BibliotheksLeiterTag2020Stark durch schwierige Zeiten

Programm

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Freuen Sie sich auf ein spannendes Programm für Wissenschaftliche und Öffentliche Bibliotheken.

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Moderator des virtuellen Bibliotheksleitertages 2020:

Andreas Mittrowann
(Strategieberatung Nachvorndenken.de)

 

Legende

Themen für Wissenschaftliche Bibliotheken

Themen für Öffentliche Bibliotheken

Themen für Alle

08. Dezember 2020
  Uhrzeit Session
  09:30 Uhr - 10:40 Uhr

Anmeldung

Begrüßung & Gastauftritt: Ranga Yogeshwar
 

Ranga Yogeshwar:
Eine Bibliothek ist ein wachsender Organismus

Als mein Großvater S. R. Ranganathan im Jahr 1931 seine „fünf Gesetze der Bibliothekswissenschaft“ formulierte gab es noch kein Internet. Inzwischen steht unsere Gesellschaft an einer epochalen Weggabelung zwischen dem Gestern und dem Morgen. Umso wichtiger sind gute Wegweiser, die uns Orientierung schenken. Kulturgüter haben genau diese Rolle, sie sind kulturelle Stabilisatoren unserer Gesellschaft. Die Rolle der Bibliotheken verändert sich: Inmitten von ökonomisch angetriebenen personalisierten digitalen Inselwelten entwickeln sich Bibliotheken zu gemeinschaftlichen Orten einer unabhängigen Orientierungshilfe. Sie ermöglichen wahrhaftige Teilhabe für alle sozialen Schichten und entwickeln sich zu Begegnungsstätten und zu außerschulischen Lernorten. Die gesellschaftliche Bedeutung der Bibliotheken war wohl nie wichtiger als heute.

Referent:

  11:15 Uhr - 12:15 Uhr

Anmeldung

Die Krise - Katastrophe oder historische Chance für Ihre Bibliothek
 

Stephan Schwering (StB Düsseldorf):
Warum die Corona-Krise Bibliotheken optimistisch machen sollte.

Dr. Arne Ackermann (StB München): 
Das neue Normal. Die Vision 2025 der Münchner Stadtbibliothek und der Einfluss der Pandemie.

Dr. phil. Jan-Pieter Barbian (StB Duisburg): 
Innovationen in Zeiten von Corona.

Warum die Corona-Krise Bibliotheken optimistisch machen sollte.
Mit der Corona-Krise haben öffentliche Bibliotheken vorübergehend die Grundlage dessen verloren, was Bibliotheken heute ausmacht: Sie sind nicht nur Leihstationen für Bücher und Medien, sondern Orte der Kommunikation, des Austauschs, der kulturellen und digitalen Bildung mit Veranstaltungen, Maker Spaces, Laboren und Cafés - sie sind „dritte Orte“. Wie konnten Bibliotheken während der Sperrung während ihrer Schließung präsent bleiben, wie gelang es ihnen, mit den Kunden in Kontakt zu bleiben und Dienstleistungen zu erbringen? Die Stadtbüchereien Düsseldorf reagierten direkt und unternahmen über soziale Medien intensive Anstrengungen, um die bestehende digitale Community und mehr Menschen zu erreichen. Darüber hinaus wurden allen Düsseldorfer Bürger*innen während der Schließzeit digitale Angebote wie die onleihe sowie digitale Zeitungen und Zeitschriften als DigitalAbo kostenlos zur Verfügung gestellt. - Stephan Schwering berichtet, wie sich die Coronakrise ausgewirkt hat und wie sie auch die zukünftige Arbeit von Bibliotheken seiner Einschätzung nach verändern wird und warum wir trotz allem optimistisch in die Zukunft blicken können.

 

Das neue Normal. Die Vision 2025 der Münchner Stadtbibliothek und der Einfluss der Pandemie.
Der Vortrag hat die unerwartet anders verlaufene Fortschreibung unserer Vision 2020 zum Thema.

