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La Trobe University

Verfolgen Sie Rechercheaktivitäten für Ihr regionales Berichtswesen

Foto von Studenten in der La Trobe University Library

„Es wird viel einfacher, die Auswirkungen der Forschung zu ermitteln, wenn kontrolliert werden kann, wo Forschungsergebnisse verwendet werden, anstatt lediglich einen Namensabgleich zwischen verschiedenen Datenbanken durchzuführen.“

Geoff Payne
Deputy Director Strategy and Planning, La Trobe University Library

Die Bibliothek an der La Trobe University übernahm vor kurzem die Verantwortung für die Erfassung von Daten über jährliche Forschungsergebnisse für Berichte, die der australischen Regierung zur Verfügung gestellt werden. Damit werden die Vergabe öffentlicher Mittel beeinflusst und die Benchmarking-Aktivitäten des Landes unterstützt. „Es liegt in unserem Interesse“, so Geoff Payne, Deputy Director Strategy and Planning, „sicherzustellen, dass wir die Einhaltung dieser Berichtsanforderungen möglichst umfassend gewährleisten können, ohne dabei die Produktivität einzelner Wissenschaftlicher zu beeinträchtigen.“

In der Vergangenheit wurden Forscher gebeten, diese Informationen online oder in Papierform einzureichen, was, laut Geoff, „nicht gerade verlockend war.“ Also suchten Geoff und sein Team eine Möglichkeit für die Erstellung eines Berichts über die Publikationen jedes Forschers und baten die jeweiligen Personen anschließend, Fehler zu korrigieren.

Geoff zufolge verfügt La Trobe über eine der größten Fakultäten für Geisteswissenschaften in Australien. Wenn es um Berichte über Forschungsergebnisse geht, stellt dies ein Problem dar, da auf kreative Arbeiten wie Kunstausstellungen, Gedichte, Bücher und Tanzveranstaltungen nur sehr selten in externen Indizes wie dem Web of Science und Scopusverwiesen wird. „Aus diesem Grund haben wir ein besonders großes Interesse an ISNI“, erklärt er, „weil darin tatsächlich alle Ergebnisse zusammengeführt werden, die von Museen, Bibliotheken und Agenturen, wo diese Werke tatsächlich präsentiert werden, katalogisiert wurden.“

ISNIoder International Standard Name Identifier ist die ISO-zertifizierte, weltweit verwendete Standardnummer für die Identifizierung eines Urhebers. OCLC verwaltet und pflegt die ISNI-Datenbank. ISNIs helfen bei der Bewertung der externen Identität und den Verbindungen eines Wissenschaftlers in Bezug auf andere Bibliotheken, Publikationen und Fachverbänden. Zu Beginn dieses Projekts stellte Geoff fest, dass ungefähr die Hälfte der Wissenschaftler in La Trobe bereits über ISNIs verfügen, die zumeist auf frühere Publikationen zurückzuführen waren, die von der ISNI-Agentur identifiziert wurden.

„Wir konnten den Anteil unserer aktiven Forscher mit ISNI durch Verbesserung der Metadaten in einigen ISNI-Datenbankeinträgen, deren chrakteristische Metadaten für eine automatische Zuweisung einer ISNI nicht ausreichend waren, verbessern.“

La Trobe arbeitet auch weiterhin daran, Kennzeichnungsmerkmale für andere Forscher abzurufen, darunter Forscher, die noch keine Publikationen verzeichnen konnten. „Dies ist eine große Herausforderung“, so Geoff. Viele kleinere Universitäten fordern ihre Forscher auf, sich selbst für Kennzeichnungsmerkmale zu registrieren. „An einer großen Universität mit 10.000 Forschern müssen Sie allerdings auch diese 10.000 Personen überzeugen.“ Nach Zuweisung der ISNIs bittet die Bibliothek die Forscher darum ihre IDs — sowie auch die ISNI der Universität — zu ihren E-Mail-Signaturen, Publikationen und anderen Arbeiten hinzuzufügen. „So werden diese Nummern automatisch verbreitet“, fügt er hinzu, „ohne dass darüber nachgedacht werden muss.“

„Die Erstellung von Forscherprofilen, die automatisch über regelmäßige Suchvorgänge aktualisiert werden, ist für Akademiker sehr verlockend“, erklärt Geoff. „Aber auch die Universität ist davon überzeugt, da statische Forschungsprofile, die ggf. veralten, jetzt dynamisch aktualisiert werden können.“ Er fügt hinzu: „So sieht die Zukunft aus.“ Die Bemühungen von La Trobe unterstützen zudem dabei, diesen Weg zu beschreiten.

Von der La Trobe University verwendete Dienste

OCLC Cataloging und Metadata Subscription

EZproxy

Karte mit dem Standort der La Trobe University

Die Bibliothek auf einen Blick

  • unterstützt mehr als 35.000 Studenten und 1.400 Lehrkräfte, mit besonderem Schwerpunkt in den Geisteswissenschaften
  • bietet mehr als 2 Millionen Posten, darunter mehr als 100.000 Zeitschriften und 470.000 e-Books
  • unterstützt eine Hauptbibliothek in Melbourne, zwei Niederlassungen in Bendigo und Albuty-Wodonga, zwei gemeinsam genutzte Bibliotheken und eine virtuelle Bibliothek
  • Ende 2014 verfügten mehr als 90 % der aktiven Forscher in La Trobe über zugewiesene ISNIs

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