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Sitzung des Global Council

OCLC-Vergütungsprogramm

2011 hat der OCLC Global Council eine mitgliedergeführte Beratergruppe beauftragt, das Vergütungsprogramm des OCLC zu überprüfen. Das Vergütungsprogramm stammt aus dem Jahr 1958 und diente dem Zweck, den Mitgliedern einen Kostenausgleich für gewisse Katalogisierungs- und Ressourcenfreigabetransaktionen zu zahlen. Während OCLC bereits 2006 vom Modell der Transaktionsvergütung abgerückt war, ist das Vergütungsprogramm nach wie vor transaktionsabhängig und seit 28 Jahren nahezu unverändert.

Nach einem 18-monatigen Prüfzeitraum, in dem Gespräche und Empfehlungen von Hunderten angeschlossener Bibliotheken ausgewertet wurden, hat die Global Advisory Group on Credits einen Bericht und Empfehlungen für eine Neugestaltung des Vergütungsprogramms vorgelegt. Die Gruppe empfiehlt, das derzeitige Vergütungsprogramm ab Anfang Juli 2014 auslaufen zu lassen – vorausgesetzt, die Umstellung wirkt sich nicht negativ auf die Kosten der OCLC-Serviceangebote für Mitglieder aus. (Lesen Sie den Bericht.)

In seinem Treffen im April 2013 hat der Global Council den Empfehlungen der Beratergruppe zugestimmt. Das OCLC Board of Trustees hat die Empfehlungen angenommen und mittlerweile Übergangspläne auf den Weg gebracht.

Was bedeutet das für OCLC-Bibliotheken?

  • Wenn Ihre Bibliothek derzeit Transaktionsgutschriften für bestimmte Katalogisierungs- und Verleihaktivitäten für gemeinsame Ressourcen erhält, werden die Katalogisierungs- und Verleihgutschriften auf Ihrer OCLC-Rechnung seit Juli 2014 anders ausgegeben.
  • Es werden keine individuellen Gutschriftsaktivitäten mehr auf Basis der auf Ihren OCLC-Rechnungen aufgeschlüsselten Transaktionen ausgewiesen. Stattdessen werden die Gutschriften für viele Bibliotheken für die einzelnen Transaktionen aufgegliedert, konkret für eine Einheit und einen Aktivitätstyp. So kann Ihre Bibliothek nun beispielsweise Gutschriften erhalten für Aktivitäten bezogen auf die Anzahl der katalogisierten Originaltitel, der erweiterten Einträge, der gelöschten Bestände oder der erfolgten Fernleihen.
  • Seit Juli 2014 ist die Basis für Gutschriften nicht mehr die Anzahl der Transaktionen; diese werden auch nicht mehr aufgeschlüsselt. Stattdessen enthält die OCLC-Rechnung einen pauschalen Posten für Katalogisierungsgutschriften und einen für Verleihvorgänge.
  • Bibliotheken, die in den letzten zwei Jahren am Gutschriftenprogramm für Transaktionen teilgenommen haben, erhalten im Februar 2014 ein persönliches Anschreiben mit Details zur Neuregelung. Die Höhe der Katalogisierungs- und ILL-Gutschriften wird fest geregelt sein. Künftig variieren die Gutschriften nicht mehr je nach Aktivitätsart oder -umfang. Die OCLC-Rechnung wird eine Pauschalvergütung für die Katalogisierung und Ressourcenfreigabe im Abrechnungszeitraum enthalten.
  • Wenn Ihre Bibliothek bereits Pauschalgutschriften erhält oder wenn die Gutschriften bereits in Ihrem Abonnement enthalten sind, ändert sich für Sie nichts.

Sie haben noch Fragen? In unseren häufig gestellten Fragen finden Sie weitere Antworten und Informationen zum neuen Programm.