 

Innovationen in Zeiten von Corona.
Die Corona-Pandemie hat unsere Gesellschaft dramatisch verändert. Damit stellt sich auch die Frage nach einer Identitätsbestimmung für die Bibliotheken neu. Wollen und können sie weiterhin ein "dritter Ort" im öffentlichen Raum neben Beruf und Familie sein? Wie sollen die digitalen Angebote, die sich in der Krise bewährt haben, weiter ausgebaut werden? Welche neuen Funktionen können und sollten Bibliotheken in ihr Dienstleistungsangebot aufnehmen? Wie positionieren sich die Bibliotheken bei den großen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen Klimawandel, Nachhaltigkeit, Fake News, Zunahme des Rechtsradikalismus (auch in Publikationen) und wachsendem Antisemitismus? Der Vortrag formuliert pointierte Thesen im Hinblick auf eine Diskussion, die gerade erst begonnen hat.

Referenten:

  13:15 Uhr - 14:15 Uhr

Anmeldung

(Wie) verändert die Pandemie die wissenschaftliche Bibliothekswelt?
 

Dr. Margarete Busch (TH Köln):
Die Corona-Krise als Stresstest für das Veränderungspotential der Hochschulbibliothek der TH Köln

Annette Strauch (UB Hildesheim):
Libraries' Response to Covid-19. Coffee Lectures zum Forschungsdatenmanagement der UB Hildesheim

Die Corona-Krise als Stresstest für das Veränderungspotential der Hochschulbibliothek der TH Köln
Die Corona-Krise veränderte in einem bis dahin ungeahnten Ausmaß sämtliche Bereiche des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Für Bibliotheken markierte der Lockdown insbesondere einen Bruch im institutionellen Selbstverständnis als offener Ort für kollaboratives Lernen und Arbeiten mit einer Vielzahl präsenzgebundener Services. Trotz aller Lockerungen und Servicerückführungen haben sich Bibliotheken seitdem verändert, ist der bibliothekarische Alltag ein anderer geworden. Die Perspektive einer Rückkehr zur früheren Normalität bleibt weiterhin unsicher und ist eng gekoppelt an den Fortschritt der medizinischen Forschung im Kampf gegen das Virus.

Libraries' Response to Covid-19. Coffee Lectures zum Forschungsdatenmanagement der UB Hildesheim
Zu guter Forschung im digitalen Zeitalter gehört ein gutes Forschungsdatenmanagement (FDM). So war es vor Corona, und es hat sich während der Krise daran nichts geändert. Der Umgang mit Daten in wissenschaftlichen Bibliotheken wird sich auch in Zukunft kontinuierlich weiterentwickeln, denn Daten in der Forschung ermöglichen ein wissenschaftliches Arbeiten, stimulieren eine neue Verwendung und ja, sie machen den Forschungsoutput nachvollziehbar.
Für die fortlaufende Unterstützung zum Forschungsdatenmanagement durch die FDM-Stelle der UB Hildesheim wurden vorhandene Formate für den digitalen Raum seit Ausbruch der Covid-19 Pandemie neu geformt. Der Support zum Datenmanagement wird vom Homeoffice aus geleistet. Veranstaltungen finden über das Konferenzsystem BigBlueButton statt. Sie sind zunächst für alle Forscherinnen und Forscher, Studierende und Interessierte der Stiftung Universität Hildesheim (SUH) gedacht, aber alle, die für ein Forschungsdatenmanagement und gute wissenschaftliche Praxis zur Integrität in der Forschung bereit sind, sind ebenso zu einer "Tasse Wissen" und zum weiteren Austausch eingeladen.
An den Coffee Lectures im digitalen Raum im Jahr 2020 nahmen jeweils 80 bis über 150 Interessierte teil. (z.B. aus Österreich, der Schweiz, Großbritannien, USA und Kasachstan). Im Juli fand eine digitale Sommerschule der UB Hildesheim im Miniformat statt und im Februar 2021 wird es eine “Winter School” mit neuen Themen unter dem folgenden Titel geben: "Data Handling" – Wie gehen wir mit Forschungsdaten 'FAIR' um, unter anderem im Hinblick auf das 'R' ("re-usability")? - https://www.uni-hildesheim.de/veranstaltungen/artikel/online-digitale-winter-school-zum-forschungsdatenmanagement/

Strauch, A. (2020). Universitätsbibliotheken heute. Partner im Forschungsdatenmanagement in der Praxis, ABI Technik, 40(2), 177-186. https://doi.org/10.1515/abitech-2020-2008

Referenten:

  15:00 Uhr - 16:00 Uhr

Anmeldung

Bereit für die neue Normalität? - Auf welche Trends sich Öffentliche Bibliotheken kurzfristig und langfristig einstellen sollten.


