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Rijksmuseum

Recherche durch gemeinsame Kataloge erleichtern

Rückkehr der zweiten Ostindien-Expedition nach Amsterdam
The Return to Amsterdam of the Second Expedition to the East Indies, Hendrik Cornelisz Vroom, 1599, courtesy of the Rijksmuseum

„Es ist zu erwarten, dass der Art Discovery Catalogue, wenn er erfolgreich ist und sich weiterentwickelt, dazu führt, dass Bibliotheken keine kostspieligen und ungetesteten Rechercheprodukte mehr kaufen und implementieren müssen.“

Geert-Jan Koot
Leiter der Forschungsbibliothek des Rijksmuseums

Wenn Sie durch ein Kunstmuseum gegangen sind, kennen Sie solche Geschichten. Die prominenten Kunstwerke waren sicher nicht immer diejenigen, die Sie am meisten angesprochen haben. Manchmal war es ein „weniger wichtiges“ Werk, das Sie begeisterte. Sie wollten wissen, was für eine Geschichte sich dahinter verbirgt. Sie haben den Titel gegoogelt, aber in der Flut der Ergebnisse nicht einmal ein Bild gefunden. Wikipedia hatte minimale biografische Informationen zum Künstler und fast keine Infromationen über das Jahr, in dem „Ihr“ Kunstwerk geschaffen wurde. Sie wollten mehr wissen. Aber wie?

„Bei dem exponentiellen Wachstum von bibliografischen und digitalen Speicherorten müssen technische Lösungen gefunden werden, die Forschern helfen, zuverlässige Informationen zu finden, davon bin ich überzeugt“, sagt Geert-Jan Koot, Leiter der Rijksmuseum Research Library. Ein Teil der Lösung ist seit 1999 artlibraries.net, das die Online-Datenbanken von Kunstbibliotheken nutzt. Aber dieses System hat seine Grenzen. Aufgrund von Gesprächen über die Sorge um die Finanzierung internationaler Kunstbibliotheken haben Kunstbibliothekare, Kunsthistoriker, Herausgeber und Informationstechniker in Amerika und Europa die Gruppe Future of Art Bibliography (FAB) entwickelt, die internationale Treffen organisierte, „um nach neuen Wegen zu suchen, kunsthistorische Forschung gemeinsam zu ermöglichen“.

FAB interessierte sich für WorldCat®, da dieser Katalog bereits die Bestände vieler Teilnehmer von artlibraries.net enthielt. Zudem war über den zentralen Index von WorldCat der Zugang zu „Tausenden von gewerblichen und frei zugänglichen Beständen, Portalen und Verzeichnissen“ gegeben, der von OCLC bereitgestellt wird, so Geert-Jan. „Wir stellen fest, dass wir bei diesem Schatz an bibliografischen Daten ein richtiges Recherchetool für die kunsthistorische Forschung schaffen könnten. Wir nannten es Art Discovery.“

„Der Vorteil dieser Umstellung auf WorldCat liegt in der Skalierbarkeit. Bibliotheken, die nicht Mitglied von artlibraries.net waren, können nun Teil des Gruppenkatalogs werden.“

Der Art Discovery Group Catalogue, den Geert-Jan „das größte und umfassendste Werkzeug für kunsthistorische und kunstbezogene Forschung“ nennt, enthält derzeit die Kataloge von über 60 Bibliotheken aus 12 Ländern. Geert-Jan merkt an, dass der Art Discovery Group Catalogue schnell Ergebnisse liefert, die „mit zusätzlichen Quellen wie bibliografischen Datenbanken, Volltext-Verzeichnissen und Bildsammlungen angereichert sind. Das führt zu Trefferlisten mit einem Informationsgehalt, der den jedes anderen Systems übertrifft.“

Ob Sie engagierter Kunsthistoriker oder Museumsbesucher sind, der sich für ein wenig bekanntes Kunstwerk begeistert – der Art Discovery Group Catalogue hilft Ihnen, die entsprechenden Medien zu finden, um einen tieferen Zugang zum Verständnis des jeweiligen Werkes zu finden.

Vom Rijksmuseum verwendete Services

WorldCat

GoNext Centraal

Standort des Rijksmuseums, Amsterdam, Niederlande

Die Bibliothek auf einen Blick

  • Die kunsthistorische Sammlung der Rijksmuseum Research Library ist der umfassendste Bestand dieser Art in den Niederlanden.
  • Ein Großteil des Katalogs ist online verfügbar, um den Zugriff zu erleichtern.
  • Die Bibliothek unterstützt das Anliegen des Rijksmuseums und möchte die Rolle von landesweit bedeutenden Wissenschaftlichen Kunstbibliotheken stärken.
  • Der Art Discovery Group Catalogue wurde im Mai 2014 eingeführt und wird von der IFLA Section of Art Libraries unterstützt.

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