Abstracts

Eine große Spezialbibliothek beschreitet neue Wege. Die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung migriert von ALLEGRO nach SunRise

Angela Rinschen

Die Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung betreibt seit vielen Jahren eines der größten und komplexesten ALLEGRO basierten Bibliothekssysteme mit zahlreichen, sehr spezifischen Anpassungen, die aus ihrem Charakter als Spezialbibliothek resultieren.
 
Die Migration nach SunRise stellt damit alle Beteiligten vor zahlreiche Herausforderungen, welche sich aufgrund der ebenfalls geplanten und zeitnah zu realisierenden Online-Verbundteilnahme, sowie der anstehenden Umstellung auf die Gemeinsame Normdatei (GND) als sehr vielschichtig  darstellen.
 
Dieser Werkstattbericht gibt einen Einblick in die komplexe Ausgangslage und die daraus resultierenden hohen Anforderungen an die Konversion der vorhandenen Datenbestände, sowie in die Prozesse, die diese Migration erfolgreich gestalten sollen.

Die „Deutsche Digitale Bibliothek – Kultur und Wissen online“ als nationaler Aggregator für Europeana

Francesca Schulze (Deutsche Nationalbibliothek)

Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) ist ein zentrales Zugangsportal zum digitalen Erbe deutscher Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen und ist damit der nationale Beitrag zur Europeana. Die DDB bringt Einrichtungen aus den Bereichen Bibliothek, Museum, Archiv, Denkmalpflege, Mediathek und Forschung in einem Netzwerk zusammen und will damit den Austausch der Institutionen untereinander und die spartenübergreifende Präsentation der digitalen Objekte ermöglichen. Das Portal hat seinen Betabetrieb zum Ende des vergangenen Jahres mit einer festen Anzahl von Daten und Datengebern aufgenommen. Sowohl der Datenbestand als auch die Anzahl an abliefernden Institutionen werden nun kontinuierlich ausgebaut. Derzeit wird ein Workflow für die operative Lieferung von Daten an Europeana etabliert.

Der Vortrag stellt die DDB als nationalen Aggregator der Europeana vor und geht insbesondere auf folgende Aspekte ein:

  • Was ist die DDB und wie gestaltet sich die Kooperation mit Europeana?
  • Wie können Bibliotheken an der DDB teilnehmen und welchen Nutzen haben sie davon? 
  • Welche Serviceleistungen werden für die Datenlieferung an die DDB und die Weitergabe an Europeana geboten?   
  • In welchem Kontext nutzt die DDB das Europeana Data Model (EDM) und warum?
  • Wie sieht eine Konkordanz zwischen bibliothekarischen Daten und dem EDM aus (konzeptionelles Mapping)?
  • Welche Möglichkeiten bieten die Aktivitäten der DDB im Hinblick auf die Vernetzung verschiedener Datenquellen (Linked Data)?
  • Welche Weiterentwicklungen plant die DDB im Jahr 2013?

Nach dem Vortrag wird den Teilnehmern Raum zur Diskussion zu den o.g. Inhalten geboten.

Patron Driven Acquisition (PDA) für Print- und E-Medien

Dr. Peter Kostädt

Die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln setzt eine Reihe von Verfahren ein, um ihre Nutzer stärker bei der Literaturauswahl einzubeziehen und den Beschaffungsvorgang insgesamt zu beschleunigen:

  • Verwaltung von Anschaffungsvorschlägen über ein Ticket-System
  • Systematische Auswertung der passiven Fernleihbestellungen über EVA
    (Erwerbungsvorschlagsassistent)
  • Import von Titeldaten von direkt lieferbarern Print- und E-Medien in den Suchmaschinenindex der USB.

Der Vortrag gibt einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Aktivitäten und stellt die dahinter liegenden Geschäftsgänge und technischen Abläufe vor. Zudem werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren diskutiert. Unter dem Strich überwiegen die positiven Aspekte, so dass in der USB Köln mittlerweile auch ein Verfahren für "Patron Driven Digitization" existiert.

Damit zusammenkommt... Der IDM-Connector verbindet die Nutzerverwaltungen der Bayerischen Staatsbibliothek und der UB München

Dr. Berthold Gillitzer (Bayerische Staatsbibliothek)

Schon seit vielen Jahren arbeiten die Bayerische Staatsbibliothek und die UB der Ludwigs-Maximilians-Universität München mit einem gemeinsamen Nutzerausweis und sie teilen sich auch den größten Teil ihrer Nutzer, die in beiden Häusern tätig sind. Abhängigkeiten ergaben sie dadurch in vielfacher Weise, ohne dass die Nutzerdaten der beiden Insitutionen in gekoppelt waren, was zu einem hohen Arbeitsaufwand für Nutzer und Bibliotheksmitarbeiter führte. Durch den flexibel konfigurierbaren IDM-Connector von OCLC wurde es möglich, die eigenständigen Nutzerverwaltungen beider Institutionen zu erhalten und dennoch die Daten in effektiver Weise zu synchronisieren. Die Hauptschwierigkeit lag darin, ein Konzept zu finden, das es gestattete, die Datenhaltung in beiden Häusern aufeinander abzubilden, im Einklang mit den vorhandenen Bearbeitungsmodalitäten. Im Ergebnis konnten Synergieeffekte erreicht werden, die es allein ermöglichten, den Ansturm des doppelten Abiturjahrgangs im Jahr 2011 zu verkraften.

BIB-Control – Managementinformationen für Bibliotheken: Nutzererfahrungen von der FH-Muenster.

Dr. Bruno Klotz-Berendes (Fachhochschule Münster)


BIB-Control ist die optimale Lösung für alle Arten des Reportings in einer Bibliothek: praxiserprobt und effizient. Denn es führt alle wichtigen Daten aus beliebigen Quellen in einen gemeinsamen Datenpool zusammen - für übersichtliche Statistiken,
Managementinformationen und Auswertungen. Diese Informationen können für Planung und Steuerung, Budget-Verhandlungen und Investitionen genutzt werden.

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