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Denver Public Library

Interesse wecken durch gemeinsame Interessen

Eine Packung der Mischung 641.3373 Speziell für die Denver Public Library zusammengestellte Kaffeemischung
Eine Packung der Mischung 641.3373 Speziell für die Denver Public Library zusammengestellte Kaffeemischung

„Ich denke, die Menschen daran zu erinnern, dass die Bibliothek an denselben Dingen interessiert ist wie sie selbst, hat sich als wirklich leistungsfähiges Instrument erwiesen.“

Brenda Ritenour
Manager, Corporate and Community Partnerships, Community Relations, Denver Public Library

Die Denver Public Library sucht ständig den Dialog mit der lokalen Gemeinde. „Ich halte es für fast jede Bibliothek für wichtig, auf die Leute zuzugehen und ihnen zu zeigen, was man zu bieten hat“, sagt Annie Kemmerling, Manager of Innovation and Initiatives. Die Denver Public Library erinnert die Menschen über die sozialen Medien und im Rahmen von Veranstaltungen innerhalb und außerhalb der Bibliothek daran, wie relevant Bibliotheken nach wie vor sind. Im September 2015 beschäftigte sich die Bibliothek speziell mit dem Thema „Brauen“, woraus in der gesamten Stadt eine Reihe von Veranstaltungen unter der Bezeichnung BrewHa!Ha!, zahlreiche neue Partnerschaften mit lokalen Geschäften, neue lokale Produkte, Geldspenden an die Bibliothek und ein wiedererwecktes Interesse an Bibliotheken resultierten.

Wie Collection Services Manager Rachel Fewell schon sagte: „Ich halte es für überaus wichtig zu verstehen, was für deine Gemeinde wichtig ist.“ „BrewHa!Ha!“ wurde ins Leben gerufen, als sich die Mitglieder des kundenorientierten Teams der Bibliothek Gedanken darüber machten, was die Einwohner ihrer Stadt gerne tun. „In allen Stadtvierteln gibt es eine Zweigbibliothek. Cafés und Brauereien sind ebenfalls in jedem Stadtviertel vorhanden“, erläutert Annie. Das gab der Bibliothek genügend Möglichkeiten für Gemeinschaftsinitiativen.

„Die Menschen waren begeistert“, sagt Rachel. „Es handelt sich dabei um eine Sache, die auch für unsere Mitarbeiter persönlich interessant ist.“ Brenda Ritenour, Manager of Corporate and Community Partnerships, ergänzt: „Das Ganze sollte so gestaltet werden, dass alle auf eine Weise teilhaben können, die für sie am besten geeignet ist.“ Neben Bier und Kaffee gab es Bibliotheksprogramme zum Brauen von Kombucha, zur Zusammenstellung von Aromatherapiemischungen, zu Minecraft-Tränken, zum Teebrühen, zum Brauen von Rootbeer sowie weitere Programme für alle Altersgruppen.

Hierfür nahm das Bibliothekspersonal auch Kontakt zu lokalen Geschäftsleuten auf. Gemeinsam schufen zwei ortsansässige Brauereien, die Bibliothek und der in Denver lebende Autor Kevin Hearne zwei neue Getränke: das Third Eye Library and Herb der Fiction Brewing Company und das Sour 641.23 der Denver Beer Co., dessen Name gemäß Dewey Decimal Classification® die Systemstelle für Brau- und Malzgetränke enthält. Die Mitarbeiter veranstalteten in der Bücherei eine Bier-Release-Party und nahmen an Produktpräsentationen in den Brauereien teil. „Zu den Präsentationen nahmen wir unsere Programmbroschüre für Erwachsene sowie einige Bücher mit“, sagt Annie. „Die Leute hatten wirklich Interesse an dem, was da vor sich ging.“

Huckleberry Roasters, eine lokale Kaffeerösterei, lud das Bibliothekspersonal ein, um im Rahmen einer Verkostung ihre bevorzugten Geschmacksprofile für eine spezielle Kaffeemischung zu ermitteln. Die Verpackung der so entstandenen Mischung 641.3373, die nach der Dewey-Dezimalklassifikation für Kaffee benannt wurde, ziert ein Foto aus der in CONTENTdm® verfügbaren digitalen Sammlung „Western History“ der Denver Public Library.

Viele andere lokale Geschäfte haben sich an diesen Programmen beteiligt, indem sie der Bibliothek die Einnahmen aus dem Verkauf bestimmter Artikel zukommen lassen oder den Kunden Rabatte gewähren, wenn sie ihren Bibliotheksausweis vorzeigen. „Überall in der Stadt holen die Menschen ihre Bibliotheksausweise heraus“, sagt Annie. „Das wird hoffentlich dazu führen, dass sich viele andere denken ,Oh, Bibliotheken sind scheinbar in vielerlei Hinsicht nützlich.‘“

„Manchmal fragen wir uns, inwiefern wir Teil der Gemeinde sind und in welchem Umfang die Bibliothek in den Alltag der Menschen integriert ist. Durch „BrewHa!Ha!“ wurde darüber gesprochen, wie die Bibliothek von den Menschen genutzt wird. Die Bibliotheken müssen sich lediglich trauen, zu fragen!“

Annie Kemmerling
Manager, Innovation and Initiatives, Denver Public Library

„Wir möchten die Menschen daran erinnern, dass wir ein Teil der Gemeinde und eine Ressource für sie sind“, sagt Brenda. Eine weitere Möglichkeit hierfür ist die Veröffentlichung von Fotos von Bibliotheksmitarbeitern auf der Facebook-Seite ihrer Kinderbibliothek mit Büchern zu interessanten Orten in der ganzen Stadt. „Wir verwenden den Hashtag #TheresADeweyForThat, um zu zeigen, dass es für fast alle interessanten Dinge eine Dewey-Dezimalklassifikation gibt“, erläutert Annie. „Wir verfügen über Unmengen an Ressourcen zu allen Themen, über die die Menschen etwas wissen möchten. Wir müssen sie ihnen lediglich zur Verfügung stellen.“

Laut Annie kommt es bei erfolgreichen Kampagnen in der Gemeinde insbesondere darauf an, dass sie Spaß machen. „Wenn man den Spaß an einer Sache überzeugend vermitteln kann, dann denken alle anderen ebenfalls, dass diese Sache Spaß macht“, so Annie. Die Bibliothek wird sich auch weiterhin an städtischen Veranstaltungen wie etwa der jährlich stattfindenden Denver Startup Week beteiligen. „Es gibt viele Menschen, die auf eine Weise an der Lösung von Problemen arbeiten, die hoffentlich ihnen selbst wie auch der Stadt eine bessere Zukunft bescheren wird“, sagt Brenda. Und in der Zukunft dieser Stadt wird die Bibliothek auch weiterhin ein starker Partner für den Erfolg bleiben.

Karte mit dem Standort der Denver Public Library

Die Bibliothek auf einen Blick

  • 26 Bibliotheksstandorte in beinahe allen Stadtvierteln
  • Regelmäßige Dienstleistungen umfassen die Unterstützung von Existenzgründern, Investoren, Studenten, Lehrkräften, Neuzuwanderern, Menschen mit Behinderungen und ans Haus gebundenen Kunden
  • Über 50 digitale Sammlungen mit Fotos und Dokumenten zur lokalen Geschichte

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