Hannover zeigen ja auch, dass man auch mal starten muss irgendwo. Und ich glaube, ist dann auch okay, wenn man am Anfang vielleicht nicht alles schon weiß oder auch mal eine Schulung anbietet oder eben eine Möglichkeit wie ein Barcamp und vielleicht dann auch mal eine Frage hat, die man noch nicht beantworten kann. Aber anders entwickelt man sich ja nicht weiter. Von daher fand ich jetzt diese sowohl diese Praxisbeispiele als auch zu Beginn nach diesen fachlichen Einstieg ganz, ganz toll zum Abschluss. Wir haben ja noch sehr gutes Feedback bekommen mit Blick auf die Zeit. Und da wir leider eine kleine technische Herausforderung hatten und den ersten Vortrag noch mal neu starten mussten, würden wir an der Stelle jetzt einen Cut machen, uns bei Ihnen aber sehr bedanken für die tollen Einblicke. Und ja, machen Sie weiter so. Das sind, glaube ich, sehr, sehr gute Vorbilder und da können wir uns alle Stück weit fast von abgucken. Danke schön. Danke. Danke schön. Vielen Dank, danke. So Sabine, wir kommen so ein bisschen zum Ende. Unwahrscheinlich zwei Tage sind rum, aber wie so ein Schnipsen. Also es ging irgendwie blitzschnell. Viel Input. Viel Input. Also unwahrscheinlich. Was was nimmst Du mit? Eine Menge. Also ich werd gleich, glaube ich, im Zug sitzen und erst mal noch bisschen nachrattern. Ich glaube wirklich, anders auch anzuschließen, was ich gerade noch gesagt habe oder was hier auch deutlich wurde, ich nehm vor allem mit, dass man noch nicht alles wissen muss, kann. Und man trotzdem schon loslegen sollte. Also man muss, glaub ich, im Hinterkopf behalten, KI ist immer irgendwie auch Thema, was Risiken mit sich bringt. Ja. Was natürlich guten Rechtsrahmen braucht. Aber am Ende ist es Thema, was wir ausprobieren müssen. Und jetzt ist die Chance und jetzt ist die Zeit, wo auch Bibliotheken, glaub ich, ihren Platz finden. Viele suchen ihn noch, einige haben ihn schon gefunden. Und ich glaube, dieses Ausprobieren, motivierte Leute dabei zu haben, zu machen, ist ganz wichtig. Und ich finde, das ist über alle alle Verträge, alle Vorträge heute deutlich geworden. Ich bin auch bei den Rechtsvorträgen vorhin. Und das fand ich heute sehr, sehr, ja, eindrücklich gestern auch. Und ich glaube, das nehme ich mit und einfach ich nehme auch wieder eine gute Zeit mit hier, zwei tolle Tage voller Input. Aber wie ist es bei dir? Na ja, so von der Praxis her nehm ich auf jeden Fall mit klar Mut, anpacken, auch ruhig mit niedrigschwelligen Angeboten einfach mal starten, erste Erfahrungen sammeln und letzte Vortrag hat mir vor allen Dingen auch noch mal Mut gemacht, es gibt auch Materialien, auf die wir zugreifen können, ohne wirklich alles selber erfinden zu können. Ja, man muss das Rad nicht immer neu erfinden, oder die Sehr beruhigend. So, und dann wollen wir aber gar nicht die letzten Worte heute haben, sondern wir wollen noch mal an den Host dieser tollen Veranstaltung abgeben und übergeben zunächst noch mal an Steffen Dreiß, der sich hier mit ins Studio geschlichen hat. Hi Steffen, hi. Geschlichen ist richtig, ja. Es ist so weit. Das war's. Wir sind jetzt wirklich am Ende des Bibliotheksleitungstage fünfundzwanzig, sechsundzwanzig. Und wenn ich gestern noch erzählt hab, dass wir uns freuen, dass wir den Rekord von eintausendsiebenhundert Anmeldungen geschlagen haben und die eintausendachthundert da gekratzt haben, dann kann ich jetzt sogar sagen, wir haben im Laufe der Veranstaltung sogar die neunzehnhundert tatsächlich geschafft. Und das ist ein riesiges Wow, ein riesiges Dankeschön an Sie alle. War super. Wir würden uns sehr freuen, wenn das auch so bleibt. Und wir würden uns auch freuen, wenn es Ihnen gefallen hat, wenn Sie uns einfach mal schreiben. Also eine nette Mail an uns hilft uns auch immer intern noch mal die richtigen Argumente zu finden, dass wir im nächsten Jahr das auch wieder entsprechend anbieten können für alle und ja, würden uns da sehr freuen. Und es gibt auch den Feedbackbogen, den Sie ausfüllen sollen, alle ausfüllen sollen, der uns hilft, die Veranstaltung von Jahr zu Jahr einfach zu optimieren, zu gucken, was wir noch besser machen können. Ja, was bleibt mir jetzt? Jetzt kommt der Riesenmoment, wo ich mich bei euch bedanke. Es ist, ich weiß nicht, wie's wie's ihnen geht, aber für mich war das großartig, was die Moderation geleistet hat. Das war menschlich, es hat Spaß gemacht, es war kompetent, es war einfach professionell. Und ich glaube, es ist der Pfiff, der diese Veranstaltung einfach so macht, dass es den Gästen Spaß macht und dass wir da auch wirklich diese tollen Feedbacks kriegen. Deswegen ein ganz, ganz dickes Dankeschön an Sabine Wolf und an Linda Machwitz. Plus Wisecat. Danke