Diskussion mit Barbara Lison (StB Bremen), Beate Meinck (StB Reutlingen), Dr. Sebastian Müller (OCLC) und Andreas Mittrowann (Nachvorndenken.de)


Im Anschluss:

Zusammenfassung der Themen des 1. Tages & Vorschau auf 2. Tag

Abstract folgt in Kürze

Referenten:




09. Dezember 2020
  Uhrzeit Session
  09:30 Uhr - 10:15 Uhr

Anmeldung

Begrüßung & Gastauftritt: Andreas Bialas
 

Andreas Bialas:
Wichtige Argumente für Ihre Bibliothek als "Pfeiler der Demokratie" - So unverzichtbar ist eine flächendeckende und attraktive Bibliothekslandschaft

Dass der Staat die Vermittlung von Kunst und Kultur als eigene Aufgabe begreift und dementsprechend auch bezahlt, ist weltweit gesehen keine Selbstverständlichkeit.

Zahlreiche Staaten tun dies nicht. Warum tun wir es dann?

Weil wir getragen sind von der Überzeugung, dass Bildung, als auch die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur zu etwas Wichtigem beiträgt, nämlich erstens der Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Einzelnen und zweitens der Entwicklung hin zu einer gerechteren und humaneren Gesellschaft freier Individuen.

Wenn das so ist, schließt sich daran zwingend die Forderung, dass die Angebote der Bildung und Kunst jedem zugänglich sein müssen und das sie Arrangements aufweisen, die den Zugang für möglichst Viele ermöglichen. Darum spielt hier insbesondere die Frage nach Teilhabe an Bildung, Teilhabe an Kunst und Kultur, Teilhabe an Gesellschaft eine entscheidende Rolle.

In diesem Lichte ist eine flächendeckende und attraktive Bibliothekslandschaft unverzichtbar.

Referent:

  10:45 Uhr - 11:15 Uhr

Anmeldung

Der Covid-19 Hub von ZB MED: Informationsversorgung als gesellschaftlicher Beitrag während einer Pandemie

Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann
(ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften)

ZB MED befindet sich auf dem Weg als forschendes Informationszentrum die nachhaltige Bewahrung, Nutzung und Weiterverbreitung von Forschungsliteratur und –daten in den Lebenswissenschaften zu gewährleisten. In den Zeiten der gegenwärtigen Pandemie rückt die Informationsversorgung in den Fokus der Forschenden und der klinisch tätigen Ärzte, um die optimale Versorgung von Patienten sicherzustellen, für deren Krankheitsbild noch die Routinen fehlen. In diesem Zusammenhang hat ZB MED mehrere Massnahmen getroffen, um das Angebot an die veränderte Nachfrage aus dem Forschungsumfeld der Coronaerkrankungen anzupassen.
Zum einen wurden die verfügbaren Informationsquellen sondiert, klassifiziert und über das Web verlinkt (Etablierung des COVID-19 Hub). Weiterhin wurde ein Preprint-Viewer in der Suchmaschine LIVIVO aufgebaut (https://preview.zbmed.de/) und spezielle Sucheigenschaften für LIVIVO eingerichtet. Und zum Dritten wurde eine Task Force COVID-19 ins Leben gerufen, die die Informationen zu klinischen Studien bezüglich Covid-19 zusammenführt und bereitstellt.
Diese Erfahrungen zeigen, dass in kritischen Zeiten die Informationsversorgung ein unverzügliches Handeln benötigt und das eine medizinischer Fachbibliothek zielgenau auf solche Anforderungen reagieren kann.

