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20 Jahre ABG Basel - SISIS

Weil eine 20-jährige Partnerschaft in unserer technologisch schnelllebigen Zeit nicht selbstverständlich ist, halten wir ein solches Jubiläum für durchaus erwähnenswert und freuen uns mit unserem Kunden, den Allgemeinen Bibliotheken der GGG Basel (ABG), auf eine weitere gute Zusammenarbeit.

Die Allgemeinen Bibliotheken der GGG (ABG) sind die öffentliche Bibliothek der Stadt Basel. Zwar sind sie eine private Organisation der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige (GGG), finanziell werden sie aber zu mehr als 80% vom Kanton Basel-Stadt getragen.

Foto: Ausleihe in den 50er Jahren

Ausleihe in den 50er Jahren

Foto: Fotoverbuchung bis 1990

Fotoverbuchung bis 1990

1807 durch die GGG gegründet, sind sie die älteste, in unmittelbarer Linie existierende „Volksbibliothek“ der Welt. Trotzdem versteht sich die ABG nicht als altehrwürdige Einrichtung, sondern als eine aufgeschlossene Bibliothek, die die Literaturversorgung der Bevölkerung mit modernen bibliothekarischen Methoden sicherstellen möchte.
Dazu gehört seit 1990 auch der Einsatz eines EDV-Systems.

Und hier beginnt, dank eines Zufalls, die gemeinsame Geschichte. Auf dem Weg zur Arbeit hörte der damalige Verantwortliche für den Vertrieb der SISIS-Systeme in der Schweiz im Lokalradio einen Bericht, dass die ABG sich für ein Konkurrenzprodukt zu SISIS entschieden hatte. Unmittelbar danach erfolgte das erste Telefongespräch mit der ABG, das dann zum Beginn einer 20-jährigen Partnerschaft wurde.

Im SISIS-Report (Siemens Nixdorf) Ausgabe Oktober 1991 war zu lesen:

„In Anbetracht der steigenden Benutzung und der steigenden Kosten im Personalbereich, haben die ABG Ende der 80er Jahre mit der EDV-Planung begonnen.
Die Anlage besteht aus einem Rechner MX500-85 mit einer Speicherkapazität von 48 MB. An diesem Rechner angeschlossen sind über direkte Leitungen 26 Bildschirmeinheiten, 6 Quittungsdrucker, 2 Nadeldrucker und 1 Seitendrucker (Laserprinter). 23 Bildschirmeinheiten und 8 Drucker sind über 8 Telefonleitungen, Modems und Multiplexer mit dem Rechner verbunden. Ferner sind die ABG über eine Telefonleitung mit dem SIBIL-Katalog der Universitätsbibliotheken Basel, Bern und Lausanne verbunden. Die Datensicherung erfolgt mittels Magnetbandgerät und der Software DSX-FD-5. Ein Teleservice-Zusatz hilft mit, die Wartung der Anlage zu beschleunigen. Im Juli 1990 lieferte SIEMENS NIXDORF den Rechner und installierte das Betriebssystem, die Bürosoftware und SIKIS (Katalogsystem) und SIAS (Ausleihsystem).“

Foto: Ausleihe und OPAC in den 90er Jahren

Ausleihe und OPAC in den 90er Jahren

Foto: OPAC Publikumskatalog mit Erläuterungsmaske

OPAC Publikumskatalog mit Erläuterungsmaske

Was aus heutiger Sicht „museumsreif“ klingt, war damals modernste Technik. Im Laufe der Jahre hat sich natürlich viel geändert. Zur Ausleihe mit SIAS und SIKIS kam die Erwerbungskomponente SIERA und der OPAC hinzu. Aus der damaligen Produktlinie SISIS-SE wurde SISIS-ONL (Client-Server) und schließlich das Bibliothekssystem SISIS-SunRise.

Die ABG heute

Mit dieser 3.SISIS-Generation und seinen Add-ons steht der ABG ein modernes Bibliotheksmanagementsystem zur Erfüllung ihrer Aufgaben - Leseförderung sowie Kultur- und Wissensvermittlung - zur Verfügung.

Die ABG verfügt über einen Bestand von 250.000 Medieneinheiten. Zum Benutzerpotential der ABG und ihrer sechs Zweigstellen gehören nicht nur die ca. 180.000 Einwohner der Stadt Basel, sondern auch viele Bewohner des Umlandes sowie jenseits der nahegelegenen Grenzen aus Frankreich und Deutschland. Rund 85.000 Arbeitnehmer, davon 18.000 aus D und F, pendeln täglich in die Stadt. 33.000 Benutzerinnen und Benutzer entleihen jährlich etwa 1,285 Millionen Medien. 733.000 Personen besuchten 2009 die sieben Bibliotheken der ABG. Das spricht für die hohe Attraktivität und guten Service.

Dieser konnte durch die Umstellung auf Selbstverbuchung mit RFID-Technologie in den Bibliotheken Schmiedenhof und Gundeldingen Ende 2009 noch weiter verbessert werden.

Foto: ABG-Selbstverbuchungsstation in der Ausleihe

ABG-Selbstverbuchungsstation in der Ausleihe

Foto: ABG-Selbstverbuchungsstation in der Ausleihe

ABG-Ausleihe

Ausblick

In der nahen Zukunft steht vor allem der Ausbau der Hauptstelle im Fokus der Aktivitäten. Die Bibliotheken sind nicht mehr wie vor 40 Jahren ein Buchabhollager, heute sind sie ein Treffpunkt für alle Altersgruppen. Dies braucht mehr Raum und Zeit des Personals für Animationen – aber auch mehr Technik in Form von vielen Publikums PCs, Datenbanken etc. Das wird alles auch einiges kosten – die Diskussionen um die Finanzierung der öffentlichen Bibliotheken werden deshalb kaum aufhören.

Und zum Schluss: ab 17. Juni ändern die Allgemeinen Bibliotheken der GGG ihren Namen. Sie werden neu „GGG Stadtbibliothek Basel“ heißen. Dieser Name ist nicht nur viel einfacher im täglichen Gebrauch, er drückt auch aus, was die ABG schon lange sind. Sie sind die Stadtbibliothek Basel. Das Kürzel zeigt, welche Institution die Bibliotheken führt. Die private GGG finanziert rund ein Fünftel des Gesamtaufwandes der Stadtbibliothek.