IFLA/OCLC Stipendiaten zu Gast in Europa
Nach einem vierwöchigen Trainingsprogramm im Hauptsitz von OCLC in Dublin, Ohio, kamen Ende Mai vier Teilnehmer des IFLA (International Federation of Library Associations and Institutions)/OCLC Programms zu Besuch nach Europa. Sie besuchten sowohl mehrere Bibliotheken in Deutschland und den Niederlanden als auch das „IFLA-Hauptquartier“ in Den Haag.
Die diesjährigen Teilnehmer kommen aus Marokko, Uganda, Südafrika und Indien. Das IFLA/OCLC Stipendium ermöglicht es den Teilnehmern, Eindrücke aus anderen Ländern zu sammeln und somit die unterschiedlichen, nationalen Bibliothekslandschaften miteinander zu vergleichen und Anregungen zu gewinnen. Cyrill Walters (Südafrika) sagt: „Ich hatte erwartet, dass die amerikanischen den europäischen Bibliotheken viel weiter voraus sind, doch dem ist nicht so. Ich war auch überrascht über die Unterstützung der öffentlichen Bibliotheken durch die Regierungen.“
Mit dem durch das IFLA/OCLC Programm neu erworbenen Wissen wollen die jungen Bibliothekare die eigene Arbeit in ihren Heimatländern verbessern. „Ich werde dafür sorgen, dass wir noch mehr kooperieren“, sagt Hanan Erhif (Marokko). „Wir haben schon Kooperationen mit afrikanischen und europäischen Ländern, aber in Zukunft will ich diese bis in die USA ausweiten.“
Das IFLA/OCLC Stipendium bestärkte Kaddu Birungi (Uganda) weiter in ihrer Arbeit: „In Uganda ist Bibliothekar nicht unbedingt ein Beruf erster Wahl. Ich werde jetzt weitere Bibliotheken besuchen und meinen Kollegen erzählen, worum es in diesem Beruf geht. Ich will sie ermutigen und darauf stolz machen, für das was sie für unser Land alles erreichen können,“ sagt sie.
Im nächsten IFLA/OCLC Programm wird es sechs Positionen zu besetzen geben. Die Teilnehmer für 2009 werden auf der IFLA-Konferenz im August bekannt gegeben.


