Abstracts

Das CIB-Projekt: Statusbericht und zukünftige Entwicklungen

Das Projekt „Cloudbasierte Infrastruktur für Bibliotheksdaten“ (CIB) der deutschen Bibliotheksverbünde HeBIS, BVB und KOBV zielt auf eine Reform der hergebrachten Arbeitsteilung von lokalem Bibliotheksmanagementsystem und regionalem Verbundsystem. An ihre Stelle tritt die weitgehende Verlagerung von Katalogisierung und Lokalsystemfunktionen in internationale Plattformen. Der Vortrag stellt die Kernelemente dieses Vorhabens dar und beschreibt den aktuellen Entwicklungsstand des Projektes.

Dr. Uwe Risch, HeBIS-Verbundzentrale

Effiziente Verwaltung und Nutzung von eMedien

eMedien bringen ganz eigene neue Aufgaben mit sich, die nicht mit den bewährten Mitteln einfach mit erledigt werden können. Angefangen bei den Angebotsformen: eMedien werden nicht einzeln,  vor allem in Paketen/Kollektionen angeboten mit ganz unterschiedlichen Angebotsvariationen seitens Verlagen/Aggregatoren. Daran fügt sich nahtlos das weite Feld der Lizensierung von eMedien an (zu einem eBook/eJournal gehören immer Lizenz-/Nutzungsbedingungen in mannigfaltiger Form und Gestalt). Vor der gewünschten Nutzung durch den Nutzer stehen dann noch technisch/organisatorische Fragen zu Metadaten, Authentifizierung, ZugangsURLs, etc. Ist dies geschehen, will die Frage beantwortet werden, ob die eMedien denn auch genutzt werden. Dafür gibt es Nutzungsstatistiken, jedoch nicht nur eine, sondern so viele wie es Verlage, Aggregatoren und Plattformen gibt… 

Wie halte ich Informationen vor, wie integriere ich Aufgaben in bestehende Workflows, …schaffe ich neue? Wie gelangt der Nutzer zu den lizensierten Inhalten? Und wie kann OCLC dabei helfen?

Bénédict Ripperger, OCLC

RDA im Fokus - die Arbeitsgruppe berichtet

Ende 2015 wird in den deutschsprachigen Verbünden das neue weltweite Regelwerk Resource Description and Access (RDA) eingeführt. Die Vorbereitungen zum Umstieg auf dieses internationale Regelwerk haben bereits im Sommer 2012 begonnen. Inzwischen liegen schon viele Ergebnisse vor: Es gibt einen genauen Zeitplan für die RDA-Einführung. Die Elemente (Felder) sind festgelegt, die den Mindeststandard beim Erfassen von Titelaufnahmen und Normdatensätzen darstellen. Die Implementierung in die verschiedenen Katalogsysteme wird mit Hochdruck diskutiert und konzipiert und Schulungen und Fortbildungsveranstaltungen werden vorbereitet. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Arbeit der AG RDA und ihrer Unterarbeitsgruppen und informiert Sie über die nächsten Schritte auf dem Weg zum neuen Regelwerk RDA.

Gabriele Meßmer, Bayerische Staatsbibliothek

BiblioFreak in der Schweiz

Bibliotheken sind diskret. Bibliotheken haben Geld. Bibliotheken sind eine Selbstverständlichkeit. Sind Bibliotheken unverletzlich, sind sie unersetzlich?

Die BiblioFreak-Kampagne räumt mit den Mythen um Bibliotheken auf und rückt die Tatsachen ins Bewusstsein. Bibliotheken sollen zeigen, was sie leisten, sie müssen sichtbarer werden. Denn nur was wahrgenommen wird, kann auch unterstützt werden. Pilotversuche in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz zeigen, dass die ursprünglich aus den USA stammende Kampagne funktioniert. Während Deutschland und Österreich noch zögern, ist die Schweiz bereits in den Startlöchern. Eine Umsetzung der Kampagne für 2015 ist in Arbeit, und zwar deutsch, französisch und italienisch!

Herbert Staub, Präsident BIS Bibliothek Information Schweiz

Der Ethikkodex des BIS

Dass Polizisten einen Ethikkodex brauchen, leuchtet ein. Aber was hat Ethik mit der Arbeit von Bibliothekarinnen, Bibliothekaren und Informationsfachleuten zu tun, die sich doch per se um das Wahre, Schöne und Gute kümmern?

Spätestens seit WikiLeaks, Eduard Snowden und den Enthüllungen um die Datensammlung der NSA stellt sich die Frage nicht mehr. Auch bei der Informationsvermittlung braucht es ethische Normen und Leitlinien für die tägliche Arbeit. Der BIS hat seinen bereits 1998 in Kraft gesetzten Ethikkodex überarbeitet und aktualisiert. 2013 wurde er von der Generalversammlung verabschiedet. Der Ethikkodex soll ein Arbeitsinstrument sein, das in der Praxis Orientierung gibt und das die Rechte, aber auch Pflichten der Berufsleute festlegt. Damit ist der Ethikkodex ein Instrument der Qualitätssicherung im Bibliotheks- und Informationsbereich.

Herbert Staub, Präsident BIS Bibliothek Information Schweiz

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