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Abstracts

Trends & Herausforderungen für Bibliotheken in den nächsten 5 Jahren - Der Horizon Report 2015 > Library Edition 

Ein internationales Panel mit 53 ExpertInnen aus aller Welt prognostiziert mit kollaborativen Methoden was wichtig wird.

Der erste Horizon Report Library Edition im Jahr 2014 hatte 1,5 Mio. Downloads – offensichtlich ist ein Report, der mit einem international besetzten Panel von 53 Experten insgesamt 18 kurz-, mittel- und langfristige Trends, Herausforderungen und Schlüsseltechnologien für wissenschaftliche Bibliotheken ermittelt, gefragter als je zuvor. Auch der Horizon Report 2015 hält wieder interessante Neuerungen bereit: Neben dem zunehmenden Wert der Nutzererfahrung (UX) wird in diesem Jahr u.a. das Überdenken der Bibliotheksräume erstmals als Schlüssel-Trend beschrieben, und im Bereich der Herausforderungen wird u.a. die Bewältigung des Informations-Überflusses erstmals als langfristiges Thema benannt. Einige dieser Trends und Herausforderungen werden im Vortrag geschildert – einschließlich internationaler Best Practice-Beispiele und strategischer Empfehlungen.

Lambert Heller, Leiter Open Science Lab der TIB Hannover

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Beitrag der Bibliotheken zur Integration
 - Internationale Beispiele

Blick über den Tellerrand - Integrations-Erfahrungen und Beispiele aus Bibliotheken außerhalb Deutschlands

Prof. Dr. Claudia Lux, Project Director Nationalbibliothek Katar in Doha

Können Bibliotheken einen Beitrag zur Integration und kultureller Identität von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Krisenländern leisten?

Der Vortrag stellt einige internationale Beispiele zur Arbeit mit Migranten aus unterschiedlichen Kulturen in Bibliotheken dar und diskutiert, inwieweit sie überhaupt für Deutschland anwendbar sein können. Wenn der Londoner Idea Store mehr eine Volkshochschule ist und die Queens Library in New York Sprachunterricht und Basisinformationen bietet, werden diese Aufgaben in Deutschland doch eher von anderen Einrichtungen wahr genommen. Gibt es dennoch eine Rolle der öffentlichen und auch wissenschaftlichen Bibliotheken und können Sie gerade mit der jüngsten Flüchtlingswelle von Menschen mit arabischen, afrikanischen und islamischen Wurzeln ein Ort der Integration und kulturellen Identität werden?

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Für gelingende Bildungsbiographien

Kooperation von Stadtbücherei und Stiftung in einem Familienbildungsprojekt

Dr. Sabine Homilius, Leiterin Stadtbücherei Frankfurt
Gisela von Auer, Projektleiterin Diesterweg-Stipendium

Wenn die größte Bürgerstiftung in Frankfurt am Main die Stadtbücherei fragt: „Könnten Sie sich vorstellen, im Rahmen eines Familienstipendiums zusammenzuarbeiten?“, dann gibt es nur eine Antwort: „Ja!“

Zum Hintergrund: Eine nicht unbedeutende Gruppe von Grundschulkindern hat ein gutes Bildungs-, Begabungs- oder Leistungspotential, jedoch führen sprachliche Mängel und nicht hinreichende Unterstützung aus dem Elternhaus dazu, dass diese Kinder ihr Bildungspotential und ihre schulischen Möglichkeiten nicht ausschöpfen (können).

Das Diesterweg-Stipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, ein Stipendium für Eltern und ihre Kinder, wirkt im Zentrum des Dreiecks Familie – Bildung – Schule und ist bemüht, die Akteure aus den verschiedenen Bereichen näher zusammenzubringen.

Seit dem ersten Jahrgang 2008 ist die Stadtbücherei Frankfurt ein enger Projektpartner. Ausgehend von der Zusammenarbeit im Diesterweg-Stipendium, entwickelt und vertieft sich die Bildungspartnerschaft von Stiftung und Stadtbücherei. Das Modell ist nicht auf Großstadtbibliotheken beschränkt, sondern etabliert sich inzwischen in zahlreichen Kommunen.

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Modernisierung in Zeiten knapper Kassen

Neue Bibliothek, innovative Konzepte, Integration - wie geht es trotzdem

Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek Duisburg 

Schon seit 1978 befindet sich die Stadt Duisburg als Folge eines grundlegenden wirtschaftlichen Strukturwandels in einer schwierigen Haushaltslage. Erfahren Sie im Vortrag von Dr. Jan-Pieter Barbian, wie es die Stadtbibliothek Duisburg trotzdem immer wieder schafft, mit innovativen Konzepten die deutsche Bibliothekslandschaft zu bereichern.
 
Seit dem 14. Juli 2015 ist nun sogar eine neue Zentralbibliothek in Betrieb. Sie ist im gleichen Gebäude mit der Volkshochschule untergebracht und setzt in Architektur und Ausstattung Akzente.
 
Da Interkulturelle Bibliotheksarbeit in Duisburg seit 40 Jahren gelebt und weiterentwickelt wird, ist auch die Integration ausländischer Mitbürger ein wichtiger Bestandteil der neuen Bibliothekskonzepte. Sie ist genauso selbstverständlich, wie die Medienangebote und die Dienstleistungen für alle anderen Zielgruppen.
 
Der Vortrag gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Konzepte und konkreten Facetten der Bibliotheksarbeit im neuen Gebäude und illustriert diese mit Fakten und Fotos.  

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Helfersyndrom und Fremdenfeindlichkeit 

Der Zielgruppe der Zuwanderer (neu) begegnen

Anne Barckow, Leitung der Abteilung für Interkulturelle , Bücherhallen Hamburg
Sarah Politt, Projektkoordinatorin von ‚Dialog in Deutsch‘ , Bücherhallen Hamburg

Durch die derzeitige mediale Präsenz sowie durch die zunehmende Präsenz im Lebensumfeld rücken Flüchtlinge vermehrt in den Fokus auch derjenigen, die sich in Bibliotheken mit dem Thema ‚Zielgruppen‘ befassen. Doch wer sind ‚Flüchtlinge‘? Wie wird dieser Begriff in Deutschland offiziell verwendet? Welche Menschen fallen darunter, welche nicht?

Als gemeinsame Wissensgrundlage gibt der Vortrag zunächst einen Überblick über ‚Flüchtlinge‘ als Teil der Bevölkerungsgruppe der Zuwanderer. In der Folge werden die Angebote der Bücherhallen betrachtet. Seit Herbst 2014 widmen sich die Bücherhallen intensiv der Zielgruppe der Flüchtlinge. Bestehende Angebote für Zuwanderer wurden angepasst und verbessert, neue, speziell auf Flüchtlinge ausgerichtete entwickelt. 

Doch waren alle Überlegungen richtig? Trafen die Angebote die Bedürfnisse? Welche Schritte sind nachahmenswert, welche Fehler lassen sich vermeiden? Welche Herausforderungen können inzwischen gut gemeistert werden, wo bleiben Wünsche offen?  

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Durch Sichtbarkeit wieder im Spiel

Wie Informationssucher zu ihrer Bibliothek finden

OCLC

Abstract folgt in Kürze