Referent:

 

  11:30 Uhr - 12:00 Uhr

Anmeldung

I can't get no Disinfection? oder wie verhalten sich Viren auf Bibliotheksmaterialien

Kendra Morgan (Senior Programm-Managerin bei OCLC):
Erkenntnisse aus dem REALM (REopening Archives, Libraries, and Museums) - Projekt
(Präsentation in Englisch mit deutschen Untertiteln)

As libraries resume operations and reopen to the public, staff are in need of information to support decision making about services, workflows, and facilities. Through the REopening Archives, Libraries, and Museums (REALM) project, OCLC, the Institute of Museum and Library Services, and Battelle are conducting research on how long the COVID-19 virus survives on materials that are prevalent in libraries, archives, and museums. The session will outline the project’s scope, explain findings from laboratory testing and literature reviews, and share resources to inform local decisions about policy and risk management.

Referentin:

  13:00 Uhr - 14:00 Uhr

Anmeldung

Not macht erfinderisch – Ideen von/für Bibliotheken - durch die Pandemie geboren oder gepusht
 

Marit Kunis-Michel (StB Dresden):
BiboModern-Medienlieferservice der Städtischen Bibliotheken Dresden

Sebastian Abresch (StB Köln): 
Digitale Lösungen (nicht nur) in schwierigen Zeiten

Helga Hofmann (StB Frankfurt): 
Corona – Gas- oder Bremspedal für die Stadtbücherei Frankfurt? Welche Projekte haben Fahrt aufgenommen, welche wurden gebremst.


BiboModern-Medienlieferservice der Städtischen Bibliotheken Dresden
Während der lockdownbedingten Schließung der Städtischen Bibliotheken Dresden ermöglichte der Lieferservice „BiboModern“ die Ausleihe von Medien wie Bücher, CDs oder DVDs. Angemeldete Bibliotheksnutzer mit gültigem Benutzerausweis konnten über ein Bestellformular bis zu zehn Medien aus dem Bestand der Zentralbibliothek auswählen, bekamen diese innerhalb von zwei bis drei Werktagen nach Hause geliefert – und konnten die entliehenen Medien bis zum Ende der Sonderschließzeit behalten.

Digitale Lösungen (nicht nur) in schwierigen Zeiten
Der Vortrag zeigt anhand vieler Beispiele, wie und mit welchen Mitteln die Stadtbibliothek Köln in den Wochen der strengen Kontaktbeschränkungen und während der Schließung der Bibliothek am Ball geblieben ist: Digital, audiovisuell und serviceorientiert. Das Skillset, das wir uns dabei angeeignet haben, bleibt nützlich - Pandemie hin oder her.

Corona – Gas- oder Bremspedal für die Stadtbücherei Frankfurt? Welche Projekte haben Fahrt aufgenommen, welche wurden gebremst.
Die Corona-Pandemie hat die Stadtbücherei Frankfurt wie jede Bibliothek durcheinandergewirbelt. Zahlreiche Maßnahmen konnten nicht in der geplanten Form stattfinden, kamen zum Stillstand und nahmen schlussendlich in veränderter Form neu Fahrt auf. Andere Projekte erhielten durch die Pandemie neuen Drive oder entstanden in kurzer Zeit ganz neu. Beispiele sind das Digitale Wohnzimmer, die Lernroboterserie CODE.BOTS, Online-Dienste für Schulbibliotheken usw. Corona hat unsere Taktung verändert, unsere Netzwerke gestärkt und Partnerschaften gefestigt. Wir haben viel gelernt!

Referenten:

  15:00 Uhr - 16:00 Uhr

Anmeldung

Perspektiven für Wissenschaftliche Bibliotheken in der neuen Normalität


Diskussion mit Reinhard Altenhöner (SPK Berlin), Dr. Achim Bonte (SLUB Dresden), Prof. Dr. Klaus Tochtermann (ZBW), Dr. Axel Kaschte (OCLC) und Andreas Mittrowann (Nachvorndenken.de)

 

Im Anschluss:
Zusammenfassung der Themen des 2. Tages & Verabschiedung

Abstract folgt in Kürze

Referenten: