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Europeana und OCLC erzielen Einigung über Metadaten-Lieferung an das Portal Europeana.eu

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OCLC und Europeana, der Betreiber der Digitalen Bibliothek Europas, haben nun einen gemeinsamen Weg gefunden, wie OCLC-Mitgliedsbibliotheken ihre Metadaten aus WorldCat im Einklang mit den Richtlinien zur Teilnahme und Nutzung von WorldCat “WorldCat Rights and Responsibilities for the OCLC Cooperative“ in das Portal Europeana.eu einbringen können.

Europeana ist die digitale Bibliothek, das digitale Archiv und das digitale Museum Europas. Die in 29 Sprachen verfügbare Europeana API ermöglicht augenblicklich den öffentlichen Zugriff auf über 20 Millionen Bücher, Gemälde, Filme, Aufnahmen, Fotografien und Archivalien von mehr als 2.200 Partnerorganisationen. Darunter befinden sich auch Nationalbibliotheken und Forschungsbibliotheken, deren Metadaten gleichzeitig auch in der WorldCat-Datenbank gespeichert sind.

Die erzielte Einigung soll Bedenken zerstreuen, dass die OCLC Richtlinien zur Nutzung der WorldCat-Metadaten der Einhaltung des Europeana Data Exchange Agreement (DEA) im Weg stünden. Diese Vereinbarung sieht vor, dass alle zu Europeana.eu beigesteuerten Metadaten im Rahmen der Creative Commons Zero Public Domain Dedication License öffentliches Eigentum sind. OCLC erhebt keine geistigen Eigentumsrechte auf einzelne Metadateneinträge in WorldCat, hält jedoch Urheberrechte an der WorldCat-Datenbank als Ganzes. Daher zeigten sich OCLC-Mitgliedsbibliotheken bezüglich eines Beitrags zu Europeana.eu verunsichert. Trotzdem und angesichts der Bedeutung von Europeana unterstützt OCLC die Teilnahme seiner Mitgliedsbibliotheken an Europeana.

Als Reaktion auf diese Bedenken hat sich Europeana bereit erklärt, die Folgenutzer der Metadaten darauf hinzuweisen, sowohl OCLC als auch die gebende Bibliothek als Datenquelle anzugeben, sowie auf die innerhalb der OCLC-Kooperative geltenden Regeln im Umgang mit Daten hinzuweisen. Diese Maßnahme trägt den Erwartungen Rechnung, welche die OCLC-Mitgliedsinstitutionen bezüglich der Verwendung von Daten aneinander haben. Praktisch setzt Europeana die Übereinkunft mittels den vertraglich nicht bindenden Europeana Usage Guidelines for Metadata um.

„Diese Einigung ist wichtig, denn sie erleichtert den Bibliotheken die Teilnahme. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass die von The European Library für Europeana digitalisierten und gesammelten Objekte unseres kulturellen Erbes auffindbar und zugänglich sind“, so Jill Cousins, Geschäftsführerin Europeana. „Uns ist wichtig, dass die liefernden Institutionen als Quelle genannt werden, und daher wird diese Aufforderung zur Quellenangabe natürlich auch auf die Metadaten aus WorldCat ausgedehnt.“

„Diese Übereinkunft kommt zur rechten Zeit“, kommentierte Elisabeth Niggemann, Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek, sowie ehemalige Vorsitzende der Europeana Foundation und aktuelles Mitglied des OCLC Board of Trustees. „Sie ermutigt die europäischen Bibliotheken eindeutig zur Teilnahme und zeigt, dass OCLC ein Partner ist, der die internationale Bibliotheksgemeinschaft unterstützt.“

Weitere Hintergrundinformationen über die fachlichen Projekte und Partner finden Sie unter: http://pro.europeana.eu.
Hier können Sie das Portal Europeana.eu kennenlernen: www.europeana.eu/portal/.

Lesen Sie dazu auch die aktuelle Pressemitteilung.

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