zurück. Danke. Danke. Das war wirklich super. Wir haben auch im Laufe der Veranstaltung über verschiedene Kooperationen, Partnerschaften gesprochen. Bei dieser Veranstaltung sehen wir auch, wie wichtig es ist, professionelle Partner dabei zu haben. Denn ohne Pionierfilm wär diese Veranstaltung in dieser Form definitiv nicht möglich. Seit über fünf Jahren bringt sich POIONIR Film hier mit Ideen und mit Verbesserungen und mit ja, wahnsinnigem Equipment und Ideen, ja, kann ich nur sagen, hier ein und sorgt dafür, dass der Bibliotheksleitungstag so erfolgreich laufen kann. Und superangenehmer, superkompetenter Videopartner, wenn Sie mal was brauchen, unsere Empfehlung, Pionierfilm gmbh. Und unser dickes Danke schön geht an an Daniel, an Brian, an Philipp, die da hinten sitzen, an die Maja, die ihre Ausbildung hier macht und an den Pied, der vielleicht schon zuhause ist. Der macht gerade hier das Praktikum und hat auch kräftig mitgeholfen. Vielen Dank, das war top. Und last but not least, mit neuem Termin, mit unter erschwerten Bedingungen, aber mit vollem Einsatz, mit vollem Herzblut Und ja, arbeitet unser kleines BLT Team, Bibliotheksleitungsteam seit Monaten neben unserem Marketingtagesgeschäft, das muss ja auch laufen, an diesem Event. Wer hinter die Kulissen guckt, der sieht die Laura Merlich und den Dennis Wissmann, kommt mal rein. Und ja, wer hinter die Kulissen guckt, sieht auch, dass unendlich viele Details hier zu erledigen sind. Und deswegen Riesendankeschön an Laura und Denis. Ihr habt wirklich Unglaubliches geleistet hier und es macht wirklich Spaß, mit euch zu arbeiten. Das war toll, was soll ich sagen? Wir haben die Schlacht geschlagen und ich freu mich auf die nächste mit euch. Das war's Bibliotheksleitungstag fünfundzwanzig sechsundzwanzig. Ganz herzlichen Dank an alle da draußen, die zugeschaut haben. Sie hören und lesen von uns. Tschüs.
Wie Bibliotheken KI-kompetent werden: Vom internen Kompass bis zu gesetzlichen Vorgaben
Referent*innen:
Prof. Dr.-Ing. David Zellhoefer, Elena Luz, Simon Kugler, Lena Gericke
Vortrag 1:
Zum Jubiläum der KI-kompetenten Bibliothek: Rechtliche und praktische Auswirkungen des EU AI Acts, prof. Dr.-Ing. David Zellhoefer
Das Jahr 2026 wird Überraschungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) bieten. Kaum haben wir uns darauf eingestellt, dass der „Peak-KI-Hype“ doch schon erreicht ist, gibt es Grund zum Feiern: im Februar 2026 steht das einjährige Jubiläum an, seitdem KI nutzende Bibliotheken die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeiter*innen nachweisen müssen. Diese Anforderung ergibt sich direkt aus dem EU AI Act, der sogenannten "KI-Verordnung", welche auch weitere Transparenzanforderungen an Bibliotheken stellt.
Der Vortrag versucht die erfrischend interpretationsoffene KI-Verordnung einzuordnen und bietet einen Überblick, wie die geforderten KI-Kompetenzen - auch jenseits von LLM - erworben und nachgewiesen werden können. Hier profitieren gerade Bibliothekar*innen davon, bereits über wesentliche Kompetenzen zu verfügen, die sich in anderen Berufsfeldern so nicht finden. Im Rahmen des Vortrags werden dafür einige Eckpunkte für sinnvolle Schulungsansätze im bibliothekarischen Umfeld skizziert.
Vortrag 2:
Auf Kurs mit dem KI-Kompass: KI-Literacy intern stärken, Elena Luz. Simon Kugler und Lena Gericke
Ob bei der Recherche, beim Lesen oder bei der Informationsaufbereitung – Nutzer:innen setzen generative KI zunehmend in ihren Lern- und Arbeitsprozessen ein. Bibliotheksteams stehen daher vor der Frage, wie sie die nötigen KI-Kompetenzen aufbauen können, um Nutzende kompetent zu begleiten. Welche Informationen sind für die bibliothekarische Praxis relevant, und wie lassen sie sich verständlich vermitteln?
Die IKuKI-Gilde – eine agile, teamübergreifende Interessensgemeinschaft zu KI in Beratung und Vermittlung an der TIB Hannover – hat hierfür den KI-Kompass entwickelt, eine praxisnahe Orientierungshilfe für den Umgang mit generativer KI in der Informationsvermittlung. In unserem Vortrag berichten wir, wie der KI-Kompass entstanden ist und wie er aktuell zu einem OER-Lernangebot über TOERN ausgebaut wird.
Ergänzend stellen wir Best Practices vor, die im einrichtungsübergreifenden kollegialen Austausch entstanden sind und zeigen Wege zu einer effektiven KI-Kompetenzvermittlung in Bibliotheken auf.
Unser Vortrag richtet sich an alle, die sich mit generativer KI und Informationskompetenz beschäftigen und insbesondere an Kolleg:innen, die einrichtungsintern den Aufbau von KI-Kompetenzen fördern möchten.
Zugang zu den Aufzeichnungen der letztjährigen Bibliotheksleitungstage finden Sie kompakt und übersichtlich unter folgendem Link: