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Libraries at the Crossroads: Resolving Identities. EMEA Regional Council Conference 2017

Identität im Wandel

Die persönliche Identität ist unser Selbstbild, welches sich im Laufe unseres Lebens weiterentwickelt. Es betrifft unser Erscheinungsbild, unsere Entscheidungen und unsere Überzeugungen. Wir treffen eine Auswahl, welche Aspekte unserer persönlichen Identität wir nach außen zeigen und welche Elemente wir lieber privat halten. Wer wir sind teilen wir mit denjenigen, zu denen wir eine Verbindung haben. Ein Arbeitgeber, Kollege, Freund oder Familienmitglied "weiß" mehr über uns, da wir auch etwas über diese Personen "wissen". Vertrauliche Informationen erlangt man durch ein gegenseitiges, auf Vertrauen basierendes Verhältnis.

Zumindest war das bislang so.

Heute reichen unsere sozialen Netzwerke weit über das Umfeld uns persönlich bekannter Menschen hinaus. Es ist technisch möglich, unsere Aktivitäten zu verfolgen und auf der Grundlage unseres aktuellen Verhaltens Voraussagen über unser künftiges Verhalten zu treffen. Unsere "digitale Identität" bietet auch denjenigen, die wir nicht kennen und denen wir nicht vertrauen, wertvolle Informationen über uns. Dieser Wandel führt zu einem Spannungsverhältnis zwischen dem Schutz unseres Rechtes auf Privatsphäre und dem Nutzen, den solche Einblicke haben können. Unser Berufsstand betrachtet Fortschritte in der Forschung, dem Lernen und innovative Neuerungen als "Kollektivgut". Doch ist das immer der Fall? In einer Zeit von Big Data und fast unbegrenzten Verarbeitungskapazitäten wollen wir uns bei unserem Treffen mit dieser Frage auseinandersetzen.

Wir werden auch einen Blick darauf werfen, wie wir unsere Identität und die Identität unserer Bestände besser bewerben. Heute entwickeln sich neue Arbeitsabläufe im Hinblick auf wissenschaftliche Kommunikation und das Erscheinen amtlicher oder öffentlicher Daten. Zahlreiche wissenschaftliche und öffentliche Institutionen beteiligen sich aktiv an Linked Data- und Digitalisierungsprojekten, um solche Informationen freier recherchierbar und benutzbar zu machen. Diese Aktivitäten werden wir näher betrachten. Darüber hinaus werden wir darüber diskutieren, wie eine genauere Profilierung der Nutzung unserer Bestände uns Informationen liefern kann, wie mögliche künftige Dienstleistungen aussehen müssten.

Viele Bibliotheken haben ihre Identität grundlegend verändert, um sich für neue Herausforderungen zu rüsten. Wo man auch hinblickt, sieht man Initiativen, die sich um neue Benutzer und Benutzergruppen bemühen. Dies kann eine Veränderung des Angebots sein, geänderte Öffnungszeiten oder auch eine Veränderung der Wahrnehmung der Beteiligten. Das OCLC EMEA Regional Council Meeting bietet innovativen Bibliotheken eine Gelegenheit zu zeigen, welche Anstrengungen sie unternehmen, ihre Identität in den Augen ihrer Benutzer zu verändern.

Als professionelle Wissensvermittler verstehen wir, welch großen Nutzen die Offenlegung und das Teilen von Daten bieten, nehmen aber auch die damit einhergehenden datenschutzrechtlichen Bedenken sehr ernst. Wir stehen an einem Scheideweg, an dem die Fähigkeit, unsere Schritte digital zu verfolgen, neue Chancen eröffnet. Das Treffen gibt uns die benötigte Zeit, um gemeinsam zu überlegen, ob das die Wege sind, die wir einschlagen sollten oder nicht.

Die Registrierung für die OCLC EMEA Regional Council Annual Conference ist nun geschlossen.

TERMINE

Dienstag 21. Februar 2017

  • Konferenztag 1
  • Konferenz-Abendessen

Mittwoch 22. Februar 2017

  • Konferenztag 2

Donnerstag 23. Februar 2017

  • Produkttag (Begrenzte Teilnehmerzahl)

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